Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

Diskutiere Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich? im Umbau-Pedelecs Forum im Bereich Diskussionen; Hallo zusammen, ich hätte da mal eine Frage... Meine Frau fährt momentan ein T-300 von der Fahrradmanufaktur und ist damit auch grundsätzlich...
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comping

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Hallo zusammen,

ich hätte da mal eine Frage... Meine Frau fährt momentan ein T-300 von der Fahrradmanufaktur und ist damit auch grundsätzlich sehr zufrieden (Stahlrahmen, starre Gabel, 27-Gang Shimano LX Kettenschaltung, Nabendynamo, Gepäckträger und Lowrider, für ein Trekkingrad recht sportlich von der Geometrie her). Damit transportiert sie teilweise auch unsere beiden Töchter im Weber Ritschie Kinderanhänger (ergibt eine Anhängelast von ca. 45kg). Und dann kommt sie leider kaum noch die Berge hoch, die es hier (Ausläufer des
Sauerlands) gibt und wäre grundsätzlich gern einfach schneller unterwegs von A nach B, vor allem bei den Steigungen. Dabei ist meine Frau weder unsportlich noch übergewichtig (< 60kg, also eher das Gegenteil), stärkere Steigungen mit schwerem Anhänger sind halt einfach echt fies!

Daher möchte sie gerne elektrische Unterstützung haben. Also haben wir uns den Pedelec-Markt mal ein bisschen angesehen. Unter anderem durch dieses Forum waren wir dann recht schnell bei dem Panasonic-Antrieb gelandet, da dieser ja die Gangschaltung mit nutzen kann und am Berg, gerade mit Anhänger gut funktionieren soll. In die gleiche Richtung geht wohl auch der Bosch-Antrieb, der ab nächstem Jahr wohl auch bei Fahrradmanufaktur-Rädern zu haben sein wird. Etwas Bauchschmerzen bekomme ich jedoch, wenn ich mir die Preise der Fertig-Pedelecs dann mal so ansehe. Unter 2.400 oder 2.500 Euro scheint es kein halbwegs vernünftiges Fertig-Pedelec zu geben mit Stahlrahmen, starrer Gabel, Kettenschaltung und Panasonic- oder Bosch-Antrieb - und in halbwegs sportlicher Ausführung (diese Rentner-Tiefeinsteiger gehen einfach gar nicht!). Wenn man dann allerdings bedenkt, dass bei einem solchen 2.500 Euro Pedelec eigentlich nur ein Fahrrad drinsteckt, dass 800 Euro (oder wenn es hochkommt vielleicht sogar noch 1000 Euro) kosten würde ohne Antrieb, dann finde ich das einfach nur unverschämt dreist von den Herstellern und bin nicht bereit 1.500 Euro für so nen ollen Antrieb hinzublättern...

So, und deswegen jetzt dieser Thread hier! ;-)
Ich will ein entsprechendes Pedelec selber aufbauen. Zu welchem Antrieb würdet ihr mir hierfür raten? Die ganze Geschichte soll oder muss nachher auf jeden Fall legal sein, was illegales (von wegen Daumengas etc.) will ich nicht. Es geht meiner Frau auch nicht darum, mit Anhänger mit 30 oder 35 Sachen durch die Gegend zu heizen, es geht darum, an den Steigungen ordentlich unterstützt zu werden und in der Ebene kann (aber muss nicht) auch noch eine kleine Unterstützung erfolgen. Eine Kettenschaltung sollte auf jeden Fall verbaut werden können, und zwar optimalerweise mit mind. 2 oder noch besser 3 Kettenblättern (was ja übrigens bei Panasonic oder Bosch auch nicht drin gewesen wäre). Auf Schraubkranz habe ich keine Lust - also scheidet ein HR-Nabenmotor schon mal aus... :)

Den Nabendynamo hätte meine Frau auch gerne wieder, die Dinger sind einfach irre praktisch und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken, also scheidet ein VR-Nabenmotor auch mehr oder weniger aus - wäre nur Notlösung. Falls doch VR-Nabenmotor, wie wäre es dann mit dem elfKW, würde der nen 45kg Anhänger packen? Wie lösen andere Pedelec-Fahrer mit VR-Nabenmotor das Dynamo-Problem?

So, und sonst bleiben ja wohl nur noch Tretlager- und Kettenantriebe. Ein Tretlager-Antrieb scheint äußerst schwierig/kompliziert, weswegen ich mich schon so halbwegs auf den Kettenantrieb eingeschossen habe. Nader und andere Foren-Mitglieder haben hier ja schon einige tolle Lösungen vorgestellt. Aber welchen Motor sollte man dann verwenden für die 45kg Anhängelast? An Fahrrädern basteln und schrauben tu ich gerne und auch mit Elektrokrams und Co. habe ich ein bisschen Erfahrung. Ferner habe ich das große Glück, an einer Uni zu arbeiten und einen Techniker an der Hand zu haben, der mir sicher irgendwelche Teile drehen/fräsen/umbauen kann... :)

Über ein paar Tips und Anregungen würde ich mich sehr freuen! Wenn ihr noch irgendwelche Infos braucht, nur zu...

Vielen Dank und schöne Grüße
Stefan

PS: Die Basis für das zu bauende Pedelec muss übrigens auch noch angeschafft werden, ihr jetziges Rad soll so bestehen bleiben für kleine Touren (Einkäufe, zum Bahnhof, ...)! Die Rahmengeometrie ist daher noch recht flexibel... :)
 
yardonn

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AW: Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

Aber welchen Motor sollte man dann verwenden für die 45kg Anhängelast?

Im Prinzip kannst du alles nehmen, was hier so verbaut wurde. Wenn deine Frau nur 60 kg wiegt, und keine Supersportlerin dabei ist, wird sie nicht endlos viel Watt auf die Pedale bringen, ein Antrieb der ihr z.B. 150 Watt dazu tut, wird sie schon richtig merken.
Wenn's aber wirklich zügig sein soll, dann würde ich ans Limit gehen, und einen 250 Watt Motor nehmen (neben dem "Lohmeyerantrieb" natürlich unzählige ugebaute Radnabenmotoren, z.B. den von elfKW...).
Ansonsten ist es halt mit dem (Dann wohl Trettkurbel -antrieb -extra Kettenblatt...) Antreib nur noch eine Frage der Verbauten Gangschaltung. Ins Hinterrad was mit Großer Spreizung (Dualdrive??) rein, evtl. sogar noch ein Weiteres Kettenblatt vorne dazu, und schon geht es (fast) jeden Berg auch mit Anhänger rauf. Vielleicht nicht ganz mit 25 km/h, aber wohl ohne schieben...
 
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AW: Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

also wenns ums egalisieren der Anhängerlast geht:

denke da reicht ein Nabenmotor, auch bei Steigungen

Kreuzotter mal angeworfen:
10% Steigung ->

wenn deine Frau 150Watt treten kann, dann kommt sie diese Steigung ohne Anhänger mit 10kg leichten Bike mit 7km/h hoch

für diese 7km/h brauchts für den 45kg schweren Anhänger dann nochmal 100Watt,
ein Wert den z.b. ein Elfkw Bergwicklungsmotor wohl noch liefern wird können


bei 13% Steigung brauchts schon 190Watt von deiner Frau um die Steigung mit 7km/h ohne Anhänger zu schaffen,
fürn Anhänger dann nochmals 125Watt

meine Meinung: ziemlich wurscht was für Steigung du anschaust: sie wird mit legalem Nabenmotor und 45kg Anhänger nicht langsamer sein wie ohne Anhänger und ohne Motor..


klar:
16% mit 10km/h ...
da würds fürn Anhänger bereits 220Watt brauchen
ob das ein "legaler" Motor bei gerademal 10km/h in einem 26"-Reifen noch bringen kann ist natürlich die Frage ?

aber auf der anderern Seite:
deine Frau, ohne Anhänger, auf einem 10kg leichten Bike:
die müsste bereits mit 340Watt in die Pedale strampeln für 10km/h an 16%

meine Vermutung: bei den meisten Steigungen wirds so ausschauen, dass das Gespann mit Anhänger und Motorpower sich leichter bergauf tun wird, als deine Frau alleine ohne Anhänger, ohne Motor


Nabendynamo: weg damit..
hast eh nen Akku dann am Bike
um dem deutschen Gesetz genüge zu tun, kannst ja noch einen leichten Seitenläufer ans Bike schrauben
sollte deine Frau widererwarten wirklich einmal in 5 jahren den Akku derart leer fahren, dass Licht nimma geht, dann soll sie halt dieses einmal dann den ineffizienten Seitenläuferdynamo verwenden
rest der Zeit ist der weggeklappt, und erzeugt somit weniger Widerstand (nämlich gar keinen) wie ein Nabendynamo
 
Nader

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AW: Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

..
Über ein paar Tips und Anregungen würde ich mich sehr freuen! Wenn ihr noch irgendwelche Infos braucht, nur zu...

hier mein Lösungsvorschlag:

man nehme einen Bafang SWXK

attachment.php


und dazu einen speziellen Freilauf (gedrehter Freilauf, für Bremsscheibenmontage auf der rechten Seite)

attachment.php


und ein Ritzel mit 6Loch zur Montage an Bremsscheibeaufnahme :

attachment.php


und natürlich eine Freilaufkurbel darf nicht fehlen

attachment.php



und schon hast du einen sehr leistungsfähigen Kettenantrieb. Womit du einen 30er Schnitt auf Eben hast und keine Steigung findest, wo du nicht hochkommst :D

Problem:

Nun du muss dir selber eine Halterung bauen und schauen wo du am bestens den Bafang an deinem Bike montieren kannst, so dass er nicht gegen Beine kommt!

Oder du wartest noch eine Weile! denn zum Weihnachten wird ein sehr kleiner aber sehr starker Kettenantrieb mit "universeller Halterung" geben. ;)
 

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AW: Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

Oder du wartest noch eine Weile! denn zum Weihnachten wird ein sehr kleiner aber sehr starker Kettenantrieb mit "universeller Halterung" geben. ;)

von dir als Projekt, oder von einem Hersteller wovon wir anderen hier im Forum noch nix wissen ?
 
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comping

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AW: Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

Hallo zusammen,

yardonn schrieb:
Im Prinzip kannst du alles nehmen, was hier so verbaut wurde. Wenn deine Frau nur 60 kg wiegt, und keine Supersportlerin dabei ist, wird sie nicht endlos viel Watt auf die Pedale bringen, ein Antrieb der ihr z.B. 150 Watt dazu tut, wird sie schon richtig merken.
Wenn's aber wirklich zügig sein soll, dann würde ich ans Limit gehen, und einen 250 Watt Motor nehmen (neben dem "Lohmeyerantrieb" natürlich unzählige ugebaute Radnabenmotoren, z.B. den von elfKW...).
Naja, eine Supersportlerin ist sie vielleicht nicht, aber sportlich schon. Ich weiß nicht, was die Berge für Steigungen haben - kann man das irgendwie als Laie abschätzen/messen? - ein 45kg Anhänger ist einfach ne gewaltige Bremse. Und 250W sollten es denke ich schon sein, um einfach genügend Leistung und Drehmoment zu haben. Den von Dir genannten Lohmeyerantrieb habe ich mir auf der alleweder-Seite mal angesehen. Der Preis von ca. 2000 Euronen hat mich dann aber etwas abgeschreckt! Ich wollte selber schrauben, um nicht ganz so viel Geld ausgeben zu müssen - und nicht, um noch mehr zu investieren...
Was ist denn an dem Lohmeyer so viel toller als an dem elfKW, der ja bloß nen Bruchteil kostet?!

yardonn schrieb:
Ansonsten ist es halt mit dem (Dann wohl Trettkurbel -antrieb -extra Kettenblatt...) Antreib nur noch eine Frage der Verbauten Gangschaltung. Ins Hinterrad was mit Großer Spreizung (Dualdrive??) rein, evtl. sogar noch ein Weiteres Kettenblatt vorne dazu, und schon geht es (fast) jeden Berg auch mit Anhänger rauf. Vielleicht nicht ganz mit 25 km/h, aber wohl ohne schieben...
Ja, das stimmt, die Gangschaltung macht dann natürlich einiges bzw. beinahe alles aus. Daher hätte ich ja auch gerne hinten ne MTB-Kassette (z.B. 11-34 Zähne, 9fach) und vorne am liebsten ne Triple MTB-Kurbel oder sonst halt zumindest 2 Kettenblätter...

@Kraeuterbutter:
Diese ganzen Rechnereien und Spielereien mit dem Kreuzotter-Rechner sind mir gerade noch ein wenig suspekt, weil ich einfach keine Ahnung habe, um welche Steigungen es hier tatsächlich geht und welche Leistung man (bzw. meine Frau) tatsächlich aufbringen kann.

Du meinst also, dass ich einfach einen Nabenmotor wie den elfKW im Vorderrad einbauen soll und gut ist?! Das wäre natürlich ein Traum, denn der Aufwand hierfür wäre ja doch arg überschaubar... Dann bräuchte man einen 26"-Rahmen, nimmt das fertig eingespeichte Vorderrad von elfKW und los. Und außerdem dürfte das auch die kostengünstigste Variante werden...

Irgendwie misstraue ich der Lösung aber noch. Warum raten denn hier im Forum (genau genommen im Fertig-Pedelec-Kaufberatungsforum) immer alle zum Panasonic-Antrieb sobald es um größere Lasten und Steigungen geht?
Wenn ich mal kurz das Wiki dieses Forums zitieren darf:
Alle Nabenmotoren haben den bauartbedingten Nachteil, dass ihre Leistung (proportional zur Drehzahl) bei langsamer Fahrt gerade am Berg erheblich abnimmt, da sie die Kettenschaltung nicht mitnutzen können. Will man dennoch die Leistung (=Drehmoment x Drehzahl) durch Erhöhung des Drehmomentes konstant halten, benötigt der Nabenmotor dafür einen höheren Strom. Das Drehmoment wächst allerdings nur linear mit dem Strom, die Verluste aber quadratisch, was den Wirkungsgrad dramtisch sinken lässt.
Der elfKW ist doch ein Getriebemotor - oder? Hat er auch einen Freilauf? Im Wiki steht auch noch, dass Nabenmotoren mit Direktantrieb bei hohem zu schleppenden Gewicht vorgezogen werden sollten...

Kraeuterbutter schrieb:
Nabendynamo: weg damit..
hast eh nen Akku dann am Bike
um dem deutschen Gesetz genüge zu tun, kannst ja noch einen leichten Seitenläufer ans Bike schrauben
sollte deine Frau widererwarten wirklich einmal in 5 jahren den Akku derart leer fahren, dass Licht nimma geht, dann soll sie halt dieses einmal dann den ineffizienten Seitenläuferdynamo verwenden
rest der Zeit ist der weggeklappt, und erzeugt somit weniger Widerstand (nämlich gar keinen) wie ein Nabendynamo
Hmm, vielleicht hast Du Recht damit. Wie kann ich denn die Beleuchtung am Akku anschließen? Haben die Steuersätze/Controller einen passenden 6V-Ausgang oder muss ich mir da selber was basteln, um die Akkuspannung auf 6V zu reduzieren? Klappt das problemlos mit dem Betrieb der Beleuchtungsanlage am Akku?

@Nader:
Vielen Dank für Deinen Vorschlag. Magst Du mir noch kurz erläutern, warum der Bafang besonders gut geeignet wäre und z.B. dem elfKW oder dem Tongxin vorzuziehen wäre? Wo bekommt man die anderen Teile wie Freilauf, Ritzel, Kurbel mit Freilauf bzw. erstmal wichtiger, welche Kosten muss man dafür ungefähr einplanen?

Dass ich mir dann eine entsprechende Halterung selber bauen muss ist klar, aber da gibt es ja hier im Forum schon einige Modelle, die man sich abgucken könnte - u.a. von Dir...:)
Wieviele Kettenblätter könnte ich denn dann noch nutzen bei der speziellen Kurbel mit Freilauf und einem Ritzel auf der Kurbel für den Bafang?

Achja, und eine Antwort auf die Frage von Kraeuterbutter würde mich auch interessieren: Wovon genau sprichst Du? :)

Vielen Dank für eure Hilfe,
Stefan
 
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cephalotus

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AW: Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

Hinterradnabenmotor mit "Bergwicklung". 25kg Rad + 60kg Fahrerin + 45kg Anhänger = 130kg, das wird mit solchen Motoren ja eingesetzt. Beim Vorderradmotor könnte bergauf die Traktion fehlen, den Kettenantrieb wird man nicht legal hinbekommen, es sei denn, man verzichtet generell darauf, mit dem Rad schneller als 25km/h fahren zu können.
 
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cephalotus

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AW: Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

Irgendwie misstraue ich der Lösung aber noch. Warum raten denn hier im Forum (genau genommen im Fertig-Pedelec-Kaufberatungsforum) immer alle zum Panasonic-Antrieb sobald es um größere Lasten und Steigungen geht
Weil es mit Kettenschaltung die eleganteste Lösung ist. (wobei mir von der Theorie das Bosch System besser gefällt, hab aber noch nie eins live gesehen). Du hast diese Systeme aber aus Kostengründen kategorisch ausgeschlossen, dann kann man ja schlecht dazu raten.
 
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AW: Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

Bosch ist vom System her noch besser, weil es ein echter Tretlagerantrieb ist und kein Kettenantrieb (kleines zusätzliches Motorritzel erforderlich, zusätzlicher Verschleiß des Motorritzels und der Kette) wie beim Panasonic. Gibt bisher allerdings nur Prototypen, käufliche Fertig-Pedelecs mit dem Bosch-Antrieb soll es erst im Frühjahr geben.
 
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Chrisintegra

AW: Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

Hallo,
ich nutze den schweizer Boosty Antrieb seit > 2 Jahren zum Pendeln auf die Arbeit.
Dabei fahre ich 15% Steigungen mit ca. 8km/h.
Schau Dir einfach mein Rad im Mitglieder Bereich an, ob diese Lösung etwas für Euch sein könnte (es gibt auch eine Pedelec-Version mit Kurbelsensor).

Gruß

Chrisintegra
 
yardonn

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AW: Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

Und wie schnell mit 45 kg Anhänger?
Und wie viel Watt? Die Gesetzteslage in der Schweiz ist ja wohl eine andere...
Radnabenmotoren können sehr viel. Aber Steigungen und richtig Gewicht am Fahrzeug bringen sie irgendwann an die Grenze.
Wer fährt den hier wirklich öfters heftige Steigungen bei über 120 kg Systemgewicht mit einem 250 Watt - Radnabenmotor, ohne der absolute Radprofi zu sein?
 
Kraeuterbutter

Kraeuterbutter

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@Kraeuterbutter:
Diese ganzen Rechnereien und Spielereien mit dem Kreuzotter-Rechner sind mir gerade noch ein wenig suspekt, weil ich einfach keine Ahnung habe, um welche Steigungen es hier tatsächlich geht und welche Leistung man (bzw. meine Frau) tatsächlich aufbringen kann.

Du meinst also, dass ich einfach einen Nabenmotor wie den elfKW im Vorderrad einbauen soll und gut ist?! Das wäre natürlich ein Traum, denn der Aufwand hierfür wäre ja doch arg überschaubar... Dann bräuchte man einen 26"-Rahmen, nimmt das fertig eingespeichte Vorderrad von elfKW und los. Und außerdem dürfte das auch die kostengünstigste Variante werden...

ja, ich denke ein elfkw sollte reichen
wennst der Kreuzottergeschichte nicht so vertraust..

hier ein Beispiel aus der Praxis:
mein Elektrorad mit Nabenmotor

http://www.youtube.com/watch?v=5pOcwgwtvKY

zuerst ohne Antrieb:
13kg Bike, 75kg ich = ca. 90kg

dann mit Antrieb und Anhänger:
21kg Elektrorad, 75kg ich + ca. 22kg Anhänger = 118kg

was sieht man:
ohne Antrieb, ohne Anhänger ist es anstrengender,
wie mit Antrieb und mit Anhänger (da kann ich sogar gemütlich mit einer Hand winken)

jetzt ist dazu zu sagen:
es handelt sich um einen schnellen Bafang
der hat am Berg weniger Drehmoment wie ein 25km/h Bafang/ElfKW und nochmal weniger Drehmoment wie ein berggewickelter ElfKw

also obwohl mein Motor sicher weniger am Berg zieht, wie z.b. ein elfkw mit Bergwicklung und 14A Regler, geht es trotz höherem Gewicht leichter bergauf

ein zweites Beispiel hier noch von einem anderen User:
http://www.pedelec-forum.de/forum/showthread.php?p=90529#post90529
durchlesen !

User "Die Umsteiger" fährt hier ein Duotrike mit 3 Kinder hinten dran (!) mit einem elfkw-Bergwicklungsmotor
Systemgewicht 160-180kg

ok: hier wird der Motor in einem 20"-Reifen eingesetzt, was dann
1,3mal mehr Schub liefert, wie wenn der Motor in 26" verbaut ist

ABER: deine FRau will ja auch nicht mit 160-180kg die Berge hochfahren
60kg sie, 20kg Bike, 45kg Hänger - das sind ja "nur" 125kg
mit Faktor 1,3 haut das gut hin

also den Bericht von "Die Umsteiger" mal lesen

auch bringt ein Nabenmotor auch Vorteile gegenüber Ketten/Tretlagerantrieb:
* weniger Verschleiss als bei normalen Fahrrad, viel weniger Verschleiss als bei einem RAd mit Kettenantrieb
* Schalten ist einfacher, man kann auch am Berg leichter Last wegnehmen - mit Kettenantrieb/Tretlagerbike wird das umgekehrt schwieriger

also ja, ich glaube ein Nabenmotor könnte durchaus sehr gut funktionieren
mit 36V Akku und 14A Regler sind das ca. 500Watt Eingangsleistung
da bleiben auch langsam am Berg immer min. 100Watt Ausgangsleistung über
und das ist schon mal mehr wie durchschnittliche, nichttrainierte Frauen Dauerleistung strampeln können
also doppelte Leistung am Berg, aber trotz Hänger und E-Komponenten nicht doppeltes Gewicht

deine Frau sollte halt keinen Chopper oder Hollandrad fahren, wo kaum last am Vorderrad ist..
also ein bisschen Gewicht sollte schon am Voderrad sein

achja:
meine FReundin fährt auch ab und an mein Elektro-Bike, mit 20kg Hänger
sie 55kg
ich habe auch mit sportlichem Bike am Berg keine Chance da länger mitzuhalten

wird jeder Berg mit dem elfkw zu Flachland ? - wohl nicht
aber es sollte mit dem 45kg Anhänger nicht schwerer bergauf gehen wie jetzt ohne Anhänger, eher leichter


Der elfKW ist doch ein Getriebemotor - oder? Hat er auch einen Freilauf? Im Wiki steht auch noch, dass Nabenmotoren mit Direktantrieb bei hohem zu schleppenden Gewicht vorgezogen werden sollten...
ja, der elfkw hat einen Freilauf
das mit den Direktantrieben....
bei 160-200kg vielleicht
aber bei 60kg + 20kg + 45kg = 125kg ist der kleinere, leichtere Getriebemotor die erste Wahl

Hmm, vielleicht hast Du Recht damit. Wie kann ich denn die Beleuchtung am Akku anschließen? Haben die Steuersätze/Controller einen passenden 6V-Ausgang oder muss ich mir da selber was basteln, um die Akkuspannung auf 6V zu reduzieren? Klappt das problemlos mit dem Betrieb der Beleuchtungsanlage am Akku?
da haben schon einige was dazu geschrieben und gebastelt.. gibt auch fertige Lösungen zu kaufen
hab mich nie damit beschäftigt, da mir unwichtig
 
Nader

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AW: Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

von dir als Projekt, oder von einem Hersteller wovon wir anderen hier im Forum noch nix wissen ?

nein ist nicht mein Projekt.

..
..Magst Du mir noch kurz erläutern, warum der Bafang besonders gut geeignet wäre und z.B. dem elfKW oder dem Tongxin vorzuziehen wäre? Wo bekommt man die anderen Teile wie Freilauf, Ritzel, Kurbel mit Freilauf bzw. erstmal wichtiger, welche Kosten muss man dafür ungefähr einplanen?

Dass ich mir dann eine entsprechende Halterung selber bauen muss ist klar, aber da gibt es ja hier im Forum schon einige Modelle, die man sich abgucken könnte - u.a. von Dir...:)
Wieviele Kettenblätter könnte ich denn dann noch nutzen bei der speziellen Kurbel mit Freilauf und einem Ritzel auf der Kurbel für den Bafang?

also zu dem Kettenantrieb wurde ja viel geschrieben, eine Sammlung von entsprechenden Thread findest du <hier>

Der Tongxin wäre für deine Anforderung schwach. Der elfKW würde genauso gut funktionieren wenn er mit Scheibenbremse wäre und den speziellen Freilauf aufnehmen könnte.

Von 3 Kettenblätter kannst du zwei weiterhin benutzen, eins muss du aber für Motor freilassen (obwohl es auch eine Lösung gab, wo alle drei Kettenblätter weiterhin benutzt werden könnten -> siehe bitte Thread von linzlover).

Bezugsquellen:

den Bafang / elfKW wirds du schon finden :D
Freilaufkurbel findest du auch, wenn du bisschen im Forum suchst ;)
Ritzel findest du zb. < hier >

Freilauf: also wenn ich den Hersteller dazu überrede auch an Privatkunde zu verkaufen, dann bekommst du es von mir ("vielleicht") :rolleyes:

Kosten: solltest du selber herausfinden können.
 
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AW: Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

Von 3 Kettenblätter kannst du zwei weiterhin benutzen, eins muss du aber für Motor freilassen (obwohl es auch eine Lösung gab, wo alle drei Kettenblätter weiterhin benutzt werden könnten -> siehe bitte Thread von linzlover).
zur Lösung von Linzlover (Motorkettenblatt außen an die Kurbel) hat hier noch ein User eine weitere Variante vorgestellt, mit 4. Kettenblatt innen an der 3fach-Kurbel

eine weitere Variante (wenns um die Berggänge geht) könnte sein:
das das mittlere 32er Kettenblatt durch ein 29er zu tauschen
und hinten einen 9fach-Zahnkranz der neuen Deore-Gruppe montieren (12-36)

das ergibt mit 29:36 auch einen hinreichend kleinen Berggang


Knackpunkt an dem ganzen ist halt die Motorhalterung

wie gesagt: vielleicht würde auch ein Nabenmotor reichen, würde die ganze Geschichte ungemein vereinfachen und hat auch so seine Vorteile
 
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AW: Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

Wenn deine Frau so fit ist,wie du beschreibst:
Ich bin davon überzeugt,ein 250W Nabenmotor reicht völlig aus.
Macht doch mal Probefahrten mit verschiedenen Fertigpedelecs und lasst euch von den Tatsachen überzeugen.
 
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AW: Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

Macht doch mal Probefahrten mit verschiedenen Fertigpedelecs und lasst euch von den Tatsachen überzeugen.

genau...
aber bitte nicht nur 70m in der Fahrradabteilung des Intersport
oder am Parkplatz..

also ne richtige Ausfahrt ! (notfalls zahlt man halt mal einmalig 20-30 Euro und borgt sich gleich für ganzen TAg aus und macht mal gemeinsam ne Radltour)
 
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AW: Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

dieser Thread von Matze passt auch ganz gut...
er hat ja Messungen gemacht:

http://www.pedelec-forum.de/forum/showthread.php?t=6818&page=3&highlight=elfkw

mit elfkw-Motoren (mit und ohne Bergwicklung)
worauf es hinausläuft:

mit 37V Akku und 14A Regler kommt auch am Berg mit langsamen 8-9km/h noch gut 250Watt am Reifen an
das ist deutlich mehr als deine Frau auf Dauer treten kann

also für die 45kg Anhänger sollte es reichen :D
 
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comping

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AW: Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

Hallo zusammen,

vielen herzlichen Dank für all die Rückmeldungen! Ich versuche mal, der Reihe nach zu antworten...

Hinterradnabenmotor mit "Bergwicklung". 25kg Rad + 60kg Fahrerin + 45kg Anhänger = 130kg, das wird mit solchen Motoren ja eingesetzt. Beim Vorderradmotor könnte bergauf die Traktion fehlen, den Kettenantrieb wird man nicht legal hinbekommen, es sei denn, man verzichtet generell darauf, mit dem Rad schneller als 25km/h fahren zu können.
Einen HR-Nabenmotor will ich aufgrund des Schraubkranzes unbedingt vermeiden. Das mit der Traktion könnte tatsächlich ein Problem werden, gerade weil es bei dem einen Berg sich auch noch um ne Schotterstrecke handelt.
Was meinst Du mit dem letzten Satz, könntest Du (oder auch jemand anders) das bitte mal näher ausführen?

Weil es mit Kettenschaltung die eleganteste Lösung ist. (wobei mir von der Theorie das Bosch System besser gefällt, hab aber noch nie eins live gesehen). Du hast diese Systeme aber aus Kostengründen kategorisch ausgeschlossen, dann kann man ja schlecht dazu raten.
Stimmt, Panasonic und Bosch und Co habe ich ausgeschlossen, aber ich dachte, dass ein Selbstbau-Tretlager-/Ketten-Antrieb in die gleiche Richtung geht. Und ich frag mich jetzt halt, ob der VR-Nabenmotor ausreicht - oder ob ich einen Tretlagerantrieb selber bauen soll.

Bosch ist vom System her noch besser, weil es ein echter Tretlagerantrieb ist und kein Kettenantrieb (kleines zusätzliches Motorritzel erforderlich, zusätzlicher Verschleiß des Motorritzels und der Kette) wie beim Panasonic. Gibt bisher allerdings nur Prototypen, käufliche Fertig-Pedelecs mit dem Bosch-Antrieb soll es erst im Frühjahr geben.
Richtig, kostet erstens verdammt viel Geld und dauert außerdem zulange... Wir sind nicht aus Zucker und solange es nicht wie aus Eimern schüttet oder Schnee und Eis liegen, fahren wir auch im Winter mit dem Rad...:cool:
Also soll das neue Rad möglichst schnell her!

ja, ich denke ein elfkw sollte reichen
wennst der Kreuzottergeschichte nicht so vertraust..
Vermutlich sollte ich einfach mal messen, wie groß die Steigung ist. Müsste doch eigentlich mit langer Wasserwaage und Zollstock machbar sein, indem man die Wasserwaage mit dem einen Ende auf dem Boden absetzt, in Waage bringt, und dann am anderen Ende misst, wieviel Höhenunterschied zwischen Boden und Wasserwaage besteht - und dann halt rechnen...

hier ein Beispiel aus der Praxis:
mein Elektrorad mit Nabenmotor
[...]
also obwohl mein Motor sicher weniger am Berg zieht, wie z.b. ein elfkw mit Bergwicklung und 14A Regler, geht es trotz höherem Gewicht leichter bergauf
Vielen Dank Kraeuterbutter für dieses anschauliche Beispiel! Das sieht doch schon mal gut aus! Wobei die Gewichtssteigerung ja noch recht moderat ausfällt (118 zu 90kg, während es bei meiner Frau 125 statt 75kg sind).

ein zweites Beispiel hier noch von einem anderen User:
http://www.pedelec-forum.de/forum/showthread.php?p=90529#post90529
durchlesen !
User "Die Umsteiger" fährt hier ein Duotrike mit 3 Kinder hinten dran (!) mit einem elfkw-Bergwicklungsmotor, Systemgewicht 160-180kg
habe ich gelesen, beeindruckend!:eek: Leider stand glaube ich nirgendwo geschrieben, um was für Steigungen es geht. Aber ich weiß momentan ja selbst noch nicht, um welche Steigungen es bei uns geht.

auch bringt ein Nabenmotor auch Vorteile gegenüber Ketten/Tretlagerantrieb:
* weniger Verschleiss als bei normalen Fahrrad, viel weniger Verschleiss als bei einem RAd mit Kettenantrieb
* Schalten ist einfacher, man kann auch am Berg leichter Last wegnehmen - mit Kettenantrieb/Tretlagerbike wird das umgekehrt schwieriger
Klar, ein geschlossener Nabenmotor ist mit Sicherheit besser als solch eine Eigenbau-Konstruktion mit kleiner zusätzlicher Kette etc, was den Verschleiß betrifft. Und was das Schalten unter Last betrifft: Leuchtet auch ein.

deine Frau sollte halt keinen Chopper oder Hollandrad fahren, wo kaum last am Vorderrad ist.. also ein bisschen Gewicht sollte schon am Voderrad sein
Geplant ist ein "sportlicher Damenrahmen", k.A. wie man die nennt, aber so einer, bei dem das Oberrohr nicht parallel zum Unterrohr verläuft sondern einiges waagrechter. Und ansonsten halt Trekkingrad-mäßig, d.h. weder City-Rad noch Holland-Rad, schon gebeugte Sitzposition.

Zur Gewichtsverteilung:
Am Vorderrad kommen durch den Nabenmotor ja eh schon 3kg hinzu. Die sollten das Lenkverhalten ja eigentlich noch nicht wirklich beeinflussen. Meine Frau fährt auch manchmal mit Lowrider-Taschen, insofern sollte das kein Problem sein. Aber könnte man eigentlich auch noch einen "kleinen" Akku am Lowrider positionieren? Oder ist das dann zuviel des Guten?
Den Akku würde ich eh gerne möglichst tief positionieren und wenn man ihn ans VR packt, bekommt man für die Traktion automatisch noch mehr Gewicht auf die Vorderachse. Aber was sagt das Fahrverhalten dazu?

Vielen Dank auch für Deine Ausführungen zu Getriebe- vs. Direktmotor und zum Nabendynamo und überhaupt: Vielen Dank Kraeuterbutter für Deinen sehr aufschlussreichen und ausführlichen Beitrag!

Der Tongxin wäre für deine Anforderung schwach. Der elfKW würde genauso gut funktionieren wenn er mit Scheibenbremse wäre und den speziellen Freilauf aufnehmen könnte.

Von 3 Kettenblätter kannst du zwei weiterhin benutzen, eins muss du aber für Motor freilassen (obwohl es auch eine Lösung gab, wo alle drei Kettenblätter weiterhin benutzt werden könnten -> siehe bitte Thread von linzlover).

Kosten: solltest du selber herausfinden können.
Gut, der Tongxin scheidet damit aus. Aha, und deswegen also die Empfehlung des Bafang. Ok. Gibt es denn trotzdem eine Möglichkeit, auch den elfKW für einen Tretlagerantrieb zu nutzen? Ich überlege gerade, ob es nicht möglich wäre, es erstmal mit dem elfKW als Vorderrad-Nabenmotor zu versuchen - und wenn das nicht ausreicht, ob man dann den elfKW-Bergmotor für einen Tretlagerumbau verwenden könnte...

Zwei Kettenblätter wäre ja schon mal ganz ordentlich, damit erhält man doch ein halbwegs gescheites Übersetzungsspektrum. Drei Kettenblätter wäre natürlich noch schicker, aber vermutlich auch schwieriger zu realisieren (und man kann ja erstmal klein anfangen... ;)). Und das Motorritzel ganz außen laufen zu lassen widerstrebt mir etwas...

Das mit den Kosten hatte ich gefragt, um halt einfach mal ne Hausnummer zu haben als Vergleich zu Nabenmotor oder Fertig-Pedelec.

[...]
das ergibt mit 29:36 auch einen hinreichend kleinen Berggang
Knackpunkt an dem ganzen ist halt die Motorhalterung

wie gesagt: vielleicht würde auch ein Nabenmotor reichen, würde die ganze Geschichte ungemein vereinfachen und hat auch so seine Vorteile
Ja, nur Nabenmotor wäre schick, wenn das ausreichen täte. Die Motorhalterung schätze ich gerade nicht so kritisch ein, da ich hier ja Techniker und ganze Metaller-Werkstätten zur Verfügung habe, um mir da was basteln (lassen) zu können... :)

Wenn deine Frau so fit ist,wie du beschreibst:
Ich bin davon überzeugt,ein 250W Nabenmotor reicht völlig aus.
Macht doch mal Probefahrten mit verschiedenen Fertigpedelecs und lasst euch von den Tatsachen überzeugen.
genau...
aber bitte nicht nur 70m in der Fahrradabteilung des Intersport
oder am Parkplatz..
also ne richtige Ausfahrt ! (notfalls zahlt man halt mal einmalig 20-30 Euro und borgt sich gleich für ganzen TAg aus und macht mal gemeinsam ne Radltour)
Ja, das ist auch bereits geplant. Aber das Problem ist die Anhängerkupplung. Wirklich testen kann man halt nur mit Anhänger. Unser lokaler Fahrradhändler will meiner Frau demnächst ein Pedelec zur Verfügung stellen, wo dann mal temporär ne Kupplung drangeschraubt wird und dann kann getestet werden...

dieser Thread von Matze passt auch ganz gut...
er hat ja Messungen gemacht:
mit 37V Akku und 14A Regler kommt auch am Berg mit langsamen 8-9km/h noch gut 250Watt am Reifen an
das ist deutlich mehr als deine Frau auf Dauer treten kann
also für die 45kg Anhänger sollte es reichen
Klingt gut, wie ist denn das eigentlich mit dem 17A Controller, den er auch getestet hat - kann man das auf Dauer machen oder ist das zuviel des Guten für den Motor? Sonst wäre das ja noch eine Möglichkeit, etwas mehr aus dem Motor herauszuholen...
Wenn tatsächlich noch 250 Watt bei knapp 10 km/h durch den Motor hinzukommen, dann wäre das wirklcih schick!

So, nach diesen ganzen Antworten noch ein paar Fragen, die sich mir stellen:
Wie sieht das denn eigentlich in D mit der Legalität der verschiedenen Antriebe aus:
1. der elfKW VR-Nabenmotor: Wie merkt der, wann er abschalten muss? Durch die Anzahl der Umdrehungen und im Controller einprogrammiertem Reifenumfang? Oder wie wird das hier realisiert? Und wie sieht das mit der deutschen Exekutive aus, was akzeptieren die als Bescheinigung o.ä., falls Sie einen mal anhalten?
2. ein Selbstbau-Tretkurbel-Antrieb: Wie realisiert man hier, dass der irgendwann abschaltet? Über die Trittfrequenz oder die Motor-Drehzahl kann man das ja wohl kaum lösen - oder etwa doch? Braucht man dann noch einen Tacho und dieser wird vom Controller ausgewertet oder wie? Und was erklärt man den grünen/blauen Damen und Herren im Falle eines Falles?

Vielen Dank euch allen und schöne Grüße
Stefan
 
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AW: Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

Wie sieht das denn eigentlich in D mit der Legalität der verschiedenen Antriebe aus:
1. der elfKW VR-Nabenmotor: Wie merkt der, wann er abschalten muss? Durch die Anzahl der Umdrehungen und im Controller einprogrammiertem Reifenumfang? Oder wie wird das hier realisiert?
Am einfachsten ist es, den Motor bzw. dessen Wicklung mit der Akku-Spannung so abzustimmen, dass das Laufrad ohne Last mit ca. 30km/h dreht. Mit Last nimmt dann die Unterstützung bei ca. 25km/h kontinuierlich ab.
2. ein Selbstbau-Tretkurbel-Antrieb: Wie realisiert man hier, dass der irgendwann abschaltet? Über die Trittfrequenz oder die Motor-Drehzahl kann man das ja wohl kaum lösen - oder etwa doch? Braucht man dann noch einen Tacho und dieser wird vom Controller ausgewertet oder wie?
Kann man im Prinzip hier genauso machen, indem man die schnellste Übersetzung wählt.
Besser und sauberer geht es mit einem CA (CycleAnalyst) oder preiswerter mit Zusatz-Elektronik, welche Troubleshooter hier neulich veröffentlicht hat.
 
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AW: Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

hier mein Lösungsvorschlag:
und dazu einen speziellen Freilauf (gedrehter Freilauf, für Bremsscheibenmontage auf der rechten Seite)

attachment.php
Wo gibt es diesen Freilauf?
 
Thema:

Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich?

Kettenantrieb für Trekkingrad mit 45kg Anhängelast möglich? - Ähnliche Themen

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