Fahrradfahrer und der Kampf an der Ampel

Diskutiere Fahrradfahrer und der Kampf an der Ampel im Plauderecke Forum im Bereich Community; Ein wahres Wort gelassen ausgesprochen.
cubernaut

cubernaut

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Könnte man, wenn Radfahrern die gleichen Geschwindigkeiten und zügiges Vorankommen zugestanden würden. Hier wird aber mit zweierlei Maß gemessen: Autofahrer die 50 fahren sind "Schleicher", Radfahrer mit 30 aber "Raser". Und Radfahrer sollen sich gefälligst in die Giftgaswolke hinter 15 Autos stellen und ja nicht vorbeifahren obwohl genug Platz ist, damit der Herr Autofahrer nicht ein klein wenig an seinem Lenkrad drehen muss.
Und nicht nur in Chemie (Diffusion), auch in Physik der 7. Klasse haben Personen, die derartige "Einwände" in die Diskussion bringen, offenbar geschlafen oder alles vergessen (Unelastischer Stoß : Definition und Verformungsenergie).
 
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Humanmiles

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Und wozu soll das gut sein? Damit euch direkt danach die Autofahrer wieder überholen müssen?
So ungefähr.

Das wird gemacht um den Verkehr in den Städten zu verlangsamen.
Langsamer Verkehr ist sicherer und leiser. Das hebt die (Über-) Lebensqualität in den Innenstädten.

Desweiteren ist ein Radfahrer, den der Autofahrer gesehen hat sicherer.
Darum kann er sich auch vor den LKW stellen....besonders wenn er links abwill, der LKW vielleicht rechts...
Dann fährt der LKW halt mal ein paar Meter nur 25 anstatt 29km/h...
 
cubernaut

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Wie langsam denn Bitte noch ?
Ich finde deine humorvolle und gelassene und tolerante Art, so wie ich dich im Forum hier über Jahre kennengelernt habe, klasse!
Deshalb wirklich "no front, Digga", wie meine Schüler sagen würden: Das ist doch aber genau der Punkt: Sehr, sehr viele fahren Auto insbesondere in der Stadt, obwohl sie es nicht müssten: aus Bequemlichkeit, Ignoranz, wegen autozentrierter Städteplanung seit 1934 ( „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)) . Warum also sollten Radfahrende ihnen noch in allen erdenklichen Situationen - besonders in überfüllten Ballungszentren - das Fortkommen _erleichtern_? Die lernen das dann doch nie.

Für alle anderen gilt: Ich mache 3 Mal Platz bei Lieferdiensten und rege mich nicht auf (schließlich bestelle auch ich meine Rizel online), Handwerker, Pflegedienste u. ä. m. haben mein Verständnis und ich spiele nicht den StVO-N*z*i.

Aber (ich überspitze) der Latte schlürfenden Dame im SUV (Latte auf Radfahrstreifen parkend), dem Helicopter-Vater im Audi A6, dem Midlife-Crisis-Boomer im Mini, dem Potenzgeschwächten im RAM, dem Engüberholer mache ich doch nicht brav Platz und lass ihn an die vorher im Sprint erreichte rote Ampel ranfahren, um dann mich behindernd im Stau zu stehen, um seine scheinbare Dominanz auszuleben und mich vollzugasen. Warum denn? Wozu denn?

Ich habe Fahzeuge bewegt, die mich in 2,9 s auf 100 km/h und in 8 s auf 200 km/h Stunde brachten. Geil? Leider geil! Aber muss ich deswegen die Schwächsten im Verkehr dominieren? Wie schwach!
 
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Humanmiles

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Ja, ich kenne das sehr sehr gut !
Denn ich bin Fahrlehrer. Ein ganz großes Danke für dieses Verhalten 🤮
Das ist der pure Egoismus.
Rechts an der stehenden(!) Schlange der nicht-rechtsabbieger Spur vorbei it meines Wissens legal.

Ansonsten erinner ich einen Satz aus meiner Fahrprüfung:
"Radfahrer sind überall: Zu Wasser zu lande und in der Luft"
Das bekam ich an jeder Kreuzung und jedem abbiegen zuhören.
Bisher hat es geholfen.

Das scheint nicht mehr üblich zu sein.
Z.B. rechts Fußweg für Radfahrer in beiden Richtungen frei und
Schild "Radfahrer dürfen Fahrbahn benutzen" Fahrbahn hat 4 Streifen, kaum Verkehr.
Und trotzdem gibt es immer wieder welche die mich anhupen, schneiden und belehren müssen.

Und ist ja auch klar warum:
Beim Versuch das mal zur Anzeige zubringen, weil ich fast gestürzt war:
Polizist: "Ihnen ist doch nichts passiert".

danke auch...Mein Freund und Helfer.
 
cubernaut

cubernaut

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Und ist ja auch klar warum:
Beim Versuch das mal zur Anzeige zubringen, weil ich fast gestürzt war:
Polizist: "Ihnen ist doch nichts passiert".

danke auch...Mein Freund und Helfer.
Word!
Und warum: "Die" fahren alle so gern Auto, auch im Dienst. Fahrrad? Uncool, unmännlich (~weiblich).
 
Raptora

Raptora

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Deshalb wirklich "no front, Digga", wie meine Schüler sagen würden
Da ist was dran ;)


Interessanterweise kann der Mensch sich extrem schnell anpassen,
als Autofahrer morgens ne komplett andere Sichtweise und handeln als Abends auf dem Rad.

Sozusagen steckt in vielen von uns der "Hulk" oder für die älteren "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" 😁
 
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KarlG

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Mir wär das zu blöd, wenn ich hinter mir beim wegfahren eine Autokolone hätte! Wundern tuts mich nicht, wenn oft schwere Unfalle passieren mit der "Ich bin Ich" Methode!
 
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Boerni556

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Darum geht es hier schon lange nicht mehr !!
Meine Frage wurde beantwortet und dafür möchte ich euch danken.

Und wie ich schon mal sagte:

Habt euch lieb, irgendwann seid auch ihr mal Autofahrer !!
Ok. Ich sehe eh kein wirkliches Problem mit der Ampel und der Haltelinie.
 
Fripon

Fripon

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Hallo miteinander

Also ich stehe gerne ganz vorn, wenn's sein muss auch schon mal vor der Halte Linie.
Bis die Autos in Wallung kommen bin ich schon wieder von der Kreuzung runter, am liebsten sind mir Autos mit Start Stopp Automatik, wenn es hinter mit klack macht kann ich ganz Gemütlich losfahren. ;) 🚲 (y)

Gruß Fripon
 
Wildwolf

Wildwolf

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Also ich stehe gerne ganz vorn, wenn's sein muss auch schon mal vor der Halte Linie.
Mist: Du hast gewonnen.

Steig nun in den nächsten Bus und verlasse deine Stadt!

Wie du siehst, gibt es keine Möglichkeit mehr für Dich, intelligent zu wirken.

Aber sei nicht traurig: Du kannst dich immer noch bei Autofahrern unbeliebter machen.:cool:

StayHealthy&Strong

Nice Day

Wolf
 
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E-St.Goar

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Recht haben oder recht bekommen, ist Jacke wie Hose. Wenn es erst mal zu einem Unfall und einer Fahrt ins Krankenhaus oder einem Unfall und einer Fahrt mit dem Leichenwagen auf den Friedhof gekommen ist hat jeder Teilnehmer, ob Fahrrad oder Autofahrer auf einmal genügend Zeit.
Und weil ich mir bewusst bin wie dünn mein Schutz als Fahrradfahrer ist, vermeide ich wenn irgendwie möglich, zu nahe an ein Fahrzeug zu kommen.
Überigens, in Leipzig habe ich die Erfahrung gemacht das wenn die Ampel für die Radfahrer drei oder mehr Meter nach der Ampel der Autofahrer plaziert ist, das überfahren der Kreuzung erheblich vereinfacht.

MfG kheinz
 
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Üps

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Wenn es erst mal zu einem Unfall und einer Fahrt ins Krankenhaus oder einem Unfall und einer Fahrt mit dem Leichenwagen auf den Friedhof gekommen ist hat jeder Teilnehmer, ob Fahrrad oder Autofahrer auf einmal genügend Zeit.
Ich wundere mich immer wieder über die Hektik auf allen Seiten!
Als ich letzte Woche zurück nach BaWü gefahrn bin, saß da bei ca. 170 plötzlich ein Mini fast in meinem Kofferraum. Vor mir den Sicherheitsabstand ganz normal eingehalten.
Also nicht beirren lassen. Überholt der Idiot dann extrem Riskant im Sicherheitsabstand der Leute auf der mittleren Spur und dann durfte ich das Spiel vor mir weiter betrachten, wie er bei 170 km/h halb nach Links versetzt fast im Gras fahrend mit einem Meter Abstand den anderen im Kofferraum hing und jeden, der sich nicht sofort weg scheuchen ließ, rechts überholt hat. Immer schön im slalom hin und her trotz Geschwindigkeitsdifferenzen auf den Spuren jeden Zentimeter freien Asphalt nutzend. Ist mir bei Minis schon öfter aufgefallen, dass die extrem riskant Slalom um andere Fahrzeuge fahren. Scheint eine ganz besonders risikofreudige Klientel zu sein.

Manchmal wünscht man sich dann eine Dashcam und die Möglichkeit, solche Leute dauerhaft aus dem Verkehr ziehen zu lassen.
 
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schmadde

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Ist mir bei Minis schon öfter aufgefallen, dass die extrem riskant Slalom um andere Fahrzeuge fahren. Scheint eine ganz besonders risikofreudige Klientel zu sein.
Mir fällt sowas ganz besonders häufig bei Fahrern von Autos aus Stuttgarter Produktion auf. Minis sind mit dsbzgl. noch nie aufgefallen, wobei es das ja eigentlich bei allen Autos gibt. Noch kann man sein Gehirn beim Autokauf nicht in Zahlung geben, obwohl es manchmal den Anschein hat.

P.S.: mit 170 Sachen fahren klingt aber jetzt auch nicht danach, dass Du Dir alle Zeit der Welt nimmst.
 
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P.S.: mit 170 Sachen fahren klingt aber jetzt auch nicht danach, dass Du Dir alle Zeit der Welt nimmst.
Ja, ist auch erlaubt, solange man fair fährt, Abstand hält und nicht drängelt. Ich fahre schließlich keinen Smart und habe nie behauptet, heute noch mit 80 hinter den LKW her zu schleichen. Das war früher mal.
Ich muss meinen Partikelfilter nach dem Update ab und zu freibrennen. Mir läuft dauernd der Ölstand über und die Werkstätten behaupten, es liegt daran, dass der nicht genug frei gebrannt würde.
Sparend fahren kann man mit dem Mist somit eh nicht mehr seit dem ganzen Wahnsinn um den Abgasbetrug.
Davon abgesehen: In den Berufsverkehr zu kommen, wäre auch nicht schön und umweltschonender. Der ist zw Karlsruhe und Stuttgart nicht mehr wirklich schön. Dann lieber mal etwas schneller wo es ok ist und links mitschwimmen als zwischen LKW fahren und später 4 Stunden im Stau brauchen und sich gegenseitig mit Abgas voll pusten bei entsprechendem Mehrverbrauch.

Und auch mit dem Pedelec fahre ich nicht 10-15 wie der unmotorisierte Sonntagsradler, sondern meist 23 (Abregelung 25,x laut Tacho in der höchsten Stufe), oft auch 25. Aber nicht auf dem Gehweg (Radfahrer frei) oder Radweg, wenn da Fußgänger, Gegenverkehr usw. sind. Und wenn mich ein Bioradler überholen will, oder ein Bosch oder BionX an der Steigung mehr Watt hat, bricht mir kein Zacken aus der Krone! Wenn es exrem steil ist, sind es 6 km/h. So what? Ich komme da wieder hoch und das freut mich!
Und trotzdem drängle ich mich nicht an der Ampel nach ganz vorne trotz kaum Platz vor. Das nervt die Autofahrer, zwingt sie zum Überholen und hilft letztlich keinem.
Schnell (25 gerade, 50 bergab) fahren: Ja, solange fair, keinen gefährdet und der Akku reicht.
 
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komamati-san

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Ich wundere mich immer wieder über die Hektik auf allen Seiten!
Als ich letzte Woche zurück nach BaWü gefahrn bin, saß da bei ca. 170 plötzlich ein Mini fast in meinem Kofferraum. Vor mir den Sicherheitsabstand ganz normal eingehalten.
Also nicht beirren lassen. Überholt der Idiot dann extrem Riskant im Sicherheitsabstand der Leute auf der mittleren Spur und dann durfte ich das Spiel vor mir weiter betrachten, wie er bei 170 km/h halb nach Links versetzt fast im Gras fahrend mit einem Meter Abstand den anderen im Kofferraum hing und jeden, der sich nicht sofort weg scheuchen ließ, rechts überholt hat. Immer schön im slalom hin und her trotz Geschwindigkeitsdifferenzen auf den Spuren jeden Zentimeter freien Asphalt nutzend. Ist mir bei Minis schon öfter aufgefallen, dass die extrem riskant Slalom um andere Fahrzeuge fahren. Scheint eine ganz besonders risikofreudige Klientel zu sein.

Manchmal wünscht man sich dann eine Dashcam und die Möglichkeit, solche Leute dauerhaft aus dem Verkehr ziehen zu lassen.
Wird der Mini nicht mit einem Go-Kart Feeling beworben? Manche Fahrer auf der Autobahn spielen auf jeden Fall zu viel Mario-Kart, man kommt sich vor wie beim Autoscooter...
Da ist die Challenge um die Pole Position an der roten Ampel geradezu harmlos dagegen. In Berlin mit seinem breiten Straßen ist die Haltelinie für Radfahrer ca 1,5m vor der Haltelinie für Kfz.
 
kyu

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Ich wundere mich immer wieder über die Hektik auf allen Seiten!
Als ich letzte Woche zurück nach BaWü gefahrn bin, saß da bei ca. 170 plötzlich ein Mini fast in meinem Kofferraum. Vor mir den Sicherheitsabstand ganz normal eingehalten.
Also nicht beirren lassen. Überholt der Idiot dann extrem Riskant im Sicherheitsabstand der Leute auf der mittleren Spur und dann durfte ich das Spiel vor mir weiter betrachten, wie er bei 170 km/h halb nach Links versetzt fast im Gras fahrend mit einem Meter Abstand den anderen im Kofferraum hing und jeden, der sich nicht sofort weg scheuchen ließ, rechts überholt hat. Immer schön im slalom hin und her trotz Geschwindigkeitsdifferenzen auf den Spuren jeden Zentimeter freien Asphalt nutzend. Ist mir bei Minis schon öfter aufgefallen, dass die extrem riskant Slalom um andere Fahrzeuge fahren. Scheint eine ganz besonders risikofreudige Klientel zu sein.
Oh ja, das kenne ich nur zu gut - allerdings beschränkt es sich nach meiner Erfahrung nicht auf eine bestimmte Automarke. Ich bin aber auch selten mit 170 unterwegs, sondern habe mir als Pendler (fürs Rad sind - zumindest mir - die ca. 60 km einfach leider zu weit) angewöhnt, möglichst energie- und nervensparend im Verkehr mitzuschwimmen. Aber gerade da kann man diese Tiefflieger gut beobachten, die meinen, im dichten Berufsverkehr schneller sein zu müssen, als alle anderen. Und oft sehe ich die dann 40 km weiter, kurz vor meinem Ziel, an der Ampel wieder, gerade mal ein paar Meter weiter vorne. Und schüttele den Kopf und frage mich, wozu die ganze irre Privatrallye gut gewesen sein soll, die sie vorher auf der Autobahn abgezogen haben.
Leider sieht man dieses und ähnlich irrwitziges Verhalten viel zu oft.

Allerdings fand ich die Radler, die ich auf meinem früheren Arbeitsweg bei Dunkelheit auf einer durch den (auch dunklen) Wald führenden Landstraße mindestens ein bis zwei Mal im Monat jeweils im letzten Moment mehr geahnt als gesehen habe, weil sie es nicht sinnvoll fanden, unter solchen Bedingungen mit Beleuchtung und/oder gar auf dem wirklich gut (ich benutze ihn selbst öfters) ausgebauten, breiten Rad-/Fußweg zu fahren, nicht minder irrwitzig.
Den Vogel schießt aber der Kamerad ab, den ich vor 3 oder 4 Wochen an einer Kreuzung in der Stadt miterleben durfte. Ich war gerade dabei, mein Rad an einer Ecke dort an den Bügel anzuschließen und hatte dadurch aus der diagonalen Perspektive sozusagen den Logenplatz.
Aus Sicht der Beteiligten gibt es dort eine Linksabbieger- und eine kombinierte Rechtsabbieger-/Geradeaus-Spur. Vorne steht ein Linksabbieger (Lieferwagen) und lässt gerade den Gegenverkehr passieren, dahinter ein Motorradfahrer. Auf der rechten Spur nähert sich ein Opa auf einem Omarad, der mit sicher gut unter 10 km/h gegen das Umkippen kämpft, dahinter hängt ein Kleinlaster und hinter dem ein Pkw.
Nun erscheint unser Held auf der Bildfläche, ein sichtlich eiliger Radfahrer auf einem Sportrad, der ein Stückchen weiter hinten auf der selben Seite äußerst zügig aus einer Hofeinfahrt in die Straße einbiegt (da hätte es schon krachen können, denn nach links geschaut hat der nicht - zum Glück kam da gerade nichts) und rasch zu der Gruppe an der Kreuzung aufschließt, wo er scheinbar links abbiegen will. Aber eben nur scheinbar, denn nun kommt‘s: ohne irgendwie seine Geschwindigkeit zu verringern fährt der links an den zwei stehenden Fahrzeugen vorbei, zwischen denen und dem Gegenverkehr durch, und zieht dann nach rechts rüber, um geradeaus weiter zu fahren. Dabei hätte er beinahe noch den Opa vom Rad geholt, den er vorher ja gar nicht sehen konnte.

Langer Rede kurzer Sinn: Leider gibt es in allen Gruppen von Verkehrsteilnehmern immer wieder Einzelne, die sich absolut irrwitzig verhalten. Das sind relativ gesehen bestimmt gar nicht viele - aber sie fallen natürlich besonders auf. Von Hunderten von Radfahrern, denen ich im Monat begegne, merke ich mir die zwei, die ich mangels Beleuchtung fast nicht gesehen hätte, und von den Tausenden von Autos, denen ich im selben Monat begegne, die zwanzig die gedrängelt, geschnitten oder mich ausgebremst haben.

Daran werden wir im Wesentlichen nichts ändern können, und es bringt nichts, wenn sich hier die Angehörigen der oben erwähnten Gruppen oder der einen oder anderen Schnittmenge daraus gegenseitig angiften.
Ich persönlich würde mir vielmehr wünschen, dass alle einfach öfter ihren gesundem Menschenverstand einschalten - und das durchaus nicht nur im Straßenverkehr.
 
Thema:

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