Fahrradakkus aus Standardzellen + Standardladegerät bauen

Diskutiere Fahrradakkus aus Standardzellen + Standardladegerät bauen im Akkus, Batteriemanagement (BMS), Ladegeräte Forum im Bereich Diskussionen; Da hier immer mal wieder die Frage auftaucht, wie man mit einfachen Mitteln einen Fahrrad-Akku baut (oder bauen könnte), habe ich hier mal...
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Da hier immer mal wieder die Frage auftaucht, wie man mit einfachen Mitteln einen Fahrrad-Akku baut (oder bauen könnte), habe ich hier mal ausgehend von meinen eigenen Fahrradakkus eine Art kleine Anleitung für Leute geschrieben, die nicht gleich 300 oder mehr EUR allein für den Akku ausgeben wollen.

Als Zellen kann man für Fahrradakkus im Prinzip so ziemlich alle Zellen verwenden, die mind. ca. 2 Ampere Entladestrom verkraften und das sagen wir mal mind. 200 mal mitmachen.

Empfehlenswert sind Zellen von A123systems, die inzwischen auch nicht mehr die Welt kosten (ca. 4 - 6 EUR / St. bei ebay), mit mind. 30A belastbar sind und mind. 500 Zyklen halten sollten.

Auch sog. Konion Zellen von Sony, die recht hohe Ströme verkraften und nicht balanciert werden müssen, sind für den Bau von Fahrradakkus gut geeignet.

Unter Umständen können aber auch normale Laptopzellen o.dgl. genommen werden. Ich bin selber mal an eine Kiste mit alten Laptopakkus gekommen, woraus das unten zu sehende 5p12s Pack gebaut wurde.

Als Ladegerät völlig ausreichend sind z.B. das Imax B6 oder das Mystery B6 Ladegerät, die den Balancer bereits eingebaut haben und die es ebenfalls günstig bei ebay gibt. Ggf. kann man auch zur B8 Version greifen; ist aber eigentlich nicht notwendig. Ich habe hier beide und die B8 Version ist nicht besser.

Außerdem braucht man zum Bau des Akkupacks noch ein 20 poliges ATX Mainboard Verlängerungskabel (das in der Mitte durchgeschnitten wird und so Stecker und Buchse für den Balanceranschluss liefert), ein spezielles Balanceranschlusskabel für das Ladegerät, ein mind. 16A EIN/AUS-Schalter, eine 20A KFZ Sicherung sowie das übliche Elektro- und Bastelmaterial.

Die Akkus können ganz nach Wunsch konfiguriert werden. Selber habe ich mir einen 5p12S Akku gebaut, also jeweils 5 Zellen parallel und das dann 12 mal in Serie geschaltet [Bilder].

Mit einem Standardladegerät wie dem B6 charger kann ich - wie der Name bereits sagt - normalerweise nur Packs mit bis zu 6 Akkus in Serie laden.

Will ich größere Packs laden, muss ich deswegen einen kleinen Umweg gehen und das Pack durch einen Schalter sozusagen in mehrere Unterpacks teilen. Bei 12s in zwei Unterpacks à 6s. Die Unterpacks werden durch den Schalter dann entweder miteinander verbunden (Fahren) bzw. getrennt (Laden).

Gleichzeitig kann dieser Schalter auch als eine Art Hauptstromschalter dienen, der die Entladung des Akkus über den Controller verhindert. (Wenn das Fahrrrad nicht benutzt wird, der Controller aber fest mit dem Akku verbunden bleiben soll.)

Die Akkus dieser beiden Unterpacks verknüfpe ich jetzt so mit dem ATX-Kabel, das oben eine Reihe mit Anschlüssen zum ersten Unterpack und unten eine Reihe mit Anschlüssen zum zweiten Unterpack zustande kommt. Also z.B. oben am 1. Pol = 0V´, unten am 1. Pol = 0V´´, oben am 2. Pol = 4V´, unten an 2. Pol = 4V´´, oben am 3. Pol = 8V´, unten am 3. Pol = 8V´´, usw. Bei 12s = zwei mal 6s braucht man also zwei mal 7 Kabel.

Das Gegenstück des ATX-Kabels stellt über die Balanceranschlüsse und die Hauptkabel die Verbindung zum Ladegerät her. Dabei werden jeweils die übereinander stehenden oberen und unteren Kabel sozusagen "kurz geschlossen" und diese jeweils mit den offenen Enden des eigentlichen Balancerkabel (was ins Ladegerät kommt) verbunden. Kabel oben 1 und unten 1 kommt als an das erste freie Ende eines Balancerkabels, Kabel oben 2 und unten 2 and das zweite, usw. [Bilder] Das erste und letzte Kabel kommt außerdem noch an das die Hauptlast tragende Kabel, die weiter zur + und - Buchse des Ladegeräts gehen.

Durch Verbinden der ATX Kabel werden also die Unterpacks jeweils Zelle für Zelle parallel geschaltet (kurz geschlossen). Dazu muss der Hauptschalter natürlich auf Aus sein, sonst gibt es einen Kurzschluss bzw. löst die Sicherung aus. (Die man zweckmäßigerweise direkt in Serie mit dem Schalter einbaut.)

Die ATX Kabel können beim Zusammenstecken praktischerweise nicht verpolt werden.

Möglich sind bei parallel Schalten von 2 Unterpacks Packs von 2s, 4s, 6s, 8s,10s und 12s; mit einem B8 charger auch von 14s und 16s. Reicht also für unsere Zwecke völlig aus.

Verwendet man einen 2poligen Schalter, kann man auch jeweils 3 Unterpacks parallel schalten, also 3s, 6s, 9s, 12s, 15s, 18s und 21s (24s). [Bei 18s und 21s braucht man ein 24poliges ATX und bei 21s den B8 Lader.) Die Topographie der Kabelbelegung ist dann natürlich etwas anders.

[Der auf dem Bild zu erkennende Schalter direkt am Balancerkabel dient zur Umschaltung zwischen 5s und 6s Packs, ist hier aber ohne Belang. (In dem Ladegerät sind die Balanceranschlusse elektrisch kurz geschlossen, so das man über den 6s Anschluss alle Größen laden kann.)]

Wer ein NiMH- oder eine Pack mit nicht zu balancierenden Li Ionen Akkus (Konion) bauen will, kann auf die Balanceranchlüsse auch verzichten. Bei NiMH Akkus hat sich bei mir das Laden mit einem Temperatursensor + Kapazitätslimit als das beste Verfahren erwiesen, was beides durch den B6 Lader unterstützt wird. Temperatursensoren gibt es ebenfalls bei ebay.

Auf den letzten Bildern ist ein 3p39s Pack mit 2100er AA Zellen zu sehen. Beim Laden werden immer drei 13s Unterpacks parallel geladen. Der Schalter ist demnach ein 2poliger Ein-/Aus-Schalter, der beim Laden zwischen Unterpack 1 und 2 und Unterpack 2 und 3 trennt.

Zur Stromversorgung des Ladegeräts dient bei mir ein ausrangiertes 16V Laptopnetzteil. Ggf. oder fürs erste kann aber z.B. auch mit dem 12V Strom des PCs geladen werden. (Oder vielleicht auch mit einem 19V Laptoptnetzteil mit z.B. "3p2s" Dioden zur Spannungsreduktion.)

Das eigentliche Laden ist denkbar einfach, Schalter an dem Pack aus, ATX Kabel anstecken und den Ladevorgang an dem Gerät starten.

Ein mittleres Akkupack mit 48 Volt und 6Ah lässt sich mit dem B6 Lader (50 Watt) in ca. 6 Stunden laden, mit dem B8 Lader (150 Watt) in ca. 2 Stunden.

Die vorgestellten Akkupacks sind natürlich echte Bastellösungen, aber vielleicht mag ja die Beschreibung (oder der ein oder andere Aspekt davon) für den ein oder anderen nützlich sein. (Das Ganze hat trotz der einfachen Bauweise einen vergleichsweise hohen Gebrauchswert und funktioniert bislang sehr zuverlässig.)
 

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AW: Fahrradakkus aus Standardzellen + Standardladegerät bauen

Die vorgestellten Akkupacks sind natürlich echte Bastellösungen, aber vielleicht mag ja die Beschreibung (oder der ein oder andere Aspekt davon) für den ein oder anderen nützlich sein.

Bastellösungen? Im Vergleich zu meinem Akku schon fast professionell:D

Naja, 4 - 6 Euro für eine A123-Zelle, das dünkt mich etwas gar optimistisch..
 
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Die Akkus können ganz nach Wunsch konfiguriert werden. Selber habe ich mir einen 5p12S Akku gebaut, also jeweils 5 Zellen parallel und das dann 12 mal in Serie geschaltet [Bilder].

Mit einem Standardladegerät wie dem B6 charger kann ich - wie der Name bereits sagt - normalerweise nur Packs mit bis zu 6 Akkus in Serie laden.

Will ich größere Packs laden, muss ich deswegen einen kleinen Umweg gehen und das Pack durch einen Schalter sozusagen in mehrere Unterpacks teilen. Bei 12s in zwei Unterpacks à 6s. Die Unterpacks werden durch den Schalter dann entweder miteinander verbunden (Fahren) bzw. getrennt (Laden).

Habe ich richtig verstanden? Also du hast 2 mal 5p6s Blöcke die mit einem Schalter in Serie geschaltet werden (Fahren), also 5p12s und die ATX-Kabeln haben dann keine Funktion.
Beim Laden ist der Schalter offen und mit den ATX-Kabeln verbindest du die zwei 5p6s Blöcke zu einem 10p6s Block. Balancerkabel ist an einem ATX-Kabel verbunden?
Schaltplan wäre gut zu haben....
 
crumly

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Hallo ebike, alles absolut richtig verstanden. Und so wie Du kann man es natürlich auch beschreiben.

Das andere Teil des ATX-Kabels (Buchse), wo das eigentliche Balancerkabel + die anderen Stromkabel zum Ladegerät dran sind, bleibt auch sonst immer fest im Ladegerät eingesteckt.

Wie man auf den Bildern sieht, lassen sich die ATX - Kabel auch ganz gut "zuschneiden", also in meinem Falle von 20polig auf 14polig bzw. 6polig. [Die Buchse ist für 14s (16polig) vorbereitet.]

Schaltplan? Also, das ergibt sich doch quasi fast von selber?
 
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Schaltplan? Also, das ergibt sich doch quasi fast von selber?

Ja , danke für die interessante Beschreibung. Mir ist nun die Ausführung klar,
hoffe den anderen Lesern auch.
 
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AW: Fahrradakkus aus Standardzellen + Standardladegerät bauen

Also für den Fall, das das jetzt jemand wirklich nicht verstanden haben sollte, habe ich noch zwei Skizzen gemacht, wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob die noch wesentlich zur Erhellung beitragen:D.

Auf der ersten Skizze ist quasi das Akkupack (12s = 2 x 6s) mit dem ATX Anschluss (Stecker) zum Laden, auf der zweiten Skizze das ATX Kabel (Buchse), was über das Balancerkabel und die Hauptkabel die Verbindung zum Ladegerät herstellt.

[Anm.: Wo die Kabel sich überkreuzen (Sizze 1), keine Verknüpfung; wo die Kabel so aneinanderlaufen (Sizze 2), Verknüpfung der Kabel miteinander.]
 

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So, in der Winterzeit habe ich meine Akkusammlung um 2 Stück erweitert, die sich beide nach dem im ersten post beschriebenen Verfahren laden lassen.

Der erste ist Dank Günther aus A123 Zellen entstanden und hat den Aufbau 2p15s, ca. 46 Volt, ca. 4 AH, ca. 2,5 Kg, 2L. Beim Laden wird durch einen 2 poligen Zwischenschalter per Adapterstecker mit dem imax B6 charger 6p5s geladen.

Der zweite ist aus Laptopzellen entstanden und hat den Aufbau 3p12s, ca. 43 Volt, ca. 6 AH, ca 1,9 kG, 1L. Geladen wird per Adapterstecker 6p6s (einpoliger Zwischenschalter) ebenfalls mit dem B6 Lader und gleichem Adapterstecker.

Funktioniert bislang alles sehr gut. [Controller ist auf 8A programmiert.]

Da ich die Akkus immer "lose" im Rucksack mitnehme, ist allerdings der A123 Akku mehr Reserveakku geworden, da ich natürlich möglichst wenig Balast mitnehmen will.
 

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AW: Fahrradakkus aus Standardzellen + Standardladegerät bauen

Die vorgestellten Akkupacks sind natürlich echte Bastellösungen, aber vielleicht mag ja die Beschreibung (oder der ein oder andere Aspekt davon) für den ein oder anderen nützlich sein.

Hallo crumly,

ja, die Beschreibung hat mir wirklich für meinen Problem-China-Lifepo geholfen, bei dem eine Zelle faul ist und darüber hinaus das BMS defekt war.

Ich hab die Balancer-Anschlüsse an das ATX-Kabel, beginnend mit (-), geführt und den Akku in der Mitte geteilt und über die Sicherung wieder verbunden. Den Schalter hab ich mir gespart - ich werde die Sicherung beim Laden rausnehmen. BMS ist jetzt raus.

Wofür sind die Anschlusskabel:

rot/schwarz: Fahrstrom und Laden
grün/schwarz: Direktanschluss an die schwache Gruppe: hier wird eine Ersatzzelle angeschlossen.
grün/schwarz Nr.2: hier kann ein Lipo-Blitzer angeschlossen werden, der die schwache Gruppe überwacht.

Ein IMAX B8 ist bestellt und dann hoffe ich mal, dass ich den Akku wieder halbwegs vernünftig einsetzen kann.

Vielen Dank für die Anleitung und ich denke, dass ich damit noch weitere Experimente wagen werde.
 

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Hi Peter,

sehr schön, wahrscheinlich hast Du 16s, den Du so mit 2x 8s laden kannst.

Da mir der B6 Charger besser erschien, habe ich meine Packs kompatibel zu diesem gebaut, geht dann halt nur 10s, 12s (1x geteilt), oder 12s, 15s, 18s (2x geteilt), aber wenn man mehr als 1s lädt, funktioniert der B8 Lader wohl auch hinreichend sicher.

Es lassen sich übrigens alle Packs mit dem gleichen Adapaterstecker laden; 1 = 12s 18650, 2 = 15s A123.

Die ATX Stecker haben sich bei mir auch zur Übertragung des Motorstroms als erstaunlich stabil erwiesen.
 

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sehr schön, wahrscheinlich hast Du 16s, den Du so mit 2x 8s laden kannst.

... aber wenn man mehr als 1s lädt, funktioniert der B8 Lader wohl auch hinreichend sicher...

Ich hab den B8 genommen, weil der mit 150 Watt laden kann. Bei 50 Watt und 9Ah dauert es zu lange, bis der Akku wieder voll ist.

Äh...was meinst du, mit "hinreichend sicher"?

Übrigens nehme ich den Leistungsstrom nicht über den ATX-Stecker, sondern über die PowerPoles ab.
 
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Günther

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Ich hab den B8 genommen, weil der mit 150 Watt laden kann. Bei 50 Watt und 9Ah dauert es zu lange, bis der Akku wieder voll ist.

Äh...was meinst du, mit "hinreichend sicher"?
...

Die Imax B8 Lader habe Probleme mit der Genauigkeit. Insbesondere laden sie Akkus mit wenig Zellen in Serie häufig mit zu hoher Spannung. Ich habe einen, der läd 2s LiIo statt mit 4,1V mit 4,18V pro Zelle. Entsprechendes passiert bei Lipos. Dies kann die Lebensdauer des Akkus stark verkürzen. Auch der Balancer ist relativ ungenau. Desweiteren wird die eingeladene Kapazität sehr ungenau angezeigt (bei mir ca. 5%).

Ein B8 Clone, der zumindest von der Spannung her exakt arbeitet ist der Turningy Accucell 8150, Er macht auch sonst einen etwas besseren Eindruck. Die eingeladene Kapazität zeigt er aber auch falsch an.

Gruß
 
crumly

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Äh...was meinst du, mit "hinreichend sicher"?

Übrigens nehme ich den Leistungsstrom nicht über den ATX-Stecker, sondern über die PowerPoles ab.

https://www.pedelecforum.de/forum/showthread.php?t=2412

Mit den Steckern habe ich gesehen, die Powerpoles werden sicher länger halten; aber selbst wenn man für den Hauptstrom die die ATX verwendet (wie ich), geht diese besser als vielleicht zu erwarten ist.

Die Imax B8 Lader habe Probleme mit der Genauigkeit. Insbesondere laden sie Akkus mit wenig Zellen in Serie häufig mit zu hoher Spannung. Ich habe einen, der läd 2s LiIo statt mit 4,1V mit 4,18V pro Zelle.

Genau das ist das Problem, läd man eine einzelne Zelle, geht die Spannung statt bis 4,1 Volt bis ca. 4,3 Volt, bei größeren Packs scheinen sich die 0,2 Volt zuviel aber auf alle Zellen zu verteilen und ist daher unkritisch, aber zur Sicherheit mal nachmessen.
 
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Ein B8 Clone, der zumindest von der Spannung her exakt arbeitet ist der Turningy Accucell 8150, Er macht auch sonst einen etwas besseren Eindruck.

Oh - man kommt mit dem Lehrgeldzahlen einfach nicht nach...:confused:

Ich könnte den B8 ja auch wieder über Ebay verkaufen....
 
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Imax B8 ATX auf Balancer-Anschluss und Powerpoles - Übeladung?

Heute Morgen ist er angekommen, der Imax B8.

Gleich mal angeschlossen und die Verkabelung habe ich richtig hinbekommen. Dafür klopfe ich mir jetzt mal auf die Schulter, denn das war für mich das erste Mal und ich hab mir alles nur angelesen.

Die Reihe mit den Powerpoles ist super, weil da kann ich jetzt, wie man auf dem Bild sieht, ganz einfach eine der sechs Zellgruppen nachladen. (6 Zellgruppen, weil der Akku ja in zwei * sechs aufgesplittet ist)

2531.png


Aber was ist das: Imax B8 angeschlossen LiFe Balance 6S gestartet, Ladegang läuft, die Spannungen der Gruppen lassen sich im Display anzeigen und Gruppe 6 geht auf über 3,9 Volt!!! Und das verdammte Ding schaltet nicht ab. :mad:

Kann das sein? Ist das ein Fehler im Gerät?
 

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AW: Imax B8 ATX auf Balancer-Anschluss und Powerpoles - Übeladung?

Und das verdammte Ding schaltet nicht ab. :mad:
Kann das sein? Ist das ein Fehler im Gerät?

War wahrscheinlich mein Fehler. Stand wohl nicht auf Balance-Laden.
 
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6s-Lader für 12s-Akku dank Parallelschaltung

Hi Crumly,
DANKE:), ich kannte den Artikel vom nächtelangen (ehrlich !!) Stöbern im Forum, hab aber erst jetzt seinen Wert realisiert, d.h. mit einem 6s-Lader wird durch Akku-Parallelschaltung ein 12s-Akku geladen, im Betrieb durch Seriellschaltung der 12s-Akku realisiert - und das mit günstigen PC-Teilen -- Chapeau:) !!

Stromlaufplan malen ist nicht Dein Ding;), das war für mich der Grund das Thema nicht bis zum Ende durch zu denken, aber Dein Beitrag ist ehrlich ein Juwel;

wer die PC-Kabel nicht mag, kann den Akku ja beliebig "tunen" - ich werde auch auf bewährte ATX-Technik setzen, mit zusätzlichen Silikonkabeln zum Controller

das Einzige was mich etwas erstaunt ist die "48V"-Angabe an Deinem ersten Stromlaufplan an einem 12S-Akku - sind das nicht nominal 36V, Ladeschlußspannung 43.8V :confused:?? Egal - ich hab den Trick jetzt verstanden !!

und ich suchte schon länger einen bezahlbaren A123-Lader mit Balancer, weil ich den Akku nicht auf zweimal laden wollte....unnötig !!
(mir ist klar, ein 12s-Lader kann mit der doppelten Wahrscheinlichkeit eine defekte Zelle innerhalb einer der sechs Stück 1s-Parallelschaltungen "heilen", aber das Risiko gehe ich gerne ein)

Welches Ladegerät würdest Du empfehlen ? Imax B6 oder das Mystery B6 Ladegerät :confused:??

Nochmals DANKE
Martin
 
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AW: 6s-Lader für 12s-Akku dank Parallelschaltung

das Einzige was mich etwas erstaunt ist die "48V"-Angabe an Deinem ersten Stromlaufplan an einem 12S-Akku - sind das nicht nominal 36V, Ladeschlußspannung 43.8V :confused:?? Egal - ich hab den Trick jetzt verstanden !!

und ich suchte schon länger einen bezahlbaren A123-Lader mit Balancer, weil ich den Akku nicht auf zweimal laden wollte....unnötig !!
(mir ist klar, ein 12s-Lader kann mit der doppelten Wahrscheinlichkeit eine defekte Zelle innerhalb einer der sechs Stück 1s-Parallelschaltungen "heilen", aber das Risiko gehe ich gerne ein)

Welches Ladegerät würdest Du empfehlen ? Imax B6 oder das Mystery B6 Ladegerät :confused:??

Nochmals DANKE
Martin

Bei der 12S Konfiguration habe ich 18650er LiPoly Laptop Zellen, die werden bei mir immer bis jeweils 4,1V geladen, daher die Ladeschlussspannung von 48 bzw. genau genommen 49,2V.

Wenn Du LiFe Zellen nimmst, kommst Du auf 12x 3,6V = 43,2Volt.

Der China Imax B6 ist völlig o.k., bei den ATX Kabeln auf 18AWG achten.

Das Ganze funktioniert bei mehreren Akkus und Fahrrädern bei mir bislang ohne Komplikationen und ist von der Bedienung auch absolut einfach, beim Fahren den Schalter am Pack auf 1, beim Laden auf 0 und das Pack mit dem ATX Adapter mit dem Ladegerät verbinden (nur 1 Steckvorgang).

Wenn Du noch schneller als in ca. 3 - 4 Stunden laden willst und eventuell auch später eine 14s oder 16S Konfiguration bauen willst, könntest Du auch den B8 Lader in Betracht ziehen. (Der allerdings zum Laden von Einzelzellen ungeeignet ist.)

Im Anhang nochmal zwei Bilder, am mal hochkannt gestelltem Pack sieht man rechts unten den Trennschalter sowie darüber die nach außen geführte Sicherung. An der Anzeige erkennt man auch, wie genau das System arbeitet. Die Zellen haben nach ca. 2-4 Stunden tatsächlich alle genau 4,10 Volt + ca. 20 mV, auch mit dem Multimeter nachgemessen.
 

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warum Kabelquerschnitt AWG 18 wählen ?

... bei den ATX Kabeln auf 18AWG achten....

Guten Abend Crumly,
DANKE noch einmal für Deine Hilfe !!

der Sinn von Kabelquerschnitten ist mir grundsätzlich klar, auch weiß ich daß ein großer AWG-Querschnitt = ein kleiner mm²-Querschnitt ist, aber warum AWG 18 (=ca. 0.82mm²) ??

Die Händler in der Bucht geben m.E. die AWG-Werte Ihrer ATX-Verlängerungskabel in der Regel eh nicht an, die Akku-Stromentnahme an den Controller will ich nicht über ATX machen, und zum Laden/Umladen sind die Ströme ja durch das Ladegerät begrenzt & damit endlich - oder, was hab ich übersehen ?

PS: ich seh eher einen Vorteil in kleinen Querschnitten im Falle eines Kurzschlusses u.ä. als Sollbruchstelle

lG. Martin
 
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AW: warum Kabelquerschnitt AWG 18 wählen ?

Über diesen 1 ATX Anschluss mitsamt den Kabeln fließt sowohl der Balancerstrom als auch der richtige Ladestrom von bis zu 3 oder mehr Ampere (beim B8 Lader, den ich hier auch noch hab), deswegen der nicht zu kleine Kabelquerschnitt. Dickere als AWG18 gibt es bei ATX Kabeln glaub ich nicht, wohl aber dünnere (ungeeignete) Kabel.

Für den Kurzschlussfall ist die Sicherung.

Die ATX Technik hat sich bei mir sogar für den Stromstecker vom Akku zum Controller bewährt (waren halt noch so übrig), da muss man allerdings ein paar Pins/Adern parallel schalten, max. ca. 4 Ampere pro Kontakt.
 
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m.E. egal - Kabelquerschnitt am ATX Stecker

ok, dann ist es so wie ich vermutet habe, aber schau mal die Ströme an die im PC über ATX gejagt werden (PC-Netzteile haben ja mehrere 100W) - wir sind klar im grünen Bereich:D

und bei Ladeende sinkt der Strom ja, der Spannungsabfall am Kabel nimmt ab & damit auch der Unterschied zwischen Zellen- & Laderspannung

also ich bleib dabei, solange ein <100W UND (!!) <5A (d.h. auch <5A bei Einzelzellenladung)-Lader verwendet wird, sehe ich kleinere Querschnitte eher als Segen durch die Sollbruchstelle denn als Brandrisiko durch Erwärmung
 
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