Ladegerät einstellen - Fragen

Dieses Thema im Forum "Akkus, Batteriemanagement (BMS), Ladegeräte" wurde erstellt von linzlover, 09.03.18.

  1. linzlover

    linzlover

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    Liebe Technikkoryphäen!

    Ich habe das in den Bildern gezeigte Ladegerät. Es ist für 12V Fepo, soll eine Ladeschlussspannung von 14,6V haben und 20A Ladestrom liefern.

    Leider hat da mal wer an den Potis rumgedreht, es bringt nur mehr knappe 14V und deutlich unter 15A - zudem geht der Ladestrom schon deutlich vor Erreichen der 14V (mit denen ich leben könnte zu Gunsten Dauerhaltbarkeit des Akkus) stark zurück, bereits bei 13,5V kommen weniger als 10A raus. Das Gerät ist garantiert in Ordnung und hat die angegebene Leistung vor der Rumfummelei auch sehr exakt erbracht.

    Da damit ein Großakku mit 150Ah geladen werden soll und das Ladegerät abseits des zivilisierten Netzes an einem Invertergenerator hängt ist das mehr als bescheiden, die 20A (mindestens!) brauche ich - wenn mehr geht umso besser.

    Kann mir wer sagen an welchem Poti was und in Abhängigkeit wovon einreguliert wird? IMG_20180309_145329.jpg IMG_20180309_145434.jpg IMG_20180309_145446.jpg
    --- Beitrag zusammengeführt, 09.03.18 ---
    Edit: die Ausgangsspannung wird an dem im letzten Bild dargestellten einzelnen Poti eingestellt, so schlau bin ich schon. Da habe ich jetzt die für mich ideale Spannung von 14,4V eingeregelt.
    Aber welche Funktion haben die im zweiten Bild gezeigten Potis, und in welcher Abhängigkeit voneinander?
     
    Zuletzt bearbeitet: 09.03.18
  2. christiank

    christiank

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    In der Regel:

    Ein Poti für die Ampere Ladestrom im CC Modus
    Ein Poti für die Ladeendspannung
    Ein Poti für die Abschalt-Stromstärke - hier kann man zB einstellen das bei einer Reststromstärke von 0,20A das Ladegerät abschaltet
     
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  3. linzlover

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    Besten Dank!

    Das Poti für die Ladeendspannung (das Einzelne) hab ich ja schon gefunden. Derzeit wird der Großakku entladen, und dann werde ich die anderen Beiden hoffentlich auch zuordnen können.

    Schön wäre es ja, wenn ich den Ladestrom noch etwas hochdrehen kann - sollte das gehen kommt u.U. auch ein stärkerer Lüfter in Betracht. Bei diesem Einsatzzweck zählt jede Minute, und der Benzingenerator hat massig Reserven - je kürzer der läuft bis der Akku voll ist desto besser.
     
    Zuletzt bearbeitet: 09.03.18
  4. Ewi2435

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    Bei den ladegeraeten wuerde ich nicht ueber nennwerte gehen. Selbst etwas mehr strom kann die internen bauteile um groesere faktoren ueberlasten. Dann knallts sehr schnell
     
  5. newmie2205

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    Ich klinke mich hier mal kurz ein: Wenn unerwünscht, dann sorry...
    Kann man bei einem solchen Lader eigentlich bedenkenlos von zB. 20A Ladestrom auf 8A Ladestrom runterregeln oder ist das schädlich für das Gerät?
     
  6. Ewi2435

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    Runter ist kein problem. Nur hoch wuerde ich nicht machen.
     
  7. newmie2205

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    Danke!
     
  8. linzlover

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    So. Neben der Ladeendspannung hab ich jetzt auch das Poti für die Ladeleistung gefunden und wieder auf Nennwert einreguliert.
    Aber: bereits bei etwa 13,5V - also 1V unter Ladeschlussspannung - reduziert sich der Ladestrom deutlich. Ein Rumdrehen am dritten Poti hat da auch keine Besserung gebracht. 14,4V soll das Ldegerät jetzt auswerfen und 20A Ladeleistung bringen, bei 14,1V sind es aber nur noch unter 3A. Ich steh jetzt etwas auf dem Schlauch... ich verstehe CCCV ja so, dass bis zur Endspannung voll gepowert wird und dann erst die Leistung soweit reduziert wird, dass die Spannung nicht noch weiter ansteigt. Andere Ladegeräte machen das auch genau so, nur dieses Eine nicht (hat es aber mal). Da dauert es dann ewig, bis der 150Ah-FePo voll ist.
     
  9. Broadcasttechniker

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    Geteiltes Wissen ist doppeltes Wissen
    Dann gehe bitte nochmal in die Schule oder bilde dich anhand der Beiträge über Akku Ladekurven nach.
    Das ist völlig normal so.
    Ist für die Praxis auch recht irrelevant weil dann schon 80% der Ladung im Akku drin ist.
    Bei LiFePos ist der Akku übrigens so gut wie voll wenn der Ladestrom zurück geht.
    Wirst du daran sehen dass ab da nichts mehr an an Ah in den Akku rein geht.
    Wenn doch, dann wird das BMS verbraten oder aber der Akku ist schon weich, sprich schlecht.

    Es gibt schlauere Ladegeräte für LiIon die immer mal die Leerlaufspannung des Akkus messen und in der Schlussladephase über die Leerlaufspannung hinaus gehen um die letzten 20% schnell rein zu bekommen. Bei Bleiakkus geht das gar nicht anders, die brauchen sonst über Nacht um voll zu werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.03.18
  10. linzlover

    linzlover

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    Nanana... die üblichen Ladekurven sagen aber CC bis zur eingestellten Spannung und dann CV mit Stromreduzierung - und nicht "Teil-CV" schon nach nichtmal der Hälfte der Kapa bzw. bei fast 10% unterhalb der eingestellten Spannung. Hat das Ladegerät früher, bevor da wer dran rumgefummelt hat, auch so gemacht, und macht das Meanwell HLG auch nicht anders (und der Bosch-Lader auch nicht).

    Sollte ich jetzt völlig auf dem Holzweg sein lasse ich mich aber gerne belehren - auch wenn derzeit ein Ladevorgang von ganz leer bis ganz voll über 20 Stunden dauert, was bei einer Ladeleistung von 0,13C doch etwas arg lang ist. Inklusive CV-Phase zehn Stunden wäre ja noch ok. Zumindest 80% hätte ich gerne mit voller Leistung, das wären dann 6 Stunden und ist eigentlich das Maximum, was mit dem Stromerzeuger als Ladestromquelle geht, bevor a) der Tank leer ist und b) die Mitcamper in die Nachtruhe wollen.

    Nächste Woche wird ein 30A-Victron Energy-Lader in Betrieb genommen, bin mal gespannt wie der sich verhält.
    --- Beitrag zusammengeführt, 13.03.18 ---
    Hier eine CCCV-Ladekurve wie ich sie verstehe - die gelbe Linie ist das Verhalten meines Laders - eher noch ausgeprägter, dementsprechend verlängert sich der gesamte Ladevorgang exorbitant.

    cccv.PNG
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.03.18
  11. Ewi2435

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    Wo misst du die Spannung. Nicht das durch uebergangswiderstaende etc. Das ladegeraet bereits die endspannung sieht und den strom reduziert. CCCV funktioniert nur dann ganz sauber wenn die uebergangswiderstaende (kabel/stecker) etc. Sehr gering sind.
     
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  12. linzlover

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    Etwa 20cm nach dem ladegerät hängt ein WattsUp mit 2.5mm²-Kabeln und gelöteten Anderson PowerPoles (30A-Version) in der Leitung. Daran hat sich nix geändert, also auch die korrekten Erstmessungen vor der Pfuscherei fanden mit identischem Setup statt. Kontrollmessungen direkt am Ladegerät bestätigen.
    Ich suche nun, warum der Ladestrom so früh reduziert wird - das ist lästig.
     
  13. Ewi2435

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    Innenwiderstand vom Akku gestiegen ? Aber wenn direkt am ladegeräte ausgang die 13,x volt anliegen sollte der Ladestrom noch maximal sein.
     
  14. Broadcasttechniker

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    Yo, da muss ich mal ein Stück zurück rudern.
    Das von dir geschilderte Verhalten bekommt man nur wenn entweder der differenzielle Innenwiderstand der CV Regelung im Bereich des Übergangs von CC nach CV zu hoch ist (Designfehler) oder wenn es tatsächlich einen Übergangswiderstand zwischen Netzteil und nacktem Akku gibt.
    Das BMS zählt mit dazu.
    Miss nochmal an verschiedenen Punkten nach.
    2,5² ist bei 20A auch etwas mager, aber 1 Volt Spannungsabfall sollte da trotzdem nicht zusammen kommen, da müsste die Ladeleitung oder das BMS ja deutlich warm werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.03.18
  15. onemintyulep

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    Erste Möglichkeit ist das ohmsche Gesetz. Der Mörderakku bzw die Verbindung hat 45mOhm Innenwiderstand oder mehr.
    Zweite Möglichkeit ist, die Ladestrombegrenzung wirkt sich proportional aus (dh. begrenzt anteilig schon bei niedrigerer Spannung)
    Bei ersterem würde, bei annähernd vollem Akku, der Strom nicht steigen wenn du die Begrenzung hochdrehst, im zweiten Fall schon.
     
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  16. RUBLIH

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  17. linzlover

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    Der Akku ist ein 4p2s LiFePo4 mit 75Ah-Zellen. BMS hat der Akku nicht. Es sind Lastmodule montiert, um nach oben abzusichern, und es gibt eine Unterspannungsabschaltung bei 11,8V. Zur Einzelzellkontrolle gibt es für jede 2s-Bank ein separates Voltmeter sowie einen Einzelnen Anschluss, um bei Bedarf manuell angleichen zu können. Die Zellen untereinander sind mit 10mm2 mit gelöteten Ringkabelschuhen verbunden.

    Die Ladeleitung bleibt kühl, so dass es wirklich am Innenwiderstand liegen könnte - es sind keine Hochstromzellen. Brauchen sie auch nicht sein, da eine Belastung von max. 0,2C vorgesehen ist (Absicherung mit 30A). Im Winter wird damit das Katzenstreunerhaus beheizt, im Sommer kommt der Akku in den Wohnanhänger - und da wäre es halt schön, wenn das Laden etwas flotter ginge.
     
  18. Ewi2435

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    Welche Spannung hast du beim Laden an den einzelnen Modulen anliegen?
     
  19. linzlover

    linzlover

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    Das muss ich beim nächsten Ladevorgang regelmäßig überprüfen.

    Das hier ist die betreffende Zelle - leider ist kein Datenblatt verfügbar:
    http://www.faktor.de/tag/lfp-75ah/lithium-eisen-lifepo4-batterie-zelle-lfp-3-2v-75ah.html

    Und das Ladegerät:
    http://shop.lipopower.de/LiFepo-Lader-360W-12V-20A-fuer-4-LiNANO-Zellen-Eingang-230V
     
  20. Ewi2435

    Ewi2435

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    Die Zellen scheinen für ziemlich höhe Ströme ausgelegt. Der Innenwiderstand sollte wenn keine defekt ist sehr sehr sehr gering sein.
    Denke das hier die Übergangswiderstände höher sind als der Innenwiderstand des Akkus.

    Vermiss das nächste mal die Einzelspannungen. Wenn alle weit darunter sind hat evtl das Ladegerät einen defekt. Der interne Regelkreis misst evtl falsche Werte. Wenn du die Leerlaufspannung mal 1V höher stellst. Erreicht er dann wieder die 20A ?
    Wenn Am Ausgang vom Ladegerät nicht die eingestellte Spannung anliegt beim Ladevorgang und der Strom nicht erreicht wird dann hat das LAdegerät eine Macke.

    mfg
     


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