Haibike Felge gerissen Sduro

Diskutiere Felge gerissen Sduro im Yamaha Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Ob man jetzt mit Mavic Felgen (Oberliga???) besser kommt wage ich mal zu bezweifeln oder hat man das eine Jahr vergessen wo tausende Mavic Felgen...
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Emboliefree

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Ob man jetzt mit Mavic Felgen (Oberliga???) besser kommt wage ich mal zu bezweifeln oder hat man
das eine Jahr vergessen wo tausende Mavic Felgen an den Speichenlöchern gebrochen sind da hat keiner
nach KBA gerufen ......oder die achso tollen Edel Laufräder Mavic Crossmax die nach Benutzung im Winter
sich im Frühjahr von innen nach außen in Staub verwandelt haben ...und das für 1000 Euro der LRS:ROFLMAO:.
 
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sbike

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Da es sich beim S Duro um ein zulässigungspflichtiges Fahrzeug handelt besteht die Chance die Hersteller zu einem Rückruf zu bewegen.
Da werden lebensgefährliche Dinge produziert und anschließend ist der Nutzer selber Schuld, weil er so viel gefahren ist.
Das kann nicht sein. Wer 4000€ für ein Fahrrad abruft, sollte auch Service auf Niveau dieser Klasse anbieten.
Aber das können oder wollen DIE nicht.
 
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Pöhlmann

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Ob man jetzt mit Mavic Felgen (Oberliga???) besser kommt
Man beachte "Mavic MA", nicht "Mavic irgendwas ...".
Felgen wie die MA4 oder MA40 werden von Mavic längst nicht mehr gebaut - leider. Diese Felgen waren im Wortsinn preiswert. Es sind keine Ösen oder Speichenlöcher in nennenswerter Zahl gebröselt. In modernen Zeiten mit Scheibenbremsen müssten nicht mal die Flanken überdreht werden ...

Der gelegentliche Wechsel der Alu - Legierung bei Mavic wurde hier bereits angesprochen.

Haibike ist im gehobenen Preissegment angetreten und sollte zumindest die Grundlagen der Fahrradmechanik korrekt abarbeiten. Man hat dem TO die Gewährleistung unter IMHO fadenscheinigen Gründen verweigert.

Wobei hier die juristischen Feinheiten rund um Gewährleistung und Garantie von Bedeutung sein könnten. Bei der Gewährleistung hat zumindest der Händler gesetzlich klar geregelte Pflichten, es war aber hier bereits 10 Monate nach dem Kauf. So kann der Händler verlangen, dass der Kunde darlegt, dass der Schaden bei Auslieferung bereits im Fahrzeug angelegt war, was z.B. mit Hilfe von Leidensgenossen gelingen könnte, oder mit Hilfe eines leider teueren Materialgutachtens. Der Händler kann sowas aber auch kulant behandeln, wenn er z.B. Interesse an seinem Ruf vor Ort hat.

Bei der Werksgarantie ist man den wie auch immer lautenden Bedingungen des Herstellers (Winora-Staiger) weitestgehend unterworfen. Ausnahmen sollten z.B. bei Sittenwidrigkeit und "überraschenden" Klauseln möglich sein. Zumindest dürfen die Garantie - Bedingungen nicht die Gewährleistung einschränken.

Es wäre übrigens gut, Hersteller und Typ der Felge zu kennen ...

Obwohl im Fahrzeugausweis beim zulässigen Gesamtgewicht nur Sternchen eingetragen waren (*****), hätte ich vor Gericht wohl keine Chance. Weil irgendwo im Kleingedruckten auf der Homepage stand tatsächlich 130kg Maximalgewicht und das Bike hatte selbst schon ca. 25Kg.
Das Lagern derartiger Bedingungen z.B. im Planungsamt auf Alpha Centauri oder einer Website fällt recht wahrscheinlich unter die sogenannten überraschenden Klauseln oder verstößt gegen das Transparenzgebot und könnte somit juristisch unwirksam sein.
 
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sbike

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Die beim S Duro verbaute Felge ist eine göste 36 Speichen 28 Zoll Felge Rodi Black Rock 36 spokes 28".
Der Hersteller des Rades ist Winora Haibike und somit verantwortlich.
Rodi zieht sich aus der Verantwortung auch heraus.
Es geht jetzt darum nicht den Schaden geltend zu machen, sondern zu verhindern, dass duch dieses Produkt keine Personen geschädigt werden.
 
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Glinde

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Dann will ich mal noch meine Erfahrungen mit Haibike / Rodi teilen:

Ich bin Hobby-Laufradbauer und habe schon einige Sätze gebaut, gecheckt oder repariert. Schon ambitioniert mit Speichenspannungs-Messungen etc.
Da bekommt man über die Jahre schon ein bisschen Gefühl für die Materie.

Fall 1: Ein Haibike Trekkingrad meiner Frau: 28", Felgen sind Rodi Black Rock 21. Zul. Gesamtgewicht noch lange nicht erreicht.

Sie hat sich einmal in einer Kurve (Kreisel) hingelegt und hat keine Ahnung, wie das passiert ist. Es war trocken, und Sie fährt eher vorsichtig (also nicht auf der letzten Rille durch die Kurve)...

Darauf hin habe ich mir zum ersten Mal die Räder mal angesehen: Speichenspannung gecheckt, die war ok (ca. 1100 N jeweils auf der steilen Seite (also HR rechts und VR links). Sogar einigermaßen gleichmäßig, da habe ich schon deutlich schlechteres gesehen.

Allerdings sind die Räder trotz 32 Speichen superweich: merkt man beim Abdrücken - ohne Mühe konnte man hier die Felge seitlich verbiegen, dass einzelne Speichen komplett entlastet wurden. Das hab ich bisher so noch nie gesehen. Ich habe darauf hin die Räder sicherheitshalber durch DT Swiss ersetzt.

Fall 2: Ein Freund (ca. 95kg) hat ein 29" Haibike MTB, ebenfalls mit Rodi Felgen (Typ weiß ich nicht mehr genau) Er klagte, dass sich das Rad in Kurven schwammig anfühlt. Ich habe die Räder gecheckt: Speichenspannung angeglichen etc. aber viel war da nicht drin. Das schwammige Gefühl blieb. Ich vermute, dass bei ihm sich einzelne Speichen während der Fahrt komplett entlastet haben. Auch hier das gleiche Bild: superweich beim Abdrücken...
Ich habe ihm Irgendwann einen neuen Satz Räder aus meiner Restekiste aufgebaut, die Speichen sogar dünner (2,0 / 1,8) . Original waren 2,0 durchgehend drin. Was soll ich sagen: die fühlten sich beim abdrücken schon bocksteif an und er war nach der ersten Fahrt geflasht: "Wie auf Schienen, gar kein Vergleich..."

Dabei sind die Rodi Felgen noch nicht mal Leichtgewichte, die das erklären könnten... Ich vermute, dass das Material schlecht ist, oder die Dinger einfach schlecht konstruiert sind (oder beides...)

Auf jeden Fall unverantwortlich von Haibike, solches Zeugs zu verbauen...

Gruß Georg
 
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Navigator62

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Interessant wäre etwas einzugrenzen ab wann verstärkt, die schlechtere Felgenqualität bei Haibike angefangen hat.

Mein altes Bosch S-pedelec Classic von 2014 hat bezüglich Felgen noch keine Probleme gemacht. Auf dem Sommersatz
habe ich ca. 24.000 km drauf und ich fahre eigentlich täglich auch einige geschotterte Waldwege mit.
Geschont wird es nicht und eine aktuelle Inspektion brachte auch keine Schäden.

Da in 2017 sowohl die langjährige Geschäftsführerin wie auch der Chefdesigner das Haus Haibike verlassen haben,
könnte der niederländische Eigentümer den Einsatz von billigen Komponenten im Einkauf durchgedrückt haben.
Stichwort: Gewinnmaximierung

Wenn ich als langjähriger Geschäftsführer den guten Ruf der Marke in Gefahr sehe, wäre das für mich
ein Grund die Firma zu verlassen.

Also an alle Geschädigte aus welchem Baujahren sind Eure Räder?
 
Bikerrider

Bikerrider

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Meines ist das Modell 2017 . Bei mir war es die rodi Black Rock 21 mm geöst, welche nach 1000 km Risse hatte.
 
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Interessant wäre etwas einzugrenzen ab wann verstärkt, die schlechtere Felgenqualität bei Haibike angefangen hat.....Da in 2017 sowohl die langjährige Geschäftsführerin wie auch der Chefdesigner das Haus Haibike verlassen haben,
könnte der niederländische Eigentümer den Einsatz von billigen Komponenten im Einkauf durchgedrückt haben.
Stichwort: Gewinnmaximierung
Du hast noch nicht als Unternehmer gearbeitet, lese ich da raus. So einfach wird das nicht gehen, wie du dir das vorstellst. An den Materialkosten für Felgen zu sparen, macht wenig Sinn. Wenn man sparen will, spart man an Personalkosten in der Produktion. Aber der Reihe nach:

Die teuren Haibikes werden mit zugekauften Kompletträdern bestückt, Newman und DT Swiss. Da wird kaum etwas passieren. Das sind bis 150 bzw. 180 kg zugelassene Systeme, die im Zuliefererwerk akkurat eingestellt sind. Es geht nur um automatisch eingespeichte Billiglaufräder. Diese werden aus Nabe, Speichen und Felge an einem Einspeichautomaten montiert und an einem zweiten Automaten gespannt. Daher kann man nicht die unterste Qualitätsstufe wählen, denn da wären die Gewinde nicht akkurat genug, um sie gleichmäßig spannen zu können, auch wären Abrisse zu befürchten, die die Produktion stoppen. So sieht diese Montage aus:


Wenn alles gut geht, wird das Laufrad so gut, wie von Meisterhand eingespeicht. Nur ist das praktisch nie der Fall. Es sind sehr kleine Gewinde von Speiche und Nippel, die bei minimalem Unsauberkeiten im Gewindegang gleich deutlich höhere Anzugskräfte erfordern und umgekehrt, wenn beides optimal „flutscht“ mit der eingestellten Kraft zu fest anzieht. Der Automat „Spannmaschine“ drückt ja auf die Speichen, macht also integriert einen kleinen Test. Aber man kann einstellen, wann er ein Rad auswirft. 2% Spannungsunterschied, 5%, 10%, 20% Unterschied? Dabei müsste ja dann eine zweite Station sein, wo Menschen diese Problemfälle von Hand nacharbeiten oder aussortieren. Diese Stationen gibt es vermutlich bei vielen Radherstellern nicht mehr. Das Thema Nacharbeit von Felgen hat man vermutlich über Händlerverträge an die Übergabeinspektion des Radhändlers ausgelagert.

Und was macht der Radhändler selbst wenn es ein sorgfältiger Mensch von altem Schrot und Korn ist? Er steht im Laden und sagt dem ersten Mechaniker, er soll das Kundenrad für heute Mittag fertigmachen. Sagen wir, das Rad kommt mit einem Hinterrad mit 10% Spannungsunterschied aus der Fabrik. Der erste Mechaniker delegiert in der Saison solche leichten Arbeiten an den Hilfsschrauber. Der gerät unter Zeitdruck, weil bei Instagram und Snapchat gerade ganz schön was los ist und stellt nur kurz den Lenker gerade, montiert Pedale und prüft Schaltung und Bremse, weil da Fehler sofort auffallen.....dann hat ein 80 kg Kunde nach 800 km eine Schrottfelge.....oder der erste Mechaniker macht es im Winter selbst und prüft die Felgenbänder, die Speichenspannung und den Rundlauf und investiert 20 Minuten, bis beide Laufräder sehr gut eingestellt sind. Dann hat derselbe Kunde ein perfektes Rad, an dem er lange Freude haben wird.
 
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christiank

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An den Materialkosten für Felgen zu sparen, macht wenig Sinn
Dort spart der Zentrale Einkauf, hier lassen sich "Erfolge" am leichtesten dokumentieren.
Das macht schon Sinn > für den Einkäufer.
Was diese Leuten so alles "bewirken" .. nun der Name "Lopez" ist wohl allen aus der Industrie wohl bekannt.

Die Einsparungen die beim Einspeichen Platz greifen sollen, können, müssen - das ist eine andere Kostenstelle = die Produktion.

UND Schrottfelgen können noch so schön eingespeicht sein - solche Laufräder wobbeln das eine Freude ist.
Da kann beim Händler der persönliche Mechaniker von Lewis Hamilton bei der Endkontrolle stehen.

Ich habe selbst 10 Jahre als Techniker und dann 20 Jahre als Produktionsleiter/Betriebsleiter in der Industie gewirkt, ich kenne diese Spielchen zur Genüge - wirklich.
 
Electric

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Ich habe selbst 10 Jahre als Techniker und dann 20 Jahre als Produktionsleiter/Betriebsleiter in der Industie gewirkt, ich kenne diese Spielchen zur Genüge - wirklich.
Ich beziehe mich auf das Arbeiten mit Einspeichautomaten. Da kann man unter eine gewisse Qualitätsstufe nicht gehen, weil das Risiko so die Produktion anzuhalten, zu groß wird. Das kann man berechnen. Aber Personalkosten Produktion kann man in der Qualitätssicherung (QS) sehr gut einsparen, weil die ja nicht direkt produzieren. Das ist das Perfide. Und die Auslagerung der QS an den Händler.

Und da sind wir bei meiner Kernaussage: Man wird keine klare Befundlage bekommen, weil der Automat auch so manche ziemlich stabilen Felgen ohne Nacharbeit produzieren wird, weil ein guter Radhändler nacharbeitet, weil ein leichter Fahrer auf ebenem Terrain nie Probleme bekommen wird, weil sorgfältige/versierte User selber die Speichenspannung rechtzeitig prüfen bzw. prüfen lassen.
 
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Pöhlmann

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Man wird keine klare Befundlage bekommen,
Außer man schickt z.B. mal eine der angerissenen Felgen zu einem Institut für Materialprüfung, welches sich u.A. die verwendete Legierung, das Gefüge und das Widerstandsmoment der Felge anschaut. Und, ob die Bohrungen in den Felgen nebst Ösen sachgerecht angebracht sind - das Bild vom TO im 1. Posting ist für mich nicht sonderlich vertrauenerweckend.
Falls man dort auf eine von vornherein problematische Qualität der Felgen stoßen sollte, ist der Einspeichautomat 'raus, selbst wenn er vorrangig auf möglichst schnelles Spannen eingestellt sein sollte.
 
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Emboliefree

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Haibike Sduro RC 28 Cross 2016....gekauft Oktober 2015 ....es sind noch die ersten Räder drin der erste
Motor der erste Akku .....ja im Prinzip nur Schlauch Reifen Bremsbeläge Ritzel Kette ersetzt sonst nischt.
Aktuell fahre ich mit den Ding sogar im Wald über Stock und Stein....mensch diese elenden Felgen müßen
doch mal kaputt gehen...warum halten die so lange😕....Ironie aus (muß man ja für studierte dazu schreiben😏)
sonst mündet das wieder in einer Grundsatzdebatte 😨.
 
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sbike

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Haibike Sduro S5 Bj. 2/2017 10000 km dann Schrott
 
Rolfshausen

Rolfshausen

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Toller Beitrag, was war den alles Schrott ?
Wäre schön wenn du es ein wenig detaillierter erläutern könntest ☺
 
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Du hast noch nicht als Unternehmer gearbeitet, lese ich da raus. So einfach wird das nicht gehen, wie du dir das vorstellst. An den Materialkosten für Felgen zu sparen, macht wenig Sinn. Wenn man sparen will, spart man an Personalkosten in der Produktion. Aber der Reihe nach:



Zu Deiner Info: Ich leite seit über 20 Jahre einen Maschinenbau-Zulieferer im Bereich SERVO-Antriebstechnik.
Ich hatte in dieser Zeit schon viele Produkte auf dem Tisch, bei denen man sagen muß da wurde bei Teilen im Einkauf gespart.


Und was macht der Radhändler selbst wenn es ein sorgfältiger Mensch von altem Schrot und Korn ist? Er steht im Laden und sagt dem ersten Mechaniker, er soll das Kundenrad für heute Mittag fertigmachen. Sagen wir, das Rad kommt mit einem Hinterrad mit 10% Spannungsunterschied aus der Fabrik.
Zu Deiner Info: Ich leite seit über 20 Jahre einen Maschinenbau-Zulieferer im Bereich SERVO-Antriebstechnik.
Ich hatte in dieser Zeit schon viele Produkte auf dem Tisch, bei denen man sagen muß: Da wurde bei Einzelteilen im Einkauf gespart.
Lager in Neu-Servomotoren mit erheblichen Geräuschen. Servo-Regler mit minderwertigen Bauteilen (Fallen dann reihenweise bei
Kunden aus). Da hatte der Einkäufer beim Zulieferer irgendwo ein günstigen Posten geschossen...

Bezüglich Nacharbeit beim Radhändler, stimme ich Dir zu. Es muß auch nicht immer der Hilfsmechaniker sein, der Mist baut.

Ich habe mein Reiserad in der EUR 3.000,- Preisklasse direkt beim Fachhändler abgeholt. Er hatte 1 Woche vor Weihnachten mit Schnee vor der Tür
viel Zeit für mich. Er hat mir erst 30 Minuten das Rad erklärt. Dann nach einer Probefahrt hat er noch einige Umbauten in Ruhe erledigt.
Die Werkstatt war pieksauber und er hatte Ersatzteile für seine Räder säuberlich beschriftet, in Schubladen und Regalen.
Als er fertig war hat er mir noch ca. 1 Stunde seine Werkstatt mit teils selbstgebauten Werkzeugen gezeigt. Natürlich speicht er auch selber ein und
hat Meßgeräte für die Speichenspannung vom feinsten.

Er hat mich dann noch zum Bahnhof gefahren, also eine super Service gezeigt.
Ich war beeindruckt.:)

Fakt war, auf der Heimfahrt von Karlsruhe nach Freiburg kollabiert mir das Hinterrad nach ca. 50 km Fahrt.:rolleyes:

Was ist passiert? Er hatte bei sich 2 Hinterräder vom Hersteller Staiger gleichzeitig nachgearbeitet.
Durch eine dummen Zufall baut er mir das eine Hinterrad, wie es vom Werk kam ein.

Ich habe Abends dann im Hotel in Bühl mein Hinterrad mit einem geliehenen Speichenschlüssel nachgespannt.

Mein Händler wäre, als er das gehört hat, am liebsten im Boden versunken. Er konnte niemand die Schuld geben,
da er als Meister selber daran gearbeitet hat. Aber er hat sich souverän gezeigt und hat mir ein komplettes einwandfreies
Hinterrad mit Ritzel zum Umtausch zugesandt und noch ein Spezial-Werkzeug von Pinion dazugelegt.

Hier lag aber nur ein menschliches Versagen vor, das gelieferte Fahrrad und die Räder funktionieren nach vielen Reisen noch einwandfrei.
Felgenrisse gibt es hier bis jetzt nicht.
 
Electric

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Absolut. Und das wissen wir alle.
Ich bezog mich auf die Arbeit mit Vollautomaten. Da kann man die geringste Qualitätsstufe nicht nehmen, weil noch schlimmer die Produktionsunterbrechung wäre. Was aber auch nicht bedeutet, dass die Qualität top ist. Sondern gerade so, dass sie automatengängig ist.
 
Thema:

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