Kleinere Nabenmotoren endlich bergtauglich?

Diskutiere Kleinere Nabenmotoren endlich bergtauglich? im E-Motoren Forum im Bereich Diskussionen; Ich zwinge niemanden etwas zu tun, was er sich nicht zumutet. Ich war auch mal unbedarft, Du nicht ? Und das Lehrgeld war.....ein ruinierter Akku...
Atosvq

Atosvq

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Ich zwinge niemanden etwas zu tun, was er sich nicht zumutet.
Ich war auch mal unbedarft, Du nicht ?
Und das Lehrgeld war.....ein ruinierter Akku aufgrund eines defekten BMS.
Geladen vom Rad genommen und 1 Woche später tot. Die Konions waren es sicher nicht.
Passiert mir nie wieder.
Jetzt kann ich auch nach jedem Ladevorgang einen Blick auf die Spannungen und Innenwiderstände werfen.
Muss man auch nicht wenn man nicht will ;).
 
Ewi2435

Ewi2435

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Ich zwinge niemanden etwas zu tun, was er sich nicht zumutet.
Ich war auch mal unbedarft, Du nicht ?
Und das Lehrgeld war.....ein ruinierter Akku aufgrund eines defekten BMS.
Geladen vom Rad genommen und 1 Woche später tot. Die Konions waren es sicher nicht.
Passiert mir nie wieder.
Jetzt kann ich auch nach jedem Ladevorgang einen Blick auf die Spannungen und Innenwiderstände werfen.
Muss man auch nicht wenn man nicht will ;).
Zwingen kannst du zum Glück niemanden. Aber genauso wird jemand der seinen Akku nicht mal selber aufschraubt garantiert keine Zellen von denen eine Brandgefahr ausgeht, ohne BMS betreiben.

Die Konions waren es sicher nicht, sind ja auch keine Konions.
 
Atosvq

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OK, falls ich mich missverstädlich ausgedrückt haben sollte: mein Akku, der im abgenommenen Zustand aufgrund einer BMS Fehlfunktion ein frühes Ende fand, war mit Konions bestückt.
Das ist zugegeben nicht alltäglich, aber m.E. auch nicht wirklich alltagstauglich...wenn man die Dinger beim Laden schon nicht unbeaufsichtigt lassen soll, dann wenigsten nicht auch noch rund um die Uhr.

Meines Wissens können die Zellen brennen wenn:
#sie überladen werden
#bei Kurzschlüssen
#wenn nach Tiefentladung (Dendridenwachstum) versucht wird diese wieder zu laden
#sonstiger grober Unfug mechanischer Natur

Ein Akku ohne BMS (aber selbstverständlich mit Sicherung) der halb geladen gelagert ist, wird sich binnen Jahresfrist nicht von selbst tiefentladen da nichts Strom zieht.
Die seriell eingeschleifte Sicherung kann es nicht.
Mein einziger Akku mit BMS (weil es bei Bionx anders nicht geht) tut permanent irgend etwas, stündlich blinkt und piept es. Der steht bei Nichtbenutzung immer auf nacktem Beton, fernab der anderen Akkus und jedwelcher brennbaren Materialien.

Uferschwalbe hat ein Xiongda-Kit, das ist ohnehin ein Bastelkit (m.E. kein schlechtes), daher habe ich ihm nicht unterstellt dass er vollkommen ahnungslos wäre.
Falls ich eine dahíngehende Äußerung übersehen haben sollte bitte ich untertänigst um Entschuldigung.

Es wäre allerdings noch etwas denkbar: dass bei dem Display KT-LCD3 der Parameter p5 (zuständig für die Ladezustandsanzeige) nicht richtig konfiguriert ist.
Dann wäre es möglich, dass der Akku tatsächlich leer war, aber noch Balken angezeigt werden.
Das Abschalten über Mindestspannung wird über den Parameter C12 bestimmt, leider eine ziemliche Trial and Error Geschichte, daher am besten im "Realtime Voltage Indicating" Modus fahren bis Gewissheit über die Glaubwürdigkeit der Anzeige besteht.


https://www.bizobike.com/uploads/5/7/0/9/57094291/handleiding-bizobike-kt-lcd3.pdf
 
Ewi2435

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Hachja, wie ich es immer sage. Nur weil ein paar Akkus wegen dem BMS kaputt gehen. Ist das kein Grund darauf zu verzichten. Wir verzichten ja auch nicht auf Autos nur weil zwischendurch mal welche brennen.

Bionx ist mithin der schlechteste Vergleich weil die einen Serienfehler hatten.

Es fahren Millionen von Rädern vom Aldi, Lidl oder sonstigen Billiganbietern herum. Die wenigsten davon gehen wegen dem BMS kaputt.
Hinzu kommen die vielen vielen Boschräder und weitere Hersteller.

Bis auf geringe Ausnahmen laufen die alle sehr gut bis zum Lebensdauerende. Wenn nun jeder selber nach seinem Akku schauen müsste gäbe es vermutlich so einige Unfälle und Brände mehr damit.
 
Atmelfreak

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Am besten nur Akkupack mit Balancerstecker aus guten Zellen löten (lassen?), gar kein BMS und dafür ein Modellbauladegerät mit Balancer anschaffen.
Die Abschaltgrenze lässt sich doch im Display programmieren.
Die Abschaltgrenze des Controllers nutzt dir relativ wenig, wenn nicht alle Zellbänke die gleiche Kapazität haben. Wenn eine Zellbank aufgrund Alterung oder anderen Gründen eine geringere Kapazität hat, dann kann sie schon tiefentladen sein, obwohl der Controller noch nicht abgeschaltet hat, da die Gesamtspannung noch z.B. über 30V liegt.
 
Uferschwalbe

Uferschwalbe

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Hallo,
Ende Mai bekam ich meinen Akku von Akkudiagnose zurück. Verbaut wurden Samsung INR18650-35E. Kosten 522€.

Empfohlen wurde folgendes:
1. 3 bis 5 mal vollständig leer fahren und anschließend immer voll aufladen.
2. Um den Akkus nicht unnötig zu stressen leer fahren bis max. 10 % der Kapazität, d.h. bei meinem Akku sind das ca. 32,6 V.
3. Den Akku möglichst nur bis 90% voll aufladen.

Die geplante Ladung funktioniert mit dem Satiator Ladegerät sehr genau. Mit Anderson Steckern habe ich den Wattmeter Watt‘s Up zwischen Akku und Controller eingebaut und kann damit den tatsächlichen Verbrauch (u.a. Ah, Wh) überwachen.

Beim ursprünglichen EBS-Akku schaltete der Akku den Strom bei ca. 31V ab, obwohl ich im Controller den Abschaltwert von 28 V eingegeben hatte. Mit dem jetzt neu versorgten Akku liegt die Ladeschlußspannung bei ca. 28.5 V, die ich aber künftig nicht ausreizen und sondern bei ca. 32-33 V den Akku vollständig abschalten werden. Dies dürfte aber bei den jetzt erreichten km-Zahlen von weit über 100 km bei mehrtägigen Radtouren kein Problem mehr darstellen, da sich mein Hintern nach 80 km ohnehin bemerkbar macht.

Die Balken Verbrauchsanzeige des Controller zeigt jetzt auch ziemlich genau die tatsächlichen Verhältnisse an. D.h. sobald die Spannung zwischen 32 und 33 V liegt werden keine Balken mehr angezeigt und ich werden dann den Akku abschalten.

Von den 5 möglichen Unterstützungsstufen des Controllers werde ich die Stufe 5 nicht mehr nutzen, da sie locker 500 Watt verbraucht und die Motortemperatur schnell nach oben über 80 Grad treibt und zudem den Samsung-Zellen gar nicht gut tun wird.

Folgenden Verbrauch haben die Unterstützungsstufen entsprechend der Wattmeteranzeige:
Stufe 1 ca. 30 Watt
Stufe 2 ca. 100 Watt
Stufe 3 ca. 190 Watt
Stufe 4 ca. 250 Watt
Stufe 5 ca. 500 Watt

In den letzten Tagen bin ich bei Testfahrten immer mit Stufe 3 gefahren, wobei überwiegend 20-30 Watt verbraucht wurden. Vermutlich werde ich bei mehrtägigen Radtouren mit Gepäck andere Verbräuche erhalten, obwohl meine Eigenleistung viel ausgleichen wird.

Nach den jetzt erledigten Testphase habe ich den Akku auf 60% geladen und werde das Rad im Sommerhalbjahr einmal im Monat für eine kurze Strecke bewegen und danach den Akku wieder auf 60% aufladen. Und in den Wintermonaten zumindest einmal monatlich ggf. auf 60% nachladen.

Und hier die Ergebnisse meiner Testfahrten:
Ah
Ah
Wh
Wh
Ladung
Volt
geladen
verbraucht
geladen
verbraucht
km
100,00 %​
42,0​
16,8​
29,9​
14,8​
100,00 %​
42,0​
16,8​
644​
34,2​
14,3​
100,00 %​
42,0​
16,8​
646​
28,5​
16,7​
100,00 %​
42,1​
16,8​
644​
32,4​
14,0​
515​
175​
80,00 %​
40,2​
11,7​
440​
32,3​
10,7​
385​
149​
80,00 %​
40,2​
11,7​
440​
33,9​
10,3​
373​
140​
60,00 %​
38,1​
10,3​
374​

Das Ebike nutze ich überwiegend für den Urlaub und verwende für meine normalen Trainingsrunden ein MTB ohne Akku.

Falls der Akku nach hoffentlich erst 3-4 Jahren die derzeitige Leistung nicht mehr wunschgemäß erreicht, werde ich mein Ebike auf den Original Utopia Spedster Zustand zurückbauen und mir ein neues Ebike mit Hinterradmotor und Pinionschaltung zulegen. Dann wäre ein Klever-Bike für mich optimal, falls es bis dahin mit Pinion und Rock Shox Monarch Federbeinen zu haben ist; auf der Köln Straßenland Veranstaltung konnte ich ein Klever schon mal probefahren und über Pinion und Roch Shox wird bei denen wohl auch nachgedacht. Interessant finde ich beim Klever-Motor auch die auf 350 Watt ausgelegte Motorleistung, die bei Pedelecs auf 250 Grad abgeregelt wird, aber dadurch nach meiner Ansicht mehr Reserven wie ein 250 Watt Motor hat. Alternativ käme dann noch Velotraum mit dem Neodrives Motor und Pinion für mich infrage.

Gruß
Horst



 
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Lulli

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Seh das auch so wie du. Die 35-E zellen sind so gut dass man meistens garnicht unter 32v fahren braucht. Ich lass meinen auch durch den controller bei 32v abschalten obwohl er von den zellen weiter runterentladen würde. Ich hab xd ds, meine konfig p5 (lcd3) hab ich auf 15 gestellt. Hat wohl was mit der akku kapazität zu tun. Hab damit noch 10 km nachdem der letzte balken weg ist. Dann nach diesen 10km schaltet alles bei knapp über 31v ab. Ich denk so sollte es sein...
 
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