Erstmals Verurteilung in Deutschland wegen Mord mit Auto

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M

Mikamaxi

Wenn ich mich mal selbst zitieren darf:

Besser noch wäre eine gute Aufklärung, schon in der Schule beginnend, welche Verantwortung ein Fahrzeugführer hat, wenn er sein Vehikel im öffentlichen Raum bewegt.
Ich habe den Eindruck, dass viele junge Menschen zur Verherrlichung gewisser Verhaltensweisen im Strassenverkehr neigen, wie sie in unzähligen Youtube-Kanälen, Serien in Streamingdiensten, Musikvideos und Videospielen zu sehen sind. Vor jedem Abspielen solcher Inhalte ein paar abschreckende Bilder -ähnlich der Zigarettenschachteln-, ich würde das befürworten.
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.unfall-mit-mietwagen-in-stuttgart-raserunfall-fordert-zwei-unschuldige-opfer.a24cc361-a0bb-46e2-b1e6-59746f1e9466.html

Mein Mitgefühl ist bei den Angehörigen der Opfer.
 
R

roesti

Kannte ich noch nicht. Ein litauer Autodieb ändert nichts an meiner Rechtsauffassung. Aber warten wir ein paar Jahre ab.
 
Moesi

Moesi

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Ich bleib bei meiner Meinung dass "Mord" nicht das passende Wort dafür ist. Auch wenn ich bei SOLCHEN Unfällen kein Problem damit habe, dass die Stafe ähnlich hart ausfallen soll.
Unter "Mord" stelle ich mir einfach jemanden vor, der absichtlich und gezielt eine Person töten will. Diese meist sehr jungen Fahrer wollen nicht gezielt jemanden töten. Ihnen gehts nur um den "Kick" und die Mutprobe. Dafür gehen sie sinnlos hohe Risiken ein. Ich war in jungen Jahren auch so ein Vollgas-Raser und kenne diesen Trieb(!) sehr genau. Es dauerte viele Jahre, bis ich lernte, dass "Angst" hinter dem Steuer nichts Lächerliches ist für das man sich am Steuer eines Sportwagens schämen muss...
So richtig langsam und gemütlich zu fahren lernte ich erst, als ich mit 42 ein Jahr in Thailand lebte und dort den Führerschein machte... seither fahre ich auch mit meinen superstarken Sportwagen nach Tempolimit und mit dem Prius eher noch langsamer.

Aber statt hier nur immer die Autofahrer zu verteufeln, sollte man den Autofahrer als Menschen betrachten. In meinen Augen sind die Rennradraser, die um jeden Preis jeden Strava Rekord brechen wollen und desshalb in geduckter Haltung oft ohne Sicht nach vorne sämtliche Strassen und Radwege "terrorisieren" kein bisschen besser als die oben genannten "Mörder". Sie tun eigentlich genau das Gleiche - ohne Rücksicht auf die Anderen. Mangels Schlagzeilen bei Rennradraserunfällen auf kann man die Unfallhäufigkeit leider schlecht vergleichen. Aber auch hier ist jeder Unfall mit Unschuldigen Passanten einer zu viel.
(Ich muss vor allem auf dem Rheindamm aber auch auf anderen Wegen mit meinem S-Pedelec regelmässig solchen Verrückten ausweichen. Ein Frontalaufprall kann hier genauso tödlich enden...). Genau gleich auch einige verrückte MTB Downhiller hier in den Bergen. Raser sind Raser... egal mit wievielen Rädern..
 
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jm1374

jm1374

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Aber statt hier nur immer die Autofahrer zu verteufeln, sollte man den Autofahrer als Menschen betrachten. In meinen Augen sind die Rennradraser, die um jeden Preis jeden Strava Rekord brechen wollen und desshalb in geduckter Haltung oft ohne Sicht nach vorne sämtliche Strassen und Radwege "terrorisieren" kein bisschen besser als die oben genannten "Mörder". Sie tun eigentlich genau das Gleiche -...
Ich wollte schon ein Like drunter setzen, aber diesen Erguss kann ich nicht unterstützen. Der „Rennradraser“( meinetwegen auch S-Pedelecraser( soll es ja auch geben)) gefährdet sich in erster Linie selbst und das Gefahrenrisiko ist erheblich geringer. Im Zweifelsfall kann man dem ausweichen und selbst wenn er alles aus sich raus holt, ist bei Tempo 50 Schluss.
Abgesehen davon hab ich noch nie so einen Rennradraser live gesehen, geschweige denn bin von einem „terrorisiert“ worden.
Beim Auto ist Tempo 50 eher langsam und wir reden von einem viel höheren Level der Gefährdung und des Terrors. Wobei der Autofahrer sich selbst in den wenigsten Fällen selbst gefährdet. Diesen Terror erlebe ich täglich und der muss rigoros bekämpft werden. Ob Mord die richtige Anklage ist, darüber kann man streiten. Für solche Idioten reicht ein lebenslanges Verbot Kraftfahrzeuge zu führen.
 
Moesi

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Der „Rennradraser“( meinetwegen auch S-Pedelecraser( soll es ja auch geben)) gefährdet sich in erster Linie selbst und das Gefahrenrisiko ist erheblich geringer. Im Zweifelsfall kann man dem ausweichen und selbst wenn er alles aus sich raus holt, ist bei Tempo 50 Schluss
Das "im Zweifelsfall" erlebe ich auf dem Rheindamm fast täglich! Die liegen so auf dem Lenker, dass sie nicht nach vorne sehen! Ausweichen ist auf dem Damm so eine Sache...(eine Fahrbahnbreite, dann Abgrund auf beiden Seiten!) und wenn der Dich mit 50kmh frontal Kopf an Kopf erwischt, dann bist Du auch tot! Gefahrenpotential hin oder her! Nur die Schlagzeile ist dann kleiner.
Ja, (S-)Pedelec Raser gibts auch. Aber die liegen in der Regel nicht so auf dem Lenker.
 
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Das "im Zweifelsfall" erlebe ich auf dem Rheindamm fast täglich! Die liegen so auf dem Lenker, dass sie nicht nach vorne sehen! Ausweichen ist auf dem Damm so eine Sache...(eine Fahrbahnbreite, dann Abgrund auf beiden Seiten!) und wenn der Dich mit 50kmh frontal Kopf an Kopf erwischt, dann bist Du auch tot! Gefahrenpotential hin oder her! Nur die Schlagzeile ist dann kleiner.
Ja, (S-)Pedelec Raser gibts auch. Aber die liegen in der Regel nicht so auf dem Lenker.
guten Sattel du hast:oops:
 
Techniker

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Mir würde es schon reichen, wenn jedes Rennrad wenigstens eine Klingel hätte. Ich schau zum Beispiel nicht ununterbrochen in den Rückspiegel und bin manchmal erstaunt, wie die so, ohne sich vorher anzukündigen, an mir vorbei brettern. Okay, hat nix mit dem Thema zu tun, aber um auch dazu was zu sagen: Wer seine FE gemacht hat, ist einigermassen über den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Bremsweg und Reifenhaftung belehrt worden. Wer sich trotzdem, und das vorsätzlich, wie die Aufforderung betreffs der Videoaufnahmen zu verstehen ist, darüber hinwegsetzt, weiss, dass so etwas eigentlich nur mit viel Glück ohne Schaden abgehen kann. Ich bin kein Jurist, aber ich denke, so weit hergeholt ist ein Mordvorwurf nicht.
 
torcman

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Ich bleib bei meiner Meinung dass "Mord" nicht das passende Wort dafür ist.
Warum? Weil Du selbst mal so ein potenzieller Mörder warst und nur mit viel Glück nichts passiert ist?

Aber statt hier nur immer die Autofahrer zu verteufeln, sollte man den Autofahrer als Menschen betrachten. In meinen Augen sind die Rennradraser, die ..kein bisschen besser
Also sorry, wer hier jemanden, der ein tonnenschweres Geschoss mit fast 170km/h durch die Stadt torpediert mit Rennradfahrern vergleicht, hat in meinen Augen jeglichen Bezug zur Realität verloren.

Pfui teufel, schäme Dich solche abwegigen Gedanken auch noch in die Welt hinauszuhusten.

Ich weiss nicht, ob in dem konkreten Fall eine Verurteilung zum Mord richtig wäre. Das soll der Richter entscheiden. Aber was Du hier vom Stapel lässt ist einfacht total daneben. Wenn Du es für normal hälst, dass man mit 170 durch die Stadt rast, dann solltest Du das Problem bei Dir suchen und nicht bei der Leuten die das als das einschätzen was es ist: ein Verbrechen.
 
torcman

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dass man mit 170 durch die Stadt rast

Bis zum Unfall mit durchgedruckten Gaspedal, um alles auf Video zu bannen, wie toll der Kerle ist. Er hat zwei Menschen getötet. Begreift ihr das nicht? Oder keine Empathie?


Unfall mit Jaguar in StuttgartAnklage stützt sich nicht auf gelöschte Videos

Die Anklage stützt sich auf ein Gutachten, nicht auf die Videos

Die Anklage stützt sich nicht auf die Handyvideos – diese sollen inzwischen weitgehend wiederhergestellt sein. Die Staatsanwaltschaft zieht für ihre Argumentation die Daten heran, die ein Bordcomputer in dem gemieteten Jaguar aufgezeichnet hatte. Daraus ist die Fahrgeschwindigkeit vor dem Zusammenstoß ebenso abzulesen wie die Tatsache, dass der junge Mann das Gaspedal ganz durchgedrückt haben soll, als er mit fast 170 Sachen durch das Nordbahnhofviertel raste.

Unfall mit Jaguar in Stuttgart: Anklage stützt sich nicht auf gelöschte Videos
 
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EIN ACHT ZWEI NULL und näääää ! maschienen fahrer
Viele OT (Rennfahrer usw) werden hier gepostet. Sowas von nebensächlich....

Muss das sein?

Der Titel ist doch eindeutig, oder? Verurteilung wegen Mord...

Heute live Blog, erster Prozesstag

Newsblog zum Prozess gegen Jaguar-Raser: Mütter der Unfallopfer brechen in Tränen aus
…… stimmt ich muss mal eben sagen, Fahrerflucht mit Todes folge/n is billigen von Mord, Alles Richtig.

Wobei bei anderen sachen auch. weswegen ualls Richtig
Aber auch wieder zurück zum das nur Rennrad !
Das is fragil. nicht für das rad selber, nein für den Nutzer.
ich glaube lenken und Lenkrad mit allen sachen, is das Problem.
 
Fraenker

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Ich bleib bei meiner Meinung dass "Mord" nicht das passende Wort dafür ist. Auch wenn ich bei SOLCHEN Unfällen kein Problem damit habe, dass die Stafe ähnlich hart ausfallen soll.
Unter "Mord" stelle ich mir einfach jemanden vor, der absichtlich und gezielt eine Person töten will...
Genau, 100% Zustimmung.
Gerade auch vor Gericht ist es sehr wichtig, dass bei den Begrifflichkeiten keine Kompromisse gemacht werden.
 
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