Fahren ohne Unterstützung

Diskutiere Fahren ohne Unterstützung im Green Mover Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Hallo Zusammen, ich fahre das E45 nun etwas mehr als 600km und ich bin sehr zufrieden mit dem EBike (bei KM200 hatte ich eine neue Batterie...
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solprof

Hallo Zusammen,

ich fahre das E45 nun etwas mehr als 600km und ich bin sehr zufrieden mit dem EBike (bei KM200 hatte ich eine neue Batterie erhalten). Toller Antrieb, Fahrverhalten sehr gut, Unterstützung vollkommen ausreichend - schon ab Stufe 3. Reichweite nach dem Akkutausch hervorragend; bis 100KM lt. Displayanzeige. Gefahren bin ich tatsächlich 60 km in Stufe 3, allerdings ist es nicht so hügelig bei uns. Alpenvorland.

Also empfehlen kann ich das Bike - mir macht es riesig Spaß. Und für alle Bewegungsmuffel - so einer war ich auch mal! Ich hatte mir das Bike gekauft, bin 40 km nach Hause gefahren und war echt beeindruckt. Nach ca. 300km bin ich dann auf mein "altes Fahrrad" drauf, ohne e-Antrieb und habe zwar geschwitzt aber das E hat mich echt motiviert. War gar nicht so schlimm. Inzwischen wechsel ich ab und Beides macht Spaß.

Nun meine Frage:
Habt Ihr das E45 Green Mover mal gefahren ohne es Einzuschalten - also nur mit Muskelkraft? Kann das E so gefahren werden?
Bei mir fühlt sich das Fahren im ausgeschaltetem Zustand an, also ob ich gegen deutlichen Widerstand (gegen den Motor) fahre. Was habt Ihr für Erfahrungen?

Oder ist es einfach so, daß ein E nur richtig fährt, wenn min Stufe "1" (in Stufe "0" passiert das gleiche wie im ausgeschaltenem Zustand) eingestellt ist.

Vielen Dank für alle Antworten und möge uns immer der Wind um die Ohren sausen.

Christian
 
O

Oldian

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AW: Fahren ohne Unterstützung

Ein stromloser gefahrener E-Motor hat zweifellos gegenüber "keinem Motor" einen etwas höheren Fahrwiderstand durch das zu überwindende Massen-Trägheitsmoment. Aber das hält sich in Grenzen, daher denke, es ist eher das subjektive Empfinden, wenn man die Unterstützung abschaltet und man den Eindruck hat es wird gebremst. Ich fahre meinen Flyer X auf der ebenen Strecke meistens mit "No assist" und schalte den Antrieb nur bei Steigungen zu. Mein Eindruck ist: kein Unterschied zu meinem Normalo-Bike ohne E-Antrieb. Wenn man allerdings den Antrieb nach der Steigung abschaltet hat man eine Zeitlang den subjektiven Eindruck als würde das Bike mit gezogener Bremse laufen.

Oldian
 
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Greywolf

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AW: Fahren ohne Unterstützung

ich hatte anfangs auch das gefühl als hätte ich nen gummiband wo ich gegentrette aber es war der drehmomentsensor, halt nur ein ungewohntes gefühl.mittlerweile geht es ganz gut ohne unterstützung aber es bleibt halt das hohe eigentgewicht des rades (ca.30kg mit akku) + packtaschen wenn ich unterwegs bin + ich, also eine ganze menge masse und gut 15kg mehr als auf nem normalen drahtesel (mal ein älteres moddel geschätzt, die neuen haben ja auch nur so 12kg-13kg)
das merkt man dann anfangs auch noch ganz gut im vergleich aber wie erwähnt, man gewöhnt sich drann.
 
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Michael.HH

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AW: Fahren ohne Unterstützung

Ein 30 kg-Pedelec stromlos zu fahren halte ich für sinnfrei. Die kleinste Fahrstufe macht daraus schon ein "gefühltes" 13 kg-Rad, jedenfalls in der Ebene. Den Strom muss man natürlich nicht einschalten, das sei jedem selbst überlassen, aber ICH kaufe mir KEINEN Schlittenhund und setze den dann auf ein bequemes Kissen und ziehe den durch die Gegend. Samt Schlitten.
 
tib02

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AW: Fahren ohne Unterstützung

Ein 30 kg-Pedelec stromlos zu fahren halte ich für sinnfrei. Die kleinste Fahrstufe macht daraus schon ein "gefühltes" 13 kg-Rad, jedenfalls in der Ebene. Den Strom muss man natürlich nicht einschalten, das sei jedem selbst überlassen, aber ICH kaufe mir KEINEN Schlittenhund und setze den dann auf ein bequemes Kissen und ziehe den durch die Gegend. Samt Schlitten.
Das ist eben das Problemchen am Bulls, auf Stufe 1 fährt es sich schon zu leicht, es fehlt die Stufe wie ein "gefühltes" 13 kg-Rad ... daher fahre ich oft auf Stufe 0, sonst kann ich mir gleich ein Mofa kaufen.
 
Tom11

Tom11

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AW: Fahren ohne Unterstützung

Ein 30 kg-Pedelec stromlos zu fahren halte ich für sinnfrei...
Für mich ist es keineswegs sinnfrei. Kommt aber auch ein bisschen auf meine Verfassung, Lust und Laune an. Aber in der Ebene schalte ich häufig den Antrieb auf 0 , um nicht dieses immer wieder kleine "missmutig-eingreifende" Jaulen des Boschmotors hören zu müssen. Er greift ja wirklich sehr dezent in die Unterstützung ein, aber das führt dann zu "Fahrszenerien" , wo man sich (so am Flussufer langsam dahingleitend) einfach mal Ruhe wünscht. :rolleyes:
P.S.: Nur um kritischen Stimmen vorzubeugen ... - so empfinde ich's... :D
 
Tom11

Tom11

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AW: Fahren ohne Unterstützung

...achja, noch ein Punkt: Wenn ich längere Strecken zurücklege und ich nicht genau weiss, wie lange noch der Akku hält, fahre ich dort - wo's geht - ohne Unterstützung. Damit bin ich zwar nicht der Schnellste (mich überholen dann auch immer wieder MTB- oder flotte Touren-Fahrer - aber das geht mir am Allerwertesten vorbei. Ich geniesse die Tour und die Landschaft - that's it.
 
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Luca

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AW: Fahren ohne Unterstützung

Als E 45 Fahrer würde ich sagen, dass sich - vermutlich über den Drehmomentsensor und die Steuerung geregelt - sich der Motor an die U-Einstellung anpasst; soll heißen, wenn ich nach dem Einschalten des Displays ausschließlich mit U1 und U2 fahre, pendelt sich die Unterstützung des Motors darauf ein. Nach mehreren Kilometern fahre ich dann mindestens bei U2 auch locker 43 km/h und das Pedelieren ist angenehm locker. Anders, als wenn ich immer mit U3 bis U5 fahre, dann ist die U1/U2 Unterstützung nach dem Runterschalten"blockierend". Wichtig ist dabei zudem ein häufiges "Schalten" der Kettenübersetzung. Vielleicht ist das, was ich empirisch "empfinde" technisch Quatsch, aber so erlebe ich das Fahren!
 
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Michael.HH

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AW: Fahren ohne Unterstützung

...achja, noch ein Punkt: Wenn ich längere Strecken zurücklege und ich nicht genau weiss, wie lange noch der Akku hält, fahre ich dort - wo's geht - ohne Unterstützung. Damit bin ich zwar nicht der Schnellste (mich überholen dann auch immer wieder MTB- oder flotte Touren-Fahrer - aber das geht mir am Allerwertesten vorbei. Ich geniesse die Tour und die Landschaft - that's it.
Wenn die Streckenführung das hergibt, spricht ja nichts dagegen. Bei meinem 28 kg-Pedelec funktioniert das nur auf Asphalt und mäßigem Rückenwind. Also meist nicht. Andererseits
braucht es aber auch nicht mehr Strom, wenn ich 6 kg Gepäck dabeihabe, selbst mit 12 kg Zusatzgepäck fuhr das auf Asphalt noch recht stabil und leicht auf kleinster Fahrstufe (Flachland !) Ein 17 oder 20 kg-Pedelec fahre ich da lieber mit Minimalgepäck, also kleine Wasserflasche, Regenponcho, kleines Verbandspaket und Pannenspray. Sonst ist der Witz weg, das auch stromlos bewegen zu können und den Akku zu strecken.
 
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Michael.HH

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AW: Fahren ohne Unterstützung

Warum? ich benutze den Akku nur wenn (knackig) Bergauf geht auf der geraden fahre ich Fahrrad kein Mofa.
Du kompensierst das Mehrgewicht mit Kondition. Ich trete halt meinen Stremel rein und bei 28 kg-Radgewicht heißt das Strom an und beim 17 kg RR-Pedelec geht es noch ohne Zusatzschub. Gleiche Geschwindigkeit.
 
Tom11

Tom11

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AW: Fahren ohne Unterstützung

Du kompensierst das Mehrgewicht mit Kondition. Ich trete halt meinen Stremel rein und bei 28 kg-Radgewicht heißt das Strom an und beim 17 kg RR-Pedelec geht es noch ohne Zusatzschub. Gleiche Geschwindigkeit.
Jeder hat da wohl so seine eigenen Vorlieben.
Ich komme da eher so aus der Ecke: Zuschalten nur wenn's notwendig ist. Das war mal mein Grundgedanke, als ich mich für's Pedelecfahren entschied.
Eben so fahren, dass mein Puls nicht durchdreht. Geschwindikeit war da noch kein Thema. Ich muss aber zugeben, dass ich auch gerne einfach mal schneller fahr. Das muss dieser Pedelec-Virus sein ... :cool:
 
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Michael.HH

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Jeder hat da wohl so seine eigenen Vorlieben.
Ich komme da eher so aus der Ecke: Zuschalten nur wenn's notwendig ist. Das war mal mein Grundgedanke, als ich mich für's Pedelecfahren entschied.
Eben so fahren, dass mein Puls nicht durchdreht. Geschwindikeit war da noch kein Thema. Ich muss aber zugeben, dass ich auch gerne einfach mal schneller fahr. Das muss dieser Pedelec-Virus sein ... :cool:
Unsere Vorlieben sind da nicht unterschiedlich. Beim RR (jetzt mehr das Cross) fahre ich in der Ebene stromlos und schalte bei Gegenwind oder Steigungen den Motor dazu. Beim schweren Pedelec läuft der immer und ich schalte entsprechend Leistung dazu, falls erforderlich. Das kostet erstmal kontinuierlich Akku, das ist der Unterschied.

In der Praxis fahre ich mit dem leichten Pedelec allerdings schneller, weil s läuft. Kann ich das nicht, weil ich mit einer Gruppe unterwegs bin, komme ich eben dementsprechend weiter mit einer Akkuladung. Oder ich trete einfach weniger, auch schon vorgekommen. Diese 5 Wh/km gehen immer weg. Grundlast.:D
 
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totto214

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AW: Fahren ohne Unterstützung

Bei meinen Modellbau-Motoren stellt man im Schiebebetrieb eine deutliche Bremswirkung fest, vermutlich allein aufgrund der Motor-Magnete.
Ist das hier nicht auch so? Einen Freilauf kann es beim Nabenmotor doch nicht geben.
 
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Oldian

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AW: Fahren ohne Unterstützung

Beim Fahren in der Ebene spielt das Mehrgewicht eines Pedelec gegenüber dem Normalo-Bike keine oder nur eine vernachlässigbare Rolle. Massgeblich ist hier schließlich das Gesamtgewicht der Fuhre und das wird in erster Linie vom Gewicht des Fahrers bestimmt. Ob die Fuhre jetzt 100kg oder 110kg wiegt ist nicht so entscheidend. Bergauf ist es etwas anderes, da bei niedriger Geschwindigkeit und der Steigung bei jedem Tritt in die Pedale das Bike beschleunigt und wieder verzögert wird, dabei spürt man das höhere Leergewicht schon.

Oldian
 
tib02

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AW: Fahren ohne Unterstützung

Beim Fahren in der Ebene spielt das Mehrgewicht eines Pedelec gegenüber dem Normalo-Bike keine oder nur eine vernachlässigbare Rolle. Massgeblich ist hier schließlich das Gesamtgewicht der Fuhre und das wird in erster Linie vom Gewicht des Fahrers bestimmt. Ob die Fuhre jetzt 100kg oder 110kg wiegt ist nicht so entscheidend. Bergauf ist es etwas anderes, da bei niedriger Geschwindigkeit und der Steigung bei jedem Tritt in die Pedale das Bike beschleunigt und wieder verzögert wird, dabei spürt man das höhere Leergewicht schon.

Oldian
Ja dasd kann ich bestätigen, daher fahre ich auf der Ebene so gut wie immer stromlos..., aber Berg rauf fährt es sich wie eine Bleiente, da ist die Stufe 1 dann schon eine tolle Sache.
 
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Michael.HH

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Beim Fahren in der Ebene spielt das Mehrgewicht eines Pedelec gegenüber dem Normalo-Bike keine oder nur eine vernachlässigbare Rolle. Massgeblich ist hier schließlich das Gesamtgewicht der Fuhre und das wird in erster Linie vom Gewicht des Fahrers bestimmt. Ob die Fuhre jetzt 100kg oder 110kg wiegt ist nicht so entscheidend. Bergauf ist es etwas anderes, da bei niedriger Geschwindigkeit und der Steigung bei jedem Tritt in die Pedale das Bike beschleunigt und wieder verzögert wird, dabei spürt man das höhere Leergewicht schon.

Oldian
Deswegen interessiert Leichtbau am Rad auch kein Schwein.
 
tib02

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AW: Fahren ohne Unterstützung

Deswegen interessiert Leichtbau am Rad auch kein Schwein.
Doch mich z.B. einen leichtes E-Bike mit unter 15 Kilo wäre top, dann bräuchte man den Motor noch weniger, ich denke die Art zu Fahren hängt von vielen Faktoren ab, man kann das nicht über einen Kamm scheren. Gerade als Mounainbike wenn ich das Bike bei schnellen Trails um die Kurven wuchten muss, spielt jedes Kilo eine große Rolle ... da schieben meine 20-21 Kilo vom GM Copperhead doch ganz anders als vom alten Fully mit 12 Kilo. Für mich wäre ein unter 15 Kilo Mountainbike ein echtes neukauf Argument.
 
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judaspriest

judaspriest

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Moin.

Auch ich fahre meinen Bosch oft auf Stufe 0, bergab immer:D, auf der Ebene ohne nennenswerten Gegenwind und auf Asphalt meistens;). Mein Rad fährt sich ohne Unterstützung unter den genannten Bedingungen fast wie ein motorloses, vor allem lautlos:D. Bei eco 1, nutze ich bei schwachem anhaltenden Gegenwind und leichten Anstiegen;), nervt das Geräusch (so ein hohes kratzendes Sirren:mad:) im dritten Gang und veranlasst mich bei Andauern zum Stufenwechsel. Gestern bin ich mal spaßeshalber 20 KM ausschließlich in Sport 3 gefahren 17KM flach, 3KM leichte Anstiege teilweise leichter Gegenwind 12KM/H. Durchschnittsgeschwindigkeit 21,8KM/H. Gewundert habe ich mich über den geringen Verbrauch, der erste Balken stand noch da:rolleyes:, viel wird nicht mehr drin gewesen sein, aber immerhin. Zum Spassfaktor: Kann man mal machen, muss aber nicht so häufig sein:eek:, ich trete ganz gerne selbst nach Kräften mit:D und auf 0 ists eben pures Radfahren.

mfG

JP
 
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