Haibike Kettenschaltung bei neuem Haibike SDURO Trekking S9.0 (2021) fehlerhaft

Diskutiere Kettenschaltung bei neuem Haibike SDURO Trekking S9.0 (2021) fehlerhaft im Yamaha Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Keine Wissenschaft , Hinterrad raus erst die mit dem roten Kringel ,danach die andern beide raus. am besten einmal ausbauen und dann mit Bildern...
goofy1968

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Keine Wissenschaft ,
Hinterrad raus
erst die mit dem roten Kringel ,danach die andern beide raus.
InkedInked1620310680127_LI.jpg

am besten einmal ausbauen und dann mit Bildern im Netz vergleichen.
Wahrscheinlich sogar das aber besser genau schauen.
 
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bjoern_krueger

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ich glaub, mein nächstes Rad hat nen Riemenantrieb mit automatischem Getriebe...
Gibt's ja schon, hab ich gerade irgendwo gelesen. Kost' aber auch...
Ist schon recht filigran und anfällig so eine Kettenschaltung. Und wenn man bedenkt, was da für Kräfte dran zerren, ist es nicht verwunderlich, dass der Warungsaufwand doch etwas höher ist.
 
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Navigator62

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Ist schon recht filigran und anfällig so eine Kettenschaltung. Und wenn man bedenkt, was da für Kräfte dran zerren, ist es nicht verwunderlich, dass der Warungsaufwand doch etwas höher ist.
Nunmal nicht gleich den Kopf hängen lassen. Ich bin mit einer XT-Kettenschaltung an verschiedenen Rädern schon
über 70.000 km gefahren. So schlecht sind die nicht, eine Altus-Schaltung von Shimano bereitet mir mehr Kopfzerbrechen,
da der Einstellaufwand höher ist. An dem MTB meines Sohnes mit dem er zur Schule gefahren ist, habe ich ständig geschraubt.
Seit er eines meiner Räder mit XT-Schaltung fährt ist Ruhe im Karton...:cool:
 
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bjoern_krueger

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So, heute hab ich mir mal die Zeit genommen, und meine Schaltung komplett neu eingestellt.
Ich hab mehrere Youtube-Videos angesehen, eins davon hat mir am meisten geholfen. Und zwar wurde darin wie folgt vorgegangen:
  • Kette auf kleinstes Ritzel
  • Schaltzug komplett lösen (!)
  • unteren Anschlag einstellen (ganz einfach mit den Augen "peilen", und die Schraube einstellen, bis alles schön in einer Flucht ist)
  • oberen Anschlag einstellen, (Schaltwerk bis zum Anschlag drücken, und wieder drehen und peilen)
  • Zug wieder befestigen, und die Spannung richtig einstellen
Der letzte Punkt hat mir etwas Kopfschmerzen bereitet. Ich hab's zuerst einfach nicht hinbekommen, dass die Gänge ordentlich durchgeschaltet werden. Mal wurden zwei auf einmal geschaltet, dann wieder gar nicht, war schon am Verzweifeln...
Klackende Geräusche, unruhiger Lauf, und ich wusste nicht recht, wie ich darauf mit der Zugspannung Einfluss nehmen sollte. So habe ich einfach blind herumprobiert, was aber natürlich nicht zum Erfolg geführt hat.

Dann hab ich mir das mal ganz genau angeschaut. Kette ins zweitgrößte Ritzel, und dann ganz langsamt mit der Hand an den Pedalen gedreht und genau die Kette am Ritzel beobachtet.
Da konnte ich dann sehen, dass die Kette nicht zentriert über dem Ritzel gelaufen ist, sondern ein bisschen zu weit innen (in Richtung Speichen) lief. So kam es, dass immer mal wieder die Kette am oberen Ritzel ganz leicht hängen blieb und dann mit einem klickenden Geräusch ins zweite Ritzel zurück gefallen ist. Das hat also das klickende Geräusch verursacht.

OK, wie kann man das beheben? Zuerst mal nachgedacht: Die Kette muss also, damit sie nicht das obere Ritzel berührt, ein klitzekleines Stückchen weiter nach außen (weg von den Speichen) geführt werden. Wie schafft man das? Klar, das obere Schaltröllchen muss ein winziges Stückchen weiter nach außen bewegt werden.

Und wie bekommt man raus, wie man das mit dem Schaltzug realisieren kann? Also Spannung erhöhen oder lockern?
Einfach per Hand am Schaltwerk ziehen oder drücken, und zwar genau an der Stelle, wo der Schaltzug festgemacht ist. Man simuliert also mit der Hand den Schaltzug.
Versuch mach kluch: lockert man den Schaltzug, wandert das Röllchen nach außen.
Also: Schaltzug lockern.

Jetzt muss man nur noch wissen, wie herum man die Schraube am Schalthebel drehen muss, um die Spannung zu erhöhen oder zu lockern. Das kann man ja ganz leicht ausprobieren, was ich vorher getan habe.

OK, dann also mit Viertelumdrehungen den Schaltzug so lange gelockert, bis die Kette schön mittig über dem Ritzel läuft, und nicht mehr das obere Ritzel berührt.
Das war ganz einfach, man kann das ja sehr fein justieren, und mit langsamen Drehen an den Pedalen prüfen, ob's schon reicht.

Ich hab's so gemacht, und siehe da, anschließend ließ sich die Schaltung butterweich und präzise schalten. Keine doppelten Schaltvorgänge mehr, keine Geräusche, das Ding schnurrt jetzt wie ein Kätzchen!

Dieses Vorgehen habe ich so noch nie in einem Video gesehen, dort wurde nie so richtig auf den Schaltzug eingegangen, wobei das im Nachhinein natürlich komplett logisch ist. Hätt glatt Lust, selbst mal ein Video zu machen, aber damit warte ich noch, bis ich ein bisschen mehr Knowhow habe :) :)

Es ist das Vorgehen eines Ahnungslosen, aber auch als Ahnungsloser kann man sich mit Überlegen, Ausprobieren, Youtube-Videos und natürlich einem geilen Forum selbst zum Erfolg bringen. Und beim nächsten Mal dauert das dann auch nicht eine ganze Stunde...

Viele Grüße,

Björn
 
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bjoern_krueger

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Moin nochmal!

Also das Einstellen der Schaltung ist echt eine Wissenschaft für sich...
Gestern sind wir mit den Kindern ne Runde gefahren, und der Fairness halber habe ich den Motor von meinem S-Ped ausgeschaltet. Da merkt man erstmal, was der Motor sonst so macht...

Jedenfalls habe ich dabei auch mal Gänge genutzt, die ich sonst nie nutze, nämlich die großen Ritzel hinten.

Ich hatte ja neulich die Schaltung eingestellt, natürlich auch den oberen und unteren Anschlag. Das ist ja auch noch die einfachste Einstellung, mittels der beiden Schrauben kann man ja sehr einfach einstellen, wie weit das Schaltwerk die Kette nach oben bzw. unten transportieren darf.

Gestern nun ist es passiert: Beim Schalten ins größte Ritzel ist die Kette übergesprungen und zwischen Speichen und Ritzel geraten. Ich konnte die Kette recht leicht wieder befreien, aber es hat mich doch gewundert, dass das überhaupt passiert ist. Denn ich hatte ja den oberen Anschlag richtig eingestellt.

Daher stellt sich mir die Frage, ob sich die Schaltung von selbst verstellt. Und wenn ja, ist das normal?

Ich finde es nach wie vor recht knifflig, die Schaltung einzustellen, insbesondere die Zugspannung. Ich bekomme es irgendwie nicht so richtig hin, dass die Schaltung in allen Gängen "geschmeidig" funktioniert. Entweder funktioniert es in den oberen Gängen gut, dafür "kracht" es beim Schalten in den unteren Gängen, oder umgekehrt.

Sind diese Geräusche normal? Ich meine, es ist ja eine harte Stahlkette, die mittels mechanischer Vorgänge auf kantige, sich bewegende Zahnräder geschoben wird, und das auch noch unter ziemlicher Last. Das kann ja nicht geräuschlos erfolgen.
 
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bjoern_krueger

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Gestern bin ich mal mit dem normalen Pedelec meiner Frau gefahren, da funktioniert die Schaltung auch nicht geräuschlos, und auch da flutschen manche Gänge nicht sofort. Scheint also nichts Ungewöhnliches zu sein.
War schon eine lustige Erfahrung, der Unterschied zwischen S-Ped und Ped ist schon gewaltig. Ich dachte immer, warum hilft das Teil denn nicht ordentlich, dabei war ich schon bei 25. Bin froh, ein S-Ped zu haben, macht deutlich mehr Laune!
 
goofy1968

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Scheint also nichts Ungewöhnliches zu sein.
Es kommt auf das Schaltverhalten an.
Beim schalten unter Last sind Geräusche normal.
Beim schalten ohne Last ist es hörbar aber ohne krachen usw.

Ich schalte wenn es geht so das die kinetische Energie den Gangwechsel macht.
Soll heißen die höre kurz auf zu treten und schalte dabei, die Kette geht
dann ohne Last in den Gang.

auch da flutschen manche Gänge nicht sofort
Einmal optimal eingestellt gehen es mit deinen/ meinen (gleich) Komponenten.
Und auch die Pflege ist nicht zu vernachlässigen.
Bei mir kommt ~ alle 5000km Kette, Kassette, Schalt Röllchen und
Schaltzug innen neu.
Kettenpflege gehört bei mir zum wöchentlichen Waschen dazu,
mach es aber auch gerne.
Viele empfinden es als lästig, ich bin da anders gestrickt.

Hamburg ist leider zu weit weg um zu helfen, hast du keinen der sich
mit der Kettenschaltung auskennt?

Es gibt viele Ursachen die Probleme machen.
Kette mit schwer gängigem Glied
Schalt Einstellung
Kassette mit krummen Ritzel / Zähnen
Schaltzug schwer gängig
Trigger defekt
Schaltauge leicht krumm
und so weiter

Auch andere Schaltungen machen Geräusche wenn unter Last geschaltet wird, einzige Ausnahme die Enviolo.
Die tritt sich aber wie Gummi und ist äußerst ineffizient.
 
captain-picard

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An den gängigen Schaltungen von Shimano gibt's zwei bis drei Stellschrauben, wo man Fein Einstellungen machen kann. In der Regel ist es bei Schaltungen mit 2 Primär Ritzeln (2x10 Gang zb wie bei mir) und bei den neuen >12 Gang Systemen zumeist so, dass der unterste bzw oberste Gang (der jeweiligen Stufe) irgendwo durch die extremen Winkel "schleift" und so die Kette und Ritzel auf Dauer Schaden nehmen.
Ich nutze daher in Stufe 1 (26 auf 36) nur die Gänge 1-7 und in Stufe 2 (42 auf 36) nur die Gänge 3-10.
Im Stadtverkehr reicht 42er Ritzel vorne und Gang 3-7 hinten völlig aus
Da reibt dann nix.

Zudem schalte ich immer bei einer winzigen kaum wahrnehmbaren "Tretpause" von 1/20 Sekunde oder so, so dass bei Gangwechsel möglichst wenig Zugkraft auf der Kette liegt.
Das muss man sich angewöhnen, bis es instinktiv funktioniert. .. Belohnt aber mit weniger Ketten und Ritzel Verschleiß.

Ja, Ich fahre wenig, nur 2000Km pro Jahr.. nur Jobhopping und ab Frühjahr Touren am Wochenende und im Urlaub (mit maximal 40km pro Tagestour)
Mit meiner Ressourcen sparende Fahrweise und guter Reinigung und Wachsung kann ich aber meine Kette, Ritzel und Brems Beläge länger in Betrieb halten als den Werkstätten lieb ist...

P.
 
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bjoern_krueger

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Die Idee hatte ich auch schon. Also nur die unteren Ritzel zu verwenden.
Ich nutze sowieso nur maximal 4 oder 5 der kleineren Ritzel, insofern könnte ich den oberen Anschlag auch so einstellen, dass die Kette sich gar nicht weiter als bis zum 5 Ritzel schalten lässt. Also wenn sich die Schraube überhaupt so weit reindrehen lässt.
Den Umwerfer vorne nutze ich nie.
 
goofy1968

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Wieder ein Punkt den der erfahrene Kettenschalter nicht zu erwähnen
meint, weil er es als Grundwissen voraussetzt.

Schalten der 2 größten Ritzel der Kassette nur auf dem kleinen Kettenblatt.
Andersrum ,schalten der 2 kleinsten Ritzel der Kassette nur auf dem
großen Kettenblatt.

Da geht es aber um Verschleißminimierung, funktionieren sollte es trotzdem.

insofern könnte ich den oberen Anschlag auch so einstellen, dass die Kette sich gar nicht weiter als bis zum 5 Ritzel schalten lässt.
Warum das Rad kastrieren?
Es reicht doch sie nicht zu nutzen , irgendwann stehst du am
Berg und ärgerst dich.
 
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bjoern_krueger

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Stimmt auch wieder. Ich werde heute versuchen, die Schaltung so einzustellen, dass die kleinen Ritzel möglichst gut schalten.
Ich finde das Einstellen echt recht knifflig, denn wenn es auf dem Montageständer gut flutscht, heißt das nicht, dass es auch unter Last gut funktioniert. Das ist jedenfalls meine Erfahrung, nachdem ich die Schaltung inzwischen 3x eingestellt habe.
Aber ich muss auch noch viel üben...

Wie lange dauert es denn so ungefähr, bis die Kette und die Kassette ausgetauscht werden müssen?
Ist mir klar, dass das von vielen Faktoren abhängig ist, aber so ein grober Richtwert ist ja vielleicht möglich.
Ich hab jetzt knapp 900 km auf der Uhr, sollte ich mich schon mal um die Beschaffung der Teile kümmern?

Man braucht dazu ja auch entsprechendes Werkzeug, also so eine Kettenpeitsche und einen Abzieher.
 
goofy1968

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Wie lange dauert es denn so ungefähr, bis die Kette und die Kassette ausgetauscht werden müssen?
Meins macht im Flachland viele Km
5000km einmal alles neu , da war ich noch mit Kettenfett unterwegs.
5000-10000km nur Kette ,geschmiert mit Finish Line Dry Lube .
10000-13000km nutze ich Kettenwachs ,mal sehen wie es sich auswirkt.
Ich hab jetzt knapp 900 km auf der Uhr, sollte ich mich schon mal um die Beschaffung der Teile kümmern?
Ja , online ist die 11-36 10fach / KMC e10 zur Zeit nicht zu bekommen.
Hab letztens im XXL Laden gekauft ,hat nicht mehr gekostet als die
davor online.

Besser haben wenn es gebraucht wird, und gebraucht wird es über kurz oder lang sowieso.
 
B

bjoern_krueger

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Ok, dann werde ich das Zeug schon mal bestellen.
Und woran merkt man eigentlich, dass ein Ersatz nötig ist? Man sollte die Kette ja wahrscheinlich wechseln, bevor sie reißt 😀
Und die Kassette?
 
M

MarkusSi

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Stromer ST2 und Diamant s-ped mit BionX Motor
Wie lange dauert es denn so ungefähr, bis die Kette und die Kassette ausgetauscht werden müssen?
Ist mir klar, dass das von vielen Faktoren abhängig ist, aber so ein grober Richtwert ist ja vielleicht möglich.
Ich hab jetzt knapp 900 km auf der Uhr, sollte ich mich schon mal um die Beschaffung der Teile kümmern?
Besorg dir ne Kettenlehre, dann kannst du selbst feststellen, wann die Kette verschlissen ist.
 
goofy1968

goofy1968

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Kettenlehre kaufen mM das 4€ Teil reicht.
Bei der Kassette springt die Kette über wenn sie durch ist.

Und Teile bestellen wird schwer, geh in den nächste großen Laden und
kauf dort ,ist nicht teurer
 
B

bjoern_krueger

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Ach Kinders, die Schaltung bringt mich noch ins Grab...
Ich hab das Gefühl, dass die sich dauernd verstellt.
Wenn die Kette im drittkleinsten Ritzel ist, ich dann hochschalte (also ins nächstkleinere Ritzel), dann kommt es oft vor, dass die Kette direkt ins kleinest Ritzel springt (also ein Ritzel berspringt), und dann gleich wieder eins nach oben. Also zwei Ritzel hoch, dann wieder eins runter. Nervt echt...

Und noch etwas ist mir aufgefallen: Ich fahre konstant um die 40 km/h, minutenlange ist nichts zu hören von der Schaltung, und völlig unvermittelt, bei völlig glatter, gerader Strecke, knackt es plötzlich hinten im Schaltwerk. Dann wieder minutenlang nichts. Was kann das denn nun wieder sein??

Ich habe am Sonntag eine lange Strecke vor mir (55 km hin und wieder zurück), davor werde ich die Schaltung nochmal neu einstellen. Und wenn das dann immer noch auftritt, muss ich das Rad wohl doch mal in eine Werkstatt bringen. Vorher könnte ich allerdings selbst noch versuchen, mal die Kassette auszubauen, alles gründlich zu reinigen, zu schmieren, den Schaltzug auf Leichtgängigkeit checken, und dann nochmal neu einstellen.

Ist schon leicht frustrierend, auch wenn ich nach wie vor begeistert bin von dem Rad und inzwischen knapp 1.200 km auf der Uhr habe.
 
A

architom

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Also, nach dem was du schreibst und dass es einfach nicht gelingt, die Schaltung gut einzustellen, würde ich definitiv auf ein verbogenes Schaltauge tippen. Dieses macht dann genau die Probleme.
Wurde das schon mal ausgemessen bzw. getauscht?
 
B

bjoern_krueger

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Also, nach dem was du schreibst und dass es einfach nicht gelingt, die Schaltung gut einzustellen, würde ich definitiv auf ein verbogenes Schaltauge tippen. Dieses macht dann genau die Probleme.
Wurde das schon mal ausgemessen bzw. getauscht?
Moin!

Gestern habe ich die Schaltung nochmal eingestellt, dabei ist mir mein Nachbar Jan, der selbst viel an seinen teuren MBs rumschraubt, zu Hilfe gekommen (er bastelt auch selbst Laufräder, hat er mir erzählt...).

Es funktioniert jetzt soweit, allerdings auch nicht viel besser, als nach meinen eigenen Versuchen. Die Schalung funktioniert bei manchen Gangwechseln geschmeidig und kaum hörbar, bei anderen kracht es beim Schaltvorgang. Eine leichte Verzögerung beim Schalten auf die kleinen Ritzel ist auch immer noch feststellbar, wenn auch wesentlich weniger und auch nicht immer. Ich schalte inzwischen immer fast ohne Last, nehme also vor dem Schalten die Kraft von den Pedalen. Das ist beim Anfahren auf der Straße, wenn genervte Autfahrer hinter mir in der Schlange stehen, auch nicht so förderlich, da ich so ja ewig brauche, bis ich ordentlich Geschwindigkeit aufgebaut habe.

Mein Nachbar sprach auch das Schaltauge an, und zeigte mir so ein Vermessungsteil, mit dem man die Geometrie vermessen kann. Das ist im Grunde eine einfache ausziehbare Stange, die man am Schaltauge befestigt, und dann herumdrehen kann, um zu sehen, ob sie überall am Rad gleichmäßig anliegt. Ist das Schaltauge schief, würde man entsprechend an einigen Stellen Abstände feststellen. Dort könnte man dann mit vorsichtigem Biegen das Schaltauge sozusagen justieren.
Bei neuen Rädern sei das Schaltauge "fast immer schief und krumm" eingebaut, weil man bei der Vormontage der Räder gar nicht die Zeit hätte, das genau zu justieren, und es "sowieso fast keiner merkt"

Er sagte auch, dass der Umschlingungswinkel, den man ja sehr einfach mit einer Schraube einstellen kann, auch sehr wichtig sei, gerade für das Schalten in die kleinen Ritzel. Es würde dafür je nach Hersteller spezielle Schablonen geben, mit denen man den Abstand sehr genau einstelle könnte. Dies wäre gerade bei nicht so hochwertigen Schaltungen besonders wichtig (meine Schaltung ist eine Shimano Deore).
Ich habe den Winkel nur Pi x Auge eingestellt, eben so, dass zwischen großem Ritzel und oberer Umlenkrolle so 1-2 cm Luft sind.

An die Justage des Schaltauges würde ich mich nicht selbst rantrauen, und da dran rumbiegen, sondern ich würde das Rad gerne in eine Werkstatt geben.
Daher die Frage nach Euren Erfahrungen:
Wenn ich das Rad jetzt zu Fahrrad Marcks oder einem ähnlichen Laden bringe, und sage, stellt mir mal bitte die Schaltung ein, was machen die dann? Ich vermute, die machen genau das, was ich auch schon x Mal gemacht habe, nämlich das Standardprogramm ober/unterer Anschlag und Schaltzugspannung.
Mein Nachbar sagt, er würde mir das Vermessungsteil leihen, aber wie gesagt, da traue ich mich nicht ran. Ich könnte ihn fragen, ob er mir hilft, aber ich will seine Hilfsbereitschaft auch nicht überstrapazieren.

Freu mich auf Eure weiteren Einschätzungen und Tipps!

Danke und viele Grüße,

Björn
 
A

architom

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Ich habe den Winkel nur Pi x Auge eingestellt, eben so, dass zwischen großem Ritzel und oberer Umlenkrolle so 1-2 cm Luft sind.

Das ist etwas viel. Je nach Ritzelgröße gibt hier Shimano 5 - 10 mm an:

1624373457314.png

Mein Nachbar sagt, er würde mir das Vermessungsteil leihen, aber wie gesagt, da traue ich mich nicht ran.

Wenn Du Zugriff auf so ein Richtwerkzeug ("Vermessungsteil") hast, würde ich das auf jeden Fall nutzen. Dieses Ausrichten ist keine Wissenschaft, nur etwas zeitaufwendig. Das Schaltauge kann mit dem Richtwerkzeug leicht gebogen werden, so dass es dann in jeder Richtung parallel zum Hinterrad steht. Da muss man immer wieder kontrollieren, bis es dann in jeder Position (12 Uhr - 3 Uhr - 6 Uhr - 9 Uhr) gut ausgerichtet ist. Dann solltensich auch alle Gänge gut schalten lassen.
Glaub mir: wenn es bei den mittleren Gängen immer wieder hakt und man einfach keine Einstellung findet, wo das Schaltwerk sauber schaltet, ist fast immer das Schaltauge verbogen.

Gruß Thomas
 
jonghal

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An die Justage des Schaltauges würde ich mich nicht selbst rantrauen, und da dran rumbiegen, sondern ich würde das Rad gerne in eine Werkstatt geben.

Das ist halb so wild und evtl. kann Dich Dein Nachbar dabei unterstützen. @architom hat die eventuellen Fehlerquellen bereits sehr gut beschrieben, eine weitere Möglichkeit wäre ein loses Schaltwerk.

Gruß, Sven
 
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