Ist Homeoffice wirklich genauso effektiv wie am Arbeitsplatz zu arbeiten?

Diskutiere Ist Homeoffice wirklich genauso effektiv wie am Arbeitsplatz zu arbeiten? im Plauderecke Forum im Bereich Community; Das war positiv zu verstehen. Im öffentlichen Dienst, zumindest bei meinem Arbeitgeber wurde auf soziale Kontakte geachtet. Es gab...
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SilbernerSurfer

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Der AG interessiert sich doch sonst auch nicht, was ich privat treibe. Warum ist er der Meinung, dass ich nun zu wenig soziale Kontakte habe? Was hat ihn das anzugehen und zu interessieren? Hier kommen doch meist vollkommen an den Haaren herbeigezogene Dinge.
Im Grossraumbüro zu arbeiten (wie in meinem Fall) fördert erhöhten Stress und somit ganz klar Krankheiten wie Bluthochdruck, Schlaganfall und Co (es sind schon einige umgekippt).
Betrachtet man das Ganze aus rein logischer Sinn kann ein erhöhter Krankenstand / Fluktuation nicht im Sinne des AG sein. Dinge die ich nicht so ganz verstehe....
Das war positiv zu verstehen. Im öffentlichen Dienst, zumindest bei meinem Arbeitgeber wurde auf soziale Kontakte geachtet.

Es gab Alleinstehende, denen hat man es angesehen. Und wenn die darum gebeten haben nicht ins Homeoffice zu müssen wurde ein Weg gesucht dies zu ermöglichen.
 
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SilbernerSurfer

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Im Grossraumbüro zu arbeiten (wie in meinem Fall) fördert erhöhten Stress und somit ganz klar Krankheiten wie Bluthochdruck, Schlaganfall und Co (es sind schon einige umgekippt).
Betrachtet man das Ganze aus rein logischer Sinn kann ein erhöhter Krankenstand / Fluktuation nicht im Sinne des AG sein. Dinge die ich nicht so ganz verstehe....
Seit Jahrzehnten gibt es diesen Missstand.
Stichworte sind Burn out und Mitarbeiter verheizen.

Burn out wurde lange ignoriert.

Gewerkschaften waren auf dem Rückmarsch.

Alter Führungsstil, ähnlich wie bei Sklaverei. Wer aufmuckt bekommt die Peitsche oder fliegt raus.

Mitarbeiter werden verheizt, kein Problem, kommen ja immer wieder neue nach.

Politisch und bei der Mentalität hat DE noch viel zu lernen.

Jeder einzelne von uns entscheidet wie weit er mitmacht, oder wie weit er gegensteuert.

Ist natürlich individuell, manche können nicht so einfach raus aus ihrer Situation.
 
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Mitarbeiter werden verheizt, kein Problem, kommen ja immer wieder neue nach.
Da kann ich ja nur lachen. Wer das (noch) glaubt lebt in einer Welt die es schon vor Corona nicht mehr gab.
Und das gilt in HomeOffice-fähigen Bereichen wie z.B. IT genauso wie in Präsenztätigkeiten wie Pflege, Gastronomie oder Handwerk.
Nur noch sehr wenige Tätigkeitsbereiche haben ein ausreichendes Reservoir von Arbeitskräften um Stellen zeitnah zu besetzen.

P.S.: Der Betriebsrat (mit der Gewerkschaft im Hintergrund) blockiert bei uns eine Betriebsvereinbarung zu HomeOffice seit über einem halben Jahr.
 
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SilbernerSurfer

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Da kann ich ja nur lachen. Wer das (noch) glaubt lebt in einer Welt die es schon vor Corona nicht mehr gab.
Und das gilt in HomeOffice-fähigen Bereichen wie z.B. IT genauso wie in Präsenztätigkeiten wie Pflege, Gastronomie oder Handwerk.
Nur noch sehr wenige Tätigkeitsbereiche haben ein ausreichendes Reservoir von Arbeitskräften um Stellen zeitnah zu besetzen.

P.S.: Der Betriebsrat (mit der Gewerkschaft im Hintergrund) blockiert bei uns eine Betriebsvereinbarung zu HomeOffice seit über einem halben Jahr.
Genau solche und ähnliche Sprüche lese und höre ich seit 40 Jahren!
Meist nur von der FDP oder von Arbeitgebern und deren Vertretern.

Detailiert gemeint ist, wenn wir nicht Arbeitskräfte bekommen die für mickriges Geld arbeiten und die Klappe halten, dann müssen unsere Angestellte eben das doppelte arbeiten. Mehr Geld gibts nicht, ausbrennen dürfen sie natürlich schon. Da mischen wir uns nicht in persönliche Verhältnisse.

Und was diese Betriebsvereinbarung beinhaltet ist offen!
Vielleicht hat der Betriebsrat ja Gründe sie abzulehnen.

Und ja, vielleicht hat sich was gebessert, vielleicht ist es in manchen Branchen trotz bester Arbeitsbedingungen schwierig Mitarbeiter zu bekommen.
Ich bezweifle aber stark, dass das die Regel ist.

Einen Unterschied gibt es sicherlich bei höher bezahlten Jobs, die Gelackmeirten sind eher die im Niedriglohnsektor.
 
RobM

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Falls es sich noch nicht herumgesprochen hat, aber wer mit seinem Arbeitgeber unzufrieden ist, kann die Stelle wechseln. Nur dazu sind einige wahrscheinlich zu bequem dazu, oder in einem "hohen" Alter in dem ein Wechsel es doch schwieriger ist als man denkt.

Wir durften noch vor dem offiziellen Beginn der Pandemie schon ins Homeoffice wechseln. Wer wollte konnte natürlich ins Büro gehen und sich die Tage dazu selber einteilen. Dies gilt bis heute und ab Oktober müssen wir ein paar wenige Tage rein im Monat, aber das entscheiden die Abteilungsleiter selbst für Ihre Abteilungen. Natürlich geht das nicht für unsere Produktion, den Service bzw eben alle die Ihre Tätigkeit nicht vom Homeoffice ausführen können.
Also ich kann mich nicht beschweren :)
 
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SilbernerSurfer

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Sorry, ich glaube das ist jetzt ein wenig Off Topic. Naja, zumindest gehts um Arbeitsbedingungen.

Wechseln wenns nicht passt finde ich super!
Das mache ich auch so.

Allerdings ist halt nicht jeder fähig, oder in der Lage zu wechseln. Das ist vom Alter unabhängig.
Ausserdem gibts Branchen, da ist es in bestimmten Bereichen flächendeckend Kacke.
Da hilft ein Wechsel auch nicht.

Beispiel Pflege:
Alle jammern über zu wenig, und/oder unwilliges Personal.
Die Arbeitsbedingungen und Löhne/Gehälter verbessern will oder kann auch keiner.
 
stardealer

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Genau solche und ähnliche Sprüche lese und höre ich seit 40 Jahren!
Meist nur von der FDP oder von Arbeitgebern und deren Vertretern.

Detailiert gemeint ist, wenn wir nicht Arbeitskräfte bekommen die für mickriges Geld arbeiten und die Klappe halten, dann müssen unsere Angestellte eben das doppelte arbeiten. Mehr Geld gibts nicht, ausbrennen dürfen sie natürlich schon.
Ich weiß nicht wann du das letzte mal einen neuen Kollegen (mit)suchen durftest. Ist für viele Aufgabengebiete ein Drama wenn der Arbeitgeber nicht gerade in einer der Metropolen sitzt.

Und was diese Betriebsvereinbarung beinhaltet ist offen!
Vielleicht hat der Betriebsrat ja Gründe sie abzulehnen.
Ja, der Betriebsrat verknüpft eine uralte Forderung zum Vorteil der Produktionskollegen mit der Freigabe der Privilegien der Verwaltungsangestellten. Er denkt ein Druckmittel in der Hand zu haben weil im Verwaltungsbereich Stellen ohne HomeOffice-Möglichkeit nicht mehr zu besetzen sind, was die letzten 6 Monate gezeigt haben. Erpressung wäre ein hartes Wort, aber die Verwaltungsangestellten sind anscheinend Spielmasse für den Betriebsrat

Und ja, vielleicht hat sich was gebessert, vielleicht ist es in manchen Branchen trotz bester Arbeitsbedingungen schwierig Mitarbeiter zu bekommen.
Ich bezweifle aber stark, dass das die Regel ist.
Natürlich bieten die meisten Branchen keine "besten" Arbeitsbedingungen, Gastronomie muss nun mal arbeiten wenn die anderen ausgehen wollen, Pflege in Altenheim und Krankenhaus erfordert Schichtdienst und Wochenendarbeit, nicht wenige Tätigkeiten in Produktionsbetrieben genauso, ein Dachdecker/Straßenbauer u.a. müssen auch im Regen und bei Kälte draußen arbeiten, usw. usf.
Vor wenigen Jahren gab es genügend Arbeitskräfte die diese Tätigkeiten zum gegebenen Tarifgefüge ausüben wollten, jetzt nicht mehr. Frag doch mal Handwerker, die ausbilden wollen, wie es dort an der Bewerberfront aussieht. Obwohl, Möbelschreiner ist gerade in weil man da so kreativ arbeiten kann. Gas-Wasser-Scheiße eher nicht!

Einen Unterschied gibt es sicherlich bei höher bezahlten Jobs, die Gelackmeirten sind eher die im Niedriglohnsektor.
Das ist wohl war, ein Kennzeichen des Niedriglohnsektors ist häufig, dass keine besondere Qualifikation erforderlich ist und die Tätigkeit angelernt werden kann, womit praktisch jeder als Ersatzarbeitskraft in Frage kommt.

Aber wir kommen ja von homeofficegeeigneten Tätigkeiten und dort kenne ich kaum Aufgabenbereiche wo es einfach ist eine Stelle neu zu besetzen.
 
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Sven2020

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Beispiel Pflege:
Alle jammern über zu wenig, und/oder unwilliges Personal.
Die Arbeitsbedingungen und Löhne/Gehälter verbessern will oder kann auch keiner.
Gutes Beispiel. Thema Gewerkschaft. Im Osten sind die Gewerkschaften zu wenig vertreten, da hat der AG natürlich leichtes Spiel. Ich bin in der Gewerkschaft. Mitarbeitern zu vermitteln, dass man nur gemeinsam was machen kann geht ins eine Ohr rein ins andere raus. Anstatt sich zu organisieren gehen sie halt lieber - in die nächste Firma die genauso wenig Gewerkschaftsmitglieder hat.
 
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SilbernerSurfer

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Ich weiß nicht wann du das letzte mal einen neuen Kollegen (mit)suchen durftest. Ist für viele Aufgabengebiete ein Drama wenn der Arbeitgeber nicht gerade in einer der Metropolen sitzt.


Ja, der Betriebsrat verknüpft eine uralte Forderung zum Vorteil der Produktionskollegen mit der Freigabe der Privilegien der Verwaltungsangestellten. Er denkt ein Druckmittel in der Hand zu haben weil im Verwaltungsbereich Stellen ohne HomeOffice-Möglichkeit nicht mehr zu besetzen sind, was die letzten 6 Monate gezeigt haben. Erpressung wäre ein hartes Wort, aber die Verwaltungsangestellten sind anscheinend Spielmasse für den Betriebsrat


Natürlich bieten die meisten Branchen keine "besten" Arbeitsbedingungen, Gastronomie muss nun mal arbeiten wenn die anderen ausgehen wollen, Pflege in Altenheim und Krankenhaus erfordert Schichtdienst und Wochenendarbeit, nicht wenige Tätigkeiten in Produktionsbetrieben genauso, ein Dachdecker/Straßenbauer u.a. müssen auch im Regen und bei Kälte draußen arbeiten, usw. usf.
Vor wenigen Jahren gab es genügend Arbeitskräfte die diese Tätigkeiten zum gegebenen Tarifgefüge ausüben wollten, jetzt nicht mehr. Frag doch mal Handwerker, die ausbilden wollen, wie es dort an der Bewerberfront aussieht. Obwohl, Möbelschreiner ist gerade in weil man da so kreativ arbeiten kann. Gas-Wasser-Scheiße eher nicht!


Das ist wohl war, ein Kennzeichen des Niedriglohnsektors ist häufig, dass keine besondere Qualifikation erforderlich ist und die Tätigkeit angelernt werden kann, womit praktisch jeder als Ersatzarbeitskraft in Frage kommt.

Aber wir kommen ja von homeofficegeeigneten Tätigkeiten und dort kenne ich kaum Aufgabenbereiche wo es einfach ist eine Stelle neu zu besetzen.
Gute Argumente, würde grene weiter diskutieren.
Natürlich mit dem ein oder anderen Gegenargument! ;-)

Aber Off Topic, lassen wir es lieber!
 
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michi_gecko

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Im Grossraumbüro zu arbeiten (wie in meinem Fall) fördert erhöhten Stress und somit ganz klar Krankheiten wie Bluthochdruck, Schlaganfall und Co (es sind schon einige umgekippt).
Das eine hat mit dem anderen nix zu tun.

Mein Chef ist mental und in Sachen Mitarbeiterführung ein Relikt aus den 60ern. Der kann heute noch nicht verstehen, wie wir, als es von ganz oben vorgeschrieben wurde, zu Hause etwas arbeiten konnten. Selbst in den allerschlimmsten Coronazeiten fuhr er ins Büro und wartete ab, bis es Abend wurde. Gross anders war das für ihn nicht. Auch davor und jetzt wieder macht er nichts anderes.

Immerhin bekam er recht und muss uns kein Homeoffice mehr erlauben.

Was ich damit sagen will: manche werden nie verstehen, dass nicht jeder gern jeden Tag ins Büro fährt, nur weil dort die Kaffeebohnen und der Strom gratis sind.
Auch die Dinosaurier sind irgendwann ausgestorben. Nur liegt das meist an der obersten Führungsetage, daß das noch durch geht.
 
gerry7

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Das eine hat mit dem anderen nix zu tun.


Auch die Dinosaurier sind irgendwann ausgestorben. Nur liegt das meist an der obersten Führungsetage, daß das noch durch geht.

Ich denke hat nichts mit den alten Echsen zu tun, das ist Kultur. Zur Zeit sind die in der USA Umgebung auch viel anderes gepolt (Musk Zuckerberg etc).

Auch bei uns "poppen" junge "Kontrolettis" immer mal wieder hoch. Zudem: Hat Biden Corona nicht für beendet erklärt? Also zurück an die Werkbank.

Wir haben 50+ % Präzenzpflicht, da scheuen viele: Homeoffice und Corona: Das müssen Arbeitgeber beachten
Da die meisten Beschäftigten, die im Homeoffice arbeiten, ihre Tätigkeit an einem Bildschirmarbeitsplatz ausüben, muss sich der Arbeitgeber an die entsprechenden Vorschriften halten, die diesbezüglich in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) zu finden sind.

Daher für uns überwiegend Präsenz.
 
stardealer

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Es gibt schon komische Regeln in Deutschland:
Möchte ich dauerhaft zu Hause arbeiten, dann muss ich meinem Arbeitsgeber ein Betretungsrecht meiner Wohnung einräumen, da mein Arbeitgeber überprüfen muss, ob mein Arbeitsplatz der ArbStättV entspricht.

Was sonst hoch und heilig ist, muss sich der ArbStättV beugen. Eine einfache Verordnung legt fest - wenn ich HomeOffice will, dann muss ich auf

Art. 13 des Grundgesetzes
(1) Die Wohnung ist unverletzlich.
(2) Durchsuchungen dürfen nur durch den Richter, bei Gefahr im Verzuge auch durch die in den Gesetzen vorgesehenen anderen Organe angeordnet und nur in der dort vorgeschriebenen Form durchgeführt werden.

verzichten.
 
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Ob Metropole oder nicht, Home-Office / Remote Work ermöglicht ja gerade die Anbindung an weit entfernte Arbeitsorte. Das findet auch zunehmend intensiv statt.
Natürlich nicht in allen Berufen.. aber ist das das Ziel?
 
HomeOfficer

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Es gibt schon komische Regeln in Deutschland:
Möchte ich dauerhaft zu Hause arbeiten, dann muss ich meinem Arbeitsgeber ein Betretungsrecht meiner Wohnung einräumen, da mein Arbeitgeber überprüfen muss, ob mein Arbeitsplatz der ArbStättV entspricht.

Was sonst hoch und heilig ist, muss sich der ArbStättV beugen. Eine einfache Verordnung legt fest - wenn ich HomeOffice will, dann muss ich auf

Art. 13 des Grundgesetzes
(1) Die Wohnung ist unverletzlich.
(2) Durchsuchungen dürfen nur durch den Richter, bei Gefahr im Verzuge auch durch die in den Gesetzen vorgesehenen anderen Organe angeordnet und nur in der dort vorgeschriebenen Form durchgeführt werden.

verzichten.

Bei Telearbeit (ArbStättV) wird der Arbeitsplatz eingerichtet und muss dafür natürlich betreten werden.
Das dadurch dauerhaft die Unverletzlichkeit deiner Wohnung verletzt wird, finde ich fraglich. Zumindest ist es eine freiwillige Vereinbarung.
Das erinnert mich an das OT, da vor nicht allzu langer Zeit der Art. 13 fiel aus "gesundheitstechnischen" Gründen.
 
S

Sven2020

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Es gibt schon komische Regeln in Deutschland:
Möchte ich dauerhaft zu Hause arbeiten, dann muss ich meinem Arbeitsgeber ein Betretungsrecht meiner Wohnung einräumen, da mein Arbeitgeber überprüfen muss, ob mein Arbeitsplatz der ArbStättV entspricht.

Was sonst hoch und heilig ist, muss sich der ArbStättV beugen. Eine einfache Verordnung legt fest - wenn ich HomeOffice will, dann muss ich auf

Art. 13 des Grundgesetzes
(1) Die Wohnung ist unverletzlich.
(2) Durchsuchungen dürfen nur durch den Richter, bei Gefahr im Verzuge auch durch die in den Gesetzen vorgesehenen anderen Organe angeordnet und nur in der dort vorgeschriebenen Form durchgeführt werden.

verzichten.
Na ja. Normalerweise gibt es auf Arbeit dann einen der extra dafür abgestellt ist. Dazu jemanden vom Betriebsrat dazuholen, falls notwendig. Da kommt normalerweise nicht gleich der Chef von ganz oben in Deine Wohnung. ;)
 
stardealer

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Allein der Begriff Telearbeit zeigt doch wie sehr diese Verordnung von gestern und alten Denkmustern verhaftet ist.
In der heutigen Zeit sollte eine Selbstauskunft oder ein zur Beurteilung geeignetes selbsterstelltes Foto der Arbeitsplatzsituation ausreichen, damit der Arbeitgeber allen Nachweispflichten nachkommen kann. Laut Einschätzung u.a. des Justiziars meines Arbeitsgebers reicht das aber seit Auslaufen der Homeofficepflicht nicht.
Das nervt kolossal. Warum soll ich irgendjemand in meine Wohnung lassen?
In der Krise hat kein Hahn nach den Arbeitsbedingungen gekräht, da musste im Zweifel ein Sofa und ein Couchtisch herhalten, weil Küchenstuhl und -tisch schon vom Arbeitsgerät des Partners oder der Kinder belegt war, aber jetzt fangen die Amtsschimmel wieder das Wiehern an.

Zum Glück gibt es da den Kniff, den die Politik selbst angeregt hat. "Plant einfach nicht 100% HomeOffice und nennt es auch nicht HomeOffice, sondern nennt es mobiles Arbeiten und schon fällt es nicht mehr unter die ArbStättV"
 
gerry7

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Zum Glück gibt es da den Kniff, den die Politik selbst angeregt hat. "Plant einfach nicht 100% HomeOffice und nennt es auch nicht HomeOffice, sondern nennt es mobiles Arbeiten und schon fällt es nicht mehr unter die ArbStättV"

Genau deswegen haben wir 50+ % Präsenz, damit ist wenigen als 50% HO -> der überwiegende Teil wird NICHT im HO geleistet -> moblies Arbeiten,
 
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michi_gecko

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Gemäß meiner HO-Vereinbarung in AT muß der Arbeitgeber mir zuhause eine Beratung und Unterstützung bieten durch den Arbeitsmediziner. D.h. wenn ich will, muß der bei mir antanzen und meinen Arbeitsplatz auf Ergonomie usw. prüfen bzw. beraten wie ich meinen Tisch und Sessel aufstelle.

Das Einzige was der inspizieren wird, ist die Kaffeemaschine und die Getränke in der Halbliter-Klasse. Wegen Ablaufdatum, Verderblichkeit - da müssten wir die Restbestände vom Zirben gleich der sachgemäßen Verwendung zuführen oder "vernichten".
 
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Ist Homeoffice wirklich genauso effektiv wie am Arbeitsplatz zu arbeiten?

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