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Giant Quick-E+ 45 im Sauerland

Dieses Thema im Forum "Vorstellung von Mitgliedern und ihren Pedelecs" wurde erstellt von GiosCompact, 07.09.17.

  1. GiosCompact

    GiosCompact

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    Giant Quick -E+ powered by Yamaha
    Hallo Pedelec-Freunde, :)

    mein Name ist Karl, ich bin 50 und lebe am nördlichen Rand des Sauerlandes in Arnsberg - dort wo andere
    Urlaub machen. Nach einer 20jährigen Abstinenz vom Radrennsport dachte ich vor 7 Jahren, doch noch
    einmal auf das Rad zu steigen. Als gebürtiges Kölner Flachlandei trieben mir die Sauerländer Berge mehr als
    mir lieb war den Schweiß auf die Stirn, dazu kam noch dass mein verlängertes Rückgrat nicht mitspielte -
    das schöne Cube Attempt fristet sein Dasein seitdem im Keller. Meine hausinterne Spürnase für totes
    Kapital wies mich turnusmäßig darauf hin, das Ding doch zu veräußern... da ich Fahrräder zu sehr liebe habe
    ich das bis heute nicht übers Herz gebracht - getreu dem Motto dass die Hoffnung zuletzt stirbt! :sneaky:

    Seit einem Jahr bietet mein Brötchengeber nun das E-Bike Leasing an, und in den letzten Monaten ist der
    Wunsch bei mir nach einem solchen immer konkreter geworden. Einmal noch auf das Rad kommen, und die
    alten Zeiten hochleben lassen. Mit der Motorisierung sollten die Berge hier ihren Schrecken verlieren, und
    meine Kondition (die eigentlich nicht mehr vorhanden ist...) wieder besser werden. Durch die Kaufberatung
    hier (besonderen Dank an den User Baltic! (y)) und einige Probefahrten habe ich die Vorzüge von Pedelec
    mit Heckmotor kennengelernt - wenn da nicht der Preis wäre! Aus reinen Vernunftgründen und um nicht
    zuviel Geld zu verbrennen falls mein Vorhaben wieder Rad zu fahren in die Hose geht habe ich mich dann
    für ein S Pedelec mit Mittelmotor aus dem Hause Giant entschieden, dass auf den klangvollen Namen
    Quick-E+ 45 hört.

    Für mich geht es im Grunde nur darum, wieder fitter zu werden und Erfahrung mit Pedelec zu sammeln.
    Leider konnte ich das Ding nicht Probefahren, und so war die Bestellung bei einem Händler der 50 km von
    mir entfernt ist (Radgeber in Lennestadt Saalhausen, in Person Gerd Engelbertz - ein supernetter und
    kompetenter und unkomplizierter Typ übrigens :)) ein Schuss ins Blaue. Wer nicht wagt der nicht gewinnt!
    Seit gut 3 Wochen nenne ich das Giant nun mein eigen, und neben meiner Vorstellung möchte ich auch
    einen kleinen Erfahrungsbericht loswerden, den ich in 3 Abschnitte eingeteilt habe. Der erste Abschnitt
    lautet:

    Giant Syncdrive Sport Speed powered by Yamaha, oder der Motor in Theorie und Praxis:

    Theorie: die Basis des Giant Syncdrive Sport Speed ist der allseits bekannte Yamaha PW-Motor. Er bietet
    beim Quick-E+ 45 drei Unterstützungsstufen, die sich Eco, Normal und Sport nennen. Leider ist über die
    Modifizierung durch Giant im Besonderen und den PW-Motor im allgemeinen im Netz nicht viel zu finden,
    dass für technikinteressierte Tiefgang hat. Fakt ist wohl, dass Giant durch eine eigene Software noch ein
    bisschen mehr Leistung herauskitzelt bzw. für den Zweck oder die Aufgabe des jeweiligen Rades angepasst
    hat. Die Steuerung am Lenker über eine Tasteneinheit (Ride Control) und das Display sind ebenfalls eigene
    Lösungen von Giant. Das Rad ist mit einer Kettenschaltung Shimano Deore XT, 2 Kettenblättern (FSA-
    Kurbelgarnitur von Giant konfektioniert 48/36 Zähne) und einem Umwerfer Shimano Deore ausgestattet.
    Auf dem Hinterrad ist eine 10fach Kassette Shimano Deore mit 11-36 Zähnen montiert. Ein Lithium-Ionen
    Unterrohr Akku mit 496 Wh (36 V, 13,8 Ah) versorgt den Motor mit Strom.

    Praxis: nach rund 300 km zurückgelegter Strecke kann ich sagen, dass das Giant sehr viel Spaß macht! Der
    Motor spricht sehr schnell an, und gibt in der Unterstützungsstufe "Normal" ordentlich Leistung ab. Durch
    meine Radsportzeit bin ich es gewohnt mit einer Übersetzung zu fahren, um mit einer Kadenz um die 90
    einen nicht zu großen aber auch nicht zu kleinen Widerstand zu erzeugen - das entspricht einem klassischen
    Grundlagenausdauer-Training. Erhöht man den Widerstand z.B. an Steigungen, dann erhöht sich die
    Effizienz der Unterstützung, angezeigt durch ein Balkendiagramm im Display. Ist der Widerstand zu groß,
    dann fühlt sich dass an, als ob eine Reibung im Tretlagerbereich entsteht. Ich kann nicht sagen, ob dass im
    Motor oder an der Kettenschaltung stattfindet.

    Die Unterstützungsstufen "Eco" und "Normal" unterscheiden sich in der Unterstützung deutlicher von-
    einander als "Normal" und "Sport", wobei ich letztere bisher nur sporadisch genutzt habe. Das Display zeigt
    die aktuelle Geschwindigkeit, Tages- und Gesamtkilometer, Durchschnittsgeschwindigkeit, Unterstützungs-
    stufe und die reine gefahrene Zeit sowie die Effizienz der gewählten Unterstützungsstufe an. Es hätte für
    meinen Geschmack ruhig etwas kleiner ausfallen können, ein Höhenmeter und die Möglichkeit mit dem
    Smartphone über Bluetooth zu kommunizieren ist wünschenswert. Als negativ empfinde ich auch, dass das
    Display fest verbaut ist.

    Ein weiterer Minuspunkt ist die Geräuschentwicklung, die bis auf Brose ein bekanntes Problem der Mittel-
    Motoren darstellt. Der Yamaha gebärdet sich als singend-sägender Zeitgenosse, und ist nichts für feine
    Ohren. Die Reichweite dagegen ist sehr erfreulich: mit einer Ladung schaffe ich gut 70 km, die ich mit
    einer Durchschnittsgeschwindigkeit um die 32 km/h und bis 500 Hm absolviere - das trifft meine
    Erwartungen ziemlich genau. Soviel zum ersten Abschnitt meines Erfahrungsberichtes. Teil 2 nennt sich
    "Design und Geometrie" und folgt in der nächsten Woche. :)

    Viele Grüße!

    Karl

    Giant Quick -E+ 45.jpg Giant Syncdrive Sport.jpg Giant Syncdrive Sport Display.jpg Giant Ridecontrol.jpg Giant Quick Tretlager.jpg Giant Energy Pak 500.jpg Giant Quick Schaltwerk.jpg
     
    Zuletzt bearbeitet: 07.09.17
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  2. rudi mentär

    rudi mentär

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    Hallo Karl,
    Glückwunsch und
    sicher kein schlechtes Rad, aber wie kommst du als ehemaliger Rennsportler mit der aufrechten Sitzposition zurecht?
    Und warum fährst du , wenn schon keine Klickpedale, mit diesen billigst Wellgo Pedalen rum?
    Da hätte ich dauernd Angst mal abzurutschen und mir heftig das Schienbein zu malträtieren.

    fragt

    Rudi Mentär

    p.s. wegen des Lärms will ich z.B. keinen Getriebe Mittelmotor
     
  3. GiosCompact

    GiosCompact

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    Hallo Rudi,

    danke für den Glückwunsch! :)

    Die ideale Sitzposition habe ich noch nicht gefunden, aber momentan kommt
    mir die aufrechte Haltung entgegen - außer wandern habe ich in den letzten
    10 Jahren nicht mehr viel gemacht. Mein Körper braucht Zeit! ;) Über bessere
    Pedalen als die Teilchen von Wellgo habe ich mir schon Gedanken gemacht.
    Dazu werde ich mich im dritten und letzten Teil meiner Vorstellung "Ausstattung
    und Komponenten" äußern, und bitte Dich um ein wenig Geduld. :whistle:

    Liebe Grüße!

    Karl
     
  4. rudi mentär

    rudi mentär

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    Hallo Karl,

    zum Glück habe ich als ehemaliger Rennradfahrer ( Wettbewerbe bin ich nur zwei gefahren und das waren besondere, keine normalen Massenstartrennen, die waren mir immer zu brutal*) nie aufgehört zumindest eine einigermaßen sportliche Position beizubehalten. Hilft auch auf dem schnellen Pedelec. Aber wenn man 10 Jahre lang keine Rennradposition mehr gefahren ist, dann muckt der Rücken schon, das ist klar. Viel Erfolg beim wieder auftrainieren.
    Pedale empfehle ich die besseren der Shimano Pedale welche einseitig Plattform andere Seite Klicksystem beinhalten.


    Gruß

    Rudi mentär

    * Was ich bei den Massenstartrennen auf Amateurniveau nie verstanden habe: warum fahren da manche nach dem Motto:
    lieber tot als Zweiter! Da sind die Profis ja ziviler, obwohl es bei denen um viel mehr geht( gut, die könnens auch besser)
     

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  5. GiosCompact

    GiosCompact

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    Hallo Rudi,

    bei mir war es so, dass ich im Verein und mit BDR-Lizenz an Rennen der Amateurklasse C
    teilgenommen habe. Überwiegend in NRW, aber auch in Holland, Belgien und Italien. Die
    sogenannten Jedermann-Rennen mit großen Starterfeldern steckten in den 80er und 90ern
    noch in den Kinderschuhen, und lagen auch nicht in meinem Interesse. :sneaky:

    Das Motto nach dem daran teilgenommen wird erklärt sich für mich ganz einfach: es fehlt die
    Erfahrung und die Kenntnis, wie man sich in einem Feld mit einer großen Anzahl an Fahrern
    richtig verhält, und es fehlt wohl überwiegend die Kenntnis, dass es einen Kodex im Radsport
    gibt - ungeschriebene Gesetze, an die man sich in diesem Umfeld auf und neben der Strecke
    zu halten hat. Sonst gibt es was auf den Deckel! :D Bei den Berufsfahrern ist das alles noch
    viel spezieller.

    Sportliche Grüße! :)

    Karl
     
  6. hermigua

    hermigua

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    Hi Karl,
    Danke für Deinen ausführlichen und kompetenten Bericht, freue mich schon auf den 2. Teil! ;) Will Dir nicht zu nahe treten, aber der Rahmen ist ja recht klein und der Sattel niedrig eingestellt, habe ich so an einem S-Pedelec noch nie gesehen... wie groß bist Du (ist nicht böse gemeint)?
    LG
    Eddie
     
  7. GiosCompact

    GiosCompact

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    Hallo Eddie,

    kein Ding! :) Ich bin 1,60 m "hoch", und ich gebe Dir vollkommen recht - das Rad wirkt wie es
    derzeit aussieht komisch. Die Sitzposition hat noch ein bisschen aber nicht wesentlich Luft nach
    oben, und ich bin durch die Steuerrohrlänge, dem abfallenden Oberrohr und nicht zuletzt dem
    Spacertürmchen der Geometrie "verhaftet".

    Sobald ich die Fitness und Bereitschaft dazu habe, fliegen die Spacer raus. Der vorhandene Vorbau
    wird durch einen flacheren ersetzt, und ein Lenker mit anderen Dimensionen ist in Planung. Die
    Sattelstütze wird durch eine ohne Setback ersetzt, und der Sattel darf auch gehen. Das sollte der
    Linie zu gute kommen. :whistle:

    Viele Grüße!

    Karl
     
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  8. hermigua

    hermigua

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    Das Rad sieht aber dennoch sehr gut & stylisch aus. (y) Du hast den Vorteil, dass Du bei den kleineren Rahmen noch das eine oder andere Angebot abgreifen kannst. Die "großen" Rahmen sind ja meistens sofort weg - also die Schnäppchen-Chance ist bedeutend geringer. Aber zumindest habe ich mir jetzt ein 23"er MTB-eBike gesichert und vorbestellt (Cube Reaction Hybrid Pro Allroad).
     
  9. GiosCompact

    GiosCompact

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    Das sieht sehr gut aus! Glückwunsch! (y)

    Viele Grüße!

    Karl
     
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  10. zilp

    zilp

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    Hallo Karl!
    Dann ist es bei dir ja jetzt auch soweit! :)
    Herzlichen Glückwunsch!

    Du hast dir einen kompakten und eleganten E-Flitzer ausgesucht. (y)
    Bin schon gespannt auf den Rest deines gut gemachten Erfahrungsberichts.

    Viel Spaß beim E-Radeln in unserem schönen Sauerland!

    Christoph
     
  11. GiosCompact

    GiosCompact

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    Danke Danke Danke Christoph! :) Vorgestern bin ich noch eine schöne Runde von mir in
    Alt Arnsberg durch den Arnsberger Wald an Fränkis Hütte vorbei, dann über den Möhnesee
    an der Staumauer vorbei nach Neheim und Hüsten zurück nach Arnsberg gefahren. Leider
    soll das Wetter in den nächsten 10 Tagen nicht so schön werden. Fränkis Hütte ist aber ein
    schöner Punkt für eine Rast, falls das Wetter gut und Du Interesse daran hast. Kleiner Tipp
    von mir! ;)

    http://www.fraenkies-huette.de/

    Viele Grüße! :D

    Karl
     
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  12. hermigua

    hermigua

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    Im Sauerland bin ich immer gerne auf den Spuren alter Eisenbahntrassen (Heinsberger Tunnel - tolle Umgebung) gewandert - eine Fahrt mit dem e-Bike wäre natürlich auch klasse.

    Viele Grüße dahin!!!
    Eddie
     
  13. zilp

    zilp

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    Bin die Strecke dieses Jahr im Frühling mit meinem "Normalrad" (und Anfahrt per Bahn bis Arnsberg) und vor 8 Tagen komplett von zuhause aus mit dem E-Rad gefahren, beide Male an Fränkis Hütte (leider nur) vorbei.
    Hin ging es letzte Woche über den Haarstrang (bei Ense), zurück über Breitenbruch, Niedereimer, Neheim, Wickede und Fröndenberg.
    War sicher nicht das letzte Mal (y)

    Viele Grüße,
    Christoph
     
  14. GiosCompact

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    Hallo Eddie! :)

    ich musste mich gerade erst einmal schlau machen, was es mit dem Heinberger Tunnel auf sich hat. ;)
    Die alten Bahntrassen werden heute zum Teil als Fahrradwegenetz genutzt, was ich spannend und
    schön finde. Falls Du mal wieder hier in der Gegend bist, dann kann ich Dir eine App mit vielen tollen
    Tourenvorschlägen zum wandern und radfahren empfehlen:

    https://www.sauerland.com/Service/Die-Sauerland-App

    Viele Grüße nach Berlin!

    Karl
    --- Beitrag zusammengeführt, 13.09.17 ---
    Vielleicht fahren wir uns ja irgendwann einmal über den Weg? Ist besser als sich über den Haufen zu fahren (kleiner Scherz!) :D

    Viele Grüße!

    Karl
     
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  15. GiosCompact

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    Ein wenig später als angekündigt, aber hier ist Teil 2 meines kleinen Erfahrungsberichtes über das Giant Quick-E+ 45: :)

    Design und Geometrie.

    Design: trotzdem Giant als mutmaßlich weltgrößter Fahrradhersteller ein Riese in der Branche ist, praktiziert die Firma in meinen Augen ein gewisses Lean Management. So ist der Rahmen des Quick-E+ auch bei den Modellen Explore E+ und Road-E+ zu finden. Giant schafft es den Rädern trotz dieser Gleichheit eine Eigenständigkeit zu geben. Die Anmutung des Quick-E+ hat etwas strenges, militärisches, auch bedingt durch seine Farbgebung, die Giant im Ton als "Fightergrey Satin Gloss" bezeichnet. Schaut man sich das Filmchen zum Rad auf der Giant-Homepage an, dann "kämpft" man gegen Autos im Verkehr einer Großstadt - alles ein bisschen martialisch! :rolleyes:

    Die Eigenständigkeit des Quick-E+ im Vergleich zu den bereits erwähnten anderen Modellen des Hauses Giant (Explore E+ ist ein Trekking-, und das Road-E+ ein Rennrad) wird durch die Lichtanlage von Supernova sehr deutlich in der reduzierten und von hoher Effizienz geprägten Erscheinung unterstrichen. An der Front dominiert der Scheinwerfer gemeinsam mit dem voluminösen Steuerrohr, und am Heck das Rücklicht mit dem ebenfalls (für mich viel zu) voluminösen Halter aus millimeterdickem Blech für das Versicherungskennzeichen.

    Wirft man einen Blick auf die Silhouette, dann gleicht die Formensprache des Quick-E+ durch das übergroße Unterrohr in dem der Akku für den Motor untergebracht ist, und das am Rahmen befindliche Motorgehäuse eher dem eines Mofas oder Mopeds als einem Fahrrad. Erst die größeren Räder und die Kettenschaltung mit 2 Blättern "outen" das Giant als Fahrrad mit elektrischer Unterstützung. :D

    Giant gibt als Technologie für die Eigenschaften und die Formgebung des Aluminium-Rahmens zum einen den Begriff "AluxX SL an. Dahinter verbergen sich die Fertigungsprozesse, die für Rahmen aus dem Werkstoff Stand der Technik sind, und damit eine Verbesserung der Steifigkeit in Tateinheit mit weniger Gewicht durch Konifizierung und Formung darstellen. Zum anderen verspricht sich Giant durch die "Overdrive²"-Technologie die Pole Position in Sachen Lenkpräzision. Dabei kommt wie bei anderen Herstellern auch ein konisches Steuerrohr im Oversize-Format zum Einsatz, dass eine höhere Torsionsteifigkeit haben und die Lenkpräzision erhöhen soll - soviel zur Theorie, die zum nächsten Punkt weiterleitet:

    Geometrie: wenn ein Rahmen für mehr als eine Art Fahrrad verwendet wird, dann liegt in meinen Augen eine Vermutung ganz nahe. Nämlich die, dass ich bezüglich seiner Fahreigenschaften mit Kompromissen rechnen kann. :sneaky: Dieser Vermutung folgt das Quick-E+ in der Praxis durchaus, selbst wenn ich weder das Explore E+ noch das Road-E+ gefahren bin. Noch bin ich in der Findungsphase, weil ich zu wenig Erfahrung damit habe, was ich den Schwalbe BigBen zutrauen kann. Das Quick-E+ spricht in der Lenkung schnell an, aber die Geometrie des Rahmens macht das Rad trotzdem nicht zu einem wendigen und willigen Kurvenläufer - geht es geradeaus fühlt es sich wohler. Ich möchte meinen Eindruck nicht als endgültig verstanden wissen, denn es ist nur eine Momentaufnahme nach gerade mal knapp 400 km - bis auf enge und schnell gefahrene Kurven fährt sich das Rad absolut sicher.

    Noch ein Wort zum Design: was mich persönlich sehr stört ist die lieblose und unsaubere Verkabelung, die auf dem Foto des Cockpits und der Front deutlich zu sehen ist - das könnte man besser lösen. Desweiteren ist der Bowdenzug des Schaltwerks am Sitzrohr so angebracht, dass ich diesen beim pedalieren mit meinem Oberschenkel berühre. Soll das eine integrierte Massagefunktion sein? :ROFLMAO:

    Das wars auch schon wieder. Ich bedanke mich fürs lesen, und werde meinen kleinen Erfahrungsbericht demnächst mit dem dritten und letzten Teil schließen, der sich Ausstattung und Komponenten nennt.

    Viele Grüße! :)

    Karl

    Cockpit.jpg Front.jpg Gepäckträger.jpg Heck.jpg Hinterbau.jpg Moped.jpg Motorgehäuse.jpg Steuerrohr II.jpg
     
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  16. Humie

    Humie

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    Nettes Bike gibt es irgendwo ein Bild mit Gepäckträger? Oder ist die Schutzblechhalterung Taschentauglich?

    Gruß Humie
     
  17. GiosCompact

    GiosCompact

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    Hallo Humie,

    klasse Ironie! (y) Ein richtiger Gepäckträger ist dem Design zum Opfer gefallen, denke ich.
    Ob diese seitliche Strebe zur Aufnahme einer Tasche langt kann ich Dir nicht sagen, denn
    ich verwende einen Rucksack. ;)

    Viele Grüße!

    Karl
     
  18. Humie

    Humie

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    Auf der Hp steht was von Gepäckträger ohne könnte ich nicht.

    Gruß Humie
     
  19. jm1374

    jm1374

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    Ist das links am Vorderrad eine Hupe?
     
  20. Vol26

    Vol26

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    Ja,
    hübsch geht anders.