JobRad: Vorzeitige Ablösung wie teuer?

Diskutiere JobRad: Vorzeitige Ablösung wie teuer? im Plauderecke Forum im Bereich Community; Dass das im Vertrag steht, ändert ja nichts an der Gemeinheit der unverschämten Regelung. Man muss sowas ja nicht schönreden. Andere Anbieter...

Boerni556

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Dass das im Vertrag steht, ändert ja nichts an der Gemeinheit der unverschämten Regelung. Man muss sowas ja nicht schönreden. Andere Anbieter zeigen ja, dass es geht und dort das über eine Versicherung geregelt wird.
 

schmadde

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Wieso? Wenn man den Vertrag lesen würde dann wüsste man doch was Sache ist.
Bevor! - man dicke Backen macht und sich aus Frust in einem Forum anmeldet um das damit zu kaschieren andere warnen zu wollen.
Ich finde es völlig in Ordnung dass man davor warnt. Die Anbieter konstruieren mit obskuren Rechnungen einen tollen finanziellen Vorteil (der wenn man diverse Zwangsversicherungen und Händlerprovisionen rausrechnet gar nicht mehr existent ist) und verschweigen die Probleme.

Ich hab noch von keinem Firmenwagenfahrer gehört, dass er bei Arbeitgeberwechsel das Auto kaufen musst oder noch 2,5 Jahre Raten zahlen und trotzdem das Auto zurückgeben. Damit rechnet einfach niemand.

Klar, es stand so im Vertrag, aber viele Leute haben einfach nicht das Verständnis für Zusammenhänge und der Verstand schaltet bei "Juristenspeak" auf Papier ab. Ich wage zu behaupten, wenn alle verstehen würde was sie da tun, hätte Jobrad kein Geschäftsmodell mehr.
 

IceIce

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Ich finde es völlig in Ordnung dass man davor warnt. Die Anbieter konstruieren mit obskuren Rechnungen einen tollen finanziellen Vorteil (der wenn man diverse Zwangsversicherungen und Händlerprovisionen rausrechnet gar nicht mehr existent ist) und verschweigen die Probleme.

Ich hab noch von keinem Firmenwagenfahrer gehört, dass er bei Arbeitgeberwechsel das Auto kaufen musst oder noch 2,5 Jahre Raten zahlen und trotzdem das Auto zurückgeben. Damit rechnet einfach niemand.

Klar, es stand so im Vertrag, aber viele Leute haben einfach nicht das Verständnis für Zusammenhänge und der Verstand schaltet bei "Juristenspeak" auf Papier ab. Ich wage zu behaupten, wenn alle verstehen würde was sie da tun, hätte Jobrad kein Geschäftsmodell mehr.
Nur hinterher sind alle schlau genug um zu wissen wie man für lau aus der eingebrockten Sache rauszukommen.

Entweder halte ich mich für Geschäftsfähig oder muss halt im Zweifel meinen Vormund zur Regelung vorschicken.
Ganz lustig das immer nur beim eigenen Nachteil die Unverständnis vorgeschoben wird. Wenn’s um den eigenen Vorteil geht will jeder schlauer wie der andere sein

Oder einfacher gesag: man muss eben für sein Handeln Verantwortung übernehmen.
 
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juergen007

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grundsätzlich sollte sich jeder Arbeitnehmer mit seinem Arbeitgeber abstimmen und sich vorher überlegen, ob das Modell Leasing, gepaart mit dem Arbeitgebermodell als Leasingpartner, überhaupt Sinn macht.

Spasseshalber habe ich mal mein Pedelec durchgerechnet ( mit einem LP von 6.600,- ) und bezahle in 3 Jahren bei Jobrad ca. 5.400,- Euronen, inkl. des geldwerten Vorteils.

Klingt nicht allzu attraktiv, auch wenn ich die Vollkaskoversicherung und die Servicekosten berücksichtige.

Zu klären sind dann folgende Themen, die den Spass dann eben richtig teuer machen können:

was passiert, wenn der Arbeitnehmer innerhalb des Leasingzeitraumes aus dem Unternehmen ausscheidet?

Auch hierzu kann man eine Ausfallversicherung abschliessen, hat dann wenigstens keine Gemengelage mit AG oder Jobrad, macht die Sache aber nochmals teurer.

Was passiert, wenn ich als Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen das Pedelec gar nicht mehr nutzen kann?

Ist es möglich das Pedelec nach Beendigung des Leasingvertrages zu kaufen und wenn ja zu welchen Bedingungen?

Getreu dem Leasingprinzip ist das de Jure eigentlich nicht vorgesehen.

Für einen weit ausserhalb des Tarifvertrages bezahlten Mitarbeiter mag das Thema dann wiederrum schon interessant sein, wenn sich der Arbeitgeber auch finanziell einbringt anstatt sich nur die ersparten Sozialversicherungsbeiträge in die Tasche zu stecken.

Für diejenigen, die den Kaufbetrag nicht aufbringen können, gibt es ja momentan extrem günstige Konsumentenkredite.

Oder der Arbeitgeber unterstützt durch ein Mitarbeiterdarlehen.
 

mindcrime

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Ich hab noch von keinem Firmenwagenfahrer gehört, dass er bei Arbeitgeberwechsel das Auto kaufen musst oder noch 2,5 Jahre Raten zahlen und trotzdem das Auto zurückgeben. Damit rechnet einfach niemand.
Das ist dann aber ein Dienstwagen.
Geht theoretisch auch mit dem Fahrrad, wenn der AG es least, alle Kosten trägt und es Dir zur Verfügung stellt.
Dann ist es sogar komplett kostenneutral für Dich.
Ist aber ein anderes Leasing Modell.

Wenn Du mit KFZ vergleichen willst, dann vergleiche mit dem privaten Leasingvertrag den Du für ein privates KFZ beim Autohändler machst. Nur dass Du da keinerlei Steuervorteile hast, da es nicht über Gehaltsumwandlung läuft.

Man sollte zumindest nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
 

iGude

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Man muss sowas ja nicht schönreden.
Die Kehrseite muss man aber auch nicht schönreden:
Ich finde es völlig in Ordnung dass man davor warnt. Die Anbieter konstruieren mit obskuren Rechnungen einen tollen finanziellen Vorteil (der wenn man diverse Zwangsversicherungen und Händlerprovisionen rausrechnet gar nicht mehr existent ist) und verschweigen die Probleme.

Ich hab noch von keinem Firmenwagenfahrer gehört, dass er bei Arbeitgeberwechsel das Auto kaufen musst oder noch 2,5 Jahre Raten zahlen und trotzdem das Auto zurückgeben. Damit rechnet einfach niemand.

Klar, es stand so im Vertrag, aber viele Leute haben einfach nicht das Verständnis für Zusammenhänge und der Verstand schaltet bei "Juristenspeak" auf Papier ab. Ich wage zu behaupten, wenn alle verstehen würde was sie da tun, hätte Jobrad kein Geschäftsmodell mehr.
🥴
 

Boerni556

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Würde man den aber lesen würde doch niemand deine Gemeinheiten und unverschämten Regelungen unterschreiben. Oder bist du da anderer Meinung?
Du bist offenbar der Meinung, dass man solche Praktiken nicht in einem Forum diskutieren soll. Deiner Meinung nach, muss jeder Hinz und Kunz solche Verträge bis zur letzten Zeile lesen. // Passage entfernt - Moderation // Das sehe ich durchaus etwas anders. Als AN rechne ich mit einer fairen Regelung. Auf der Homepage der Jobrad steht nichts zu den Folgen einer Arbeitnehmerkündigung. Deren Rechner sieht diesen Fall jedenfalls nicht vor. Da bekomme ich schonmal keine Infos.
 
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Chrisol

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Mal abgesehen von Jobrad ist Leasing nicht die allerbeste aller möglichen Ideen.
Ein Bankkredit ist immer günstiger, weil du da Barzahler bist, handeln kannst und nicht deinen Rentenanspruch strapazierst.
 

Boerni556

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Ich will ja gar nicht bestreiten, dass solche Modelle im Hinblick auf die Steuervorteile etc. attraktiv sind, wenn sie denn durchgehalten werden können. Bei bikeleasing gibt es ja die Versicherung , die den Schaden bei Kündigung übernehmen soll. Sowas finde ich halt erforderlich.
 
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mindcrime

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Mal abgesehen von Jobrad ist Leasing nicht die allerbeste aller möglichen Ideen.
Ein Bankkredit ist immer günstiger, weil du da Barzahler bist, handeln kannst und nicht deinen Rentenanspruch strapazierst.
Mal ganz speziell auf diesen Punkt möchte ich eingehen.
Es wird ja immer wieder mal gesagt: wer bar zahlt bekommt Rabatt.
Das stimmt so nicht. Mag Fälle geben wo man Nachlass bekommt, aber nicht weil man Bargeld auf den Tisch legt.
Dem Verkäufer / Händler ist es egal, ob das Geld bar, per Überweisung oder von der finanzierenden Bank kommt.
Er hat das Geld eh immer auf einen Schlag.
Barzahlungen sind sogar oft eher unbeleibt, weil der Händler das Geld selber einzahlen muss. Birgt Risiken (Falschgeld identifizieren und Geld zur Bank transportieren) und zusätzlichen Aufwand.

Und da macht auch Leasing erst mal keinen Unterschied. Es sei denn, der Händler muss (was wohl nicht bei allen Leasingangeboten der Fall ist) an den LG etwas abdrücken. Das dann der Rabatt wegfällt ist klar. Aber sicher nicht der einzige und primäre Grund für Rabattgewährung.
 

Chrisol

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Guter Punkt!
Mein total geiziger Händler gewährte mit freie Auswahl an Zubehör.
Nach vorheriger Anzahlung bei Bestellung und Restzahlung mit Bankkarte.
In zwei Jahren Bareinnahmen von täglich von 300 - 1.000 t€ war da allerdings kein falscher 50er dabei:)
Zumindest hat die Bank nicht gemeckert:ROFLMAO:
 

Boerni556

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Unter „Barkauf“ ist ja nicht zwingend der Bezahlvorgang mit Bargeld (Banknoten, Münzen) gemeint. ;-)

Barkauf ist das Gegenteil von Finanz(ierungs)kauf. Die vorschüssige Zahlung des Kunden mit bereits vorhandenen Mitteln. Wie das dann abgewickelt wird, mit Bargeld, Überweisung, EC- oder Kreditkarte, Paypal usw. beeinflusst ggf. noch die Transaktionsnebenkosten.
 
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schmadde

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Nur hinterher sind alle schlau genug um zu wissen wie man für lau aus der eingebrockten Sache rauszukommen.
Das finde ich tatsächlich etwas schräg und ich denke da wird wohl nicht viel zu holen sein.

Allerdings gebe ich noch zu bedenken, dass nicht alles was auf einem Papier steht und beide unterschrieben haben auch tatsächlich gilt. Während man bei B2B Verträgen fast alles vereinbaren kann was beide Seiten zu unterschreiben bereit sind gibt es bei Verträge mit Verbrauchern und Arbeitnehmern recht viele Dinge die man eben nicht wirksam vereinbaren kann, wenn es ihn in unvorhergesehenem Maße benachteiligt. Es ist schon denkbar, dass ein Gericht zum Schluss kommt, dass die eine oder andere Vereinbarung dsbzgl nicht eingefordert werden kann.

Das ist dann aber ein Dienstwagen.
Ja, und das Fahrrad ist ein Dienstfahrrad. Das ist genau das gleiche. Als Jobrad angefangen hat gab es noch die Vorgabe, dass das Rad on Top zum Gehalt dazugegeben werden musste, um die Steuervorteile geniessen zu können. Ich glaube das ist nicht mehr so, es geht mittlerweile auch eine Reduzierung des Gehalts und Gehaltsumwandlung. Aber dennoch: Das ist ein Teil des Gehalts, egal wie man es jetzt dreht und wendet. Bei Autos wird das auch oft so gemacht. Nur sind die Verträge deutlich anders gestaltet.
Wenn Du mit KFZ vergleichen willst, dann vergleiche mit dem privaten Leasingvertrag den Du für ein privates KFZ beim Autohändler machst. Nur dass Du da keinerlei Steuervorteile hast, da es nicht über Gehaltsumwandlung läuft.
Das hingegen ist etwas völlig anderes und hat mit dem Thema hier überhaupt nichts zu tun. Das ist rein privates Leasing, das man bei Autos auch nur deshalb macht, weil die regelmäßig 10x so teuer sind wie Fahrräder und für viele halt nicht einfach so mit verfügbaren Barmitteln kaufbar sind. Finanziell ist das immer ein Verlustgeschäft und das wissen wohl auch die Leasingnehmer.

Man sollte zumindest nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Dieses Statement solltest Du Dir zu Herzen nehmen.
 

IceIce

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Es gibt in allen Bereichen Grauzonen. Man kann aber auf der anderen Seite auch nicht erwarten das ein Leasingvertrag derart gestaltet ist das man Vorteile bei einer frühzeitigen Kündigung hat.
Und 5 Monate bei 36 Monaten ist sehr frühzeitig. Selbst eineinhalb Jahre ist das noch.
 
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