Ich habe gerade einen Bericht gelesen, man solle sich rechtzeitig auf einen Stromausfall/Blackout vorbereiten

Diskutiere Ich habe gerade einen Bericht gelesen, man solle sich rechtzeitig auf einen Stromausfall/Blackout vorbereiten im Plauderecke Forum im Bereich Community; hab ich weiter vorne auch angeführt, gibts auch als Hörspiel gute Sprecher, recht spannend
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Kraeuterbutter

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tja.. mit Öl/Gas/Kohle - die man relativ leicht in riesen Mengen lagern kann, war alles einfacher..

die GEschichte ist: das funktioniert nicht in alle Ewigkeit..

a) werden irgendwann die Resourcen erschöpft sein bzw. sich so verringern dass der Preis enorm steigt..
vielleicht nicht in 20 Jahren, nicht in 30 Jahren.. aber die Zeit wird kommen

b) WOLLEN wir doch gar nicht, dass ALLES mögliche an Kohle Gas und Öl in die Atmosphäre entlassen wird..

sprich: es führt doch kein Weg vorbei hin zu Erneuerbaren

wenn ich ein Konto habe und mehr ausgebe als drauf ist bzw. eingezahlt wird geht das irgendwann schief...

also muss man sparen und für einen Kreislauf sorgen..
kann das schwieriger sein als "einfach ausgeben" - ja
sollte man es trotzdem machen ? JA
sonst müssen die Kinder oder die Enkel noch Papas Schulden begleichen...
 
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Üps

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sprich: es führt doch kein Weg vorbei hin zu Erneuerbaren

wenn ich ein Konto habe und mehr ausgebe als drauf ist bzw. eingezahlt wird geht das irgendwann schief...
Wechsel ist halt immer mit Ängsten und mit Sorgen, ob das auch wirklich gut funktioniert, verbunden. Das ist ganz natürlich.
Habe erst kürzlich festgestellt, dass nahezu alle in meinem Bekanntenkreis, obwohl sie in technischen Berufen sind, eine tiefe Angst vor Li-Ionenakkus haben, glauben, dass das Elektroauto viel schädlicher als der Benziner sei etc. Da wird jeder noch so dumme Bericht sofort aufgesogen und wieder gekäut.
 

MarkusSi

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Im Münsterland gab es vor ein paar Jahren mal einen langen Stromausfall weil eine 380KV Trasse zusammen gebrochen ist.
Es war - ich bin mir gerade nicht sicher ob zum Glück oder leider - "nur" eine 110kV Trasse. Und ein ganzer Haufen 10-30kV Leitungen. Die 10-30kV hatte man relativ schnell repariert oder durch Aggregate ersetzt. Die Kräfte auf Mittelspannungsleitungen sind beherrschbar, die Spannweiten eher gering und so auch gut provisorisch instandzusetzen. Notfalls gräbt an ein paar Bäume als Provisorium ein. Und im Zweifel wirft man Erdkabel (was in 10-30kV fast "überall" auf Lager liegt) auf den Boden.
Größere Probleme haben die kollabierten 110kV Masten gemacht. Die ersetzt man nicht "mal eben". Da hatte man Glück, dass es irgendwo Behelfsportale gab, die man verbauen konnte. Sonst hätte das noch vieeel länger gedauert.
Ist übrigens genau 15 Jahre her. Der Ausfall war um den 1. Advent rum.

Da alle Windräder gekoppelt sind ist die gesamte Masse nur nicht an einem Ort.
Gut Solarzellen haben durch die Gleichstrimanschaltung diesen Effekt nicht.

Aber die Rotierenden Massen werden in diesem Fall überbewertet.
Sie halten vielleicht bei einem Kurzschluss das Netz stabil.

Für längerfristige Stromspitzen gibt es zum Teil Pumpspeicher Kraftwerke.
Bei den rotierenden Massen geht es um die ersten Sekunden. Bis Primär- und Sekundärregelung einsetzen und die Frequenz wieder hoch ziehen.
Fast alle aktuellen Windräder sind Umrichter-gekoppelte Maschinen. Damit ist die Schwungmasse leider nicht mehr direkt mit dem Netz gekoppelt sondern über einen Gleichstrom-Zwischenkreis. Um aus dem relativ langsam drehenden Rotor noch nennenswert Energie zu ziehen, wäre also eine "intelligente" Umrichtersteuerung erforderlich. Ob man die realisiert hat, weis ich nicht. Freiwillig bestimmt nicht. Und eine entsprechende Richtlinie dazu (vergleichbar zur Leistungsreduzierung bei Überfrequenz) ist mir nicht bekannt.

Wenn man die Abwärme als Heizung nutzt darf man ihn dann noch sogar mit Heizöl betreiben?
Dann kann man auch noch den Tesla Laden der mit in der Garage steht :)
Ein stationäres Aggregat darfst du immer mit Heizöl befeuern. Egal ob es Wärme einspeist oder nicht. Wichtig ist, dass es stationär ist.

Dann sei froh, daß Du 2005 nicht im den betroffenen Gebieten gewohnt hast!
Man hat damals aus dem ganzen Bundesgebiet mobile Stromerzeuger in die betroffenen Gebiete gebracht,
und diesbezüglich auch bei unseren Nachbarn angefragt.
Dennoch konnten bei weitem nicht alle Haushalte versorgt werden.
Wer glaubt, daß wir aktuell deutlich besser aufgestellt sind... :rolleyes:
Im Bereich der Feuerwehren hat man ein paar Aggregate angeschafft, aber insgesamt sieht es nicht viel besser aus als 2005. Ein großes Problem im Münsterland 2005 waren die Fachkräfte zum Anschließen der Aggregate. Nach 3-4 Tagen hatte man großzügig Mietaggregate aus dem benachbarten Ausland da, aber die wenigen Mitarbeiter der Energieversorger waren völlig überlastet die alle anzuklemmen.

Das kleinere Netzsegmente über Stunden ausgefallen sind gab es eigentlich schon immer.
Allerdings die Billig Stromanbieter die jetzt einen Teil von der Wertschöpfungskette abbekommen machen es den örtlichen Netzbetreibern auch nicht leichter.
Die kommen nicht wenn etwas kaputt geht.
Deshalb hat man eigentlich zwischen VNB (Netzbetreiber) und EVU (Energieversorgungsunternehmen) getrennt. Nach der Übernahme von Innogy (vormals RWE) durch Eon fahren hier zwar immernoch Westnetz (früher RWE) Busse für den Netzbetrieb rum, aber der Grundversorger ist Eon (die schicken die Rechnung).

Ich habe das Teil im übrigen tatsächlich für solche denkbaren Szenarien, weniger für mich selber. Ist ja alles problemlos mobil transportierbar. Die 230V AC brauche ich selbst nicht unbedingt, nach einer Weile sind halt Gefrierfach und Kühlschrank warm, aber damit kann ich leben. Im Gefrierabteil habe ich PET Flaschen mit Wssser/Glycol Gemisch, die bei ca. -12°C schmelzen und zumindest ein paar Tage die Gefriertemperatur halten sollten. In den Kühlschrank kommt das Zeug, das auftauen darf.
Guter Tip. Wenn ich das zusätzlich einbaue, kann ich mir den zweiten US2000b vielleicht sparen. Der wäre im Moment im Angebot bei einem hier im Forum gut bekannten Onlineshop.

100W geht mit Solar und einem aufgebockten BionX Pedelec. Muss halt bei miesem Wetter einer Tag und Nacht treten, wenn es um Leben und Tod geht sollte sich jemand finden.
Hast du das mit dem BionX mal getestet? Wieviel Leistung bekommt man da wirklich dauerhaft raus? Also wieviel Leistung ist realistisch, wenn der Akku nicht entladen werden soll.

Gruß Markus
 
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John Kay

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Wechsel ist halt immer mit Ängsten und mit Sorgen, ob das auch wirklich gut funktioniert, verbunden. Das ist ganz natürlich.
Habe erst kürzlich festgestellt, dass nahezu alle in meinem Bekanntenkreis, obwohl sie in technischen Berufen sind, eine tiefe Angst vor Li-Ionenakkus haben, glauben, dass das Elektroauto viel schädlicher als der Benziner sei etc. Da wird jeder noch so dumme Bericht sofort aufgesogen und wieder gekäut.
Russischer TÜV zu Li-Ion Akkus


Brandgefährlich: Akkus wiederbeleben [mit Video] | accundu


Rohstoffe für E-Auto Akku: So kritisch ist die Förderung wirklich
 
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Wurzelsepp

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Wenn der Riesenakku wie geplant gebaut wird, dann geh ich eben die paar Meter und such mir da eine freie Steckdose. ;)

PS: Total vergessen, ich rolle die paar Meter.
 

Barrista

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Glück oder leider - "nur" eine 110kV Trasse. Und ein ganzer Haufen 10-30kV Leitungen.
Hast mich erwischt, hatte die damaligen Gegebenheiten nicht mehr so richtig parat.
Als unbetroffener hab ichs auch nur nebenbei verfolgt.
Gut wir gehen ja hier von einer Unterversorgung und nicht von einem kapitalem Crash mehrerer Leitungen aus.
Diese führen zwangsläufig zu einer Unterfrequenz. Da gehe ich davon aus das es nicht Sclagartig passiert. Die Abschaltung der vorhandenen Grossverbraucher (Industrie) federt da schon einuges ab.
Ich arbeite in einem Warmwakzwerk das ca 50MW im Walzprozess aus dem Netz verbraucht.
Wir fahren den Walzprozesse schon weit vor der Abschaltung geregelt herunter in der Hoffnung nicht mittendrin zur totalen Abschaltung zu kommen.
Da werden wir auch nicht die einzigen sein, so das vermutlich einge GW kurzfristig nicht mehr verbraucht werden.
Man kann dieses Szenario allerdings nicht probieren ob es durch die Abschaltungen nicht zu einem überschwingen kommt.


Wünsche allen das es nicht zu einem langen Flächen deckendem Ausfall kommen wird.
 

Chaos

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Um aus dem relativ langsam drehenden Rotor noch nennenswert Energie zu ziehen, wäre also eine "intelligente" Umrichtersteuerung erforderlich. Ob man die realisiert hat, weis ich nicht.
Wurde in mindestens einem Forschungsprojekt realisiert.
Windenergieanlagen können Momentanreserve liefern

Derzeit noch nicht notwendig da genug träge Massen im Netz vorhanden sind, daher auch soweit ich weiss noch keine Vorschrift. Ist aber schon lange Thema bei den ÜNBs und wird bei Bedarf sicher angegangen.
Momentanreserve kann man alternativ entsprechend aus Batterien bereitstellen, denn bei Windkraft muss die Anlage ja den optimalen Betriebspunkt zumindest kurzzeitig verlassen.
 

schmadde

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Und viele insulinpflichtige Diabetiker brauchen heutzutage das Smartphone, um den Blutzucker-Sensor auszulesen, ggf. hat man sogar schon eine Regelschleife für die Insulinpumpe über das Smartphone realisiert. Da gibt es zwar auch die klassische Methode als Notlösung, aber die musst dann auch in ausreichender Menge vorhalten und immer wieder ersetzen.
Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Die BZ-Messung geht immer noch mit einem klassischen Messgerät von denen jeder Diabetiker etliche zuhause hat, weil man von den Herstellern damit zugeschissen wird und Teststreifen muss jeder haben, bis vor kurzem waren die Werte der CGMs gar nicht für Therapieentscheidungen zugelassen, bin gar nicht sicher ob sich das geändert hat. Die Pumpe läuft auf Batterie und idR hat man für 3 Monate welche da und wenn nicht hat jeder einen Pen der rein mechanisch funktioniert.

Und wenn die Messung nicht mehr geht: Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte überhaupt kein Diabetiker ein eigenes Messgerät, das wurde alle paar Monate mal beim Arzt gemessen. Ist nicht gut für die Langzeitprognose, aber überleben tut man da noch recht gut.

Diabetestherapie ist recht lange stromlos möglich.
 

schmadde

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Das ändert genau gar nichts daran, dass die Leute an unbemerkter Unterzuckerung gestorben sind
Solche Horrorstories entbehren meist jeder Grundlage. Ich kenne genau einen Fall wo jemand an einer Hypo gestorben ist, der hatte einen Krampf im Kiefer und hat sich die Zunge abgebissen. Da muss aber schon sehr viel passieren incl. erheblicher Mengen an Alkohol damit sowas passiert. Wenn überhaupt dann sind Hypos im Straßenverkehr tödlich, sonst eher nicht.

und mancher Diabetes mit der Uralt-Methode mit Fingerpieks und Langzeit-Insulin kaum gut beherrschbar war.
Zwischen gut beherrschbar und tot liegt noch ein weiter Weg. Der Diabetes wäre bei Stromausfall meine geringste Sorge. Ich meine: die Krankenversicherungen haben sich noch bis vor kurzem standhaft geweigert CGM Systeme zu bezahlen, ich habe bei einer Schulung Leute getroffen die 10x im Jahr Notarzteinsätze hatte und kein CGM bekommen haben.
 

Inzingersimon

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Das hilft Dir bei einem Stromausfall exakt garnichts, weil sichd er Wechselrichter sofort deaktiviert.

Und alle Macht der Strafgerichte über den, der das irgendwie zu überbrücken versucht um in ein totes Netz 230V einzuspeisen, während irgendwo ein Techniker an eben dieser Leitung rum fummelt.
Echt also bei uns in Österreich werden die akkugestützten PV Anlagen mit genau dem Argument; "auch Strom bei Netzausfall" verkauft und gefördert. In meinem Fall 5kW peak PV in Kombi mit 10kWh nutzbaren Stromspeicher. Okay habe Blackout auch gelesen und kenne mich halbwegs mit Notstromanlagen aus, bei längerem Stromausfall gibt es andere Probleme als daheim den Strom. Dafür wurde meine Anlage nicht angeschafft, ist halt ein kostenloses Gimmik.
 

perro

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Wir am Dorf haben jedes Jahr mehrere Stromausfälle, meist nur kurz, damit ärgerlich. Aber auch manchmal 1 - 2 Tage, das ist dann schon kritischer. Aber immerhin kann man noch irgendwohinfahren und einkaufen, auch wenn meine Wärmepumpe nicht geht und der Fernseher tot ist. Aber länger und großflächiger wäre ein Katastrophe, auf die man sich als Normalo kaum vorbereiten kann, nicht als Hausbesitzer und schon garnicht in einer Mietwohnung. Und das größte Problem wären wohl panische Nachbarn....
Wer allein und pflegebedürftig ist kommt auch mit einem Tag schon in starke Bedrängnis
 

schmadde

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Echt also bei uns in Österreich werden die akkugestützten PV Anlagen mit genau dem Argument; "auch Strom bei Netzausfall" verkauft und gefördert.
Es ging hier um so eine fragwürdige "Plug-In-Anlage", also ein einfaches Solarpanel mit einem Wechselrichter dran, das man direkt in eine Steckdose steckt und dann über einen Schuko-Stecker rückwärts Strom ins Hausnetz einspeist.

"Richtige" Solaranlagen schalten idR auch ab, wenn kein Netzstrom mehr vorhanden ist, vor allem aus Sicherheitsgründen. Es gibt auch welche, die als Inselanlage laufen können, aber wenn die autark laufen müssen sie das Haus vom Netzstrom trennen, damit eben keiner Schaden nimmt, der am (vermeintlich abgeschalteten) Netz Reparaturarbeiten vornimmt.
 

Strombremse

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Vor allem wundert mich, das die Bevölkerung anscheinend doch ziemlich verwöhnt war/ist, was die Stromversorgung angeht. Da diese ja stehts die letzten zig Jahre einigermaßen sicher funktionierte, macht man sich hier auch keine Gedanken drüber. Was habe ich Zuhause, wenns plötzlich dunkel wird, habe ich warme Decken, genug Lebensmittel für 2 Wochen, könnte ich mir Essen irgendwie warm machen, genügend Kerzen um wenigstens Licht für 2 Wochen zu haben, haben die Tiere genügend Futter vorrat und und und. Hier sprechen wir von gesunden Menschen, ist jemand Krank und auf ständige ärztliche Hilfe angewiesen schaut diese Sache schon noch mal verschärfter aus.
Für jeden Mist ist man versichert und zahlt oftmals sein ganzes Leben lang ein, ohne irgendeine Versicherungsleistung in Anspruch nehmen zu müssen. " Es könnte ja irgendwann mal was passieren". Hier ist anscheinend die Vorsichtsmaßnahme ziemlich stark der Bevölkerung eingeschärft worden, aber nur hier, da dies auf allen Kanälen Jahrzehnte lang rauf und runter gespielt wurde. Würde diese Information über einen evtl. Blackout auch z.B. ab und zu in den Fernsehkanälen geschehen, wären die Menschen sicherlich auch komplett vorbereitet. Ja ja, ich weiß, das eine ist Versicherungswerbung und das andere wäre ne sinnvolle Aufklärung der Bürger.
 

cephalotus

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Echt also bei uns in Österreich werden die akkugestützten PV Anlagen mit genau dem Argument; "auch Strom bei Netzausfall" verkauft und gefördert. In meinem Fall 5kW peak PV in Kombi mit 10kWh nutzbaren Stromspeicher. Okay habe Blackout auch gelesen und kenne mich halbwegs mit Notstromanlagen aus, bei längerem Stromausfall gibt es andere Probleme als daheim den Strom. Dafür wurde meine Anlage nicht angeschafft, ist halt ein kostenloses Gimmik.
Inselfähige Anlagen mit Akku sind was ganz anders, die trennen sich bei Stromausfall aber auch vollständig vom öffentlichen Netz ab.
Hier ging es um plug-in-Anlagen zur Rückspeisung über das Hausnetz. Wie bei allen netzgekoppelten Wechselrichtern sind diese gezwungen, das Einspeisen sofort einzustellen, wenn es zu Unregelmäßigkeiten im Stromnetz kommt, ein Stromausfall zählt da dazu.

Die Gründe dafür sollten einleuchten.
 

Strombremse

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Die Kommentare zum Artikel sind recht interessant.
Aber leider noch viel zu wenige, die der Regierung Feuer macht. Noch kein murren in der Bevölkerung, das die Strompreise bei uns seitdem in astronomische weltweite Höhen geklettert sind. Wenns jetzt allerdings dazu noch dunkel würde bei uns, ( davon hat die Regierung panische Angst, denke ich mal) dann würden die Mistgabeln aus den Scheunen geholt.
 

cephalotus

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Vor allem wundert mich, das die Bevölkerung anscheinend doch ziemlich verwöhnt war/ist, was die Stromversorgung angeht. Da diese ja stehts die letzten zig Jahre einigermaßen sicher funktionierte, macht man sich hier auch keine Gedanken drüber. Was habe ich Zuhause, wenns plötzlich dunkel wird, habe ich warme Decken, genug Lebensmittel für 2 Wochen, könnte ich mir Essen irgendwie warm machen, genügend Kerzen um wenigstens Licht für 2 Wochen zu haben, haben die Tiere genügend Futter vorrat und und und. Hier sprechen wir von gesunden Menschen, ist jemand Krank und auf ständige ärztliche Hilfe angewiesen schaut diese Sache schon noch mal verschärfter aus.
Für jeden Mist ist man versichert und zahlt oftmals sein ganzes Leben lang ein, ohne irgendeine Versicherungsleistung in Anspruch nehmen zu müssen. " Es könnte ja irgendwann mal was passieren". Hier ist anscheinend die Vorsichtsmaßnahme ziemlich stark der Bevölkerung eingeschärft worden, aber nur hier, da dies auf allen Kanälen Jahrzehnte lang rauf und runter gespielt wurde. Würde diese Information über einen evtl. Blackout auch z.B. ab und zu in den Fernsehkanälen geschehen, wären die Menschen sicherlich auch komplett vorbereitet. Ja ja, ich weiß, das eine ist Versicherungswerbung und das andere wäre ne sinnvolle Aufklärung der Bürger.

Stromausfälle gab es schon immer und wird es immer geben.
Mir macht weniger der Ausbau der enruerebaren Energien sorgen. Abgesehen von der schmerzhaften Übergangszeit ist ein Netz mit 80-90% Solar- und Windstrom deutlich ausfallsicherer als eins ohne Solar und Wind, weil die x-fache Redundanz quasi Grundbestandteil des Systems sein muss.

Sorgen macht mir eher der Softwareteil bzw ein Terrorakt, evtl auch von staatlicher Seite (hybride Krigesführung) Beispiel: Russland vs Ukraine.
Und dann gibt es natürlich noch denkbare Naturkatastrophen, wie z.B. ein Carrington Ereignis heute reinhauen würde ist zumindest mir unklar.

Wenn wir von einem 1 wöchigen europaweiten Zusammenbruch der Stromnetze ausgehen würde hat man massive Systemprobleme, an allererster Stelel stehen hier Anlagen der chemischen Industrie sowie Atomkraftwerke. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass hier alle anlagen gesichert werden können, dazu ist die Logistikkette zu lang und anfällig. Mehrere GAU in solchen Anlagen sind daher wahrscheinlich. was mit den Biotec Laboren ist weiß ich nicht.

Dazu kommen kleinere Probleme wie Gefängnisse, Kläranlagen, etc.

Ebenso kollabiert die Infrastruktur, als Kommunikation und Trinkwasser, Tankstellen, Verkehsrleitsysteme, der schienengebunde Verkehr, usw.

Rettngdiesnte dürften mit Aufzügen, Unfällen und Krankenhäuser volkommen ausgelastet sein, nach einiger Weile versagt die Kommunikation und Koordination. Die Rolle der einzelnen ist schwer prognostizierbar.

Wesentliche Gegenstratgei ist, Informationen zu verbreiten. Nichts versetzt die leute mehr in Panik als ein mangel an Information, also wird man (hoffentlich) alles daran setzen, die leute mit Informatiionen zu versorgen (egal welcher Art, das ist eher unwichtig) und vor allem kund tun, dass sich iregndwer schon kümmert.

der Rest ist dann privat, das ist ziemlich einfach:

1. Do not panic
2. Du hast ein UKW Rado mit ausreichend vollen Batterien, die Energiezer Lithium AA Batterien sind perfekt, die kann man 30 jahre herumliegen lassen (kauf Dir kein dämliches Kurbelradio oder gar eine Kurbeltacshenlampe)
3. Habe Feuerlöscher im Haus, vor allem in MFH. ie Leute werden kerzen und Feuer anzünden und Häuser abfackeln, das ist unausweichlich. Idealerweise aber nicht das eigene.
4. Habe für jede person eine Tacshenlampe, idealerweise Stirnlampe. Batterien s.o.
5. Du hast eine USB Powerbank umd Dein Handy zu laden und das anderer Leute (Notfalls USB im Auto nutzen oder am Laptop oder Pedleec oder was auch immer)
6. Idealerweise ist Dein Autotank nicht leer (wir hatten früher 50l Rapsöl für einen umegbauten Diesel eingelagert, jetzt haben wir ein Erdgasauto mit idR vollem 50l Benzin Reservetank). Wahrscheinlich wird man aber nicht viel fahren müssen.
7. Du hast Bargeld daheim und Medikamente. Wenn diese gekühlt werden hast Du eine Strategie wie das passiert. (das kein z.B. eine Thermoskanne mit Eis-Wasser Gemisch sein, was 3-4 Tage lang 0°C hält)
Wer im Umkreis von 50km um ein AKW wohnt sollte sich einen Fluchtrucksackzulegen und Kaliumjodidtabletten (Lannacher 65mg Kaliumjodid, sind sehr billig und halten ewig). wer in der Nähe eine Chemieanlage wohnt weiß hoffentlich, was dort entweichen kann. Ggf darauf vorbereiten (z.B. Gasmaske mit geeignetem Filter und Fluchtrucksack)
8. Du Hast Gaskocher zum Kochen (ich empfehle die Chinakoche rmit MSF1a Kartuschen, die sind prima geeignet und spottbillig)
9. heizen ist idR überflüssig, die Durchschnittstemperarur im Januar liegt hier bei 0°C, da erfriert keiner in der Wohnung. Sollte es tagelang -20°C haben Wasserleitungen leeren und ggf einen Raum frostfrei halten
10. du brauchst ein Konzept für Trink- und Brauchwasser. Ist z.B. bei mir ein Schwachpunkt im 4. Stock. Ich hab Wasserfilter, Transportbehälter und für die Badewannen einen Wassersack und Micropur Pulver zum Konservieren, denn müsste ich halt rechtzeitig befüllen
11. Du brauchst ein Konzept für die Entsorgung von Wasser. bei mir macht das die schwerkraft. Pinkeln könnte ich notfalls auch in der Grünanlage, für Kot habe ich Blumenerdenbriketts auf Kokosbasis (nehem ich eben als Blumenerde), die binden das ganz gut. Plastiktüte drum rum, Knoten rein und in die Mülltonne.
12. Lebensmittel eben nach Wahl. Aber so schnell verhungert man ggf. schon nicht.
13. Bei der Tiefkühltruhe muss man abwägen zwischen dem möglichen Verlust und den Kosten, die anfallen, diesen Verlust zu vermeiden. Mein Kühlfach taut mit provisorischen Wasser/Glycol Kühlakkus geschtzt 3 Tage nicht auf, der Rest ist dann eben Verlust.
14. Besorg Dir Spiele fürs tagelange daheim hocken (insb. Kinder)

Das ist jetzt so die entspannte Version, vieles davon hat man möglicherweise eh in der ein oder anderen Form daheim oder braucht es nicht. Ansonsten ist man ab 100 Euro schon ziemich gut dabei. Wahrscheinlich besser als mancher mit der 15.000 Euro PV Inselanlage, die dann zwar den Geschirrspüler und den 75" Fernseher bedienen kann, dafür aber an anderer Stelle unvorbereitet ist.

Gehe davon aus, dass 90% Deiner Mitbürger Probleme haben werde. Unterstütze. Beruhige. Informiere (notfalls erfinde eine positive Lüge)

MfG
 

John Kay

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Wie üblich überwiegend Laien, die sich über Dinge aufregen, die sie nicht verstehen.
Kann ich nicht bestätigen, wir haben hier die gleichen Probleme. Windpark und Stromleitungen.

Wer glaubt das in 18 Jahren nach Abschaltung aller Kraftwerke unser Stromnetz perfekt
ausgestattet ist und es immer Problemlos Strom zur Verfügung steht, ist ein großer
Optimist. Dazu kommen noch diese E-Fahrzeuge wo man die Entwicklung auch nicht
abschätzen kann.
 
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