Hilfe erwünscht bei der Frage "Umbau eines Fahrrads oder doch Kauf eines fertigen Pedelecs?"

Diskutiere Hilfe erwünscht bei der Frage "Umbau eines Fahrrads oder doch Kauf eines fertigen Pedelecs?" im Umbau-Pedelecs Forum im Bereich Diskussionen; Guten Abend, ich habe mich hier mal angemeldet, weil ich hoffe, dass Ihr mir bei meinen Überlegungen helfen könnt. Es geht um Folgendes: Da ich...
W

Weird_Wookie

Mitglied seit
10.09.2019
Beiträge
11
Guten Abend,

ich habe mich hier mal angemeldet, weil ich hoffe, dass Ihr mir bei meinen Überlegungen helfen könnt.
Es geht um Folgendes:
Da ich in Zukunft möglichst viele Fahrten (zur Arbeit, zur KiTa vom Sohnemann, zum Einkaufen...) statt mit dem Auto mit dem Fahrrad erledigen möchte, es aber auf den dabei anfallenden Strecken doch einige Höhenmeter zu überwinden gilt, bin ich auf der Suche nach einem zuverlässigen Pedelec. Diese Suche gestaltet sich aber (zumindest für mich Laien) doch recht schwierig, da ich mit fast 2 Metern Körperlänge und inklusive Klamotten und Frühstück 115 kg nun wirklich nicht dem Standardfahrradfahrer entspreche. Bis 170 kg zulässigem Gesamtgewicht gehen nur ganz wenige Pedelec-Modelle, die ich gefunden habe, und die liegen dann auch preislich im Bereich jenseits der 2500 €.
Bevor ich den Betrag hinlege und mir dann ein Pedelec kaufe, welches nicht 100 % meinen Wünschen entspricht (z. B. habe ich noch kein Pedelec in der Gewichts- und Größenklasse mit Diamantrahmen gefunden), würde ich gerne von den Experten hier wissen, ob ich da nicht günstiger bei weg komme, wenn ich mir ein entsprechendes Fahrrad mit einem passenden Motor nachrüste.
Passende Fahrräder gibt es zwar auch nicht wie Sand am Mehr, aber doch schon deutlich mehr als im Pedelec-Bereich, und einige davon haben den vor mir bevorzugten Diamantrahmen. Dabei stellen sich mir nun aber folgende Fragen (und dann im weiteren Verlauf bestimmt noch zig weitere):

- Welcher Motor wäre am besten für ein solches Projekt geeignet? Gefühlsmäßig tendiere ich zu einem Mittelmotor, will aber nicht vorschnell andere Motoren ausschließen.
- Kommt man mit solchen Nachrüstlösungen an den Komfort und die Fahrleistungen "normaler" Pedelecs heran?
- Kann ich als jemand, der nicht gerade eine Fahrradwerkstatt im Hobbykeller rumstehen hat, so einen Umbau überhaupt hinbekommen, oder sollte ich mir dafür lieber einen Fachmann suchen?
- Ein vernünftiges Trekking- bzw. Citybike, welches meinen Bedürfnissen und Ansprüchen entspricht, liegt bei ca. 900 bis 1000 € (wenn ich Glück habe und ein gutes Angebot erwische, vielleicht auch noch ein paar Euro darunter). Wenn ich da die Kosten für Motor, Akku, Display etc. hinzurechne, bleibe ich dann unter den 2500 € für ein fertiges Pedelec?

Kurze Ergänzung noch: ich möchte mir kein S-Pedelec oder was noch schnelleres zusammenschrauben, sondern das Ergebnis soll den in Deutschland geltenden Vorgaben entsprechen, bitte also keine Monster-Motoren mit 500 Watt und mehr Dauerleistung empfehlen. Schließlich will ich mit dem Pedelec nicht die Tour de France mitfahren können oder durchs Gelände heizen, sondern den Alltag bestreiten.

Schon einmal vielen Dank im Voraus für alle Tipps, Empfehlungen, Anregungen oder Hinweise, die Ihr mir geben könnt.
 
bielefeld-michi

bielefeld-michi

Mitglied seit
24.11.2013
Beiträge
769
Ort
33602 Bielefeld
Details E-Antrieb
Bausatz von JMW
Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit dem Nachrüsten eines Nabenmotors im Vorderrad. Ich denke das man schon für 600€ was wirklich vernünftiges und haltbares bekommt
(komplettes Set incl. Akku)
@didi28 ist hier ja auch unterwegs, der hat in Heidelberg einen Laden und verkauft auch Umbausätze sogar incl. Einbau falls gewünscht.
Warum ins Vorderrad?
Der Umbau ist am einfachsten zu bewerkstelligen und die Fahreigenschaften sind gerade auch bei Sand und Matsch hervorragend (Allradantrieb)
Aber Achtung: Das ist meine Meinung, andere halten das ggf für kompletten Blödsinn, das schaukelt sich hier schnell zum emotionalen "Religionskrieg" hoch...
🤭😎😁☹🤯😄
Mein alter Xofo Frontmotor hat nach 25.000km ausgedient (funktioniert nach wie vor) und wurde letztens durch den 2 Gang Xiongda abgelöst ( ist teurer hat aber viel mehr Power am Berg)
Vorschläge zu Bezugsquellen Motorset und Akku wirst Du dann hier noch bekommen ...
Michi
 
Zuletzt bearbeitet:
Ü

Üps

Mitglied seit
25.04.2012
Beiträge
19.374
Ort
Stuttgart Riedenberg
Details E-Antrieb
TSD100F/Q100, BBS01
Die Frage, ob Vorderrad, Hinterrad oder Mittelmotor hängt im Wesentlichen von der Strecke und der Eigenleistung ab. Bei 170 kg ist ein kleiner Nabenmotor in seinen Bergsteigfähigkeiten stark begrenzt.
Für den Vorderradmotor spricht für mich gegenüber Hinterrad bei dem Gewicht auch die etwas geringere Belastung und dass man hier in der Holzklasse keine Probleme mit Deckel abreißenden Schraubkränzen bekommt. Bei stärkerer und längerer Steigung oder falls ein Drehmomentsensor benötigt wird, geht es eher in Richtung Mittelmotor.
Die Frage ist also: Wie viele Höhenmeter auf welcher Strecke bei welcher Steigung und kann die Strecke bisher auch ohne Motor gefahren werden? Wenn ja, mit welcher Geschwindigkeit.
Hinweis: Die höhendaten von Google Earth scheinen inzwischen sehr gut zu sein und können im Zweifelsfall dabei helfen, eine Strecke aus der Ferne zu vermessen, indem man sich mit dem "lineal" die Streckenlänge festlegt und an Anfang- und Endpunkt die Höhenangabe anzeigen lässt.
 
Zuletzt bearbeitet:
T

Tom12

Mitglied seit
24.05.2019
Beiträge
127
Ort
Augsburg
- Kommt man mit solchen Nachrüstlösungen an den Komfort und die Fahrleistungen "normaler" Pedelecs heran?
- Kann ich als jemand, der nicht gerade eine Fahrradwerkstatt im Hobbykeller rumstehen hat, so einen Umbau überhaupt hinbekommen, oder sollte ich mir dafür lieber einen Fachmann suchen?
kannst mal angucken, schaut Kinderleicht aus... Fahrrad selber zu E Bike aufrüsten
 
RUBLIH

RUBLIH

Mitglied seit
01.08.2015
Beiträge
6.640
Ich gehe mal einen Schritt weiter - Protfolio sei bei 2500€ gesetzt für ein solides alltagstaugliches Pedelec und schlage zur Ansich mal was von Hartje vor:

Freejack - Contoura | Fahrräder aus der Hartje Manufaktur

An dem Rad "erkenne" ich einige für mich interessante Merkmale für ein Rad im Alltagseinsatz. Der Preis ist bei so einem Rad eigentlich kaum möglich. Riemen, Nabenschaltung, STarrgabel, fette Rahmenrohre, dicke Reifen, Scheibenbremse - so grob was ich gern auch ausprobieren würde.

Wie erwöhnt einen VR Nabenmotor und einen Akku mit einen im Halter integrierten Controller. Die Verkabelung ist einfach - zusammenstecken und fertig. Es gibt 3 Punkte bei denen man mit Litzen etwas basteln muß:
1. Plus und Minus vom Controller anlöten an den Stecker im Akkuhalter
2. Den Pas Sensor mit passendem Stecker versehen
3. Für das Licht einen STEP Down nachrüsten

In der Summe ca. 2000€
 
W

Weird_Wookie

Mitglied seit
10.09.2019
Beiträge
11
Die anstrengendsten Stellen, mit denen ich hier im Alltag regelmäßig zu tun habe, sind zwei ca. 600m bis 700m lange Anstiege, die jeweils 30 bis 35 Höhenmeter überbrücken. Ich schaffe die mit meinem aktuellen Fahrrad und mit meinem Sohn hinten auf dem Kindersitz, wenn mein Tacho halbwegs korrekte Werte anzeigt, mit einer Geschwindigkeit von um die 8 bis 9 km/h an den steilsten Stellen. Wenn ich oben bin, bin ich aber schon gehörig ins Schwitzen gekommen, was natürlich etwas blöd ist, wenn man morgens seinen Sohnemann zur KiTa bringt und dann direkt zur Arbeit weiterfährt.

Das Streckenprofil wurde ja schon angesprochen, wie schaut es aus mit einem Kindertransport?
Was genau meinst Du damit? Wie ich meinen Sohn aktuell auf dem Rad mitnehme oder ob ein Lastenrad für mich eine Option ist?

Ich gehe mal einen Schritt weiter - Protfolio sei bei 2500€ gesetzt für ein solides alltagstaugliches Pedelec und schlage zur Ansich mal was von Hartje vor:

Freejack - Contoura | Fahrräder aus der Hartje Manufaktur

An dem Rad "erkenne" ich einige für mich interessante Merkmale für ein Rad im Alltagseinsatz. Der Preis ist bei so einem Rad eigentlich kaum möglich. Riemen, Nabenschaltung, STarrgabel, fette Rahmenrohre, dicke Reifen, Scheibenbremse - so grob was ich gern auch ausprobieren würde.
[...]
Sieht interessant aus, das Fahrrad, was ich aber noch nicht gefunden habe ist, wie hoch das zulässige Gesamtgewicht liegt. 170 kg sollten es meiner Schätzung nach schon sein, um im Alltag keine Probleme zu bekommen. Wie gesagt, ich selber wiege schon 115 kg, das Fahrrad, zumal dann als Pedelec umgerüstet, hat auch ein Gewicht wohl jenseits der 20 kg und ich will ja auch noch meinen Sohn in seinem Kindersitz mitnehmen können.

Gibt da z. B. von Kalkhoff das Agattu XXL (einen mittlerweile etwas abgerockten Vorgänger vom aktuellen Modell fahre ich derzeit), von Raleigh das UNICO XXL, das Chester 8 XXL und das Rushhour 4.0 XXL, von Falter das C 4.0 Plus und von Morrison das T 5.0 Plus (sind jetzt die Modelle, auf die ich bislang gestoßen bin und die von den Herstellern wohl bis 170 kg frei gegeben worden sind). Wenn Ihr noch andere Modelle kennt, die es in Rahmenhöhen um 60 cm und einem zulässigen Gesamtgewicht ab 170 kg gibt, immer her damit und auch wenn Ihr Hersteller kennt, die Pedelecs mit Diamantrahmen für meine Größen- und Gewichtsklasse baut, gebt mir Bescheid. Noch bin ich in keinster Weise auf irgendeine Variante eingeschossen oder festgelegt, sondern noch versuche ich herauszubekommen, was die beste Lösung für mich ist.
 
Reiner

Reiner

Mitglied seit
23.07.2011
Beiträge
7.098
Ort
12529 Schönefeld
Details E-Antrieb
Kalkhoff Pro Connect S9 Panasonic 26V 300W
Was genau meinst Du damit? Wie ich meinen Sohn aktuell auf dem Rad mitnehme oder ob ein Lastenrad für mich eine Option ist?
Erstmal ob ein Kindertransport vorgesehen ist, und wenn ja wie. Also Kindersitz oder Anhänger. Aber das hast du ja jetzt beantwortet.
 
Ü

Üps

Mitglied seit
25.04.2012
Beiträge
19.374
Ort
Stuttgart Riedenberg
Details E-Antrieb
TSD100F/Q100, BBS01
Von der Strecken-und Geschwindigkeitsangabe her würde ich sagen, dass der Nabenmotor (z.B. Frontmotor-Umbausatz) weiterhin infrage kommt.

Mit so hohen Systemgewichten habe ich allerdings keine Erfahrung. Müsste man mal das Gesamtgewicht mit Kind und Kindersitz, bzw. Anhänger wissen und das dann durchrechnen, bzw. simulieren. Aber nach meinem Gefühl sollte das ziemlich sicher mit dem Nabenmotor mit nur halber Anstrengung so fahrbar sein, dass man in einem guten Effizienzbereich des Motors bleibt. Auch bei einem einfachen Bafang oder ähnlichem im Vorderrad.
 
RUBLIH

RUBLIH

Mitglied seit
01.08.2015
Beiträge
6.640
Raleigh, Univega, Kalkhoff, Rixe sind ein und der gleiche Hersteller

Daher die Ähnlichkeit bund vergleichen Werte.

Zumeist erscheinen minderwertige Federgabeln die Zuladung zu begrenzen. Auch Kettenschaltungen reduzieren die Tragfähigkeit, dann aber vom Laufrad. Nabenschaltungen sind mit der symmetrischen Einspeichung tragfähiger.

Das bemerkte ich bei Kurvenfahrt, in einer Richtung würde es immer sehr weich ;)

Das mit den 2m habe ich glatt überlesen, damit ist das Freejack definitiv nur zur Ansicht ;)


Die Benannten XXXL von Derby (Kalkhoff&co) haben extreme Rahmen und genau die Gabel ist ein Problem und ebenso das Steuerrohr.

Die Gabeln haben einen extralangen Schaft und können von keiner Werkstatt gegen eine für 200kg gebaute Gabel ersetzt werden.

Es gibt eher keine stabilen Gabeln mit ca. notwendigen Gabelschaft in 35...37cm.

Zudem sind die Steuerrohre bei den Derby's nicht für konischem Gabekschaft. Das ist sehr bedauerlich und verständlich wird es, hält man entsprechende Gabeln im Vergleich nebeneinander.

Will man sich über Belastbarkeit unterhalten und will dazu keinen Kompromiß, kann man das mit 2500€ einfach mal abhaken.

In Kombination mit 2m und einer RH zwischen 68...72cm darf man an weitere Details denken. Die Derby's haben alle einen viel zu kürzen Hinterbau, die Füße kollidieren gern mit dem Hinterbau und oder Gepäcktaschen. Statt 460mm darf es dort gerne 500mm messen und zudem darf dann eine passende Kurbel in 200mm angedacht werden.

Genau an diesen beiden Punkten hakt es bei JEDEM XXXL Rad. Hinterbau zu kurz, Kurbel zu kurz. Und es geht weiter, Steuerrohr zu kurz, Oberrohr zu kurz....

Als nächstes kommt der Ansatz zu Patria, Maßnahmen aus Stahl. Kia, wie bei Hartberg mit den dünnen Röhrchen und den Zusatzstreben da diese hohen Rahmenbeinfach nicht mehr stabil ohne sind. Selbst mit fahren sich die scheisse und sehen genau so aus.

Derby macht es vor, das Terreno 400 XXXL oder Rixe Toulouse in XXXL mit 70cm haben Unterrohre in 65mm Durchmesser. Die Rahmen wissen was von Stiffiness zu erzählen, Fette Rohre, saugeil und sehen trotz wenig optimaler Maße noch gut aus, wenn man sie streichelt....

Wie auch immer, 2500€ ist wie vieles im Alltag nicht wirklich für etwas Passendes ausreichend.

......

Ich bin von der Konfektionsgröße XXXT und XXXXXLT sehr begeistert. Für Zwerge sind das Zelte
 
I

Immertreter

Mitglied seit
09.09.2019
Beiträge
15
Hallo,

Ich bin zwar absoluter Neuling was eBikes angeht, möchte aber trotzdem mal meine Meinung beisteuern.
Ich würde im Falle eines Neukaufs plus Umbau ein Fahrrad mit einer Nabenschaltung nehmen und dieses dann mit einem Mittelmotor zum Pedelec erweitern.

- die Nabenschaltung ermöglicht eine symetrische Einspeichung und damit eine höhere Belastbarkeit.
- bei Verwendung eines Mittelmotors fällt in der Regel die Tretlagerschaltung weg, wäre also fehlinvestiertes Kapital
- der Mittelmotor profitiert im Bereich von Steigungen ebenfalls von der Schaltung.

Wie gesagt nur meine persönliche Meinung.

LG
 
Ü

Üps

Mitglied seit
25.04.2012
Beiträge
19.374
Ort
Stuttgart Riedenberg
Details E-Antrieb
TSD100F/Q100, BBS01
- der Mittelmotor profitiert im Bereich von Steigungen ebenfalls von der Schaltung.
Er fährt ohne Motor schon 9 km/h. Mit dann wohl eher 15+ bei der flachen Steigung.
Das sind dann über 50% Nenndrehzahl bei einem GM.
Ein Bosch z.B., der auf 120 rpm ausgelegt ist, ist bei den üblichen 60 rpm auch nicht besser. Dazu kommt noch die höhere Belastung der Nabe durch den Motor. Bei so einer schweren Fuhre besonders. Entsprechend werden MM in Nabenbikes oft schwächer konfiguriert.
Und dann geht es um das tägliche Pendeln. Nicht gut für den Verschleiß beim Mittelmotor. Ein Getriebe-Nabenmotor ist im Problemfall auch meis schnell und günstig ausgetauscht.
Vorderrad wechseln, Stecker umstecken, fertig.
 
Zuletzt bearbeitet:
ElTablero

ElTablero

Mitglied seit
15.06.2018
Beiträge
228
Ort
El Tablero - Gran Canaria
Details E-Antrieb
Green Pedel 36V 250W
Bei dem Anwendungsprofil, kann es - meiner Meinung nach - ein Fertigpedelec nie mit einem Umbau aufnehmen.

Warum? Du hast die viel grössere Auswahl an Fahrrädern, und kannst bei denen sogar zusätzlich das Motorenkonzept auswählen, so wie es für dich passt. - Und da würde ich, wenn Du zusätzlich zu deinem hier vorgestellten Anwendungsgebiet keine Bergtouren planst, immer einen Nabenmotor vorziehen.
 
I

Immertreter

Mitglied seit
09.09.2019
Beiträge
15
Hallo Üps,

Die höhere Belastung der Nabe ist mir noch nicht ganz klar. Die Frage ist, will ich schneller den Berg hoch oder leichter.
Im Fall von schneller stimme ich dir zu, ich brauche einen höheren Gang um mit konstanter Tretgeschwindigkeit zu fahren und damit eine größere Kraft.
Im Fall von leichter brauche ich einen kleineren Gang. Bei konstanter Tretgeschwindigkeit werde ich zwar langsamer aber benötige auch weniger Kraft.
Daraus schließe ich, im Fall von schneller steigt die Belastung der Nabe - ok. Im Fall von leichter bleibt die Belastung der Nabe gleich wie ohne Motorunterstützung. Nur muß ich dann selber mehr Kraft aufwenden als wie mit Motorunterstützung.

LG
 
Ü

Üps

Mitglied seit
25.04.2012
Beiträge
19.374
Ort
Stuttgart Riedenberg
Details E-Antrieb
TSD100F/Q100, BBS01
Du hast als Maximales Eingangs-Drehmoment der Schaltung beim MM im Regelfall die Gewichtskraft des Fahrers des Fahrers mal Kurbearmlänge plus das Drehmoment des Motors.
Im Durchschnitt hast du das der Dauertretleistung des Fahrers plus entsprechende Drehmoment plus das Drehmoment des Motors.
Das ist in aller Regel deutlich mehr als nur Fahrer. Entsprechend hat oder hatte Bosch für die Nabenmotorbikes eine andere Software mit weniger maximalem Drehmoment parat.

Beim VR-Nabenmotor hast du nur die verminderte Tretleistung des Fahrers an der Nabenschaltung. Der Motor belastet hier nicht, sondern er entlastet.
 
W

Weird_Wookie

Mitglied seit
10.09.2019
Beiträge
11
Raleigh, Univega, Kalkhoff, Rixe sind ein und der gleiche Hersteller

Daher die Ähnlichkeit bund vergleichen Werte.

Zumeist erscheinen minderwertige Federgabeln die Zuladung zu begrenzen. Auch Kettenschaltungen reduzieren die Tragfähigkeit, dann aber vom Laufrad. Nabenschaltungen sind mit der symmetrischen Einspeichung tragfähiger.

Das bemerkte ich bei Kurvenfahrt, in einer Richtung würde es immer sehr weich ;)

Das mit den 2m habe ich glatt überlesen, damit ist das Freejack definitiv nur zur Ansicht ;)


Die Benannten XXXL von Derby (Kalkhoff&co) haben extreme Rahmen und genau die Gabel ist ein Problem und ebenso das Steuerrohr.

Die Gabeln haben einen extralangen Schaft und können von keiner Werkstatt gegen eine für 200kg gebaute Gabel ersetzt werden.

Es gibt eher keine stabilen Gabeln mit ca. notwendigen Gabelschaft in 35...37cm.

Zudem sind die Steuerrohre bei den Derby's nicht für konischem Gabekschaft. Das ist sehr bedauerlich und verständlich wird es, hält man entsprechende Gabeln im Vergleich nebeneinander.

Will man sich über Belastbarkeit unterhalten und will dazu keinen Kompromiß, kann man das mit 2500€ einfach mal abhaken.

In Kombination mit 2m und einer RH zwischen 68...72cm darf man an weitere Details denken. Die Derby's haben alle einen viel zu kürzen Hinterbau, die Füße kollidieren gern mit dem Hinterbau und oder Gepäcktaschen. Statt 460mm darf es dort gerne 500mm messen und zudem darf dann eine passende Kurbel in 200mm angedacht werden.

Genau an diesen beiden Punkten hakt es bei JEDEM XXXL Rad. Hinterbau zu kurz, Kurbel zu kurz. Und es geht weiter, Steuerrohr zu kurz, Oberrohr zu kurz....

Als nächstes kommt der Ansatz zu Patria, Maßnahmen aus Stahl. Kia, wie bei Hartberg mit den dünnen Röhrchen und den Zusatzstreben da diese hohen Rahmenbeinfach nicht mehr stabil ohne sind. Selbst mit fahren sich die scheisse und sehen genau so aus.

Derby macht es vor, das Terreno 400 XXXL oder Rixe Toulouse in XXXL mit 70cm haben Unterrohre in 65mm Durchmesser. Die Rahmen wissen was von Stiffiness zu erzählen, Fette Rohre, saugeil und sehen trotz wenig optimaler Maße noch gut aus, wenn man sie streichelt....

Wie auch immer, 2500€ ist wie vieles im Alltag nicht wirklich für etwas Passendes ausreichend.

......

Ich bin von der Konfektionsgröße XXXT und XXXXXLT sehr begeistert. Für Zwerge sind das Zelte
Was ich an Deinem Beitrag nicht ganz verstanden habe, sind folgende Punkte:

- Warum sollte ich bei einem Fahrrad die Gabel austauschen? Schließlich möchte ich mir ja eins holen, was direkt für 170 kg oder mehr ausgelegt ist. Oder sind Nabenmotoren für das Vorderrad nicht mit allen Gabeln kompatibel und wenn ich ein solches Fahrrad aus dem Hause Derby & Co. nehme, schließt sich dadurch ein solcher Motor aus?

- Um die 70cm Rahmenhöhe scheinen mir dann doch etwas sehr groß zu sein. Aktuell fahre ich recht bequem einen 60er Rahmen und auch die Kalkulatoren der diversen Hersteller und anderer Websites geben mir für Trekking- bzw. Citybikes Rahmenhöhen von 60 bis 65cm aus. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich für meine Körpergröße eine etwas unterdurchschnittliche Schrittlänge von 92cm habe.
 
bielefeld-michi

bielefeld-michi

Mitglied seit
24.11.2013
Beiträge
769
Ort
33602 Bielefeld
Details E-Antrieb
Bausatz von JMW
Was ich an Deinem Beitrag nicht ganz verstanden habe, sind folgende Punkte:

- Warum sollte ich bei einem Fahrrad die Gabel austauschen? Schließlich möchte ich mir ja eins holen, was direkt für 170 kg oder mehr ausgelegt ist. Oder sind Nabenmotoren für das Vorderrad nicht mit allen Gabeln kompatibel und wenn ich ein solches Fahrrad aus dem Hause Derby & Co. nehme, schließt sich dadurch ein solcher Motor aus?

- Um die 70cm Rahmenhöhe scheinen mir dann doch etwas sehr groß zu sein. Aktuell fahre ich recht bequem einen 60er Rahmen und auch die Kalkulatoren der diversen Hersteller und anderer Websites geben mir für Trekking- bzw. Citybikes Rahmenhöhen von 60 bis 65cm aus. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich für meine Körpergröße eine etwas unterdurchschnittliche Schrittlänge von 92cm habe.
Stell doch mal ein paar Fotos von deinem Rad hier ein, dann kann besser eingeschätzt werden ob ein Umbausatz gut möglich wäre
 
T

tesas

Mitglied seit
11.09.2019
Beiträge
4
Bei deinen Gewichtsangaben kannst Du den Nabenmotor vorne und hinten knicken. Sollte noch der Sohnemann in einem Thule angehängt werden wirst in den Sommermonaten unweigerlich an der Hitzeproblematik dieser Nabenmotoren scheitern. Mit ansteigender Temperatur geht nämlich die elektischen Unterstützung recht schnell gegen null.
Kaufe Dir ein Stabiles Rad mit einer guten Schaltung und hänge einen Bafang Motor in das Tretlager. Du solltest wenn Du den Bafang bestellst bei dem Händler gleich die beiden erforderlichen Montagschlüssel, oder wenn Du da noch geizen möchtest diesen Kombigabelschlüssel (ca. 12€) mit bestellen. Mehr brauchst Du nicht. Das Rad sollte von Haus aus Hydraulischen Bremsen haben, dann kannst Du bei dem Umbausatz auch getrost auf die beiden optional mitgelieferten Bremshebel mit Unterbrecherschalter verzichten.
Den Motor bekommst Du für max. 450€ frei Haus incl. einer deutschen Einbauanleitung, kaufe bitte die Generation 2 dann brauchst Du das gefummel mit dem Pedalsensor nicht mehr. Einen guten Akku mit 36V und Ladegerät gibt es incl. Montagesatz bei Akku Outlett in Westhausen für unter 250€.

Möchtest Du Dir noch etwas gutes tun, gibt es Softwarezugriff über einen USB Dongel Kabel und Du kannst am PC alle Parameter vom Motor anpassen. Bei Dir würde ich vorschlagen die Interne Motorleistug auf 350Watt anzuheben, das bringt echt deutlich mehr Power.
Solltest Du die erforderliche Software nicht finde, melde Dich bei mir mit einer PN und Du kannst eine Kopie der CD haben.
 
Thema:

Hilfe erwünscht bei der Frage "Umbau eines Fahrrads oder doch Kauf eines fertigen Pedelecs?"

Werbepartner

Oben