Ketzerischer Rechenansatz, oder : Lohnt sich das Treten überhaupt?

Diskutiere Ketzerischer Rechenansatz, oder : Lohnt sich das Treten überhaupt? im S-Pedelecs und anderes mit E-Motor Forum im Bereich Diskussionen; Habe ich beim Überfliegen des Threads das Thema Gewicht überlesen? Ein 65 kg Leichtgewicht benötigt mit Sicherheit nicht unerheblich weniger...
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oldbike2011

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Habe ich beim Überfliegen des Threads das Thema Gewicht überlesen?
Ein 65 kg Leichtgewicht benötigt mit Sicherheit nicht unerheblich weniger Energie für 45 km/h als ein 110 kg Brocken.
 
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Delphis1982

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Zu meinen fitteren Zeiten hat mir bei einem Test die exakte Messanlage 360 w Abbruchleistung nach einer Stunde und 260w an der anaeroben Schwelle ermittelt.
Das reichte auf durchschnittlichem hügeligem Streckenverlauf in Oberschwaben für eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 30 bis 32 km/ h über 100 km.
Oder für einen 35er Schnitt auf abgesperrter Strecke ebenfalls über 100 km mit wenigen Kurven.
Dies stimmt mit den Annahmen der Kreuzotter sehr gut überein.

Ich glaube , entschuldige bitte, irgendwo ist bei deiner Messung der Wurm drin.
Allein dass du rein Moped gefahren bist ohne Kurbelbewegung mit weniger Pendeln im Oberkörper verfälscht die Messung. Doch was massgebend ist fùr die Differenz weiss ich nicht.
Aber die Kreuzotter wird bei aller ungenauigkeit doch schon seit vielen Jahren als Referenz verwendet.
Da musst du schon sehr genaue professionell aufgebaute und ermittelte Messwerte vorlegen.
Viel Erfolg.

Gruss

Geierlamm
Das ist es ja, was mich irritiert. Ich habe übrigens nur deswegen NUR das Handgas benutzt, um gleichbleibende Belastungen zu erzeugen.
Woher soll ich sonst wissen, wieviel Watt in welchem Moment aus dem Akku und wieviel aus den Muskeln kommen?
Ich kann die Leistung der Batterie ja messen, meine eigene eher nicht, habe leider nicht die entsprechend präparierten Pedale.
Ich bin mir ja mittlerweile fast schon sicher, dass da was nicht stimmen kann, aber SO extrem?
PS.:
Seit meiner letzten Messung habe ich 4 Kilo verloren (Viel Wasser trinken und nur alle 2 Tage was essen macht sich bemerkbar).
Kann also schonmal sein, dass die neuen Messungen nur begrenzt zu den alten Messungen vergleichbar sind.

Professionell,... naja, kann ich nicht mit dienen, aber man weiß ja, wie man welche Werte ermittelt;
Voltmeter parallel und Amperemeter seriell zum Akku.
Die GLEICHZEITIG ermittelten Werte miteinander multiplizieren, fertig ist die VA-Angabe, quasi direkt an der Quelle gemessen.
Sowas wie Reibung, ohmsche Verluste oder sonstiges Gedöns kann ich NICHT ermitteln.
Ich kann nur die effektive Leistungsaufnahme am Akku messen.

Habe ich beim Überfliegen des Threads das Thema Gewicht überlesen?
Ein 65 kg Leichtgewicht benötigt mit Sicherheit nicht unerheblich weniger Energie für 45 km/h als ein 110 kg Brocken.
Bei meiner ersten Messung habe ich 86 Kilo gewogen, bin jetzt bei 82. Man sieht es mir zum Glück nicht an, dass ich soviel wiege,
bei den engen Sachen, die ich sonst trage, sähe ich ja sonst aus wie so 'ne Presswurst. :X3:
Da ich mich noch eine weile aushungern lasse, werde ich zur Messung wahrscheinlich unter 80 wiegen.
Wird sich leider wohl bei der Leistungsaufnahme bemerkbar machen, aber mein BMI muss dringend runter, sonst kann ich keine Medikamentenstudien mehr machen.
 
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planschi

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Der Aspekt, dass man dadurch Leute dazu bringt sich überhaupt zu bewegen, ist richtig, aber auch recht traurig,
dass man dafür diese Technologie, Akkus und Energie verbraten muss.
Was ist dann der logische nächste Schritt? Ein akkubetriebenes Exoskelett zum wandern anbieten, damit man Leute vom Sofa wegholt?
Man muss das auch mal von einer anderen Seite betrachten. Einige Menschen haben ein Problem, wie auch immer geartet. Sei es Asthma, Arthrose, Meniskusschaden, Bänderschaden ... nicht nur alte Menschen. Man sieht es den Menschen nicht unbedingt an. Ein Pedelec bringt da einfach mehr Sicherheit in den Tag und ermöglicht es sich sportlich zu betätigen, was man normalerweise dann bleiben lassen würde. Ein Pedelec ermöglicht es i.R. sich mit Knieschmerzen nachhause zu hangeln, indem man nur mit einem Bein tritt und das andere extrem schont, auch bergauf.

Wenn man in dieser Sicht bleibt, gibt es heute bereits Exoskelette, um Menschen das Gehen zu ermöglichen und für einen besseren, schnelleren Rehaerfolg zu sorgen, nach Unfall z.B. Wenn es mit Batterie Betriebene gäbe und das wäre sozusagen idotensicher, würde man evtl. sogar mehr Menschen auch damit rumlaufen sehen, die normalerweise nicht mehr allein gehen könnten oder womöglich nur noch sehr kurze Strecken.
 
Ewi2435

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Ich fahre seit 5-6 Jahren S-pedelec und kein S-ped mit 500W kann 45km/h fahren. Bosch liefert 6-700W und erreicht die echten 45km/h nicht. akkureichweite dann noch 30km mit 500Wh.

Fuer S-ped ist 15-20Wh/km normal.

Rechnet Kreuzotter die elektrische Leistung oder die Mechanische Leistung? Das ist ebenfalls ein riesen Unterschied.
 
Geierlamm

Geierlamm

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Ich fahre seit 5-6 Jahren S-pedelec und kein S-ped mit 500W kann 45km/h fahren. Bosch liefert 6-700W und erreicht die echten 45km/h nicht. akkureichweite dann noch 30km mit 500Wh.

Fuer S-ped ist 15-20Wh/km normal.

Rechnet Kreuzotter die elektrische Leistung oder die Mechanische Leistung? Das ist ebenfalls ein riesen Unterschied.
Kreuzotter berechnet , wieviel Watt vonnöten für den Vortrieb am Antriebsrad.
Woher die Watt stammen ist ja da zunächst egal.
Kreuzotter gibts schon länger als Pedelecs.
Wichtig ist , dass Kreuzotter nicht ohne Annahmen auskommt.
Es muss ja irgendein Faktor in die Berechnung einfliessen für Sitzposition.
Auffällig ist zum Beispiel, dass Profis durchweg mit geringeren Wattzahlen schneller sind als die Kreuzotterannahme und dass der Liegeradvorteil zu stark angenommen wird.
Zum Ersteren ist einfach zu sagen , dass Profis einfach besser auf dem Rad sitzen, gleichmäßiger kurbeln und exakter geradeaus fahren können.
Zum zweiten, der Entwickler war Liegeradler und zwar eine tiefe windschnittige Version. Sowas wie die beliebte Streetmachine von HP hat gegenüber einem richtig genutzten Rennrad keinen aerodynamischen Vorteil.
Die Ungenauigkeiten sind unvermeidlich, weil es ein Modell ist, aber ein erstaunlich gutes,seit Jahren bewährtes und als Anhaltspunkt für interessierte Hobbyradler genügendes.

Gruss

Geierlamm
 
Ewi2435

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Dann sind die Wattangaben mechanisch (macht ja auch Sinn im Vergleich zum Antrieb "Mensch").

Dann kann man auf die Kreuzotter Angabe locker 20% drauf rechnen für elektrischer Leistung. Ich sitze relativ aufrecht. Daher auf jedenfall der hohe Verbrauch. Aber 500W Elektrisch reichen trotzdem nicht für 45km/h. Auf glatter Fahrbahn mit leichtem Rückenwind und gebückter Haltung mag das gehen. Im Alltag mit allem was manchmal zusammenkommt sieht das anders aus. Ich fahre nicht zu schmale Reifen, das Rad ist schwer, ich sitze gerade. Pendlerrad halt.
 
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Lenzo

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Passt gerade ganz gut zu dem Thema. Ich teste gerade ob es lohnt die gewöhnungsbedürftige Optik in Kauf zu nehme.
 

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Delphis1982

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Passt gerade ganz gut zu dem Thema. Ich teste gerade ob es lohnt die gewöhnungsbedürftige Optik in Kauf zu nehme.
Aerodynamik oder Regenschutz?
Bei Regenschutz tut's eine schöne Brille,
bei Aerodynamik dagegen legst Du dir mit dem Ding wahrscheinlich selber ein Bein.
Aber ich hätte einen 1A Vorschlag als Alternative. Bau das Teil unten ans Vorderrad als "Schieber".

Aber eigentlich hat das schon was, auf DIE Idee bin ich noch nicht gekommen.
Aber ich denke, bei einer recht ruppigen Fahrweise auf schroffem Untergrund dürfte das Teil bestimmt ordentlich scheppern und wackeln.
Wie lange das die Halterung dann mitmachen würde,...

Aber als Pendelfahrzeug kann ich mir gut vorstellen, dass man damit von Autofahrern eher als Roller wahrgenommen wird, statt als lahmen Radler.
Eventuell ist dann das Fahrverhalten der Autos etwas anders und "freundlicher".
 
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Lenzo

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Ich bin gestern eine kleine Runde gefahren und das Popometer sagt weniger Leistung bei gleicher Geschwindigkeit. Den Regenschutz kann ich auch bestätigen. Gestern Abend 15km Nieselregen und der Oberkörper und Gesicht waren trocken.
Ja die Scheibe schwingt, aber klappern tut da nix.
Ich werde mal weitere Kilometer fahren und berichten.
 
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cephalotus

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zur "Sinnhaftigkeit" des Tretens (aus Stromvebrauchssicht) hier die Werte für mein "Trekkingrad"-s-Pedelec mit Standard-Sitzhaltung in der Ebene.

Mit 150W Eigenleistung kann man den spezifischen Verbrauch bei 35km/h ca. halbieren. Bei 45km/h beträgt der Eigenanteil nur noch ca. 1/4tel, das entspricht aber dennoch 36% mehr Reichweite.

180722_Auswertung2_Grafik4.jpg
 
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Ich weiss nicht ob das hier schon erwähnt wurde, aber damit sich das Treten lohnt braucht man entweder einen Drehmomentsensor oder Stromstufen. Bei Geschwindigkeitsstufen oder ähnlichem fährt immer entweder nur der Fahrer oder nur der Motor, egal wer sich grade abstrampelt (wegen Freilauf).
In den anderen Fällen lohnt sich das selbstverständlich. Auch ein scheintoter Fahrer bringt zumindest 50W auf, Bei 200W sind das 25%.
 
Chaos

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Geschwindigkeitsstufen oder ähnlichem fährt immer entweder nur der Fahrer oder nur der Motor
Wenn da ne Rampe am Ende ist geht das auch gut zusammen, bei meinem NCM ist das so. Bis zur Geschwindigkeit kann man als Fahrer aber tatsächlich nicht viel beitragen. Und gemeinsam mit anderen Fahren geht damit auch nicht so gut.
 
onemintyulep

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Hat dein NCM Geschwindigkeitsstufen??
 
Chaos

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Ich fahre seit 5-6 Jahren S-pedelec und kein S-ped mit 500W kann 45km/h fahren. Bosch liefert 6-700W und erreicht die echten 45km/h nicht.
Das liegt aber nicht an fehlender Leistung, sondern an zu früher Abschaltung. Würde der Motor bei 45 noch mitlaufen wären die auch ohne Probleme möglich.
Aber die Kreuzotter wird bei aller ungenauigkeit doch schon seit vielen Jahren als Referenz verwendet.
Ja, leider. Obwohl bei solchen Geschwindigkeiten eine Menge Murks rauskommt. Ich verweise dazu auf S-Pedelec temporär als 25 km/h Pedelec nutzen?
 
Geierlamm

Geierlamm

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Jedes Modell ist notwendigerweise mit Ungenauigkeiten behaftet.
Schrieb ich ja schon weiter oben, Profis waren bei gleicher Wattzahl schneller als Hobbyfahrer, weil sie besser Radfahren können. Dies zieht sich natürlich durch die ganze Bandbreite des Radelns und je höher das Tempo desto größer die Verzerrung .Ob ein 27 jähriger Topathlet "Rennrad Unterlenkergriff" fährt oder ich ( obwohl ich das bei meinem Rad noch kann) ist ein relevanter Unterschied. Das kann ein Modell nicht abbilden, dazu braucht es Messwerte.

Gruss

Geierlamm
 
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