Haibike Felge gerissen Sduro

Diskutiere Felge gerissen Sduro im Yamaha Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Das Kollabieren ("Chippen") eines Vorderrades ist meist durch Fehlkonstruktion, Material- oder Montagefehler erklärbar. Keinesfalls durch ein 10%...
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Pöhlmann

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knickte nach nur 8 Monaten (ca. 1500km) während der Fahrt und ohne Vorwarnung plötzlich das Vorderrad ein:
Das Kollabieren ("Chippen") eines Vorderrades ist meist durch Fehlkonstruktion, Material- oder Montagefehler erklärbar. Keinesfalls durch ein 10% zu hohes Systemgewicht. Dann hätte ich schon einige Male die Kinnbremse gezogen, z.B. als ich mal mit gut 50 km/h mit einem ungefederten MTB - Verschnitt durch einen ca. 5cm abgesenkten Kanaldeckel gebrettert bin. Das führt zu extremen Spitzenlasten - meine Handballen haben sich noch einige Wochen "erinnert". Die Laufräder waren im angehenden Zentimeter - Bereich dezentriert, aber blockierten nicht, auch dank der Trommelbremsen. Ich habe erst einmal einen komplett neuen Laufradsatz aufgebaut. Die alten Trommelbremsen kamen anschließend in den Laufradsatz mit Spikes für den Winter.

Ein Montagefehler hätte eventuell bei einer sorgfältigen Auslieferungs-Inspektion entdeckt werden können. Ich halte wenig von der gelegentlich zu beobachtenden Sitte, die Räder dem Käufer ohne nennenswerte Erstinspekton in die Hand zu drücken und das erst nach einigen hundert Kilometern nachzuholen. Eben wegen der mangelnden Qualitätskontrolle mancher "Markenhersteller".


Ausserdem denke ich mich erinnern zu können, dass ich bei der Bestellung mein Gewicht angeben musste.
Ein brauchbarer Händler kontrolliert das dann auch penibel und befördert das nicht gleich in die (elektronische?) Rundablage.

Eigentlich ein Fall für einen Fahrrad- bzw. Pedelec - Sachverständigen. Es könnte ziemlicher Bockmist passiert sein. Aber das Fahrzeug ist vermutlich nicht mehr greifbar, der Sachverständige kostet und muss auch nicht immer zum gewünschten Ergebnis kommen.

Habe angehendes Chippen mal nach Speichenausfall an einem Laufradsatz mit zu weichen Felgen erlebt - das waren Kastenfelgen aus weichem Aluminium. Ich hatte neue Speichen spendiert und vergebens versuchte, eine brauchbare Speichenspannung herzustellen. Ich habe die Felgen sofort entsorgt und mir stabile Hohlkammerfelgen besorgt. Aber bei dem Experiment habe ich deutlich dazugelernt. Einfache, nicht allzu asymmetrisch eingespeichte Laufräder mit 36 Speichen kann man auch ohne Tensiometer zuverlässig hinbekommen ...
 
Bikerrider

Bikerrider

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Echt ärgerlich sowas. Habe Ja auch das Haibike s 9.0 und habe ja schon berichtet dass bei mir die gleichen Felgen verbaut sind. Habe auch schon Risse an den Ösen zu verzeichnen. Bin jetzt dem zuvorgekommen und zum Händler gegangen um Ersatz zu bekommen.
Gleichzeitig habe ich mir aber eine Ryde Felge besorgt.
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Hasso123

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Erstaunlich, das Haibike dafür eine Zulassung von Kraftfahrt-Bundesamt erhalten hat o_O.
 
christiank

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Erstaunlich, das Haibike dafür eine Zulassung von Kraftfahrt-Bundesamt erhalten hat
Ein Haufen Papierchen mit Stempelchen und vielen Fremdwörten und schon geht das.
Früher hat sich ein Meister das angesehen und gesagt: Den Dreck könnt Ihr vergraben...

Das eine Garantie wegen ein paar Kilo zu viel abgelehnt wird ist eine Dreistigkeit allerersten Ranges !!

Ich weis genau warum ich meine Räder mittlerweile selber baue (was bei S-Pedelecs natürlich nicht geht) und Felgen prinzipiell nur mehr mit geschweissten Stoss - von Mavic oder DT-Swiss und ev. von WTB - und von selbst hievon nur mehr die Oberliga nehme.

Wobei auch bei S-Pedelecs würde ich die Laufräder gegen ordentliche tauschen wenn ich schon so eine überteuerte Missgeburt mein eigen nenne - da schaut doch kein Mensch nach, einfach alle Pickerl runterlösen und fertig.
Es reicht schon wenn ich mich (auch mit Blutverdünnern) aus eigener Blödheit ab und zu niederlege - technische Defekte auf Grund von überbordender Gier der Hersteller kann ich hier wirklich nicht brauchen.
 
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sbike

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Ich habe den Vorfall mit dem Felgendefekt nach 10000 km an das Kraftfahrtbundesamt weitergeleitet. Ich bin auch 196 groß und komme auf ein Gesamtgewicht von knapp über 100 kg. Mein Rennrad hat ein 20 Speichen Hinterrad. Da gibt es nach 70.000 km kein Problem. Das ist eine Frechheit von Haibike, wie fahrlässig mit der Gesundheit von Kunden umgegangen wird.
 
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sbike

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Bei einem Vereinskollegen ist in den Alpen bei einem Cube Rennrad auch das Vorderrad weggebrochen. Gott sei Dank nur Schürfwunden. Das sah genau so aus.
Das wurde ohne Anstand getauscht.
 
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Pöhlmann

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Das wurde ohne Anstand getauscht.
Man hat den Eindruck, als ob ein Teil der Branche seit den Zeiten eines Jobst Brandt das Bauen stabiler Laufräder allmählich verlernt. Vielleicht folgt man auch nur dem Trend, sich auf billigstmögliche Zulieferer zu verlassen ...
 
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sbike

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Falsche Speichenspannung schließe ich bei mir aus, da ich bei etwa 9000km das Hinterrad ausgebaut habe und einfach mal zur Kontrolle im Zentrierständer alle Speichen mit einem Speichenschlüssel angfasst habe. Alle Speichen waren fest und gleichmäßig gespannt.
 
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gd-wg

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Bei DT Swiss darf man max ca. 2bar Luftdruck fahren.
Wenn DT Swiss den Druck beschränkt wird das einen Grund haben?

Mir war das auch nicht bewusst, jetzt halte ich mich daran und habe eine bessere Druckanzeige zugelegt.
Meine vorige war 1bar! daneben, durch Zufall entdeckt.

Das Haibike nur 130kg Systemgewicht freigibt ist ein Witz.
Die sollen lieber einen Aufkleber für den maximalen Luftdruck auf die Felgen machen und nicht das billigste Zeugs verbauen, Cube nimmt wenigsten DT Felgen.
 
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Pöhlmann

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Bei DT Swiss darf man max ca. 2bar Luftdruck fahren.
Die Spannweite reicht bei den DT Swiss - Felgen mindestens von 9,5 Bar (schmale Felge, mit Schlauch) bis herunter zu 1,5 Bar (breite Felge, schlauchlos).
 
Electric

Electric

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Die Laufräder an Ebikes sind zumeist für 120kg ausgelegt. Plus minus 10kg je nach Hersteller. Die Felgen sind entsprechend zumeist maschinell aufgebaute und abgedrückte Billigheimer. 120kg an einem 25kg Ebike plus Schloss, Helm, Jacke, Handschuhe, Packtaschen/Rucksack und deren Grundinhalt wie Pannenset bedeuten noch 85-90 kg für den angezogenen Fahrer inkl. des Transportgutes. Das kann schnell knapp werden.

Wer 70kg wiegt, sollte sich keine Sorgen machen und nur regelmäßig die Laufräder nach dem Waschen kontrollieren. Dann kann nichts passieren. Wer von Haus aus 85 kg und mehr wiegt, muss sich einfach seiner Gesundheit zuliebe viel mehr um das Thema Laufräder kümmern.

Ich habe z.B. ein Tensiometer und benutze das auch. Und bei kleinen Auffälligkeiten lasse ich die Räder vom Profi nachspannen. Auch habe ich beim eMTB beide Laufräder gegen DT Swiss Hybrid getauscht, denn die sind für 150 kg Systemgewicht und Trails zugelassen. 5,8 bar dürfen die übrigens fahren, davon benötige ich nur 1/3. :ROFLMAO:
 
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Pöhlmann

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Die Laufräder an Ebikes sind zumeist für 120kg ausgelegt.
Wobei man noch über die Gewichtsverteilung und die Symmetrie der Einspeichung reden sollte. Mindestens die Laufräder vorne sollten eigentlich halten, wenn Felgen und Speichen taugen.

Die Felgen sind entsprechend zumeist maschinell aufgebaute und abgedrückte Billigheimer.
Es gibt Einspeichautomaten, die zumindest das Spannen gut und gleichmäßig erledigen. Nur hauen die leider deutlich mehr Laufräder 'raus, wenn man sie schneller arbeiten lässt ...

In den 80ern konnte man sich z.B. gut bezahlbare Felgen Mavic MA40 oder MA4 holen und mit Doppeldickend - Speichen daraus hübsch stabile Laufräder bauen.
Auch mit meinen zeitweise über 90kg habe ich mit meinen selbstgestrickten 26" und 28" Laufrädern weder lose Speichen noch andere Probleme erlebt, auch nicht beim Befahren von einigen 10 Kilomtern gelochten Betonplatten des Pionierwegs an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Eine Rüttelpiste ...
Auch bis um 30kg Gepäck hinten wurden im täglichen Betrieb klaglos weggesteckt.

Laufräder müssen mit angemessener Sicherheitsreserve konstruiert sein, zumal den Anbietern sowohl die Alters- als auch die Gewichtsverteilung der von ihnen ins Auge gefassten Kundschaft kein Geheimnis sein dürften. In der von Winora-Staiger für die Marke HaiBike angestrebten Preisklasse sollten die hier geschilderten Ausfälle eigentlich nicht passieren. Und wenn den Verantwortlichen etwas an der körperlichen Unversehrtheit ihrer Kundschaft liegt, dann sollte mindestens die Qualitätskontrolle angemessen verbessert werden.

Am Rande, zum "Felgenchippen" bei Laufrädern:

Theoretische Untersuchung der Belastbarkeit und Stabilität von Fahrradspeichenrädern unter besonderer Berücksichtigung des elastischen Kippens
Studienarbeit von Olaf Schulz, Mai 1996, TU Hamburg Harburg.
 
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Jaap

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Ich glaube nicht daß das Problem generell an den Felgen liegt.
Wenn der Felgenboden reisst dürfte die Speichenspannung zu hoch sein. Ob da der Hersteller falsche Werte rausgegeben hat oder der Automat falsch eingestellt war kann man nur raten.
Bei dem Sturz durch gechiptes Vorderrad gehe ich davon aus dass die Druck-Speichen sich auf der Scheibenbremsseite gelockert haben.
( Hab schon ein VR in der Hand gehabt, wo ich alle 8 Druckspeichen von Hand anziehen konnte. Und daß bei minimalem Seitenschlag. Vermutlich keine selbstsichernden Nippel verwendet)
Ein stabiles Vorderrad ist auch bei diesem Gewicht überhaupt kein Problem. Hinterräder müssen viel mehr Gewicht (Gewichtsverteilung Vr/Hr 30/70) tragen und sind auf Grund der unsymmetrischen Einspeichung wesentlich empfindlicher.
 
Electric

Electric

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@Electric: für 150 kg Systemgewicht und Trails zugelassen. 5,8bar

dann sind sie schmal? Meine sind innen 30breit bzw. 40mm und tubeless max. 1,9 / 1,5bar erlaubt.
https://dycteyr72g97f.cloudfront.net/uploads/WXD10000000866S/MAN_WXD10000000866S_WEB_ZZ_001.pdf
Stimmt, ich war zu doof, die Tabelle zu lesen. 30 und 35 mm. Aber geht sich trotzdem aus, der maximal erlaubte Reifendruck ist jeweils etwa der, der auch für die Felge gilt. Aber ich hatte auch nicht erwartet, dass es da Probleme gibt.
 
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sbike

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Stell dir vor bei deinem Auto bricht bei 200 eine Felge.
Der Autohersteller sagt, dass wird nicht passieren.
Wenn die Felge beim Haibike bricht, wie in mindestens 10 mir bekannten Fällen:
Winora sagt, das leigt an der 10% Überladung oder nicht durchgeführter Wartung.
Auch wenn du dir sicher bist, weil du alle die Speichen selber vorher kontroliert hast.
Es gibt auch kein Interesse seitens Winora sich die defekte Felge anzusehen.
Das ist unverantwortlich, und bedeutet eine tötliche Gefahr, wie in den Bildern oben zusehen ist.
So etwas darf in der Preisklasse 4000€ Bike nicht passieren.
Ein Bekannter, der sich mit Alu auskennt, sagt eindeutig Ermüdungsbruch.

Ich bin mir sicher, dass das mit Mavic Felgen nicht passiert.
Das zeigt mein Rennradhinterrad mit 20 Speichen und 100 kg Gesamtgewicht nach 70.000 km.
 
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sbike

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Eigentlich habe ich bei dem Haibike sduro s5.0 keine bedenken im Punkt Stabilität.
Das Rad läuft wie auf Schienen durch Kurven. Der Rahmen fühlt sich superstabil an und da felxt nix.
Bremse, Rahmen, Gabel, Steckachse vorne, alles gut. Eingentlich sollte das bei der 36 Loch geösten Felge auch so sein.
Der große Schwachpunkt scheint aber wohl die lebensgefährlichen Felgen zu sein.
Schade, das Winora sich bei Defekten so verhält und das Leben der Fahrer aufs Spiel setzt.
In meinen Augen ist das eindeutig ein Grund für einen Rückruf.
 
GdB50

GdB50

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Es gibt Einspeichautomaten, die zumindest das Spannen gut und gleichmäßig erledigen. Nur hauen die leider deutlich mehr Laufräder 'raus, wenn man sie schneller arbeiten lässt ...

In den 80ern konnte man sich z.B. gut bezahlbare Felgen Mavic MA40 oder MA4 holen und mit Doppeldickend - Speichen daraus hübsch stabile Laufräder bauen.
Auch mit meinen zeitweise über 90kg habe ich mit meinen selbstgestrickten 26" und 28" Laufrädern weder lose Speichen noch andere Probleme erlebt, auch nicht beim Befahren von einigen 10 Kilomtern gelochten Betonplatten des Pionierwegs an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Eine Rüttelpiste ...
Auch bis um 30kg Gepäck hinten wurden im täglichen Betrieb klaglos weggesteckt.
Meine Laufräder baue ich seit 25 Jahren selber. Ich war ja auch sehr skeptisch, was die LR an meinem R&M angeht, mein Händler (bei dem ich seit 25 Jahren kaufe und der im Keller seiner Eltern angefangen hat) hat mir versichert, daß er mit deren LR nie irgendwelche Probleme: maschinell gebaut mit vielen Zwischenschritten, abdrücken, kontrollieren etc.

Ich vertraue ihm, zumal in seiner Werkstatt die verkauften Fahrräder vorher überprüft werden: z.B. bei normalen wird sogar das Tretlager ausgebaut und korrekt gefettet, bevor es an den Kunden geht. Bei E-Bikes z.B. die Rahmenschrauben für den Mittelmotor überprüft und korrekt nachgezogen. Das ist die einzige Ladenwerkstatt, der ich eines meiner Räder anvertraue und auch der Grund, warum ich nur bei ihm kaufe. R & M hätte ich vor Ort in 800m Entfernung auch bekommen, aber da fahre ich doch lieber die 20 km zum Händler meines Vertrauens. (Wenn jemand im Rhein/Main-Gebiet einen guten Händler braucht, er ist es.

Mavic MA Hohlkammerfelgen fahre ich immer noch. Damals die Billigheimer, heute, mit entsprechender Sorgfalt verbaut, anscheinend zehn Qualitätsstufen über dem angebotenen Murks. Ohne zulässiges Gesamtgewicht auch noch.
 
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Jaap

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Teuer ist auch nicht alles. Besonders im Fahrradbereich wo teuer fast immer leichter bedeutet.
Als Mavic die Maxtal-Legierung einführte hatten die im Reiseradbereich sehr schnell einen schlechten Ruf.
 
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Felge gerissen Sduro

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