Leichtergewichtiger Umbau Verenti Substance mit Drehmomentsteuerung

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cocotazo

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Hallo zusammen,

ich bin neu hier und möchte euch um eure Mithilfe bitten. Bislang habe ich noch keine nennenswerte Erfahrung mit Pedelecs, außer ein wenig Gebastel und Feintuning an einem Prophet Navigator Damenrad mit Bafang BBS01, das nicht mir gehört. Mein Wissen beruht im Wesentlichen auf dem, was ich in Foren und in Datenblättern gelesen habe. Ich möchte mich nun auch beim Radfahren elektrisch unterstützen zu lassen. Leider konnte ich bei den üblichen Verdächtigen keine fertigen Umbausets finden, die zu meinen Vorstellungen passen. Fertige Pedelecs passen nicht zum meinem Geldbeutel. Technisches Geschick für die Montage ist vorhanden. Das Einspeichen eines Nabenmotors könnte ich in der Nähe machen lassen. Eine Budgetvorgabe gibt es für das Projekt nicht direkt. Es sollte jedoch möglichst kostengünstig realisiert werden, weil ich das Geld nicht gerade "übrig" habe.

Meine Konstitution:
Muskulatur und Ausdauer sind sicher für zügige Ausflüge über 50 km gut. Aufgrund der Folgen eines Unfalls kann ich mein linkes Bein nicht dauerhaft belasten. Derzeit versuche ich das durch einseitige Belastung und frühzeitiges Zurückschalten zu kompensieren. Besonders auf meiner Arbeitsstrecke besteht aber für mich an langen leichten Steigungen das Problem, dass ich diese oft zu zügig hochfahre, um nicht hinter den anderen pendelnden Radfahrern zurückzubleiben. Hier erinnert mich mein Knie dann tagelang daran, dass ich das lieber lassen sollte.

Strecken:
Im Grunde gibt es bei mir nur zwei nennenswerte Strecken. Die erste Strecke, mein Arbeitsweg, beträgt etwa 15 km einfach und wird am häufigsten befahren. Auf dieser Strecke gibt es keine nennenswerten steile Auffahrten, lediglich die zuvor angesprochenen langgestreckten Steigungen.
Die zweite Strecke, die ich höchstens ein bis zweimal im Monat fahren kann, ist im Grunde keine festgelegte Strecke, sondern eine Radtour im Bereich der sächsischen Schweiz. Hier gibt es natürlich steile Anstiege und Waldwege, auf denen das Rad auch mal geschoben oder gehoben werden muss. Hier habe ich keinen Zeitdruck, so dass ich dank der Goldenen Regel der Mechanik von Galileo Galilei nicht unbedingt auf Unterstützung angewiesen bin. Ich hätte den Motor halt gern dabei, falls ich mich mal überschätze. Hier ist mir das geringe Gewicht der Lösung wichtig.

Das Rad für den Umbau:
Aufgrund des Streckenprofils wäre es vermutlich am Einfachsten, mein Pendel-Rad (MONGOOSE Sabrosa Ocho) umzubauen und mein Ausflugs-Rad (Verenti Substance) antriebslos zu belassen. Das MONGOOSE hat aber im Bezug auf den Umbau einge Nachteile wie z.Bsp. die Nabenschaltung, der seltsame Alu-Rahmen und die etwas schlechtere Ergonomie, so dass ich mir in den Kopf gesetzt habe, das Verenti Substance als Umbaurad zu verwenden. Das Rad hat eine Shimano Sora Kettenschaltung mit einer 9er Kassette hinten, einem doppelten Kettenblatt vorn und Scheibenbremsen.

Meinen Vorstellungen zum Umbau:
Ich würde gern einen möglichst leichten Antrieb mit einem guten Freilauf verbauen, der mir im abgeschalteten Zustand beim Fahren nicht weiter auffällt und der beim Heben oder Schieben nicht so stark behindert.
Dieser Antrieb müsste frühestens bei Geschwindigkeiten über 10-15 Km/h unterstützen und auch nur dann, wenn die eingesetzte Trittkraft ein bestimmtes Maß übersteigt. Das System muss den gesetzlichen Rahmen für Pedelecs einhalten. Als Einbauort für den Motor favorisiere ich das Hinterrad, obwohl ich aus Gründen der besseren Gewichtsverteilung auch immer noch über einen Einbau vorn nachdenke.
Nach meinem Verständnis könnte ein Cute 85 in Verbindung mit einem Sempu-Tretlager mit eingebauten Drehmomentsensor diese Anforderungen erfüllen, wenn ein geeigneter Controller eingesetzt wird. Ich gehe mal davon aus, dass der von mypedelec24 zusammen mit dem Sempu-Tretlager angebotene 13A Sinus Controller entsprechend konfiguriert werden kann (ohne das geprüft zu haben). Ich habe auch noch keine passende Vierkant-Kurbelgarnitur rausgesucht, die ich mit den Kettenblättern meiner Sora-Schaltung verwenden könnte.

Könntet Ihr mir bitte sagen, ob das Setup soweit aus eurer Sicht Sinn macht oder welche Komponenten Ihr alternativ nehmen würdet? Habe ich etwas vergessen? Besonders beim Controller bin ich sehr unschlüssig, ob hier ein Einzelkauf des Drehmoment-Sensors und eines anderer Controllers nicht sinnvoller wäre. Die Themen Akku und Kurbelgarnitur würde ich erst angehen, wenn die anderen Komponenten feststehen.

Vielen Dank vorab,

Cocotazo
 
Singing-Bard

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@cocotazo Ich denke es macht durchaus Sinn wenn Du Dir selbst zuvor ein genaues Budget vorgibst. Umbauprojekte können wie alle Projekte durchaus teuerer werden während der Umsetzung. Kann also sein das du mit einem Fertigpedelec günstiger kommst wenn Du ein Rad verkaufst. Wieviel Geld kannst / willst Du für den Umbau investieren?
 
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cocotazo

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Das ging ja echt schnell mit der ersten Antwort. Eine echte Obergrenze habe ich lediglich insgesamt für das gesamte Projekt gesetzt, also mit Motor, Steuerelektronik, Display, Sensor, Kurbelgarnitur, Kleinteile, Einspeichen, Akku und Ladegerät. Diese liegt bei maximal 1000 €. Nach meinen Vorstellungen sollte das gesamte Projekt aber auch mit etwa 800 € realisierbar sein. Davon rechne ich etwa 400 € für Motor/Sensor/Steuerung/Display und Kleinteile/Kurbelgarnitur. Ich hoffe, ich liege mit meinen Vorstellungen nicht total daneben.
 
Hochsitzcola

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Leider konnte ich bei den üblichen Verdächtigen keine fertigen Umbausets finden, die zu meinen Vorstellungen passen.
Man erkennt auf jeden Fall, daß du dich schon intensiv mit dem Thema beschäftigt hast.(y)
Umbausets mit Drehmomentmessung sind aktuell eher noch Exoten. Siehe Wiki.
Einzig zum Mittelmotor SFM 250 DU gibt es hier im Forum einen regen Austausch, zu den anderen gibt es so gut wie keine Erfahrungsberichte.
Für den schmalen Geldbeutel ist das Set von BMS-Battery zu empfehlen (Kunteng-Controller).
Ich persönlich würde es mit dem Set von mypedelec24 (ebenfalls Kunteng) und einer Kombination aus Frontmotor und Rahmen-/Trinkflaschenakku probieren. Günstiger ginge es vielleicht über Aliexpress/PHOEBELIU, habe ich aber nie ausprobiert. Hätte aber den Vorteil, daß hier ein Lishui Controller verwendetet wird, der ohne Hallsensoren im Motor auskommt.

Das Thun Velo Comfort würde als Komplettset in deinen Finanzrahmen passen, damit habe ich aber keine Erfahrung.

Gruß
hochsitzcola
 
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cocotazo

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Tut mir leid, dass ich nicht darauf hingewiesen habe. Mittelmotoren, auch wenn sie wie der Tongsheng TSDZ2 über einen Drehmomentsensor verfügen, kommen aus meiner Sicht nicht in Frage. Einerseits haben sie ein im Vergleich recht hohes Gewicht und andererseits fürchte ich, dass sie auf Waldwegen schnell beschädigt werden können. Danke für den Hinweis mit dem Thun Velo Comfort, da dieses Angebot meinen Finanzrahmen praktisch ausschöpft, würde ich ihn zunächst erst mal zurückstellen und mir das Thema BMS-Battery/Kunteng-Controller noch einmal anschauen. Sonst passt ja deine persönliche Entscheidung ganz gut zu dem, was ich mir überlegt habe. Den Cute 85 gibt es ja auch für die Gabel. Ich werde mir morgen mal nähere Infos zum Controller von mypedelec24 besorgen.

Vielen Dank fürs Feedback.
 
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cocotazo

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OK, habe noch mal nachgeschaut. Mich hat bei dem BMS-Sensorlager zunächst die Trommel gestört, die außerhalb des Tretlagers sichtbar ist und die Kettenlinie nach außen versetzt. Der Sensor fiel zum Zeitpunkt der Recherche aber letztlich aus dem Raster, weil ich keine deutschen Vertriebsquellen finden konnte. Aus Kostensicht ist das eine interessante Alternative, zumal dort auch die leichten Cute-Motoren gekauft werden könnten. Leider sehe ich zur Zeit nur die Q100-Varianten die mit 250-350W nicht mehr legal sein würden (?). Im Forum bin ich übrigens auch über einen Thread gestolpert, in dem du deine Erfahrungen mit dem BMS-Sensorlager schilderst und eine Empfehlung für ihn aussprichst. Mich würde interessieren, warum du in meinem Fall den von mypedelec24 vorziehen würdest?

Schönen Abend noch.
 
Hochsitzcola

Hochsitzcola

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die Trommel gestört, die außerhalb des Tretlagers sichtbar ist und die Kettenlinie nach außen versetzt
Die "Trommel" sitzt doch auf der anderen Seite, die Position des Kettenblattes ändert sich nicht...

Mich würde interessieren, warum du in meinem Fall den von mypedelec24 vorziehen würdest?
Der Sensor aus dem BMS-Set hat eine russisch-einfache Mechanik und die Elektronik besteht im Großen und Ganzen aus drei Hallsensoren. Der Sempu-Sensor kommt halt ohne bewegliche Teile aus, da kann nichts festgammeln. Dafür hat er mehr Elektronik. Welches Konzept langfristig als das robustere ist, kann ich nicht sagen.
Wirkliche Langzeiterfahrung im Alltagsbetrieb mit Regenfahrten etc. habe ich zu beiden nicht.

Gruß
hochsitzcola
 
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cocotazo

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Danke für die Klarstellung zur Trommel und dem Feedback zu den Gründen deiner Bevorzugung des mypedelec24-Systems.

Ich werde beide Systeme heute abend noch mal vergleichen.

Gruß,
cocotazo
 
lahomau

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Warum möchtest du unbedingt einen Drehmomentsensor haben? Meinen Antrieb steuere ich einfach über Gasgriff, entweder "Aus" oder "Vollgas", was bei mir aber nur 250W elektrische Eingangsleistung sind. Legalisiert über den Forumscontroller (d.h. der Gasgriff geht nur, wenn ich trete, und nur bis zu einer einstellbaren Maximalgeschwindigkeit, bei mir 21 km/h). Durch das leicht lästige Daumendrücken des Gasgriffs und die niedrige Abregelgeschwindigkeit zwinge ich meinen inneren Schweinehund, nicht zu faul zu werden und den Motor nur an Steigungen und bei Gegenwind zu benutzen. Dafür reicht mir ein 500g-Akku für ca. 15km.

PAS und Drehmomentsteuerung sind für mich nur indirekte Hilfsmittel, um dem Rad zu sagen, ob und wieviel Unterstützung ich möchte. Mein Daumen kann das besser, der ist näher am Hirn dran ;-). PAS brauche ich zwar leider wegen der rechtlichen Dinge trotzdem. Aber nur deswegen.
 
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cocotazo

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Hallo Lars, das ist ein interessanter Ansatz. Ich möchte aber möglichst erst dann unterstützt werden, wenn ich zu stark in die Pedale trete müsste, um mit anderen Pendlern mitzuhalten. So hoffe ich, vielleicht meine Knieprobleme zu verringern. In den meisten Situationen kann ich die Überlastung des Knies vermeiden, indem ich nur rechts stark reintrete oder einfach in einem kleineren Gang als nötig fahre. So benötige ich zwar eine höhere Kadenz für die gleiche Geschwindigkeit, habe aber einen guten Trainingseffekt, was normalerweise auch so gewollt ist. Auf dem Weg zur Arbeit benötige ich dann eine normale Kadenz, ohne mein Knie zu überlasten. Wie ich mich und meinen inneren Spielmatz kenne, bräuchte ich bei deiner Lösung einen sehr großen Akku ;)
Danke für den Vorschlag, ich werde ihn wohl trotzdem im Hinterkopf behalten.

Bezüglich des Drehmomentsensors werde ich am mypedelec24-System festhalten. Das System ist deutlich leichter und ich vertraue darauf, dass Elektronik langlebiger ist.
Wegen dem Motor möchte ich noch einmal um Feedback bitten. Aus optischen Gründen favorisiere ich einen Einbau in der Hinterradnabe. Der schön leichte Cute 100 ist nach meinem Verständnis leider mit 350 Watt zu stark für ein Pedelec, obwohl er scheinbar unter anderen Namen (Ansmann?) als 250 Watt - Motor deklariert verkauft wird. Wie geht Ihr damit um? Den noch leichteren Cute 85 mit 250 Watt gibt es wohl leider nur fürs Vorderrad und er ist auch schlecht zu beschaffen. Gibt es ähnlich leichte Motoren, bei denen der Controller nicht integriert ist?

Grüße,
cocotazo
 
lahomau

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Ich habe den hier und bin zufrieden: http://www.bagier.de/Motoren/Heckmo..._28_ohne_Hallsensor_artikel58106042817f8.html
Der ist bzgl. Gewicht und Getriebe sehr verwandt mit dem Q100 (ebenfalls ein Innenläufer mit zweistufigem Getriebe). Mit Porto und Zoll und Zollgebühr an die Post ist das nicht mehr viel teurer als der Kauf in China.

Schön leicht fürs Vorderrad wäre auch der Q75, den hatte ich mal in einem Bastelprojekt als Kurbelantrieb verwendet, da war er sehr leise (zusammen mit einem LSW-675-Controller).

Bzgl. des Aufklebers "350W" würde ich den auf jeden Fall entfernen und ab dann ignorieren/vergessen. Baugleiche andere Motoren werden als "250W" verkauft, stärkere haben ebenfalls das 250W-Papperl.
 
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cocotazo

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Hallo zusammen!

Bei vielen Systemen wird nur das Drehmoment der linken Kurbel gemessen.
Netter Gag.

Danke für den Vorschlag mit dem Bagier, der kommt aber leider nicht in Frage. Ich möchte lieber einen Motor mit Sensoren.

Es wird im Projekt jetzt vermutlich eine kleine Pause geben. Ich hatte heute erstmalig die Gelegenheit, ein Rad (Zündapp Tiefeinsteiger) mit Vorderradmotor zu testen. Ich bin aber nur etwa einen Kilometer gefahren, das Fahrgefühl sagte mir überhaupt nicht zu. Ich werde darum keinen Vorderradmotor mehr in Betracht ziehen, auch wenn es beim Tragen unvorteilhaft ist. Jetzt bin ich ein wenig verunsichert, ob ich evtl. auch erst mal jemanden suchen sollte, bei dem ich einen Hinterradmotor mit Getriebe ausprobieren sollte. Ich kenne außer dem Rad, das ich heute probiert habe, nur das oben angesprochene Rad mit Bafang Mittelmotor und eines mit einem massigen Bionx.

Ich melde mich, wenn ich das geklärt habe. An dem Sempu-Tretlager werde ich aber festhalten.
Danke euch bis hierher.

Grüße,
cocotazo
 
Herr Weber

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Ein Zündapp Tiefeinsteiger ist ja auch eine Krankheit!!!!
Ein gescheiter Vorderradmotor in einem deiner beiden Räder, wäre vom Fahrverhalten mit Sicherheit eine ganz andere Hausnummer!!
 
gerry.k

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Ein gescheiter Vorderradmotor ...
Die ganzen kleineren Motoren mit 2- 3 kg Gewicht haben höchstens geringe Unterschiede. Egal, ob einer aus dem Billig-Discouterrad, Q100 oder vom deutschen Premiumhändler für Nachrüstsysteme gekauft.
Den größeren Unterschied macht eine vernünftige Ansteuerung. Oft werden noch Controller mit lausigen Geschwindigkeitsstufen verwendet - der Motor schiebe immer mit Vollgas, bis zur eingestellten Abregelgeschwindigkeit. Ein Controller mit Leistungsstufen ist m.M. nach ein Unterschied, wie Tag und Nacht.
Hilft natürlich alles nix, wenn ein kleinerer Nabenmotor nicht den Leistungsvorstellungen entspricht.
 
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Herr Weber

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So meinte ichs ja auch....vernünftiger Motor inkl. einem guten Controller(y)
Beim Zündapp ist aber der Motor nichtmal das Schlimmste.
Das Fahrrad ansich, instabil, wacklig, bockschwer, miese Bremsen......ne Krankheit einfach.
 
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cocotazo

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Hallo zusammen,

Das Zündapp-Rad ist sicher nicht der Weisheit letzte Schluss. Sicher ist auch, dass man einen Bionx nicht mit dem dort verbauten GM vergleichen kann, schon was die die Motorsteuerung angeht. Einen Eindruck zwischen "Schieben" und "Ziehen" kann ich aber schon erkennen. Insbesondere beim Kurvenfahren ist das ein ungewohntes Gefühl.

Obwohl ich jetzt kein weiteres Pedelec testen konnte, habe ich mir Gedanken zum Fortgang des Projekts gemacht und weitere Infos eingeholt.
Der zu dem SEMPU-Tretlager mit Drehmomentmessung gelieferte Controller kann nicht konfiguriert werden. Hier muss ich also eine Alternative finden, wenn ich an dem Tretlager festhalten möchte. Da der Anbieter zur Zeit Betriebsferien hat, habe ich hier auch noch nicht weiter gebohrt. Bei EBS habe ich angerufen und mich erkundigt, inwieweit sich die dort angebotenen programmierbaren Controller damit kombinieren lassen. Dies ist zwar auch nicht möglich gewesen, unsere Unterhaltung über den Sinn und den Unsinn einer Drehmomentsteuerung war sehr interessant. Er hat mir auch einige Denkanstöße gegeben, ob ein kleiner Motor die richtige Lösung ist.

Darum stellen sich mir zunächst die folgenden Fragen:
1. Welcher Sinus-Controller ist flexibel, haltbar und erfüllt meine Wünsche?
--> parametrisierbar, damit ich mich an eine für mich optimale Konfiguration herantasten kann?
--> Min 15 A / 46 V, besser noch etwas Luft nach oben, damit ich spielen kann
--> Schnell genug, dass keine Bremsschalter benötigt werden
--> evtl. sogar für Recuperation geeignet.
--> für Drehmomentsensoren geeignet.
Dieser Controller sollte dann eigentlich auch mit den meisten handelsüblichen Pedelec-Nabenmotoren funktionieren, oder liege ich da falsch?

Ich wünsche ein schönes Wochenende.

cocotazo
 
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cocotazo

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Meinen Antrieb steuere ich einfach über Gasgriff, entweder "Aus" oder "Vollgas", was bei mir aber nur 250W elektrische Eingangsleistung sind. Legalisiert über den Forumscontroller (d.h. der Gasgriff geht nur, wenn ich trete, und nur bis zu einer einstellbaren Maximalgeschwindigkeit, bei mir 21 km/h). Durch das leicht lästige Daumendrücken des Gasgriffs und die niedrige Abregelgeschwindigkeit zwinge ich meinen inneren Schweinehund, nicht zu faul zu werden und den Motor nur an Steigungen und bei Gegenwind zu benutzen. Dafür reicht mir ein 500g-Akku für ca. 15km.

Hallo Lars,

Danke noch mal für den Beitrag, ich fange jetzt erst an zu verstehen, was du meinst. Der Forums-Controller arbeitet vermutlich bei dir über Leistungsstufen, und nicht über Geschwindigkeitsstufen?

Grüße,

cocotazo.
 
lahomau

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Beim Forumscontroller ist alles stufenlos, und er regelt die Eingangsleistung. Bei meinem Rad gibt der Gasgriff vor, wieviel Eingangsleistung fließen soll. D.h. wenn ich Halbgas gebe, bekommt der Motor 125W Eingangsleistung, wenn ich Vollgas gebe, bekommt er 250W Eingangsleistung (jeweils nur, wenn ich trete). Du kannst die Eingangsleistung beliebig einstellen, kannst auch für langsame Geschwindigkeiten eine geringere Leistung vorgeben (als Überhitzungsschutz am Berg), du kannst die Länge des Abregelbereichs frei wählen (z.B. soll er ab 22 km/h die Leistung langsam reduzieren und ab 26 km/h den Motor ausschalten). Was du willst.

Das Rad meiner Freundin habe ich anders konfiguriert: Sie hat keinen Gasgriff, sondern ein Poti. Wenn das Poti auf Null steht, hat sie keine Unterstützung. Steht es auf 1/3, bekommt sie 1/3 der eingestellten Maximalleistung, usw.
 
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cocotazo

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Info: Ich habe die Controller-Suche ausgelagert.
https://www.pedelecforum.de/forum/index.php?threads/controllerfragen.49864/#post-865568


Beim Forumscontroller ist alles stufenlos, und er regelt die Eingangsleistung.
Danke für den Hinweis. Den Forum-Controller habe ich im Hinterkopf. Mir wäre aber bei meinem ersten Projekt eine kommerzielle Lösung lieber, auch wenn ich da u.U. auf Flexibilität verzichten müsste.

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

cocotazo
 
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