Gazelle Miss Grace C7 HFP

Diskutiere Gazelle Miss Grace C7 HFP im sonstige Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Mein altes Strampolin ist in die Jahre gekommen und eine Nummer vor Sperrmüll. Also mußte etwas Neues her. Bei den Händlern sieht man normale...
Plauzi

Plauzi

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Mein altes Strampolin ist in die Jahre gekommen und eine Nummer vor Sperrmüll. Also mußte etwas Neues her.
Bei den Händlern sieht man normale Fahrräder in den leckersten Farben. Die Ausstellung erinnert an einen Eisladen. Doch kaum ist ein Motor dran, gibt es fast überall nur das triste Schwarz.
Dann habe ich ein Modell gefunden, was mir von der Bauart her gefiel und auch noch in Elfenbein lieferbar ist: Gazelle Miss Grace C7 HFP.

254064


Das Modell "Miss Grace" gibt es in verschiedenen Ausführungen mit und ohne Motor. Ich habe mir das preisgünstigste Pedelec mit Panasonic-Vorderradmotor bestellt.
Dazu gab es 4 verschiedene Akkus zur Auswahl (Bronze, Silber, Gold, Platin). Ich habe den Typ Gold mit 400 Wh.

Heute findet man fast nur noch Mittelmotoren, aber neulich ist mir bei meinem alten Aldi/Mifa/Curtis die Kette gerissen. Natürlich hatte ich keine in der Tasche, also habe ich pro forma meine Hinterpfoten rotieren lassen, und der Motor hat mich nach Hause gezogen. Das wäre mit einem Mittelmotor nicht möglich gewesen.

Im Gegensatz zu meiner alten Gurke finde ich

gut: - 2-Bein-Ständer
- abnehmbares Display (= "Zündschlüssel")
- feststellbarer Lenker gegen Umschlagen bei stehendem Rad. Er ist dann aber nicht so fest arretiert, daß man auf die Fr...isur fällt, wenn man die Sperre vergißt.

gewöhnungsbedürftig: - Bremshebel haben keine Abschaltkontakte für den Motor.
- keine Rücktrittbremse. Hatte ich bis jetzt nur, ich vermisse sie.
- Rollenbremse hinten. Man kann damit durchaus das Hinterrad zum Blockieren bringen, muß aber den Hebel so fest ziehen, daß man fürchtet, das Seil reißt.
- Sehr aufrechte Sitzposition durch hinten liegenden Lenker. Eben typisch holländisch.

originell: Klingel im linken Lenkergriff integriert, mit Drehgriff.

Das Gewicht ist enorm. Hoffentlich entspricht es auch der Stabilität. Ich verstehe ja, daß die Holländer sich nicht viele Gedanken über Steigungen machen, aber muß in Holland keiner sein Rad aus einem Keller tragen? Das ist immer eine sportliche Herausforderung.

Die vordere Federung vermisse ich nicht. Wahrscheinlich war sie beim Aldi/Mifa steinhart.

Vor der Anbringung von Packtaschen habe ich die Auflageflächen mit Gewebeband beklebt. Auf Dauer wird sonst nicht nur ich, sondern auch die Lackierung bescheuert.

Eine erste längere Fahrt ergab eine Reichweite von 40 km in der höchsten Stufe im Stadtverkehr, mit häufigem Bremsen und Anfahren. Das entspricht auch meinem alten Gefährt, ca. 10 Wh pro km.
Nun habe ich noch einen gut erhaltenen Reserveakku vom alten Rad herumliegen. Wie ich aber erfahren mußte, kann man den nicht so einfach bei diesem anschließen, weil die Gazelle-Akkus mit einer Kopierschutz-Schaltung versehen sein sollen ("verdongelt"), damit man auch nur Original-Ersatzakkus für einen Haufen Geld kaufen muß. Zumindest muß man einen fremden Akku "anmelden", wenn es überhaupt geht. Das kann natürlich auch nur ein Fachhändler mit den entsprechenden Computer-Programmen (oder kennt da vielleicht jemand ein Hintertürchen😈?)

Die Geschwindigkeit ist mit 27 km/h ausgesprochen zufriedenstellend😁.

Ebenfalls typisch holländisch: der geschlossene Kettenkasten. Wenn ich bei einem Fernlehrinstitut einen passenden Lehrgang gefunden habe, werde ich mal probieren, ihn zu demontieren. Davon gibt es schließlich verschiedene Bauarten. Hoffentlich habe ich bis dahin keinen Plattfuß hinten. Sobald sie im Handel sind, will ich noch die Tannus Armour-Pannenschutzeinlagen einbauen. Hat damit schon jemand Erfahrungen gemacht?
 
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