Kona Fully Umbau mit TDSZ2 und Hailong1 von Enerdan

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Inzingersimon

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Hallo liebes Forum

Da ich selbst ein 2017er Levo besitze, bin bisher nur im Bereich der Fertigräder hier unterwegs gewesen.

Nun bin ich aber beim Überlegen mein altes, ungenutztes Kona umzubauen. Das Rad wäre dann unser Familien E-Bike, welches mein Vater (sportlicher Rennradfahrer aber mit über 70 nicht mehr der Jüngste) auf Forststraßen hier in den Alpen oder meine Frau als Kinderanhängerfahrad nutzen würde.

Basis wäre wie oben schon genannt ein Kona dawg delux Fully ca. 15 Jahre alt mit ca. 130cm Federweg.

Technisches Geschick ist eigentlich vorhanden, Vater hat jahrelang für den Radverein die Räder serviciert. Ich selbst bin zwar Elektroniker, habe aber Notfalls auch Zugriff auf Dreh- und Fräsmaschine, Punktschweißer usw...

Ich bedanke mich schon mal beim ganzen Forum, viele Fragen die ich am Anfang des Projektes (Nabenmotor, Akku,...) hatte haben sich mit fleißigem Lesen schon erledigt.

Hier mal ein Foto des anvisierten Projektes:

IMG_20201001_214359.jpg

Wie ihr sehen könnt habe ich mit Styropor bereits einen Dummy für den Hailong1 (so bei Enerdan bezeichnet, bei Ali heißt er glaube ich Hailong2).
Kurbel ist bereits ab und das Tretlager ist vermessen (68mm und 33,5mmDurchmesser).

IMG_20201001_222938.jpg

Bevor es jetzt in die Finale Bestellphase geht hätte ich aber noch ein paar Fragen und ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Motor wäre ich jetzt auf Tongsheng:
- Da mein Vater wie erwähnt eher der sportliche Fahrer ist, nehme ich an, dass er nur mit einem drehmomentgesteuertem Motor glücklich wird. Andererseits leben wir hier in Tirol umgeben von Bergen. Wenn er also nicht das Rennrad nimmt werden bei einer Fahrt im Gelände sicher schnell mal 1000 Höhenmeter zusammen kommen. Schafft das der TSDZ2? Trails wird er das Rad aber sicher nicht runter prügeln und wenn haben wir ja noch das Levo.
- Seine Kadenz liegt im Normalfall bei ca. 90, auf dem MTB eher niedriger. Brauche ich da schon einen 48V Motor?
- Da uns in Österreich die 250W Regelung nicht trifft, macht es Sinn einen 350 oder 500W Motor zu nehmen?
- Drehmomentstütze würde ich versuchen so wie Robsn hier zeigt zu bauen. Bin aber natürlich für alle Ideen dankbar.

Akku ist im Moment der Hailong1 von Enerdan der Favorit:
Hier bin ich mir noch ziemlich unsicher. Wie ihr am oberen Bild erkennen könnt wird das mit dem Akku recht knapp und so wie es ausschaut muss ich den hinteren Dämpfer in die hintere Aufnahme schrauben. Andererseits schaut die Lösung wenn sie passt vermutlich ganz gut aus, mein Vater ist da ein wenig empfindlich und ich könnte mir vorstellen, dass ein Akku in der Rahmentasche ihn optisch stört. Aber vielleicht kann ich ihn ja damit locken, dass in der Rahmentasche auch ein 750er Akku Platz hat.

Sonstiges:
Das Rad soll erstmal so bleiben, wenn alles gut funktioniert kommt eventuell mal eine 11fach Schaltung drauf und vielleicht wird die vordere Gabel getauscht.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Gruaß und Dank
Simon
 
Inzingersimon

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So kurzes Update:

Gabel und Dämpfer mal wieder einem kleinem Service unterzogen.
IMG_20201003_194912.jpg

Wenn eh alles zerlegt ist alle Lager geputzt und geschmiert.

Ohne Kurbel und vordere Schaltung gewogen, derzeit 15kg:
IMG_20201004_090410.jpg
Kann zwar nicht mit den Leichtbaudingern hier mithalten. Das Gewicht dürfte aber unter meinem Levo bleiben.

Leider hat Enerpower den Hailong1 (2) nicht mehr in der 48V Ausführung im Programm. Heißt also entweder Chinakauf, Akku selbst bestücken oder Softpack.

Gruaß
Simon
 
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grosserschnurz

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Hi,

mit dem Tongsheng wirst mit deiner Schwinge hinten Probleme haben, auch ist dieser nicht so wirklich für deinen angedachten Einsatzzweck 1. Wahl.

Auch die Bafang BBS Mittelmotore sollte man vor dem Kauf auf den Einbau überprüfen.

Frontantrieb ist auch nicht geeignet, da bleibt eigentlich nur ein Hinterradantrieb mit angepasster Wicklung für deinen Anwendungsbereich übrig.

Noch ein Tipp: ordere dein Set bei einem seriösen Anbieter: etwas teurer, aber immer noch billiger als 2 x kaufen. :unsure:(y):)
 
Inzingersimon

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mit dem Tongsheng wirst mit deiner Schwinge hinten Probleme haben, auch ist dieser nicht so wirklich für deinen angedachten Einsatzzweck 1. Wahl.

Wo siehst du die Probleme mit der Hinterradschwinge?
Habe es erstmal nach diesem Post ausgemessen: wird sicher knapp aber so wie ich gemessen habe sollte es sich ausgehen. Oder habe ich noch ein anderes Maß übersehen?
 
Inzingersimon

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HInterradantrieb würde halt die ungefederte Maße ziemlich nach oben drücken. Auch wenn so wie bei dir das Gesamtgewicht sicher besser ist. Glaubst du der TDSZ2 ist zu schwach? Fahre mit dem Levo am Berg eigentlich meistens nur mit 10% Unterstützung, eher im Tal mal 50% (mehr gebe ich nicht mehr drauf bezüglich der Riemenrissthematik).

Das mit dem seriösen Anbieter werde ich beherzigen, sehr guter Tipp danke!
 
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grosserschnurz

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Hi,

ich habe 3 Tongshengs in Fullys bei meinen Freunden eingebaut, bei allen musste man mech. nacharbeiten dann immer noch schlechte Kettenlinie in Kauf nehmen.
Aber dieser Antrieb ist für dein Bewegungsprofil echt nicht geeignet. Dann eher Bafang und wenn du etwas illegal sein willst, dann 500W 48V. Der steht dem 750er kaum nach.

Du hast mit einem Hinterradantrieb sicher ein paar Nachteile aber auch Vorteile, muss man abwägen.
 
Inzingersimon

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Auweh das macht nicht gerade Mut. Wird aber wenn schon auf jeden Fall der 48V 500W mit 25km/h, ist hier in Österreich ja glücklicherweise legal. Wobei hier in Tirol ehrlich gesagt extrem viele E-Bikes ohne Geschwindigkeitsbegrenzung herum fahren. Wenn wer mit 25km/h unterwegs ist, weiß man meistens, dass es ein Leihrad ist.

Was musstest du denn nacharbeiten?

Sehe gerade auf den Bildern, dass ich mich vermessen habe, der geht ja von den 68mm Tretlagergehäuse nochmal 3mm pro Seite nach innen, ich habe nur 56mm gerade zurück gemessen. Das wird echt eng.
 
Inzingersimon

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So gestern Abend nochmal die Maße gecheckt. Wenn ich den Motor um ca. 3mm in Richtung Kette verschiebe sollte es sich ausgehen, das müsste soweit ich das sehe bei einem 68mm Tretlager auch funktionieren. Aber die Kettenlinie wird dann langsam wirklich übel.

Motor ist es jetzt der 750W worden, Sicherheitshalber mit Paypal bezahlt, die Weltweit die Retourkosten übernehmen.
 
Inzingersimon

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So Motörchen ist angekommen.
Musste nichts unterlegen, die Befestigung für die originale Drehmomentstütze kommt der Kettenstrebe etwas nah. Werde einstweilen den Motor um ein paar Grad verkippen, sollte es mir optisch nicht gefallen kann ich immer noch die Befestigung abschleifen.
IMG_20201013_174050.jpg

Kettenlinie schaut meines Erachtens auch noch halbwegs okay aus:
IMG_20201013_205749.jpg
kleinstes Ritzel

IMG_20201013_205807.jpg
größtes Ritzel

Kette ist aber zu kurz, wird getauscht.

Jetzt muss ich noch eine Drehmomentstütze basteln und mir langsam Gedanken über den Akku machen.

Gruaß
Simon
 
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Morsi65

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Bin auf das Endergebnis gespannt und wie dein Vater damit klar kommt. Als Rennradfahrer ist er ja eigentlich eine „hohe“ Kadenz gewohnt. Da ist der Tongsheng ohne Firmware Update möglicherweise nicht ganz passend. Aber abwarten. Weiterhin viel Erfolg.
 
Inzingersimon

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So wieder mal ein kleines Update:

Habe den Akku erhalten und mithilfe von Kabelbindern unterm Unterrohr für eine Testfahrt befestigt. Ein erstes Ergebnis: Ja das mit der Kadenz ist auch beim 48V Motor für mich etwas lästig. Wenn man gemütlich tretet hilft der Motor gut mit, wenn man es etwas sportlicher angehen will, geht die Unterstützung zurück. Bergfahrten habe ich mich mit der Behelfskonstruktion noch nicht getraut. Was mir gut gefällt, ist dass die Geschwindigkeitsbegrenzung einfach umgeschaltet werden kann. Mit der 9fach Schaltung schaffe ich bei der 45km/h Stufe so recht gemütlich 35km/h. Mit der 25km/h Begrenzung schaltet der Motor ab 24km/h ab und ich habe das Gefühl man tritt gegen einen Widerstand. Energieverbrauch war auch in Ordnung, natürlich noch keine genauen Werte. Akku dürfte aber etwas länger als bei meinem 2017er Levo halten. Denke mir, dass ich das Fahrrad jetzt eher in Richtung "Wintertaugliches Pendelfully" ausbaue und mein Vater für Bergtouren das Levo nimmt.

Gestern dann das Befestigungsloch abgeschliffen:
IMG_20201027_194210.jpg

und noch Schwarz lackiert.

Die Drehmomentstütze zugeschliffen, gebogen und gebohrt:
IMG_20201027_203809.jpg

Die wird auch noch lackiert und dann muss ich mich um die Akkubefestigung kümmern.

Gedacht wäre eine Befestigung unterm Unterrohr mit 3 Nietmuttern. Jemand eine Ahnung ob eventuell Stahlnietmuttern höhere Festigkeiten als Edelstahlnietmuttern aufweisen?
Was etwas blöd ist, damit der Akku so weit wie möglich nach unten geschoben werden kann (sonst besteht Kollisionsgefahr mit dem Vorderrad) muss er leicht schräg angebracht werden. Da es sich ansonsten mit der Abdeckung am Motor spießt.

Gruaß
Simon
 
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grosserschnurz

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Hi,

wie innovativ .....

wenn der Antrieb sich nicht richtig befestigen lässt, weil er an der Schwinge aufliegt, oder .............. die Kettenlinie lässt sich auch nicht beliebig "verbiegen".
 
Erzbrummel

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Wo siehst du die Probleme mit der Hinterradschwinge? Probiere unbedingt Folgendes aus:
Hinteren Dämpfer ausbauen
Antrieb einbauen und Rändelmutter mässig fest anziehen
Dann prüfe die Schwinge auf dem kompletten Freigang, ob sie min. 2mm am Zahnradgehäuse vorbei geht! Sonst bricht Dein Antriebsgehäuse nach wenigen km.
 
Erzbrummel

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die Kettenlinie lässt sich auch nicht beliebig "verbiegen".
Jo, aber a bissel scho...! Ich habe vor den Antriebskettenblatt an geeigneter Stelle ein leicht flexibles "Leitblech" aus Alu angebracht. Da packe ich ab und an mal Kettenfett dran..., so klappt das ganz gut und unter normalen Bedingungen macht die Kette ihren Job, wo sie soll...!
 
Erzbrummel

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Übrigens, lass auch mal die Luft aus dem Dämpfer und schau, ob beim vollen Einfedern der Dämpfer den Akku "küsst"! Und zur Drehmomentstütze: Mmn schaut es sportlicher aus, wenn der Antrieb nach vorn voll am Rahmen anliegt, dann kannst Du auf den ganzen Zauber mit der Drehmomentstütze verzichten... . Ich habe mir dann noch eine Verkleidung zum Rahmen gebaut... .
 
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Inzingersimon

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Ja klar habe ich die Schwinge über den ganzen Federweg getestet. Zuerst lies sich der Motor nur leicht nach vorne verkippt einbauen (dann hätte ich mir wie du Erzbrummel schreibst eventuell auch die Drehmomentstütze sparen können). Da es aber dann eben wieder knapp zwischen Vorderrad und Akku geworden wäre (voll eingefedert) habe ich die Befestigung für die Drehmomentstütze abgeflext und musste eine alternative Drehmomentstüze bauen.
Bezüglich Kettenlinie: derzeit läuft die Kette beim 6. Gang relativ gerade. Meint ihr es rentiert sich das anzugehen?
@Erzbrummel: wie kannst du deinen Akku entnehmen? Ist das der Side release?
Gruaß
SImon
 
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Bezüglich Akkubefestigung: Ich dachte an die gleiche Befestigung wie beim xDreamlite. Bringt halt den Schwerpunkt sehr gut nach unten.
 
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wie kannst du deinen Akku entnehmen?
Das ist ne enge Kiste...:eek: ich habe den mit Karosseriekleber eingeklebt..., bleibt also immer fest im Bike. Zum Erneuern wird der mit dem Cuttermesser ausgebaut, der ist aber von Enerdan, 21 Ah, sollte mich ein paar Jahre glücklich machen... ;) Ist jetzt 2 Jahre alt ... und noch gut im Saft.
 
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