i-MIEV-Mitsubishi Elektroauto in Serie

Diskutiere i-MIEV-Mitsubishi Elektroauto in Serie im Anderes mit E-Motor Forum im Bereich Diskussionen; http://www.n-tv.de/auto/meldungen/Elektroauto-in-Serie-article324833.html...
Nader

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AW: i-MIEV-Mitsubishi Elektroauto in Serie

hmm.. also der Name ist ja der Hammer...
wer will in einem Auto sitzen, das "i miev" heißt..
("ich stinke")
;)

34.000Euronen
sind wir übertrieben optimistisch und sagen 200.000km hält der Akku..

200.000km mit 5l/100km Sprit kostet normalerweise 10.000-15.000 Euro Spritkosten

beim i-Miev wird von 60cent/100km gesprochen

200.000km mit 60cent/100km sind dann 1200 Euro

also in den reinen Betriebskosten wäre irgendwas im Bereich von 10.000-15.000Euro auf 200.000km gerechnet einzusparen..

allerdings sprechen die derzeit von einem Batteriepreis von 20.000Euro (!)
(meinen die die Batterie vom Auto ?)
dann wäre ja die Batterie teurer wie der Rest des Autos ?

also rentieren tut sich dann der Elektroantrieb wohl noch nicht
auf der anderen Seite: wenn Leute Autos nur aufgrund des "rentierens" kaufen würden, dürfte es gar keine Autos mit über 8l/100km geben..
 
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cephalotus

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AW: i-MIEV-Mitsubishi Elektroauto in Serie

hmm.. also der Name ist ja der Hammer...
wer will in einem Auto sitzen, das "i miev" heißt..
("ich stinke")
nicht ganz glücklich, aber immer noch besser als der Pajero ;-)

34.000Euronen
sind wir übertrieben optimistisch und sagen 200.000km hält der Akku..

200.000km mit 5l/100km Sprit kostet normalerweise 10.000-15.000 Euro Spritkosten
In der jetzigen Phase kein Auto für Sparer und die Geiz ist Geil Fraktion sondern eher für early movers mit Geld, die mit dem Auto ein Statement abgeben wollen.
In betsimmten Regionen mag sich auch ein tatsächlicher Vorteiö ergeben, -25% in Norwegen, da keine MWSt, ca. 10€ pro Tag in London gespart, da keine congetsion charge, woanders reservierte Parkplätze in der Innenstadt (in Gold aufzuwiegen) oder Mitbenutzung reservierter Fahrspuren, usw, usf...


allerdings sprechen die derzeit von einem Batteriepreis von 20.000Euro (!)
(meinen die die Batterie vom Auto ?)
dann wäre ja die Batterie teurer wie der Rest des Autos ?
Ja. So eine Traktionsbatterie kostet einen Haufen Geld. Das ist kein duct tape China Akku, wo es egal ist, wenn der doch mal Feuer fängt oder nach 2 Jahren den Geist aufgibt.

also rentieren tut sich dann der Elektroantrieb wohl noch nicht
auf der anderen Seite: wenn Leute Autos nur aufgrund des "rentierens" kaufen würden, dürfte es gar keine Autos mit über 8l/100km geben..
Eben, locker 90% der Autos rentieren sich nicht und werden trotzdem gekauft, z.B. aus Prestigegründen.
Ich persönlich z.B. möchte eher mit so einem Auto angeben (zeigt meinen innovativen Charakter, meinen Wohlstand, meine Individualität und mein Verhalten gegenüber Mitmenschen und Umwelt)
Wenige Autos können vermutlich ein besseres Image transportieren. Denen, die das lächerlich finden, will ich auch garnicht imponieren.

PS: Ein paar Vorteile gibts auch noch. Bessere Beschleunigung als der Benziner (trotz mehr Gewicht) und eine Heizung, die im Winter schon ab der 1. Sekunde funktioniert (aber Reichweite kostet).

Es gab zum i-miev mal eine schöne ppt Präsentation, aber ich find die im Netz nicht.
 
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Kraeuterbutter

Kraeuterbutter

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naja, mich wundert schon der Akkupreis..

20.000 Euro ist ungefähr das, was bei Tesla Roadster auch für die Ersatzbatterie angegeben wird..

und die dürfte aber deutlich grösser sein als hier im I-Miev
(nehm ich mal an, da der Tesla deutlich schwerer ist UND trotzdem mit mehr wie doppelter max. Reichweite angegeben wird, nochdazu Cabrio und wohl nicht so windschlüpfrig wie dieses I-Miev-Ei)
 
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cephalotus

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naja, mich wundert schon der Akkupreis..

20.000 Euro ist ungefähr das, was bei Tesla Roadster auch für die Ersatzbatterie angegeben wird..

und die dürfte aber deutlich grösser sein als hier im I-Miev
(nehm ich mal an, da der Tesla deutlich schwerer ist UND trotzdem mit mehr wie doppelter max. Reichweite angegeben wird, nochdazu Cabrio und wohl nicht so windschlüpfrig wie dieses I-Miev-Ei)
Ich habs nicht mehr genau im Kopf, aber ich glaube der i-Miev hat in der aktuellen Version einen 20kWh Akku mit Zellen von Yosua, der Tesla Akku hat 53kWh aus 18650er Zellen mir unbekannter Herkunft.

Der Tesla ist trotz vergelichsweise riesigem Akku nur kaum schwerer. Das Fahrzeug ist winzig (sieht man auf den Bilder nicht, wenn man keinen Größenvergleich hat)

Ob der Preis, den Tesla nennt, überhaupt ein realer Preis ist (warum kostet dann das Auto 130.000€?) wäre meine erste Frage, die zweite ist die Lebensdauer. Ich traue Mitsubishi weitaus eher zu, einen Akku zu verbauen, der 15 Jahre lang überlebt (dieses Unternehmen hat was zu verlieren) als dass ich dem Tesla Akku zutraue, dass die Zellen dort eine Belastung überstehen, für die sie vermutlich niemals gebaut wurden.

Nun ja, es wird sich zeigen.
 
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naja.. der Preis vom Tesla ist halt der von einem Sportwagen..

der Tesla dürfte im Moment die vernünftigste Variante eines Elektroautos sein
(in gewisser Weise)

andere Sportautos die in unter 4 Sekunden von 0 auf 100km/h beschleunigen kosten in der Regel auch nicht weniger, wenn Ferrarie draufsteht eher mehr
viel mehr wie 200km/h kann man ausser auf abgesteckten Strecken in Europa ja eh kaum wo fahren, vondaher macht diese Geschwindigkeitsbegrenzung beim Tesla auch nix

dann kommt noch das exterm coole Image dazu

und Reichweite ist mit ~400km bei normaler Fahrweise auch super..

sprich: Tesla hat keine wirklichen Nachteile gegenüber anderen 2-Sitzer-Sportautos

bei den "vernünftigen" Autos (Familienkutschen) schaut die Sache leider anders aus...
hier gibts keinen Elektrowagen der mehrere 100km Reichweite hat und unter 20.000Euro kostet und gleich viel Innenraum bietet wie die gängigen Familien-Autos (Golfklasse)

also so unsinnig ein "umweltfreundlicher Elektro-Sportwagen" klingen mag,
im Vergleich zu den anderen Sportautos denk ich macht er durchaus Sinn..
die Batteriekosten fallen vergleichsweise kaum ins Gewicht
und viel Power kriegt man - wenn man Reichweite haben will und somit viel Kapazität verbaut - bei LiXX ja gratis dazu

vom Tesla hab ich nen Video von der Vorstellung in Wien gesehen...
da ist er am Ring entlang gefahren und hat mal hin und wieder kurz aufs Gas getippt... unglaublich wie das Teil fast lautlos loszieht..
ne Sekunde am Gas und das Geschoss katapultiert sich von 30 auf 70km/h
 
Kraeuterbutter

Kraeuterbutter

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Ich traue Mitsubishi weitaus eher zu, einen Akku zu verbauen, der 15 Jahre lang überlebt (dieses Unternehmen hat was zu verlieren) als dass ich dem Tesla Akku zutraue, dass die Zellen dort eine Belastung überstehen, für die sie vermutlich niemals gebaut wurden.

Nun ja, es wird sich zeigen.
Info zum Tesla-Akku:
"Langfristig wollen wir in das Preissegment um 35 000 $ und damit in den Massenmarkt vorstoßen", so der Manager. Dafür müssen die Ingenieure die Batterie allerdings gründlich überarbeiten. Der Akku übersteht laut Siry nur 500 volle Ladezyklen. Nach drei bis fünf Jahren müsse er ersetzt werden. Kostenpunkt: 22 000 $.
drei bis fünf jahre ist wirklich etwas mager..
 
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Steueroase

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allerdings sprechen die derzeit von einem Batteriepreis von 20.000Euro (!)
(meinen die die Batterie vom Auto ?)
dann wäre ja die Batterie teurer wie der Rest des Autos ?
Meine Rede. Bei diesen Akkupreisen sind E-Autos nur ein Spielzeug für Ökofanatiker (i-MiEV) oder große Jungs (Tesla) ;)

also rentieren tut sich dann der Elektroantrieb wohl noch nicht
auf der anderen Seite: wenn Leute Autos nur aufgrund des "rentierens" kaufen würden, dürfte es gar keine Autos mit über 8l/100km geben..
Ansichtssache: konstant Tempo 150 auf der Bahn, wohlklimatisiert, dezente klassische Musik im Hintergrund, 2 Personen im Wagen, macht genau 4 l/100km pro Nase :D
.
 
HerrMüller

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AW: i-MIEV-Mitsubishi Elektroauto in Serie

Ansichtssache: konstant Tempo 150 auf der Bahn, wohlklimatisiert, dezente klassische Musik im Hintergrund, 2 Personen im Wagen, macht genau 4 l/100km pro Nase :D
Mit 4 Personen komm ich da auf <1,5l/100km/Nase :D

Wenn ich vorsichtig fahre komme ich auch allein auf <4l/100km.


hier gibts keinen Elektrowagen der mehrere 100km Reichweite hat und unter 20.000Euro kostet und gleich viel Innenraum bietet wie die gängigen Familien-Autos (Golfklasse)
Die 20.000€ passen zwar nicht, aber der Opel Ampera wird in die Richtung gehen. Ok, nur die ersten 60km sind rein elektrisch und dann springt der RangeExtender an. Aber wenn 95% meiner Fahrten diese Distanz nicht überschreiten ist das doch ein super Schritt in die elektrische Mobilität ohne die Angst, liegenzubleiben.
 
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cephalotus

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Ansichtssache: konstant Tempo 150 auf der Bahn, wohlklimatisiert, dezente klassische Musik im Hintergrund, 2 Personen im Wagen, macht genau 4 l/100km pro Nase :D
.
Und Du glaubst, dass sich weite Bevölkerungsschichten in sagen wir mal 20-30 Jahren noch leisten können, 4 l Benzin pro 100km und Person zu verbrennen.
Ich habe da sehr große Zweifel.

Entweder war peak oil im August 2008 oder wir haben ihn in den den nächsten 5-10 Jahren, aber da ist dann schon alles mit drin, inkl. halb Kanada in eine Hölle zu verwandeln.
 
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Die 20.000€ passen zwar nicht, aber der Opel Ampera wird in die Richtung gehen...
Der Preis fällt mir sehr(!) schwer zu glauben.

Elektroautos werden sich erst einmal spezielle Nischen erobern und dannach wird die breitere Marktdurchdringung vermutlich auch stark dadurch begünstigt, dass Benziner immer teurer werden.

Ob das Auto selbst in den kommendne Jahrzehnten ein Massenphänomen bleibt wird ja woanders schon diskutiert.
 
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AW: i-MIEV-Mitsubishi Elektroauto in Serie

Hallo zusammen,

Für die Entwicklung des Automobils waren die 90er Jahre des letzten Jahrtausends verlorene Jahre. Welchen Ballast uns diese Ära ans Bein gebunden hat, sieht man hier.
Ist es nicht irreführend, diese bräsigen Kleiboliden mit über 1000kg Gewicht noch Kleinwagen nennen zu wollen?
Jetzt will man in diese Ausgeburten sinnloser Recourcenverschwendung noch vier Zentner Akkus stecken. Das ist so sinnvoll, wie eine Postkutsche mit einem angeflickten Ottomotor.
Und das soll dann auch noch gut fürs Klima sein?
Welches Klima ?
Das im Auto vielleicht? Weil man auf die Klimaanlage nicht verzichten will, die dann schon mal 1/4 der Reichweite kostet?
Das wären dann 160Wh pro Kilometer oder bei etwas "sportlicherer" Fahrweise auch mehr.
Das entspricht 5l Benzin/ 100km. Das ist ein Armutszeugnis für einen Kleinwagen.
Das kanns ja wohl nicht sein.

Schöne Grüße,
Georg
 
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cephalotus

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Hallo zusammen,

Für die Entwicklung des Automobils waren die 90er Jahre des letzten Jahrtausends verlorene Jahre. Welchen Ballast uns diese Ära ans Bein gebunden hat, sieht man hier.
Der Markt bietet das an, was die Leute wollen.

Und "die Leute" wollen eben eher rollende Wohnzimmer mit höchstem Komfort und Sicherheitsstandard als rollende Plastikkisten wie das Twike.

Was man hat, das gibt man ungern wieder auf, von daher wird eine solche Rückentwicklung beim Automobil nur noch durch Zwang möglich sein oder vielelicht über Generationen hinweg (diese Zeit haben wir nicht).

Im übrigens ist das Gewicht bei E-Autos garnicht mal so dramatisch, das man bei die Beschleunigungs und Bremsvorgängen sowie bei Bergfahrten (also dort wo Gewicht eine wichtige Rolle spielt) zumindest einen Teil der "verlorenen Energie" wieder Rekuperieren kann.

Twike, CityEl und Co gibt es nun lange genug auf dem Markt, dass man sagen kann, dass die Leute das nicht wollen. Die wollen "richtige Autos". Ein wirtschaftlich tätiges Unternehmen kann es sich nicht leisten nur Leichtbaustudien für die Schublade zu bauen.
 
HerrMüller

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AW: i-MIEV-Mitsubishi Elektroauto in Serie

Und Du glaubst, dass sich weite Bevölkerungsschichten in sagen wir mal 20-30 Jahren noch leisten können, 4 l Benzin pro 100km und Person zu verbrennen.
Möglich, aber irgendwann wird es vorbei sein... ob in 10 Jahren oder in 50...
Wenn der Verbrauch runter geht lässt sich aber auch viel mit regenerativen vollsythetischen Kraftstoffen machen.

Der Preis fällt mir sehr(!) schwer zu glauben.
Ich hab mich schlecht ausgedrückt - ich meinte nicht dass der Preis in Richtung 20.000 geht sondern die Technik in Richtung eines vollwertigen Fahrzeugs.

Elektroautos werden sich erst einmal spezielle Nischen erobern und dannach wird die breitere Marktdurchdringung vermutlich auch stark dadurch begünstigt, dass Benziner immer teurer werden.
Das haben sie schon und tun sie verstärkt weiter. Im Moment ist die Zeit eigentlich schlecht weil der Sprit so billig ist, aber wenn Super wieder die 1,60€ übersteigt und stramm auf die 2€ zuhält werden die Leute verstärkt E-Fahrzeuge nachfragen.
Leider ein Henne-Ei-Problem.... erst durch Massenfertigung werden die Akkus billig und erst durch billige Akkus finden sich Käufer für die Massenfertigung.

Ist es nicht irreführend, diese bräsigen Kleiboliden mit über 1000kg Gewicht noch Kleinwagen nennen zu wollen?
Jetzt will man in diese Ausgeburten sinnloser Recourcenverschwendung noch vier Zentner Akkus stecken. Das ist so sinnvoll, wie eine Postkutsche mit einem angeflickten Ottomotor.
Kennst Du Alternativen?

Das wären dann 160Wh pro Kilometer oder bei etwas "sportlicherer" Fahrweise auch mehr.
Das entspricht 5l Benzin/ 100km.
Der Heizwert von Benzin liegt bei 41MJ/kg - das entspricht ca 30,75MJ/Liter bzw. ca 8,5 kWh/Liter. Ein Verbrauch von 5 Litern Benzin entspricht damit knapp 43kWh/100km - das ist dann knapp 3x so viel wie ein E-Auto der Golfklasse brauchen würde.
Aber zeig mir auch mal bitte den Benziner der im Stadtverkehr mit 5,0 Litern auskommt. Der Verbrauch von E-Fahrzeugen geht im Stadtverkehr eher runter.
Dank Rekuperation ist das Gewicht auch kein sooo großer Energiefresser mehr.

Und "die Leute" wollen eben eher rollende Wohnzimmer mit höchstem Komfort und Sicherheitsstandard als rollende Plastikkisten wie das Twike.
Das Twike kostet mit ein bißchen Lithium mal eben über 30.000€ - na schönen Dank auch. Teures Fahrrad mit Dach.
Man muss ja nicht gleich ins andere Extrem fallen und behaupten das Volk wolle nur S-Klassen. Der Mini ist auch super beliebt. Oder nehmen wir den Fiat 500... oder halt VW Fox. Irgendetwas halt mit dem man auf der Autobahn nicht von LKWs platt gemacht wird, ein Dach über dem Kopf und 4 Sitzplätze hat. Mit 120 Reisegeschwindigkeit ließe sich ja schon leben.

Der Loremo macht da Hoffnung - das ist auch Leichtbau mit einem CW Wert von dem City El und Twike wahrscheinlich noch nicht mal Träumen können - und er ist trotzdem ansehbar.
Ans City El hab ich ja sogar schon mal Gedacht - aber selbst wenn ich mich mit der geringen Geschwindigkeit hätte anfreunden können wäre es immer noch ein Einsitzer. Ein Twike zum realistischen Preis mit nicht mehr so peinlicher Optik würde mich auch interessieren.
 
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AW: i-MIEV-Mitsubishi Elektroauto in Serie

Ein Twike zum realistischen Preis mit nicht mehr so peinlicher Optik würde mich auch interessieren.
Ich habe eher mit dem Preis, als mit der Optik Probleme.

Farbe (anders als weiß) kosten fast 2000 EUR. Unfassbar!

Solche Teile mit:
- 2 oder besser 2+1 Sitzen (Notsitz für 3. Person oder Gepäck)
- V-Max 85 (Stadt und notfalls kurz Stadtautobahn)
- Reichweite sicher 50 km (Heizung, Licht, Berge oder schnell) Eco+Sommer dann ca. 100
- Spaßfaktor Cabrio, tolle Farben ...
- optional Range-Extender, Power-Akku, Brennstoffzelle, Hardtop ...
müssen her.

Bei den Zugständnissen in Geschwindigkeit und Reichweite müßte auch ein vernünftiger Preis auf heutigem Kleinstwagenniveau möglich sein.
Also in einer fahrfertigen Basisversion <10000 EUR
Der Akkusatz kostet dann auch eher 2 als 20 TEUR und wenn er in 5 Jahren ersetzt werden muß ist er sicher noch preiswerter und leistungsfähiger zu haben. Dann ist das auch kein K.O.-Kriterium mehr.

Wenn man z.B. 30% aller 2. und 3. Fahrzeuge in einer Familie durch solche Minimalfahrzeuge ersetzen könnte, wäre das schon ein genialer Durchbruch.

Solange solche Teile 25000++ kosten wird es keine Verbreitung geben.

Einen E-Roller mit diesen Eckwerten bekommt man ab etwa 4000 EUR. Da ist schon eine Menge drin. Eigentlich fehlt nur das 3. Rad und eine Kabine.

Loremo scheint eine "never ending story" zu bleiben.
Die Franzosen fummeln auch seit Jahren an einem Luftdruckauto (zuletzt AirPod).

Letztlich werden die Chinesen oder Inder den Bedarf erkennen und uns mit dem Nötigen versorgen.

Ich glaube wir scheitern bei diesen Dingen an unserem Perfektionismus. Es soll gleich ein Golf-ähnliches Fahrzeug werden. Aller Komfort incl. Klima. V-Max >150 und 400 km Reichweite. Natürlich auch gleich eine perfekte Infrastruktur dazu aufbauen, natürlich mindestens Europaweit! Unsere Eltern und Großeltern sind zunächst auch mit Gogo, Isetta, Messerschmidt und Käfer unterwegs gewesen. Ich selbst hab noch R4 und Ente erlebt.
Simpel und preiswert sollte das erste Ziel sein.

Thorsten
 
Helmut

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AW: i-MIEV-Mitsubishi Elektroauto in Serie

Ich glaube wir scheitern bei diesen Dingen an unserem Perfektionismus. Es soll gleich ein Golf-ähnliches Fahrzeug werden. Aller Komfort incl. Klima. V-Max >150 und 400 km Reichweite. Natürlich auch gleich eine perfekte Infrastruktur dazu aufbauen, natürlich mindestens Europaweit! Unsere Eltern und Großeltern sind zunächst auch mit Gogo, Isetta, Messerschmidt und Käfer unterwegs gewesen. Ich selbst hab noch R4 und Ente erlebt.
Simpel und preiswert sollte das erste Ziel sein.
Da hst du sicher recht, aber da stehen in D und in der EU eine Fülle von Vorschriften, isbesondere im Sicherheitsbereich, dagegen, die es Quereinsteigern eigentlich unmöglich macht, da was massenmarktfähiges zu entwickeln. Die Autoindustrie selbst hat momentan offensichtlich noch kein ernsthaftes Interesse, schnell "preiswerte" E-Modelle auf den Markt zu bringen, obwohl da sicherlich bereits einiges in den Schubladen schlummert. Die kalkulieren den Preis eines E-Autos auch über relativ geringe Stückzahlen. Also wird es lieber gleich im höherpreisigen Segment angesiedelt und Firlefanz mit eingebaut, um diesen optisch zu rechtfertigen. Angeblich will der Kunde das ja so. Für den Durchbruch derartiger Fahrzeuge muß m. E. doch auch erstmal eine vernünftige Infrastruktur (Akkutank- und/oder wechselstellen) her. Das Problem hatten die Goggos, R4 etc. ja damals nicht. Der eigentliche Schlüssel zum Erfolg bleibt aber die Entwicklung der Batterietechnologie (Kapazität, Kosten) und natürlich jene des Ölpreises.
 
crumly

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Letztlich werden die Chinesen oder Inder den Bedarf erkennen und uns mit dem Nötigen versorgen.

Thorsten
Glaube ich auch.

Tata Nano: Rasenmähermotor raus, Waschmaschinenmotor rein, + 2500 EUR für Akkusystem => Elektroauto für 5000 EUR.

update: http://auto-presse.de/concept-news.php?action=view&newsid=32765, wird wohl doch etwas teurer werden.
http://www.popsci.com/cars/article/2009-06/report-indias-tata-nano-minicar-coming-us
 
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cephalotus

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Wenn man z.B. 30% aller 2. und 3. Fahrzeuge in einer Familie durch solche Minimalfahrzeuge ersetzen könnte, wäre das schon ein genialer Durchbruch.

Solange solche Teile 25000++ kosten wird es keine Verbreitung geben.
Diese 1-2 sitzigen Leichtmobile hätten vor im Stadtverkehr dann eine höhere Chance, wenn sie im fleißenden Verkehr bevorzugt würden (Mitbenutzung von Busspuren z.B.) und wenn man dafür passende kleine Parkplätze schaffen würde, die größeren Autos verwehrt bleiben.

Im jetzigen System ist man inbesondere in der Stadt irgendwie ein Außenseiter. Auf dem Land mags als Pendelfahrzeug noch gut gehen, da ist auf der Landstraße ja so allerhand unterwegs inkl dem Traktor mit 30km/h, da stört auch ein CityEL weniger.

Wenn ich mir ein E-Auto kaufen würde (momentan bin ich da definitiv nicht die Zielgruppe, da extrem wenig Fahrer), dann wäre meine Anforderung vermutlich mindestens 2 Sitze, Airbags, Crashtestgeprüft (also 4 Räder), (ABS), Heizung, gute Beleuchtung, mind 120km/h um damit auf Landstarße und Autobahn fahren zu können, ohne ein Hindernis zu sein und mindestens 70-80km rein elektrische Reichweite unter Praxisbedingungen (80%ige Entladung, Heizung und Licht an, Winterreifen, normaler Verkehrsfluss).

Für die langen Strecken dann entweder Mietwagen oder ein integrierter range extender.

In meinem Fall bräuchte ich dann auch noch einen Stellplatz mit Lademöglichkeit
 
Kraeuterbutter

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ja, das mit der Bevorzugung im Städtischen Verkehr..

z.b. hier in Wien:
2 Smarts brauchen weniger Parkraum wie so mancher Ami-SUV...
trotzdem müssen beide gleich viel bezahlen
eigentlich eine Ungerechtigkeit
 
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