Klever X-Speed Testfahrer - Jan./Feb. 2020

Diskutiere Klever X-Speed Testfahrer - Jan./Feb. 2020 im Klever Mobility Forum im Bereich Fertig-Pedelecs (Firmenforen); Hallo zusammen, @Grischdi und ich sind die zwei Auserwählten, die für ein paar Wochen ein Klever X-Speed im Alltag und auch darüber hinaus...
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Hallo zusammen,

@Grischdi und ich sind die zwei Auserwählten, die für ein paar Wochen ein Klever X-Speed im Alltag und auch darüber hinaus bewegen und ausgiebig testen dürfen.

In diesem Thread fassen wir unsere Erfahrungen zusammen - die guten und auch die weniger guten - sonst kann es ja keine Verbesserungen geben!

Infos zu mir und meiner Strecke:
- Ich bin Familienvater mit wenig Zeit und arbeite in Vollzeit.
- Meine Pendelstrecke beträgt täglich zwischen 58-62km (jetzt muss ich ja Straßen benutzen) und hat etwa 700Hm. Ich werde auch Forstwege benutzen!
- Eventuell werde ich das Rad auch abends mal einsetzen, ich muss aber am Ende immer den Berg rauf, das geht nur mit ausreichend Leistung und SOC.
- Ich bin bisher noch kein S-Pedelec gefahren - außer mal kurz auf der 2019er Eurobike.
- Mein Blog und einziges Hobby: www.pedelecmonitor.de

Allzeit gute Fahrt!
Alex
 
Mit der Dämmerung brummte der Klever-Transporter im ersten Gang die Straße hoch. Ich wartete vor Aufregung schon eine Weile auf der Straße. Hinter der Schiebetür dann ein schwarzes X-Speed mit 2km auf dem Odo ... und sauber, richtig sauber. Ich habe noch nie so ein sauberes Bike in meiner Garage gehabt, natürlich wird das geändert - schnellstmöglich! Nach einer kurzen Einweisung ins Bike brummte der Klever-Transporter gleich weiter.







Als dann alle Kinder endlich schliefen, bin ich kurz raus, um ein paar Kilometer zu machen.
17km und 350Hm später war der Ladestand des Akkus (SOC) von 45% auf 4% geschrumpft - klar immer höchste Unterstützung!

Allerdings kam ich am Ende nicht mehr den Berg hoch, weil automatisch auf die geringste Leistungsstufe umgeschaltet wurde - UFF!







Ich freue mich auf die erste Fahrt zur Arbeit!
 
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Meine Pendelstrecke beträgt täglich zwischen 58-62km (jetzt muss ich ja Straßen benutzen) und hat etwa 700Hm.
Heftige Pendelstrecke. So viele km sind es doch hoffentlich hin und zurück? Nein, die Strasse musst du nicht benutzen.;)
 
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Grischdi

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Ich bin zwar gegen Doppelposts, aber es ist nur dieser:


komplett.jpgschutzblech.jpg
Liebe Forengemeinde,
gestern um 11 Uhr wurde das Klever X-Speed in „Dark grey“ geliefert. Frisch aus dem Karton mit nur 2 km Fahrleistung und einem zu 95% geladenen Akku.
Ich bekomme eine Einweisung in das Rad, Ladegerät und Anleitung und schon beginnt der Testzeitraum.

Zuerst fällt mir der Frontscheinwerfer auf. Eine Supernova M99 Mini Pro (mit angehängter Hupe). Am Montag wird sie in der Dunkelheit getestet. Vom Stromer kenne ich nur die Roxim – habe mich daran gewöhnt - vom Grace Easy eine IQ X – E, die für mich die Straßen etwas besser ausleuchtet als die Roxim.

Die RockShox Recon verspricht eine gute Federung, die Schwalbe Reifen dämpfen bestimmt auch einiges ab.

Ich liebe gute Griffe. Verbaut sind standardmäßig Ergon Griffe. Super, die habe ich auch am Grace und am Stromer.

Das Schutzblech vorn hat einen sehr tiefliegenden Spritzlappen. Da sollte wenig Schmutz an das Unterrohr gelangen. Vom Stromer kenne ich die Verlängerung aus den Niederlanden, die das Blech etwas zum Schwingen bringt. Hier ist alles fest verbaut und verschraubt, da wackelt nix!

Sehr gerne fahre ich mit den Schindelhauer Pedalen. Für mich sind die stylisch und mit der Grip-Oberfläche perfekt - da gibt’s kein Verrutschen. Klever hat auf diesen Pedalen auch eine Grip-Oberfläche auf denen man nicht rutscht, ich finde die Pedale aber eher langweilig.

Wo wir schon weit unten sind, einen Kettenschutz für Hosen gibt es in der Form eines Blechs. Einerseits ist die Idee gut, kenne ich von meinen bisherigen S-Pedelecs nicht. Andererseits hat sich bisher nicht die Hose in der Kette verklemmt. Schmutzig sind die Hosenbeine bisher auch nicht geworden.
Jetzt halte ich es nicht mehr aus, ich muss eine erste Runde drehen. Sattel einstellen, und die Hupe testen… Uiii, hört sich etwas quakend an. Die Stromer Hupe ist lauter mit sattem Ton. Ob man im fahrenden Auto die Klever-Hupe hört wage ich zu bezweifeln. Auch optisch könnte sie schöner verbaut werden. Fußgänger werden hier wohl nicht erschrecken.

Der Rückspiegel ist meiner Meinung nach an ungeeigneter Stelle. Mein Arm verdeckt ihn. Wann immer ich in den Spiegel sehen möchte muss ich meinen Arm drehen. Wäre es mein Rad, ich würde mir den Spiegel vom Stromer anbauen. Allerdings: mit diesem Spiegel habe ich kein Problem an engen Stellen, da er nicht über den Lenker hinausragt.

Sitzposition ist super. Ich fahre ohne Unterstützung los. Perfekt! Wie ein „normales“ Rad oder meinem Grace. Keine Bremswirkung zu spüren. Beim Stromer merke ich immer einen kleinen Widerstand.
Auf der Geraden beginne ich mit Stufe 1. Ich versuche locker zu treten und das Rad zieht an auf 25 km/h, 30 km/h und 35 km/h. Trete ich etwas fester erreiche ich locker die 40er. Das schafft mein Stromer nicht, da ist auf Stufe 1 bei 32 Schluss. (Grace hört bei maximal 40 auf – Vergleiche also nur noch mit dem Stromer). Stufe 3 und damit das Maximum ist der Hammer. Das ST1x ist schon gut, aber hier – bei nur lockerem treten – erscheinen auf der Tachoanzeige 48-49 km/h. (Das Gesicht wird kalt!!!!) Kurz gesagt, es macht tierisch Spaß. Ich habe die Rekuperation beim Bremsen auf „Auto“ gestellt, ebenso, wenn man nicht pedaliert. Die Funktion ist klasse! Ich kann mich Fahrradfahrern oder Fußgängern mit Stromrückgewinnung langsam nähern. Bergab fahre ich ohne die Bremse einmal betätigen zu müssen in einer sicheren Geschwindigkeit. Die Beschleunigung anschließend auch wieder super.
Unterwegs gerate ich in eine Nebelwand. Meine Brille beschlägt und die Straße ist nass. Sicherheitshalber fahre ich sonst mit Conti Top Contact Winter 2 auf Stromer und Grace. Die Schwalbe machen mir heute einen guten Eindruck. Ich könnte mir vorstellen, dass man im Sommer guten Grip hat. Wie sich der Pneu entwickelt, ich werde berichten.

Nach 30 km komme ich entspannt und glücklich an. Kein bisschen verschwitzt, aber es sind ja auch um die 2°C. Der Akkustand beträgt 41%. Davon ca. 27 km auf Stufe 3. Der Akku geht schwer aus der Halterung. Ich stelle fest, dass Klever auf dem Rahmen eine Schutzfolie angeklebt hat. Erscheint mir sinnvoll, da man beim Herausnehmen und Einsetzten ständig den Rahmen berührt.
Das Ladegerät ist sehr laut! Das Grace Ladegerät, der Specialized-Lader oder das von Flyer machen keine Geräusche. Für Radurlaube lade ich die Akkus gerne über Nacht im Hotelzimmer auf. Das ist mit Klever nicht möglich. Ich würde auch eine längere Ladezeit in Kauf nehmen, wenn ich kein Geräusch hätte.

Fazit für heute:
Grace war schon toll und zaubert ein Lächeln ins Gesicht. Stromer setzt noch einen drauf und Klever im Vergleich zum St1x nochmals.
Allerdings: Einen Klever-Händler habe ich nicht in der Nähe. Sollte ich Probleme haben müsste ich ca. eine Stunde mit dem Auto fahren.
Hoffentlich läuft alles so weiter.

Werde mich wieder melden.

Viele Grüße
Christian
komplett.jpg schutzblech.jpg
 
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Grischdi

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Hallo liebe Forengemeinde,
heute begann für mich offiziell mein erster Testtag.
Meine Eindrücke schildere ich kurz:
Meine Arbeitsstrecke Radolfzell – Singen beträgt einfach ca. 14 km. Dazwischen befindet sich der Ort Böhringen, der im Ortskern eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h hat.
7.00 Uhr, leichter Nebel, ich fahre los. Die Supernova leuchtet die Straße gut aus, das Fernlicht benötige ich nicht. Ich beginne mit Unterstützungsstufe 1. Lockeres Treten und schon geht’s auf 30 km/h. Außerhalb Radolfzells Stufe 3. Auf den Radwegen kommen mir immer wieder Schüler entgegen und ich muss langsamer fahren. Die Rekuperation bremst mich sanft ab. Perfekt! In Böhringen fahre ich auf die Straße. Ich beginne etwas stärker zu Pedalieren und erreiche laut Tacho 47 km/h. Damit schwimme ich im Straßenverkehr mit. Im Vergleich zum Grace fühle ich mich sicher, da ich nicht wie von Autos überholt werde. (Mit meinem Stromer ST1X konnte ich allerdings auch mithalten.) Vor dem Blitzer abbremsen und wieder beschleunigen. Es macht Spaß. Am Ortsende fahre ich auf dem Radweg. Die Klingel, die ich am Vortag montiert habe hilft mir, mich bemerkbar zu machen und überhole langsam zwei Radfahrer. Der Radweg ist nicht für S-Pedelecs gebaut, es gibt immer wieder enge Kurven. Das Stromer ist mit seinen 26 Zoll Rädern sehr wendig. Das Klever mit seinen 27,5 Zoll Rädern nicht so ganz und ich muss im Vergleich zum ST1X etwas stärker abbremsen um die Kurve zu nehmen. In der Ebene fällt mir auf, dass das Rad immer wieder „pumpt“. Der Drehmomentsensor ist auf Stufe 3 sehr feinfühlig. Jeder Druckunterschied am Pedal wird sofort umgesetzt. Das muss ich noch korrigieren. Nach 25 Minuten komme ich an der Arbeitsstätte an. Einen Zeitvorteil gegenüber dem Stromer konnte ich nicht herausfahren, dafür habe ich zu viele Ampeln. Ich bin nicht verschwitzt, vielleicht liegt es auch an der Außentemperatur. Ich freue mich auf den Heimweg!!

Unebenheiten habe ich kaum gespürt. Die Federgabel dämpft hervorragend. Die Ballonreifen dämpfen auch. Allerdings würde ich in dieser Jahreszeit lieber mit Winterreifen fahren. Ich hatte heute das Gefühl, der Reifen besitzt bei Feuchtigkeit nicht soviel Grip.
Beim Bremsen musste ich immer wieder an mein Grace denken. Eingebremst habe ich die Bremsbeläge am Samstag nach Vorschrift! Magura MT4e und MT5 bremsen bei Trockenheit top, aber bei Feuchtigkeit … Die Beläge quietschen und machen einen Heidenlärm! Womöglich würden andere Bremsbeläge helfen. Mit SwissStop habe ich gute Erfahrung gemacht.

Nachmittags fahre ich nach Hause. Das Wetter spielt mit – zumindest ist es trocken! Ich beschließe einen kleinen Umweg zu fahren. Die Stufe 2 erweist sich in der Standardeinstellung für mich besser. Das Ansprechverhalten des Motors passt. Kein „Pumpen“ wie heute Vormittag. Ich fahre einen kleinen Berg hinab, die Geschwindigkeit ist höher als 50 km/h, da beginnt der Motor zu bremsen. Ist wohl eine Sicherheitseinstellung. Ich werde bis auf 35 km/h abgebremst, erst dann kann ich wieder Beschleunigen. Bergab treten fühlt sich eigenartig an.

Einige Wasserpfützen nehme ich mit! Die Hose bleibt sauber und am Unterrohr kein Schmutz!!! Wahnsinn, so sauber blieb bei mir noch kein Rad.
Zuhause angekommen und 40 km in der Summe habe ich noch einen Akkustand von 29 %. Das passt! Trotzdem wird er wieder aufgeladen.
Erst zu Hause fällt mir auf, dass die beiden Bremsen vertauscht sind. Normalerweise habe ich an allen Rädern die Vorderbremse links. Wäre es mein Rad hätte ich wieder was zu schrauben!

Das Display lässt sich gut ablesen, die Knöpfe zur Unterstützungsänderung auch mit Handschuhen gut drücken. Auf die Menüführung muss ich noch separat eingehen.
Morgen muss ich mit dem Auto zu Kunden fahren und komme leider nicht zum Radeln. Ich werde mich wieder melden.
Viele Grüße
Christian
 
redalexx

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Hallo zusammen,

mit großer Spannung fieberte ich diesem Tag entgegen. Klever auf der Langstrecke, das erste mal per S-Pedelec zur Arbeit. Die Frage war: Verschafft mir ein S-Pedelec einen zeitlichen Vorteil auf meinen 29km (S-Pedelec konform sind es etwa 33km)? Es geht von Esslingen Nord durch die Stadt, Querung Neckartal, entlang des Körschtals bis zur Rohrer Höhe und dann auf dem neuen Radschnellweg rein nach Sindelfingen.

Strecke.JPG


In voller Montur stehe ich vor der Garage, das Licht des X-Speed leuchtet schon, wir haben etwas getrödelt, die kleine Maus muss noch zum Kindergartenbus gebracht werden, die Kirchuhr schlägt 8:00. Das ist mit schieben zur Haltestelle nicht mehr zu schaffen. Ich tausche das X-Speed gegen das HSD mit Kindersitz - HMPF! 15 Minuten später tausche ich zurück - ab geht's!

Aus dem Stand geht es die 15% Steigung hoch (siehe Straßenbild weiter oben), der Biactron schafft es annähernd auf die gleiche Geschwindigkeit wie der Bosch CX im Cube, allerdings braucht es etwas mehr Beineinsatz. In der Ebene und bergab ist nichts auffällig. Die Maguras beißen, auch ich habe sie am ersten Tag eingebremst.

Hinterm Neckar geht es die Straße hinauf zur Filderebene, ich vermute es wechselt stetig zwischen 5 und 8% Steigung. Ich schwimme in dieser 30 Zone das erste mal im Verkehr mit und bin kein Hindernis - wirklich geil! Später wird es eine 50er Strecke, ich radel in der Mitte der Spur, am Überholabstand gab es heute nix zu meckern!

Oben angekommen sind es nur noch 79% SOC. Es geht weiter über kurvige Feldwege - leicht bis stark abschüssig runter ins Körschtal. @Grischdi sprach es bereits an, bei langsameren scharfen Kurven ist das Klever etwas schwer einzulenken - es fehlt die Agilität. Dafür treibt es in der Ebene in langen Kurven und Geraden ordentlich voran. Entlang des Tals zeigt der Tacho stets 47-48km/h. In den engeren Kurven mache ich langsamer, Feuchtigkeit und partielle Schlammpackungen auf der Bahn bringen die Reifen schnell ans Limit - dann heißt es Abflug!

Nach 20km unterschreitet der SOC die 50% Marke - ich bin ausschließlich in der stärksten Unterstützungsstufe unterwegs. Von hier geht es in den Wald hoch zur Rohrer Höhe, die letzten Höhenmeter stehen an.

Pressebike_Klever_17.JPG


Fotopause. Verschnaufen. Frage an die erfahrenen S-Fahrer:
Ich bin zwar schneller mit dem Klever, aber ich trete auch stärker, der Puls ist höher, die Beine brennen früher, ich schwitze. Ist das normal?

Der Wald kennt nur eine Richtung, BERGAUF! Ich stelle mittlerweile an der Geschwindigkeit fest, wie steil die Anstiege sind:
- bis 5% halte ich die 40km/h
- bis 8% halte ich die 30km/h
- bei 12% sind es noch 25km/h
- über 12% schmerzt es!

Auf dem Radschnellweg fühlt sich das Klever zu Hause, perfekt für die Reifen, da asphaltiert, seichte Steigungen und Gefälle ermöglichen mindestens 40km/h. Im Büro sind es noch 27% SOC. Danke @Grischdi für die Erinnerung ans Ladegerät!

Nabenmotoren sind leise - toll! Davon hat man bei den Windgeräuschen nichts. Das aktiv gekühlte Ladegerät hat mich im Bürö lautstark daran erinnert, wieviel Energie ich verbraten habe - 4 Stunden lang. Nur der Server nebenan war ein Quentchen lauter.

Der Rückweg hat weniger Steigungen. Am Ziel sind es 35% SOC. Während der Hinweg 1:05 dauerte, waren es zurück 58 Minuten.

ODO: 79km | Höhenmeter: 1.050 | Ladehübe: 1,8 | keine Auffälligkeiten (27.01.2020)
 
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MisterFlyy

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. Frage an die erfahrenen S-Fahrer:
Ich bin zwar schneller mit dem Klever, aber ich trete auch stärker, der Puls ist höher, die Beine brennen früher, ich schwitze. Ist das normal?
Ja, weil beim S-Pedelec mehr Eigenleistung immer durch mehr Speed belohnt wird. ;) Es gibt keine Wand, gegen die man gefühlt knallt.
 
tehdon

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Frage an die erfahrenen S-Fahrer:
Ich bin zwar schneller mit dem Klever, aber ich trete auch stärker, der Puls ist höher, die Beine brennen früher, ich schwitze. Ist das normal?
War bei mir nicht anders. Die Euphorie des Neuen! ;) Groovt euch ein bisschen aufeinander ein. Ich hab recht schnell meine "Wohlfühlleistung" gefunden. Die variiert übrigens auch, je nachdem ob Hin- oder Rückfahrt. Das ist ja das tolle am S-Pedelec als Pendelfahrzeug: Auf dem Hinweg kann man sich bei leicht verminderter Geschwindigkeit schön schieben lassen und kommt trotzdem fix in die Arbeit. Auf dem Rückweg ist mit etwas mehr Eigenleistung auch gleich das Sportprogramm für den Tag erledigt.
 
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Grischdi

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Liebe Forengemeinde,

heute gibt es keinen Fahrbericht, aber andere Dinge die mir auffallen.

Schaltung:
Ein kurzer Druck auf den Hebel reicht um einen Gangwechsel durchzuführen. Eine saubere und sehr direkte Schaltung. Gefällt mir besser als bei Grace und Stromer. Allerdings: Tritt man etwas zu stark in die Pedale beim Gangwechsel hört man das bei den Ritzeln. Über die Haltbarkeit kann ich leider nichts sagen, die wenigen Wochen sind dafür ein zu kurzer Zeitraum. An meinem Flyer sind die Schaltvorgänge bergauf auch öfters „hart“, liegt am Mittelmotor und meiner Ungeduld. Dort sind noch alle Ritzel intakt.

Akkuschloss:
Wie schon weiter Oben beschrieben, stößt man beim Akkutausch ständig an den Rahmen. Das nervt! Die Öffnung für den Akkuschlüssel ist im Rahmen integriert. Kein Plastik oder sonstiges schaut heraus. Dummerweise stoße ich beim Schlüsselstecken immer wieder an den Rand. Wie lange er das ohne Kratzer aushält weiß ich nicht. Hier würde ich mir wünschen, dass es einen Lackschutz gäbe.

App:
Klever hat eine App für IOS und Android entwickelt. Mit dieser kann man (anscheinend) die Werte des Displays auslesen. Ich habe mir de App für Android heruntergeladen und versucht das Rad mit dem Handy zu Koppeln. Ich schaffe es nicht. Auch mit einem zweiten Handy klappt die Kopplung nicht. Laut Anleitung habe ich dann auf dem Handy ein „zweites Display“. Ob das sinnvoll ist weiß ich nicht, denn ich habe dadurch keinen Mehrwert – evtl. Statistik. Wenn ich wie bei Stromer zusätzlich Einstellungen am Rad über das Handy ändern könnte, hätte ich einen. Ebenfalls wäre eine GPS-Ortung oder die Aktivierung der Wegfahrsperre beim Weggehen super. Diese Optionen liebe ich. Hier müsste Klever unbedingt nacharbeiten.

Spiegel:

Ich finde den Spiegel noch immer ungünstig. Ich habe ich auch schon die Tipps von euch Forenmitglieder versucht und den Spiegel nach oben gedreht. Dann ist es aber ungünstig Handzeichen zu geben, ich stoße gegen die Spiegelhalterung. Also bleibt nur der „Stromer-Spiegel“.

Gepäckträger:

Der Gepäckträger ist sehr stabil am Rahmen angebaut. Die Streben verhindern, dass irgendwas am Rad schleift oder sich darin verfängt. Meine Taschen wackeln nicht und mir scheint, er verkratzt an den Streben nicht und verträgt sehr gut die Halterungen der Taschen. Der Lack muss stabiler sein.

Ladegerät und Akku:

Das Ladegerät ist zu laut (habe ich das schon erwähnt??). Der Akku selber hat eine gute Form und nimmt nicht zu viel Platz weg beim Laden im Haus. Durch den Griff lässt sich dieser gut von der Garage ins Haus und zurück tragen. Optisch liebe ich im Rahmen „versteckte“ Akkus. Das Grace Easy ist schick und das ST1X ebenfalls. Interessanterweise finde ich im schwarzen Rahmen den Akku nicht auffällig. Wäre die Rahmenfarbe rot würde es mich evtl. stören, aber die Form des Rahmens ist ja auch nicht alltäglich.
Bezüglich des Akkuverbrauschs habe ich die Vermutung, dass irgendwo ein großer Verbraucher angeschlossen ist. Bei gleicher Strecke und (in etwa) gleicher Geschwindigkeit verbrauche ich beim X – Speed ca. 30 % mehr als beim ST1X. Woher, ich weiß es nicht. Stromer gibt beim 800er Akku eine maximale Reichweite von ca. 120 km, Klever beim 850-er Akku maximal ca. 85 km an. Da man nie „genug Akku“ haben kann würde ich bei Stromer bleiben.

Genug für Heute.

Viele Grüße

Christian
 
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Grischdi

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Die Angaben mit 120 und 85 km stammen aus der Anleitung bzw. Homepage des jeweiligen Herstellers.
 
MisterFlyy

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Da Papier geduldig ist, frage ich nochmal nach. Wie groß ist die tatsächliche Reichweite des Stromers.
Anders gefragt ist die Reichweite des Stromers wirklich soviel größer oder sind die Angaben von Klever "ehrlicher" und damit realistischer?
 
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Grischdi

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Es ist nur ein individuelles Einzelergebnis:
Mit dem Stromer nach 60 km Restkapazität 40%
Mit Klever nach 60 km Restkapazität von 20%

Vielleicht mache ich auch etwas falsch:unsure:
 
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Mit meinem Stromer ST1X konnte ich allerdings auch mithalten.
Und wie würdest du denn den direkten Vergleich nur Motorleistung zwischen den beiden Fahrzeugen ziehen?
Muss ja sagen das deine Erfahrungen schon weitaus mehr echtes Feedback beinhalten als der andere Testbericht.
Nichts gegen Alex, aber wer keine S-Pedelec Erfahrung hat der ist fürs erste mit fast jedem Hobel der über 35km/h unterstützt begeistert.
 
Die Ballonreifen dämpfen auch. Allerdings würde ich in dieser Jahreszeit lieber mit Winterreifen fahren. Ich hatte heute das Gefühl, der Reifen besitzt bei Feuchtigkeit nicht soviel Grip.
Hatte ich noch ganz vergessen. Was sagt denn die COC bezüglich Reifen?
Räumt einem da Klever etwas Spielraum ein oder ist das auch so festgefahren wie bei den neuen Stromern und vielen anderen S das nur eine Größe angegeben ist?
 
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tehdon

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Nichts gegen Alex, aber wer keine S-Pedelec Erfahrung hat der ist fürs erste mit fast jedem Hobel der über 35km/h unterstützt begeistert.
Ich bin mir sicher, dass es kein Zufall ist, dass sich Klever einerseits für einen erfahrenen S-Pedelec-Piloten und andererseits für einen Neueinsteiger entschieden hat.

Was mich allerdings wirklich verwundert ist, dass euch Klever nicht den richtig heißen Scheiß bereitgestellt habt. Da schmeisst man ein Modell auf den Markt, welches m.E. schon recht nahe an das perfekte Pendler-S-Pedelec herankommt, und lässt dann das Standardmodell testen. Wäre schön gewesen, ein bisschen Alltagstauglichkeit zu Pinion und Riemen von euch Betatestern lesen zu können - es muss ja nicht immer gleich Bastian Schweinsteiger sein ;)

Nichts desto trotz freue ich mich über eure Berichte und finde es nach wie vor klasse, dass Klever hier so stark auf Kunden- bzw. Communitykontakt geht.
 
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Erst einen Aufruf zum Testen verfassen und dann 2 Räder ausgeben, :eek:
Ich freue mich auf die Berichte der Tester hier,
habe geplant mir dieses Jahr ein S-Pedelec zuzulegen und werde mich dann auf Stromer und MTB Cyceltec konzentrieren
 
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Grischdi

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Hallo zusammen,

vielen Dank für das Lob! Als Laie einen Bericht zu schreiben ist nicht einfach, da ich nicht weiß, was man erwartet. Also schreibe ich einfach das, was mir gerade einfällt und auffällt.

Was ich gut finde ist, wenn Ihr Fragen stellt oder Anregungen habt.

Ich habe heute Nachmittag versucht die Motoren zu vergleichen. Schwierigkeit ist, in etwa die gleiche „Kraft“ auf die Pedale zu bringen.

Idee 1:

Ich teste Out-Of-The Box. Ich habe beim Klever keine Einstellungen verändert. Da Stromer die Stufe 2 „personalisiert“ vergleiche ich nur Stufe 1 und das Maximum, also Stufe 3 in der Hoffnung, beide Motoren geben „Volldampf“.

Unterstützungsstufe 1:

Klever:
Bei lockerem Pedalieren auf ca. 32 km/h. Tritt man etwas fester erreicht man ca. 42 km/h. Die Beschleunigung ist gut.

Stromer:
Bei lockerem Pedalieren erreiche ich ca. 27 km/h, bei stärkerer Kraft ca. 32 km/h. Beschleunigung fühlt sich geringer an als bei Klever.

Unterstützungsstufe 3:

Klever:
Lockeres Pedalieren beschleunigt auf ca. 45 km/h. Stärkerer Tritt, und ich erreiche ca. 49 km/h. (Alles laut Tachoanzeige)

Stromer:
Lockeres Pedalieren ca. 37 km/h, Stärkerer Tritt und ich erreiche ca. 45 km/h laut Anzeige.
Auch hier ist die Beschleunigung gefühlt geringer als bei Klever.

Ich frage mich woran dies liegt. Wo werden 49 Nm bzw. 35 Nm gemessen? 600 W und 800 W Motoren müssten doch auch einen Unterschied ausmachen, genauso wie die Reifengröße.

Der Spieltrieb wurde geweckt. Spielt man am Drehmomentsensor des Stromers herum erhalte ich ein ähnliches Ansprechverhalten wie bei Klever. Die Beschleunigung ist beim ST1x gefühlt leicht geringer als bei Klever. Ich habe die Strecken verglichen bis das Rad 40 km/h erreicht. Die Strecke ist bei Stromer etwas länger. Das stützt mein Gefühl.


Bezüglich der Reifen:
In der COC steht nur die Reifengröße 62-584. Ist also sehr restriktiv.
Überraschend ist, dass die COC in der Anleitung abgedruckt ist und nicht auf einem Zusatzblatt. Muss ich jetzt immer die Anleitung mitführen? Das ist umständlich. Vielleicht liegt es auch am Test, aber ich fühle mich etwas unwohl ohne COC beim Pendeln.

Solltet Ihr noch Anregungen zum Testen haben lasst es mich wissen.

Ich werde mich wieder melden.

Viele Grüße

Christian
 
iGude

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Super danke für deinen Bericht.
Ich denke die unterschiede die du vermerkst sind rein Software mäßig zu begründen.
Und!!! Jetzt kann man sich auch besser vorstellen wieso das Klever wohl Strom hungriger ist als der Stromer.
 
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