Haftpflichtversicherung für getunte Pedelecs bis 45 km/h ohne Betriebserlaubnis?

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von perro, 30.04.16.

  1. Fraenker

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    Eben darauf zielte mein Beitrag ja ab, hast du wohl nicht ganz gelesen;).
     
  2. Borland

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    Super das Du Dich so gut auskennst!
    Viel besser als so manch Versicherungsmakler...
     
  3. andreas70

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    Photoshop machts möglich... :rolleyes:

    Im Ernst: Mit nem Formular ausfüllen in dem man bestätigt daß das Gerät bestimmte Voraussetzungen erfüllt wäre dem Amtsschimmel ja schon gedient. Auch ne einmale Vorstellung beim TÜV der dann diese Angaben abcheckt (Spiegel dran, Bremsen ausreichend usw.) wäre noch problemlos darstellbar. Viele k€ für sinnfreie Gutachten nicht! Es geht hier um leichte Fahrzeuge die mit mäßiger Geschwindigkeit unterwegs sind, daß das Schadensrisiko damit recht gering ist zeigt sich ja schon alleine in den sehr günstigen Versicherungsprämien für L1e Fahrzeuge allgemein.
     
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  4. flavor82

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    Dafür gibt es eben weder eine millionenschwere Lobby noch ein großes öffentliches Interesse.
    Beim TÜV wollte ich an meinem S-Pedelec (mit CoC) eine Anhängerkupplung eintragen lassen. Unmögliches unterfangen, ...

    Demnach werden wohl auch fast alle Mofas/Roller mit Anhänger heutzutage illegal unterwegs sein.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20.11.17
  5. Seemann

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    Das Problem ist, dass der TÜV das Monopol für solche Gutachten und Abnahmen hat und beim TÜV nur angestellte Ingenieure arbeiten,
    von denen die meisten halt "keinen Arsch in der Hose haben", geschweige denn überhaupt noch Rechnen können.
    (Ausnahmen bestätigen die Regel !!!)

    Allerdings ist für die paar S-Pedelecs auch kein Markt für freie (zertifizierte) Ingenieure.

    Der TÜV ist eine große bürokratische und unflexible Behörde.
     
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  6. Fraenker

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    Tja, das ist dann pP (persönliches Pech).
    Aber du bist nicht allein, die Liste von Dingen, die Leute persönlich für in Ordnung befinden, die aber trotzdem nicht zulässig sind, ist vermutlich sehr lang.
     
  7. schmadde

    schmadde

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    Wo zur Hölle fahren heute noch Mofas/Roller mit Anhänger rum? Das letzte Mal habe ich sowas vor 35 Jahren gesehen - am Moped meines Opas.

    Und schon damals war das ein extrem exotischer Anblick. Seither nie wieder. Gibts das wirklich noch irgendwo?
     
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  8. Wildwolf

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    4. Was darf ich mit einem S-Pedelec fahren?

    Kinderanhänger und Kinderfahrradsitze sind an einem S-Pedelec grundsätzlich nicht erlaubt!
    Gleiches gilt auch für Fahrradkindersitze!

    Lastenanhänger sind dagegen erlaubt. Bei den S-Pedelec-Varianten ist das Fahren mit einem Lastenanhänger erlaubt, insofern der Anhänger über eine bauartgeprüfte Fahrradanhänger-Kupplung verfügt.
     
  9. Vol26

    Vol26

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    Ja,
    gibt es in Hamburg. Da fahren etliche Rum, richtig alte Rumpelkisten.
    Meist sind das Zeitungsausträger. Und die fahren alle auf der Straße.
     
  10. Reiner

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    So ist es.
    Bestandsschutz aufgrund des Einigungsvertrages haben Ostmopeds,aber auch nur mit eingetragener AHK (und die benötigt die entsprechende Nr. auf der Kupplung) und den passenden Anhängern (der zwingend ebenfalls eine Betriebserlaubnis benötigt,die ist aber einfach vom KBA in Flensburg zu bekommen).
    Alles andere bedeutet>Einzelabnahme.Und dafür einen TÜV Onkel zu finden... :cry:
    --- Beitrag zusammengeführt, 20.11.17 ---
    Quelle?Das mit den Kindersitzen ist FALSCH,und da es keine bauartgeprüfte Kupplung gibt sind auch Lastenhänger faktisch verboten.
     
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  11. Wildwolf

    Wildwolf

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    http://www.e-bike-thueringen.de/Schnelle-Pedelecs:_:11.html
    Jo! dann haben die das wohl falsch geschrieben. Danke!(y):sneaky:
     
  12. Reiner

    Reiner

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    Die kennen sich wohl besser mit den guten Suhler Mopeds aus. :D
    Bezüglich Kinder auf dem S-Pedelec gilt

    http://www.verkehrsportal.de/stvzo/stvzo_35a.php

    Hunde gelten als Ladung :mad: ,und wenn sie sicher befestigt sind dürfen sie auch auf einem S-Pedelec befördert werden.
     
  13. Borland

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    Ich reagiere mal nur auf diesen kurzen Beitrag, da in den längeren einfach zu viel Quatsch steht.

    Wenn jemand sinngemäß schreibt, dass 100% der getunten Pedelecs ohne Versicherung unterwegs sind sich strafbar machen und unbegrenzt haften, dann ist das Unsinn denn die Aussage ist Absolut.
    Es gibt Möglichkeiten für ein Pedelec eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Dann hat man für dieses Pedelec ein Versicherungskennzeichen.
    Unter Berücksichtigung dieser Tatsache, gibt’s jetzt diverse, theoretische Möglichkeiten wie und ob überhaupt bei einem Unfall jetzt die Haftungsfrage geregelt sein könnte.
    Da kann man jetzt bockig seine Augen verschließen, mit den kurzen Beinen auf dem Boden trampeln und alles Mögliche behaupten aber man weis es halt nicht.

    Trifft man jetzt eine absolute Aussage unter Berücksichtigung dieser Tatsachen,(nämlich das man zu 100% für unbegrenzte Schäden haftet) das ist das mindestens „geflunkert“ da man es gar nicht wissen kann.
    Da nützt es dann auch nicht ellenlang rumzuschwurbeln und hanebüchene Vergleiche zwecks Untermauerung seine komischen Thesen zu ziehen.

    Und wenn Du das für meinen schlechtesten Beitrag hälst dann geht mir das knapp am linken Ei vorbei...
    (Im übrigen hast Du dann nicht alle gelesen... :))
     
  14. Boerni556

    Boerni556

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    „bockig“, „Geschwurbel“, „Quatsch“ Die Beleidigungen halten leider an.

    Mag ja sein, dass sich jemand ein Schild für sein coc-loses Tuningbike besorgen konnte. Welche Angaben der Versicherung da gemacht wurden wissen wir hier nicht.
    Daher könnte es sogar sein, dass es ein paar schwarze Schafe zu einem quadratisch praktischen geschafft haben. Gesicherte Kenntnisse gibt es jedenfalls in die andere Richtung. An den 100% ändert das aber überhaupt nichts. Fehlt ja die Null hinterm Komma....

    Und ja, es gibt mitunter Rechtsprechung, die offenbar das Allgemeinwohl höher stellt, als die Bedürfnisse des Versichertenkollektivs.

    Und nur zur Klarstellung: Ein nicht versicherter Kfz-Führer haftet sehr wohl unbegrenzt. Denn er hat ja gerade keine K-Versicherung. Da er ein Kfz führt, greift die allg. Haftpflicht auch nicht. Und die Verkehrsopferhilfe deckt ggf. den Schaden des Geschädigten, nimmt den Schädiger dann aber voll in Anspruch.
     
  15. Borland

    Borland

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    Und nur zur Klarstellung, niemand hat behauptet, dass ein Führer eines nicht versicherten KFZ unbegrenzt haftet.
    Also brauchst Du hier nichts klar stellen.
    --- Beitrag zusammengeführt, 13.03.19 ---
    Wer ist denn "wir"? Sprichst Du für die Allgemeinheit des Forums?
    Du kannst aber gerne mal @Electric fragen (wahrhaftig kein Freund des Tunings) Er hat eine Haftpflichtversicherung für sein Pedelec bekommen...

    Gerne lese ich von Deinen Kenntnissen "aus der anderen Richtung" :ROFLMAO:
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.03.19
  16. Boerni556

    Boerni556

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    „Interessant!“ Wer nicht versichert ist haftet also begrenzt?
     
  17. Borland

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    Dir ist sicherlich klar, dass ich ein "nicht" vergessen habe.
    Natürlich meine ich, das niemand behauptet hat, dass ein Führer eines nicht versicherten KFZ nicht unbegrenzt haftet.
    Also noch mal einfach für Dich: Ja, ein Führer eines unversicherten KFZ wird wohl unbegrenzt haften.

    Kannst Du gerne weiter drauf rumreiten, ändert aber nichts.

    (Ich ändere das mal nicht im Beitrag, damit der Bezug bestehen bleibt und auch die Erkenntnis, wes Geistes Kind Du bist)

    VG

    B.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.03.19
  18. Hi,

    jetzt mal anders gefragt!

    Ich war gestern bei der WGV Versicherungsvermittlung hier vor Ort und habe folgende Frage gestellt.

    Ich möchte eine Haftpflicht gegen meine "persönliche Dummheit" abschließen!

    Erstauntes Rumblicken und dann die Frage, was ich damit meine.

    Meine Antwort: ich fahre ein Ebike, das nicht legal ist, und ich möchte mich Haftpflicht versichern lassen. Geht das?

    Dann wurde der Computer befragt und es gab eine Antwort: 50 Millionen? Auch wurde mir die Versicherungsprämie für ein Jahr genannt, die überraschend niedrig war.

    Dann habe ich weiter gebohrt: dies betrifft Personen- und Schachschäden, die ich mit einem nicht legalen Elektrofahrrad verursacht habe?
    Ja, aber wie der Unfall von der Polizei bewertet wird, dass weis man natürlich nicht, ähnlich wie fahren ohne Versicherungsschutz, fahren ohne Führerschein, fahren ohne Betriebserlaubnis usw., kann natürlich kosten, aber Personen- und Sachschäden wären abgedeckt.

    Hat hier schon ein User ähnliche Anfragen zum Thema Haftpflicht Schadensabdeckung bei einem Versicherungsunternehmen angefragt.

    Ich werde kommende Woche mir so eine Versicherungspolice ausstellen lassen, denn für unter 100 € sind natürlich auch andere Schäden abgedeckt.
     
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  19. Borland

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    Im Grunde genommen ist doch jeder Versicherungsabschluss ein gutes Geschäft für die Versicherung.
    Man fährt ja nicht anders mit dem getunten Pedelec als mit einem S. Die Wahrscheinlichkeit eines Schadenseintritt ist bei beiden gleich.
    Als ich noch ein getuntes Pedelec hatte war das technisch besser (weil von mir aufgerüstet z.B. Bremsen und Licht) als mein S heute (und da dürfte ich ja nicht mal sinnvoll aufrüsten).
    Daher machts doch absolut Sinn für die Versicherungen auch ein getuntes Pedelec zu versichern. Natürlich werden die - und das liegt nicht nur in diesem Fall in der Natur von Versicherungen - sich erst mal versuchen da raus zu winden.
    Da es aber keine Präzedenzfälle gibt weis niemand wie das ausgehen wird.

    Ich weis nur eins. Und zwar das hier alle nichts wissen. Damit kann nur nicht jeder umgehen weil es nicht in die eigene Pipi Langstrumpf Welt passt.
    :D
     
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  20. Pöhlmann

    Pöhlmann

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    Jepp.
    Es werden z.B. von der WGV nur die haftungsrechtlichen Risiken abgedeckt, nicht die strafrechtliche Risiken.
    Auch dürfte zahlt eine WGV keine Gutachten durch Kfz-Sachverständige zahlen, die in einem Strafprozess in eigener Sache notwendig werden könnten.
    Ich würde das Kleingedruckte sehr sorgfältig studieren. Und die mündliche Auskunft des Versicherungsvertreters vor Ort würde mir nicht ausreichen, auch wenn der noch so treu dreinschaut.

    Die Risiken sind unter dem Strich mit einer Haftpflichtversicherungen zwar kleiner, weil man nicht mehr wegen Fahrens eines unversicherten Kraftfahrzeuges belangt werden kann. Aber damit ist man rechtlich nur in etwa auf dem Stand des freundlichen Mofa - Tuners von Nebenan.

    Das Fahren ohne Fahrerlaubnis ist in Deutschland eine Straftat nach § 21 StVG. Das Strafmaß von maximal 1 Jahr Freiheitsstrafe dürfte nur im Bereich des Jugendstrafrechtes einigermaßen locker verkraftbar ausfallen, auch wenn das gelegentlich dazu führt kann, dass die Betroffenen ihren Kfz-Führerschein erst einige Jahre später machen können. Es schützt auch nicht vor Strafe, wenn man einen Autoführerschein hat und damit ein "Motorrad" fährt ...

    Für Experimente würde ich neben der Haftpflichtversicherung daher mindestens einen Motorrad - Führerschein "empfehlen". Aber ich würde derartige Experimente strikt unterlassen, wenn ich z.B. auf mein Auto existenziell angewiesen bin oder Richter werden möchte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.03.19
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