Green Mover Copperhead, Händler, Anwalt oder Fernsehen. Bitte Hilfe

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wiederdefekt

Hallo Zusammen,

ich habe hier schon öfters Beiträge gelesen und komme leider nicht mehr weiter mit meinem mittlerweile zweiten Bulls Fahrrad (Green Mover Copperhead).

Es ist etwas kompliziert geschrieben, leider ist der Sachverhalt auch schwierig zu beschreiben.

Da mir @Boerni556 (Danke) geraten hat, dies etwas besser zu beschreiben, bzw. zu strukturieren, Versuche ich mein Problem kurz zu erläutern, worum es mir jetzt hautsächlich geht.

Mein jetziges Green Mover Copperhead ist trotz dritter Reparatur nur am Antriebsstrang immer noch nicht in Ordnung. Ich wollte jetzt eine Art Wandlung durchführen lassen, da der Händler jede weitere Reparatur verweigert. (Heute heißt es nicht mehr Wandlung)

Wenn ich das direkt über den Anwalt laufen lasse, könnte man mir eventuell die Benutzung (zwar nicht lang, da das Fahrrad oft beim Händler stand) vom Kaufpreis abziehen. Die alten Teile von der letzten Reparatur, die mir gehören möchte ich ebenfalls wiederbekommen. Dass dies passieren soll, habe ich schriftlich.

Weiter unten ab rotem Text, handelt es sich dann um das Green Mover Copperhead.
Gruß

Zur besseren Verständnis:
Ich hatte ein Green Mover Cross Disc was nach ca. 1800 KM einen Gabelbruch hatte.

Mai gekauft und im September 2011 gebrochen. Im August war ich beim Händler wegen Knackgeräuschen und weil die Gabel nicht wirklich gefedert hat.

Händler hat die Gabel repariert und beim Abholen habe ich nach dem Fehler gefragt.

Aussage war, dass der Hersteller die Patrone in der Gabel nicht richtig verschraubt hat und diese lose in der Gabel lag. Aber jetzt soll alles gut sein.

(Erst, als ich beim anderen Händler auch wegen defekter Bauteile da war, habe ich festgestellt, dass man normalerweise einen Beleg bekommt. Hat der Bochumer Fahrradhändler nicht gemacht. Erst als ich davon wüsste und beim nächsten Mal wieder bei ihm war und dies ansprach, hat er mir den Beleg gegeben.)

Beim Unfall habe ich mich schwer verletzt.
Da ich keine Zeit bzw. schmerzen hatte, bin ich zum Anwalt gegangen, um die Situation für mich klären zu lassen. (Rechtsschutz vorhanden).

Da der Anwalt nicht wirklich fähig war, was sich erst spät rausstellte, habe ich das Fahrrad auf meine Kosten reparieren lassen (hätte ich nicht machen müssen, da es nicht mal 6 Monate nach dem Kauf war.) Ein Gutachter hat auch bestätigt, dass meine Geschilderte Situation plausible ist. (Genaueres Gutachten muss mit zusätzlichen Mitteln gemacht werden, wurde kurz im Gutachten erwähnt). Die Versicherung vom Fahrradhändler hat alle Unterlagen von meinen Ärzten einsehen wollen, um erst nach langer Zeit zu schreiben, wir bezahlen nichts, weil es noch mehr untersucht werden müsste. Ist doch ein Witz oder? Zuerst sich Alles schicken lassen und dann sowieso nicht zahlen mit dieser Begründung.

(Kurze Info, beim Erstgespräch mit dem Anwalt habe ich eine Ärztliche Schweigepflichtendbindung unterzeichnet. Dies habe ich zwar im Nachhinein vergessen.
Da sieht man trotzdem ein Fehler in unserem System.

Ich habe von einer anderen Versicherung eine abgewandelte Schweigepflichtendbindung erhalten. Diese habe ich dem Anwalt mehrmals geschickt und erwähnt, dass nur diese der Versicherung des Fahrradhändlers zur Verfügung gestellt wird. Der Anwalt hatte wohl keine Lust mehr und hat sich über mich hinweggesetzt und die vom Erstgespräch genommen, die ich widersprochen habe. Erst nachdem einer meiner Ärzte mich Kontaktiert hat, weil dieser nicht genau wusste, was er damit anfangen soll. Nur so habe ich über diesen Vorgang erfahren. Andere Ärzte haben einfach die Daten rausgerückt, obwohl Sie die Schweigepflichtendbindung nach Info nie gesehen haben. Unser Datenschutz ist ja Lustig.)

Nachdem ich das Fahrrad dann abgeholt habe und etwas gefahren bin hat es hinten blockiert.
Kassetten Aufnahme am Motor gebrochen. Wieder zum Händler. Das waren anscheinend die Knackgeräusche, die ich im August schon reklamiert habe. Wieder Ausfallzeit.

Nach langem hin und her hat der Händler nach Rücksprache mit der ZEG das Fahrrad zurückgenommen. Permanente defekte.
Da ich mir bei dem Händler ein neues Fahrrad kaufen musste (Rückzahlung Kaufpreis + Reparatur nach Sturz) kam mir nur noch das mit besseren verbauten Komponenten in den Sinn. (Wollte auch nicht mehr den Gabelhersteller fahren.) Green Mover Copperhead (zusätzlich das Schnellladegerät).

Neues Green Mover Copperhead:
Da ich die Probleme mit dem Cross Disc hatte, habe ich die ENRA Versicherung mit im September 2013 abgeschlossen.
Siehe da, hat sich die Versicherung direkt gelohnt. Im November habe ich das Fahrrad zum Wuppertaler Fahrradhändler abschleppen lassen (Lustig, das ein größer KFZ Abschlepper das Fahrrad wie ein Motorrad abgeholt hat). Schön nach der Arbeit direkt abgeholt.

Schon auf dem Beleg die erste Unwahrheit. „Der Kunde ist einen Bordstein mit zu wenig Luft in den Reifen hochgefahren und dabei ist der Schlauchkaputt gegangen.“
Gut dass ich fast immer knapp am Maximalem Luftdruck fahre. Kann wohl hellsehen.

In der Zwischenzeit hat der Wuppertaler Händler das Display getauscht, da defekt.

Schlauch vorne und diverse Bauteile. Ich kürze es etwas ab.
Der Händler sollte Knackgeräusche beseitigen und nur was die ENRA abdeckt.
Ein Auszubildender hat dies durchgeführt (Habe ich erst später erfahren).
Knackgeräusche immer noch vorhanden und auf den ersten Blick fehlte der Gabelring.
Antwort von Ihm, da war keiner dran. Als ich gesagt habe, dass es dort einen auf jeden Fall gab, antworte er, wir haben eh jetzt kein Ersatz da und da muss die Gabel wieder Auseinandergebaut werden.

Naja kurz vorm Urlaub war, hatte ich keine Wahl.
Im Urlaub kam schon die erste Zahlungsaufforderung, dass ich die Rechnung bezahlen soll.
Komisch da es mit der Enra vorm tausch abgeklärt werden sollte. Die kennen sich mit den Sachen nicht aus, was sie anbieten und verkaufen.
Der Fehler vom Auszubildenden war, dass er Teilweise Verschleiß auf die Rechnung zur Versicherung eingereicht hat. Zum Beispiel Bremsbelag defekt und Einbau Bremsbelag Verschleiß. Versteht Ihr? Nach vielen hin und her mit dem Händler und der Versicherung habe ich nach Drohung vom Händler mit einem Anwalt die Rechnung bezahlt.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch eine wichtigere Klage am Laufen, da habe ich wegen der kleinen Summe bezahlt (Im Nachhinein ein Fehler). Kassette und Kette wurden auch getauscht.
Nach dieser Situation habe ich mit der Enra telefoniert und die Dame hat mir Empfohlen mich mit dem Bochumer Händler in Verbindung zu setzten.
Gesagt getan. Ich habe den Händler kontaktiert und das Fahrrad vorbeigebracht, da nicht nur die Geräusche, sondern die Motor Aussetzer nervig waren.

Fahrrad bereit zur Abholung.
Motor: Lagerseite wurden getauscht.
Akku: BMS und Corepack defekt.
Beides wurde getauscht.
Danach hatte das Fahrrad deutlich mehr Unterstützung. Wie die vermisste Kraft, dass das Cross Disc hatte. (Feb. 2015.)
Die Quietsche Geräusche, die der Wuppertaler Händler beseitigen sollten waren jetzt weg.
Kurze Zeit später wieder Probleme mit dem Antrieb. Keine Lust mehr.

Die ZEG Zentrale in Köln kontaktiert. Distanz wie zum Fahrrad Händler.
Aber nein ich soll es zum Händler bringen und die schicken es nach Köln.
Sollte Alles zusammen ca. 10 – 15 Tage dauern. Nach weit einem Monat konnte ich es abholen. Da ich die Probleme mit dem Wuppertaler Händler hatte, haben Sie mir eine Reeba Solo Air Federgabel getauscht, die unwesentlich besser war als die verbaute.

Das Rücklicht mit einschalt Automatik, dass ich in Wuppertal gekauft habe hatten Sie mir auch getauscht, gegen ein ohne Automatik, welche ich mehrmals als notwendig beim Tausch hingewiesen habe. Scheint ja egal zu sein, was der Kunde wünscht. Die alten Bauteile sollte ich dann beim Händler abholen.

Gut Fahrrad abgeholt und Probefahrt gemacht. Beim Händler vor Ort beim Mitarbeiter reklamiert.
Er hat selber eine Probefahrt gemacht. Aber nicht so wie beschrieben. Unter voll Last hat auch der Motor voll unterstützt. Bei kleinerer Unterstützung kam kaum Leistung (Zumindest nicht wie Immer.) Zusätzlich waren die Speichen Reflektoren von 3M zerkratzt bzw. fehlten einige. Gefederte Sattelstütze hatte Kratzer und hatte Spiel (vorher nicht vorhanden). Kunststoffabdeckung Lenker nicht mehr vorhanden.
Mitarbeiter sagt auf diese Mängel kann nichts sagen. Meine Kiste mit den Altteilen nicht vorhanden. Da schon Ladenschluss war. Habe ich das Fahrrad mitgenommen.
Motor und Display wurden wieder getauscht.

Es war ein Fehler. Nach kurzer Fahrt habe ich deutlich merken können, dass der Antrieb nicht mit gewohnter Leistung unterstützt. Als ein anderer Green Mover Fahrer an einem kleinen Anstieg mit 10Km/h unterschied überholt hat und mich mit einem Blick angeschaut hat, wieso so langsam, war meine Laune am Boden.

Zuhause angekommen und noch Mal das Fahrrad angeschaut, wurde wieder einmal die Mutter der Drehmomentstütze vergessen zu befestigen. Irgendwie scheint es, als würden uns die Fachkräfte ausgehen.

Nochmals mit dem Bochumer Händler und ZEG Köln telefoniert. Ergebnis wir machen nichts hat bei unserer Testfahrt in Köln ja funktioniert.

Daraufhin habe ich mir ein neues Fahrrad mit Boschantrieb gekauft, da ich mir ein Pedelec zum Abnehmen gekauft habe und nicht permanent in die Werkstatt und Ausfallzeiten zu haben.

Anschließend zum Anwalt, Empfehlung. Nochmals anschreiben mit einer Frist. Keine Antwort. Auch ein Paket mit Unterlagen an den Vorstandsvorsitzenden der ZEG hat nicht geholfen.

Anwalt wieder mit neuer vollmacht ausgestattet und soll schon alles für das Vorgehen das Fahrrad abzugeben vorbereiten, da mehr als drei Reparaturversuche gescheitert sind. Da ich leider eine längere Zeit nicht zu Hause war, hat mein Anwalt noch eine zusätzliche Vollmacht gebraucht, obwohl ich Ihn bei der ersten schon gefragt habe ob es ausreicht.
 
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wiederdefekt

Deswegen eure Frage, was ich jetzt machen soll.

1. Nochmal Anwalt (eventueller Abzug da Nutzungsabzug der Kaufsumme)
2. Fernsehen einschalten?

Ich habe hier nur einen Teil der defekte beschrieben.

Teil der mir kurz noch ein fällt.
Speichen gebrochen oder locker, dadurch oft platte Schläuche.
Antriebsausfälle auch mit kurzzeitigen Fehlermeldungen.
Quietschen beim Bremsen, Nachtruhe gefährdet.
Quietschen beim Treten. Auf den Fahrradtrassen musste ich die Klingel kaum benutzen :)
Bremssattel defekt, Kolben verkantet.

Kein Vergleich zum neuen Fahrrad.

Gruß und vielen Dank schon Mal für Hilfe und eventuelle Antworten
(Auch für das schriftliche durcheinander)
 
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Reinhard

Reinhard

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Es wäre schön, wenn Du: Deinen Text besser strukturierst, die überflüssigen Leerzeilen weglässt und keine inhaltsgleichen Doppelposts hier rein setzt!
 
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Fytser

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Nicht gut. Wenn ich das richtig verstehe, hast Du ein neues Fahrrad, welches funktioniert (gut!) und ein Copperhead, welches immer sehr viel Ärger gemacht hat und nach mehreren Reperaturen nach wie vor nicht richtig funktioniert. Neupreis - nach e-Bay wahrscheinlich irgendetwas bei etwas unter 3.000,- EUR.

Zusätzlich ist Dir eine Kiste mit Teilen weggekommen und Du hattest einen schweren Fahrradunfall mit dem Vorgänger des Copperhead.

Diverse Reperaturen hast Du selber bezahlt, obwohl das rückblickend unter Garantie / Gewährleistung hätte laufen sollen.

Einen Anwalt hast Du auch. Wenn ich richtig verstehe, schon den zweiten.

Rechtsauskünfte dürfen nur Anwälte geben, die kann ich nicht geben. Aber versuchen, mal Gedanken zu ordnen:

1. Unfallfolgen: Ist es richtig, dass Du von Deinem Unfall keine bleibenden Schäden davongetragen hast? Das es also in Bezug auf diesen Unfall nur um überschaubare einmalige Schmerzensgeldforderungen geht? Oder machst Du bleibende Schäden geltend? Im letzten Fall (bleibende Schäden) ist es leider nicht unüblich, dass sich die gegnerische Versicherung nach allen Regeln der Kunst sträubt. Darüber gab es vor einiger Zeit auch mal Artikel in der Presse. Geduld und Ausdauer sind hier gefragt, vielleicht auch mal ein klärendes Gespräch mit Deiner Krankenversicherung, wenn Dein Anwalt das für sinnvoll hält. Das Thema kann Dich mit etwas Pech jahrelang verfolgen. Absolut unfair, aber ist so. Es gibt einen Ombudsmann für Versicherungen, an den kannst Du Dich (in Abstimmung mit Deinem Anwalt) vielleicht noch wenden. Das soll manchmal helfen. Ansonsten kann es (je nach Streitwert) sein, dass die Frage aufkommt, ob Du vor Gericht ziehen willst. Vor Gericht und auf See ist man in Gottes Hand.

2. Finanzielle Verluste rund um das Copperhead: Kaufpreis, mehrere selbstbezahlte Reperaturen und eine Kiste mit verlorengegangenen Zubehörteilen. Geschätzt irgendwo zwischen 3.000,- und 4.000,- EUR Streitwert. Händler und Hersteller mauern. Da bist Du mit einem Rechtsanwalt schon grundsätzlich richtig aufgestellt. Dein Vertragspartner ist ersteinmal der Händler - das weiß Dein Anwalt aber auch.

3. Vorgesehener Gebrauch, zu erwartender Missbrauch: Deine Chancen hängen mit davon ab, ob Du das Rad wie vorgesehen und in der Bedienungsanleitung beschrieben genutzt hast - oder nicht. Ich denke da mal an Themen wie "zulässiges Gesamtgewicht" oder diverseste Einschränkungen aus der Bedienungsanleitung. Nur als Beispiel - der Fahrradhändler, bei dem ich letztlich gelandet bin, hat mir nach einem Blick auf mich von "normalen" etwas besseren Treckingrädern (damals noch nicht e-bikes) mit Federgabeln abgeraten. Begründung: Funktioniert auf Dauer nur bei Körpergewichten bis rund 75 oder 80 kg. Dadrüber muß es dann schon etwas recht Edles aus dem recht teuren sehr hochwertigen Mountainbikebereich sein, damit das auf Dauer klappt.

Fazit: Was das Richtige ist, hängt ganz stark von den Streitwerten ab. In jedem Fall mußt Du Dich immer gut mit Deinem Anwalt abstimmen - aber letztlich doch selber entscheiden, wie weit Du gehst, gehen willst. Vor Gericht zu ziehen und dann zu verlieren - kann Dich Geld kosten. Da hat wahrscheinlich auch Deine Rechtsschutzversicherung noch ein Wörtchen mitzureden. Über das Thema Einbindung Ombudsmann könntest Du mit Deinem Anwalt noch sprechen. Ob Du beim richtigen Anwalt bist - mußt Du selber entscheiden.

Viel Glück.
 
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Boerni556

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@wiederdefekt
Das mit dem Fernsehen habe ich erst falsch verstanden. Dachte, Du frägst, ob Du die Kiste einschalten sollst.(n) Ob die vom Fernsehen an der Story Interesse haben würde ich jedenfalls bezweifeln. Und wenn, dann verpufft das auch. Bringt nichts, läuft aber auch nicht weg und kannst später immer noch überlegen.

Ich bin zwar auch kein Jurist, kann aber sagen, dass der Rechtsweg erheblich aussichtsreicher ist.

Dazu hat @Fytser schon wertvolle Vorarbeit geleistet.

Folgende Klärungen sind wichtig:
1. Was willst Du,
2. von wem und
3. wie kommst Du zum Ziel?

1. Was?
Denkbare Positionen sind u.a.:
a. Schmerzensgeld
b. Schadenersatz wegen Verdienstausfall
c. Heilbehandlungskosten u.a Massagen, Physio usw. (auch Pflege könnte anfallen!)
d. Sonstige Schäden (Fahrtkosten, Kleidung, Kinderbetreuung, Hausumbau, Hilfen etc.)
e. Fahrrad zurückgeben und Geld wiederhaben

2. Von wem?
a. Händler (Vertragspartner als Verkäufer?), wenn es sich um zivilrechtlichen Ersatz aus Leistungsrecht handelt.
(b. Die Person, die den Schaden verursacht hat, sofern ein Delikt vorliegt. Ich denke hier an 826 BGB (gegen die guten Sitten verstossende Schlechtleistung/ zieht leider selten, da Gummiparagraph). Übrigens keine Scheu. Den Schaden zahlt ja nicht die Person selbst, sondern idR deren Haftpflichtversicherung. Nur bei echtem Vorsatz nicht.)

3. Wie kommst Du zum Ziel?
a. guten Anwalt suchen.
b. Rechtsschutzversicherung hast Du ja. Mit der wird Dein Anwalt Kontakt aufnehmen. Das solltest Du aber auch tun, um Dir bestätigen zu lassen, dass die Anwaltskosten gedeckt sind.
c. Keine vorschnellen Vergleichsangebote annehmen.
d. Bei den Schadenpositionen alles abprüfen, was Dir einfällt und Belege in separatem Ordner sichern. Ohne Beleg kein Ersatz.
e. Den ersten Schaden mit dem zweiten ggf. verbinden, da höhere Streitwerte evtl. auch zu besseren motivierteren Anwälten führen können.
f. Wichtig ist auch, Unterlagen und Beweise zu sichern. Hierzu eine Niederschrift der Ereignisse in einem weiteren Ordner mit Datum, Beschreibung Vorfall und Beweis hilft jedem Experten und damit letztlich Dir enorm und spart viel Zeit.
 
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cephalotus

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Ich versuche mal einen alternativen Ansatz darzustellen:

Übergib den ganzen Kram dem Anwalt und lass den machen.

Zwischen dem Händler und Dir ist eh alles verbrannt, das wird nie wieder.

Vielleicht macht es mehr Sinn, ggf. auch klein beizugeben und sich des Lebens und der Gesundheit zu erfreuen, statt dann nach 3 Jahren und 17 Gerichtsverhandlungen die Hälfte der Kosten zu haben und mit einem Magengeschwür im Krankenhaus zu landen?

Manchmal hat man halt Pech. Um wieviele Euro geht es denn im Maximalfall (vs das Rad einfach verkaufen) und ist es das WIRKLICH wert, noch dazu wo es absolut keine Erfolgsgarantie gibt?

Bei mir haben "sie" diese Woche mal wieder den Keller aufgebrochen, da kann ich mich jetzt auch 1 Jahr lang drüber schwarz ärgern oder versuchen es abzuhaken... Es gibt weitaus schlimmere Schicksale.

mfG
 
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Fytser

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Vielleicht noch zur Gewichtung: Unfall mit bleibenden Schäden kann schnell sechsstellig sein, dagegen sind die Schäden durch das schlecht laufende Copperhead Peanuts.
 
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Boerni556

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@cephalotus
Mein Beileid. Dresden scheint ja echt ein heißes Pflaster zu sein.

Er muss sich entscheiden, ob er sich wehrt. Da gesundheitliche Schäden im Raum stehen, die teilweise auch erst später zu Tage treten, wäre ich eher vorsichtig mit Rückzugsempfehlungen. Er hat eine Rechtsschutzversicherung, die mit einbezogen werden muss. Dann ist das Kostenrisiko auch abgedeckt.

@Fytser
Genau das ist der Punkt. Folgeschäden, die aus zunächst vermeintlich leichten Verletzungen entstehen. Wenn Schwerstpflege im Raum steht und der Geschädigte sehr jung ist, kann es sogar bis 8-stellig werden. Es geht ja schadenersatztechnisch immer um Vergangenheit und Zukunft. Pflege, Verdienstausfall, Heilbehandlung, das sind letztlich Rentenschäden und können sehr sehr teuer werden.

Daher niemals einen Vergleich unterschreiben, bevor nicht eine seriöse Schadenkalkulation gemacht wurde. Die Versicherung hat das natürlich zuvor gemacht. Teilweise zermürben sie dann die Geschädigten und buchen dann nach lächerlichen Vergleichen Rückstellungen in einem Umfang aus, dass einem schlecht wird.
 
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wiederdefekt

Hallo und einen großen Dank schon mal an Alle für die Mühen.


Also zum ersten Fahrrad:

Vom Sturz 2011 habe ich bis heute bei großer Belastung oder auch im Fitnessstudio bei ca. 20 Kg Training schon schmerzen in der Schulter.

Da der Anwalt mir große Aussichten auf Erfolg auf Schadenersatz in Aussicht gestellt hat.

Dazu sollten gehören:

Fahrrad Instandsetzung

Zurückzahlung Reparaturkosten

Schmerzensgeld

Defekte Kleidung, Rucksack, Sonnenbrille


Nach dem Gutachten, bzw. nach dem Tausch auf dem Copperhead, hat mir der Anwalt gesagt, wir können nichts Weiteres mehr machen.

Ich glaube schon einige Zeit, dass er dies so Gesagt hat, weil er wahrscheinlich nicht mehr Geld für mehr Einsatz von der Versicherung erhält.

Da habe ich mit dem Thema irgendwie abgeschlossen.

Ich hatte schon etwas Angst, dass ich größere Probleme in der Zukunft mit der Schulter erhalte.

Ich habe mich bei der Rechtschutzversicherung beschwert, weil ich die Selbstbeteiligung zahlen musste, obwohl der Anwalt nichts gemacht hat, wofür er eine Aussicht für Erfolg gestellt hat.

Den Umtausch des Fahrrads war eigentlich mein Erfolg. Aber den war es leider egal.


Zum jetzigen Hauptproblem, kann ich nur sagen, dass ich das Fahrrad vermutlich über die ENRA reparieren kann und die holt es sich vom Händler wieder.

Damit ist mein Problem dann immer noch nicht gelöst. Ich kann die Wandlung dann nicht durchführen und ich habe meine Teilekiste, die ich von der ZEG KÖLN noch erwarte nicht erhalten.

Die Bauteile, die dort drin sein sollten, sind ca. 300-400€ Wert.


Ich habe leider keinen zweiten Anwalt, sondern wieder den vom letzten Mal, da es immer noch der gleiche Rechtschutzfall ist (leider Selbstbeteiligung 300€).

Da der Fall sich schon seit 2011 in die Länge zieht, habe ich schon genug Nerven damit gehabt, deswegen möchte ich nur die Kosten fürs Fahrrad und meine Teile wiederhaben, die die Mehrkosten der Reparatur vom Wuppertaler Händler zurückbringen. (Fehler vom Händler, da er Falsch gegenüber der Versicherung deklariert hat. Er hat mir etwas Anderes gesagt, als der Versicherung. Das kann man auch auf der Abrechnung sehen. Kosten für den Bremsbelag hat er der Versicherung in Kosten gestellt und mir die Zeit zum Tauschen. Dies ist ein Teil. Die Kette und Kassette die nicht verschließen war, hat er getauscht, damit die lauten knack Geräusche verschwinden sollten, da ein defekt und kein Verschleiß vorlag.)


Ich sehe es nicht so ganz ein, dass Alle auf dem Schaden sitzen sollen, nur nicht der Verursacher.


Zum Gewicht soll noch erwähnt werden, dass es in der Anleitung kein Gewicht für dieses Fahrrad angegeben ist.

Es wird nur in Klassen angegeben. Und das Fahrrad unter mehrere beschriebenen Klassen fehlt.

Außerdem habe ich dem Händler beim Kauf mein Gewicht genannt und er hat dazu kein Problem gesehen.


Ich suche einfach einen Weg nicht noch mehr Geld in diese Sache zu Investieren.

Mittlerweile hat mich das Bulls mit Allem vermutlich ca. 5000€ gekostet, dazu noch das aktuelle Bosch Bike fasst 3000€.

Viel mehr als ich jemals für ein Fahrrad bereit war zu bezahlen, dass muss man sich erst auf der Zunge zergehen lassen.

Und dies war nur für meine Gesundheit geplant. Da kann man sehen, wie man sich täuschen kann.


Gruß
 
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Fytser

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Da ist sicherlich viel Pech dabei. Und - Recht haben und Recht bekommen sind häufig zwei Paar Schuhe. Das ist nicht gerecht, das ist nicht fair, aber das ist leider so. Die Frage also: Wie geht's weiter? Zwei Räder brauchst Du wahrscheinlich nicht. Mit einem davon bist Du zufrieden, mit dem Anderen nicht. Damit ist klar, welches weg sollte. Wenn Dein Anwalt da auch nicht mehr weiter helfen kann - gehen langsam die Optionen aus. Ausser vor Gericht zu gehen, aber auf See und vor Gericht ... . Ist auch die Frage, ob der Streitwert einem den Ärger und das Risiko wert ist. Klagen kann ganz schnell zu einem eigenen, zeitintensiven Hobby werden.

Verkaufen? Oder verschenken? Bruder, Schwester, Neffe, Nichte, Cousin, jemand der sich freut? Abgesehen von den Unterstützungsstufen unter Maximal funktioniert im Augenblick doch Alles?
 
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R

ragondi

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bei den Fähigkeiten Deines Anwaltes, würde ich die Sache verärgert abhaken und die Angelegenheit als schlechte Erfahrung mit Lerneffekt einstufen. Fahre Dein neues Problemlosbike und genieße den Fahrspaß. Alles Andere ist vermutlich vergebliche Investition in Deine Gesundheit und Dein Nervenkostüm.
Der Ami würde sagen: Shit happens;)
 
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B

Boerni556

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Vor dem Hintergrund der gesundheitlichen Probleme mit der Schulter könntest Du vielleicht nochmals mit der Rechtsschutzversicherung sprechen, ob Du den Anwalt wechseln darfst oder zumindest mit einem anderen Anwalt sprechen dürftest.

So wie Du es schilderst bist Du wegen eines gravierenden Reparaturfehlers gestürzt und hast Dir dauerhafte Beeinträchtigungen zugezogen. Der neue Anwalt sollte mal einen Blick in das Gutachten werfen. Das Thema Bike ist letztlich sekundär.

Als Mandant gehörst Du aber sicherlich in die Kategorie "Albtraum". Denn der Anwalt muss sehr viel Zeit investieren, um den Fall erstmal zu ordnen und zu erfassen. Daher solltest Du die Sache wirklich geordnet haben, bevor Du weitermachst. So macht das keinen Sinn.
 
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A

AllstarTheMain

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BBSHD, BBS02B, Performance Line CX
Wieso macht man sich soviel Ärger um nichts?

Einfach Lehrgeld zahlen, und das Thema ist durch.
 
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Jenss

Jenss

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Grace One, Phaserunner, 1500wh
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G

Gast21999

Ist mir aber auch schon mal durchgegangen. Gelesen, gelesen, gelesen....und Meinung gepostet. Oooops, ist ja schon lange her. 🙈
 
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