JobRad: Vorzeitige Ablösung wie teuer?

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smmn

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Hallo,

Weiss jemand wieviel Kosten entstehen wenn man bei Jobrad den Vertrag vorzeitig ablöst (zB durch AG-Wechsel ohne Jobradangebot beim neuen AG)?

Insbesondere würde mich interessieren ob Jobrad den Kauf des Rads dann erlaubt und wie viel Restwert abhängig von der Restlaufzeit angesetzt wird.

Danke!
 

gps2003

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In deinem Fall würde ich mir ein individuelles Kauf-Angebot von Jobrad erstellen lassen.

Vertraglich sind die Sache so aus:
Für den Fall der Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor Ende der Laufzeit muss die Rücksendung des Fahrzeugs spätestens zum Zeitpunkt der rechtlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgen.
Alternativ hat der/die Mitarbeiter/in die Möglichkeit ein vorzeitiges Kaufangebot bei JobRad einzuholen.
Der/die Mitarbeiter/in trägt den Schaden der für den Arbeitgeber verbleibenden Gesamtraten.
Der/die Mitarbeiter/in hat schriftlich per E-Mail der JobRad GmbH unter „vertragsende @ jobrad.org" sowie dem Arbeitgeber den Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses mitzuteilen.
Der Arbeitgeber wird, sofern die Mitteilung rechtzeitig, d.h. mit mind. 1 Monat Vorlauf eintrifft, die verbleibenden Gesamtraten im letzten Beschäftigungsmonat vom Gehalt des/der Mitarbeiter/in in Abzug bringen.
Sollte diese Verrechnung nicht mehr möglich sein, wird der/die Mitarbeiter/in die Summe der verbleibenden Gesamtraten umgehend auf das Bankkonto des Arbeitgebers überweisen und das Fahrzeug spätestens zum Austrittsdatum zurücksenden (vgl. obige Bestimmungen). Im Einzelfall können hiervon abweichende schriftliche Regelungen getroffen werde
n.
 

Bongo Bong

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Shimano E8000
Oder den neuen Arbeitgeber fragen ob er den Vertrag mit Jobrad übernimmt.
 

smmn

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Gestern habe ich mit Jobrad dazu telefoniert:

  • Es müssen alle ausstehenden Leasingraten bezahlt werden
  • Zusätzlich wird das Rad mit 10% Restwert angesetzt, der bezahlt werden muss
  • Zusätzlich fällt auf die ausstehenden Raten und den Restwert noch 19% MwSt an
  • Die Versicherungsgebühr fällt ab Ausstieg aus dem Vertrag nicht mehr an (Versicherung endet)
  • Bei Ausstieg innerhalb der ersten 6 Monate zusätzlich noch eine Strafgebühr (~10%)
Insgesamt also eher teuer wenn man früh aussteigt.
 

DrZaphod

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Auweia, da habe ich aber meine Zweifel, ob diese Klausel insgesamt, oder Teile davon, bei einer durch den Arbeitgeber veranlassten Kündigung (betriebsbedingt) so zulässig ist und nicht den Arbeitnehmer unzulässig benachteiligt.
 

gps2003

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@smmn Danke für diese Infos. Das die Kosten so hoch sind, hätte ich nicht gedacht.

Insbesondere durch die zusätzliche MwSt - Belastung muss man sich das mit Jobrad gut überlegen, wenn man eventuell plant, bald den AG zu wechseln. Ansonsten sollte man diese Kosten in einem möglichen Abfindungsangebot auf jeden Fall mit berücksichtigen oder einbringen.

Selbst nach 6 Monaten kostet ein durchschnittliches R&M (4500) ja ungefähr
30 Restraten a ca. 125 EUR + 19% = 4462
10% Restwert + 19% = 535
Bereits Gezahlte Raten (6, Schätzung da abhängig vom Steuersatz ca. 500)
=>
mind. 5500 Euro , d.h Mehrkosten (ohne Berücksichtigung von möglichen Rabatten bei Barkauf) 1000 EUR
----
Selbst nach zwei Jahren sieht das auch nicht so toll aus (Kalkulation ist aber unsicher, da stark vom eigenen Steuersatz abhängig)
12 Restraten a ca 125 EUR + 19% = 1785
10% Restwert + 19% = 535
Bereits gezahlt (24, Schätzung) : 1920
=> mind 4250 EUR (d.h. man "spart" gerade so etwas)

Fazit:
"Lohnen" tut sich das überhaupt nur, wenn man die Laufzeit voll ausschöpft. In allen anderen Fällen kann man von Jobrad daher abraten.
 

smmn

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@gps2003 Sehe ich ähnlich, mit einer Differenzierung:

Wenn man plant beim gleichen AG zu bleiben, oder es als wahrscheinlich sieht, dass ein neuer AG ebenfalls Jobrad anbietet (mitnehmen geht), oder man eine Kostenübernahme in den Arbeitsvertrag des neuen AG voraussichtlich mit rein verhandeln kann, dann ist Jobrad schon interessant.

Habe eine kleine Modellrechnung gemacht - inklusive Kapitalkosten (mal mit 5% angesetzt, die ich als Opportunitätskosten habe, d.h. ich erwarte einen Ertrag von 5% auf Geldanlage der Kaufsumme). Zusammen mit etwas Wartung (30, 50, 70 € in den 3 Jahren Laufzeit) komme ich zum Schluss:

Bei meiner Situation (Steuer & Co) lohnt es sich für mich zu kaufen ab einem Nachlass auf den UVP von ca. 20-25%. Eher am unteren Ende dieses Bereichs wenn ich die Versicherung nicht mit berücksichtige, am oberen Ende wenn ich die Versicherung mit berücksichtige (Alternative ist Hausratsversicherung).

Bei weniger Nachlass lohnt es sich Jobrad zu machen.
 

gps2003

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@smmn Da stimme ich dir zu.
Ich finde Jobrad als Idee weiterhin sehr gut, auch ich bekomme nächste Woche mein Rad (r+m, 20% Nachlass gibt es dafür eigentlich nie) via Jobrad.

Ich habe allerdings auch nicht vor den AG in den nächsten 3 Jahren zu wechseln, so dass ich die Jobrad Vorteile entsprechend für mich nutzen kann.
 

JobRadNutzer

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In deinem Fall würde ich mir ein individuelles Kauf-Angebot von Jobrad erstellen lassen.

Vertraglich sind die Sache so aus:
Für den Fall der Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor Ende der Laufzeit muss die Rücksendung des Fahrzeugs spätestens zum Zeitpunkt der rechtlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgen.
Alternativ hat der/die Mitarbeiter/in die Möglichkeit ein vorzeitiges Kaufangebot bei JobRad einzuholen.
Der/die Mitarbeiter/in trägt den Schaden der für den Arbeitgeber verbleibenden Gesamtraten.
Der/die Mitarbeiter/in hat schriftlich per E-Mail der JobRad GmbH unter „vertragsende @ jobrad.org" sowie dem Arbeitgeber den Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses mitzuteilen.
Der Arbeitgeber wird, sofern die Mitteilung rechtzeitig, d.h. mit mind. 1 Monat Vorlauf eintrifft, die verbleibenden Gesamtraten im letzten Beschäftigungsmonat vom Gehalt des/der Mitarbeiter/in in Abzug bringen.
Sollte diese Verrechnung nicht mehr möglich sein, wird der/die Mitarbeiter/in die Summe der verbleibenden Gesamtraten umgehend auf das Bankkonto des Arbeitgebers überweisen und das Fahrzeug spätestens zum Austrittsdatum zurücksenden (vgl. obige Bestimmungen). Im Einzelfall können hiervon abweichende schriftliche Regelungen getroffen werde
n.
Hallo, auch wir könnten bald betroffen sein und es ist nicht 100% ersichtlich, was denn nun passiert und wie die Dinge zu handeln sind. Unter 'Vorzeitiges Ende der Überlassung' steht: Scheidet der MA vor Ablauf des vereinbarten Überlassungszeitraums aus dem AV aus, endet die Überlassung spätestens zum Ende Zeitpunkt der Beendigung des AV und das Fahrrad ist an den AG zurückzugeben. Der MA hat den Schaden zu ersetzen, der sich aus der vorzeitigen Auflösung des Überlassungsvertrags ergibt. Darüber hinaus hat der MA die Kosten der Rückgabe zu tragen. Wie hoch die Kosten tatasächlich sein werden bleibt somit eine Überraschung :-/
 

JobRadNutzer

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Gestern habe ich mit Jobrad dazu telefoniert:

  • Es müssen alle ausstehenden Leasingraten bezahlt werden
  • Zusätzlich wird das Rad mit 10% Restwert angesetzt, der bezahlt werden muss
  • Zusätzlich fällt auf die ausstehenden Raten und den Restwert noch 19% MwSt an
  • Die Versicherungsgebühr fällt ab Ausstieg aus dem Vertrag nicht mehr an (Versicherung endet)
  • Bei Ausstieg innerhalb der ersten 6 Monate zusätzlich noch eine Strafgebühr (~10%)
Insgesamt also eher teuer wenn man früh aussteigt.
meine Güte...da kommt was auf uns zu. Wir könnten bald betroffen sein durch AG-Wechsel und es ist nicht 100% ersichtlich, was denn nun passiert und wie die Dinge zu handeln sind. Unter 'Vorzeitiges Ende der Überlassung' steht: Scheidet der MA vor Ablauf des vereinbarten Überlassungszeitraums aus dem AV aus, endet die Überlassung spätestens zum Ende Zeitpunkt der Beendigung des AV und das Fahrrad ist an den AG zurückzugeben. Der MA hat den Schaden zu ersetzen, der sich aus der vorzeitigen Auflösung des Überlassungsvertrags ergibt. Darüber hinaus hat der MA die Kosten der Rückgabe zu tragen. Wie hoch die Kosten tatasächlich sein werden bleibt somit eine Überraschung :-/
 
G

Gast48617

Darum verhalte ich mich Heutzutage eher konservativ. Bargeld auf die Theke, noch max verhandelt, da ja Barzahler ( bei mir sprang noch ein Akku raus) und alles weitere ist abgehakt. Nix irgendwelche Vertragsbindung oder sonst. Gedöns. Kaufen, zahlen, freuen, fertig.
 

Callamon

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Schachner SBS08
Bar oder nicht ist den Händlern total schnuppe. Unserer wollte sogar lieber eine Überweisung. "Max. verhandelt wegen Barzahlung" ist ein urbaner Mythos.
 

Callamon

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Schachner SBS08
Die Zahlungen mit EC-Karte sind üblicherweise begrenzt und die Summen, die moderne Pedelecs etc. kosten, werden dabei üblicherweise nicht erreicht.

Ansonsten bedeutet Bargeld ebenfalls zusätzlichen Aufwand und Kosten für Händler. Rede mal mit welchen, dann wird schnell klar, war ich schon schrieb: Barzahlung als Argument für bessere Rabatte ist ein urbaner Mythos. Das sagen Händler auch ganz klar. Denen ist auch egal, ob man von seinem Konto überweist oder via Kredit - der Händler bekommt sein Geld auf einen Schlag. Eigene Ratenzahlungen bieten die wenigsten an, nur dort wäre es von Nachteil und das Risiko beim Händler.
 

systemgewicht

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In deinem Fall würde ich mir ein individuelles Kauf-Angebot von Jobrad erstellen lassen.

Vertraglich sind die Sache so aus:
Für den Fall der Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor Ende der Laufzeit muss die Rücksendung des Fahrzeugs spätestens zum Zeitpunkt der rechtlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgen.
Alternativ hat der/die Mitarbeiter/in die Möglichkeit ein vorzeitiges Kaufangebot bei JobRad einzuholen.
Der/die Mitarbeiter/in trägt den Schaden der für den Arbeitgeber verbleibenden Gesamtraten.
Der/die Mitarbeiter/in hat schriftlich per E-Mail der JobRad GmbH unter „vertragsende @ jobrad.org" sowie dem Arbeitgeber den Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses mitzuteilen.
Der Arbeitgeber wird, sofern die Mitteilung rechtzeitig, d.h. mit mind. 1 Monat Vorlauf eintrifft, die verbleibenden Gesamtraten im letzten Beschäftigungsmonat vom Gehalt des/der Mitarbeiter/in in Abzug bringen.
Sollte diese Verrechnung nicht mehr möglich sein, wird der/die Mitarbeiter/in die Summe der verbleibenden Gesamtraten umgehend auf das Bankkonto des Arbeitgebers überweisen und das Fahrzeug spätestens zum Austrittsdatum zurücksenden (vgl. obige Bestimmungen). Im Einzelfall können hiervon abweichende schriftliche Regelungen getroffen werde
n.
Der Mitarbeiter hat ja keinen Vertrag mit Jobrad sondern der AG. (Oder?)

Und der AG hat eine Überlassungsvereinbarung mit dem Mitarbeiter.
Und was da für den Fall der vorzeitigen Kündigung drin steht, das zählt.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die hier von Jobrad postulierten Regelungen überhaupt wirksam sind.
 

JobRadNutzer

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meine Güte...da kommt was auf uns zu. Wir könnten bald betroffen sein durch AG-Wechsel und es ist nicht 100% ersichtlich, was denn nun passiert und wie die Dinge zu handeln sind. Unter 'Vorzeitiges Ende der Überlassung' steht: Scheidet der MA vor Ablauf des vereinbarten Überlassungszeitraums aus dem AV aus, endet die Überlassung spätestens zum Ende Zeitpunkt der Beendigung des AV und das Fahrrad ist an den AG zurückzugeben. Der MA hat den Schaden zu ersetzen, der sich aus der vorzeitigen Auflösung des Überlassungsvertrags ergibt. Darüber hinaus hat der MA die Kosten der Rückgabe zu tragen. Wie hoch die Kosten tatasächlich sein werden bleibt somit eine Überraschung :-/
Das war heute die Antwort vom AG in der Sache:
wunschgemäß erkläre ich Ihnen nachfolgend nochmals die möglichen Konstellationen hinsichtlich Ihres JobRads.



Sie haben mit uns einen Vertrag zur Überlassung eines JobRads mit einer Laufzeit von 36 Monaten abgeschlossen.



Die Entgeltumwandlung hat im Mai 2020 begonnen, so dass der Vertrag bis einschließlich April 2023 läuft und bis zu diesem Zeitpunkt auch erfüllt werden muss.



Aufgrund Ihrer Eigenkündigung zum 28.02.2021 befinden wir uns nunmehr in Ziffer 2.6.2. des Vertrages.



Sofern Sie Interesse daran haben, das JobRad käuflich zu erwerben, geben wir diese Information gerne an die JobRad GmbH weiter und gehen davon aus, dass Ihnen ein entsprechendes Kaufangebot unterbreitet wird.



Sofern Sie kein Interesse daran haben, das JobRad käuflich zu erwerben, haben Sie uns den Schaden zu erstatten, der uns durch Ihre vorzeitige Auflösung des Überlassungsvertrag entsteht. Dies umfasst zum Einen die bis einschließlich April 2023 nach wie vor anfallenden Leasingraten (€ 2.643,75,-), die wir trotz Ihres Ausscheidens begleichen müssen, sowie die Kosten für die Rückgabe des Fahrrads an uns.


So viel Geld für keinen Gegenwert. Das zwingt einen doch förmlich,sich aus dem Vertrag rauszukaufen. Das Angebot wird nun angefragt und ausserdem geht's einmal zum Anwalt.
 
Thema:

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