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Fatbike, die Steiner-/Votec-Gabel "mc-air FAT-Fork": Wo finde ich Informationen?

Dieses Thema im Forum "Fahrradkomponenten" wurde erstellt von Glücksrad, 12.09.16.

  1. Glücksrad

    Glücksrad

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    Irgendwie habe ich Schwierigkeiten, Test- oder Erfahrungsberichte über die Steiner Fatbike-Gabel zu finden.
    Kann mir da jemand weiterhelfen oder ist sogar ein Besitzer dieser Gabel? Mich würde speziell die Variante "Professionell" interessieren.

    Hir ein Produktbild der Gabel von http://www.steinerdesign.net/index.php?id=164,0,0,1,0,0
    2ae8d84907144f313ea4bf4169871cac.jpg
     
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  2. rebecmeer

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    Jetzt wird es abermächtig lang.:D
    Naja, wird wohl eine sehr überschaubare Stückzahl sein.
    Frag doch mal nach ob es nicht eine Testmöglichkeit gibt?!
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.09.16
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  3. Glücksrad

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    Von Bamberg nach Pforzheim ist halt ein langer Weg. Bei 1600 Euronen komme ich aber wahrscheinlich nicht daran vorbei.
     
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  4. rebecmeer

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    Als Tagestour mit dem Pedelec ist es vielleicht kein kurzer Trip, aber mit dem Auto doch eher um die Ecke.:p
     
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  5. joerghag

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    ... wenn du die Performance einer aktuellen Gabel erwartest, wirst du wahrscheinlich enttäuscht sein.
    Bin viele Jahre sowohl die Elastomer-, als auch die Luftgabel von Votec gefahren, auf der die Steiner basiert.
    Hatte später auch einen Steiner Tuningsatz für meine Air. Damals war die Gabel absolut OK, vor allen Dingen
    in dieser Federwegsklasse. Unter heutigen Gesichtspunkten (Pike/Lyrik) absolut keine Option mehr.

    Vielleicht hat sich die Steiner-Gabel auch etwas weiter entwickelt, sei aber nicht enttäuscht, wenn es nicht so ist.
    Optisch immer noch klasse!

    Gruß Jörg
     
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  6. Glücksrad

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    @joerghag : Danke, endlich mal eine brauchbare Information, danke (y)(y)(y)!
    Noch eine Frage zur Votec Luftgabel: Ich hatte das so verstanden, dass die Luftgabel keinerlei Zusatzdämpfung in der Druckstufe hat. Die Dämpfung würde nur auf die Zugstufe wirken. Kannst Du das bestätigen? Ich kann mir das schwer vorstellen, da sich die Gabel ja so bei einer Serie von Unebenheiten Stück für Stück tiefer legen würde.

    Ich bin vor einem Monat die 2016er UpsideDown von Fatlab gefahren. Die wird in den Tests von den Profis auch nicht als die beste bezeichnet. Mir hätte sie gereicht, und da die 2017er eine Gegendruckkammer hat, die die Profis als eine wesentliche Verbesserung bezeichnen, wäre diese 2017er in 150mm ein guter Kandidat für mich. WENN sie eine Absenkung hätte. Bei meinen letzten Touren habe ich die Absenkung der Lyrik gelegentlich bewusst weggelassen. Obwohl das nur wenige Zentimeter sind, ist mir das Fahren deutlich schwerer gefallen. Ich musste mich weit nach vorne beugen, was ich auf längeren Strecken unangenehm finde. Da die Steiner-Gabel eine Absenkung hat, ist sie wieder in meinen Fokus gerückt.

    Allgemein habe ich folgendes Problem mit meinen Gabeln. Egal, ob 180mm Fox Talas 36 oder 160mm Lyric RCT3:
    • Wenn eine einzelne Bodenwelle kommt, spricht die Druckstufe angenehm an.
    • Wenn ein kleines Loch kommt, geht das Rad sauber in das Loch hinein. Wenn es am Ende des Lochs wieder hoch muss, schlägt die Druckstufe für mein Gefühl überproportional zu. Da kann ich einstellen, was ich will.
    • Wenn eine Serie von Löchern/Wurzeln kommt, macht die Druckstufe für mein Gefühl auch viel zu schnell zu. Auch hier kann ich mit Änderung der Einstellungen nichts mehr machen.
      Interessant finde ich diesen Effekt in Verbindung mit dicken Reifen: Für mein Gefühl ist die Dämpfung der Druckstufe bei hohen Geschwindigkeiten sehr hoch, hart an der Grenze zur Blockade. Dadurch wird die Schwingung, die von den dicken Reifen kommt, so gut wie nicht gedämpft, was zur Folge hat, dass das Rad fast hüpft. Bei schmäleren Reifen habe ich das auch beobachtet, nur ist die Eigenfrequenz dort deutlich höher.
    Das mag ja für sportlich orientierte Fahrer sehr sinnvoll sein, da es das Durchschlagen der Gabel bei harten und schnellen Abfahrten reduziert und einen Reifen bis 2,5" gut am Boden hält. Für den Komfort finde ich das weniger geeignet. Ich will kein hartes Sportfahrwerk, das Sportler als gut empfinden! Aus dem Alter bin ich draußen. Ich suche eine Gabel, die schnelle Stöße sauber schluckt, aber das Rad nicht gleich zur Schiffschaukel macht.
     
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  7. joerghag

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    Die Luftdämpfung bei der Votec funktionierte zufriedenstellend. Die Zugstufe hatte aber nur eine begrenzte Wirkung, nicht zu vergleichen mit heutigen ölgedämpften Systemen. Die heute gewohnte lineare Federkennlinie hatte die Votec damals auch noch nicht, sondern den für damalige Luftgabeln Hängebauch. Bergab hing sie schon ziemlich tief im Federweg. Dabei war das Ansprechverhalten eher Hölzern.

    Wenn ich das richtig gelesen habe bei Steiner, hat die heutige Luftdämpfung aber nichts mehr mit der damaligen zu tun. Als Feder würde ich eher die kombinierte Elastomer/Luft Version nehmen. Die Votec Elastomergabel funktionierte deutlich besser als die Luftversion.

    Deine Probleme mit der "versteifenden" Druckstufe könnten auch an einer zu strammen Zugstufe liegen. Du hattest das Problen selbst angesprochen. Ich fahre die Lyrik und auch die Pike mit minimaler Zug- und Druckstufe, da diese von jeher sehr straff eingestellt sind. Lowspeed Druckstufe komplett offen und 3 Klicks Druckstufe. Aufschaukeln tut sie damit gerade nicht, die Gabel bleibt dabei aber schön aktiv, gerade im sensiblen Anfangsbereich.

    Gruß Jörg
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.09.16
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  8. Glücksrad

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    So fahre ich die Lyrik auch. Ich glaube, dass ich sehr (zu?) anspruchsvoll bin.
     
  9. derb

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    @Glücksrad
    Jetzt wo du sie fährst wäre es lieb von dir wenn du mal ein kurzes Review schreiben könntest (y)
     
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  10. Glücksrad

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    Auslöser war der Wunsch nach mehr Fahrkomfort und mehr Bremstraktion vorne. Deshalb war ich auf der Suche nach einer echten Fat-Gabel mit 160mm. Weniger als 160mm wollte ich nicht haben, da ich von der 160er Lyrik mit 3,0"-Reifen keinen Downgrade machen wollte. In die engere Wahl kam die Steiner und die FatLab upside down Gabel. Die Fatlab bin ich mal zur Probe gefahren und fand sie deutlich besser, als sie in den Tests beschrieben war. Sie schied nur deshalb aus, weil ich inzwischen festgestellt hatte, dass für mich die Absenkfunktion sehr wichtig ist. Da blieb dann nur noch die Steiner. Also bin ich nach Pforzheim gefahren und habe die Gabel vor Ort getestet. Ich hatte zum Vergleich meinen Panzer mit der Lyrik dabei und bin die Strecke immer wieder abwechselnd mit der Steiner und mit der Lyrik gefahren. Die ersten Tests waren ernüchternd, da die Lyrik spürbar besser ansprach als die Steiner mit der Luftfeder. Die Haftreibung der Gabel fand ich recht hoch Deshalb gab mir Herr Steiner noch ein Rad mit reibungsarmen Buchsen. Diese Kombination war deutlich besser, wenn auch nicht so gut wie die Lyrik. Ich habe mich trotzdem entschieden, die Steiner-Gabel zu kaufen.
    Die von mir gekaufte Gabel
    • hat 175mm Federweg,
    • besteht links aus klassischen Elastomeren, die von einer Luftkammer unterstützt werden.
    • Rechts befindet sich ein Luft-Dämpfer (DLS/2), mit dem die Dämpfung der Ausfederung eingestellt werden kann. Zusätzlich lassen sich die Kammern gegeneinander sperren. Diese Funktion missbrauche ich als Absenkfunktion, indem ich den Lenker kräftig nach unten drücke und im untersten Punkt die Kammern sperre. Das kann ich über die Fernbedienung am Lenker machen.
    Ich bin die Gabel jetzt etwa 500km gefahren. Es fällt mir schwer, eine Bewertung dafür zu schreiben, da ich sie nicht im direkten Vergleich zu meiner bisherigen Kombi Lyrik/3,0" fahren kann. Ich bin mir auch nicht immer sicher, welche Effekte vom breiteren Reifen (4,8" Maxxis Minion) kommen und welche der Gabel zuzuordnen sind.
    • Ein Effekt ist klar der Gabel zuzuorden: Die Einbaulänge ist etwa 4,5cm höher als die der 160mm Lyrik. Das setzt sich zusammen aus den 1,5cm mehr Federweg und 3cm längerer Einbauhöhe. Dadurch geht der Panzer vom Gabelwinkel her klar in den Downhillbereich. Ich könnte zwar die Federung hinten entsprechend anheben, dann bis ich aber einfach zu hoch.
      In der Fahrpraxis spüre ich als staatlich geprüfter Geometrie-Legastheniker von dem veränderten Lenkwinkel nichts. Das vorne angehobene Fahrwerk spüre ich, da der Panzer schon vorher grenzwertig hoch gebaut war.
    • Die Einstellung der "Federung" durch die Elastomere finde ich akzeptabel. Herr Steiner hat mit ausreichend Elemente mit unterschiedlicher Härte zur Verfügung gestellt. Die Feinabstimmung der Federhärte über den Luftdruck funktioniert gut.
    • Die Ersatz-Absenkfunktion funktioniert in der Praxis sehr gut. Ich kann die Gabel zwischen 4 und 8cm absenken. Das Absenken erfordert etwas Konzentration, das Lösen der Absenkung ist dafür umso einfacher.
    • Auf den dicken Reifen ist wahrscheinlich folgender Effekt zurückzuführen: Ich habe immer das Gefühl, dass ich nicht schnell fahre. Wenn ich dann auf den Tacho schaue, bin ich überrascht, wie schnell ich tatsächlich bin. Wahrscheinlich schlucken die dicken Reifen die kleinen Unebenheiten recht stark, so dass die natürliche Rückmeldung über die Geschwindigkeit ausbleibt.
    • Den Fahrkomfort finde ich etwas besser als mit der Lyrik. Beide Gabeln schlucken viele Unebenheiten butterweich weg, dann gibt es aber immer wieder Fälle, wo ich beide Gabeln verbesserungsfähig finde. Durch die breiteren Reifen lieg die Steiner leicht vorn. Bisher war es so, dass ich Unebenheiten, die ich im Vorderrad gerade noch gespürt habe, im Hinterrad nicht mehr spürte. Mit der Steiner und den fetten Reifen ist es umgekehrt.
    • Große Schwierigkeiten habe ich mit der Beurteilung des Downhills über Wurzelpfade. Mir ist inzwischen klar geworden, dass ich so schnell fahre, wie ich mich sicher fühle. Dabei schaue ich nicht auf die Geschwindigkeit. Leider habe ich keine Aufzeichnungen, wie schnell ich mit der Lyrik und der Steiner meine Hausstrecke herunter fahre. Deshalb will ich im Frühjahr (wenn es trocken genug ist) einen Vergleichstest mit drei Gabeln bergab mit Aufzeichnung der Geschwindigkeit durchführen: Steiner 4,8", Lyrik 3,0", Talas 180mm 2,5". Bei den ersten Testfahrten habe ich einmal beim Überfahren dicker Wurzeln die Talas 180mm zum Vergleich herangezogen. Ich konnte deutlich spüren, dass die Talas wesentlich mehr angesprochen hat als die Steiner. Trotzdem war der Komfortwert vergleichbar, da die Talas anfangs einen harten Stoß durchließ, was bei der Steiner durch den dicken Reifen nicht so ausgeprägt war.
     
  11. derb

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    Vielen Dank für dein doch sehr "kurzes" Review :D(y)(y)(y)
    Bin immer sehr an Testberichten zu Bluto Alternativen interessiert....
     
  12. Glücksrad

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    Im Winter zieht es mich nicht so häufig nach draußen, wie im Sommer ;). Trotzdem konnte ich etwas mehr Erfahrungen mit der Gabel sammeln. Leider konnte ich noch keinen direkten Vergleich mit der 160mm Lyrik DPA durchführen, da ich die Gabel für die große Wartung zerlegt habe.
    Mich haben an der Steiner-Gabel zwei Effekte so gestört, dass ich nach Abhilfe gesucht habe.
    • Die Progression war mir zu stark. Die Bewegungen der Gabel spielten sich überwiegend im mittleren Einfederbereich ab und der Federweg wurde zu wenig ausgenutzt.
    • Die Gabel war mir zu träge. Diesen Effekt habe ich auf die Elastomere zurückgeführt.
    Durch diese beiden Eigenschaften fand ich die Gabel im gröberen Gelände zu wenig komfortabel.

    Deshalb habe ich die Elastomere aus der Luftkammer (links) komplett entfernt und in die Luftkammer ein paar Tropfen dünnflüssiges Öl gegeben. Dann habe ich beide Luftkammern (also die linke ohne die Elastomere und in die rechte DLS/2) mit etwa 4bar befüllt. Mit diesem Druck konnte ich eine 40cm-Stufe mit vollem Gewicht herunterfahren, ohne dass die Gabel durchschlug. Anschließend habe ich die Lockoutfunktion der DLS/2 genutzt. Ich habe die Gabel leicht heruntergedrückt und dann das Lockout betätigt. Dadurch hatte ich eine Art von Negativluftkammer realisiert. Durch den vergleichsweise geringen Druck im DLS/2 wurde die Gabel im entlasteten Zustand durch den Druck der linken Luftkammer wieder fast bis zur vollen Ausfederung zurück gedrückt. Wenn ich die Gabel schnell entlastet habe, ist sie kurz und leicht am unteren Anschlag angeschlagen.
    Die ersten Testfahrten sind ermutigend.
    • Die Gabel spricht jetzt besser an.
    • Der Federweg wird gut ausgenutzt. Das Verhalten bei wurzelig-stufigen Abfahrten (ca. S2) mit mittlerer Geschwindigkeit hat sich signifikant verbessert, aus der Erinnerung heraus würde ich sagen, dass es besser als mit der Lyrik ist (y). Auch ebene Wurzelpassagen sind spürbar weicher geworden.
    • Ich konnte kein Poltern/Schwingen der Gabel auf Wurzelteppichen feststellen. Da hilft scheinbar die innere Reibung der Gabel ;).
    Ich werde jetzt noch eine wenig mit der Druckverteilung rechts/links spielen.
    Interessant ist die relativ hohe Haftreibung der Gabel. Dadurch ist z.B. das klassische Einstellen eines SAG nicht möglich. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass die Haftreibung in der Praxis nicht stört. Vielleicht liegt das an den fetten Reifen, die kleinere Wurzeln und Steine von sich aus gut schlucken.
     
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  13. Glücksrad

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    Die DLS/2 wird bei "normalem" Einsatz als Dämpfer mit einem Druck von 8-12bar gefahren. Der von mir gewählte Druck von etwa 4bar ist so gering, dass der Druckknopf nicht immer von alleine bei der Freigabe des Lockout zurückspringt. Deshalb habe ich eine kleine Feder eingebaut, mit der der Druckknopf wieder einwandfrei läuft.
    Bild-2.jpg
     
  14. Glücksrad

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    Inzwischen konnte ich etwas mehr Erfahrung sammeln.
    • Bei Abfahrten mit kleinen Sprüngen schlägt die Gabel durch.
    • Ein sauberes Einstellen der "Negativluftkammer" über die Blockierung des Überstromventils der rechten Luftkammer ist während der Fahrt nicht immer einfach. Die Absenkung geht vergleichsweise einfach.
    • Ich kann die Gabel mit den von mir gewählten Einstellungen um etwa 10-12 cm absenken. Das ist bei steilen und komplizierten Aufwärtspassagen sehr hilfreich.
    Um das Durchschlagen zu reduzieren und trotzdem auf ebenen Strecken eine akzeptable Federhärte zu haben, habe ich die Progression erhöht. Dazu habe ich in der linken Luftkammer (die mit den herausgenommenen Elastomeren) das Luftvolumen verkleinert. Der erste Versuch war erfolgversprechend. Jetzt werde ich noch ein wenig mit der optimalen Größe der Volumensverkleinerung optimieren.
     
  15. markus-maximus

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    Man liest ja oft, dass der wichtigste Ausgangspunkt zum Einstellen der Federgabel an einem Fatbike, der perfekte Luftdruck vorne wäre...

    Habe den für mich noch nicht 100% gefunden.
     
  16. Glücksrad

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    Inzwischen konnte ich mehr Erfahrungen mit der Steiner-Gabel sammeln.
    • Sehr kleine Unebenheiten (< 1cm): Die spüre ich kaum, sie werden von den fetten Reifen (0,45bar) weitgehend geschluckt.
      Ich bin zum Vergleich mal mein klassisches Xduro (26", 2,5" Kaiser, 1,4bar) mit einer 180mm Fox-Talas gefahren. Da spüre ich diese Unebenheiten deutlich.
    • Kleine Unebenheiten (ca. 2cm): Bei diesen spricht die Steiner-Gabel zu wenig an, die Unebenheiten sind spürbar. Bei Bodenwellen wird manchmal die Eigenfrequenz Reifen/Fahrrad kaum gedämpft, was mir nicht so gefällt. Ursache ist in meinen Augen die Haftreibung der Gabel in Verbindung mit den von mir gewählten flachen Steuerrohrwinkel von 64 Grad.
      Die 180mm Talas reagiert bei diesen Unebenheiten bereits, durch die "dünnen" 2,5"-Reifen liegt die Eigenfrequenz höher, ist aber nicht so stark.
    • Mittlere Unebenheiten (ca. 7cm): Hier ist die Steiner-Gabel in ihrem Element. Steine oder Wurzeln dieser Größe werden auch bei zügiger Fahrt gut geschluckt. Steile und schnelle Bergabfahrten machen richtig Spaß.
    • Große Unebenheiten, Sprünge: Auch die werden gut geschluckt, allerdings kommt es bei meinem Setup gelegentlich zu Durchschlägen. Ich werde die Progression noch erhöhen.
    In Summe muss ich sagen, dass ich mir gelegentlich wie die Prinzessin auf der Erbse vorkomme. Die Steinergabel (mit dem von mir gewählten Steuerrohrwinkel) erhöht den Komfort im ruppigen Gelände spürbar :), in weniger ruppigen Gelände könnte ich noch mehr Komfort vertragen :unsure:.

    So geht es mir auch. Vereinfacht gesagt ist es der Spagat zwischen geringem Druck für die optimale Traktion und hohem Druck für bessere Nutzung der Federgabel und besseres Kurvenverhalten.
     
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  17. Glücksrad

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    Eines muss ich noch anfügen:
    • Die von mir in #12 eingesetzte Absenkung finde ich außerordentlich praktisch.
    • Eine Schutzblechmontage ist sehr einfach.
     
  18. Glücksrad

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    Ich war die letzten Tage in ruppigerem Gelände unterwegs. Da hatte ich den Eindruck, dass nicht nur die Progression stärker sein könnte, sondern auch die Einfederdämpfung höher sein könnte. Deshalb habe ich auf der linken Seite wieder die Elastomere eingebaut. Die Mischung aus harten und weichen Elastomeren habe ich so gewählt, dass ich (neben dem Rad stehend) die Gabel mit aller Kraft gerade noch an den unteren Anschlag drücken konnte. Die rechte Seite war bei diesem Versuch druckfrei, das Überströmventil offen. Anschließen habe ich die rechte Seite auf etwa 40psi gepumpt und, wie bereits beschrieben, das Überstromventil bei etwa 1-2cm Einfedertiefe blockiert, um eine kleine Negativluftkammer zu bekommen.
    Ergebnis: Jetzt habe ich auch im ruppigen Gelände keine nennenswerten Durchschläge mehr. Die Gabel taucht bei großen Unebenheiten weich ein. Alle anderen Fahreigenschaften haben sich nicht verändert.
     
  19. Glücksrad

    Glücksrad

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    Jetzt bin ich mit der Gabel runde 1000 km unterwegs. Ich bin von der Gabel immer mehr angetan.
    • Die Lösung mit den Elastomeren hat sich gut bewährt. Ich habe eine paar weiche Elastomere gegen härtere ausgetauscht und den Druck auf der rechten Seite auf 55psi erhöht.
    • Die Gabel spricht inzwischen deutlich besser an als am Anfang. Das könnte mehrere Ursachen haben: Entweder ist sie jetzt eingefahren, oder es liegt an der wärmeren Jahreszeit, oder es liegt daran, dass ich vor jeder Fahrt die Rohre reinige und mit einem Tropfen Gabelöl versehe.
    Mal zurück zum Ausgangspunkt meiner Gabelsuche:
    Aufgrund der Fahrversuche in den letzten Wochen habe ich mehr und mehr den Eindruck, dass die Fatbike-Reifen für Federgabeln/Dämpfer eine Herausforderung darstellen.
    Bei den Gabeln empfinde ich die Steiner-Gabel als die komfortabelste für 4,8"-Reifen. Außerdem finde ich sie durch die von mir verwendete Absenkfunktion sehr praxistauglich. Die 160mm Fatlab-Gabel habe ich bisher nur relativ kurz getestet, die ersten Fahreindrücke ergeben in Summe einen etwas geringeren Komfort und durch die fehlende Absenkfunktion eine geringere Praxistauglichkeit für mich.
    Bei den Dämpfern hat mich mein alter Fox DHX RC4 Factory (Coil) mit Abstand am meisten überzeugt.
     
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  20. bastl-axel

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    So isses, aber nicht nur bei Fahrrad.
    Mein Schwiegersohn fährt seine Autos immer tief und hart und kommt sich damit, wunder wie schnell vor, aber ich muss mit meinem hochgelegten SUV wegen ihm ständig bremsen, wenn er vor mir her fährt.
    Jo, dicke Reifen und geringer Druck ist das A&O im Gelände. Zumindest bei dicken Reifen mit wenig Druck werden die ersten 1-2 Zentimeter fast nur von den Reifen geschluckt.
    Wie? Mit dickem Öl oder mit Spacern?
    Die Elastomere verkleinern ja eigentlich das Luftvolumen und wenn du die rausgenommen hast, hast du dadurch ja das Volumen vegrößert und die Progression verkleinert.
    Um dann das Luftvolumen, gegenüber dem Standard zu verkleinern, musst du ja erst mal das Volumen der entfernten Elastomere erreichen und dann fängt eigentlich erst ein Verkleinern, relativ zur Grundeinstellung, an
    Jo, das streiten zwar viele ab, aber genau das macht jede Gabel vom ersten Meter ab komforabel.
     
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