Kosten für Service angemessen?

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BergFan

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Meine Frage:
Wer hat Erfahrung mit den der Höhe der Kosten für einen E-Bike Service (Ich habe ein Hibike SDURO Cross 5)

Ich habe nach 1000km meinen zweiten Service machen lassen.
Dabei wurden die Bremsbeläge gewechselt und das ganze hat 150€ gekostet.

Mir kommt das etwas viel vor.

Wie sind so eure Erfahrungen?
 
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Kongo-Otto

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Ich habe für unseren Kleinwagen beim kleinen Service in etwa diesen Betrag beim Vertragshändler bezahlt.
Anscheinend sind die Preise nun auch im Fahrradbereich angekommen.

Persönlich finde ich es für ein Pedelec und die nötige Fachkompetenz absurd hoch. Beläge kosten Material 15 EUR, von mir aus auch 20 EUR UVP, der Rest ist demnach Arbeitslohn.

50 EUR + Material hätte ich als noch angemessen betrachtet für solche Arbeiten, wenn nichts besonderes angefallen ist und ein paar Beläge einklipsen ist nichts besonderes.
 
OWL

OWL

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...na OWL...
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Service heißt in der Regel auch allet mal zu kontrollieren / justieren:
Laufräder zentrieren, Schaltung nachstellen, Kette messen, Ritzel kontrollieren, Software-Update, Fehlerspeicher auslesen...
Das kann etwas dauern und da muss nicht jedes Mal Material für 100€ verbaut werden...
Und bei seriösen Stundensätzen braucht man sich nicht zu wundern, das das teuer wird...
Ist im Detail eben die Frage, was genau geserviced wurde :unsure:
 
Vito

Vito

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Das kann man wirklich schwer beantworten.

Gab es keinen Kostenvoranschlag?

Bei meinem Händler ist die normale Inspektion z. B. kostenlos... Wenn etwas darüber hinaus zu tun ist, muss ich das natürlich auch bezahlen, aber werde zuvor über die zu erwartenden Kosten informiert. Das halte ich auch für selbstverständlich und seriös.

Beispiel:
Beim letzten Mal habe ich den Schaltzug und alle Bremsleitungen wechseln lassen... Natürlich musste dann auch alles neu eingestellt werden.
Das hat 162,27 € gekostet... Der Vorderradreifen wurde dabei gleich auf Kulanz gewechselt.
 
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BergFan

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Kostenvorschlag gab es keinen. Ich habe mich aber vorher auch nicht danach gefragt.
 
Reiner

Reiner

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Ist natürlich auch ne Frage WO der Service gemacht wird, zwischen den Stundensätzen von der Münchner Innenstadt und Hintertupfingen in Meckpom dürften Welten liegen...
 
andreasDo

andreasDo

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Bei meinem Händler ist die normale Inspektion z. B. kostenlos.
Wie st der Umfang?

Bei mir erfolgt die Inspektion nach den VSF Vorgaben. Gibt dann auch immer ein Protokoll mit den Ergebnissen. Kosten sind 80,- € plus Teile. Finde ich für den Umfang angemessen. Dafür sind Arbeits- und Ausbildungsplätze gesichert und Menschen zahlen Steuern und Sozialabgaben die wieder allen zu Gute kommen.
 
Vito

Vito

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Vito

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Kostenvorschlag gab es keinen. Ich habe mich aber vorher auch nicht danach gefragt.
Gibt es eigentlich immer, soweit ich das bisher erfahren durfte... Fragen müsste ich noch nie danach.

Was wurde denn nun noch alles gemacht?
 
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Kongo-Otto

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Mir fällt ja jetzt erst auf, dass Du auch der mit der defekten Bremse (nach Service) bist. Dann ist der Preis gewiss nicht angemessen. Alleine die Tatsache, Dich mit kaputter Bremse wieder wegzuschicken ist aus meiner Sicht unseriös. Das auch nicht bestätigt wurde, ob das auf Garantie/Gewährleistung läuft, stösst auch sauer auf.
 
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HotFireFox

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Die Preise für den Service beim Fahrrad sind absolut lächerlich, wo aufgerufen werden!
Selbst 50€ sind zu viel. Das sage ich nicht, weil ich niemanden seinen Lohn nicht gönne, sondern die Intervalle, welche die Hersteller vorgeben viel zu mickrig sind.
 
Vito

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Die Preise für den Service beim Fahrrad sind absolut lächerlich, wo aufgerufen werden!
Selbst 50€ sind zu viel. Das sage ich nicht, weil ich niemanden seinen Lohn nicht gönne, sondern die Intervalle, welche die Hersteller vorgeben viel zu mickrig sind.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Manche Hersteller geben eben für die Garantieerhaltung notwendige Service-Intervalle an. Daran muss man sich nur halten, wenn man eben auch Garantieleistungen in Anspruch nehmen will.

Andere Hersteller geben keine oder nur jährliche und km-unabhängige Intervalle vor. Wenn einem das wichtig ist, kann man sich durchaus informieren und das in seine Kaufentscheidung einfließen lassen.

Den Service führt dann aber eben nicht der Hersteller durch, sondern die Werkstatt des Händlers. Der muss neben diversen Betriebskosten auch seine Angestellten bezahlen.

Inwiefern sollen dann 50,- € zuviel sein? Wofür überhaupt?
 
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Zeppelin

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Das schlimme an der Sache, man weiß nicht was wirklich gemacht wurde. Kürzlich gab es einen Werkstatttest für eBike-Inspektionen mit traurigen Ergebnis. Auch wenn es nur 4 Werkstätten waren, ich denke woanders sieht es bis auf Ausnahmen nicht anders aus. Wem es interessiert hier ist der Bericht: eBike Werkstatttest
 
RUBLIH

RUBLIH

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Lief neulich im TV - Service beim Pedelec - hat wohl @Zeppelin auch gesehen :)

Genau gar keine Werkstatt war in der Lage irgendetwas auf die Reihe zu bekommen. Dabei wurde im Preisegment von 30.... 180€? bei vergleichbarer Leistung "NIX" fachgerecht repariert, geprüft oder instandgesetzt.
Insgesamt erschütternd und völlig unzureichend, obgleich auf "die Bremse bremst nicht" hingewiesen wurde - eine Katastrophe.

Wenn ich als Kunde aber auch so "unbefruchtet" bin, daß ich NICHT erkennen was an meinem Rad gemacht wurde - nunja - wozu dann Service, gibt ja keine Kontrollinstanz oder irgendwen der irgendetwas kapiert - ....
 
K

Kongo-Otto

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Wenn ich als Kunde aber auch so "unbefruchtet" bin, daß ich NICHT erkennen was an meinem Rad gemacht wurde - nunja - wozu dann Service, gibt ja keine Kontrollinstanz oder irgendwen der irgendetwas kapiert - ....
Wie willst Du denn erkennen, ob an einem funktionierenden Rad die funktionierenden Teile auch geprüft wurden?
Der Sinn ist eigentlich, dass man als unbedarfter Kunde sein Rad vertrauensvoll in fachkundige Hände gibt und dort getan wird, was auch oft ellenlang auf Zetteln ausgedruckt worden ist. Wenn der Kunde das alles selbst kann und wüsste, bräuchte er den Service gar nicht, solange er nicht auf irgendwelche Garantieaktionen angewiesen ist.

Ich verstehe schon, was Du meinst, aber wenn man sich mit Rädern und der Technik gut auskennt, hat man da einen anderen Blickwinkel. Ich bräuchte eine Fahrradwerkstatt grundsätzlich nicht, solange nicht irgendein schweineteures Teil im Garantiezeitraum verreckt.
 
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Stevie

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Das hier Geschriebene deckt sich so ziemlich mit meinen Erfahrungen: Vor Jahren mal ein Bio-MTB hier zum Händler "um die Ecke gebracht" mit dem expliziten Auftrag "Bitte mal die Schaltung einstellen". Hatte damals, obwohl selber Schrauber, keine Möglichkeit mich darum zu kümmern. Ergebnis: €30,-- Kosten und die Schaltung rasselte noch genauso wie vorher. :( Dann habe ich mir die Zeit genommen und das Thema war mit Schaltung zerlegen, sauber machen und einstellen in einer knappen Stunde erledigt. Seit dem schraube ich wieder ausschließlich selber.
2018: Meine bessere Hälfte wollte auch ein S-Ped haben. Also im Netz recherchiert und der selbe Händler "hier um die Ecke" hatte tatsächlich das beste Angebot. Also das Schneckchen in den Laden geschleift, Probefahrt, "haben will" kommuniziert, Zusage "Bike kann Samstag fertig montiert abgeholt werden". Samstag S-Ped abgeholt und das Schneckchen sagt auf den tatsächlich nur 800m Heimweg: "Das fährt sich komisch...das andere fuhr besser". Flammneues Rad also in der Garage auf den Montageständer und erst mal 1h Inspektion gemacht: Diverse Schrauben nachgezogen (die wirklich brutal locker waren), darunter auch die Bremsgriffe und die Kurbelarme, Schaltung eingestellt (kann / will der Händler offensichtlich nicht :sneaky:), Lenker vernünftig ausgerichtet, bla, bla, bla.
Egal...das Bike war günstig! :cool:
Noch g....er wird es, wenn man bei einer Panne unterwegs einen Radladen ansteuert. Erst Frage: "Ich sehe keinen Aufkleber auf dem Rad. Ist das von uns?" und ehe ich antworten konnte: "Wenn ja, sollten Sie den Aufkleber lieber nicht entfernen." Ich sagte dann: "Ich komme aus xyz, habe eine Panne und bin x km fernab der Heimat." Antwort: "Tja, das tut uns leid. Reparaturen nur nach vorheriger Terminvereinbarung."🤮
Ich denke, das sagt schon ganz schon etwas über die Gilde aus...
...und wenn man sich nun überlegt, dass wir alle angehalten sind, weniger mit dem Auto zu fahren, somit die Abhängigkeit von einem funktionierenden Rad steigt und die "Zunft" sich weiterhin die Situation aus ihrem Elfenbeinturm anschaut...
 
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Jaap

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1. Inspektion an einem Fahrrad mag noch Sinn machen. Weil Speichen sich setzen oder Zug sich längt. Aber das tun die auch nur einmal.
Ist meist im Kaufpreis drin, kann man aber auch selber machen.

Aber ich weiß nicht wieso man ein Rad in eine jährliche Inspektion geben soll.
Die meisten fahren so wenig das es da gar nichts zu warten gibt.
Und als Vielfahrer sollte man besser lernen die Verschleißteile selber zu wechseln.
Spart viel Geld und Ärger wenn man nicht auf eine Werkstatt angewiesen ist, welche die erst Teile bestellen muss bevor sie in 2 Wochen Zeit hat das Rad zu reparieren.

Wenn im Urlaub was kaputt ging waren die meisten froh dass sie mir nur das Werkzeug geben mussten und ich selber geschraubt habe.

Über Software Update muss ich mir zum Glück keine Gedanken machen. Ist bei meinem alten 26V Panasonic nicht vorgesehen.
 
Ü

Üps

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Ich habe zum Glück nie einen Service benötigt und die Speichen tun noch alle. In den letzten 30 Jahren bei 2 Bio-Bikes und 2 Pedelecs keine Probleme. Vielleicht nur Glück gehabt, wenn man so liest, dass Speichennippel angeblich garantiert kaputt gehen, wenn man sie nicht nachzieht.
Was ich mache: Ich achte auf Geräusche. Oft sehe ich Leute an mir vorbei fahren, bei denen alles Knackt, quietscht und knarz und akustisch die halbe Technik laut und herzerweichend um Hilfe ruft.
So etwas passiert mir nicht.
 
J

Jaap

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Vielleicht nur Glück gehabt, wenn man so liest, dass Speichennippel angeblich garantiert kaputt gehen, wenn man sie nicht nachzieht.
Speichenbrüche waren früher normal, weil die üblichen Kasten/Tiefbett Felgen sich unter Belastung verformt haben. Mit den wesentlich stabileren Hohlkammerfelgen die seit 25 Jahren üblich sind gibt es beim Biobike kaum noch Speichenbrüche.
Gebrochen sind immer die Zugspeichen auf der Antriebsseite.
Am Nippel gebrochen ist früher so gut wie nie eine Speiche.
Erst seit es Naben gibt die einen wesentlich größeren Durchmesser (Nabenmotor bzw Nuvinci) haben, passen die üblichen Felgenbohrungen nicht mehr vom Winkel.
Sieht man daran dass die Speiche am Nippel geknickt wird.
Technisch wäre es leicht möglich die Felgenbohrungen so anzupassen das die Speichen richtig fluchten. Aber die Industrie kreuzt lieber 1 oder 2 fach mit normalen Felgen. Dadurch werden die Speichen deutlich mehr auf Biegung belastet als mit der üblichen 3 fach Kreuzung.
 
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