R&M gebrochene Sattelstütze

Diskutiere gebrochene Sattelstütze im Bosch Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Die Lastspiele mit Zug und Drucklast (Wechsellast) im elastischen Bereich sind in der Regel gegen unendlich ausgelegt. Hin und Her-Biegung...
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sigimann

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Wechsellast heißt nicht nur hin und her biegen.
Es ist öfter so das ständige Zug und Entlasten solche Brüche verursachen.
Die Lastspiele mit Zug und Drucklast (Wechsellast) im elastischen Bereich sind in der Regel gegen unendlich ausgelegt.
Hin und Her-Biegung erfolgt im plastischen Verformungsbereich ... knack und weg, immer.

Sigi
 
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Andreas_X

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Und noch viel schlimmer, das ganz wird erst stabiel und knackfrei, wenn ich die Schrauben mit Verlängerung auf dem Inbusschlüssel anknalle. Habe Schrauben gekauft in Klasse 8.8. Die serienschrauben hatten noch nicht einmal eine Festigkeitsklasse eingeprägt.
Bei der Cane Creek Thudbuster?

Die Sattelverstellung habe ich häufig unterwegs geändert und die Schrauben nur mit dem Topeak Hummer Multitool festgezogen. Da hat nie etwas geknackt oder gewackelt. Und an mangelndem Fahrergewicht kann das nicht gelegen haben, leider.
 
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Ravenous

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Eben, ich hatte die Cane Creek auch am Tourenrad und auch am Rad meiner Frau. Da knackt nix. Man muss die nur sachgerecht behandeln. Normaler Inbus reicht zum Festziehen ohne Gewalt.

Nach wie vor wundere ich mich über die auf dem Foto zu sehende blank geschliffene Auflage und das ganze Öl am gesamten Oberteil der Stütze. Da hat sich der ganze Klemmmechanismus bewegt und das soll er natürlich nicht und hätte es auch nicht, wenn man die Schraube richtig anzieht und aus der Auflagefläche mit Öl kein Gleitlager baut.

Warum, wieso und wer wird ja von Threadstarter anscheinend bewußt nicht beantwortet.
 
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Alphubel

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in dem hier verlinkten Handbuch von R&M (das sollte wohl jeder Besitzer zu seinem Rad dazubekommen haben) steht auf Seite 21ein Anzugsmoment der Schraube von 9-12 Nm.
Weitere Anzugmomente der CaneCreak-Sattelstütze findet man im CC-Handbuch.

Also, wo ist das Problem?
Ich finde es ist ein Problem, wenn ein Radfahrer sich im Laufe mehrerer Fahrten seinen Sattel unterwegs einstellen/nachstellen möchte, das Handbuch nicht dabei hat, auch keinen Drehmomentschlüssel, sondern nur den Inbusschlüssel. Auch ist das techn. Verständnis nicht immer weit verbreitet, was zum radfahren normalerweise auch nicht nötig ist. Eine einfachere Sattelaufnahme wäre wünschenswert, techn. für dieses "Zukaufteil" auch möglich.
VG Heinz
 
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Andreas_X

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Ich finde es ist ein Problem, wenn ein Radfahrer sich im Laufe mehrerer Fahrten seinen Sattel unterwegs einstellen/nachstellen möchte, das Handbuch nicht dabei hat, auch keinen Drehmomentschlüssel, sondern nur den Inbusschlüssel.
Kennst du diese Sattelstütze überhaupt?

In dem Fall lockert man die hintere Schraube, ändert die Sattelneigung mit der vorderen (gerändelten) Schraube und zieht die hintere Schraube mit dem Inbusschlüssel wieder handfest an. Da wackelt oder knackt dann nichts.

Hier geht es um eine der verbreitetsten gefederten Sattelstützen, der Verbreitungsgrad ist hoch. Sie ist stabil und langlebig konstruiert (leicht austauschbare Lagerhülsen). Man kann Riese&Müller nicht vorwerfen, hier nicht auf Qualität geachtet zu haben.

Der hier in etwas dürren Worten und ohne aussagefähiges Bildmaterial gezeigte Schaden ist schwer zu verstehen, wenn man diese Sattelstütze kennt. Nun sollte man grundsätzlich weder gleich den TO als Troll abtun noch sich von ihm für irgendetwas instrumentalisieren lassen. Für eine vernünftige Auseinandersetzung mit der Frage fehlen aber nach wie vor aussagefähige Bilder, eine Beschreibung der vorausgegangenen Wartungsmaßnahmen und eine Schilderung der Ereignisse, die zum Bruch führten.
 
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Alphubel

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Ich habe diese Sattelstütze und meine Einwände sind geprägt von dem beschriebenen Procedere zur Findung der angenehmereren Sattelneigung und Längsposition. Ich akzeptiere wenn jemand das System nicht sofort durchschaut. Ich mußte die hintere Schraube sehr fest anziehen um den Sattel dauerhaft in der Längsposition zu fixieren.
Im eingebautem Zustand lässt sich die Systematik schwer durchschauen. Klarer sichtbar wirds erst nach herausnahme der Stütze. Ziemlicher Aufwand während der Fahrt unangenehmen Druck durch Verstellung des Sattels zu beseitigen. Ich dachte an eine praktikablere konstruktive Lösung. Für RM ist das ein Zukaufteil mit hoher Wirksamkeit bei guter Einstellung.
VG Heinz
 
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Andreas_X

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Ich akzeptiere wenn jemand das System nicht sofort durchschaut. Ich mußte die hintere Schraube sehr fest anziehen um den Sattel dauerhaft in der Längsposition zu fixieren.
Seltsam. Ich hatte die hintere Schraube nur recht wenig angezogen, viel geht mit dem Topeak-Tool (Kunststoffkörper) eigentlich auch nicht. Ich habe beim Einbau nichts Besonderes getan, keine Montagepaste (außer natürlich im Sitzrohr), kein Schmiermittel. Haben die Stangen der Sättel vielleicht unterschiedliche Durchmesser?

Ich verwende die Thudbuster nicht mehr, stattdessen die by.Schulz, weil mir das Federungsverhalten nur mit Polymerklötzen nicht gefällt. Bei der by-Schulz bekomme ich aber den Sattel mit dem vorgegebenen Drehmoment nicht hinreichend fest geklemmt, er kippt nach vorn oder hinten. Bei der Thudbuster hatte ich ein besseres Gefühl, was die Bruchsicherheit betrifft. Ich finde diese alte Klemmung bei Thudbuster gerade deshalb besser als das neue Design.

Aber es geht ja hier nicht darum, wie intuitiv die Verstellung arbeitet. Wie die vordere Schraube brechen kann, ist mir unerklärlich.
 
H

harte.landung

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Bei der by-Schulz bekomme ich aber den Sattel mit dem vorgegebenen Drehmoment nicht hinreichend fest geklemmt, er kippt nach vorn oder hinten.
Sicher, dass der Sattel richtig in der Führungsschiene liegt, bzw die Backen an beiden Seiten nicht leicht verdreht sind? Ich habe 2x by Schulz (LT und normal) und da kippt nix.
 
goofy1968

goofy1968

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Bei meiner BySchulz LT kippt seit über 15000km nix.
Diverse Sättel auf und ab geschraubt ,haben alle gehalten.
Und ich bin keine Elfe.;)
 
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Alphubel

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Ich habe während auf Ausfahrten mehrfach die Sattelposition angepasst. Bei "normalem" Handanzug hat sich manchmal die Sattelposition auch in der Längsrichtung verändert. Jetzt , gefühlt stark angeknallt blieb die Position.
VG Heinz
 
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Andreas_X

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Dass die Sattelaufnahme gleich bei zwei Sattelstützen schadhaft ist, halte ich für unwahrscheinlich. Hast du denn wirklich mit dem Drehmomentschlüssel angezogen und das hält, oder nach Gefühl?
 
G

Genusspendler

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Bei mir hat sich gestern auch die Schraube mit einem großen Knall verabschiedet. Zum Glück war ich bergauf nicht all zu schnell unterwegs und es ist nichts weiter passiert. Dafür war ich mit Kind und Kegel unterwegs 😕 Die Ursache wird wohl wie hier beschrieben eine zu lose hintere Schraube gewesen sein mit dann zu hohen Zug-Biege-Kräften auf der vorderen Schraube. Fahrrad hat ca. 5000km auf der Uhr und war war vor ca. 500km zur Inspektion. Weil der Sattel mir kurz vorher etwas „lockerer“ vorkam, hatte ich diesbezüglich nachgefragt. Man sagte mir, dass sei normal.
 

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Ich bin dankbar über diesen Thread.

Mein fitzek Sattel hatte vor 150km angefangen zu knarzen, dachte schon es wäre was kaputt.
Dank dem Thread und den Hinweis auf die Anzugsmomente habe ich heute mal die Schrauben kontrolliert und konnte beide Schrauben erstmal richtig mit dem Drehmomentschlüssel festziehen. Seitdem knarzt der Sattel nicht mehr.
 
juergen007

juergen007

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Aus aktuellem Anlaß: die Schrauben der Sättel gehören kontrolliert.

Vor Ostern das E Bike meiner Frau selber inspektioniert und Probefahrt gemacht.

Leichtes Knarzen vom Sattel, die hintere Schraube hatte sich leicht gelöst. Mit Drehmomentschlüssel nach Vorgabe festgezogen, Knarzen vorbei, ist aber eine klassische Sattelstütze und keine gefederte.

Wie sich nun aus dem weiteren Verkauf des Themenstarters ergibt, ist nicht die Sattelstütze gebrochen, sondern es hat sich eine Befestigungsschraube gelöst, die dann zum beschriebenen Unfall führte.

Dass sich Schrauben lösen können ist kein Novum und hat m.M. mit R&M nichts zu tun.

Daher sollten auch alle wesentlichen Schraubverbindungen im Rahmen von eigenen Inspektionen oder wenn man eine Werkstatt in Anspruch nehmen möchte, begutachtet werden.

Wünsche allen eine gute und sichere Fahrt.
 
goofy1968

goofy1968

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Dank dem Thread und den Hinweis auf die Anzugsmomente habe ich heute mal die Schrauben kontrolliert und konnte beide Schrauben erstmal richtig mit dem Drehmomentschlüssel festziehen. Seitdem knarzt der Sattel nicht mehr.
Halte ich für fragwürdig, es ist so das Schrauben gedacht sind auf Zug
konstant belastet zu sein.
Eine lose Schraube mit zu wenig Zug die länger leicht nach zwei Seiten
verbogen wird einen Dauerbruch bekommen.
Das kann nur auch lange nach dem anziehen mit korrekten Werten
zum Versagen führen.


Neue Schrauben ,nicht nur anziehen.
 
Thema:

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