Kaufberatung für Pendler-/Trekkingbike im Taunus

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Shakesbaer

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Hallo zusammen,

da seit meinem Umzug vom Flachland in den Taunus (nach Schmitten) mein Rad aufgrund der - für mich - zu heftigen Steigungen nur noch in der Garage steht, habe ich mich jetzt dazu entschlossen ein E-Bike anzuschaffen.
Allerdings bin ich mir nicht sicher, was zu meinem Anforderungsprofil passt und hoffe, dass ich bei Euch den ein oder anderen guten Tipp bekomme.

Was habe ich also vor?

Ich, 1,70 m kurz, 105 kg schwer (noch) und leider momentan recht untrainiert möchte
  • (zunächst) gelegentlich damit zur Arbeit pendeln. Einfache Strecke 40 km und 750 Hm (davon ca. 550 Hm auf den letzten 15 km). Hauptsächlich Straße und wassergebundene/geschotterte Wege. Es ist nicht klar, ob ich den Akku im Büro laden kann.
  • kurze bis mittlere (Tages-)Touren fahren - v.a. im Taunus auf entsprechenden Waldwegen (aber kein Gelände) und runter ins Rhein-Main-Gebiet und wieder zurück.
  • in absehbarer Zeit auch mal einen Radurlaub (Mosel- oder Donau-Radweg) machen
  • ggf. einen Hundeanhänger ziehen, damit die Fellnase auch mal mit kann
  • und natürlich auch die kleinen Wege zum Bäcker im nächsten Dorf, oder den kleinen Einkauf möchte ich wieder mit dem Rad erledigen.
Was suche ich?
Ein Trekking-Rad mit einer Ausstattung, die ich mal mit "obere Mittelklasse" bezeichnen würde.
Und aufgrund von "Rücken" geht leider keine zu sportliche Sitzhaltung.

Was sind meine Fragen?
  • Als erstes natürlich der Motor. Ich habe mal ein Rad mit einem ActiveLine Plus gemietet und bin damit eigentlich ganz gut klar gekommen. Allerdings gibt es kaum Trekking-Räder mit anständiger Ausstattung damit. Sonst bin ich leider noch nichts an einer nennenswerten Steigung gefahren.
    Alle Händler haben es bisher abgelehnt mir ein Rad zu leihen oder zu vermieten, damit ich es unter "meinen" Bedingungen testen kann.
  • Kette oder Riemen? Der eine Händler empfiehlt unbedingt einen Gates-Riemen wg. des zu erwartenden Kettenverschleißes bei meiner Anforderung. Der nächste sagt: Bloß keine Riemen im Wald.
    Ich tendiere zur Kette, bin aber offen für alle Argumente.
  • Nabenschaltung oder Kettenschaltung: Wieder empfiehlt der eine unbedingt eine Enviolo 380, der andere auf jeden Fall eine Kettenschaltung.
    Ich persönlich tendiere auch zur Kettenschaltung. Die Enviolo hat mir (glaube ich) nicht genug Entfaltungsbreite. Vor allem wenn es langsam den Berg rauf geht.
  • Reicht ein Akku oder soll ich mir sicherheitshalber gleich 2 kaufen?
Was habe ich mir bisher angeschaut?
  • Giant Explore+ 0 (Giant SyncDrive Sport )
  • Haibike SDURO 4 (Yamaha PW-SE)
  • R+M Charger/Supercharger (Bosch Performance CX)
  • Bergamont E-Horizon 7 (Bosch Active Line)
Die R+Ms gefallen mir schon ausgesprochen gut. Allerdings sind sie auch preislich ganz schön happig und ich bin mir nicht sicher, ob der hohe Preis gerechtfertigt ist.

Ich bin offen für jegliche konstruktive Kritik und Vorschläge aller Art.

Vielen Dank schon mal aus dem schönen Taunus.

Euer Shakesbaer
 
Mtbikerin71

Mtbikerin71

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Hallo Shakesbaer,

ich würde mal sagen, Du solltest auf jeden Fall kein Rad auf gut Glück und ohne Probefahrt kaufen.

Ich weiß ja nicht wann Du dir das Rad kaufen möchtest, aber in der ersten April Woche ist in Dortmund die E-bike Messe und dort kannst du alle Räder testen. Fand ich persönlich sehr gut, denn ein Rad was hübsch aussieht, passt einem vielleicht einfach nicht.

Was Du dir auch noch mal anschauen könntest, wäre die Marke Orbea. KERAM COMFORT 20

Hier kannst Du mal bei Bikerleben.de in Hahnstätten anrufen, ob er ein da hat.

Ansonsten finde ich die Moustache bikes auch sehr schön.

Lg Ivonne
 
Black.Mule60

Black.Mule60

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Hi Shakesbear - schon gefunden deine Anfrage...
Du weißt ja schon ziemlich viel, wozu du das Rad nutzen möchtest, da ist die Tendenz zu Touring oder Trekking aus meiner Sicht sinnvoll, das kommt auch deiner angestrebten aufrechten Sitzhaltung näher. Bei deiner Gewichtsklasse solltest du auch über ein XXL - Modell (bis 170 kg Gesamtgewicht nachdenken) , denn Pedelec und du ergeben schon mal knapp 130 kg. Da hast du noch kein Gepäck, Schloß und Getränke (Verpflegung) eingerechnet. Rahmenform - kannst und willst du deinen Körper elegant in die Sitzposition schwingen oder es fast auf den Boden legen um das Bein rüber und den Hintern auf den Sattel zu bekommen? Oder steigst du lieber "durch"! Deine Entscheidung - jeder hat da seine Erfahrungen. Rahmenhöhe kannst du theoretisch schon mal ausrechnen, Kontrolle dann bei Probefahrt. Nächste Frage: Vertraust du einem Händler (mit Werkstatt) in deiner Nähe und willst du ihm dein Rad bei Problemen und mittlerweile kostenfreien Inspektionen anvertrauen? Wenn ja, dann lass dich von ihm inspirieren und beraten. Und dann vertraust du seiner Marken- und Modellauswahl... Oder - du bist Hobbyschrauber und machst viel allein - dann ist die Auswahl riiieeesengroß und du kaufst wo auch immer du willst und klärst eventuell auftretende Probleme oder Anfragen selbst. Die Idee mit der Messe ist auch eine Möglichkeit - wenn du aus der Fülle von Modellen und Möglichkeiten nicht die Übersicht verlierst. Wenn dein Faible das Neueste ist, dann ist das für dich eine sehr interessante Angelegenheit - aber "Erfahrungen" musst du schon selber machen. Deshalb - Probefahrt mit schon mal grob eingestelltem Rad (das Feintuning machst du dann - inklusive passendem Sattel, Griffe und noch anderem) ist richtig wichtig! Letztendlich entscheidest nur du, welches Rad zu dir "passt". Die technischen Dinge - Kette, Riemen, Schaltung, Akkugröße - hier im Forum hat jeder seine Favoriten und Glaubenssätze - was willst du? Und Akkureichweite - die ist von so vielen Faktoren abhängig... Der eine Akku reicht erst mal, da du auch deine Fitness verbessern willst - dein erstes Ziel könnte es sein, mit einer Akkuladung zur Arbeit und zurück zu kommen, also schööön in die Pedale treten. 😉
Ich wollte ein stabiles, wartungsarmes Rad mit nicht soviel "Schnickschnack" von Victoria (die beiden Räder davor waren auch Victoria - ich war zufrieden) ich fühle mich bei meinem Händler mit Werkstatt gut aufgehoben, ich bin kein Schrauber. Seit Juni 2018 bin ich mit meinem Victoria e urban 11.5 ein "Victoriagenussradler" und sehr zufrieden (170 kg bei 70 kg eigener Schwungmasse, Wave, Starrgabel, Ballonreifen, Riemen, Nabenschaltung, Nyon "aufgerüstet, Sattel gewechselt). Ich hab mittlerweile mit diesem Teil MEIN Wunschrad gefunden und bin somit aus der "Schneller, höher, weiter" Spirale ausgestiegen - mir reicht gut (mit knapp 60 Lenzen). Für mich ist es purer Spaß, meine Touren zu machen - und mittlerweile ist auch meine neue Partnerin davon angesteckt, sogar vom gleichen Modell. Wir haben also sogar "Waffengleichheit"...
Das sind also meine Erfahrungen, ich hoffe sehr, sie können dir behilflich sein.
Ich freue mich schon auf deinen Beitrag mit deinem neuen Rad - mit Foto und ersten Erfahrungen...
Viele Grüße aus der Lausitz von Ralf
 
Atilla

Atilla

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Ich könnte mir vorstellen, dass das zulässige Gesamtgewicht wichtig ist. Leider sind Pedelecs oder eBikes mit >=150kg keine Schnäppchen. Trotzdem gibt bestimmt auch für das Fahrprofil ein schönes Fahrrad irgendwo.
 
Black.Mule60

Black.Mule60

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Bosch Performance Gen. 3
Nein - Schnäppchen sind es nicht, aber auch keine Exoten mit exorbitant hohen Preisen. Eher ziemlich solide gebaut und deshalb ihren Preis auch wert. Da haben auch einige Hersteller Modelle in der "Flotte"...
Viele Grüße aus der Lausitz von Ralf
 
O

Ossatuyu

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Hallöle,
für deine beschriebenen Zwecke brauchst du realistisch gesehen auf jeden Fall eine Zwei-Akku Lösung. Ob es ein Rad mit einem Dual-Akku sein muss, sei dahingestellt, aber bei deinem Kampfgewicht und den beabsichtigten Höhenmetern und Strecken ohne Nachlademöglichkeit brauchst du unbedingt einen zweiten Akku, sonst ist schon vor den 40 Km einfache Strecke Schluss. es sei denn du hast auf deinem weg zur Arbeit alle Zeit der Welt und nutzt nur die niedrigste Unterstützungsstufe. Ich selbst wiege knapp weniger als du und nutze seit vier Jahren E-Bikes. Meine Erfahrung ist, dass bei rund 20 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit (was verhältnismäßig viel ist) nach 11 km rein bergauf und 400 Höhenmetern ein 500 WH Akku zur Hälfte leer ist. Bei Boschmotoren im E-MTB / Turbo / Sport-modus genutzt, brauche ich für diese Strecke etwa 30 min. Panasonic Mittelmotor Ebikes (26 und 36V) waren meist etwas schneller leer, da waren dann vielleicht nur noch 40 % Akku übrig. Ein anhänger frisst noch bedeutend mehr der Akkuleistung.
Ich habe zum beispiel mein Flyer Uproc mit einem zweiten Akku ausgestattet, ich habe einen Gepäckträger mit Akkuhalterung und das Bosch-Dual-Battery Set montiert, funktioniert einwandfrei. Damit wäre dann eine akzeptable Reichweite drin. Was den Motor für dei Ebike angeht, nimm auf jeden fall einen mit 70 NM oder mehr, also einen Bosch CX , den Giant, oder einen Yamaha PW-X (2), oder den neueren Panasonic im Flyer. Alternativ warte auf den Marktstart von Sachs...
 
S

Shakesbaer

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Einen guten Abend euch allen,

vielen Dank für eure Antworten!
Ich war heute beim Händler und konnte mal einiges probefahren.
Zunächst ein R+M Charger mit Gates-Riemen und enviolo 380, danach ein Giant Explore E+0, dann das R+M Supercharger mit dem neuen Performance CX und Kettenschaltung und zum Schluss das Specialized Turbo Vado 5.0

Direkt hinter dem Geschäft geht ein Feldweg mit einer mittleren Steigung los, so dass man zumindest einen vagen Einblick bekommen konnte.

Und dann ist das unerwartete passiert. Das Charger mit Riemen und enviolo hat mich irgendwie enttäuscht.
Es ist sicher ein gutes Rad aber das mittreten bei mäßiger Unterstützung bzw. oberhalb der Unterstützung hat sich irgendwie extrem "zäh" angefühlt. Ausserdem war ich in der Endgeschwindigkeit im "größten Gang" gefühlt langsam.
Als ich zurück kam stand schon das Giant bereit. Draufgesetzt losgefahren... gut gefühlt. Der Yamaha-Motor hat mir deutlich mehr Spaß gemacht. Das Treten ging in allen Situationen deutlich leichter und es fühlte sich einfach alles besser an. Die Sitzposition war zwar nicht perfekt, aber mit einem anderen Vorbau ließe sich das sicher optimieren.
Jetzt wollte ich wissen wie sich der aktuelle Performance CX im Vergleich dazu anfühlt. Hier soll Bosch ja ordentliche nachgebessert haben. Also das neue Supercharger getestet.
Natürlich ist es allein schon vom Gewicht her eine ganz andere Nummer als das Giant. Aber auch hier war ich nicht richtig glücklich. Der Spaßfaktor war einfach geringer. Dafür war es deutlich bequemer. Für Reisen und lange Touren bestimmt ganz toll!
Was tun, sprach Zeus...
Ganz einfach! Den 3. im Akku-Bunde ausprobieren. Das Specialized mit dem Brose-Motor.
Und dabei ging mir das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. Leute, das war ein Gefühl "wie wenze fliechst". Tempo oberhalb der Unterstützung ging ganz easy, am Berg hat mich der Motor hochgeschoben wie nix. Bergab einfach geil...
Ich glaube ich habe mein erstes E-Bike gefunden.
Ich will jetzt nochmal was von Scott ausprobieren, aber da die auch die Bosch-Motoren verbauen, bin ich relativ sicher, dass sie das Specialized nicht toppen können. Aber: never say never!
Ich halte euch auf dem Laufenden! Und falls ihr Anmerkungen habt: Immer her damit!

Einen schönen Abend noch!

Euer Shakesbaer
 
C

Caprisonne

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Hallo Shakesbaer,
habe im Februar 2019 mir und meiner Frau nach vielen Probefahrten und Infos das Specialized Vado 2020 gekauft. Seitdem 2500km im Flachland
(Holland) und Mittelgebirge (Weserbergland und Saarland) gefahren. Und bin immer noch bestens mit dem Rad zufrieden. Fährt geschmeidig fast geräuschlos und macht das was es tun soll. Spass. Nächstes Jahr ist der Claudia-Augusta-Radweg (Augsburg - Gardasee). Dann muss das Bike zeigen was es kann.
 
B

Boerni556

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E45 seit 04/2012, Stromer St3 seit 07/19
Du solltest bei 40 km vielleicht auch über ein s-Pedelec nachdenken.
 
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