Hoffentlich nie wieder: BBS 02 beim Brot holen ausgestiegen

Diskutiere Hoffentlich nie wieder: BBS 02 beim Brot holen ausgestiegen im Plauderecke Forum im Bereich Community; Hallo, auf dem Weg zu meinem Bäcker ist mein BBS 02 ausgestiegen.1. Akku 57,1V 2. Akku, der im Einsatz war 54,7V. Strom genügend vorhanden! Das...

grosserschnurz

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Hallo,

auf dem Weg zu meinem Bäcker ist mein BBS 02 ausgestiegen.1. Akku 57,1V 2. Akku, der im Einsatz war 54,7V. Strom genügend vorhanden!

Das mal ein Steckverbinder nicht richtig kontaktiert oder ähnliches kam in über 10 Jahren Bafang und rund 2 x um den Globus immer wieder vor, und bekam ich auch wieder hin, aber diesmal ging nichts.

Kurz angelaufen und nach ca. 10 m wieder ohne Funktion; schnelle Diagnose: wohl der Controller.

Aber jetzt 20 km im Oberschenkelmodus. Auf der Ebenen ging es ja noch recht ordentlich, aber da waren auch noch einige deftige längere Steigungen mit über 10% zu bewältigen. Nun ja, tat schon weh, als Omas oder Opas mit uralt Dreigangrädern auf der Ebenen an mir vorbei fuhren.

Ok, hier ging es nur noch mit Schieben, aber mit Akkugewicht usw. ging dies auch nicht so wirklich toll. Daheim angekommen bin ich fast aus den Latschen gekippt!

Front- oder Hinterradantriebe lassen sich sicher einfacher schieben, und ich dachte beim Schieben darüber nach, mir in eines meine BBS angetriebenen noch einen Reserveantrieb zu implantieren; klingt verrückt, denn bei so wenig Ausfällen und dann zufällig das richtig Ebike dabei zu haben, dürfte wie nicht Lottospielen und auf einen Gewinn zu warten sein.

Wie sind eure Erfahrrungen mit Ausfällen und längere Schiebestrecken.

Die Blöße, daheim anzurufen wollte ich mir nicht geben: ich höre meine Frau: "ich habe dich nicht zum Brotholen nach Kronhütte geschickt"
 
Zuletzt bearbeitet:

Fiddeli

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Front- oder Hinterradantriebe lassen sich sicher einfacher schieben,
Die entkoppeln normal vollständig und sind dann wie normale Räder zu fahren, ohne Motorwiderstand. Zumal etliche Räder unter 20 kg wiegen.

Das Problem ist, dass Radnabenmotoren 10%ige Steigungen, bei ungenügender Fittness, nicht lange mitmachen, da sie überhitzen.
 

RheaM

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längeres Schieben hatte ich zweimal, einmal kette gerissen beim Bosch das zweite mal mechanischer Totalschaden im boschmotor. war nicht schön und ich habe meinen Vorderradantrieb mit Handgas vermißt.
 

HolgiB

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Ach....muss man sportlich sehen. Ist zwar blöd, aber Totalausfälle sind dann doch eher selten. Bin vor knapp zwei Wochen zu meinem Hausberg (Hoherodskopf) unterwegs gewesen. Bergauf alles super. Kurz vor dem Berg hab ich dann wegen der Wegverhältnisse (Scheeharsch im Wechsel mit Glatteisplacken) umgedreht. Der Antrieb ging ums Verrecken nicht an. Das Auto stand gut 20 km entfernt in einer anderen Ortschaft. An Abholung durch die Ehegattin war nicht zu denken (Auto steht ja nicht zu Hause). Ergo: 22 kg E-MTB plus Puma und 14s5p Akku mit Muskelkraft zurück über weiche Waldwege und die restlichen Steigungen zum Auto. Guter Workout, schöne Tour !

P.S.: Und das Beste zum Schluss: Am Auto angekommen ließ sich das Antriebssystem wieder aktivieren....:X3::ROFLMAO:🤪
 

Üps

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Ach....muss man sportlich sehen. Ist zwar blöd, aber Totalausfälle sind dann doch eher selten.
Für mich trotzdem die Horror-Vorstellung. Bislang hatte ich nur einen: Beim Einschlagen des Lenkers hat es den Displaystecker heraus gezogen und plötzlich lies sich das System nicht mehr einschalten. Nach einer Schreck-Minute gefunden.
 

Omarad

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Das ist doch jammen auf hohem Niveau, denkt doch an die armen Autofahrer, die können im Defektfall nicht mal eben schieben:)
Habe jetzt 38/50 Übersetzung drauf, damit komme ich auch ohne Strom überall hoch, neulich extra getestet an einem der härtesten Straßen-Anstiege hier in der Gegend. 4-5 km/h sind möglich.
 

ManolitoS

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Dumme Frage:
Wenn man ADAC-Mitglied ist, kann man sich da nicht auch bei defektem Rad abholen lassen?
Zugegeben vielleicht etwas dekadent aber...
 

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Für mich trotzdem die Horror-Vorstellung. Bislang hatte ich nur einen: Beim Einschlagen des Lenkers hat es den Displaystecker heraus gezogen und plötzlich lies sich das System nicht mehr einschalten. Nach einer Schreck-Minute gefunden.
Den Schrecken habe ich auch mal gehabt. War dann ein Grund, die Kabelführung noch mal zu überarbeiten. Wenn so was fern der Heimat passiert, ist das nicht witzig. Ich fahre zwar oft ohne Strom aus freien Stücken, dann fühle ich mich aber auch danach. Unter Zwang macht es niemals Spaß. ;)
 

grosserschnurz

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Die entkoppeln normal vollständig und sind dann wie normale Räder zu fahren, ohne Motorwiderstand. Zumal etliche Räder unter 20 kg wiegen.

Das Problem ist, dass Radnabenmotoren 10%ige Steigungen, bei ungenügender Fittness, nicht lange mitmachen, da sie überhitzen.
Hi,

du kannst nicht alles wissen, der Antrieb schleppt doch so einiges an Mechanik mit wenn er gerade nicht elektrisch unterstützt, und dann würde ich dich gerne mit 46 Zähne vorne und 32 hinten 10 % bergauf fahren sehen.
 

HolgiB

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@grosserschnurz: Na ja, das ist ja ein bisschen unfair. Das ein E-Bike ohne Unterstützung mit gewisser Erschwernis zu fahren ist, weiß ja jeder :)

Aber das du eine eher berg ungeeignete Übersetzung am BBS-Bike hast, das ist ja die eigene Wahl. Mit nem Lekkie Bling Ring und entsprechend großem Ritzel hinten sind zumindest 1:1 machbar. Damit wollte ich jetzt auch keine langen 10% Steigungen fahren aber als "Notanker" geht das definitiv.
 

Jenss

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Hallo,

auf dem Weg zu meinem Bäcker ist mein BBS 02 ausgestiegen.1. Akku 57,1V 2. Akku, der im Einsatz war 54,7V. Strom genügend vorhanden!

Das mal ein Steckverbinder nicht richtig kontaktiert oder ähnliches kam in über 10 Jahren Bafang und rund 2 x um den Globus immer wieder vor, und bekam ich auch wieder hin, aber diesmal ging nichts.

Kurz angelaufen und nach ca. 10 m wieder ohne Funktion; schnelle Diagnose: wohl der Controller.

Aber jetzt 20 km im Oberschenkelmodus. Auf der Ebenen ging es ja noch recht ordentlich, aber da waren auch noch einige deftige längere Steigungen mit über 10% zu bewältigen. Nun ja, tat schon weh, als Omas oder Opas mit uralt Dreigangrädern auf der Ebenen an mir vorbei fuhren.

Ok, hier ging es nur noch mit Schieben, aber mit Akkugewicht usw. ging dies auch nicht so wirklich toll. Daheim angekommen bin ich fast aus den Latschen gekippt!

Front- oder Hinterradantriebe lassen sich sicher einfacher schieben, und ich dachte beim Schieben darüber nach, mir in eines meine BBS angetriebenen noch einen Reserveantrieb zu implantieren; klingt verrückt, denn bei so wenig Ausfällen und dann zufällig das richtig Ebike dabei zu haben, dürfte wie nicht Lottospielen und auf einen Gewinn zu warten sein.

Wie sind eure Erfahrrungen mit Ausfällen und längere Schiebestrecken.

Die Blöße, daheim anzurufen wollte ich mir nicht geben: ich höre meine Frau: "ich habe dich nicht zum Brotholen nach Kronhütte geschickt"

Harald, du bist eben nicht mehr der jüngste! Technik kann versagen.

Bitte nimm das nächste mal einfach ein Taxi!

Son Kreislaufzusammenbruch o.ä. erspare dir bitte!
 

Kraeuterbutter

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in über 10 Jahren Bafang und rund 2 x um den Globus

jetzt 20 km im Oberschenkelmodus.

Nun ja, tat schon weh, als Omas oder Opas mit uralt Dreigangrädern auf der Ebenen an mir vorbei fuhren.

hmm...
bei 80.000km in ~10 Jahren
und dann fahren in der Ebene Omas und Opas mit uralten Dreigangräder an einem vorbei..
hmm..

a) an deinem Rad ist was faul... Bremsen schleifen, keine Luft mehr in den Reifen, etc...
b) Pedelec fahren bringt doch nicht soviel für die Fitness wie oft gesagt wird ;)

weil: als geübter RAdler sollte einem in der Ebene keine Oma mit uraltem 3Gang-Radl davon fahren, egal wie schwer das Pedelec ist und wie leer der Akku

Omas auf 3-Gang-Rädern haben heutzutage in der Regel keine 1000km pro Jahr in den Beinen ;)

also woran lags, dass das Rad sich so schlecht fahren lies ?
ist das vorher mit MOtor nie aufgefallen?

Wie sind eure Erfahrrungen mit Ausfällen und längere Schiebestrecken.

bei mir ist vor 2 Jahren bei der Heimfahrt von der Arbeit bei meinem K die Umlenkrolle rausgerissen..
da gibts keine Möglichkeit das unterwegs zu reparieren -> Schieben war angesagt...

da nur Arbeitsweg wars zum Glück keine lang Schiebestrecke:
bis zum Maleur hatte ich auf den 8,5km (inklusive STadtfahrt bis zur Donauinsel) einen Schnitt von 36,9km/h am Tacho stehen
dann das Maleur

die folgenden 2,7km bin ich dann im Regen neben dem VM hergelaufen (mit Gepäck 32kg) - so alle 20-30m angeschubst - hab nicht ganz 18min für die 2,7km gebraucht
Schotterstraße, eben am Kanal entlang

ergibt in Summe wenn ich richtig rechne einen SChnitt von knapp 21km/h

das finde ich jetzt nicht soooo schlecht, wenn man bedenkt, dass ich 2,7km (viertel der Strecke) geschoben habe *lol*
der "Durchschnitts-Schnitt" von FAhrradfahrern soll angeblich bei 18km/h liegen
 

grosserschnurz

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hmm...
bei 80.000km in ~10 Jahren
und dann fahren in der Ebene Omas und Opas mit uralten Dreigangräder an einem vorbei..
hmm..

a) an deinem Rad ist was faul... Bremsen schleifen, keine Luft mehr in den Reifen, etc...
b) Pedelec fahren bringt doch nicht soviel für die Fitness wie oft gesagt wird ;)

weil: als geübter RAdler sollte einem in der Ebene keine Oma mit uraltem 3Gang-Radl davon fahren, egal wie schwer das Pedelec ist und wie leer der Akku

Omas auf 3-Gang-Rädern haben heutzutage in der Regel keine 1000km pro Jahr in den Beinen ;)

also woran lags, dass das Rad sich so schlecht fahren lies ?
ist das vorher mit MOtor nie aufgefallen?



bei mir ist vor 2 Jahren bei der Heimfahrt von der Arbeit bei meinem K die Umlenkrolle rausgerissen..
da gibts keine Möglichkeit das unterwegs zu reparieren -> Schieben war angesagt...

da nur Arbeitsweg wars zum Glück keine lang Schiebestrecke:
bis zum Maleur hatte ich auf den 8,5km (inklusive STadtfahrt bis zur Donauinsel) einen Schnitt von 36,9km/h am Tacho stehen
dann das Maleur

die folgenden 2,7km bin ich dann im Regen neben dem VM hergelaufen (mit Gepäck 32kg) - so alle 20-30m angeschubst - hab nicht ganz 18min für die 2,7km gebraucht
Schotterstraße, eben am Kanal entlang

ergibt in Summe wenn ich richtig rechne einen SChnitt von knapp 21km/h

das finde ich jetzt nicht soooo schlecht, wenn man bedenkt, dass ich 2,7km (viertel der Strecke) geschoben habe *lol*
der "Durchschnitts-Schnitt" von FAhrradfahrern soll angeblich bei 18km/h liegen

Hi Kraeuterbutter,

üblicherweise geht unser Weg quer durch den Wald auf überwiegend geschotterten bzw. unbefestigten Wegen; diesmal wollte ich das Ebike mit der Straßenübersetzung fahren, dass ich seit dem Herbst nicht mehr gefahren bin.

Inzwischen habe ich das Problem gefunden: Die Akkus, 2 Stück, frisch geladene 14S 4P; gestartet mit 57,8V.

Habe in der Tasche an der Sammelleitung ein WattsUp montiert, welches mir auch die Spannung anzeigte.

Bin mit diesen regelmäßig gefahren und die haben etwa 200 Ladungen hinter sich, deshalb auch wohl nur 57,8V, damit bin ich die Woche vorher die Brotrunde noch gut gefahren.

Ich habe mich wohl auch selbst ausgetrickst, als ich mich auf Schnell Diagnose begab.
Das Display war schwarz, der Antrieb war ohne Funktion.
Habe dann angehalten und die Akkutasche geöffnet. Das WattsUp zeigte 47,2V.
Alles schien auf einen Wackler nach dem WattsUp zum Antrieb bzw. Display hin zu deuten.
Steckverbindungen überprüft, alles schien ok.
Spannung stand auch am WattsUp noch auf 47,2 V.
Leitung zum Antrieb eingesteckt, Antrieb eingeschaltet, Display zeigte 47,2 V. Tasche zu und angefahren, nach 10m war Feierabend.
Tasche auf, am WattsUp lagen ohne Last 47,2V.
Zu Hause mit anderen Akkus getestet, gleich auf meinen Hausberg mit 3km Länge und zwischendurch 18% und immer mit gut 20A gefahren. Null Ausfall: gestartet mit 58,4V zu Hause nach 20 km 56,2V Leerlaufspannung.

Gefahr gekannt, Gefahr gebannt.

Wie kann ein Akku von heute auf morgen so zusammenrechen und mich so reinlegen. Leerlauf ja, unter Last Feierabend.
 

Betulaceae

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hmm...
bei 80.000km in ~10 Jahren
und dann fahren in der Ebene Omas und Opas mit uralten Dreigangräder an einem vorbei..
hmm..

a) an deinem Rad ist was faul... Bremsen schleifen, keine Luft mehr in den Reifen, etc...
b) Pedelec fahren bringt doch nicht soviel für die Fitness wie oft gesagt wird ;)

weil: als geübter RAdler sollte einem in der Ebene keine Oma mit uraltem 3Gang-Radl davon fahren, egal wie schwer das Pedelec ist und wie leer der Akku

Omas auf 3-Gang-Rädern haben heutzutage in der Regel keine 1000km pro Jahr in den Beinen ;)

also woran lags, dass das Rad sich so schlecht fahren lies ?
ist das vorher mit MOtor nie aufgefallen?
Moin,

die gleiche Frage habe ich mir auch gestellt...
Ohne Unterstützung kann ich mein Rad immer noch recht entspannt mit 25-30 km/h bewegen,
lediglich beim Beschleunigen und Bergauf merkt man dann natürlich die inzwischen 35 kg Kampfgewicht Plus Gepäck,
absteigen und schieben erscheint mir aber selbst bei 10% anstrengender als im 1. Gang durchzukurbeln, und ich habe auch nur 1 Kettenblatt.
Lust darauf meine 35 km Pendelstrecke im Biomodus zurückzulegen habe ich trotzdem nicht.
Jetzt im Winter bin ich mehrfach Streckenteile ohne Unterstützung gefahren, weil mir kalt war und auf glatten Stellen eh nicht mehr als 30 km/h sinnvoll gewesen wäre.

Ich hatte mal einen Platten, eine Scherbe hat den Hinterreifen 4 cm aufgeschlitzt, quer durch die Schutzeinlage durch.
Selbst wenn ich einen neuen Schlauch, neuen Reifen und Werkzeug zum wechseln dabeigehabt hätte (was ich nicht hatte und habe),
hätte ich im stockdustern eh nix machen können.
Zum Glück war ich erst 3 km von zu Hause weg, aber der Rückweg mit dem schweren Rad und Plattfuß war echt ein hartes Stück Arbeit.
Der Bus fuhr in dem Moment an mir vorbei als ich ohne Luft zum Stehen kam.

Hoffentlich nie wieder kann ich aber sofort unterschreiben ;)
 

Singing-Bard

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Die Ausgangsfrage ist, ob man einen Reserveantrieb standardmässig verbauen soll.
Das halte ich für keine realistische Frage. Man sollte für einen solchen Fall einfach sein Universalwerkzeug dabei haben und einsetzen.

Die EC-Bankkarte. Dann ruft man ein Taxi und lässt sich mit Rad nach Hause bringen. Und wenn man ein Pedelec nicht mehr mit Muskelbetrieb fahren kann, dann sollte man ruhig was für die eigene Fitness tun.

Denn realistisch gesehen beseitigt das Pedelec genau die PEAK-Anstrengungen des Körpers, die absolut nötig sind um neue Muskelfasern aufzubauen. Das ist auch der Grund warum viele nach dem Umstieg aufs Pedelec zwar mehr Zeit auf dem Rad verbringen aber dadurch nicht unbedingt fitter sind. (Fitness ist das Mathematische Produkt aus Anstrengung x Zeit)
 

Kraeuterbutter

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(Fitness ist das Mathematische Produkt aus Anstrengung x Zeit)
den ersten Teil unterstreiche ich..
beim 2ten dürfte sich das nicht ganz so zeigen bzw. nicht immer

täglich 15min high-intens-Training kann wohl mehr bringen, als 2h lang spazieren gehen
bezüglich Fitness
(bezüglich Gesundheit kanns wieder andersrum sein)
 

Kraeuterbutter

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Ich hatte mal einen Platten, eine Scherbe hat den Hinterreifen 4 cm aufgeschlitzt, quer durch die Schutzeinlage durch.
Selbst wenn ich einen neuen Schlauch, neuen Reifen und Werkzeug zum wechseln dabeigehabt hätte (was ich nicht hatte und habe),
hätte ich im stockdustern eh nix machen können.



haha.. das kommt mir bekannt vor..
von meinen Eltern nach den Abendessen mit meinem motorlosen K aufgebrochen zu meinem Wochenendhaus
(ca. 120km, ich liebe es nachts Radzufahren - kein Verkehr, bei mir im Burgenland dort ABSOLUT kein Verkehr)

bis ich zu einer Abzweigung gekommen bin, wo ich schon öfter mal mit Auto vorbeigefahren bin (die Strecke kennend ohne Navi)
jetzt im K aber mit Navi (um Höhenmeter zu sehen, etc.) - und da hats mich interessiert, wo ich da hinkommen, wenn ich Abkürze, also von der Bundesstraße runter fahre

also "abgekürzt"..:
1.) schlussendlich 300hm zusätzlich aufgerissen mit paar ganz fiesen Steigungen
2.) teils ne Schlaglochpiste sondergleichen.. zwar Asphalt aber mit 5cm und tieferen Löchern versehener Güterweg
3.) Regen kam noch dazu, also schlechte Sicht

ich bin da mit Schneckentempo runter um dann auf der anderen Seite den steilen berg wieder hoch, fluchend
völlige "Einsamkeit, weit und breit keine Lampe zu sehen"

nach paar km dann wieder paar Häuser gesehen im Scheinwerferlicht, aber alle Zappenduster
und dann: der Platten hinten..
an einer steilen STeigung, sodass ich nicht aussteigen konnte (meine Handbremse ist dafür nicht stark genug)
ich musste mich 30m zurückrollen lassen, dank starkem Rücklicht zumindest hinten was gesehen und eine Hofeinfahrt nutzen um dann aussteigen zu können

also unnötige Höhenmeter, besch...eidene Straßenverhältnisse mit Schlaglöchern, Patschen, und das um 1 Uhr früh und noch 50km oder so vor mir

also ausgestiegen.. Platten am Hinterreifen, was beim K nicht so tolle ist, weil umständlich den Reifen auszubauen

UND: mein Werkzeug natürlich ganz unten im K, Gepäck drauf
UND: weil ich fürs ausbauen des Hinterreifen das K auf die Seite legen musste, musste ich auch noch das lose rumliegende Zeug ausräumen...
im Prinzip fast alles raus, auf die Sitzschale im Regen wo hinlegen
das alles im Regen

in der Werkzeugtasche dann keine Taschenlampe gefunden, also mit Smartphone geleuchtet..
dann den Schlauch geflickt (alles im Schein meines Frontscheinwerfers)
alles wieder eingebaut, aufgepumpt auf 8bar, eingeräumt --- weiterhin alles im Regen

dann das K umgedreht und wieder runtergefahren (weil die Kette beim Umlegen abgefallen ist und man beim Bergabrollen die Chance hat sie wieder aufzulegen - ohne kommt man schwer ran

unten dann wieder ausgestiegen, umgedreht
und dann den Berg hochgekämpft

dafür wurde ich später wieder entschädigt... einsame Landstraße: ein Reh steht plötzlich auf der Fahrbahn..
ich bremse ab, zieh rüber um genau auf das Reh zuzupeilen (ums besser sehen zu können)
und bremse immer weiter ab, bis ich nur noch im Schritttempo rolle und ca. 1m vor dem Reh stehen bleibe

es schaut mich immer noch an bzw. meinen Scheinwerfer - wie versteinert
ich seh schon: die Gelegenheit für das (bzw. mein) Foto des Jahrhunderts:
Spiegelreflex die ich neben mir liegen hatte hoch geholt, scharfgestellt und Auslöser gedrückt, UND:

10 - 9 - 8 - 7 - 6

ARGHHH::..... Selbstauslöser...

tja.. bis ich den abgebrochen hatte war dann das Reh doch weg, nix mit Foto

trotzdem, war ne geile Nachtfahrt

und schlussendlich 2 Erlebnisse die mich die Fahrt besonders im Gedächtnis behalten ließen
 
Thema:

Hoffentlich nie wieder: BBS 02 beim Brot holen ausgestiegen

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