Haftpflichtversicherung für getunte Pedelecs bis 45 km/h ohne Betriebserlaubnis?

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von perro, 30.04.16.

  1. Borland

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    Wenn es in das eigene, kleine Universum passt, vergleichen hier immer wieder die selben, üblichen Verdächtigen Äpfel mit allem möglichen, bzw. unmöglichen birnenartigen Dingen...

    Gäääääähhhhnnnn :D:p:D
     
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  2. Chrisol

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    Ich verstehe die Tuner sehr gut. Es ist extrem preiswert, ein Pedelec oder gar einen Selbstbau auf 40-50 km/h zu bringen. Die Kontrolldichte durch die Ordnungsmacht ist gering, die Chance in einer Kontrolle überführt zu werden ist mangels Sachkunde der Blauen gering. Das Fahrgefühl im Alltag ist super, überall ist man der Schnellste. Also entsteht das geile Gefühl einen rechtsfreien Raum auszunutzen.

    Bleibt die unselige worst-case-Betrachtung strafrechtlich und vor allem versicherungsrechtlich. Da wäre es schön, wenn dann wenigstens eine Regressbegrenzung wie in der Kfz-Versicherung greifen würde (max. 2x 5000€).

    Leider ist dem nicht so. Der Unterschied wird offenbar nicht verstanden. Es kann keine Versicherung eine Regressbegrenzung vornehmen, weil man keine hat. Allgemeine Versicherungen, die man so hat, sind nicht zuständig. Anders herum: Um gegen Versicherungsbedingungen zu verstoßen, muss es welche geben. Auch die Privatinsolvenz hilft in solchen Fällen nicht, weil der Gesetzgeber bewusst solche Fälle nicht eingeschlossen hat.

    Mir zeigt das, dass in einer zunehmend egoistischen Gesellschaft der Trend, sich seine eigenen Gesetze zu wünschen, zunimmt. Reichsbürger, Clans, Rundfunkgebührgegner - jetzt Pedelectuner...
     
  4. Borland

    Borland

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    Und dann noch Raucher, Fleischesser und Hello Kitty Sammler.
    Gruselig was da in der Welt passiert.
    Am besten alles vermischen und in einen Topf was einem nicht passt :rolleyes:
     
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  5. Vol26

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    Sein getuntes Pedelec versichern zu wollen:rolleyes:
    da bedarf es schon einer großen Portion Ignoranz.

    Ich halte es für ziemlich unwahrscheinlich beim fahren erwischt zu werden, aber Unfälle passieren.
     
  6. Flatratte

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    Hilft nix zu polemisieren, müssen halt abwarten, ob sich da ein Tor öffnet. Derzeit kann ich mir nicht vorstellen, daß ein Polizist sich mit 'ner Klageabsicht zufrieden gibt. Der wird wohl einen von beiden Seiten vorliegenden Versicherungsvertrag dokumentiert haben wollen. Im Übrigen handelt es sich nicht um einen Segway, der bis dahin auf keinerlei Art zu versichern war.
    Sollte es gelingen so eine von beiden Seiten bestätigte Versicherung zu bekommen, würde ich es begrüßen, wenn die Versicherungsnamen veröffentlicht werden für evt. Nachfolger.

    Gruß
    flatratte
     
  7. Seemann

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    Als Versicherung würde ich das jedenfalls nicht an die große Glocke hängen, sonst hat man nachher nur noch Tuner im Portfolio.
    Wenn dann mal einer einen Unfall baut, kommen die Fragen aus der Chefetage.

    Ich hatte schon mal schriftlich bei der HUK angefragt ob normale Pedelecs (also nicht getunt) mit einer KFZ Versicherung (Mopedkennzeichen) versichert werden können. Das wäre für die ja kein besonderes Risiko, da die normalen Pedelecs sonst über die Privathaftpflicht versichert werden.

    Also nur eine "Umschichtung".

    Aber nein, das geht nur für Fahrzeuge mit Betriebserlaubnis, diese sind auch Herstellermäßig gelistet. Die Hersteller müssen die Listung explizit beantragen.

    Ich könnte mir aber vorstellen, daß irgendein Versicherungsvertreter ein Nummernschild verkauft, ohne die BE einzusehen. Zum Beispiel wenn man guter Kunde ist. Wenn dann aber was passiert, wird mit Sicherheit nachgefragt.

    Ich habe bei meiner (sehr gut bekannten) Versicherungsvertretung, bei der ich viele Verträge laufen habe, nachgefragt, ob sie mir ein rotes Versicherungskennzeichen besorgen könnte. War nicht möglich.
    Evtl. könnte man ein Gewerbe (Pedelec Handel oder Entwicklung) anmelden und dann ein rotes Versicherungskennzeichen erhalten.
     
  8. Habberdash

    Habberdash

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    Kann man in Deutschland illegale Fahrzeuge versichern? Wohl eher nicht. Es besteht wohl kaum Versicherungsschutz wenn die Versicherung einen Fehler macht und die 30 km/h nicht beanstandet.
    Ich denke, du kannst mit deinem Vorhaben bestenfalls beweisen, dass auch Versicherungsmitarbeiter Fehler machen. Ein Versicherungsschutz entsteht daraus noch lange nicht. Auch der Versicherungsnehmer muss die gesetzlichen Regelungen für Pedelecs einhalten.
    Hier geht es doch nur um das Erschleichen einer Einzellösung. Ob dadurch ein Versicherungsschutz entsteht, bezweifle ich.
     
  9. Boerni556

    Boerni556

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    Das eigentlich markante am Tuningbikefahren ist die Risikobetrachtung. Das bewertete Risiko besteht einerseits aus einer tendenziell geringen Eintritts– bzw. Entdeckungswahrscheinlichkeit in Verbindung mit einer extremen potentiellen Schadenhöhe. Soll heißen, dass man mit einem leichten Zweirad eher nicht die Monsterunfälle und Schäden an anderen Verkehrsteilnehmenrn anrichten wird. Auch ist derzeit nicht mit einer Kontroll–/Entdeckungswelle zu rechnen. Gleichzeitig riskiert der Tuner w/persönlicher Haftung sein gesamtes Vermögen und zusätzlich die persönliche Strafbarkeit.

    Das ist eben anders als seinerzeit das Mofatunen. Denn das Mofa war versichert. Der Betrieb des getunten Mofas idR nicht strafbar.
     
  10. Electric

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    Ein Versicherungsschutz auf Basis eines angelehnten Antrags ist eben kein vertragsgemäßer Abschluss. Es ist ein Rechtskonstrukt mit dem Ziel, Opfern eine einfache Regulierung zu bieten. Der „Versicherte“ wird voll in Regress genommen, er haftet also ohne Begrenzung.

    Alles andere wäre eine unangemessene Benachteiligung der Versicherungsunternehmen. Da sie eh die Verkehrsopferhilfe finanziell und organisatorisch abbilden, gilt das Konstrukt so für sie als tragbar. Daher werden sie sich auch hüten, einen Antrag anzunehmen. Dann könnte die Regressbegrenzung nämlich greifen.

    Der Pedelectuner zieht aus einem abgelehnter Versicherungsantrag in der Tat den Vorteil, dass „Fahren ohne Versicherungsschutz“ nicht mehr geahndet werden kann. Dafür bringt er sich bei den mit einem schweren Unfall einhergehenden anderen strafbaren Handlungen zusätzlich in Schwierigkeiten. Schließlich muss er im Antrag mitteilen, es geht um ein Pedelec, das über 25 km/h realisiert. Denn sonst käme ein valider Ablehngrund der Versicherung zum tragen, nämlich der Verweis auf die Zuständigkeit der Privathaftpflicht.
     
  11. flavor82

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    Es handelt sich nicht um illegale Fahrzeuge, sondern um Fahrzeuge ohne Betriebserflaubnis oder CoC. Mich wundert immer das wirklich illegale Fahrzeuge ohne Probleme eine CoC bekommen wenn ein großes Unternehmen dahintersteht:
    [​IMG]
    Link
    Diese Räder haben weder Spiegel, Licht, Reflektoren etc.. Das sind meiner Meinung nach illegale Räder die im Straßenverkehrs absolut gar nix zu suchen haben. Mein Rad hingegen entspricht vollständig der StVO und lässt sich ohne weiteres als S-Pedelec kategorisieren. Es ist ohne Betriebserlaubnis, weil der Amtsschimmel es mir nicht ermöglich dafür eine Betriebserlaubnis zu bekommen. Ich habe eine Pflichtversicherungen (Kennzeichen) bekommen und lasse es halt drauf ankommen. Die Versicherungen muss dann erstmal begründen, warum sie es schon das dritte Jahr in Folge anstandslos versichert hat. Mein gesetzmäßiges S-Pedelec war ein Fehlkauf, deshalb habe ich es wieder verkauft.

    Gruß
     
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  12. Borland

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    Häh wat?
    Ignoranz weil man sich um die Absicherung von Risiken kümmert?
    Also am besten überhaupt keine Versicherungen abschließen? Haftpflicht, Hausrat, Unfall alles Quatsch?
    Was für eine Logik steckt denn da hinter?
     
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  13. schmadde

    schmadde

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    Lt. Beschreibung hat dieses Rad Licht und die Reflektoren an der Gabel kann man sogar auf den Fotos erkennen. Ich gehe davon aus, dass Rückspiegel und ggfs sonstige Reflektoren fürs Foto nicht montiert waren, beim ausgelieferten Fahrzeug aber dran sind.
     
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  14. Morsi65

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    Heißt das jetzt es hat eine Betriebserlaubnis oder heißt es daß es noch eine nötig hat?
     
  15. dilledopp

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    Männer, Ihr dreht Euch hier im Kreis wie ein Furz im Schnupftuch. :LOL:
    Nach weiteren 12 Seiten wird die werte Forengemeine auch noch nicht schlauer sein.(n)
     
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  16. Fraenker

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    Dann hast du wohl nicht die erforderlichen Befugnisse, um dir selber für dein Rad die erforderlichen Papiere für eine Betriebserlaubnis auszustellen.
    Was machst du denn, wenn bei deinem Auto der TÜV fällig ist? Dann kannst du auch nicht alles selber ansehen und für in Ordnung befinden und dir eine neue Plakette malen.
     
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  17. Vol26

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    Dafür bekommst du keine Versicherung, die haben ihre Vorschriften. Das nenne ich Ignoranz.

    Falls ein Versicherungsvertreter dir doch eine verkauft, bezweifele ich das die einen Schaden abwickeln.
    Das ist für mich dann raus-geschmissenes Geld.
    Es darf aber jeder sein Geld ausgeben für was auch immer er möchte.
    Risiken absichern verstehe ich schon :)
     
  18. flavor82

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    Ok dann sag mir wo ich den CoC herbekommen dann besorge ich mir dort eine ;)
    @dilledopp hat recht, wir drehen uns hier im Kreis. Soll halt jeder so machen wie er denkt.

    Ich will an dieser Stelle nochmal auf das Urteil des Segways verweisen, dass man auch 1:1 auf S-Pedelecs ohne CoC anwenden kann. Die Richter in diesem Land scheinen eben doch nicht so weltfremd zu sein:
    Link
     
    Zuletzt bearbeitet: 20.11.17
  19. Fraenker

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    Das kann ich dir nicht sagen. Aber ich habe ja auch nicht vor, mir selber ein zulassungspflichtiges KFZ zu basteln.
    Aber normalerweise wird doch die CoC vom Hersteller ausgestellt.
    Wenn du also dein KFZ selber zusammen- bzw. hergestellt hast, dann....
    Aber frag doch mal einen Hersteller, was die so alles tun müssen, damit sie ein KFZ in den Verkehr bringen dürfen. Vielleicht gibt dir einer einen Tip, wer weiß:cool:.
     
  20. flavor82

    flavor82

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    Ich bin der Hersteller, dann kann ich mir im Umkehrschluss die CoC ja selbst ausstellen. Das finde ich super! :ROFLMAO:
     


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