Handyladestrom bricht ab -Panasonic -Motor

Diskutiere Handyladestrom bricht ab -Panasonic -Motor im Panasonic Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Ich fahre ein Flyer E-Bike T 8.1 mit einem Panasonic – Motor und muss mein Smartphone mit Strom versorgen, damit ich über längere Strecken eine...

ErichS

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  • Ich fahre ein Flyer E-Bike T 8.1 mit einem Panasonic – Motor und muss mein Smartphone mit Strom versorgen, damit ich über längere Strecken eine Navi-App nutzen kann. Das Ladekabel ist ein USB Micro B an einen Micro B Anschluss. Das Kabel ist OTG tauglich. Ca. 5 Minuten fließt ein Ladestrom (der waagerechte Blitz erscheint im Display), dann blinkt das Symbol und der Landestrom bricht ab. Erklärung in der Bedienungsanleitung für das Blinken: „Die Schutzfunktion gegen ein fortlaufendes Laden wurde aktiviert.“
  • Ich habe Kabel verschiedener Hersteller ausprobiert, auch im Fachgeschäft konnte man mir nicht helfen. Bei fast geladenem Handy (über 80%) tritt dieses Problem nicht auf. Die durch die App verbrauchte Energie wird problemlos zugeführt. Meine Navi- App kann ich daher nur nutzen, wenn mein Handy beim Start fast volle Akkus besitzt.
    Zufrieden bin ich mit diesem Zustand nicht. Kann mir jemand mit einem Ratschlag helfen. Mit freundlichen Grüßen
 

Hasso123

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Womöglich ist das Aufladen zeitlich begrenzt worden? Im System mein ich.
Steht nix dazu im Handbuch, falls man es irgendwo noch findet?
 

Hasso123

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Oder eine App wie AMPERE mitlaufen lassen, dann sieht man auch wie und wann die Spannung einbricht.
 

MarkusSi

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Vermutlich ist die Stromaufnahme des Handys höher, als das Panasonic System dauerhaft versorgen kann. Das gleiche Problem habe ich mit meinem Handy im Auto, dort kann ich den USB Port des Auto(radio)s auch nicht ohne Fehlermeldung nutzen.

Eine für dich zufriedenstellende Lösung habe ich nicht - im Auto nutze ich einfach einen "dummen" USB Adapter für die 12V Steckdose. Mit dem Nebeneffekt, dass das Handy auch schneller geladen wird.
Am Fahrrad habe ich garkeinen USB-Port. Dort hab ich einfach eine Powerbank mit in der Handytasche.

Mögliche Lösungen:
5V USB Adapter für das 36V System
Powerbank (auch sonst manchmal praktisch)
Dich mit dem USB Standard und der Codierung der Ladeströme auseinander setzen - und hoffen, dass das Handy sich auch dran hält.

Beim USB Standard sind verschiedene Ladeströme über Widerstände zwischen den Datenleitungen codiert. Vor vielen Jahren habe ich mich damit mal beschäftigt.
Wikipedia:
"Um das USB-Netzteil, oft ein Steckernetzteil, im Aufbau möglichst einfach gestalten zu können, wurde eine Lösung gewählt, die den Aufwand der Implementierung auf Seiten des Netzteils minimiert: USB-Geräte mit integrierter Ladefunktion erkennen einen Ladeanschluss an einem Widerstand, welcher zwischen die beiden Datenleitungen D+ und D− im USB-Netzteil geschaltet ist. Das ist möglich, da bei einem einfachen USB-Netzteil die USB-Datenleitungen nicht für die Datenübertragung verwendet werden. Beträgt der Widerstandswert zwischen den beiden Datenleitungen D+ und D− unter 200 Ω – im einfachsten Fall können die beiden Leitungen auch kurzgeschlossen sein –, geht der Laderegler im USB-Gerät davon aus, an einem USB-Ladeanschluss (DCP) angesteckt zu sein, welcher mindestens 500 mA liefern kann.[18]"

Im Umkehrschluss - bei offenen Datenleitungen - müsste das Handy davon ausgehen, dass es an einem "normalen" USB Port hängt. Wo es ohne Anmeldung nur 100mA und mit Anmeldung maximal 500mA ziehen darf.

Mit Kabel kaputt schneiden und Datenleitungen trennen oder (auf der Handy-Seite) kurzschließen könntest du versuchen das Handy zu einer geringeren Leistungsaufnahme zu bewegen.
Als letzte Möglichkeit bliebe noch ein Vorwiderstand in der Plus-Leitung des Ladekabels. Vor wenigen Jahren habe ich mal gelesen, dass moderne Netzteile/Handys den Ladestrom begrenzen, wenn die Spannung zu weit (deutlich unter 5V) einbricht. Mit einem 1-2W Vorwiderstand und 0,2-2 Ohm sorgst du für einen zusätzlichen Spannungsfall im Ladekabel. Das Handy sollte dann erkennen, dass die Spannung einbricht und den Ladestrom entsprechend begrenzen. Über die Größe des Widerstands lässt sich der Ladestrom "einstellen" (je höher der Widerstand desto geringer der Strom).
Beispiel:
1 Ohm bei 1A sorgt für 1V Spannungsfall (also 4V statt 5V am Handy).
2 Ohm bei 0,5A sorgt ebenfalls für 1V Spannungsfall
0,5 Ohm bei 0,5A ergibt 0,25V Spannungsfall (4,75V am Handy)

Welche Spannung dein Handy zum laden haben will (also welcher Strom sich dann einstellt) musst du ausprobieren.

Gruß Markus
 

goofy1968

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Oberlandradler

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Ich tippe auch auf die Stromaufnahme beim Ladevorgang.
Bei 80% wird diese stark gedrosselt, somit macht sich das Problem dort nicht bemerkbar.
Die Kabel spielen bei Dir eine untergeordnete Rolle. Ich hatte nie ein Kabel mit einem
Widerstand >0,1 Ohm. Der normale USB2 Anschluss ist mit 0,5A spezifiziert, USB3 mit 2A.
Der Tipp von goofy1968 erscheint mir sehr gut.
Mein Tipp dazu, lade vor ausführlichen Fahrten dein Handy auf.
 

ErichS

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  • Vielen Dank für die hilfreichen Antworten! Die AMPERE- App werde ich ausprobieren.

  • Goofy1968: Ich besitze ein Samsung Galaxy A3 2016. Die Möglichkeit zur Deaktivierung der Schnellladefunktion gibt es bei diesem Modell leider noch nicht. Dein Vorschlag wäre sicherlich eine Option gewesen.
  • Oberlandradler: Auf diese pragmatische Lösung wird es wohl am Ende hinauslaufen. Vorher werde ich allerdings an einem Ersatzkabel (USB Micro B) Vorschläge von MarkusSi ausprobieren.
  • MarkusSi: Deine ausführliche Antwort bietet ja einige Optionen. Ich werde vielleicht an einem Zweitkabel die „minimalinvasive Operation“ wagen und versuchen, die Signalleitungen zu trennen. Sollte hier kein positives Ergebnis erfolgen, bleibt noch die Möglichkeit mit dem Vorwiderstand in der Plus -Leitung. Wir werden sehen, wie der Patient reagiert. Ansonsten überlege ich mir die Anschaffung einer Powerbank als Bestandteil der Radtasche. Sollte ich einmal vor Tour -Beginn das Aufladen des Smartphones vergessen haben, kann ich während einer Fahrt zu diesem „Notgroschen“ greifen. MfG
 

ErichS

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Hallo Markus, die Operation ist vollzogen, der Patient lebt. Das unveränderte Kabel übermittelte 1,5 A an das Handy. Nachdem ich die beiden Signalkabel durchtrennt hatte, wurde der Ladestrom drastisch reduziert. Angezeigt wurden mit der AMPERE App noch 500 mA (siehe Bilder). Der Ladestrom bricht auch nicht mehr ein, sondern wird reduziert, aber konstant geliefert.
Ganz herzlichen Dank für den sachkundigen Tipp, der mir sehr geholfen hat.
 

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