Kosten-Nutzen-Vergleich Pedelec vs. E-Auto

Diskutiere Kosten-Nutzen-Vergleich Pedelec vs. E-Auto im Plauderecke Forum im Bereich Community; Hey, Mango, dass ist schon eine ĂŒberraschend persönliche Frage! ...aber was verliere ich schon, wenn ich sie vielleicht ĂŒberraschend persönlich...
40plus

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hallo @40plus,

es ging mir nur darum, wie deine holde zur arbeit oder zum einkaufen kommt. đŸšŽâ€â™‚ïžđŸ›ŽđŸš—đŸš‹

Hey, Mango, dass ist schon eine ĂŒberraschend persönliche Frage!

...aber was verliere ich schon, wenn ich sie vielleicht ĂŒberraschend persönlich beantworte.

Ich bin (natĂŒrlich) Junggeselle. Tja, sogar mit einem 5k-EUR-Auto (Bild 1) kann bei Frauen punkten (Bild 2) -- das Dankeschön habe ich gestern erst bekommen :). Nun, ich habe mich sozusagen gegen das 25k-EUR-Auto und stattdessen fĂŒr den Trostpreis -- 2 Flaschen Bier mit ErdnĂŒssen -- entschieden.

Ich finde, die ganze Jongliererei mit den Kosten sollte nicht dazu dienen, die eigenen Entscheidungen zu zementieren sondern eher zu hinterfragen -- und vielleicht dabei helfen, sich im Leben umzuentscheiden. Es ist verdammt schwer, sich wirklich zu verĂ€ndern! Das gilt definitiv auch fĂŒr mich :)

Ich habe wieder eine lange Woche vor mir, passt auf Euch auf!

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flieger-baby

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NatĂŒrlich habt ihr recht, das driftet hier ziemlich weit vom eigentlichen Thema ab.

Mich hat gestört, dass hier gefordert wird, dass Autofahren viel teurer werden muss, damit mehr Leute aufs Fahrrad umsteigen.

Das ist nun mal absolut unrealistisch, da wohl die meisten Menschen das Auto nicht durch ein Fahrrad ersetzen können, höchstens teilweise.

Wenn das Auto nur zu einem kleinen Teil ersetzt werden kann, hat man trotzdem die Kosten fĂŒrs Auto + zusĂ€tzlich die Kosten fĂŒrs bike.
Grad beim ebike kann sich das nicht jeder leisten.
Auch hat nicht jeder eine sichere Unterstellmöglichkeit fĂŒr ein teures bike, zu Hause wie auch an der Arbeit.
Die Topographie lÀsst das ebenfalls nicht immer zu, wer will schon morgens 15km bergauf strampeln um dann verschwitzt seinem Job nachzugehen.
Viele Pendler haben Kinder und mĂŒssen die Fahrt zur Arbeit mit der Fahrt zur Kita verbinden.
Flexible Arbeitszeiten haben immerhin die wenigsten Arbeitnehmer.
Gesundheitliche Probleme lassen es ebenfalls nicht immer zu, ein Fahrrad zum tÀglichen Pendeln zu nutzen.

Es gibt noch zig GrĂŒnde, die dagegen sprechen können.
Da ist jeder Mensch individuell und darf nicht mit anderen ĂŒber einen Kamm geschert werden.
Deshalb ist es ungerecht, Autofahrer deswegen zu bestrafen.
Und sage ich als Auto-, Motorrad- und Radfahrer.
 
S

schmadde

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Das ist nun mal absolut unrealistisch, da wohl die meisten Menschen das Auto nicht durch ein Fahrrad ersetzen können, höchstens teilweise.
Ob es die meisten sind die das nicht können ist erstmal eine Behauptung und ich teile die Vermutung nicht. Dass es Leute gibt, die ihre derzeitgen MobilitĂ€tsbedĂŒrfnisse ĂŒberwiegend nur mit dem Auto absolvieren können denke ich ist so - aber dann sollte man doch nicht denen, die es auf sich nehmen es möglichst schwer machen und untaugliche Infrastruktur und darĂŒberhinaus keinerlei UnterstĂŒtzung bei Gewaltaktionen seitens der "stĂ€rkeren" Verkehrsteilnehmer anbieten. Derzeit ist es ja eher so, dass Autofahren von der Allgemeinheit subventioniert und möglichst leicht gemacht wird wĂ€hrend an Radfahrer wenn ĂŒberhaupt zuletzt gedacht wird und sie auch noch regelmĂ€ĂŸig von der Presse verhöhnt, pauschal als "Rambos" dargestellt und Ă€hnliches werden. So fahren nur noch Idealisten mit dem Rad.
 
flieger-baby

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Von der Allgemeinheit subventioniert ?
Das sehe ich nicht so.

Wenn ich ĂŒberlege, wie hoch die staatlichen Einnahmen durch Kfz-Steuer und Kraftstoffsteuern sind, wird leider viel zu wenig getan. :confused:

Von Elektroautos und FahrrÀdern kommen leider keine laufenden Einnahmen.

NatĂŒrlich sind Steuern nicht zweckgebunden einzusetzen, aber man sollte es schon ins VerhĂ€ltnis setzen.
Wir können die Welt (oder wenn wir von Deutschland reden, einen verschwindend kleinen Teil davon) noch so grĂŒn machen, ohne Kohle lĂ€uft leider nichts. ;)
 
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schmadde

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Von der Allgemeinheit subventioniert ?
Das sehe ich nicht so.

Wenn ich ĂŒberlege, wie hoch die staatlichen Einnahmen durch Kfz-Steuer und Kraftstoffsteuern sind, wird leider viel zu wenig getan. :confused:
Die reichen bei weitem nicht. Das wurde schon etliche Male quantitativ untersucht. Ein Beispiel sind die riesigen FlĂ€chen, die in jeder Stadt, ja selbst in jedem kleinsten Kaff zum kostenlosen Parken bereitgestellt werden. Die Leute sparen sich einen teuren Stellplatz fĂŒr ihr Auto und stellen es einfach am Straßenrand ab. Schwuppdiwupp fehlen zwei Fahrspuren in jeder Straße die man fĂŒr Rad-Infrastruktur dringend brauchen wĂŒrde. Oft genug fehlt selbst fĂŒr FußgĂ€nger der Platz. Da muss man nichtmal in eine Großstadt gehen, selbst bei uns im 3.000 EW-Kaff ist das so: nahezu jeder hat 2-3 Autos und max. 1 Garagen- bzw. Stellplatz. Viele stellen selbst bei vorhandenem Stellplatz ihre Karren vors Haus. Auf den Gehweg, so dass niemand mehr vorbeikommt. So ein Auto verbraucht im Schnitt ca. 14qm - der qm kostet hier 1.000€ - das wird durch keine KFZ-Steuer finanziert, das wird einfach so verschenkt. In StĂ€dten ist es noch schlimmer, da ist der Grund nicht nur teurer, sondern auch begrenzt. Und nein, 20€ oder auch 100€ pro Jahr fĂŒr einen Anwohnerparkausweis ist nahezu kostenlos, wenn man bedenkt was da fĂŒr reale kosten dahinterstehen.
 
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Kosten Nutzen Vergleich BEV zum Pedelec ist das Topic des Threads

Bei den Kosten in Deutschland kann man dank Subventionen ein Batterieelektrisches Auto ab 13500€ Endpreis kaufen (Dacia Spring). Das ist schon ein gutes Stadtauto mit Kofferraum und Platz fĂŒr 4 Personen.
Wenn man es 10 Jahre fĂ€hrt ist die jĂ€hrliche Abschreibung mit 1.125€ unter hundert Euro im Monat.
Wallbox mit Installation gibt es dank KFW440 einen Zuschuss von 900€, wenn man eine gĂŒnstige wĂ€hlt gibt es die also inklusive Installation fast gratis.
Stromverbrauch fĂŒrs E-Auto ist natĂŒrlich abhĂ€ngig von der Strecke die man fĂ€hrt.
An Wartung fĂ€llt fĂŒr ein E-Auto wenig an, da der Verschleiss geringer ist.

Ein Pedelec anstatt eines E-Autos könnte viel gĂŒnstiger sein. Ein zusĂ€tzliches Pedelec kann kostenmĂ€ĂŸig hĂ€ufig nicht die monatlichen Gesamtkosten drĂŒcken.

Ein S-Pedelec mit hohem Anschaffungskosten und Verschleisskosten auf Antrieb und Akkus wird es schwer haben gegen den Dacia Spring.
(Ich fahre ein voll abgeschriebenes Pedelec der 1000 € Klasse ohne Reparaturkosten also nur das bischen Strom was der Akku kostet - fast kostenlos)


Der zweite Aspekt im Thread ist der Nutzen Vergleich.

Da gewinnt ein E-Auto aus meiner Sicht immer.
Ich kann (schwere)Sachen und Personen transportieren.
Ich kann bei Regen trocken die Strecke zurĂŒcklegen.
Ich bin viel schneller am Ziel.
Autos sind zuverlÀssiger als (S-)Pedelec. (Platten, durchschnittliche Motorlaufleistung, ...)
Autos brauchen weniger Pflege (Ketten ölen nach Regenfahrt)
Im Winter macht Pedelec fahren wenig Spass.


And the winner von Kosten-Nutze Vergleich is:

wenig ĂŒberraschend: Das E-Auto!

(spoiler: ich habe mir eins bestellt)
 
flieger-baby

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Also ich zahle fĂŒr meinen kleinen Diesel bei 25tkm im Jahr knapp 1500€ Steuern, 80% vom Sprit mit eingerechnet.
FĂŒr meine 2 FahrrĂ€der zahle ich null.
 
S

schmadde

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Ich bin viel schneller am Ziel.
Das ist nicht immer der Fall. Ich fahre z.B. seit Jahrzehnten mit dem Fahrrad zur Arbeit, weil ich damit schneller am Ziel bin als mit dem Auto. MIt dem S-Pedelec ist der Unterschied noch grĂ¶ĂŸer.

Autos sind zuverlÀssiger als (S-)Pedelec. (Platten, durchschnittliche Motorlaufleistung, ...)
Ich hatte an meinen derzeitigen S-Pedelecs noch nie einen Platten. Am VorgÀnger in 12.000km 2x. Autos gehen meiner Erfahrung nach eher hÀufiger kaputt als FahrrÀder oder S-Pedelecs. Aber BEV hatte ich noch keinen.
 
K

Kaspar

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Von Elektroautos und FahrrÀdern kommen leider keine laufenden Einnahmen.
Das stimmt bzgl. der FahrrĂ€der nicht unbedingt: auch wenn sie keine Steuern zahlen, sorgen sie wegen tendenziell besserer Gesundheit fĂŒr weniger Ausgaben auf Seiten des Gesundheitssystems. Weniger Ausgaben sind gleichzusetzen mit Einnahmen.

Dass auf e Auto Fahrer dieser Effekt auch zutrifft, kann wohl niemand guten Gewissens behaupten. Das ist nur noch ein Beispiel fĂŒr die fehlgeleiteten Subventionen vom ĂŒbermotorisierten Individualverkehr.
 
KielerJung

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Von Elektroautos und FahrrÀdern kommen leider keine laufenden Einnahmen.

NatĂŒrlich sind Steuern nicht zweckgebunden einzusetzen, aber man sollte es schon ins VerhĂ€ltnis setzen.
Wir können die Welt (oder wenn wir von Deutschland reden, einen verschwindend kleinen Teil davon) noch so grĂŒn machen, ohne Kohle lĂ€uft leider nichts. ;)
Stimmt, FahrrÀder zahlen nix. Elektroautos sind aktuell stark subventioniert.
GrundsĂ€tzlich Kosten aber auch die Steuern. NatĂŒrlich nicht ĂŒber den Hubraum 😉
Sondern ĂŒbers zulĂ€ssige Gesamtgewicht
  • Bei einem zGG bis zu 2.000 kg 5,625 Euro pro 200 kg.
  • Bei einem zGG zwischen 2.001 und 3.000 kg 6,01 Euro.
  • Bei einem Gesamtgewicht ab 3.000 kg 6,39 Euro.
 
Singing-Bard

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Stimmt, FahrrÀder zahlen nix. Elektroautos sind aktuell stark subventioniert.
GrundsĂ€tzlich Kosten aber auch die Steuern. NatĂŒrlich nicht ĂŒber den Hubraum

Die Besitzern von Benzin- und Dieselautos wissen nicht wieviel KFZ-Steuer sie in den nĂ€chsten Jahren fĂŒr ihren Wagen zahlen mĂŒssen. Die Besitzer von BEV wissen dagegen schon wie lange sie keine KFZ Steuern zu zahlen brauchen.


"... Vollelektrische Fahrzeuge, die zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2025 erstmals zugelassen werden, sind zehn Jahre lang (höchstens jedoch bis zum 31. Dezember 2030) von der Kfz-Steuer befreit. ..."

ElektromobilitĂ€t: Diese Steuervorteile gelten fĂŒr Elektroautos
 
Vito

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Die Besitzern von Benzin- und Dieselautos wissen nicht wieviel KFZ-Steuer sie in den nĂ€chsten Jahren fĂŒr ihren Wagen zahlen mĂŒssen. Die Besitzer von BEV wissen dagegen schon wie lange sie keine KFZ Steuern zu zahlen brauchen.


"... Vollelektrische Fahrzeuge, die zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2025 erstmals zugelassen werden, sind zehn Jahre lang (höchstens jedoch bis zum 31. Dezember 2030) von der Kfz-Steuer befreit. ..."

ElektromobilitĂ€t: Diese Steuervorteile gelten fĂŒr Elektroautos


Die Kfz-Steuer wurde bisher doch immer nur fĂŒr neu zugelassene Fahrzeuge geĂ€ndert oder irre ich mich?
 
H

hansmeier2018

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Das Radfahren und gerade die Fertigpedelecs sind einfach viel zu teuer.

Bevor ich mir ein S-Pedelec kaufen, nehme ich doch viel lieber gleich ein 45er Auto, wie der Citroen Ami. Sowohl als Erwachsener als auch als Jugendlicher mit 15.
Ist doch total lÀcherlich das sowas gleich viel kostet.
Bei letzteren sind auch die Folgekosten niedriger.....

Aber vielleicht werden Pedelecs ja gĂŒnstiger, wenn immer mehr Leute fahren.
Ein gutes Pedelec sollte unter 1500 kosten und ein S-Pedelec bei 3000 liegen.
Das wÀre angemessen, wenn man es mit Rollern, Autos und MotorrÀdern vergleicht.

Das Pedelec glÀnt vorallem auf der Kurzstrecke, wenn man nicht viele KM pro Jahr macht, also unter 5000km/Jahr.
Da entfallen dann Steuer, Versicherung und vor allem Parkkosten sowie Wertverlust
Bei mir rechnet sich Pedelec gegen Auto xmal. Aber halt bei Kurzstrecke.
Ist aber auch ein 1000Euro Eigenumbau.

S-Pedelec scheint immer teurer als ein Auto zu bleiben.
Das ist echt paradox, aber anscheinend werden diese S-Pedelecpreise gezahlt.
 
S

schmadde

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Die Kfz-Steuer wurde bisher doch immer nur fĂŒr neu zugelassene Fahrzeuge geĂ€ndert oder irre ich mich?
Du irrst Dich. Die KFZ Steuer wurde schon seit Jahrzehnten immer wieder fĂŒr existierende Fahrzeuge kontinuierlich angehoben mit jeder neuen "Abgasnorm". Das ist ja einer der Treiber fĂŒr das relativ junge Fahrzeugalter hierzulande, da Ă€ltere Fahrzeuge eben irgendwann sehr teuer im Unterhalt werden, selbst wenn man kaum/gar nicht damit fĂ€hrt.
 
mango

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Ein gutes Pedelec sollte unter 1500 kosten
vor corona gabs solche pedelecs. meins hat mit shimano mittelmotor 1400 euro gekostet.

im moment sind noch die angebote von aldi und co oft gĂŒnstig.

in klassischen fahrradlÀden mit service ist es momentan aber schwer, unter 2000, eher 2500 euro ein pedelec zu finden.

wenn corona vorbei ist, wird es aber vermutlich zu einer ĂŒberproduktion von pedelecs kommen, und dann dĂŒrften auch die preise wieder deutlich runter gehen.

wie aber schon hier im thema geschrieben wurde, wollen viele keine einfachen gebrauchsrÀder.

aber egal ob nun preiswert oder teurer: wenn ein pedelec ein (zweit)auto ersetzt, spart man geld und man wird fitter.
 
Kraeuterbutter

Kraeuterbutter

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Der zweite Aspekt im Thread ist der Nutzen Vergleich.
Da gewinnt ein E-Auto aus meiner Sicht immer.
{...}

And the winner von Kosten-Nutze Vergleich is:
wenig ĂŒberraschend: Das E-Auto!
fĂŒr dich...

es gibt auch Punkte die fĂŒrs Pedelec sprechen..

bei mir z.b. kÀmen ein paar Punkte beim Fahrrad dazu...

1.) Stau..
bin mit Freundin un ihrem Auto letztens paarmal hier unterwegs gewesen.. 1/3 der Fahrten haben wir lĂ€nger gebraucht als ich mit dem Fahrrad dafĂŒr brauche - wegen Stau

2.) ParkgebĂŒhren..
4h parken -> 9 Euro
sprich: 4h parken kostet schon mehr als ein neuer Reifen fĂŒr mein Velomobil oder Trike

3.) Parkplatzsuche
in der Innenstadt - oft Horror bis man einen findet

4.) Einbahnregelungen...
im Vergleich zum Fahrrad merkt man da, wie umstÀndlich das mit dem Auto aufgrund von Einbahnregelungen oft ist
die meisten Einbahnen sind fĂŒr Radfahrer frei, dĂŒrfen in Gegenrichtung befahren werden

5.) Pedelec-Akku ist mit einem Handgriff entnommen und in der Wohnung aufgeladen
fĂŒr E-Auto mĂŒsste ich einen Tiefgaragenplatz anmieten (90 Euro im Monat hier im Haus --> das wĂ€ren dann in 5 Jahren 5400 Euro alleine fĂŒr den Garagenplatz -> ob ich eine Wallbox montieren dĂŒrfte weiß ich nicht
-> ergo wÀre hier Tanken bei E-Tankstelle nötig.. die gibts hier in der NÀhe (Wohngegend) aber (noch) nicht.. kenne jedenfalls keine.. also irgendwo hinfahren, und dann neben Auto warten

6.) Einkaufen..
ich hör oft das Argument: mit Rad kann ich nicht gescheit einkaufen, brauch deshalb ein Auto
versteh ich nicht so ganz..
hab fĂŒrs Fahrrad einen AnhĂ€nger besorgt...
damit fahre ich in den Supermarkt rein (lÀsst sich vorn ein 3tes Rad anstecken und dann ganz normal schieben)

an der Kassa pack ich dann alles aufs Förderband, und kann es dann gleich - FINAL - in den AnhÀnger wieder reinpacken..
kein Umpacken beim Auto aus dem Einkaufswagen rein in den Kofferraum wie ich es so oft sehe
auch das Argument, dass man mit Auto mehr (Stichwort: "Wochenendeinkauf") einkaufen kann..
seh ich in der Praxis nicht so wirklich..
ich bin hier am Supermarkt immer der der am meisten eingekauft am StĂŒck.. REchnung zw. 150-200 Euro meist..
reicht fĂŒr 1,5-2 Wochen fĂŒr uns

natĂŒrlich passt mehr in ein Auto rein, keine Frage..
aber in der RealitĂ€t seh ich es nicht, dass im Supermarkt die Leute mehr einkaufen wĂŒrden..
bei mir geht es sich mit bieten und brechen aus, dass alles irgendwie aufs Förderband passt, und ich noch auflege wĂ€rend sie schon drĂŒberzieht..
dann nach vorne eile, und alles wieder in den AnhÀnger packe..

dann gehts weiter:
AnhÀnger kommt wieder ans RAd, und ich radle damit heim..
mit dem HĂ€nger in den Garten der Wohnhausanlage
rein ins Haus, direkt mit AnhÀnger in den Lift
rauf in den 2ten Stock
und dann rein in die Wohnung direkt vor den KĂŒhlschrank
von dort wird direkt in den KĂŒhlschrank bzw. in die SchrĂ€nke gerĂ€umt

mit Auto ist das viel umstÀndlicher: Parkplatz direkt vorm Haus nur in 50% der FÀlle..
somit ist dann gehen angesagt, mit SĂ€cken in den HĂ€nden..
meist muss dann 2mal manchaml sogar 3mal gegangen werden, weil man nicht soviel tragen kann, wie man in den AnhÀnger sonst reinkriegt

7.) Bewegung:
Pendeln mit dem Rad bedeutet bei mir: 6 Stunden Bewegung in der Woche ohne dass es Zeit kostet...
wĂŒrde ich mit dem Auto fahren (wĂŒrde mit Parkplatzsuche Ă€hnlich lang dauern), mĂŒsste ich mir Zeit nehmen, um irgendwie auch auf Bewegung zu kommen
(und mehr Arbeiten um das Geld fĂŒrs Parken mit Auto am Arbeitsplatz (100-150 Euro im Monat) zu verdienen)

8.) gut fĂŒr die Seele
hier spreche ich natĂŒrlich speziel ĂŒber mich, aber:
ich bin wesentlich öfters mit einem Grinsen vom Fahrrad gestiegen, als aus dem Auto
(frische Morgenluft, wunderschöne laue Abendfahrt heim, Radweg von BÀumen gesÀumt an Fluss entlang, etc. etc.)

auch auf der Arbeit:
von Radfahrern höre ich öfters: "heute wars geil, weil.."

bei Autofahrern höre ich öftes: "ma.. heute war auf der Tangente die Hölle los... heute war Stau... heute hab ich ewig Parkplatz gesucht.."

ich glaub ich sprech da aber nicht nur fĂŒr mich...



9.) Umweltaspekt
Pedelec: 5Wh/km - 6000km im Jahr ==> 30kWh
E-Auto: 150Wh/km - 6000km im Jahr ==> 900kWh
Verbrenner: 500Wh/km - 6000km im Jahr ==> 3000kWh





fĂŒr mich ersetzt das Fahrrad tatsĂ€chlich ein Auto...
ist fĂŒr mich beim Pendeln die bessere Lösung
ich hab statt 15 Ampeln nur eine einzige mit dem Radl
ich fahr in der Natur statt von LĂ€rmschutzwĂ€nden umgebenen BetonwĂŒste
ich hab vorhersagbare Fahrzeit, statt aufgrund von möglichem STau und Parkplatzsuche schwankender Autofahrzeit

das sind jetzt MEINE GrĂŒnde, weshalb ein E-auto eben genau nicht immer gewinnt..
 
Seemann

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Von der Allgemeinheit subventioniert ?
Das sehe ich nicht so.

Ja leider denken viele Autofahrer so.
Wenn man mal 2 Minuten googelt, gibt es jede Menge Infos dazu.

Kurz zusammengefasst:

Jeder km Autoverkehr wird von der Allgemeinheit mit etwa 20 Cent subventioniert,
das sind Kosten die ĂŒber die KFZ/Mineralöl Steuer NICHT gedeckt sind.

Bei einer Fahrleistung von 10.000 km/Jahr entspricht das 2.000 EUR/Jahr/Auto.

Dazu gehören dann u.a. folgende Kosten: (von mir vereinfacht zusammengestellt)

- Straßenbau
- Unfallopfer
- Krankenkosten durch Bewegungsmangel
- Krankenkosten durch Luftverschmutzung / LĂ€rmbelastung
- Kostenlose Parkplatzstellung
- Fahrzeug und Eratzteilentsorgung
- Klimakosten
- Subventionen (AbwrackprÀmie etc.)

Diese Kosten zahlen ALLE, auch Leute die nie Autofahren.
NatĂŒrlich ist eine gewisse Infrastruktur auch fĂŒr alle erforderlich (Versorgung, Krankenfahrten etc.)
aber niemals in diesem Maße.

Eine Straße die tĂ€glich von 50% Autofahrern genutzt wird, die diese auch mit dem Fahrrad fahren könnten, nutzt natĂŒrlich erheblich schneller ab etc.

Dagegen spart jeder gefahrene km Fahrrad der Allgemeiheit etwa 30 Cent,
aus den o.g. umgekehrten GrĂŒnden.

Daher ist jeder Cent, der in Fahrradinfrastruktur gesteckt wird ein sehr gutes Investment
fĂŒr uns Alle, auch fĂŒr diejenigen die nie ein Fahrrad benutzen.

Selbst das zu verstehen fĂ€llt wohl einigen schwer, wenn man manche Aggressionen gegen Radfahrer in Foren oder auf der Straße vernimmt.

Wenn ich ĂŒberlege, wie hoch die staatlichen Einnahmen durch Kfz-Steuer und Kraftstoffsteuern sind, wird leider viel zu wenig getan. :confused:

Das stimmt also nicht Und scheint auch so ein „GefĂŒhlsding“ zu sein.
Es wird jetzt schon erheblich mehr investiert, als die Steuern der KFZ einbringen.

Aber auch die Investitionen in Fahrradinfrastruktur unterscheiden sich erheblich:
Köln liegt in Deutschland im Mittefeld mit ca. 3 EUR pro Jahr und Einwohner.

Amsterdam investiert (trotz schon sehr guter Fahrradinfrastruktur) ca. 12 EUR
Kopenhagen ca. 36 EUR. Von nix kĂŒtt nix

..

Die Kosten der Kommunen fĂŒr den KFZ Verkehr liegen um Faktor 40 höher.

Von daher ist es absolut nicht nachvollziehbar, warum öffentlicher Raum auch noch zum Parken kostenlos zur VerfĂŒgung gestellt werden soll.
 
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