Fahrradhelme: Helmpflicht, Rechtsfragen, Schutzwirkung (für Kaufempfehlungen gibt es ein anderes Thema)

Diskutiere Fahrradhelme: Helmpflicht, Rechtsfragen, Schutzwirkung (für Kaufempfehlungen gibt es ein anderes Thema) im Plauderecke Forum im Bereich Community; Das der Helm das Hirn schützt, ist glaub ich von allen Seiten her unbestritten. Nur ob tatsächlich auch ein funktionierendes Gehirn drin war, das...
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Ilsurion

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Das der Helm das Hirn schützt, ist glaub ich von allen Seiten her unbestritten. Nur ob tatsächlich auch ein funktionierendes Gehirn drin war, das frage ich mich oft auf meinen Touren.

Heute wieder in einem Alpental erlebt. Familie beim Urlaubsausflug. Sie mit E-Trekkingbike. Er mit einem E-Trekking-Bike + Kinderanhänger hinten dran. Der vielleicht 8 - 10 jährige Sohne auf einen Kinder-E-Mtb. Auf Grobschotter mit teils Steigungen von 15% "noch" bergan unterwegs. Ich möchte bei denen nicht bergab hinterdrein fahren. Sprich bin ich jetzt für das Verbot von:
A: Trekkingrädern auf steilen Forststraßen in Alpentälern
B: Nutzung von steilen Forststraßen durch Urlauber mit Rädern generell ohne vorherige Eignungsfahrt. Der Einheimische muss sich genauso ausweisen. ;)
C: Verbot von Kinderanhängern auf Forststraßen generell, da Risiko von Unfällen (Schlaglöcher, Gefälle, Kurven) und Folgekosten für die Allgemeinheit zu hoch.
D: Verbot von Kinder-Ebikes ... weil mir eben danach ist! :eek:

Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Wie schon geschrieben. Das ganze Leben ist ein Risiko.
Ich trage weiterhin den Helm wann und wo ich will und er für mich Sinn macht. Demnächst kommt noch einer und schreibt mir vor wieviele Blatt Toilettenpapier man auf dem WC benutzen darf. Ja auch sowas diskutieren manche.
 
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*Ähm* das sind alles keinerlei Belege dafür, dass es problemlos möglich wäre anhand bestehender Regelungen Unfallopfer, die keinen Helm trugen an den Behandlungskosten zu beteiligen.

Abgesehen, dass das eine (Gurtpflicht im Auto) mit dem anderen (Radfahren) nix zu tun hat, schreibst Du ganz richtig, dass es eben keine Pflicht, einen Helm zu tragen gibt.

Ob es sinnvoll wäre, eine Helmpflicht einzuführen, ist doch das Thema dieses Threads....
Irgendwie hast Du natürlich recht.
Eine Helmpflicht, vergleichbar mit der Anschnallpflicht, würde das Prozedere wesentlich vereinfachen.
Einerseits könnte helmloses Fahren mit Bußgeldern sanktioniert werden und andererseits würde bei Unfällen mit Kopfverletzungen unter Beteiligung dieser Ordnungswidrigkeit- gemeint ist Fahren ohne Helm - der Versicherungsschutz teilweise bzw. ganz entfallen.

Spricht natürlich für eine allgemeine Helmpflicht für Rad- und Pedelecfahrer.
 
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onemintyulep

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Die beiden Male, als ich zusehen musste, wie meine Frau Ihre Helme durch Aufschlag auf den Asphalt zertrümmerte, geschah dies ohne direkte Fremdeinwirkung.
Da würd ich mal Ursachenforschung betreiben.
Die meisten Verletzungen gibt es zwar erfahrungsgemäss quasi im Stand (Schlüsselbeinbruch, Rippenfraktur...) Aber mit Kopfkontakt?? Wie das?
 
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stardealer

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Einerseits könnte helmloses Fahren mit Bußgeldern sanktioniert werden und andererseits würde bei Unfällen mit Kopfverletzungen unter Beteiligung dieser Ordnungswidrigkeit- gemeint ist Fahren ohne Helm - der Versicherungsschutz teilweise bzw. ganz entfallen.
Wieso möchtest du eigentlich Menschen immer den Versicherungsschutz wegnehmen? Und das schon wegen einer Ordnungswidrigkeit? Menschen im Extremfall finanziell ruinieren wegen einer Ordnungswidrigkeit?
Mal abgesehen davon dass ich dir in #4639 dargelegt habe dass Gerichte beim Versuch den Patienten an den Behandlungskosten zu beteiligen sehr hohe Maßstäbe anlegen, also weit mehr als das Begehen einer Ordnungswidrigkeit.
 
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Elmo

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Aber mit Kopfkontakt?? Wie das?
Fall eins: MTB, Abfahrt von einer Alm in die Dämmerung bei einsetzendem Regen. Ich hatte auf sie gewartet und sie überholte mich. Wir waren hungrig und müde. Hinter einer Doppel S Kurve plötzlich und für uns unerwartet Gegenverkehr auf einspuriger Fahrbahn. Schrecksekunde, überbremst bei etwa 50 kmh. Etwa 6 Monate nur eingeschränkt arbeitsfähig, 3 Monate Rollstuhl.

Fall zwei: Rennrad, vielleicht 15kmh, kleine Senke nach einer anstrengender Auffahrt, Nebeneinander, sie greift zur Trinkflasche, Abschnitt frisch angelegter Radweg, relativ schmal ohne Randstreifen mit harter Abbruchkante, Konzentrationsfehler iV mit der Angewohnheit den RR Lenker in der Ecke zu greifen, diesen verrissen, um nicht über den Asphaltrand abzugleiten, kopfüber aufgeschlagen auf Stirn. Trinkflasche noch in der Hand. Sehr viel Blut durch Schnittverletzung der Radbrille. 1 Nacht zur Beobachtung im KKH.

Ja, ich bin ein alter Meckerer und schlechter Beifahrer😞

Habe Führerscheine für die meisten Dinge, die hier so rumfahren und bin viele hunderttausende km auf 2,4,6 und 8 Rädern unterwegs gewesen. Ich erfasse mehr Informationen im Straßenverkehr und habe eine bessere Radbeherrschung. Ich fahre in der Regel vor und signalisiere Gefahr, wie wir das in 35 Jahren Rennrad gelernt haben.

Trotzdem: das eine war Dummheit, das andere Pech.
Hätte jedem passieren können.

Den ersten Sturz hätte sie nicht überlebt, der zweite hätte ihr Leben gefährden können.

Nachtrag:
ein berühmter Tänzer (!) war mit ihr in der Reha. Der war beim Absteigen mit dem Hosenbein am Sattel hängen geblieben und gegen ein Mäuerchen gefallen. Wie langweilig…
 
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onemintyulep

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Oha. Da hat sich der klassische Fahrradhelm bewährt - der ist für über den Lenker zu segeln und mit dem Kopf aufzuschlagen. Das ist zwar eher für Rennradfahren, aber zb. dass ein Ast in die Speichen gerät kann jedem passieren.
Ich empfehle einen Halbschalenhelm in der Art von einem Skaterhelm, weil, der ist auch für links rechts und hinten... was im Alltag auch passiert.
 
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Auf dem S Pedelec fahren wir schwereres Kaliber nach NTA 8776.
Ansonsten Rennradhelme, die alle 5 bis 6 Jahre oder nach einem Schock/Schaden getauscht werden.
Je einen für Sommer mit viel Belüftung und einen verschließbaren für den Winter.
4 für jeden also. Habe heute Mittag erst wieder einen bestellt.
 
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Wieso möchtest du eigentlich Menschen immer den Versicherungsschutz wegnehmen? Und das schon wegen einer Ordnungswidrigkeit? Menschen im Extremfall finanziell ruinieren wegen einer Ordnungswidrigkeit?
Mal abgesehen davon dass ich dir in #4639 dargelegt habe dass Gerichte beim Versuch den Patienten an den Behandlungskosten zu beteiligen sehr hohe Maßstäbe anlegen, also weit mehr als das Begehen einer Ordnungswidrigkeit.
Warum sollte die Mehrheit der Versicherten mit ihren Beiträgen für das irrationale Verhalten der helmlosen Fahrer aufkommen? Die Folgekosten einer solchen „nur Ordnungswidrigkeit“ können gravierend sein.
Das Nichtanlegen der Gurte im PKW wird von den Versicherungen ähnlich sanktioniert.
Da ist keine gesonderte Rechtsprechung erforderlich. Das regeln die Versicherungsbedingungen …

Funktioniert natürlich nur, wenn eine gesetzliche Helmpflicht existiert.
 
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Elmo

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Funktioniert natürlich nur, wenn eine gesetzliche Helmpflicht existiert.
Mir gefällt der Ansatz aus der Schweiz

Wenn es wirklich um die Gesundheit der Radler ginge, gibt es nur einen Weg:

massiver und intelligenter Ausbau der Rad-Verkehrsinfrastruktur. Die Hauptgefahr für alle Radelnde, ob mit oder ohne Helm geht vom motorisierten PKW und LKW Verkehr aus. Sind Radler räumlich getrennt unterwegs, sinkt die Unfallwahrscheinlichkeit drastisch.

Samstag gehts mit den Rädern in die Niederlande 😃
 
  • Fahrradhelme: Helmpflicht, Rechtsfragen, Schutzwirkung (für Kaufempfehlungen gibt es ein anderes Thema) Beitrag #4.670
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Warum sollte die Mehrheit der Versicherten mit ihren Beiträgen für das irrationale Verhalten der helmlosen Fahrer aufkommen?
Weil dies bei Versicherungen nun mal so ist. Nur weil ein Versicherungsnehmer sein Risiko Mehrkosten zu verursachen mindert, rechtfertigt dies noch nicht, dass Alle es ihm gleich tun müssen.
Beziehe das Ganze mal auf eine KFZ-Haftpflicht. Würde dort deine Methodik angewendet, es dürften nur noch preiswert zu reparierende Kleinstwagen mit unlackierten Stossfängern unterwegs sein. So gesehen zahlt der Trabbifahrer da auch drauf, nur damit andere mit überteuertem Designerblech posen können.
 
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Mit statistischen Daten kann ich auch nicht dienen.

Wir wohnen unmittelbar am überregionalen Ruhrradweg in NRW und haben eine ganze Reihe von zumeist leichten Radunfällen beobachten können:
Zwei Radler prallten an der Abbiegung zu einer Seitenstraße aufeinander. Der helmtragende Radrennfahrer bog weit ausholend mit recht hoher Geschwindigkeit in die Seitenstraße ab in deren Mitte eine helmlose ältere Dame auf ihrem Hollandrad wartete.
Mehrfach beobachtet: Fahrunsicherheit von offenbar Pedelecanfängern beim Entgegenkommen von zwei nebeneinander fahrenden Radlern.
Abruptes Bremsen mit ungewohnten Scheibenbremsen auf einer relativ starken Gefällstrecke in unserer Umgebung.
Es müssen nicht immer PKWs und LKWs beteiligt sein …
Im städtischen Bereich sind die Gefahren vielfältiger, aber selbst bei uns im ländlichen Bereich gibt es diese Stürze, zumal die Durchschnittsgeschwindigkeite durch die Häufung an E-Bikes größer geworden sind.
 
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Weil dies bei Versicherungen nun mal so ist. Nur weil ein Versicherungsnehmer sein Risiko Mehrkosten zu verursachen mindert, rechtfertigt dies noch nicht, dass Alle es ihm gleich tun müssen.
Beziehe das Ganze mal auf eine KFZ-Haftpflicht. Würde dort deine Methodik angewendet, es dürften nur noch preiswert zu reparierende Kleinstwagen mit unlackierten Stossfängern unterwegs sein. So gesehen zahlt der Trabbifahrer da auch drauf, nur damit andere mit überteuertem Designerblech posen können.
„Trabbifahrer“ zahlen einen geringeren Versicherungsbeitrag. Da geht der Wert des PKW, die Schadenshäufigkeit/Schadenfreiheit, die Höhe der durchschnittlichen Reparaturkosten, … ein.
Das Versicherungsrisiko ist statistisch im Versicherungsbetrag berücksicht.

Und dann gibt es da noch die Versicherungsbedingungen mit den jeweiligen Einschränkungen im Falle eines Unfalls (kein Gurt, telefonieren führt zur Unachtsamkeit, Alkohol).
Bei einer existierenden Helmpflicht wären vergleichbare Einschränkungen zu erwarten.
 
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Elmo

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Mehrfach beobachtet: Fahrunsicherheit von offenbar Pedelecanfängern beim Entgegenkommen von zwei nebeneinander fahrenden Radlern.
Abruptes Bremsen mit ungewohnten Scheibenbremsen auf einer relativ starken Gefällstrecke in unserer Umgebung.
Es müssen nicht immer PKWs und LKWs beteiligt sein …
Da stimme ich Dir zu.
Frage: in wie vielen der beobachteten Fällen endete es mit dem Tod oder einer schweren Kopfverletzung eines der Beteiligten?

Unfallanalyse Forschungsprojekt aus Berlin
 
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Das Nichtanlegen der Gurte im PKW wird von den Versicherungen ähnlich sanktioniert.
Da ist keine gesonderte Rechtsprechung erforderlich. Das regeln die Versicherungsbedingungen …
Es wird nicht richtig indem du es immer wieder behauptest.
Kein Autofahrer verliert seinen eigenen Krankenversicherungsschutz wenn er sich nicht anschnallt. Versuche zur Minderung der Ansprüche gibt es höchstens von der Versicherung eines Unfallgegners wenn es um Schmerzensgeld oder Langfristfolgen geht und selbst das mit mittelmäßigen Erfolgsaussichten.

Nochmal ein Beispiel aus dem Radfahruniversum:
Niemand verliert seinen Krankenversicherungsschutz oder wird an den Kosten beteiligt wenn er sich den Verletzungsrisiken eines Bikeparks aussetzt. Und da reden wir schon vom vorsätzlichen Eingehen eines zusätzliche Risikos und die Folgen, bis hin zur Querschnittslähmung, sind manchmal gravierend. Trotzdem sagt die Rechtsprechung hier wie bei anderen Risikosportarten i.d.R. dass dabei regelmäßig nur ein Vorsatz zur Selbstgefährdung, nicht aber zur Verletzung vorliegt und demzufolge ein Regress der Krankenkasse ausgeschlossen ist.

Auf der anderen Seite droht uns ja sowieso eine defacto Helmpflicht durch die Hintertür, nämlich dann, sobald Gerichte entscheiden, dass aufgrund der immer höheren Helmtragequote sich die Einschätzung des Radfahrens als sehr gefährliche Tätigkeit in der Bevölkerung allgemein etabliert hat, und deswegen jeder zur Schadensminderung verpflichtet ist, also einen Helm zu tragen hat, um alle rechtlichen Ansprüche als Unfallopfer zu wahren.
Ich denke dieser Zustand tritt in 3-5 Jahren automatisch ein.

Warum sollte die Mehrheit der Versicherten mit ihren Beiträgen für das irrationale Verhalten der helmlosen Fahrer aufkommen? Die Folgekosten einer solchen „nur Ordnungswidrigkeit“ können gravierend sein.
Weil das das Prinzip einer Solidargemeinschaft ist.
 
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Elmo

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Ich denke dieser Zustand tritt in 3-5 Jahren automatisch ein.
Das bezweifle ich sehr und wäre bereit, dagegen zu wetten.
Vorher gibt es eine allgemeine Versicherungspflicht.

Edit:
Das Problem bei Personenschäden sind PKW/LKW.
Alles andere ist victim blaming.
 
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@stardealer,

flüchtiges Lesen meiner Einlassungen helfen nicht weiter, man muss sie auch inhaltlich zur Kenntnis nehmen.
Also:
1) Die Beteiligung an den eigenen Behandlungskosten ist eine mögliche Option, wenn gesetzlich keine Helmpflicht erlassen wird.
2) Sollte eine Helmpflicht gesetzlich verankert werden - sicher die saubere Lösung - kann und sollte das Nichttragen des Helms (im Falle einer unfallbedingten Kopfverletzung) ähnlich wie bei nichtangelegten Gurten, durch Einschränkung bzw. Verlust der Versicherungsleistung (hier geht es dann nicht um die eigene Krankenversicherung) sanktioniert werden.
3) Die Haftung der Solidargemeinschaft findet dort Grenzen, wo ihre Belastung durch unverantwortliches Handeln Einzelner unzumutbar wird.

Eigentlich gar nicht so schwer zu verstehen ...

Gruß
Dieter
 
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Tinduck

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Viel gefährdeter sind bei Radfahrern andere Körpeteile, Knie, Beine, Unterarme, Ellenbogen, Handgelenke ...
Allein wenn man mit einem Fahrrad einfach nur im Stand auf die Seite fällt und das Knie ist ungeschützt, dann hat man ganz schnell mal ein gebrochenes Schienbein ... z.B.
Der Kopf ist i.R. überhaupt keine gefährdete Zone in dem Sinn, weil der reflexartig immer oben gehalten wird. Wer das krankheitsbedingt nicht kann oder aus anderen Gründen, sollte sich dann eben einen Helm aufsetzen, so weit sollte die Eigenverantwortung schon reichen, da muss man nicht alle Bürger in Mithaftung nehmen.

Liebe Grüße
Boah, immer dieselben Flachargumente.

Ein gebrochenes Handgelenk ist ärgerlich, kann schlimmstenfalls zu einer Behinderung führen.

Schwere Kopfverletzungen führen direkt ins Pflegeheim oder auf den Friedhof. Und wie man den Kopf effizient von Hindernissen oder vom Boden fernhält, wenn man rasant während der Fahrt absteigt oder von einem KFZ angefahren wird, musst du mal vorführen.

Deshalb macht es mehr Sinn, den Kopf zu schützen als andere Körperteile - zumindest bei den meisten Leuten...
 
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Geierlamm

Geierlamm

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Das bezweifle ich sehr und wäre bereit, dagegen zu wetten.
Vorher gibt es eine allgemeine Versicherungspflicht.

Edit:
Das Problem bei Personenschäden sind PKW/LKW.
Alles andere ist victim blaming.
Die gesundheitlichen Vorteile des Radfahrens überwiegen ja bei weitem die möglichen Nachteile. Deswegen werden die Krankenversicherungen stillhalten, nicht aber die Haftpflichtversicherungen, die Folgeschäden tragen sollen.
Da werden die Kaufmännischen Direktoren ihren Versicherungsmathematikern schon Mal raten passende Modelle zu entwickeln.
Hängt natürlich auch davon ab , ob sich das für die Versicherung überhaupt lohnt.

Gruss

Geierlamm
 
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FranzFranz

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Radfahrerin knallt „mit voller Wucht auf Asphalt“ und stirbt – Sie trug keinen Helm
Laut Zeugenaussagen sei die Radlerin nicht nur ohne Helm, sondern auch mit hoher Geschwindigkeit und ohne Licht unterwegs gewesen.
dieser Satz stammt aus diesem Beitrag.

Solche Meinungsäußerung in einer Pressemitteilung impliziert ja, das die verunfallte Radfahrerin selber Schuld sei.
Hier werden gleich 1 Owi (ohne Licht), 1 subjektive Einschätzung von Fußgängern (hohe Geschwindigkeit), und eine "gefühlte" Verpflichtung zum Helmtragen in einen Topf geworfen.

Ja, ich trage immer einen Helm und hoffe auf bestmöglichen Schutz (im Rahmen dessen was ein Helm leisten kann). Da es aber keine Helmpflicht gibt, ist es persönliches Ermessen und darf Niemandem vorgeworfen werden.
 
  • Fahrradhelme: Helmpflicht, Rechtsfragen, Schutzwirkung (für Kaufempfehlungen gibt es ein anderes Thema) Beitrag #4.680
Tinduck

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Ich sehe da keine Meinungsäusserung, nur eine Auflistung von Fakten/Zeugenaussagen. Da mag eine bestimmte Absicht dahinterstecken oder auch nicht.

Man muss nicht alles durch die 'Victimizing'-Brille sehen - die ist keinen Deut schöner als die 'Victim Blaming'-Variante, die hier vermutet wird.

Davon ab: wenn ich versuche, auf einen Bordstein zu fahren und mich dabei auf die Nase lege und dann sterbe, weil ich keinen Helm trage - wer ausser mir ist denn dann konkret schuldig? Derjenige, der da keinen vernünftigen Radweg gebaut hat? Die Fussgänger, denen ich ausgewichen bin? Hauptsache, jemand anderes ist schuld...
 
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