Innenstadt ohne Autos, Paris ab 2022, in Berlin auch irgendwann?

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Vito

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Die Innenstadt von Paris soll bis 2022 autofrei werden – ein Vorbild für Berlin?

Der Artikel zeigt am Ende, dass es in Berlin ganz andere Bedingungen, als in Paris oder Rom gibt.

Dennoch möchte eine Initiative erreichen, dass die Innenstadt weitgehend autofrei werden soll:

Volksentscheid Berlin autofrei

Die bei Erfolg möglichen innerstädtischen Zustände erscheinen mir nahezu paradiesisch, allerdings zweifle ich stark daran, dass selbst bei Erfolg der Initiative eine zeitnahe (10 Jahre) Umsetzung erfolgen könnte.
 

Oberlandradler

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Bei mir in einer Kleinstadt hat man das ganze mal mit einer einzigen
Straße im Innenstadtbereich probiert.

Eines der Argumente war Sitzplätze für Kaffees zu schaffen.

Es wurde nicht umgesetzt. Der Wiederspruch war sowohl bei Ladenbesitzern,
die nicht mehr gut beliefert werden konnten, wie auch bei den verwöhnten
Autofahrern da, die am liebsten im Laden parken würden.

Das Schweizer Modell gefällt mir recht gut. Hier hat man bestimmte
Gegenden, die nur mit Elektrofahrzeugen befahrbar sind.
 

Vito

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Ich weiß auch nicht, wie das umgesetzt werden soll, aber ich denke, langfristig würde sich die Lebensqualität für (Groß) Stadtbewohner doch massiv verbessern können.
 

horst1

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In Kopenhagen geht es doch auch. In Holland gibt es auch einige Beispiele wo es sehr gut geht. Da hatten die Geschäftsleute auch erst große Angst, dass keine Kunden mehr kommen.
Heute haben sie mehr Kunden als noch zu Zeiten wo die Kunden mit dem Auto gekommen sind.
Man muss nur wollen und die ewigen Nörglern klarmachen das ihre Zeit mit dem Auto abgelaufen ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

Oliver_CH

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Es kommt auch immer sehe darauf an, was punkto ÖV angeboten wird. In Paris sehe ich infrastrukturtechnisch die Kapazität der Métro und die Parkmöglichkeiten an autofreien Rand als Problem. Paris ist in der Hauptverkehrszeit eine Katastrophe wenn man da mit dem Auto irgendwohin will. Die Métro ist hier das Verlehrsmittel der Dinge, allerdings müssten die den Takt verdoppeln. Das geht leider kaum mehr kapazitätstechnisch. Die S-Bahnen im äusseren Stadtgebiet wurde eher für die Agglobewohner konzipiert. Kommen hier Innenstädter auch noch dazu, platzen auch die aus allen Nähten.
 

DerRudi

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…klingt alles interessant! Ich frage mich nur, wie die Warenmengen in die Geschäfte kommen und der zwangsläufig anfallende Müll aus der City kommt. :unsure: Drohnen oder E-LKW vielleicht…?
 

Oliver_CH

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Da haben wir in teils Städtchen pragmstische Lösungen; versenkbare Puller. Will jemand mit dem Auto zwecks Lieferung oder Abholung von Sperrgut zu einem Geschäft, drückt man den Buzzer, erzählt wo man zwecks Warenumschlag hin will und man darf einfahren. Bekannte Speditionen haben Badges oder können per Telefon die Puller selber senken.
 

Geierlamm

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…klingt alles interessant! Ich frage mich nur, wie die Warenmengen in die Geschäfte kommen und der zwangsläufig anfallende Müll aus der City kommt. :unsure: Drohnen oder E-LKW vielleicht…?
Kein wirkliches Problem, wenn Belieferung und Entsorgung durch Güterverteilzentren organisiert werden. Mit wenigen Ausnahmen sind tägliche Sofortbelieferungen nicht nötig.

Gruss

Geierlamm
 

F800ST

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Wer fährt denn überhaupt mit dem Auto in die Innenstadt?
a) Die Bewohner
b) Die Arbeitgeber und Arbeitnehmer
c) Vermutlich ein paar Kurzzeit-Einkäufer
d) ?
 

Habberdash

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Zwischen Ansagen und Umsetzung klaffen in Frankreich Welten. Ein Reglement auf 50 Seiten wird in Paris die Ausnahmen festlegen und mit einem absurden administrativen Aufwand verbunden sein. Wahrscheinlich wird auch die autofreie Pariser Innenstadt mehr Verkehr haben als viele andere europäischen Metropolen.
 

mango

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fürs ruhrgebiet seh ich als laie kurzfristig keine möglichkeit, grössere gebiete der innenstädte weitgehend autofrei zu bekommen.

und so lange im kopf der käufer das nächste auto etwas grösser und stärker werden soll, wird das auch auf viele widerstände stossen.

elektrische autos, wie der momentan gebaute smart, wären als sharing angebote eine gute möglichkeit, auch wetterfesten individualverkehr weiter in innenstädten anzubieten. der nächste smart wird aber ein suv mit rund 4m länge.

städteplaner müssen sich da erstmal gedanken drüber machen und konzepte vorlegen. fürs ruhrgebiet kenn ich solche pläne nicht.

vielleicht ändert sich da was nach der wahl in diesem jahr. wenn annalena von 5 bodygards umringt zum bundestag radelt, hat das evtl. eine gewisse vorbildfunktion...😉
 

Fripon

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Hallo miteinander

Wir wohnen in Berlin im S Bahn Ring und wären wohl auch vom Autoverbot betroffen wenn eine Vernünftige Lösung käme z. B. Eine moderate Citi Maut wäre es für uns ok.
Es war im Gespräch für Anwohner 12 in Worten zwölf Fahrten pro Jahr zu gestatten.
Das ist ein wenig knapp mit 52 pro Jahr käme ich persönlich aus.
Aber jemand der täglich zur Arbeit muss und nicht mir öffentlichen Verkehrsmitteln fahren kann, oder auch nur weil es unverhältnismäßig lange dauert wäre ziemlich in den Allerwertesten gekniffen.
Bei mir waren es 1h30 BVG zu ca. 30 Min morgens und einer Stunde am Nachmittag mit dem Auto also grenzwertig.
Der Hauptgrund für ein eigenes Auto wir haben ein Haus in der Bretagne und Einweg Mietwagen sind Astronomisch teuer.
Ansonsten fahre ich im Jahr mehr km mit dem Rad als mit dem Auto.
Ich fürchte sie werden sich wieder einer rechten Schei..... ausdenken.

Gruß Fripon
 

DerRudi

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Na ja, wie in jedem anderen passablen Städtchen auch: Die Fußgängerzone ist nur vormittags zu gewissen Zeiten mit Lieferwagen befahrbar. Mit jedem Diesel dieser Welt.
Wenn, dann bitte konsequent
 

Biker9000

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Trend zur Stadtflucht wg. abartiger Mieten und dann autofreie Innenstädte bzw. Citymaut fordern: dann kann der Einzelhandel am besten auch gleich zumachen, weil dann nur noch Wildschweine, Wölfe & Co. in die City kommen, um das Tumbleweed durch die menschenleere Fußgängerzone treiben zu sehen... :sick:
 

Seemann

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Bei mir waren es 1h30 BVG zu ca. 30 Min morgens und einer Stunde am Nachmittag mit dem Auto also grenzwertig.

Du hast vermutlich einen ungünstigen Weg zur Arbeit.
Wie lange benötigst du denn mit dem Pedelec oder S-Pedelec ?

Ich bin hier im Kölner Raum in einem 25 km Radius (größer ist Berlin auch nicht) mit dem 45 km/h Velomobil
bei JEDEM WETTER nahezu genauso schnell wie mit dem Auto.

Daher sehe ich in kleinen leichten (< 100 kg) elektrischen 45 km/h Fahrzeugen die Lösung für den 1-Personen Transport
für Strecken bis ca. 30 km, die für jede Stadt in Deutschland ausreichen.

Wenn, dann bitte konsequent

Warum ?
Warum immer alles oder nichts, Moderne oder Steinzeit, schwarz oder weiß ?
Also lieber gar nichts ändern, die Städte verkommen lassen ?

Mit "autofreier Stadt" ist natürlich nicht der vollkommene Verzicht auf individuelle Mobilität gemeint,
sondern vor allem erstmal der weitgehende mögliche Verzicht auf Verbrenner und im 2. Schritt der Verzicht auf platzfressendes Blech. (egal ob Verbrenner oder Elektro)

Zulieferbetrieb, Handwerkerverkehr, Müllabfuhr, Warentransporte, Krankentransporte und Fahrzeuge für eingschränkte Personen werden natürlich IMMER möglich sein, auch Taxis oder Car Sharing Angebote.

Die sonstige Fortbewegung in der Stadt (Pendel-, Touristik oder Besuchsverkehr etc.) sollte man im Interesse aller soweit wie möglich auf möglichst kleine und leise Fahrzeuge beschränken oder dem öffentl. Nahverkehr überlassen.

Diese Elektro Kleinstfahrzeuge für 1 Person nennt man Velocar, die machen Spaß, fördern durch das Mittreten die Gesundheit und verbrauchen auf 100 km die Energie von 1 Kölschglas Benzin.

Beispiele:

Future Mobility Concept
Frikar e-bike - Podbike



Siehe auch:

Velocar
 

Delphis1982

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Derzeit Fahrradlos = ÖPNV-Empfänger.
Was soll daran SELBSTVERSTÄNDLICH sein?
Was sind das für Wahrnehmungsstörungen?
Die aktuelle Situation ist der NORMALZUSTAND.
Und der soll geändert werden.
Noch ist hier ein Autoverbot NICHT selbstverständlich,
selbst bei vielen Radfahrern nicht, mich eingeschlossen.
Ändert sich langsam, aber es ändert sich,
und das ist auch gut so.
Aber immer gleich mit Maximalförderungen kommen
und jedem vor den Kopf stoßen, der nicht die gleiche Meinung hat,
hat schon totalitäre Züge.
Feines Demokratieverständnis.
Erst müssen alternative Fortbewegungsmittel attraktiver werden und vor allem BEZAHLBAR,
dann können die Autos verdrängt werden.
 
Thema:

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