Hallo aus der Eifel (Landkreis Cochem-Zell)

Diskutiere Hallo aus der Eifel (Landkreis Cochem-Zell) im Vorstellung von Mitgliedern und ihren Pedelecs Forum im Bereich Community; Hallo, dieses Forum ist einfach nur klasse! Ich bin Carsten, werde 50 und wohne in der Eifel in der Nähe von Mayen. Wer die Gegend kennt weiß...

Baba

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Hallo,

dieses Forum ist einfach nur klasse!

Ich bin Carsten, werde 50 und wohne in der Eifel in der Nähe von Mayen. Wer die Gegend kennt weiß, hier gibt es viele Berge. Früher bin ich sehr viel Rad gefahren, aber irgendwann war die Zeit nicht mehr da und dann kam mit mit dem Alter das Gewicht. Schließlich hat dann Radfahren in der Eifel einfach keinen Spaß mehr gemacht weil einfach die Kondition fehlte.

Im April 2018 kam dann mein guter Kumpel und sagte: "ich möchte mir ein E-Bike kaufen - kommst du mal mit - ich möchte mich mal beraten lassen". Damals kannte ich den Unterschied zwischen E-Bike und Pedelec nicht und ich hatte absolut keine Ahnung von Pedelecs. Also fuhr ich mit ein einem bekannte XXL-Laden in der Region und, was soll ich sagen - Probefahrt und gekauft. Es wurde ein Haibike Sduro Hardseven 7.0, 29 Zoll mit einem Bosch Performance CX Motor. Natürlich kaufe ich dann auch noch für Frau und Sohn ein Pedelec (Cube) im gleichen Laden. Ich dachte, ich hätte ein tolles Bike gekauft und ich wäre super gut beraten worden ... naja ...

Was viele halt nicht wissen - und ich damals auch nicht - ist, dass die meisten Pedelects nur bis zu einem Systemgewicht von 120kg zugelassen sind - da ist man aber schnell drüber wenn man etwas schwerer ist und nicht nackt fährt :D

Und so kam eins zum anderen. Hoher verschleiß an Bremsen, Lager, Kette und schließlich nach ca. 5000 km ein Rahmenbruch, direkt unterhalb der Sattelstütze.

Als zum ersten mal die Bremsen runter waren (nach knapp 600km) wollte ich in dem besagten XXL-Laden einen Wartungstermin machen, schließlich hatte ich ja einen Gutschein für die erste Inspektion bekommen und vom Bosch Motor wurde schon seit 350km der Wartungsschlüssel angezeigt. Am Telefon sagte man mir aber (nach einer gefühlten Ewigkeit in der Warteschleife), ich könnte dann 8 Wochen vorbei kommen, müsse aber das Rad 2 Wochen da lassen. Das war im Sommer 2018.

Also beschloss ich selbst mit dem Schrauben am Rad anzufangen und habe mir nach und nach alles mögliche an Werkzeug besorgt. Mein Rad hat nie die Werkstatt gesehen. Bei meiner ersten Reparatur stelle ich dann auch fest, dass nicht nur die Bremsen runter sind, sondern das hintere Lage defekt ist, die Kette fertig ist und das vordere Kettenrad auch getauscht werden muss weil die neue Kette einfach nicht mehr im alten Kettenrad funktionierte (verhakte) - by the way - Freiheit was Haibike für das Original Kettenrad haben möchte - also kam natürlich kein Haibike sondern ein SRAM drauf - passt mit dem 1mm Ring völlig Problemlos und kostet ca. 15€ und nicht 110€.

Grundsätzlich fahre ich seit dem jeden 2. Tag, egal bei welchem Wetter - nur Sturm und Starkregen (bei Antritt der Tour) lasse ich aus. Anfangs schaffte ich gerade mal 10-12 km (ja, bitte nicht lachen) und verbrauchte dabei 3 von 5 Akkubalken - echt traurig. Heute fahre ich zwischen 20 und 40 km, wie es halt die Zeit zulässt und verbrauche meist nur noch 1 bis 1,5 Balken. Ich fahre zu 95% Feld/Waldwege/Singletrails und benutze Straßen nur wo es sein muss. Für den Winter habe ich mir Spikereifen draufgezogen und mir in China Lampen besorgt mit denen man auch wunderbar im Dunklen fahren kann.

Letztes Jahr (2020) im August ist mir dann der Rahmen am Haibike unter der Sattelstütze gerissen.
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Ich habe das schweißen lassen, machte mir aber direkt Gedanken um ein neues Rad. Ein fertiges Pedelec kaufen kam für mich nicht mehr in Frage. Der Preis für so ein Bike steht in keinem Verhältnis zu dem was man dafür bekommt. Weil ich Angst hatte, dass die Reparatur nicht lange hält brauchte ich eine schnelle und günstige Lösung. Also entschied ich mich für einen Bafang BBS02b, den ich an mein 15 Jahre altes Crosstrackingrad montierte.
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Ich war direkt total begeistert von der Leistung des Motors und ich hatte mir da ein richtiges gutes Bike zusammengebaut. Allerdings musste ich dann feststellen, dass die Matschtauglichkeit nicht optimal ist - ihr seht ja wie es aussieht. Der Rahmen lässt nur schmale Reifen zu (max 2 Zoll, bei 27,5 Zoll) und die Aufnahme hinten hat nur 135 mm. Die einfache Federgabel vorne musste ich nach ca. 1000km komplett zerlegen und vom Matsch befreien - da ging nichts mehr und 4 Speichen sind mir auch schon abgerissen. Die alten Bremens (Magura Julie) hatte ich durch neue Magura MT5 ersetzt. Der erste Belag hielt knapp 800km. Das Rad hat jetzt ca. 1100km drauf. Mit dem schlechten Wettter und dem Matsch wurde mir aber auch schnell klar, das ist kein Rad für die harten Bedingungen im Winter auf den Feld- und Waldwegen und Singletrails. Als suchte und suchte ich ... ich hoffe jetzt was gefunden zu haben und bin das gerade am aufbauen und fast fertig. Ich hoffe heute meine erste Probefahrt machen zu können :unsure: Sorry für die schmutzigen Räder und die Gabel - ich war einfach zu faul die komplett zu reinigen weil die nach der ersten Ausfahrt wieder genauso aussehen werden.

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Wie ihr sehen könnte habe ich die Gabel, Lenker, Bremsen, Schaltung und die Laufräder vom Haibike übernommen. Die Kassette hinten wird noch ausgetauscht gegen eine 11-52T weil sonst die Übersetzung nicht gut ist. Ich habe diverse Fotos gemacht beim Zusammenbau ... hatte vor hier noch einen Bericht dazu zu erstellen.

Noch was ... ich arbeite in der IT und kann ganz gut programmieren. Also habe ich zwei Hobbies miteinander verbunden. Ich habe mir das Kommunikationsprotokoll zwischen Bafang und Display genauer angeschaut und komplett nachprogrammiert. Auch das werde ich mal hier noch im Forum posten. Vielleicht so viel als Vorgeschmack: an den Bafang kommt auf den 5-Pin Anschluss an dem normal das Display hängt, ein ESP32. Der spielt dann einen WLAN Access Point. Am ESP32 hängt dann noch ein 433MHz Receiver sowei ein BME280 (Temp, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck). Dann habe ich eine Handy App (Android) programmiert mit der ich mich mit dem ESP32 verbinde. Über die App kann ich den kompletten Motor programmieren und die App als Display nutzen. Der ESP32 hat auch Bluetooth - also fragt der meinen Brustgurt und den Cadencesensor ab und schickt auch diese Daten, neben allen Motordaten an meine App. Damit man die Unterstützungslevel nicht am Handy schalten muss, nutze ich einen "Garagendrücker" mit 4 Tasten zum Hoch und runterschalten, Schiebehilfe und Licht. Ich bin mit meinem oben erwähnten Crosstracking Rad bisher nur mit meiner Lösung gefahren - also ca. 1100km und die App wird immer besser. Natürlich bekommt mein neues Bike auch diesen Controller und der original Bafang kommt weg. Ich bin mir noch nicht sicher ob ich die Quellen veröffentlichen werden ... ich überlege noch.
 

Wolf60

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Willkommen im Forum und viel Spaß mit deinem Bike 🚲 (y) Besten Gruß André
 

Stevie

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Der Kollege @Hochsitzcola geht mit seinem Quellcode erfreulich offen um. :sneaky:
Irgendwann wird ein Projekt eh so komplex (Neue Interfaces, neue Displays etc.) dass das alleine eh nicht mehr zu schaffen ist.
 

Pete3

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Ich habe mir das Kommunikationsprotokoll zwischen Bafang und Display genauer angeschaut und komplett nachprogrammiert. Auch das werde ich mal hier noch im Forum posten. Vielleicht so viel als Vorgeschmack: an den Bafang kommt auf den 5-Pin Anschluss an dem normal das Display hängt, ein ESP32. Der spielt dann einen WLAN Access Point. Am ESP32 hängt dann noch ein 433MHz Receiver sowei ein BME280 (Temp, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck). Dann habe ich eine Handy App (Android) programmiert mit der ich mich mit dem ESP32 verbinde. Über die App kann ich den kompletten Motor programmieren ...
Das ist sehr interessant. Bitte stelle das Projekt noch genauer vor.
Mich interessiert vor allem die Parametrierung des Motors über diesen Weg.
 

Baba

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Wenn die Hardware nicht zu aufwendig wird, würde ich es zu Hause zur Parametrierung nutzen.
Das ist sehr einfach. Hier die Schaltung.
1612396831764.png


Die Stromversorgung des ESP32 wird über einen Stepdown Konverter direkt von dem 5-Poligen runden Anschluss abgegriffen.

Der RX480R_4CH ist ein 433MHz Receiver. Ich wollte nicht immer das Handy benutzen um die Unterstützungslevel zu schalten. Deshalb kam ich auf die Idee das einfach mit einem "Garagen-Drücker" zu machen. Die gibt es in allen möglichen Formen und Geschmacksrichtungen. Ich habe mir an meine 2 Räder diese Drücker erst mal provisorisch mit Heißkleer auf den Bremsheben (wo die zwei Schrauben sind ist es relativ gerade) geklebt. Die Batterie darin hält jetzt schon seit ca. 5 Monaten und musste noch nicht gewechselt werden.

Der BME280 ist reiner Spaß. Der misst die Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und die Temperatur. Zusätzlich kann er über den Luftdruck die Höhe bestimmen. Ich hatte u. a. in diesem Forum gelesen, dass die GPS-Höhenangabe so ungenau wäre und man das über den Luftdruck genauer messen kann. Wie ich damit festgestellt habe, trifft das nur dann zu, wenn die GPS-Position nicht gut bestimmt werden kann weil zu wenige Satteliten zu bekommen sind (z. B. im Wald). Meistens stimmt die Höhenangabe vom GPS mit der des BME280 überein. So dramatisch ist das also nicht.

Weil der ESP32 WiFI und Bluetooth (BLE) hat, habe ich das so programmiert, dass er sich direkt meinen Brustgurt und den Kadenzsensor (an der Kurbel) schnappt und die Daten ausliest.

Die Daten des BME280, Brustgurt, Kadenzsensor und alle Motordaten werden an die Handy-App übertragen. Dort greife ich natürlich auch alle möglichen Parameter des Handys ab (Beschleunigungssensor, GPS, Lichtsensor, Luftfeuchtigkeit, ... soweit das Handy diese Sensoren hat). Alle Daten speichere ich in einer CSV Datei und berechne natürlich Max/Min/Avg usw.

Ist eigentlich total irre - ich weiß noch überhaupt nicht was ich mit den Daten anfangen soll - aber lieber haben als brauchen :)

Was mir noch fehlt, da bin ich noch am tüfteln, ist die Information in welchem Gang ich fahre. Ich könnte dafür den Bafang Schaltsensor nehmen, der gibt immer nur einen kurzen Impuls sobald der Schaltzug sich bewegt. Aber das ist mir etwas zu ungenau. Wer eine Idee hat, nur her damit!

Die Schwierigkeit besteht eher darin die Elektronik Wasserdicht zu bekommen. Wie ich bereits bei der Vorstellung geschrieben hatte, fahre ich grundsätzlich bei jedem Wetter. Ich habe mich auch schon mehrfach komplett im Bach lang gemacht bei Wasserdurchfahrten. Mein Handy, was ich nur für's Radfahren nutze (China Handy Amor X5), ist Wasserdicht. Der BME280 kann ja nicht direkt im Gehäuse verbaut werden, sonst misst er halt Käse (der ESP erwärmt sich ja und die Luftfeuchtigkeit/Luftdruck im Gehäuse ist eine andere). Also muss der BME280 aus dem Gehäuse raus. Mir ist bisher ein RX480 abgeraucht, weil ich das Gehäuse nicht richtig dicht hatte und über Nacht sich die Luftfeuchtigkeit auf die Elektronik abgesetzt hatte. Aktuell klebe ich immer das Gehäuse ab, sodass nichts mehr dran kommt. Später werde ich die Bauteile mit Elektronik-Schutzlack überziehen oder komplett vergießen mit Kunstharz. Den BME280 habe ich aktuell über ein Kabel nach außen geführt und nur in einem Schrumpfschlauch verpackt. Am Sensor habe ich ein kleines Loch gebohrt, sodass der eigentliche Sensor quasi herausschaut.

Oh Mann! ... soviel wollte ich doch eigentlich noch nicht schreiben ... es wird noch einen separaten Beitrag dazu geben ...

Gute Nacht :)
 

Pete3

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Danke, @Baba.
Du warst ja letzte Nacht fleißig. Hoffentlich hattest du heute trotzdem ausgeschlafen.
... es wird noch einen separaten Beitrag dazu geben ...
Ja, das wäre sicher gut.
In dieser Vorstellungsrunde wird es vielleicht nicht von allen Interessenten gefunden und gelesen. Das Projekt ist sehr interessant. Und du hast da ja noch sehr viele Ideen.
Selbst wenn man nicht alles braucht, kann man ja dann auch Teile davon nutzen.
 

Baba

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Das läuft alles bereits Monaten so. Das ganze ist so einfach, dass es schon wieder erschreckend ist. Die App und den ESP habe ich in einer Woche in den Herbstferien letzten Oktober programmiert. Seit dem fahre ich damit herum und baue halt immer mehr Dinge ein. Den Kadenzsensor habe ich über Weihnachten reinprogrammiert. Aktuell kämpfe ich mit der Berechnung der Höhenmeter - das will mir nicht richtig gelingen. Als Referenzwert vergleiche ich meine Ergebnisse mit denen von Komoot, aber irgendwie komme ich nicht auf die gleichen Werte. Es hört sich so einfach an die Höhenmeter zu berechnen, ist es aber nicht. Man denkt, einfach jeden Höhenunterschied addieren oder subtrahieren ... Pustekuchen.
 

Lumilux

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Willkommen im Forum.
Das sieht aus wie der Wasserfall im Tal der Endert,schöne Gegend mit krassen Steigungen.
 

temp

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Hallo Baba,

mal ne Frage, wenn du mit dem ESP32 und BLE die Sensoren ausliest, wie passiert die Kommunikation mit dem Handy? Auch BLE?
Wie ist die HandyApp geschrieben direkt in Java? Ist das Android only?
Ich hab in dieser Hinsicht auch schon einiges gemacht und wollte nur mal wissen wie du das machst.
 

Baba

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Hallo Baba,

mal ne Frage, wenn du mit dem ESP32 und BLE die Sensoren ausliest, wie passiert die Kommunikation mit dem Handy? Auch BLE?
Wie ist die HandyApp geschrieben direkt in Java? Ist das Android only?
Ich hab in dieser Hinsicht auch schon einiges gemacht und wollte nur mal wissen wie du das machst.
Ich versuche mal kurz zu Antworten :)

Die Kommunikation mit dem Handy läuft wie WLAN. Auf dem ESP32 mache ich dazu einen AP auf. Damit mehrere ESP's (an verschiedenen Fahrrädern) sich nicht stören macht jeder ESP ein WLAN mit dem Namen "Bafang-xx-xx-xx" auf, wobei die xx-xx-xx den letzten 3 Stellen der MAC-Adresse entspricht. Das WLAN ist mit einem Passwort versehen (also nicht offen).

Die App ist in Java geschrieben, Kotlin habe ich mir noch nicht weiter angeschaut. Aktuell läuft das ganze nur auf Android, ab Version 7. Für Apple werde ich das nicht machen (ohje ... jetzt kommt ein Shitstorm) - ich mag Apple halt nicht weil ich mir von keinem Hersteller eines Produktes vorschreiben lassen möchte was ICH mit MEINEM Geräte mache. By the way - wer ein iPhone 8 (guter Zustand) oder ein iPhone 6 (defektes Display und Akku müsste getauscht werden) gebrauchen kann - gerne eine private Nachricht.

Der ESP32 übernimmt also nur die Kommunikation mit den BLE Geräten (Kadenz Sensor und Puls-Brustgurt) und dem Bafang Motor Controller. Aktuell warte ich auf eine Lieferung aus China mit einer Bluetooth Fernbedienung, dann kommt der 433MHz Empfänger weg und wird dadurch ersetzt, falls es so funktioniert wie ich mir das vorstelle. Sobald sich das Handy am ESP32 via WLAN anmeldet werden via UDP die Motordaten einfach ins WLAN geblasen. Das Handy nimmt diese und bereitet die Daten auf. Möchte man ein Assist Level hochschalten oder PowerOn/Off, Licht An/Aus wird dies via TCP HTTP Request an den ESP gemacht - z. B. P=1 für Power On und P=0 für Power Off - ganz primitiv.

Die Daten vom ESP ins WLAN sind genauso primitiv - hier eine Beispielzeile:
S=30.00;A=3.50;W=168.00;R=228;V=49.00;L=3;B=74;U=38;T=45.00;M=1;K=10.00;u6=0;W1=170;W2=170;uW1=0;uW2=0;uW3=0;m1=49;m2=49;BS=0;u90-1=0;u90-2=0;u90-3=0;h=0;L=0;t=23.33;f=30.60;p=967.95;a=-0.26;P=0;C=0;dT=24.81

Läuft also alles als ASCII und nicht Binär, damit ich kein Problem mit Low/Big-Endian/usw bekomme. Klar ist das ein Overhead, aber das kann man vernachlässigen, die Handys haben alle genügend Rechenleistung und der ESP ebenfalls.

Ein Programmieren der Motordaten für Basic vom Handy zum Controller sieht z. B. so aus:
Request:"WRITE_CTRL_BASIC=lowBattery=41;currentLimit=20;assist0=0;assist1=20;assist2=30;assist3=40;assist4=50;assist5=60;assist6=70;assist7=80;assist8=90;assist9=100;assist0speed=0;assist1speed=35;assist2speed=50;assist3speed=75;assist4speed=90;assist5speed=100;assist6speed=100;assist7speed=100;assist8speed=100;assist9speed=100;wheel_diameter=55;speed_meter_signals=0;"

Man könnte die Kommunikation zwischen ESP32 und Handy auch auf Bluetooth umstellen, aber mir gefällt der Bluetooth-Stack auf dem ESP nicht. Ich habe mit dem ganz schön gekämpft bis das fehlerfrei lief. Erst die Ablösung der normalen BLE-Lib durch die NimBLE Lib hat bei mir zufriedenstellend funktioniert. Die Standard-BLE braucht einfach zu viele Ressourcen und hat scheinbar einige Fehler - egal - jedenfalls kam ich besser mit der NimBLE zurecht und der Code vom ESP32 passt jetzt wieder ohne veränderte Parameter auf den ESP drauf. Bin jetzt bei 950762 Bytes (72%), mit standard-BLE Lib war ich bei über 1,5 MB und musste das Partition Scheme auf dem ESP auf "no OTA ..." anpassen. OTA möchte ich aber später noch nutzen.

Die Kommunikation über WLAN zwischen ESP und Handy hat nur einen kleinen Nachteil - der ist aber vom Android abhängig und ich konnte das bisher nur mit Android 10 feststellen. Manche Android Handys versuchen immer, auch wenn über dieses WLAN das Internet nicht erreichbar ist, trotzdem darüber eine Internetverbindung aufzubauen. Mit etwas Fummelei kann man Android dieses Verhalten abgewöhnen, aber da muss herumprobieren. Brauchen tue ich das z. B. wenn ich auf Tour bin und möchte über Google meine Position teilen (für Notfälle gerade im Winter ganz hilfreich). Ich schicke zwar von meiner App eine Notruf-SMS mit Position (und aktuellem Puls) an ausgewählte Nummern raus wenn ich mich eine konfigurierbare Zeit nicht mehr bewege, aber meine Frau ist beruhigter wenn sie weiß wo ich gerade herumfahre.

Wer Lust hat es zu testen - gerne - schickt mir eine PN - ich kann euch die App und das Binary für den ESP gerne bereitstellen. Die Quellen werde ich erst mal nicht veröffentlichen.

Ups ... doch zu viel Text ... sorry!
 

temp

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Ok, danke für deine Ausführungen. Das ist somit komplett anders als bei mir. Was ich niemals machen würde ist die Kommunikation über WLAN. Aber das ist Ansichtssache. Ich erwarte da (so wie du auch schreibst) zu viele Probleme mit der Internetverbindung. Auch das ständige Hin- und Herverbinden mit verschiedenen APs ist lästig.
Java kommt für mich persönlich auch nicht (mehr) in Frage. Klar so was wie Cordova hat auch seine Grenzen, der Vorteil ist aber auch die geräteübergreifende Partabilität.
Die BLE Anbindung habe ich über ein BLE-UART Modul realisiert, ich brauche aber auch nur eine Verbindung. Um weitere Sensoren kann sich die Handyapp selbst kümmern, das will ich in der STM32 Firmware gar nicht haben.
ESP32 ist für mich persönlich auch keine Option. Schon allein deshalb, weil die ganze API und Arduino obendrauf einfach ein riesen Moloch ist. Ich habe meine Erfahrungen mit BLE und ESP32 auch schon gemacht. Die Dinger sind sicher gut für das übliche IoT Geraffel, in kritischen Anwendungen (und da gehört ein Akku auch dazu) wollte ich die aber lieber nicht sehen. Ich bin bei alle dem ehr auf der minimalistischen Schiene. Keine HAL, kein Arduino und auch keine Libs die ich nicht selbst verstehe.
 

Baba

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Auch das ständige Hin- und Herverbinden mit verschiedenen APs ist lästig.
Genau das ist aber kein Problem. Android verbindet sich automatisch mit den bekannten APs (wenn man es lässt) und es gibt diesbezüglich keinerlei Problem. Probleme habe ich immer wieder mit Bluetooth Geräten und Android - egal was es ist ... immer mal wieder verbindet sich irgendwas nicht und das hat mich so genervt, dass ich lieber BLE mit dem ESP mache. Wenn ich auf das Rad steige und die BLE-Geräte aufwachen findet der ESP diese und verbindet sich ohne das ich was tun muss - so muss es sein.

Keine HAL, kein Arduino und auch keine Libs die ich nicht selbst verstehe.
Das habe ich lange hinter mir gelassen. Ich habe vor über 37 Jahren nur Assembler programmiert und bin bis in die hinterste Ecke der Rechner gekrochen und habe auch noch mit dem Lötkolben an meinen Rechnern herumgebrutzelt. Ich habe Assembler auf C64, Amiga und BS1000 (Siemens Großrechner ... dürfte kaum noch jemand kennen ... verdammt ... bin ich alt 💀 programmiert. Als ich dann irgendwann C lernte, ging ich hin und optimierte diesen Code händisch über den Assembler-Zwischenschritt (cc -s falls es jemandem noch was sagt) weil ich dachte so ein 🧀 - viel zu viel Overhead ... das muss ich optimieren :cool:.

Mir ist damals aber schnell das 💡aufgegangen ... wenn ich immer wieder das Rad neu erfinden möchte und nur Libs nutze, die ich komplett verstehe, werde ich mich langsamer weiterentwickeln als es möglich wäre. Ich unterstelle mal, dass die meisten auch ein Auto nutzen (als Fahrer) ohne die Technik dahinter wirklich komplett verstanden zu haben. Man vertraut dem 🚗 bzw., dass derjenige der es gebaut hat wusste was er da tut und etwas ordentliches fabriziert hat (wobei mir da manchmal leider auch Zweifel aufkommen ... das ist aber ein anderes Thema 🤪.

Aber jeder so wie er möchte. Ich versuche das Rad nicht neu zu erfinden und nutze Bibliotheken (die auf mich einen anständigen Eindruck machen) die da sind um schneller ans Ziel zu kommen (Min-Max-Prinzip).
 
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