Green Mover e25 (Go Swissdrive) keine Unterstützung nach Eigenreparatur

Diskutiere Green Mover e25 (Go Swissdrive) keine Unterstützung nach Eigenreparatur im Green Mover Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Vorgeschichte: Ich hab einen defekten Green Mover e25 mit Go Swissdrive Motor geschenkt bekommen. Fehler: C0, keine Kommunikation mit Motor Nach...
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Quagmire

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Vorgeschichte:
Ich hab einen defekten Green Mover e25 mit Go Swissdrive Motor geschenkt bekommen.
Fehler: C0, keine Kommunikation mit Motor

Nach Zerlegung des Motor und ein bisschen Messen und Analyse der Regler-Hardware habe ich einen defekten Widerstand ausfindig gemacht und getauscht -> C0 Fehler weg.

Den Motor habe ich wieder zusammengebaut und eingespeicht.

Problem:
Der Motor unterstützt nicht beim Treten, die Schiebehilfe funktioniert, die Rekuperation funktioniert auch. Im Display (das "Normale" nicht das Evo) wird die Geschwindigkeit nach meinem Gefühl korrekt angezeigt, es werden keine Fehler angezeigt.

Vermutung:
Der Regler erkennt nicht, dass getreten wird. Beim Treten spürt man die Verdrehung des Drehmomentsensor und dann den Anschlag -> Der Drehmomentsenor ist mechanisch wohl ok.

Fragen:
Hat jemand eine Idee, woran es liegen könnte?
Muss der Motor "kalibriert" werden?
Was jemand, was beim "Kalibrieren" genau kalibriert wird.
 
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rudiselent

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Hallo, habe ein ähnliches Problem, Motor dreht nach selbst austausche der Achse nur noch Rückwärts :-(.

Scheint auch wohl ein Problem mit der Kalibrierung zu sein. muss mal beim Händler nachfragen.
 
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Quagmire

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Hallo rudiselent,

bei mir lag es am Drehmomentsensor, diesen haben ich falsch zusammengebaut.

Was genau hast du an deinem Motor gemacht?
Was genau meinst du mit "Motor dreht sich nur noch Rückwärts"? Er arbeitet gegen deine Pedalkraft? Was passiert, wenn du die Schiebehilfe betätigst?
 
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rudiselent

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Dann dreht er rückwärts. Unglaublich, aber ist so. Ich hatte die Achse des Motors kaputt und habe einen gebrauchten Achskörper eingesetzt und alles so zusammengebaut, wie zuvor. Vielleicht muss ich den Motor nochmal zerlegen und nachsehen, wenn der Händler dazu nix weiss. Werde die Tage mal fragen.
 
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rudiselent

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Hallo habe heute beim Händler nachgefragt. Der sagte, er darf an den Motoren nichts mehr machen. Er schickt den zum Hersteller, und die Kontaktdaten darf er auch nicht weiter geben.
Muss ich wohl nochmal auseinanderbauen und nachsehen, ob ich was falsch verbunden habe. Gut, das ich den noch nicht eingespeicht habe.
 
MisterFlyy

MisterFlyy

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Details E-Antrieb
Klever New B-Speed mit Biactron V2
So weit ich weiß, kann @brako hier vielleicht weiterhelfen.
 
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rudiselent

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Danke, werde ich mal versuchen.
 
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Gast001

moin ,ein austausch der lagerschalen inklusiv der sensor einheit erfordert meistens eine neu kalibrierung ,auf der platine sitzende halsensoren durfen keinen fals bewegt oder gar berührt werden ,,,augenscheinlich sieht es meisten so aus ,als wären sie etwas verbogen ,das gehört so (danach würden sie eingestellt )..keinesfalls gerade biegen -viele sieht auch verklebt ,aber nicht alle ---den kommt das problem das sie rumspinnen .im grunde ist das den schrott ,da neu kalibriert werden mus (hohe kosten ...
oder umbau mit fremdcontroller der kt serie
 

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rudiselent

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Ok, danke, ich habe nur die Achse mit den Lagern gegen ein heile ausgetauscht.
Ich habe den Motor zum kalibrieren an brako geschickt. Hoffe das wird nicht so teuer. Aber der Motor lief super.
Lohnt sich also. Hast Du nicht mal einen Goswiss-Motor ohne Controller zum Anschluss an einen fremd-Controller bei Ebay verkauft?
 
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Gast001

Ja das hab ich , Bisher 10 Motoren umgebaut und bisher keine Probleme
 
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rudiselent

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Ich habe mal einen Motor von einem Sparta-Bike so umbebaut. die sind ähnlich aufgebat. Man kann die aber zerlegen, ohne den Motor auszuspeichen. Wenn da der Akku defekt ist lohnt oft nicht einen neuen einzubauen. Die Akkus haben bei den älteren zwar 24 Volt, aber die laufen auch mit einem Controller mit 36 Volt. Dann ist man auch frei bei der Wahl des Akkus.
 
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Gast001

Bin gespannt was das neu kalibrieren kostet,,,bei ebay werden vermehrt die gsd motorn von der post angeboten,für kleines geld (neue) zwar sind das 125watt motoren für trike 3rad .aber wenn mann für kleines geld die drosselung aufheben kann wäre das super
 
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schraubaer

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Hallo zusammen,

ich habe auch gerade so einen Motor zerlegt und beim Zusammenbauen habe ich auch das Problem mit der Drehrichtung und eigenartigen anderen Effekten. Mir ist aufgefallen, dass man den Magnetring in 18 verschiedenen Positionen in die Schale mit dem Drehmomentsensor einbauen kann. Der graue Ring am Drehmomentsensor hat 40 magnetische Rastpositionen, außen sind 40 Magnete, komisch...

D.h. vermutlich, dass der Motor mit den Sensoren innen am Magnetring seine Position bestimmt und dann passend die Spulen ansteuert. Und dass es sich richtig rum und mit passender Kraft u.s.w. dreht gibt es eben genau eine optimale Position des großen Magnetrings aussen. D.h. mal locker 18 verschiedene Positionen probieren, klasse...

Man kann aber schauen ob ein weisser oder grauer Magnet links (oder rechts) von einer Schraube der Schale ist. Wenn die Drehrichtung stimmt, muss man nur Positionen probieren, die dazu ähnlich sind, ansonsten allen anderen. Mir sind sogar zwei Positionen aufgefallen, in denen der Motor sich fast gar nicht dreht, bei anderen dreht der Motor sehr schnell hoch, hat dann aber vermutlich kaum Kraft...

D.h. also vor dem Zerlegen unbedingt die Position der Gehäuseschale mit dem Drehmomentsensor (Ritzelseite) bzgl des Magnetrings markieren und wieder so zusammenbauen...
 
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Quagmire

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Hallo schraubaer,

deine Einschätzung bezüglich der Funktion des Magnetring innen teile ich. Im Bild von Thomas Luckow im Beitrag #8 sieht man die drei Hallsensoren. Die zwei äusseren sind m.E. für die Kommutierung (Ansteuerung der Spulen), der innere (näher zur Achse) für den Drehmomentsensor zuständig.
Ich hatte beim Zerlegen den großen Magnetring aussen immer mit einer der beiden Halbschalen verbunden lassen (die Schrauben auf einer Seite nicht gelöst), deshalb bin ich wohl auf dieses Problem zum Glück nicht gestossen. Bei hat es am Drehmomentsensor gelegen, hier hatte ich den Metallring um eine Rastung verdeht eingebaut. Das hat dazu geführt, dass der Drehmomentsensor nicht richtig funktioniert und damit der Motor nicht unterstützt hat. Die Drehrichung hat bei mir immer gepasst.

Vielleicht gibt es am großen Magnetring bei dir Rostspuren oder ähnliches die auf die ursprüngliche Einbaulage schliessen lassen ?!
Wie du schon geschrieben hast, gibt es wohl nur eine passende Position aus den 18 möglichen. Wenn man sich die Vielfachen von 360/40 und 360/18 anschaut, dann ist 360 die erste gemeinsame Zahl :=(
 
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schraubaer

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Hallo Quagmire

es kommt m.M. darauf an, dass der große Magnetring auf der Lagerschale mit den Drehmomentsensor bleibt, da dann der Bezug zwischen Lagesensierung und Arbeitmagneten erhalten bleibt (die Anschraubposition der anderen Schale dürfte egal sein).

ABER: ich bin ziemlich ratlos, wie ich den mechanischen Teil des Drehmomentsensor überhaupt zerstörungsfrei zerlegen soll. Vielleicht hast Du mir da einen Tip, wie hast Du den Mechanikteil des Sensors zerlegt? Drückst Du die Freilaufaufnahme von außen nach innen durch und der Ring mit den beiden Löchern fällt dann raus? Arbeitest Du mit Temperatur? Brauchst Du dazu die beiden Löcher im inneren Metallring?

Warum will ich den Drehmomentsensor überhaupt zerlegen? Ich habe Unterstützung ohne dass Pedalkraft anliegt, was zu erhöhtem Stromverbrauch führt und weitere Nachteile mit sich bringt. Ursache sei wohl ein gealtertes Elastomer, dieses wollte ich mal ansehen... Als andere Alternative dachte ich mir, den inneren einzelnen Hallsensor (SS495A) eben doch versuchsweise zu verbiegen. Ich würde annehmen, dass der mechanische Nullpunkt der Drehmomentsensierung verschoben ist, und wenn ich den Hallsensor dem mechanischen Teil nachstelle, dann könnte ich das Problem beheben. Hat das schon jemand probiert?

Dachte auch schon, dass sich vielleicht der Abstand des Sternrings von Hallsensor vergrößert haben könnte. Die Freilaufaufnahme mitsamt dem Sternring wird vermutlich durch eine Feder nach außen gedrückt gegen eine Dichtung, die im Laufe der Zeit auch dünner werden dürfte. In diesem Fall müsste man wohl den Hallsensor ein wenig weiter aus der Platine stehen lassen? Keine Ahnung.

Oder gibt es andere Möglichkeiten das Drehmomentsensorproblem (selbst) anzugehen?
 
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Quagmire

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Hallo schraubaer,

mein Rat: Zerlege den Drehmomentsensor nicht und ändere auch nichts an der Position der Hallsensoren, bevor du nicht genau weisst welche Auswirkung das haben wird.

Ich hatte den Drehmomentsensor ohne Nachdenken zerlegt. Grund war Rost, der sich an den Metallteilen gebildet hatte. Ich hatte einfach zwei Stifte in die beiden Löcher gesteckt und dann mit einer großen Zange den Ring gegen das Gehäuse gedreht. Der Ring hat sich releativ leicht gelöst und ich konnte ihn mit der Hand aus dem Gehäuse ziehen. Ich hatte allerdings die Position vorher nicht markiert.

Zur Funktion des Drehmomentsensor:
Es gibt eine Masterarbeit, in der unter anderem der Drehmomentsensor des GSD untersucht wird:
https://www.google.com/url?sa=t&rct...nder_art.pdf&usg=AOvVaw2QOJbn0rqzuRvfCuAZ-pq6

In Figure 4.5 wird die magnetische Flussdichte im Luftspalt des Drehmomentsensor dargestellt. (die Werte sind nur qualitativ, der der Student keine Infos über Material der Magnet und des Stahl hatte). Man sieht, dass sich die Flussdichte im Luftspalt abhängig von der Verdrehung den Sensorinnenteil gegen das Gehäuse (Verdrehung des Gummiteil) ändert. Nach 18 Grad Verdrehung wiederholt sich die Kurve wieder (360/40Magnete/2Pole). Ich vermute, dass der Sensor nur die ersten 4,5 Grad davon nutzt weil ansonsten die Position nicht mehr eindeutig aus der Flussdichte ermittelt werden kann.

In Figure 4.6 sieht man, was der Hallsensor misst: eine Flussdichte in Abhängigkeit von der Verdrehung des Gummiteil, der sich durch die Drehung des Rad nicht ändert. (Schon clever gemacht).

Nun zum Hallsensor:
Das Datenblatt verrät, dass der Sensor magnetische Flussdichte mit positivem und negativem Vorzeichen ratiometrisch misst. Rationmetrisch heisst, dass die Ausgangsspannung auch von der Versorgungsspannung abhängt. Beispiel:
Flussdichte = 0 T, Versorgungsspannung Hallsensor = 5V -> Ausgangsspannung = 2,5V
Flussdichte = 640 mT, Versorgungsspannung Hallsensor = 5V -> Ausgangsspannung = 4,5V
Flussdichte = -640 mT, Versorgungsspannung Hallsensor = 5V -> Ausgangsspannung = 0,5V

Alles zusammen:
Aus meiner Sicht könnte die Unterstützung ohne Pedalkraft zwei Ursachen haben:
1. Der Sensor kehrt nicht mehr in die Ruhelage zurück, der Hallsensor sieht immer eine Flussdichte > 0 und der Controller intepretiert das als Pedalkraft.
2. Der Offset des Hallsensor im Controller passt nicht mehr zum tatsächlichen Offset (warum auch immer)

Aus meiner Sicht macht eine Positionsänderung des Hallsensor wenig Sinn, da sich damit nur die absolut gemessene Flussdichte ändern würde. An der Nulllage und am Vorzeichen ändert sich nichts. Im schlimmsten Fall wird der gar nicht mehr unterstützen.

Ich hatte mir bei Reichelt einen Hallsensor bestellt und damit bei offenem Gehäuse die Flussdichte vermessen (Hallsensor mit Netzteil versorgen und Ausgangsspannung mit Multimeter messen). Ich denke im ersten Schritt wäre es wichtig herauszufinden, ob die Mechanik (Ruhelage des Sensor) oder die Elektronik das Problem ist.
Post automatically merged:
Sorry, der Link oben war nicht der richtige:
https://www.google.com/url?sa=t&rct.../5044800.pdf&usg=AOvVaw0hm2FU7FgSPTxD9c6V9-ko
 
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schraubaer

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Wow, many thanks, das ist ja mal coole Info! Das muss ich mir nochmal in Ruhe durchlesen:) Aber dann wird mir auch klar, dass der Drehmomentsensor das Magnetfeld im "Spalt" misst, womit der Abstand zum Sternring definitiv nicht von Bedeutung ist. UND: habe ich bei kurzem Überfliegen richtig verstanden, dass der Fluss im gesamten Luftspalt über eine Umdrehung konstant ist? Dann wäre die Position (nur) dieses Hallsensors auf der Platine fürs Drehmoment ja wenig empfindlich auf Verbiegen...

Ich habe schon den Eindruck, dass die Mechanik nicht mehr ganz sauber rückstellt, es könnte also schon sein, dass daher ein Offset kommt, aber spätestens mit dem Schütteln bei Fahren müsste m.M. dann wenigstens nach einiger Zeit die Unterstützung weniger werden, was bei mir nicht der Fall ist.

Der Sensor könnte in Figur 4.5 auch den Bereich 4,5..13,5 Grad (+max bis -max) auswerten (bei Montage mit Offset), dann ist es eindeutig und man kann einen 9° Bereich auswerten. Was auch mit der Beobachtung passen würde, dass einer der 20 Sternzähne von Drehmoment 0 bis max. Anschlag von seiner Startposition in die nächste Lücke wandert. Wenn dem so wäre, dann wäre ja der Punkt mit Drehmoment =0 nicht auch dort, wo der Fluss =0 ist. Genauer gesagt wäre dann bei Drehmoment =0 maximaler Fluss (+ oder -). Wenn jetzt z.B. der Magnetring im Laufe der Zeit schwächer wird (Schütteln, Hitze) kommt man in Richtung von Flüssen kleiner max und damit in den Bereich von scheinbar anliegendem Drehmoment. Dann wiederum wird's echt doof, das zu kompensieren, da fällt mir nur noch ein, dem Hallsensorsignal einen elektrischen Offset zu verpassen, dass der Messwert wieder dem im Controller gespeicherten Nullwert entspricht. Ist der Gedankengang nachzuvollziehen?

Ich hatte bei dem Versuch den Mechanikteil zu öffnen übrigens weniger Glück: Ich war da mit schrittweise größeren Hebeln dran, final haben sich die Stifte in den beiden Löchern verbogen, inclusive Materialbeitung (obwohl ich mir extra nen Adapter gebaut habe und darauf geachtet habe dass der beim drehen nicht abhebt) Leider ist damit der Ring an den Stellen der Löcher auch geringfügig nach innen gewölbt, was auch keine gute Sache für einen gleichmässigen Messwert sein dürfte...
 
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Quagmire

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Hallo schraubaer,

bezüglich der Drehmomentsensormechanik bin ich bisher auch nicht schlau geworden. Ob und wie der Metallring mit den 2 Löchern ursprünglich befestigt war kann ich nicht mehr nachvollziehen. Vielleicht ist er ja eingeklebt und der Rost hat bei mir die Klebeverbindung soweit gelöst, dass es einfach zu lösen war. Who knows...
Mit dem jetzigen Wissen würde ich den Sensor aber nicht mehr zerlegen. Der Rost stört den magnetischen Kreis scheinbar nicht.
Die Wölbung bei deinem Ring sollte m.E. nicht stören, solange der Luftspalt immer gleich breit ist.

Deinen Gedankengang im dritten Absatz kann ich nachvollziehen. Ich hoffe aber nicht, dass Magnetmaterial mit einer Curie-Temperatur < 200°C verwendet wurde. Der Motor kann ja schon ganz schön warm werden, wenn man bei kleiner Drehzahl viel Moment fordert. Das heisst, je nach Magnetmaterial könnte ein Schwächung des Magneten durch Temperatur schon in Frage kommen.

Dass der Sensor den Bereich von 4,5 .. 13,5 Grad auswertet glaube ich eher nicht. Ich hatte den Luftspalt mit einem losen Hallsensor (Reichelt SS495A) "vermessen". Der Ring rastet von selbst in gewisse Positionen ein, ich vermute das ist eine Wechselwirkung der beiden Magnetringe im Drehmomentsensor (einer fürs Drehmomentmessen und er andere für die Stromkommutierung). In jeder Rastposition war die magnetische Flussdichte ungefähr 0 (so genau man das halt mit einem Hallsensor und Multimeter messen kann). In einer der beiden Positionen hat der Motor wie gewünscht unterstützt in der anderen nicht. Ich vermute, dass man den "richtigen" Nulldurchgang einstellen muss, so dass das Vorzeichen des vom Hallsensor gemessenen Fluss dem vom Controller gewünschten Vorzeichen entspricht. In dieser Position habe ich den Ring dann mit Sekundenkleber wieder fixiert und der Motor funktioniert seither wieder wie gewünscht.

Man müsste halt wissen, was der Controller beim Kalibrieren genau macht, i.e. ob auch der Offset des Drehmomentsensor ermittelt und gespeichert wird. Ich habe leider noch keine Controllerplatine zum Probieren in die Finger gekriegt um zu schauen ob man das Flash des Controller auslesen kann. SW-Update-Dateien für den Motor habe ich auch nirgends gefunden. Mit meinem Motor mag ich nicht experimentierten, der läuft wieder wie geschmiert.
 
S

schraubaer

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So, habe jetzt nochmal gemessen: Die Mechanik des Drehmomentsensors hat bei mir eine Neutrallage, von der aus ich in Pedallastrichtung ca. 4,5° bis zum Anschlag komme. Es gelingt mir aber auch, aus der Neutrallage in Rückwärtsrichtung ca. 4,5° zu drehen bis ich an einen Anschlag komme... (diese Richtung kann man nicht mit dem Ritzelpack testen, weil der Freilauf so herum natürlich keine Kraft überträgt).

Jetzt stellt sich die Frage, ob das normal ist oder ob das Elastomer defekt ist und nicht mehr komplett rückstellt. Gibt es Erfahrungswerte von einem funktionierenden Drehmomentsensor, wie das da ist? Aus dem Bauch heraus würde ich aber sagen, dass das so keinen Sinn macht. Subjektiv hatte ich früher auch mehr Kraft in die Pedale legen müssen, bis ich an den Anschlag gekommen bin. Also würde wohl einiges dafür sprechen, dass das Elastomer defekt ist und mittig eine neue Ruhelage gefunden hat. Vermutlich müsste man bei laufendem Motor testen, ob das Rückdrehen bis Anschlag eine Verbesserung bringt, das ist aber kaum zu machen

Bleibt die Frage ob das Zerlegen Sinn macht, weil man dann ja für das Elastomerbauteil einen Ersatz bräuchte, und dafür müsste man erst noch eine Idee haben. Das wird man vermutlich nicht Separat von Hersteller bekommen. Vielleicht könnte man das Bauteil mit dem Elastomer von selbigem befreien und mit Fensterkleber für KFZ oder ähnlichen Material wieder auffüllen. Eine (nicht wirklich gute) Alternative könnte auch tatsächlich sein, den mechanischen Offset elektrisch zu kompensieren.
 
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schraubaer

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Das Material ist etwas gewandert, der Luftspalt ist in der Nähe der Löcher statt 3,0mm noch 2,7mm, ist also leider nicht ganz neutral, würde ich aber wenn das das einzige Problem ist vielleicht wieder hinbekommen...

Die entscheidende Frage wäre wie weit der Drehmomentsensor aus der Ruhelage im Neuzustand bis zum Anschlag auszulenken ist, wenn das 9° sind spricht das m.M. für 4,5..13,5°, wenn es 4,5° sind dann spricht es für 0..4,5°. Letzteres hätte allerdings den Nachteil, dass nur die Hälfte des Messbereichs vom SS495A genutzt wird. Kann aber schon sein, dass auch so die Auflösung ausreicht. Und ein stabiler Nullwert ist natürlich auch was wert, was für 0..4,5° spricht. Deine Beobachtung mit Feld=0 in der Rastposition spricht sehr für diese Variante.

Dann wiederum wäre meine Mechanik (bis auf die Folgen des Öffnungsversuchs) ok. Und damit die Frage, ob es ein elektrisches Problem gibt. Ich habe mir auch so SS495A bestellt und werde den inneren der 3 tauschen und mal schauen, ob es damit besser wird. Mit der Kenntnis dass das Feld quasi konstant ist, weiss ich ja, dass die genaue Position nicht so wichtig ist...
 
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