Fahrradfreundliche Kommune

Diskutiere Fahrradfreundliche Kommune im Plauderecke Forum im Bereich Community; Ja schwieriges Thema. Es gibt auf drei Seiten immer die Fraktionen extremisten egalisten und die akzeptierterer (Fußgänger, Autofahrer und...
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Singularity

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Ja schwieriges Thema. Es gibt auf drei Seiten immer die Fraktionen extremisten egalisten und die akzeptierterer (Fußgänger, Autofahrer und Radfahrer).

Die Stadt in der ich lebe versucht einiges, mal halbherzig, mal wirklich gut. Die von mir gemeldeten Fehler von Stadtradeln wurden behoben, habe jetzt sogar einen Kontakt bei der Stadt den ich direkt anschreiben kann.

Radwege kommen immer mehr neue hinzu, auf jeder Straße die neu gemacht wird sind pop up Radwege eingezeichnet.
Aber es scheitert eigentlich immer wieder an allen drei genannten Seiten.
Pkw‘s halten & Parken auf den Radwegen, Fußgänger hassen einen und Radfahrer können sich nicht entscheiden ob diese pkw, Fußgänger oder doch Radfahrer sind bei der Wahl der Strecke.
Was ich damit sagen will ist das die Kommune noch so bemüht sein kann es aber alles nichts bringt wenn sich die Bürger an nichts halten und keine Bereitschaft zur gegenseiten Rücksichtnahme haben.
 
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Pöhlmann

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Die Stadt in der ich lebe
steckt anscheinend in der "Planungsfalle". (ADFC)

"Radwege kommen immer mehr neue hinzu" alleine tut es nicht. Die müssen eine hinreichende Qualität haben, sonst wird das nix mit dem Fahrrradklima oder gar einer Verkehrswende. Die Fußgänger hassen einen u.a., wenn die Autos auf ihrer Fahrbahn alleine spielen dürfen und die Radfahrer sich enge Wegen niveaugleich mit ihnen teilen müssen. Das gerät gerne zu einem "Teile und Herrsche" - Szenario. Das Bild des ADFC zur "Planungsfalle" spricht irgendwie Bände - Bordstein mit handtuchbreiter Markierung für Radfahrer, Ende = Sackgasse. Immerhin sollte so etwas heute nicht mehr benutzungspflichtig anzulegen sein.

Ich vermute mal, dass der Pedelec-Boom den Rat der Stadt Wuppertal nebst Verwaltung "überrascht" hat. Vorher hatte man ja noch die Ausrede "Steigung - da fährt ohnehin niemand", um das Fahrrad in die Schmollecke zu verweisen. (Wobei inzwischen die Planung im Gefälle wegen der höheren möglichen Geschwindigkeiten anspruchsvoller sein könnte - 1,6m Mindestbreite sind da teils deutlich zu wenig, weil unsicher.)

P.S.: Es fehlen nicht nur in Wuppertal Planungskapazitäten, sondern auch anderswo ...
 
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Singularity

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Sehr gut auf den Punkt gebracht. Ich sagte ja das einiges völlig daneben ist, einiges aber gut gemacht. Kommst du auch aus Wuppertal? Ich habe den Luxus die Trasse perfekt nutzen zu können, aber einmal die Strecke meiner Frau zur Arbeit war einfach da um die Lust aufs rausfahren völlig zu verlieren.
 
planschi

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Wir haben zwar jetzt schon mal einen richtigen Radweg an einer Straße, führt aber leider zu weniger Sicherheit. Weil Autofahrer nun meinen, sie müssten die 1,50m nicht mehr einhalten. Nun fahren viele rechts an der durchgezogenen Linie lang, die den Radweg links markiert. Der Radweg ist nur etwa 150cm breit. Vorher waren es etwa 120cm Abstand zum Radfahrer, beim Überholen.
 
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Der Radweg ist nur etwa 150cm breit.
Schutzstreifen, mit durchbrochener Markierung abgegrenzt?

Oder Radfahrstreifen, mit durchgehender Linie abgegrenzt und mit Verkehrzeichen 237 benutzungspflichtig gemacht?
Die Unterschiede sind klein, aber fein.

Interessant wird es, wenn rechts Parkplätze ohne ausreichenden Sicherheitsabstand für sich öffnende Autotüren vorhanden sind ...

Bei schmalen Schutzstreifen unmittelbar neben Autotüren fahre ich auch schon mal links daneben. Spurwechsel natürlich mit der gebotenen Vorsicht.

Und ja, insbesondere im dichten Kolonnenverkehr hängt schon mal ein Rückspiegel über der Abgrenzungslinie. Inzwischen sehr eindeutig StVZO - widrig, aber bei Lemmingen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu erwarten. :p
 
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Pöhlmann

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Radwege verfügen normalerweise über eine bauliche Abgrenzung zum Kfz-Verkehr. Selbst Pop-Up - Radwege. Zugegeben: Manchmal wird geplant und gebaut nach dem Motto "was nicht ausdrücklich verboten ist, ist erlaubt".
Wikipedia: Radverkehrsanlage

Bei Dir isses wohl ein Radfahrstreifen. Mit 1,50m Breite könnte der zu schmal angelegt sein ...
 
planschi

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Für bauliche Trennung ist da kein Platz. Im Grunde wurde rechts nur ein Radweg markiert und beschildert.
 
RobM

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München: Ein weiterer guter Schritt für mehr Radwege

Quelle: Süddeutsche.de (der komplette Artikel)

Umwandlung von Pop-up-Strecken: Gericht weist Klage gegen neue Radwege ab​

Die Umwandlung von drei Pop-up-Radwegen in München in dauerhafte Radwege ist rechtlich nicht zu beanstanden. Das hat das Verwaltungsgericht am Mittwoch in München entschieden. Michael Haberland, Präsident des Automobilclubs Mobil in Deutschland, war vor Gericht gezogen, "um ein Zeichen zu setzen". München sei ohnehin schon Staustadt Nummer eins in Deutschland, sagte er, und dann werde den Autofahrern noch eine Fahrspur weggenommen. ...........

Der Vorsitzende Richter Dietmar Wolff aber äußerte zum einen Zweifel an der Zulässigkeit der Klage und verwies zum anderen auf das hohe Verkehrsaufkommen in den betreffenden Straßen. Dort könne man von einer konkreten Gefahr für Radler ausgehen.
 
hwg

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Hallo,

hier eine aktuelle Aufnahme vom Radweg am Rand einer Hauptverkehrsstraße in Wuppertal, die gerne als Stadt Fahrradfreundlich sein möchte.
Ich denke es Bedarf zum Benutzungszustand keine weiteren Worte und die Coronabedingte Ausrede zum Einsatz einer Kehrmaschine zieht auch nicht.

Gruß hwg

©hwg_Radweg Otto-Hausmann Ring.jpg
 
Trekker

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hier eine aktuelle Aufnahme vom Radweg am Rand einer Hauptverkehrsstraße in Wuppertal, die gerne als Stadt Fahrradfreundlich sein möchte.
Ich denke es Bedarf zum Benutzungszustand keine weiteren Worte und die Coronabedingte Ausrede zum Einsatz einer Kehrmaschine zieht auch nicht.
Dass überall Laub herumliegt, ist derzeit leider kein Alleinstellungsmerkmal von Wuppertal.
 
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Singularity

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Seh ich auch so. Den Streifen dort nutze ich auch täglich, ohne Laub ist der völlig ausreichend imho.
 
hwg

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Seh ich auch so. Den Streifen dort nutze ich auch täglich, ohne Laub ist der völlig ausreichend imho.
Dann hast Du ja auch täglich mitbekommen, dass die letzte Kehrmaschine vor Wochen dort her gefahren ist.

[email protected]

Es ist logischerweise nicht nur in Wuppertal Herbst, aber für die Verkehrssicherheit sollte gesorgt werden.
Da es sich nicht um einen Schutzstreifen sondern einen benutzungspflichtigen Radweg handelt.
 
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K.Ruprecht

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Da es sich nicht um einen Schutzstreifen sondern einen benutzungspflichtigen Radweg handelt.
Der Umstand spielt dir doch in die Hände.
Bereits vor einigen Jahren hat der BGH ein Grundsatzurteil gefältt in dem es heißt dass bei Unmutbarkeit (nicht geäumt, xx Löcher auf xx Meter Länge, überall Glasscherben,...) man den Radweg nicht benutzen muss und auf der Fahrbahn fahren darf.
Somit ist man rechtlich abgesichert falls es bei Benutzung der Fahrbahn zu einem von anderen verursachten Unfall kommt.
 
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das Laub wär mir egal, aber die Sperrlinie "erlaubt" auch LKW und Bussen die geforderten 1,5 m Abstand beim Überholen zu ignorieren. Die sichtbare Einmündung vorne rechts hat auch keinerlei Verkehrszeichen, man darf raten, wo ausfahrende PKW halten werden....genau, an der Sperrlinie, die sie eigentlich nicht überfahren dürften (aber wozu ist dann eine Ein/Ausfahrt??)
 
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Auf meiner Pendelstrecke ist es ähnlich. Ein breiter Gehweg, dann ein Grünstreifen mit Bäumen, dann der Radweg, Parkstreifen, Straße. Einige Anwohner rechen die Blätter zu Haufen, der aber nicht auf den Grünstreifen, sondern auf dem Radweg angehäuft wird. Jetzt ist es Laub, später der Schnee. Im Frühjahr, wenn überall der Schnee getaut ist, liegen auf dem Radweg noch die vereisten Reste der Schneehaufen.
 
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hier eine aktuelle Aufnahme vom Radweg am Rand einer Hauptverkehrsstraße in Wuppertal, die gerne als Stadt Fahrradfreundlich sein möchte.
Ich denke es Bedarf zum Benutzungszustand keine weiteren Worte und die Coronabedingte Ausrede zum Einsatz einer Kehrmaschine zieht auch nicht.
Das ist doch absolut unfair in einer Zeit wo keiner mit dem Laubkehren hinterher kommt - einmal kehren pro Woche muss ausreichen.

Und als Fahrradfahrer auf einen ohnehin schmalen Radweg zu parken, das geht überhaupt nicht 😁
 
Trekker

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Hallo,

hier eine aktuelle Aufnahme vom Radweg am Rand einer Hauptverkehrsstraße in Wuppertal, die gerne als Stadt Fahrradfreundlich sein möchte.
Ich denke es Bedarf zum Benutzungszustand keine weiteren Worte und die Coronabedingte Ausrede zum Einsatz einer Kehrmaschine zieht auch nicht.

Das Laub ist natürlich ärgerlich. Trotzdem bin ich auch ich da etwas nachsichtig. Der Hauptteil des Laubes fällt (bei uns) meist in einem Zeitraum von ca. 3 Wochen. In den letzten Wochen war und ist es stürmisch bis sehr windig. Da sammelt sich immer wieder Laub in bestimmten Bereichen, so dass man dort wahrscheinlich jede 1/2 Stunde kehren könnte.

Mal eine Entscheidung des OLG Brandenburg aus 2019 zur Verkehrssicherungspflicht eines privaten Grundstücksbesitzers. Mit Kommunen geht die Rechtsprechung noch viel gnädiger um:

"Ein verkehrssicherungspflichtiger Grundstückseigentümer kann zur Herbstzeit das Herabfallen von Laub auf den Gehweg vor seinem Grundstück ebenso wie sonstige Witterungseinflüsse nicht aufhalten und seine Folgen nicht jederzeit beseitigen. Gerade im Herbst ist es nicht vermeidbar, dass Laub auch in nicht geringer Menge auf Wege und Straßen fällt. Der Verkehrssicherungspflichtige kann allenfalls verpflichtet sein, Laub auf einem Gehweg in zumutbaren Intervallen zu beseitigen. Die mit vorhandenem Laub verbundene Rutschgefahr ist aber für jeden Benutzer eines Weges offenkundig."
 
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Der Umstand spielt dir doch in die Hände.
Somit ist man rechtlich abgesichert falls es bei Benutzung der Fahrbahn zu einem von anderen verursachten Unfall kommt.
Hallo,

ein Umstand - Radfahrer der unaufmerksam war - hat mir nicht nur in die Hände, sondern in den ganzen Arm gespielt.

Darum brauche ich keinen erneuten Unfall mit dem Recht auf meiner Seite.
Den hatte ich vor drei Jahren mit einer Haftpflicht Absicherung des Verursachers durch die Generali Vers. verbunden mit viel Haarspaltereien was die noch nicht abgeschlossene Schadenregulierung betrifft.

Mit der Laub Aufnahme des Radwegs wollte ich auf Mißstände gerade im Bereich Radwege hinweisen, die von Verwaltungen oft gerne so hingenommen werden.
Und auch die hier mitschreibenden und lesenden sollten solche Dinge an ihre Verwaltung melden.

Trekker,

dieser Radweg ist nicht seit zwei Tagen sondern Wochen so zugesaut und kein Gehweg.
Die Kehrmaschine fährt über die Fahrbahn, könnte aber auch ohne Probleme den Radstreifen mit säubern.
Durch Mitarbeit im ADFC, der die Einrichtung von dem besagten Radweg massiv mit eingefordert hat, geht es mir um die Tatsache dass Kommunen auch Fahrradfreundlichkeit in die Tat umsetzen sollten.

Gruß hwg

©hwg_Radunfall.jpg
 
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