Langsamste Bafang BBS Wicklung

Diskutiere Langsamste Bafang BBS Wicklung im E-Motoren Forum im Bereich Diskussionen; Ich benötige für das Sun Trip Rennen, den langsamsten Bafang BBS, der mich mit einem Velomobil bis 45 km/h gut unterstützen kann. Das Problem ist...

schneller

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Ich benötige für das Sun Trip Rennen, den langsamsten Bafang BBS, der mich mit einem Velomobil bis 45 km/h gut unterstützen kann.
Das Problem ist die Regel, daß der Motor nur bis maximal 45 km/h unterstützen darf, im höchsten Gang. Und letzteres heißt auch, daß ich beim Selber-Treten mit 90 rpm auch nicht schneller kann. Ich trete aber etwas langsamer… und ein Velomobil kann auch längere Distanzen mit 50 km/h fahren (ohne Motor).
Das Velomobil hat vorne gerade 60 und 80er Kettenblätter verbaut bei 26" und bergab kann man schön mittreten.
Der BBS01 250W hat ja so um die 90 rpm, je nach Spannung. Das würde soweit schon passen, aber etwas mehr Leistung wäre gut, vor allem bergauf. Die stärkeren BBS01/02 haben ja auch einen größeren Stator und Rotor, was thermisch besser wäre und mehr Drehmoment bringt. Die Wicklungsunterschiede kenn ich aber leider nicht.
Ein BBS02 750W liefert bei 48V eher 130 rpm, was aber auch heißt, daß das Kettenblatt dann eher 30 sein muss und damit zu langsam. Ein zu kleines Kettenblatt heißt auch, daß man die meiste Zeit auf den kleinen Ritzeln unterwegs ist und der Verschleiß höher.
Eine elektronische Geschwindigkeitsbegrenzung ist nicht erlaubt und die rpm kann man beim Bafang nicht programmieren.

Ich hoffe, ich konnte die Problematik einigermassen verständlich erklären. Ich muss und will nicht dauerhaft mit Motor 45 km/h fahren, da der Strom nur von Solarzellen kommen darf – nachladen ist verboten – und das über 10.000 km. Ich will aber auch nicht durch meine 80er Kadenz auf 40 km/h begrenzt sein
und ständig im kleinsten Ritzel fahren.

Am besten wäre ein starker Bafang mit 80 rpm. Beim 350W finde ich Infos mit ca. 110 rpm, beim 500W 120 rpm und den größeren Stator. Hat z.B. schon jemand den breiteren Stator von einem 750W BBS02 48V mit einem einem 36V Controller ausgestattet? Ist beim 250W die Drehzahl vom Controller begrenzt oder liegt es an der Wicklung?

Wenn das alles nicht hinhaut, werde ich einen Getriebenaben-Motor nehmen müssen, was ich aber vor allem bergauf nicht so gut finde. Oder den BBS nochmal untersetzen. Es sind auch Strecken dabei auf das Stilfser Joch (knapp 2.000 hm) oder Pico Veleta in Spanien (2.700 hm).
 

Üps

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Vielleicht schaust du dir nochmal die Kennlinie an. Wenn du nicht gerade Renneles fahren wollstest, würde ich fragen, was du wiegst, dass bis zu 400 W bei Nennspannung und Nennstrom nicht genügen.
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schneller

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Wenig Motorpower ist weniger Verbrauch – somit sollte 400W schon reichen. Den größeren Stator und Rotor hätte ich gerne für die thermischen Reserven. Und eben ein größeres Kettenblatt, um in jeder Situation mittreten zu können und nicht immer auf dem kleinsten Ritzel zu fahren.


Für das Rennen werde ich in etwa haben:
70 kg Eigengewicht
24 kg Velomobil
5 kg Motor
6 kg Akku (auch Beleuchtung)
ca. 20 kg Anhänger mit Photovoltaik
ca. 15 kg Ersatzteile, Proviant, Essen, Kochsachen, Schlafsack, Zelt, Isomatte
Total 140 kg

Bergauf möchte ich dann eben nicht die ganze Zeit in höchster Stufe fahren wollen, um das System nicht am Limit auszulasten.
Vielleicht schaust du dir nochmal die Kennlinie an. Wenn du nicht gerade Renneles fahren wollstest, würde ich fragen, was du wiegst, dass bis zu 400 W bei Nennspannung und Nennstrom nicht genügen.
Anhang anzeigen 355033
Wenig Motorpower ist weniger Verbrauch – somit sollte 400W schon reichen. Den größeren Stator und Rotor hätte ich gerne für die thermischen Reserven. Und eben ein größeres Kettenblatt, um in jeder Situation mittreten zu können und nicht immer auf dem kleinsten Ritzel zu fahren.

Für das Rennen werde ich in etwa haben:
70 kg Eigengewicht
24 kg Velomobil
5 kg Motor
6 kg Akku (auch Beleuchtung)
ca. 20 kg Anhänger mit Photovoltaik
ca. 15 kg Ersatzteile, Proviant, Essen, Kochsachen, Schlafsack, Zelt, Isomatte
Total 140 kg

Bergauf möchte ich dann eben nicht die ganze Zeit in höchster Stufe fahren wollen, um das System nicht am Limit auszulasten.
Wie ist der BBS01 250W Stator eigentlich ausgelegt im Vergleich zu einem BBS02 750W, hat ja dann auch wenig Kupfer und weniger Magnetmasse. Auch der Controller sollte nicht am Limit laufen. Den 750W bei mir hab ich normalerweise mit 18A laufen.
 

labella-baron

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Wahrscheinlich ist die Diskussion hier besser aufgehoben als im Velomobil-Forum.
Ich denke alle bis auf den BBS01 werden fürs Evo-K zu breit sein.
Ich bin auch von einem 250W und nicht von einem 1000W-Motor ausgegangen.
Außerdem solltest du den Antrieb nicht auf die beiden Steigungs-Extrema auslegen - soviel Zeit spart das dann bei 10000km? auch wieder nicht.
 

Andi__

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Du brauchst vor allem eine Kassette mit einer großen Spreizung. 11-42 oder besser 11-50. Dann fährst du mit der gleichen Kadenz 11 km/h und 50 km/h. Je nach Steigung und Geschwindigkeit brauchst du einen starken Motor oder auch nicht. Der Bbs01 leistet dauerhaft locker 300W. Bei 100kg Systemgewicht fährst du mit 300W Gesamtleistung (inkl Eigenleistung) ca 10 km/h eine 10% Steigung hinauf. Den Bbs01 kann man auch langsamer treten, dann fährst du halt zb mit 7 km/ eine 15% Steigung hinauf, und trittst nur eine 60er Kadenz, oder so. Da überhitzt der Motor noch nicht, und ist immer noch effizient.

Ich denke, den Bbs02 kann man notfalls auch langsamer treten, ohne dass er gleich überhitzt. Der ist dafür stärker als der Bbs01. Oder gleich den BBSHD. Mit dem ist ein Engländer schon den Sun Trip gefahren.
 

Üps

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Den größeren Stator und Rotor hätte ich gerne für die thermischen Reserven. Und eben ein größeres Kettenblatt, um in jeder Situation mittreten zu können und nicht immer auf dem kleinsten Ritzel zu fahren.
Ich fahre mit nahezu null Eingenleistung bis zu 25% Steigung bei geschätzt 105 kg Systemgewicht.
Schaltung sieht dann so aus:
Schaltungsrechner
Das A und O ist eine nicht zu niedrige Kadenz, dann bleibt der Motor auch im Hochsommer außen anfassbar und somit unkritisch. Schätze, dass er bis zu 60 Nm über längere Zeit aushält.
Nach meinem Wissen ist der BBS01 dann auch im Wirkungsgrad am besten von allen BBS.
Wenn du also im Punkt max. P_Out fährst (70 rpm, 55nM, 400W), solltest du jeden Berg hoch kommen.
 
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schneller

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Danke.
Hat schon jemand einen BBS01 250 W Controller mit dem größeren 01/02 Stator ausprobiert?
 

schneller

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Wahrscheinlich ist die Diskussion hier besser aufgehoben als im Velomobil-Forum.
Ich denke alle bis auf den BBS01 werden fürs Evo-K zu breit sein.
Ich bin auch von einem 250W und nicht von einem 1000W-Motor ausgegangen.
Außerdem solltest du den Antrieb nicht auf die beiden Steigungs-Extrema auslegen - soviel Zeit spart das dann bei 10000km? auch wieder nicht.
welchen Motor würdest du favorisieren für die Gesamtstrecke? Wenn ich einen größeren Übersetzungsbereich nutzen will, dann scheidet der BBS aus…
Insgesamt kommen etwa 60.000 Höhenmeter zusammen. Also im Schnitt 2.000 bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 333 km pro Tag. Oder 1.500 hm bei 250 km/Tag.
 
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labella-baron

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welchen Motor würdest du favorisieren für die Gesamtstrecke?
Tja, die Höhenmeter liegen zwischen 0,5% und 1% der Strecke - also zwischen Flach- und Berg-Etappen.

Ich würde einen auskuppelbaren Motor samt Reku bevorzugen.
Nachdem das schwierig zu realisieren ist, als zweitbeste Lösung einen leichten Direktläufer - der BionX war schon gut.
Als drittbeste den BBS01. M.E. wirst du nicht soviel Energie zur Verfügung haben, so dass du die Motorerwärmung in Grenzen halten wirst.

Gibt es eigentlich Zahlen für die gesamten kWh für die Strecke Lion-Kanton?
 

Jaap

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Die Problematik ich will schneller treten können wie mein Motor darf. Hat Panasonic bei den 26V Motoren dadurch gelöst daß der Motor nur bis TF 70 unterstützt.
Der BBS01/02 würde mit 8s oder 9s Akkus niedriger drehen. Weil man die Abschaltspannung im Controller nicht weit genug runter setzen kann. Macht dies nicht soviel Sinn.
Zufällig habe ich einen Bericht gelesen wo jemand beim 48V BBS die Abschaltspannung mit dem Eggrider Display runter gesetzt hat um einen 11s Akku zu nutzen.
Der Eggrider ist für Spannungen von 20-60V ausgelegt.
Frage ist halt ob dies nur funktioniert weil der Controller 10s-13s kann oder ob der Wert wirklich vom Eggrider übernommen wird.
Zusammen mit kürzeren Kurbeln um höhere Trittfrequenzen zu fördern, hätte man dann Möglichkeiten über 45km/h ohne Motor zu fahren.

Den Hauptvorteil sehe ich aber im sehr sparsamen fahren mit Motor.
Man macht sich eine Tabelle mit der in jedem Gang mit Motorunterstützung max Geschwindigkeit.
Da auf den letzten 20% der Drehzahl Motor Leistung und Drehmoment deutlich nachlassen. Spart man je näher man an dieser Geschwindigkeit liegt Strom.
Bei schwachem Akku sucht man sich den Gang so aus daß man über dieser Geschwindigkeit liegt. Wenn dann eine Steigung kommt. Sinkt die Trittfrequenz und der Motor unterstützt.
Sinkt die Geschwindigkeit zu stark weiß man automatisch das der Motor wieder mehr Leistung liefert. Runterschalten bringt einen wieder auf höhere TF und niedrigeren Verbrauch.
 

Üps

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Der BBS01/02 würde mit 8s oder 9s Akkus niedriger drehen. Weil man die Abschaltspannung im Controller nicht weit genug runter setzen kann. Macht dies nicht soviel Sinn.
Welchen Sinn sollte es überhaupt haben, den Motor per unzureichender Spannung dauerhaft noch langsamer drehen zu lassen, als er ohnehin schon ist? Falls du denkst, dadurch würde sich der Wicklungs-Wirkungsgrad auf magische Weise erhöhen, irrst du gewaltig. Die Verlustleistung bleibt I^2*R und damit proportional zum Drehmoment, während die Abgabeleistung mit der Drehzahl sinkt.
 

Jaap

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Welchen Sinn sollte es überhaupt haben, den Motor per unzureichender Spannung dauerhaft noch langsamer drehen zu lassen, als er ohnehin schon ist?
Weil die ursprüngliche Frage lautete. Motor darf laut Reglement nur bis 45km/h im größten Gang unterstützen. Und sein Velomobil kann mit reiner Eigenleistung schneller fahren.
Da die Trittfrequenz von @schneller niedriger ist wie vom BBS.
Bleibt einem nur übrig die Spannung zu reduzieren. Oder schneller treten üben.

Zum Wirkungsgrad und Drehzahl fehlen mir jede theoretischen Kenntnisse.
Wenn die Eigenleistung steigt und dadurch die Motorleistung sinkt, verbraucht man auch mit schlechterem Wirkungsgrad weniger bei gleicher Geschwindigkeit.
Mit meinen Uralt Akkus merkt man beim Panasonic 26V ganz klar den Unterschied. Ob ich auf die TF achte oder nicht.
Und laut diesem Simulator bleibt der Wirkungsgrad bis kurz vor Leerlaufdrehzahl hoch.

Motor Simulator - Tools

Ob dies stimmt oder die meisten meiner Einsparungen dadurch stammen daß ich mehr überhalb der Leerlaufdrehzahl fahre wie ich denke kann ich nicht sagen.

Die Alternative lautet aber Nabenmotor. Und ein Motor der auf 45km/h ausgelegt ist und mit 140kg am Berg nicht überhitzen soll. Will schnell gefahren werden. Dadurch ist aber der Verbrauch massiv.

Wenn man nicht nachladen darf kann dies warten auf Sonne bedeuten. Während man mit Mittelmotor und minimaler Unterstützung über den Berg schleichen kann.
 

Üps

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Weil die ursprüngliche Frage lautete. Motor darf laut Reglement nur bis 45km/h im größten Gang unterstützen.
Wer kommt denn auf solche Ideen aus dem letzten Jahrtausend? Das ist doch normalerweise über den Speed-Sensor eingestellt.
Die Frage dabei ist eher, ob man 45 km/h überhaupt noch einstellen kann und ob er motorsisierst 45 braucht.
Das Motor-Menü in meiner Software geht nur bis 40. Evtl. muss man dann über eine falsche Radgröße tricksen, um höher zu kommen.
Oder es gibt vielleicht Displays, bei denen man 45 vorgeben kann.

Einen Mittelmotor so zu dimensionieren, dass er bei 45 km/h in der Drehzahl endet und unterhalb abgewürgt wird, macht am Berg eher wenig Sinn, durch Unterspannung und Unterdrehzahl erst recht nicht und funktioniert wegen der variablen Akkuspannung von 4,1 bis 3,1V auch nicht.
Und schließlich zwingt einen auch keiner, in den Speed-Stufen irgendwo 100% einzutragen. Sinn macht es trotzdem.
Die Frage ist also nicht: Oh Gott, mit welchen kranken Tricks komme ich unter 45, sondern komme ich überhaupt so hoch?
Und nein: Es macht keinen Sinn, einen Mittelmotor mit 30-40 rpm zu treten. Dann lieber Nabenmotor.
 
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schneller

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Wer kommt denn auf solche Ideen aus dem letzten Jahrtausend? Das ist doch normalerweise über den Speed-Sensor eingestellt.
Die Frage dabei ist eher, ob man 45 km/h überhaupt noch einstellen kann und ob er motorsisierst 45 braucht.
Das Motor-Menü in meiner Software geht nur bis 40. Evtl. muss man dann über eine falsche Radgröße tricksen, um höher zu kommen.
Oder es gibt vielleicht Displays, bei denen man 45 vorgeben kann.

Einen Mittelmotor so zu dimensionieren, dass er bei 45 km/h in der Drehzahl endet und unterhalb abgewürgt wird, macht am Berg eher wenig Sinn, durch Unterspannung und Unterdrehzahl erst recht nicht und funktioniert wegen der variablen Akkuspannung von 4,1 bis 3,1V auch nicht.
Und schließlich zwingt einen auch keiner, in den Speed-Stufen irgendwo 100% einzutragen. Sinn macht es trotzdem.
Die Frage ist also nicht: Oh Gott, mit welchen kranken Tricks komme ich unter 45, sondern komme ich überhaupt so hoch?
Und nein: Es macht keinen Sinn, einen Mittelmotor mit 30-40 rpm zu treten. Dann lieber Nabenmotor.
Die meisten neuen Displays lassen sich bis 99 km/h regeln.
30-40 rpm eher nicht, dann schalte ich in leichtere Gänge. 45 km/h in der Ebene bei einem Velomobil ist nicht viel. Morgen hol ich es ab und bau dann einen BBS mal ein.
100% muss ich schon überall programmieren, das wäre ja sonst eine elektronische Abregelung, was ja nicht erlaubt ist. Tricks gäbe es viele. Ich will aber auch nicht antreten und dann aus irgendeinem Grund disqualifiziert werden. Ich weiß auch nicht wie streng die sind und wie gut sich die Prüfer auskennen.
Die beste Effizienz scheint beim BBS01 250W laut Datenblatt ja bei 81,4 rpm zu sein bei 36,18 V. Das sollte schon passen.
 

schneller

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Tja, die Höhenmeter liegen zwischen 0,5% und 1% der Strecke - also zwischen Flach- und Berg-Etappen.

Ich würde einen auskuppelbaren Motor samt Reku bevorzugen.
Nachdem das schwierig zu realisieren ist, als zweitbeste Lösung einen leichten Direktläufer - der BionX war schon gut.
Als drittbeste den BBS01. M.E. wirst du nicht soviel Energie zur Verfügung haben, so dass du die Motorerwärmung in Grenzen halten wirst.

Gibt es eigentlich Zahlen für die gesamten kWh für die Strecke Lion-Kanton?
BionX wenn dann mit einem externen Controller. Unterwegs da was zu reparieren, scheint mir unmöglich. Und die erste Lösung ist eben aufwändig und wird sich vom Platz nicht ausgehen im VM. Eher im Anhänger. Oder welche Lösung hättest du im Kopf?
Bleibt dann noch die Nummer 3 … welche auch nicht optimal ist… evtl noch einen zuschaltbaren Reibmotor für die Reku
Aber Danke
 

labella-baron

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Und die erste Lösung ist eben aufwändig und wird sich vom Platz nicht ausgehen im VM. Eher im Anhänger.
Es gab da mal so eine Idee.
Im Anhänger wäre da schon eher Platz - aber da kommt dann nicht zur Bedienung während des Rollens dran.
Vielleicht hast ja du eine Idee - wir befinden uns ja im brain-storming.
 

labella-baron

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Gibt es eigentlich Zahlen für die gesamten kWh für die Strecke Lion-Kanton?
Ich versuche das mal abzuschätzen an Hand dieses Beitrags von @Kraeuterbutter
Der Sieger benötigte wohl 48 Tage. Wann dieser Eric Morel als Dritter ins Ziel gekommen ist, konnte ich nicht ermitteln - ich gehe mal von 50 Tagen aus.
In den Grafiken sind 40 Punkte, wenn ich mich nicht verzählt habe. Im Schnitt fuhr er 25km/h mit ca. 6Wh/km also mit 25*6=150W Verbrauch. Bei 10 Stunden Einstrahlzeit wären dies 150*10*40 Tage = 60000Wh = 60kWh.
Pro Tag im Schnitt also 60/50 = 1,2kWh. Das waren ca. 12000km. Du rechnest die 10000km nächstes Jahr in 30 Tagen zu schaffen. Hast also bei vergleichbarer Kollektorfläche 30*1,2 = 36kWh zur Verfügung. Macht pro Tag 36000/30 = 1200Wh. Bei ebenfalls 10 Stunden täglicher Rollzeit einen Verbrauch von 120W. Da meist nicht im Wirkungsgrad-Optimum, rechne ich mit 75%, also einer Unterstützung von 80W. Deine Stundenleistung kennst du vermutlich und kannst somit abschätzen, ob deine Rechnung aufgeht.
 

Kraeuterbutter

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die Strecke nach China war ja recht anspruchsvoll (Schotterstraßen, usw.)

jetzt gehts ja durch Europa..
vielleicht eher Vergleichbar mit dem Trans Amerika Bike Race

2018 war Marcel Graber ja mit einem Velomobil dabei

6702km
52.000 Höhenmeter
(teils hört man auch was bis knapp 60.000km - da sind sich die uneins)
10 Tage 12 Stunden für Start -> Ziel

im Schnitt ist er täglich 412km gefahren
(ganz ohne Motor)

jetzt ist Marcel kein Fahrradprofi noch ist es sein "Haupthobby"
eigentlich ist er ja Gleitschirmflieger
vor dem TABR hatte er glaub ich nur 3Monate Velomobilerfahrung mit einem DF (Tillerlenkung)
das Alpha7 (Panzerlenkung) hat er sich sogar in die USA schicken lassen und dort zusammengebaut
also 1 Tag Probefahrt und dann war schon Rennen, so ungefähr

jedenfalls: er hat mit fast 1 Tag Vorsprung gewonnen
und das als - wie gesagt - jetzt nicht Radsportler
klar: er ist ein guter Sportler
aber man hat an den Leistungswerten mit Messkurbel gesehen,
dass andere Fahrer deutlich mehr getreten haben (und auch noch täglich länger geradelt sind als Marcel)
und trotzdem dann Tage Rückstand hatten

jedenfalls: die Annahme, dass beim Suntripe einer ganz ohne solar mit halbwegs fitten Beinen und gutem VM das Ding bei guten Straßen gewinnen könnte, ist wahrscheinlich nicht so verkehrt..

deshalb die Überlegung, ob es Sinn macht dass VM mit "zuviel Solar" aerodynamisch "zu viel zu verschlechtern"

ich glaub da wird es einen Sweetspot geben
vor allem eben auch wegen der 45km/h Beschränkung


auf der anderen Seite:
@schneller macht sich viele Gedanken um das Treten über 45km/h
ich glaub auf den Trichter hab ich dich gebracht, als ich im anderne Thread das mit der Regel ins Spiel gebracht habe

ob man aber bei 20-30 Tagen Fahrzeit oder wieviel es dann werden, wirklich so oft (in der Ebene) INKL. 20kg Anhänger und Solardach drauf noch über die 45km/h mit reiner Muskelkraft kommt.. hmm...
ist die Frage

ich glaubs nicht...

ja, wenn ich meine 80km Runde fahre hab ich auch im Flachen immer wieder mal 60 am Tacho stehen.. (da reichen ja schon 10 Höhenmeter einer kleinen Brücke dass man über die 60km/h kommt)
aber wenn es Tag um Tag fahren geht... da wird das wohl anders ausschauen

bei einem Langstreckenrennen seh ich das dann eher nicht

(zumal auch keine Haube erlaubt ist.. die bringt ja schon mal schnell 25% Leistungseinsparung bei gleichem Tempo)

Wer kommt denn auf solche Ideen aus dem letzten Jahrtausend? Das ist doch normalerweise über den Speed-Sensor eingestellt.

ich schätze, es geht darum Manipulation schwieriger zu machen...
ein Speedsensor in den Speichen ist schnell mal weggedreht,
eine Software-Begrenzung mit paar Tastenklicks verändert

ein Nabenmotor mit einer fixen Wicklung der nur so und soviel im Leerlauf dreht - bei begrenzter Spannung - kann der nicht schneller werden
und damit man die gleiche Regel beim Tretkurbel/Mittelmotor auch anwenden kann, muss die Übersetzung mit einbezogen werden..

ist es so schlimm ?
ich denke nicht, da 95%+ der Fahrzeuge beim Suntrip wohl nicht das "Luxusproblem" haben werden, dass man jenseits der 45km/h ohne MOtorkraft noch rein mit Eigenleistung fahren will..

das Problem die Geschwindigkeitsbegrenzung über Motorkadenz+Übersetzung zu machen wie es Flyer damals machte wie von dir angesprochen: das ist ein ausgesprochenes Problem bei 25km/h Pedelecs..
bei 45km/h ist es das eigentlich nicht mehr, weil da "normalerweise" jenseits nicht mehr ohne Unterstützung gefahren wird..

klar ist es auch damit kein 100% Manipulationsschutz.. aber es macht die Geschichte schon etwas schwerer..
aber klar: ich nehm einen 3s - 10Ah- Lichtakku mit für meine "Beleuchtung"...
(und wenn keiner schaut, häng ich den in Serie zum Antriebsakku als Boosterakku - hab ich Jahrelang so bei meinem Bike gemacht, wenn ich mal mehr Power haben wollte: Boosterakku kostet 20 Euro - da brauch ich nicht extra einen teuren extra Akku bauen, den ich dann auch noch nur selten benutze)
nen kleinen Boosterakku (braucht ja nur 1/5 - 1/10 der Antriebsakkugröße haben) liese sich auch selbst in dünne Rahmenrohre unsichtbar verbergen.. etc..

also ja, möglich ist vieles

@schneller
wenn der Bafang jetzt sagen wir bei vollen Akku 82rpm macht
und das Bike so übersetzt wird, dass damit die 45km/h nicht überschritten werden können,
kannst du mit 90rpm immernoch bis 50km/h treten
mit 100rpm sogar 55km/h

bergab wenns schneller wird, hilft die Schwerkraft
da kannst dann auch mal kurz so mit 120rpm dazutreten..

mal so:
mein längster Gang im VM war längste Zeit 65 : 13 auf 26" hinten
das wären bei 82er Kadenz knapp 49km/h
bei 100er Kadenz dann schon 60km/h
mit Haube passt das schön wenns länger so dahingeht (z.b. 30min lang... viel länger schafft man eh nicht, weil man egal wo man hier fährt früher oder später ausgebremst wird)..
kurzzeitig wäre aber längere Gänge schon sinnvoll

kurzfristig kann ich damit auch noch bei ca. 75km/h kurz schnell zutreten
viel bringt das aber nimma, macht vielleicht 2-3km/h schneller
bei 75km/h ist ja ein Gefälle im Spiel, und das schiebt Anteilsmässig derart, dass das "bisschen Treten" dann kaum noch einen unterschied macht

also ich denke mit kurzen kurbeln und der Bereitsschaft auch mal paar Minuten etwas schneller zu treten sollte das dann schon passen..

ich hab gerade mal so Logs von Ausfahrten angeschaut: bei 5h Fahrzeit hab ich im Schnitt über die 5 Stunden 92 - 96rpm an der Kurbel stehen
du brauchst es aber ja eigentlich nur für die Situationen wo du über 45km/h fährst..
das wird mit Anhänger nicht so oft der Fall sein, schon gar nicht Stunden lang durchgehend..
vondaher solltest bereit sein für die paar Fälle auch mal etwas schneller zu kurbeln..

wennst den BBS02 nimmst, der - was hab ich hier gelesen habe - 110rpm oder 120rpm schafft nimmst,
hast allerdings ein Problem...
 
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Kraeuterbutter

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Du rechnest die 10000km nächstes Jahr in 30 Tagen zu schaffen. Hast also bei vergleichbarer Kollektorfläche 30*1,2 = 36kWh zur Verfügung. Macht pro Tag 36000/30 = 1200Wh. Bei ebenfalls 10 Stunden täglicher Rollzeit einen Verbrauch von 120W. Da meist nicht im Wirkungsgrad-Optimum, rechne ich mit 75%, also einer Unterstützung von 80W. Deine Stundenleistung kennst du vermutlich und kannst somit abschätzen, ob deine Rechnung aufgeht.
10.000km -> 30 Tage => 333km täglich
und ein Schnitt bei 10h Rollzeit täglich von 33km/h

das sollte machbar sein - zumal die Höhemeter: 10.000km und 50.000 ja "nur" 500hm je 100km sind

das würde ich mir jetzt auch einige Tage lang (ohne Motor) zutrauen
30 Tage ist natürlich ein anderes kaliber

jetzt gilt es das VM halt nicht zu "verschlimmbessern" :)
 
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