Fotografie, Kameras und Bildbearbeitung

Diskutiere Fotografie, Kameras und Bildbearbeitung im Plauderecke Forum im Bereich Community; Nennt sich Selfie. Als ich damals(TM) die analoge SLR Canon EOS5 mit 28mm Weitwinkel-Reise-Zoom dabei hatte, sahen die Selfies noch schlimmer...
mawadre

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Was man seit dem Smartphone immer wieder sieht, sind schrecklich verzerrte Gesichter.
Nennt sich Selfie. Als ich damals(TM) die analoge SLR Canon EOS5 mit 28mm Weitwinkel-Reise-Zoom dabei hatte, sahen die Selfies noch schlimmer aus. Extreme Verzerrung am Rand. Der Spiegelkasten ist einfach nicht so förderlich für gut abbildende Objektive. Abgesehen davon sind nach aktueller Zählung wohl die meisten Selfies mit den bisn noch vor kurzer Zeit extra schlechten Selfi-Zweitkameras der Smartphones entstanden. Das wird aktuell besser seit die Front-Kameras zum Teil extra gut gebaut werden und seit die Leute Selfisticks benutzen. Ja, ich nutze keinen und ja, ich nenne das Teil auch Deppenzepter. Aber Touristen-Menschen-Fotos vor Sehenswürdigkeit sehen damit halt schon im Schnitt besser als als die Old-School Methoden wie "einen zufälligen Laien um ein Foto bitten" oder "Stativ und Selbstauslöser benutzen". Mein Vater war in den 60ern, 70ern und 80ern Fotoamateur mit anfangs eigener S/W Dunkelkammer - später dann Farb-Dia-Film. Meine Mutter meinte bei den Dia-Abenden immer nur "Aber auf den ganzen Dias sind ja gar keine Personen drauf" oder "da sind ja gar keine Fotos mit mir drauf"... ;)
 
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Es ist doch egal, zu welchem Zweck die Fotos gemacht wurden, die Gesichter sehen trotzdem völlig entstellt aus.
Im Vergleich zu den mit Teleobjektiv perspektivgeschrumpften Köpfen, oder durch die Unterschiede von in Tele häufig vorhandenen Tonnen- zur typisch für Weitwinkelobjektive vorherrschenden Kissenverzeichnung ?
Die mit Tele gemachten Portraits sind genauso "entstellt" allerdings in eine Richtung die der westlichen Ästhetik entspricht - in die Länge gezogene, schmale Gesichter. Genau wegen dieses schmeichelhaften Effekts wählte man als Porträtfotograf ein Tele (und um dem Fotografierten nicht so auf die Pelle rücken zu müssen wie mit einem Normalobjektiv).

Menschen kann man übrigens sehr gut mit den in den Smartphones verbauten Kameras fotografieren, nur für Porträts sollte es dann mindesten ein Normalbrennweitenäquivalent oder eine passende App zur nachträglichen Korrektur sein.
 
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schmadde

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Nennt sich Selfie.
Bei Selfies geht es ja nicht anders aus nachvollziehbaren physikalischen Gründen. Wobei das für mich eine Abart der Fotografie ist, die die Welt nicht braucht.

Nein, mir ging es tatsächlich um Fotos von anderen Personen, die halt nunmal zu den häufigsten Motiven gehören, die der "Normalo" so macht.

Als ich damals(TM) die analoge SLR Canon EOS5 mit 28mm Weitwinkel-Reise-Zoom dabei hatte,
Boah, so eine Bonzenkamera konnte ich mir nie leisten, ich hatte ein Praktica (es stand "Revue ML" drauf, weil Quelle die aus der DDR importiert hatte).

Mein Vater war in den 60ern, 70ern und 80ern Fotoamateur mit anfangs eigener S/W Dunkelkammer - später dann Farb-Dia-Film. Meine Mutter meinte bei den Dia-Abenden immer nur "Aber auf den ganzen Dias sind ja gar keine Personen drauf" oder "da sind ja gar keine Fotos mit mir drauf"... ;)
Mein Vater war viele Jahre Hobbyfotograf (er hatte meist mit einer Pentaconsix fotografiert :D ) und betrieb später ein Fotofachlabor - ich bin daher etwas vorbelastet und habe heute auch noch eine 5D Mark II mit ein paar L-Optiken. Meine Lieblingskamera ist aber die RX100, mittlerweile MkVI - die ist sowas von gut, man kann damit fast alles machen und in wesentlich besserer Qualität als damals mit der analogen SLR. Nur wenn man ein 135 f/2.8 braucht muss halt die SLR ran, das kann auch die RX100 nicht.
 
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schmadde

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Im Vergleich zu den mit Teleobjektiv perspektivgeschrumpften Köpfen, oder durch die Unterschiede von in Tele häufig vorhandenen Tonnen- zur typisch für Weitwinkelobjektive vorherrschenden Kissenverzeichnung ?
Die mit Tele gemachten Portraits sind genauso "entstellt" allerdings in eine Richtung die der westlichen Ästhetik entspricht
Die leicht komprimierte Perspektive eines Portraitteles wird allgemein als ästhetisch empfunden und das ist nicht nur "im Westen" so. Weitwinkel verzerren Gesichter ekelhaft und wenn Du das als schön empfindest, bist Du vermutlich sehr einsam auf weiter Flur. Mit einem Weitwinkel nah rangehen entspricht keiner natürlichen Sehweise, eine Teleaufnahme sieht fürs menschliche Gehirn so aus, als ob man nahe an der Person dran wäre.

Man kann natürlich auch mit Normalbrennweite Portraitaufnahmen machen und die sehen halbwegs o.k. aus. Aber Smartphones mit Normalbrennweite sind selbst vier Jahre nach Vorstellung des iPhone 7 Plus Mangelware und für eine Zählung der aktuellen Modelle mit so einer Normalbrennweite reichen schon fast die Finger eine Hand - die Listenpreise sind durchwegs vierstellig.

Die Verzeichnung ist bei Teleobjektiven so gering, dass sie praktisch keine Rolle spielt, selbst bei uralten Rechnungen. Bei Weitwinkel ist sie mittlerweile auch recht gering geworden und der letzte Rest wird heute elektronisch rausgerechnet. "Unscharfe Ecken" stören auch nur Backsteinmauernfotografen und andere Technik-Pedanten und haben keinen echten Einfluss auf die Ästhetik von Aufnahmen.
 
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Weitwinkel verzerren Gesichter ekelhaft und wenn Du das als schön empfindest, bist Du vermutlich sehr einsam auf weiter Flur.
Wow, jetzt sind wir schon bei "ekelhaft"

Dir ist anscheinend der Trend zur Portraitfotografie mit Weitwinkel in den letzten Jahren im professionellen Bereich vollständig entgangen. Die Distanziertheit und Klarheit in der Bildkomposition, die durch den Einsatz von Teleobjektiven entsteht - übrigens genau entgegen Deiner nächsten Aussage - wird nicht mehr so geschätzt.

Mit einem Weitwinkel nah rangehen entspricht keiner natürlichen Sehweise, eine Teleaufnahme sieht fürs menschliche Gehirn so aus, als ob man nahe an der Person dran wäre.
Das Weitwinkel als Portraitobjektiv entdecken immer mehr professionelle Fotografen da der Eindruck entsteht man sei mittendrin statt nur dabei. Spannender, moderner und ein frischer Wind in der Portraitfotografie. Natürlich muss man damit umgehen können, man kann deutlich mehr falsch machen.

Reine Headshots sind allerdings weiterhin eine Domäne der Telebrennweiten.
 
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schmadde

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Dir ist anscheinend der Trend zur Portraitfotografie mit Weitwinkel in den letzten Jahren im professionellen Bereich vollständig entgangen.
Dabei geht/ging es aber hauptsächlich um Ganzkörperaufnahmen mit Hintergrund um einen Kontext mit abzubilden - ich hab das auch mitunter gemacht und daher ein 35 f/1.4 für die "Große". 24 f/1.4 wurden/werden auch gerne eingesetzt, drum gibt es die ja.

Aber so nah ans Gesicht mit dem 28er dass die perspektivisch verzerrt werden kenn ich tatsächlich nicht, hast Du Beispiele?

Ja, der Trend zu Ultraweitwinkelaufnahmen ist mir grundsätzlich auch nicht entgangen, aber ich muss sagen, dass ich damit wenig anfangen kann. Vielleicht verändert sich das ästhetische Empfinden einer ganzen Generation ja dahingehend. Meine Generation ist das dann aber wohl nicht.
 
mawadre

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Weitwinkel verzerren Gesichter ekelhaft
Bei typische Gruppenfotos mit schmalen Personen in der Mitte und doppelt so breiten am Rand oder wenn die WW Kamera direkt vor die Nase gehalten wurde, gebe ich recht. Aber sehr berühmte Fotografen haben mit WW zeitlose beeindruckende Reportagen gemacht z.B. Henri Cartier-Bresson mit seiner Leica Sucherkamera:


Screenshot_20200802-164031_Samsung Internet.jpg
 
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Aber sehr berühmte Fotografen haben mit WW zeitlose beeindruckende Reportagen gemacht z.B. Henri Cartier-Bresson mit seiner Leica Sucherkamera:
Ich wusste, dass der Name "Cartier-Bresson" aus dem Hut gezaubert werden würde als ich das erste Posting verfasste. Drum habe ich auch extra dazugeschrieben welche Art von Fotos ich meinte. Die hat Cartier-Bresson nicht gemacht. Der war kein Portraitfotograf, sondern hat das Genre "Street-Photography" quasi begründet. Das ist was ganz anderes und bringt diese Problem eben nicht mit sich. Ausserdem hat Cartier-Bresson ein 35er genutzt, kein 28er und wie ich schon schrieb: da ist ein großer Unterschied.
 
mawadre

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Noch ein berühmter französischer Fotograf, der gerne mit WW gearbeitet hat:
Screenshot_20200802-164828_Samsung Internet.jpg
 
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Das man für Porträts eine bestimmte Brennweite verwendet hat nichts mit der Brennweite zu tun :)
Sondern das ergibt sich indirekt aus dem Abstand den man dafür einnehmen möchte.
Wenn zwei fremde Menschen sich gegenüberstehen halten sie automatisch einen gewissen Abstand. Wenn man diesen unterschreitet wird es unangenehm.
Genauso wie Menschen den Abstand variieren je nach Situation und Beziehung, kann man das auch für ein Foto tun.
Aber bei dem Foto kann der Betrachter dem nicht ausweichen. Deshalb erfordert es viel Gefühl wenn man einen ungewöhnlichen Abstand wählt.
 
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Mich treibt weiterhin die Frage um, inwieweit ich bei meinen Radtouren (und damit Landschaftsaufnahmen) eines der als sehr gut angesehenen Smartphones einsetzen kann. Das würde enorm Gewicht sparen. Ich hatte jetzt die Gelegenheit, ein paar Bilder mit einem iPhone 11 machen zu können. Parallel dazu habe ich Aufnahmen mit meiner sehr guten spiegellosen Systemkamera gemacht. Eine genauere Angabe erspare ich mir wegen der "meiner-ist-größer" oder ähnlicher Antworten. Es waren Landschaftsmotive an einem sonnigen Tag. Verglichen habe ich die Bilder auf einem 4K-Monitor.
Das iPhone 11 macht schon erstaunlich gute Aufnahmen. Beim ersten Hinsehen liegen die Bilder nahe beieinander. Beim längeren Hinsehen fällt für mich das iPhone jedoch stark ab. Die Bilder wirken auf mich unnatürlich. Speziell wenn ich Landschaftsdetails betrachte, will mein Auge dort nicht länger verweilen. Und gerade das schätze ich an Landschaftsaufnahmen.
Somit sieht es für mich weiterhin so aus, dass ich für Erinnerungsaufnahmen eine gute Kompaktkamera mitnehmen kann. Wenn ich jedoch für mich schöne Aufnahmen machen will, muss ich das Mehrgewicht einer klassischen Fotoausrüstung in Kauf nehmen. Beim Smartphone kann ich bei meinem iPhone 4 bleiben und spare viel Geld. Trotzdem bleibt es spannend, da ich jahrelang ja der Meinung war, dass die digitale Fotografie nie und nimmer meine Dias übertreffen kann.
 
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Ich hatte ja versprochen, ein paar Beispielfotos zum Rätseln Smartphone vs. "Richtige Kamera" hier reinzustellen. Ich habe alle schnell mit dem Screenshot-Tool in klein abfotografiert damit niemand anhand von Vergrößerung oder Metainfo dann sagen kann "Ich habs ja gleich gewusst". Die Fotos wurden von verschiedenen Leuten von Amateur bis Profi mit Smartphone über semiprofessionelle Kamera (Nikon D7500) bis Profikameras (Canon EOS 7D) geschossen - mit ganz unterschiedlichen Hilfsmitteln wie Sonnenlicht, Leuchttisch, Tablett, Fotolampen, Blitzlampen etc.. Viel Spass beim Rätseln... ;)
2020-08-02 18_51_16.jpg 2020-08-02 18_25_25.jpg2020-08-02 18_01_11.jpg2020-08-02 18_01_46.jpg2020-08-02 18_14_15.jpg2020-08-02 18_04_49.jpg2020-08-02 18_22_38.jpg2020-08-02 18_23_08.jpg
 
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Das iPhone 11 macht schon erstaunlich gute Aufnahmen. Beim ersten Hinsehen liegen die Bilder nahe beieinander. Beim längeren Hinsehen fällt für mich das iPhone jedoch stark ab. Die Bilder wirken auf mich unnatürlich. Speziell wenn ich Landschaftsdetails betrachte, will mein Auge dort nicht länger verweilen. Und gerade das schätze ich an Landschaftsaufnahmen.
Das IPhone (und andere Handies) haben eine KI (besser gesagt einen wahnsinnig komplexen Filter der mit KI-Methoden entwickelt wurde). Die KI "versteht" reguläre Elemente, wie Häuser, Möbel, Fahrräder, Autos, Verkehrsschilder,... dadurch sehen solche Elemente auf den Fotos aus wie geleckt, bis hin zu synthetisch. Natur sieht stattdessen - im Detail - nur so aus wie diese winzige Sensor & Optik das eben erlaubt, üblicherweise hat das eine gewisse Unruhe, weswegen man da lieber wegsieht.
Also für Natur, insbesondere wenn man subtile Licht- und Farbeffekte liebt, weiterhin eine richtige Kamera verwenden und die "Intelligenz" abschalten. Am besten RAW.
 
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Beispielfotos zum Rätseln Smartphone vs. "Richtige Kamera"
Viel Spass beim Rätseln...
Ich gebe mal einen Tip: die richtig unscharf bis scheisse aussehenden Fotos sind mit der 7D auf dem Leuchttisch gemacht worden. Die besten auch mit der 7D oder einem Smartphone, z.T. mit einfachem Tageslicht oder mit einem auf weiss eingestelltem Tablett als Hintergrund. Die Smartphonefotos sind z.T. in 5 Minuten entstanden. Die richtig schlechten 7D Fotos hat ein "Profi" gemacht...
 
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Das iPhone 11 macht schon erstaunlich gute Aufnahmen.
Ich finde tatsächlich, dass die "großen" iPhones seit dem 7 Plus für Smartphone-Verhältnisse sehr gut sind und den Stand der Technik widerspiegeln. Ich habe auch ein Note 10 Plus mittlerweile das ist auch sehr gut, das P30 Pro hat mich total enttäuscht, wurde als tollstes Kamera-Smartphone gehypt, produziert aber nur Müll. Mit dem kann man nichtmal indoor ne Katze fotografieren ohne dass das Fell vermatscht wird. iPhone und Samsung haben das viel besser hinbekommen.

Für Fotos auf Radtouren würde ich eine Kompakte mitnehmen. Nur beim Rennradfahren will ich das nicht, weil die da sehr schnell kaputt gehen würde. Da muss ein Smartphone herhalten - die Ergebnisse sind leider entsprechend.

Ich hatte ja versprochen, ein paar Beispielfotos zum Rätseln Smartphone vs. "Richtige Kamera" hier reinzustellen. Viel Spass beim Rätseln... ;)
Sorry, kein Bedarf. Das ist für mich keine Fotografie, sondern Fotos von rein dokumentarischem Wert. Sowas kann man hervorrragend mit dem Smartphone machen. Wobei Du sicher nicht bestreiten willst, dass man mit einer DSLR und einer guten Makro-Scherbe und jemandem der damit umgehen kann wesentlich besseres als alles was Du hier gezeigt hast produzieren kann.
 
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Das ist genau der Punkt, der hier die ganze Zeit diskutiert wird: man könnte theoretisch mit den größeren Sensoren und den besseren Optiken bessere (hier technisch also Schärfe, Winkel, Belichtung etc. gemeint) Fotos machen. Gebrauchsfotografie ist eine der wenigen verbliebenen Nieschen, wo das tatsächlich wichtig ist: hohe Auflösung, Schärfe, Ausleuchtung, Print, Hochglanzkataloge etc. Aber praktisch alle schlechten der gezeigten Fotos sind vom Amateur bis zum Profi mit hochwertigen bis Oberklasse-DSLRs, Objektiven auf Leuchttisch mit Fotolampen gemacht worden.
Das hat z.B. ein engagierter Fotoamateur mit Fotolampen mit einer Nikon D7500 nach der RAW Entwicklung als Ergebnis gebracht:
Screenshot_20200802-200547_Samsung Internet.jpg


Die besseren Fotos wurden mit dem Smartphone im HDR Modus auf einem improvisierten Tablet-Leuchttisch oder bei Tageslicht gemacht. Scharf, gerade, Schatten und Lichter passen, Auflösung ausreichend für Web, 5-10 Minuten Aufwand für 1 bis 5 Motive.

Bei "freien Motiven" ist der Unterschied noch krasser. Aber ja. Die Diskussion ist reine Unterhaltung. Die Leute stimmen mit ihren Füßen sprich Portmonee ab.
 
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Das man für Porträts eine bestimmte Brennweite verwendet hat nichts mit der Brennweite zu tun :)
Sondern das ergibt sich indirekt aus dem Abstand den man dafür einnehmen möchte.
Genau richtig. Die Perspektive hängt vom Aufnahmestandort ab und von sonst nix. Nur ist es halt so, dass wenn jemand ein formatfüllendes Portrait machen will mit einem Weitwinkel eben sehr nahe ran muss. Wenn man genauso weit weg ginge wie mit einem 50er oder 85er und das Gesicht dann hinterher rausschneidet, würde es von den Perspektiven her gut aussehen. Macht aber niemand, nicht zuletzt deswegen weil meist nur Pixelbrei übrigbleibt.

Ich hab das bei Landschaftsaufnahmen ein paar mal probiert (ich mache auch Landschaftsaufnahmen gerne mit dem Tele, wegen des komprimierten Bildeindrucks - Berge sehen dadurch größer/näher/majestätischer aus z.B.) Aus einem mit 28er aufgenommenen Bild einen Ausschnit der einem 120er Tele enspricht herausschneiden bedeutet von 8 Megapixel auf 1 Megapixel zu gehen. Bei einer guten Kamera kann man das machen, beim Smartphone kommt nur noch unansehnlicher Brei raus.
 
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Das ist genau der Punkt, der hier die ganze Zeit diskutiert wird: man könnte theoretisch mit den größeren Sensoren und den besseren Optiken bessere Fotos machen.
Das Problem ist halt: Ein Unfähiger kann mit jeder beliebig guten Kamera Schrott produzieren, aber selbst der talentierteste Fotograf kann die Unzulänglichkeiten schlechter Kameras nur zu einem sehr geringen Grad kompensieren. Es gibt einen Grund, warum Profis nicht mit Smartphones zur Arbeit erscheinen und das liegt nicht daran, dass sie auf Dicke Hose machen wollen.

Zur Bildwirkung Portraits mit WW habe ich mal gegooglet, finde ich sehr sehenswert das Beispielfoto:

Die richtige Brennweite

Vergleiche mal das Bild mit 24mm oder meinetwegen 35mm mit den anderen, und frage Dich ob Du wirklich so aussehen willst auf einem Foto.
 
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