Gravelbike zum Pendeln umbauen ? Freue mich über Tipps, Anregungen, Erfahrungen von Euch

Diskutiere Gravelbike zum Pendeln umbauen ? Freue mich über Tipps, Anregungen, Erfahrungen von Euch im Fahrradkomponenten, Zubehör, Ausrüstung Forum im Bereich Diskussionen; Hallo liebe Radbegeisterten, ich habe mir letztes Jahr aufgrund der vielen Berichte im Forum und aufgrund Corona (Bewegungsmangel, da meine...
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Butzelfutzel

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Hallo liebe Radbegeisterten,

ich habe mir letztes Jahr aufgrund der vielen Berichte im Forum und aufgrund Corona (Bewegungsmangel, da meine bevorzugte Sportart "Schwimmen" ausgefallen ist) ein gebrauchtes E-Bike gekauft (Stevens E-Triton). Ich wollte erst einmal testen, ob das überhaupt etwas für mich ist. Inzwischen habe ich (trotz überwiegend Homeoffice) an die 3.000 km in 10 Monaten abgespult und bin schwer begeistert. Da ich auch gerne mit Freunden Ausflüge unternehme und quasi als zusätzliches Training für mich, habe ich nun noch ein gebrauchtes Gravelbike erworben.

Es ist ein Specialized Diverge Comp CEN aus 2016 geworden.

147555.jpg



Jetzt zu meinen Fragen nach Tipps / Erfahrungen / Anregungen von Euch. Ich möchte zukünftig auch des Öfteren mit dem Gravelbike pendeln. Ich habe im Schnitt ca. 15 - 20 km einfache Strecke, bin allerdings im Außendienst tätig und daher fast immer mit Gepäck (Laptop in Ortlieb Office Bag, ca. 5kg) und zusätzlichem Kleinkram (Regensachen, Werkzeug, Essen) in einer weiteren kleinen Tasche unterwegs. Ich habe quasi keinen regelmäßigen festen Arbeitsplatz, daher muss das Laptop immer mit. Ich habe jetzt geplant, das Gravelbike etwas pendeltauglicher zu machen und bin auf eure Erfahrungen / Tipps / Meinung hierzu gespannt.

a) Schutzbleche (würde ich gerne anbauen, die entsprechenden Anbaumöglichkeiten sind vorhanden). Was würdet Ihr empfehlen ? Oder vielleicht doch auch nur Steckschutzbleche o.ä. ?

b) Gepäckträger (da bin ich noch unentschlossen, ich will auf keinen Fall einen Rucksack dabei haben). Eine Möglichkeit wären Schutzbleche mit integrierter Gepäckhalterung wie z.B. diese hier Wingees. Davon habe ich auch schon in anderen Threads gelesen. Aber bisher hat noch niemand geschrieben, ob es auch mit ordentlich Gepäck gut funktioniert (max. 16 Kg sind wohl möglich). Alternativ einen normalen Gepäckträger anbauen (die entsprechenden Anbaumöglichkeiten sind auch hier vorhanden / können unproblematisch gelöst werden). Vielleicht habt ihr ja noch andere Ideen.

c) Lichtproblematik würde ich erstmal per Batterie Leuchten lösen, ich will ja erstmal sehen, ob das mit dem Pendeln überhaupt so klappt.

d) nichts ändern, und das Rad so wie es ist nur in der Freizeit nutzen.......;)

Freue mich über Vorschläge / Tipps / Meinungen und insbesondere Eure eigenen Erfahrungen hierzu. Ich weiß auch dass es kein "Pedelec Thema" ist, da ich aber vom E-Bike komme und nur in diesem Forum angemeldet bin, hoffe ich trotzdem auf Eure Unterstützung.
 
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Michael.K

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...dann mach es zu einem Pedelec Thema ;)

e) Pedelec Motor dranbauen
 
bielefeld-michi

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Edelstahl Schutzbleche für eine coole Optik und einen praktischen, normalen Pletscher Gepäckträger dran ... so würde ich es machen.
 
Geierlamm

Geierlamm

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Gepäckträger: Tubus fly, wie auf meinem Bild
Die schnellstmöglich wieder demontierbaren Schutzbleche. An das Rad gehören eigentlich gar keine, aber zum Pendeln zur Arbeit muss es ja wohl sein.

Gruss
Geierlamm
 
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Garfie1d

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Da Du die gut versteckten Schrauben für die Schutzbleche schon gefunden hast, würde ich Dir die von Specialized selbst angebotenen "Plug & Play" Schutzbleche empfehlen. Ich hatte selbst ein Diverge der ersten Generation (das hinten noch einen Schnellspanner hatte und deshalb nach einem Jahr verkauft wurde - verträgt sich nicht gut mit Scheibenbremsen). Ab und zu nach den kleinen Madenschrauben gucken, die lösen sich schon mal gerne (oder Schraubenkleber verwenden). Vorne dann noch einen FAHRER Spritzlappen montieren, dann bleiben die Füße bei Regen etwas trockener.

Zum Gepäckträger kann ich nix beitragen, den hatte ich nie montiert.
 
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schmadde

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Gepäckträger: Tubus fly, wie auf meinem Bild
Den habe ich auch an meinem zum Alltagstagsrad umgebauten Crosser (neudeutsch: Gravelbike) dran. Zusammen mit SKS Longboards die ideale Kombi für jedes Wetter. Die Optik ist natürlich nix für die Stylepolizei. Da sind Taschenträger mit runtergezogenen Längsstreben unauffälliger. Aber ohne feste Schutzbleche geht IMHO nix. Der Gepäckträger zerstört die Optik ja hauptsächlich, Schutzbleche sind unauffällig.
 
Slomotion Man

Slomotion Man

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Ich habe für ein ähnliches Projekt 9 Schutzbleche gekauft, bis ein optisch erträgliches Gesamtbild heraus gekommen ist.
Was vor allem gegen diese Bike zum Pendeln spricht, ist die fehlende Federung. Es ist etwas anderes ob man mit einen Rad fahren will oder muss. Bei "muss" gehen einem die ständigen Stöße dann doch irgendwann schwer auf den Knorpel.
Ein Kompromiss sind entsprechend ausgelegte Cruiser Reifen in mindesten 2.40er Breite. Die, mit 2-2,5 bar gefahren, je nach Gesamtgewicht, nehmen sehr viele unangenehme Impulse weg.
Ein schöner Mittelmotor wäre natürlich die Krönung. Für ein gutes Qualitätsrad, genau für Deine Ansprüche auf "e" umgerüstet, werfe ich jedes Fertigbike weg. Kein vergleich zu den käuflichen Panzern. Vom Geld gar nicht zu reden...

Viel Spaß!
 
Geierlamm

Geierlamm

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Ich habe für ein ähnliches Projekt 9 Schutzbleche gekauft, bis ein optisch erträgliches Gesamtbild heraus gekommen ist.
Was vor allem gegen diese Bike zum Pendeln spricht, ist die fehlende Federung. Es ist etwas anderes ob man mit einen Rad fahren will oder muss. Bei "muss" gehen einem die ständigen Stöße dann doch irgendwann schwer auf den Knorpel.
Ein Kompromiss sind entsprechend ausgelegte Cruiser Reifen in mindesten 2.40er Breite. Die, mit 2-2,5 bar gefahren, je nach Gesamtgewicht, nehmen sehr viele unangenehme Impulse weg.
Ein schöner Mittelmotor wäre natürlich die Krönung. Für ein gutes Qualitätsrad, genau für Deine Ansprüche auf "e" umgerüstet, werfe ich jedes Fertigbike weg. Kein vergleich zu den käuflichen Panzern. Vom Geld gar nicht zu reden...

Viel Spaß!
Es ist immer wieder ein interessantes Thema, wie man ein solches Rad, welches ja auf Asphalt wie auf Waldweg zu Hause ist, möglichst mehrzwecktauglich macht.
Meine Kriterien:
1.Streckenwahl bestimmt die Laufrad/ Reifenwahl, wenn nötig verschiedene Laufradsätze. Mir genügen die Vittoria Terreno zero in 700 x38 für alle Waldtrassen und sind auf Asphalt flott genug zu fahren. Für reine Asphaltstrecken natürlich ein Rennradlaufradsatz mit entsprechenden Reifen.
2.möglichst immer ein leichter Gepäckträger.
Das abgebildete Rad eignet sich ja auch hervorragend für längere Touren, Rucksack empfinde ich beim Radeln als lästig. An ein solches Rad hängt man aber auch kein grosses Gepäck, also Tubus fly oder ähnlich leichtes.
3.Motorisierung
Wenn ich 250w noch eine Stunde lang treten kann, keine, wenn nicht, dann an ein solches Rad die leichtest mögliche Zusatzunterstützung.
Ich bin mit der Reibrolle zufrieden, aber ob die besser ist als ein leichter Nabenmotor, mag ich nicht entscheiden, ist auch nicht so wichtig.

Gruss

Geierlamm
 
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schmadde

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Was vor allem gegen diese Bike zum Pendeln spricht, ist die fehlende Federung.
Das ist eine sehr persönliche Vorliebe. Ich pendle seit 35 Jahren mit Rennrädern aller Art und habe noch nie eine Federung vermisst. Im Gegenteil, ich hab auch Räder mit Federung ausprobiert (und mein E-Gravel-S-Pedelec hat auch eine) und mir gefällt das schwammige Fahrgefühl und die Energie die in der Federung verpufft gar nicht. Zumal der Lenker damit automatisch vorne hochkommt und das schlägt sich in erhöhtem Energiebedarf nieder.

Hier mal Fotos von meinen beiden "Alltagsgravelern" - erst der Bosch, dann das CX. Das Fahrrad sieht mittlerweile etwas anders aus (Foto ist 5 Jahre alt): habe den Vorbau umgedreht, Dynamolicht nachgerüstet und die schrottigen Curana C-Lite durch vernünftige SKS Longboards ersetzt. Aber ich denke für einen Eindruck wie ein Tubus Fly am Graveler aussieht und wie ein unauffälligerer Taschenträger reichts.

E-Grinder.jpg

Crosser.JPG
 
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schmadde

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1.Streckenwahl bestimmt die Laufrad/ Reifenwahl, wenn nötig verschiedene Laufradsätze. Mir genügen die Vittoria Terreno zero in 700 x38 für alle Waldtrassen und sind auf Asphalt flott genug zu fahren. Für reine Asphaltstrecken natürlich ein Rennradlaufradsatz mit entsprechenden Reifen.
Ich fahre immer noch die Vittoria XN Pro, die sind auch auf vermatschten Wegen gut zu fahren und rollen auf Asphalt erstaunlich leicht. Leider sind meine Vorräte jetzt aufgebraucht und es gibt die Reifen nicht mehr (zumindest nicht unter der Bezeichnung). Ich werde jetzt die "Cyclocross Speed" probieren die ich noch im Keller habe, nehme aber gerne Tipps welche den XN Pro möglichst ähnlich sind.
 
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Butzelfutzel

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@schmadde

Vielen Dank schon einmal für die Infos und Bilder, kannst Du noch etwas zum Fahrgefühl mit Gepäck bei beiden Gepäckträger Varianten sagen (Tubus Fly vs. Wingees), wie ist dein Eindruck beim Fahren. Optisch gefallen mir die Wingees o.ä. fast besser. Ich weiß nur nicht, ob sich das Fahrverhalten mit Gepäck nicht bei einem "normalen Gepäckträger" evtl. besser anfühlt. Fraglich ist auch, ob ich die Office Bag bei den Wingees richtig installiert bekomme. Bei Dir ist die Tasche ja ziemlich weit hinten angebracht, damit Du genug Platz für die Füße / Ferse hast.

@Slomotion Man

Für welche Schutzbelche hast Du Dich denn final entschieden ? Die Federung des Bikes ist überraschender weiße sehr angenehm (nicht zu hart), dass wurde auch damals in zahlreichen Tests lobend erwähnt. Fahre überwiegend befestigte Nebenstrecken oder Waldwege. Die Reifen habe ich schon auf die max. zulässige Breite "upgegradet".
 
Geierlamm

Geierlamm

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Da ich mit Reibrollenantrieb fahre, ist eine glatte Lauffläche Bedingung - eine Einschränkung, welche ich, sollte ich wesentlich mehr Matsch Bedingungen fahren müssen, zum Nabenmotor greifen ließe. Doch das muss und will ich nicht und der Vittoria Terreno Zero tubeless, bringt mehr als ich geglaubt habe, läuft auch abseits des Asphalt sehr gut. Schau ihn dir mal an. Diese Diamantprofile find ich auch nicht schlecht, hatte ich mal auf einer vom Geläuf her gemischten Alpenüberquerung drauf. Wie gesagt Reifen nimmt man nach Strecke,hauptsache keine bleischweren Klopper.

Gruss

Geierlamm
 
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schmadde

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@schmadde

Vielen Dank schon einmal für die Infos und Bilder, kannst Du noch etwas zum Fahrgefühl mit Gepäck bei beiden Gepäckträger Varianten sagen (Tubus Fly vs. Wingees), wie ist dein Eindruck beim Fahren. Optisch gefallen mir die Wingees o.ä. fast besser. Ich weiß nur nicht, ob sich das Fahrverhalten mit Gepäck nicht bei einem "normalen Gepäckträger" evtl. besser anfühlt. Fraglich ist auch, ob ich die Office Bag bei den Wingees richtig installiert bekomme. Bei Dir ist die Tasche ja ziemlich weit hinten angebracht, damit Du genug Platz für die Füße / Ferse hast.
Also der Träger am E-Grinder ist nicht so wie in Deinem Link integriert mit dem Schutzblech konstruiert, sondern schon als extra Träger - ist nur optisch unauffälliger, weil er sich von der Form besser ins Schutzblech/Laufrad integriert. Der ist sehr massiv und mit dickeren Rohren, was mit meinen älteren Frontrollern ein Problem war, weil die Befestigungen zu dünn sind. Er ist definitiv stabiler als der Tubus Fly. Ich hatte mal einen Fly an einem alten Rad so ca. 8 Jahre lang und der hat sich in der Zeit schon deutlich auf die Seite verzogen an der ich die Tasche meist dran hatte. Schwere Einkäufe hat er auch nicht gemocht, aber gehalten hat er bis zum schluss, bis ich das Rad verkauft habe.

Vom Fahrverhalten merke ich keinen Unterschied. Problematische ist bei meinem Träger, dass wenn ich die Schnellspannachse vom BOB YAK drauf habe die Tasche unten dagegenstößt und nicht mehr vernünftig zu befestigen ist. Diese "Wingees" die Du gepostet hast sehen mir etwas labil aus, da würde ich wohl versuchen was stabileres zu nehmen. Ich kenne aber auch keine konkreten Produkte.
 
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