KTM goes Bafang

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michi_gecko

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Jetzt wird es wirklich Zeit, meinen Umbau vorzustellen.

Ausgangs-Situation: Mein weltbeste Gattin fährt zur Arbeit mit dem Fahrrad. Es ist nicht weit, allerdings geht's bei uns etwas bergauf. Irgendwie hat sie nach der Nachtschicht keinen Bock sich in irgendeiner Weise anstrengen zu müssen. :unsure:
Wir haben von meiner ebenso weltbesten Mutter das alte e-bike bekommen - das war schon eine deutliche Verbesserung. Allerdings wiegt das Ding gefühlte 50kg und hat hydraulische Magura Felgenbremsen. Wo es bergauf geht, gehts auch wieder runter - und wenn möglich ohne Geräusche.

Anderseits stand das alte KTM City-Bike jetzt unbenutzt in der Garage.
Dieses verkaufen, und dafür ein neues e-bike kaufen, kam für mich nicht in Frage.
Das alte Puch mit Panasonic Motor und Nabenschaltung empfinde ich auch nicht gerade als wartungsfreundlich. Ich muss für den Winter Spikes aufziehen, und die Hinterrad-Demontage ist nicht sehr lustig, gerade mit den Bremsen.

Nach ausgiebiger Rechere stand der Plan fest - das KTM wird elektrifiziert:
Bafang Mittelmotor nachrüsten
Akku wird selbst gefertigt (wäre ja nicht der Erste)

Geworden ist es:
Bafang 750W Motor mit C961 Display
Schutzbleche
Beleuchtung (noch nicht ganz fertig)
Gepäckträger-Halter inkl. Akkubox - weil bei dem Damen-Rad passt sonst nix. Und irgendeine wilde Taschen-Lösung wollte ich nicht.
Akku: refurbished Sanyo Zellen mit 2Ah, 13S7P Pack mit Lithium Power BMS, insgesamt als 14Ah. Ich wollte möglichst viele Zellen parallel, damit hoffentlich das ganze im Winter noch halbwegs funktioniert.
Falt-Schloß

Akku Gepäckträger und Halterung: In der EU nix gefunden ohne Akku. Also beim Chinesen bestellt.
Waren einige Überraschungen dabei:
Fach ist verdammt klein. 13S8P keine Chance. USB-Buchse und Rücklicht sind nicht durchkontaktiert am Stecker - what the fuck?
Minimale mechanische Anpassungen macht man ja gerne. Daß ich aber noch ein Gewinde ins Montagematerial schneiden musste - ok, das hat sowieso jeder zuhause... ?
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Akku Fertigung war dann für die Platz-Verhältnisse auch etwas knifflig. Mit Verkabelung an den Seiten der Polen wäre das Paket von der Höhe nicht mehr in die Box rein gegangen.
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Habe leider kein Foto vom Akku in der Box gemacht - aber es ist eng, sehr eng. Musste mir die Kabelführung da drin echt genau überlegen.

Habe dann auch noch hydraulischen Bremshebel mit integrierter Sensorik für die Motor-Abschaltung gefunden. Firma "Goodtaste" - geschmacklich 1A.
Funktioniert aber 1A.
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Für die Montage vom Motor habe ich mir fachmännische Hilfe geholt, dafür fehlt mir das Werkzeug.
Da haben wir dann auch gleich neue Pedale gebraucht, weil die alten nicht raus gingen. Neue Bremsscheibe hinten, neuen Schaltungszug für die Montage vom "Shift Sensor".
Aber so sieht es vorläufig aus:
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Fazit bisher:
wow - da steckt Kraft dahinter - da zisch ich fast in Nachbar's Hecke rein.
Die Dosierbarkeit der Leistung/Unterstützung ist noch nicht so ganz gewohnt.
Angenehm, daß der Motor erst so eine halbe Umdrehung braucht, bis er zupackt.
Der Motor bietet kaum Widerstand, wenn man über die gewisse Geschwindigkeit kommt.
Die Abschaltung vom Motor über die Bremshebel und den Shift-Sensor funktioniert super.
P/L passt vorerst für mich. Das Upgrade hat insgesamt ca. 800 Euro gekostet. Um das Geld hätte ich auch gebraucht kein anständiges e-bike bekommen. Vor allem ist es ein offenes System, und ich kann fast alles selbst reparieren oder tauschen ohne wirtschaftlichen Totalschaden.
Abgesehen von der "frei" programmierbaren Software ohne die "Limitierungen"


Offene Punkte:
Verkabelung sauber verlegen
Rücklicht (keine direkte Montagemöglichkeit an dem Gepäckträger)
Software - das scheint ab Werk noch nicht meinem Geschmack zu entsprechen
Akku-Box klappert noch in der Halterung.
Anhänger zum Einkaufen gehen.
 

Jenss

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Wooow, toller Umbau!

Der Akku ist irgendwie unnötig schwer.
 

michi_gecko

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Wooow, toller Umbau!

Der Akku ist irgendwie unnötig schwer.
Ja, ein Leichtgewicht ist es nicht.
Wo hätte ich sparen sollen - an den parallelen Zellen=Ah (höherer Innenwiderstand, wenn kalt) oder an der Spannung (mehr Strom, wenn kalt)
Kalt kann halt im Februar auch mal -10 Grad sein. Wenns noch kälter ist, fährt die Holde dann nicht mehr mit dem Rad.

Leider dürfen die Akkus beim Arbeitgeber nicht mit rein ins Warme.
 

Jenss

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Du hättest Zellen mit höherer Energiedichte nehmen können. Samsung 35e z.b.

Zellen mit 2000mah sind schon etwas aus der Mode. ;)

Wie gut die bei Kälte sind weiß ich aber nicht genau.

Ist ja auch die Frage, wie viel km die gesamte Strecke sind.
 

michi_gecko

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Du hättest Zellen mit höherer Energiedichte nehmen können. Samsung 35e z.b.

Zellen mit 2000mah sind schon etwas aus der Mode. ;)

Wie gut die bei Kälte sind weiß ich aber nicht genau.

Ist ja auch die Frage, wie viel km die gesamte Strecke sind.
Ja, das war eine Option, welche ich in Betracht gezogen habe. Allerdings haben die verwendeten Zellen quasi nix gekostet, und ich wollte die Ampere pro Zelle niedrig halten.
ein 13S4P Pack mit zB den Samsung wäre mindestens 200 Euro teurer geworden.
Für meine Anwendung würde ich aber eher zum 30Q tendieren - Kälte und so...

Wir werden sehen, wie der Pack läuft im Winter. Wenn es nicht gut geht, hab ich nicht viel verloren. Gewinnen kann ich dann allerdings nicht mehr viel ohne heftigen Invest in Zellen.

Mein Ansatz war hier: je weniger Stress die einzelne Zelle hat, umso besser. Und die Temperatur sind bei uns zwischen Oktober und April leider sub-optimal für die Zellen, da ist es bei Dunkelheit einfach kalt.

Ich habe ernsthaft über eine Akku-Heizung mit Zeitsteuerung nachgedacht.
 

Jenss

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Ja gut, dann passt preis/leistung. :)

Die 30q ... darüber ließt man leider viel schlechtes.

Eine sehr gute Zelle für Kälte (und hoge Ströme) soll die samsung 25r sein.

Der Kapazitätsverlust bei -10 Grad werden gut 50% sein. Dein Monster Akku wird sicher trotzdem noch einige km schaffen. :)
 

Radon76

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Hallo,
sieht stimmig aus das Rad.(y)

Frage mich nur ob es mal Probleme mit dem Gearsensor geben wird, wenn die Kabel da so blank reinlaufen.
Wenn sich am Seilzug Dreck und Feuchtigkeit ansammelt wird das so in den Sensor gezogen und es könnte gut sein,
daß er dann seinen Dienst schnell quittiert, oder auch einfach defekt sein wird.
 
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michi_gecko

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Hallo,
sieht stimmig aus das Rad.(y)

Frage mich nur ob es mal Probleme mit dem Gearsensor geben wird, wenn die Kabel da so blank reinlaufen.
Wenn sich am Seilzug Dreck und Feuchtigkeit ansammelt wird das so in den Sensor gezogen und es könnte gut sein,
daß er dann seinen Dienst schnell quittiert, oder auch einfach defekt sein wird.
Guter Punkt.

War leider der einzig mögliche Montageort, da der Schaltzug im Rahmen läuft und direkt beim Tretlager raus kommt.
Aber ich überleg mir mal, ob ich noch einen Schutz oder Abdeckung darüber bekomme.
Ich bin überhaupt skeptisch, wie lange das Teil hält. Schauen wir mal, ob es den ersten Regen überlebt.

Feedback nach den ersten Fahrten: der Schaltsensor funktioniert super. Nimmt exakt im Schaltvorgang die Leistung runter. Nachdem das Rad auch im Winter mit viel Salz gefahren wird, werde ich vermutlich die Schaltkomponenten eh "öfter" tauschen.
 
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