Heile Fahrrad Welt oder doch nicht

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jm1374

jm1374

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…während sich wie in Asien auf den Fahrradspuren die Fahrradmassen drubbeln würden.

…während der Autoverkehr eine ziemlich homogene Geschwindigkeit fährt,…


Was immer du nimmst, ändere die Dosis. Haben wir hier eine ähnlich hohe Bevölkerungsdichte wie in asiatischen Grossstädten? Woher sollen denn die Fahrradmassen kommen? Ersetze jedes Auto durch 1,5 Fahrräder( also statt 2 Autos stell dir 3 Fahrräder vor) und du hast die zukünftige Verkehrsdichte. Das wird vollkommen entspannt werden.
Da du ja noch Platz für einen sehr guten ÖV bereit hältst( was natürlich vollkommen richtig ist), werden es in Wirklichkeit noch viel weniger Fahrräder sein. Dein Horrorszenario spielt sich nur in deinem Kopf ab und hat mit der Realität überhaupt nichts gemein.

Wenn der Autoverkehr homogen wäre, gäbe es bedeutend weniger Staus. Bei dem ist das Spektrum der Geschwindigkeitsdifferenz noch viel grösser als beim Radverkehr. Innerorts ist doch von 30 bis 100km/h alles dabei. Auf Landstrassen geht es von 60km/h bis rauf auf 140km/h. Von der Autobahn will ich gar nicht anfangen.

Das ausgemusterte Fahrräder/Pedelecs recycelt werden müssen, sollte klar sein.
 
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thomassiino

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Ich verstehe auch nicht wie in einem Pedelec-Forum so eine Hetze gegen den Fahrradverkehr herkommt. Gefahren und Konflikte sehe ich im täglichen Verkehr am ehesten bei den generften und gestressten Autofahrern. Und ja, an der Infrastruktur muss noch viel getan werden. Vor allem was die Verkehrsraumtrennung anbetrifft. Es benötigt einfach von Autos und Fußgängern getrennte Radwege. Es käme ja auch niemand auf die Idee Autos durch die Fußgängerzonen brettern zu lassen. Radfahrern sind dem aber vielerorts noch täglich ausgesetzt. Wenn Radfahrer eigene Wege haben ist der Konflikt mit den Fußgängern automatisch auch behoben. So wie aktuell vielerorts Radfahrer und Fußgänger auf gemeinsam zu nutzende Fusswege einzusperren ist eine Frechheit sondergleichen und zwar für beide Parteien. Es geht einfach nicht mehr das die Autolawiene innerorts zwei- oder gar dreispurig rollen darf. Jetzt müssen im Städtischen Bereich endlich die Überzeugenden Angebote für OPNV und fürs Radfahren kommen. Kostenloser ÖPNV wären eine Möglichkeit, irgendwie aber auch unfair für Radfahrer. Vermutlich ist innerstädtisch Tempo 30 und nur eine Richtungsfahrbahn für Autos der fairere Anreiz diesem Verkehrsinfarkt mit Mitteln mit Wirkung zu begegnen.
 
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ZNolte

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@Pöhlmann

Welcher Autoverkehr, wenn es keine privaten Autos mehr gäbe? Ich spreche hier von den Zuständen nach einer Verkehrswende, nicht von dem üblichen Geträume von einem zugunsten von überwiegend Freizeitradlern unterdrückten aktuellen Autoverkehr.

Um solche Massen an Fahrradleichen wie im Video zu generieren, braucht es auch entsprechend viele Radfahrer. Und dann laufen die deutschen Behörden zur Höchstform auf.
 
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thomassiino

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@Pöhlmann

Welcher Autoverkehr, wenn es keine privaten Autos mehr gäbe? Ich spreche hier von den Zuständen nach einer Verkehrswende, nicht von dem üblichen Geträume von einem zugunsten von überwiegend Freizeitradlern unterdrückten aktuellen Autoverkehr.

Um solche Massen an Fahrradleichen wie im Video zu generieren, braucht es auch entsprechend viele Radfahrer. Und dann laufen die deutschen Behörden zur Höchstform auf.
Was du erzählst ist wirr, aber denke ich muss mir jetzt das Video anschauen um irgendwie abgeholt zu werden.
 
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ZNolte

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@jm1374

Woher sollen denn die Fahrradmassen kommen?

Siehe Video, siehe entsprechende Berichte über Fahrradstädte. Entspannt? Träum weiter.

Insgesamt ist wohl eher deine Dosis eingenommener Mittel das Problem, um deine Nettigkeit mal zurückzugeben. Es geht nicht darum, dass verschiedene Geschwindigkeiten grundsätzlich möglich sind, sondern dass der Autoverkehr auch ca. 50mKm/h fährt wo 50 erlaubt sind. Einfach, weil es nicht auf Motorkraft und körperliche Fitness ankommt. Kann doch nicht so schwer sein …

Wenn es einen funktionierenden ÖPNV (plus Behördenfahrzeuge etc.) geben soll, dann werden die heutigen Fahrbahnen an sehr vielen Stellen weiterhin reserviert sein müssen. Also ist auch weiterhin nicht nennenswert mehr Platz für den Fahrradverkehr vorhanden. Und das wiederum bedeutet, dass der Radverkehr nach einer Verkehrswende an vielen Orten sogar schlechter dran wäre als heute.

Oder wie stellst du dir die Entspannung vor? Dass du mit dem S-Pedelec oder einem Lastenrad durch die dann auf dem Radstreifen fahrende Menge an Kindern, Omas und sonstwie langsamen Fahrern pflügst? Träume sind zwar schön, in diesem Fall aber wohl ziemlich naiv.
 
öcher

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Das ausgemusterte Fahrräder/Pedelecs recycelt werden müssen, sollte klar sein
... und all die Akkus auch.
Ich verstehe auch nicht wie in einem Pedelec-Forum so eine Hetze gegen den Fahrradverkehr herkommt
Was hat es mit Hetze zu tun wenn man nicht nur die rosarote Fahrrad Brille auf hat und versucht auch mal einen Blick über den Tellerrand zu riskieren.
Kenne es noch vom Mopedforum das man auch diejenigen mal kritisiert hat die mit ihren Brülltüten Anwohner jedes WE drangsalieren, da hat sich keiner aufgeregt.
Andere Sichtweisen mal zulassen ist nicht so schwer.
 
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thomassiino

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@Pöhlmann

Welcher Autoverkehr, wenn es keine privaten Autos mehr gäbe? Ich spreche hier von den Zuständen nach einer Verkehrswende, nicht von dem üblichen Geträume von einem zugunsten von überwiegend Freizeitradlern unterdrückten aktuellen Autoverkehr.

Um solche Massen an Fahrradleichen wie im Video zu generieren, braucht es auch entsprechend viele Radfahrer. Und dann laufen die deutschen Behörden zur Höchstform auf.
Also diese Video trägt ja hier mal überhaupt nichts zu eigentlichen Problem bei. Stehengelassene Fahrräder gab es auch schon zu meiner Studienzeit in den Wohnheimkellern. Ein guter Teile wurde einfach an die nächsten Erstsemestler weitergegeben. Diese Thema, und da kann ich dich gerne beruhigen, ist überhaupt kein neues und hierzulande nicht mal annähernd das größte Problem.
 
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Pöhlmann

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Welcher Autoverkehr, wenn es keine privaten Autos mehr gäbe? Ich spreche hier von den Zuständen nach einer Verkehrswende, nicht von dem üblichen Geträume von einem zugunsten von überwiegend Freizeitradlern unterdrückten aktuellen Autoverkehr.
1. Gewerbliche Autos müssen weiterhin fahren, aber nicht nur.
2. Fahrräder und Pedelecs werden nicht weniger ernsthaft genutzt als Autos. Das fängt bereits bei Kindern an, die zur Schule fahren. Im Rahmen einer Verkehrswende sollten möglichst weitere Anteile des Pendlerverkehrs vom Auto aufs Rad gebracht werden. Bei einer durchschnittliche Wegstrecke (einfach) von ca. 17km ist viel Luft dafür. Kopenhagen hat ca. die Hälfte seiner Pendler aufs Rad gebracht. Das ist vielleicht nicht in jeder Gemeinde Deutschlands möglich, aber in genügend vielen.
 
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Nullkommanix

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wohl eher die Radfahrenden und deren Mangel an Respekt vor ihrer Umgebung.
Das trifft eher die Radabstellenden zu.

Weder gibt es sonderlich Kontrolldruck, noch interessiert es groß Behörden oder Vermieter, wo Fahrräder abgestellt werden.
Keinen interessierts. Abgestellt wird da wo noch Platz ist.

Also müsste der Radverkehr deutlich stärker reglementiert werden, damit der jugendliche Heizer mit dem Lastenrad nicht die Schritt fahrende Oma auf ihrem Rentnerbike gefährdet.
Typisches Vorurteil: Alle Jugendlichen sind Heizende und alle Omas sind Schrittfahrende.

Oder wie stellst du dir die Entspannung vor? Dass du mit dem S-Pedelec oder einem Lastenrad durch die dann auf dem Radstreifen fahrende Menge an Kindern, Omas und sonstwie langsamen Fahrern pflügst?
Radstreifen? Es wird demnächst mehrspurige Radfahrtrassen geben, mit Schleichstreifen und Heizbahnen.
 
Akkadier

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Das gute an der (hoffentlich bald!) kommenden Verkehrswende in Deutschland, ist die vorhandene Infrastruktur, die schnell angepasst werden kann und ein funktionierendes recycling System.
Müllberge gab es auch und illegale Müllentsorgung hier und da an der Tagesordnung!

Wichtig ist anzumerken, daß alles neue kaputt diskutiert wird anstatt einfach zu machen. Ein Fahrrad schädigt in seiner ganzen Lebenszeit die Umwelt nur um einen Bruchteil eines Autos was noch nicht mal gefahren worden ist. Das sollte man auch bedenken.

Dazu passt folgender Kommentar das es meiner Meinung nach auf den Punkt bringt:

Der CEO einer Bank hat die Ökonomen zum Nachdenken gebracht, als er sagte:
Ein Radfahrer ist eine Katastrophe für die Wirtschaft des Landes.
- Er kauft keine Autos und leiht sich kein Geld um es zu kaufen.
- Er zahlt keine Versicherungspolicen
- kauft keinen Treibstoff
- bezahlt nicht für Wartung und Reparatur
- Benutzt keine kostenpflichtige Parkplätze
- verursacht keine schweren Unfälle
- keine mehrspurigen Autobahnen erforderlich
- wird nicht fett
- gesunde Menschen sind weder notwendig noch nützlich für die Wirtschaft
- Sie kaufen keine Medikamente
- Sie gehen weder in Krankenhäuser noch zu Ärzten
- Sie fügen dem BIP des Landes nichts hinzu

Im Gegenteil:
- Jede neue McDonald Verkaufsstelle schafft mindestens 30 Arbeitsplätze, da sie 10 Kardiologen, 10 Zahnärzte, 10 Diätologen und Ernährungswissenschaftler arbeiten und natürlich auch die Leute die im Geschäft arbeiten.

PS: Fußgänger sind noch schlimmer. Die kaufen nicht mal ein Fahrrad!
 
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Ich finde, daß hier viel zu viel vom Wunschtraum "Autofahrer zu Radfahrern, Pedelecfahrern .. " zu bewegen, geschrieben wird. So lange, wie die Auto"gerechten" Städte" nicht entsprechend umgestaltet sind einschließlich entsprechendem ÖPNV, kann das gar nicht in dieser Richtung erfolgreich sein. Un die Wenigen, die dann umsteigen, vergeßt es. Zum Anderen, die Mentalität der Menschen, ein eigenes Auto zu besitzen wird sich nicht ändern, genau so wenig wie "ich zwäng mich doch nicht in die Enge eines ÖPNV, wo ich die Gerüche anderer mir per se unangenehmer Menschen ertragen muß", Da gehört gewaltiges Umdenken dazu. (stelle mir gerade diesen Personenkreis vor, wie sie von "Personenschubsern" in eine schon überfüllte S-Bahn gedrückt werden 😂)
Na, ich erlebs sowieso nicht. Außerdem, wo soll das Geld herkommen? Geht ja nur aus Steuern.
Und das gerade jetzt
 
jm1374

jm1374

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Dass die Umgestaltung unserer Mobilität ein Mammutprojekt ist, steht wohl ausser Frage. Es kann doch aber nicht die Intension sein alles so zu lassen wie es ist, weil durch die Verlagerung aufs Fahrrad/Pedelec alles noch viel schlimmer wird. Denn darum geht es im Endeffekt in den pseudowissenschaftlichen Sendungen des Privatfernsehens.
 
Geierlamm

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Derzeit haben wir die absurde Situation, dass ein sogenanntes Massenverkehrsmittel nur deswegen mehr schlecht als recht funktioniert, weil es 96 % seiner Zeit steht und Platz belegt.
Wenn in den großen Städten nicht schon viele vernünftigerweise aufs Auto verzichteten und zumindest teilweise trotz der miesen Infrastruktur Rad führen , ginge dort nichts mehr.
Selbstverständlich kostet es Zeit und Geld umzusteuern, aber es ist einfach bitter nötig in jeder Hinsicht, egal ob Stau, Tote ,Verletzte , Klimawandel , überall zeigen sich die Folgen der Sackgasse motorisierter Individualverkehr.
Wie man da auf die Idee kommen kann , ein apokalyptisches Szenario mit von Radlern verstopften Straßen zu prognostizieren , sehr sehr seltsam.
Der Platz ist doch vorhanden , da wo ein Auto fährt können mindestens 4 Fahrräder unterwegs sei , ohne Dreck und mit wesentlich geringerer Verletzungsgefahr.

Gruss

Geierlamm
 
EMS

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Oder wie stellst du dir die Entspannung vor? Dass du mit dem S-Pedelec oder einem Lastenrad durch die dann auf dem Radstreifen fahrende Menge an Kindern, Omas und sonstwie langsamen Fahrern pflügst? Träume sind zwar schön, in diesem Fall aber wohl ziemlich naiv.
Da muss man sich gar nichts vorstellen. Es reicht der Blick auf Städte, die dieses Problem schon vor Jahren angegangen sind und die schon funktionierende Lösungen in die Praxis umgesetzt haben.
-> Holland, Dänemark...
 
Kraeuterbutter

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wäre nach einer Verkehrswende halt das der Fahrradfahrer. Sich für eine Verkehrswende einfach nur die Autos wegzudenken, ist halt ein Trugschluss.
naja.. wenn ich mir 30% der Autos "wegdenke" und somit 30% der Parkfläche die diese benötigt haben dann zu Fahrradparkplätzen umdenke...
wenn ich bei mir in der Tiefgarage von den 70Autos 20 Autos wegdenke..

herje.. da ist dann aber sehr viel Platz für Räder ;-)

aber ja - in bestehenden Städten, wo man 70 Jahre+ lang bei neuem Bauen auf die "Belange" von Autos primär Rücksicht genommen hat.. da ists dann schwierig

aber wenn neue Stadtteile gebaut werden...
 
Kraeuterbutter

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@Nullkommanix

Keinen interessierts. Abgestellt wird da wo noch Platz ist.

Noch. Im Rahmen einer Verkehrswende wäre Ende damit, garantiert. Was heute das Auto ist, wäre dann eben das Fahrrad. Deutschland ist und bleibt Deutschland.

Typisches Vorurteil: Alle Jugendlichen sind Heizende und alle Omas sind Schrittfahrende.

So ist es aber nunmal in der Masse. Du kannst das aber auch woke-gender-mäßig mit anderen Personengruppen belegen. Tatsache bleibt aber, dass von ca. 10-30 Km/h extrem unterschiedliche Geschwindigkeiten gefahren werden.

Radstreifen? Es wird demnächst mehrspurige Radfahrtrassen geben, mit Schleichstreifen und Heizbahnen.

Nein, geht nicht. Die überwiegende Zahl der Straßen haben gar keine mehrspurigen Fahrbahnen. Da ist nichts mit Linienbussen, Behordenfahrzeugen, Velomobilen, Pedelecs, Biobikes schön auf eigenen Spuren.
 
forero

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Moin,
ich meine, dass es notwendig und auch hilfreich sein kann, sich einmal die Ursprünge bzw. den geschichtlichen Hintergrund unserer heutigen Verkehrssituation anzusehen.
Es hilft zu verstehen, wenn man weiß, dass die erste Fassung der StVO im Jahre 1934 von den Nazis erlassen worden ist und eine aktualisierte Version bis 1971 in der BRD in Kraft war. Darüber hinaus muss man sich die Zeit vor Machtergreifung und die unmittelbar auf den 1. WK anschauen. Damals war das Fahrrad das Massenverkehrsmittel, es wurde vor allem von den Arbeitenden, dh. der wirtschaftlichen und sozialen Unterschicht, aber auch von einem Teil der geistigen kulturellen Elite genutzt. Für viele war das Fahrrad Ausdruck von Freiheit und Demokratie, was den nach 1933 regierenden nicht gefiel. Man findet interessante Infos bei Wikipedia, zB.:

"Die Verordnung trat am 1. Januar 1938 in Kraft.[11] Die durch den damaligen Innenminister Wilhelm Frick, den Reichsführer SS Heinrich Himmler sowie den Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen Fritz Todt erlassene StVO von 1937 galt über Jahrzehnte hinweg. Zwar wurde sie auf dem Boden der DDR 1956 außer Kraft gesetzt,[12] doch blieb sie in der BRD trotz mehrerer Anläufe für eine Neufassung aufgrund der anhaltenden strafrechtlichen Diskussion[13] bis zum 1. März 1971 gültig."
Und das:
"Radfahrer hatten zudem vorhandene Radwege zu benutzen. Auf Straßen ohne Radwege mussten sich Radfahrer am äußersten rechten Rand der Fahrbahn halten. Wenn der Fußgängerverkehr nicht behindert wurde, durften Radfahrer außerhalb von geschlossenen Ortschaften auch die Bankette nutzen. Grundsätzlich hatten Radfahrer außerdem einzeln hintereinander zu fahren. Eine Nebeneinanderfahren war nur gestattet, wenn keine Behinderung des Autoverkehrs vorlag. Auf Reichsstraßen mussten Radfahrer außerhalb von geschlossenen Ortschaften immer hintereinander fahren."
Radfahrende, die hintereinander fahren können sich weniger gut unterhalten und austauschen, sie können nicht konspirativ agieren und sind leichter zu kontrollieren bzw. identifizieren!
Für mich ist die StVO ein Erbe des Faschismus und gehört in meinen Augen ersetzt durch neue Gesetze.
 
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Auf dem Foto sieht man hervorragend die Zukunft. Ob der Pulk an Fahrzeugen nun 20m oder 100m lang ist, ist ziemlich egal. Trotzdem ist da nichts mehr mit durchgehend über freie Radwege pfeffern. Stau ist und bleibt Stau, egal wie lang er ist.

Das ist übrigens auch in den gerne zitierten Radler-Städten in Holland oder Skandinavien so. Nur sind die Bewohner dort deutlich relaxter als der typisch deutsche Verkehrsteilnehmer.

Meiner Befürchtung nach reden sich die meisten Befürworter einer Verkehrswende die Umstände ziemlich schön. Autos weg, also massig Platz um Fahrräder abzustellen und ungestört über grüne Wellen radeln zu können. Das aber wird ein Trugschluss sein.

Heute mag es hipp sein, irgendwelche Nebenstraßen zu Fahrradstraßen umzupinseln und ähnliches. Wenn aber das Fahrrad zum neuen Auto geworden ist, werden auch die Restriktionen auf den Radverkehr umgeswitcht, warte es ab.
 
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