Erfahrungsbericht nach einem Monat E-Alleweder

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Primaklima

Hallo zusammen,

ich habe ja hier im Forum meine Überlegungen vor dem Kauf eines Velomobils für meinen 24 km langen, teils sehr bergigen Weg zur Arbeit ausgebreitet und von vielen erfahrenen Benutzern wirklich sehr hillfreiche Tipps bekommen.
Nach nochmaliger ausführlicher Probefahrt habe ich mich dann vor etwa einem Monat entschlossen, das gebrauchte E-Alleweder (mit TÜV und Versicherungskennzeichen) zu kaufen, mit dem Dietrich Lohmeyer bisher von Hennef nach Bann zur Arbeit gegondelt ist. Mit entscheidend für diesen letztlich dann doch recht schnellen Entschluss war die Tatsache, dass ich mir zu meinem 60.Geburtstag versprochen habe, wichtige Entscheidungen nicht mehr auf die lange Bank zu schieben und dass mein linkes arthrotisches Knie dringend nach Bewegung schrie.

Hier nun für alle, die sich ebenfalls mit Kaufabsichten herumschlagen mein tabellarischer Erfahrungsbericht über den ersten Monat mit meinem „Silberpfeil“:

Bremsen (hyd.Trommelbremsen):
Meine Befürchtung, die Bremswirkung sei bei höheren Geschwindigkeiten und steilen Abfahrten nicht ausreichend hat sich nach richtiger Einstellung der Bremse als unbegründet erwiesen.

Wetterschutz:
Ist bei Einsatz des Daches, das ich übrigens regelmäßig verwende, hervorragend.

Leistungsfähigkeit des Motors:
Meine Skepsis wegen langer, bissiger Steigung auf den letzten drei Kilometern war unbegründete. Der Motor bewirkt in der Ebene in Verbindung mit Muskelkraft eine deutliche Steigerung der Durchschnittsgeschwindigkeit und hilft auch am Berg sehr gut. Die Güte des Motoreinsatzes am Berg hängt aber ganz besonders vom richtigen Schalten und dem jeweils angemessenen Einsatz der Muskelkraft ab. Gerade darin liegt der besondere Vorteil dieses individuell zu regulierenden Motors. So habe ich meine Durchschnittsgeschwindigkeit an einer 12%igen Steigung von anfangs 10 km/h inzwischen auf 15 km/h gesteigert. Auch eine Überhitzung des Motors ist nach Drosselung des Stromausstoßes am Akku nicht mehr aufgetreten

Leistungsfähigkeit der Akkus:
Ich hatte Zweifel, ob zwei Lithiom-Ionenakkus für meine 24 km zur Arbeit reichen würde. Tatsächlich reichen sie hin und zurück.

Geschwindigkeit des „schnellen“ E-Alleweders (mit Versicherungskennzeichen):
Ich hatte gehofft, dass sich meine Fahrtzeit mit Liegerad von ca. 70 Minuten für die 24 km an die Arbeit mit dem E-Alleweder deutlich verkürzen ließe. Obwohl der „Silberpfeil“ mit von mir realistisch erreichbaren 50 km/h Spitzengeschwindigkeit durchaus des öfteren so etwas, wie eine Geschwindigkeitsrausch aufkommen lässt, habe ich bisher aber immer eine Stunde gebraucht, was auf eine durchschnittliche Geschwindigkeit von etwas mehr als 25 km/h hinausläuft.
Maßgebend für diese eigentlich enttäuschende Durchschnittsgeschwindigkeit sind in meinem Fall eine längere Strecke durch städtischen Berufsverkehr mit Ampeln, der Alleweder-typische, unruhige Geradeauslauf, der mich bisher von höheren Geschwindigkeiten abgehalten hat und die längere Steigungsstrecke.
Insgesamt sollte man sich nicht von der erreichbaren Höchstgeschwindigkeit des E-Alleweders blenden lassen. Denn 1. ist dieses Fahrzeug nicht für solche Höchstgeschwindigkeiten ausgelegt (Schaukelbewegung bei starkem Pedaltritt, Windempfindlichkeit) 2. sind auch die besten Akkus bei dauernder Höchstbelastung ratz fatz leer und 3. bleibt auch das schnelle E-Alleweder trotz seines E-Motors ein echtes Velomobil, das Körpereinsatz erfordert, wenn man voran kommen will.

Macken:
Das „Gartenbahn-Feeling“ (Kapege) ist tatsächlich sehr schnell da, wenn man über etwas schlechtere Wegstrecken fährt. Der Silberpfeil rappelt wirklich erheblich, was ich aber inzwischen als normal empfinde. Eindringendes Wasser von unten hatte ich nicht erwartet. Es war aber nach der ersten etwas rasanteren Pfützenfahrt reichlich da. Nach Abdichtung mit Silikon ist das nun deutlich besser geworden. Sonstige Probleme (Lager, Ritzel, Kette, Elektrik) sind das Ergebnis einer mehrjährigen Nutzung durch den Altmeister Lohmeyer und werden nach und nach beseitigt .

So, das wars fürs Erste.
 
R

Ritzel

AW: Erfahrungsbericht nach einem Monat E-Alleweder

Hallo Burkhard,

schöner sachlicher Bericht und schön das es doch noch geklappt hat.
Das Gerappel ist wirklich nervig. Ist bei der Leiba aber auch nicht besser.
 
K

kapege.de

AW: Erfahrungsbericht nach einem Monat E-Alleweder

Hallo Burkhard,

schöner Bericht, der sich mit meinen Erfahrungen deckt. Wenn Du mal die Kette tauscht, kannst Du ja ein Stück Isolierrohr von hinten ums Rohr vom Zugtrumm legen und in den Kettentunnel nach vorne schieben. Vielleicht hast Du dann eine Rumpelquelle weniger. Das Isolierrohr muss lediglich auf dem letzten Viertel (hinten) längs keilförmig beschnitten werden, sonst springt die Kette nicht mehr in die höhreren Gänge.

Gegen den unruhigen Geradeauslauf hilft eigentlich nur eine Veränderung der Spur. Ein Hauch Vorspur sollte den Geradeauslauf verbessern und das "Flatterige" beruhigen. Aber wie man am besten dabei vorgeht, weiß ich auch nicht, denn der Spureinstellexperte bin ich auch nicht... Ich hatte meine schon bei der Montage wohl durch Zufall recht genau hinbekommen. Jetzt, wo es wärmer wird, muss ich mich aber endlich da mal ernsthaft dran machen.

Das mit dem eindringenden Wasser hatte ich ja schon beim Bau mit reichlich Spezialkleber vermieden. Ich hatte die Radkästen an allen Kanten versiegelt, auch an der Kante zur Bodenwanne vom Sitzraum. Hinten ist der komplette Radkasten an allen Nahtstellen verkleistert. Ich hatte nur mal ein paar Tropfen vom Schwitzen drin und einmal hat beim Parken der Wind den Regen unter den Verschlusslappen der Plane ins AW reingedrückt und es war an ein paar Stellen feucht.
 
T

theodor

AW: Erfahrungsbericht nach einem Monat E-Alleweder

Hallo Primaklima,

kannst du die Strecke die du fährst mal genauer beschreiben, nach Gesamthöhenmeter und Länge der steilsten Stücke?
Dann sprichst du von zwei LiIo Akkus. Welche Kapazität haben die denn?

Danke

Theodor
 
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Primaklima

AW: Erfahrungsbericht nach einem Monat E-Alleweder

Hallo Primaklima,

kannst du die Strecke die du fährst mal genauer beschreiben, nach Gesamthöhenmeter und Länge der steilsten Stücke?
Dann sprichst du von zwei LiIo Akkus. Welche Kapazität haben die denn?

Danke

Theodor

Hallo Theodor,
die Strecke habe ich letztes Jahr einmal bei GPSies.com eingegeben. Leider ist der Track aber dann später verloren gegangen. Da mir aber die gute alte Papierform noch vorliegt, hier die Daten: Die Höhendifferenz beträgt insgesamt 132 Meter, die sich im wesentlichen auf die letzten 7 km verteilen.
Am steilsten sind dort zwei Steigungsstrecken von je ca. 10-12 %, von denen die erste steilere etwa 300 Meter lang ist und die zweite 1,5 km.
Die Kapazität der beiden LiIo-Akkus kann ich leider nur für den einen genau angeben, nämlich 16 Ah. Der zweite, in der Stromabgabe gedrosselte, den ich zusammen mit dem gebrauchten E-VM von Lohmeyer übernommen habe, ist etwas kleiner und hat wahrscheinlich 14 Ah.
 
T

theodor

AW: Erfahrungsbericht nach einem Monat E-Alleweder

Hallo Burkhard,

Danke für die wertvolle Information.
Leider ist dann ein elektrounterstütztes Velomobil keine wirkliche Alternative für mich.
Ich fahre derzeit bis zu dreimal die Woche über 60 km mit über 600 Hm.
Nach 50 km Akku leer bei wesentlich weniger Hm paßt nicht und du hast ja schon reichlich Akkukapazität an Bord.
Schade drum, muß ich mir was anderes einfallen lassen.

Gruß

Theodor
 
K

kapege.de

AW: Erfahrungsbericht nach einem Monat E-Alleweder

Also, bei mir reichen 2x 16 Ah für 90 km bei 1.000 Hm. Natürlich bei fleißigem Mitstrampeln, aber ich war nach den knapp 3 Stunden nicht verausgabt.
 
T

theodor

AW: Erfahrungsbericht nach einem Monat E-Alleweder

Also, bei mir reichen 2x 16 Ah für 90 km bei 1.000 Hm. Natürlich bei fleißigem Mitstrampeln, aber ich war nach den knapp 3 Stunden nicht verausgabt.

Ja was jetzt?

50 km bei 270 Hm und 90 km bei 1000 Hm ist ja eine riesige Differenz bei ähnlicher Akkukapazität. Die Angaben von Burkhart und dir liegen soweit auseinander, daß sie für mich die Alternative :Velomobil sinnvoll oder nicht sinnvoll bedeuten. Deine Angabe würde mir ja reichen und das Velomobil wäre eine tatsächliche Alternative für Mobilität im Nahbereich. Fleißig mitstrampeln würde ich wohl auch, wenns denn der Reichweitenerhöhung dient:)
Kann denn niemand mal von den aktiven Velomobilisten eine Kurve publizieren aus der ein Zusammenhang zwischen transportiertem Gewicht, zurückzulegender Strecke( Entfernung/Hm), Wh einsatz des Hilfsantriebs bei gleichzeitigen Wh einsatz des Fahrers hervorgeht?

Mathematiker / Physiker vor!

Gruß

Theodor
 
T

Tom59

AW: Erfahrungsbericht nach einem Monat E-Alleweder

Hallo Primaklima,

vielen Dank für den Bericht. Wippen des Hecks beim treten - hört sich nicht so toll an.


@ Theodor,

bei meinem E-Rad kann ich bei gleicher Strecke den Akku leer machen oder noch mit einer Restkapazität von ca. 60% ankommen. Wie schon oft beschrieben, hängt das sehr vom körperlichen Einsatz und speziell bei mir mit der Außentemperatur im Zusammenhang der eingesetzten NiMH Akkus, ab.


Viele Grüße
Thomas
 
T

theodor

AW: Erfahrungsbericht nach einem Monat E-Alleweder

Hallo Primaklima,

vielen Dank für den Bericht. Wippen des Hecks beim treten - hört sich nicht so toll an.


@ Theodor,

bei meinem E-Rad kann ich bei gleicher Strecke den Akku leer machen oder noch mit einer Restkapazität von ca. 60% ankommen. Wie schon oft beschrieben, hängt das sehr vom körperlichen Einsatz und speziell bei mir mit der Außentemperatur im Zusammenhang der eingesetzten NiMH Akkus, ab.


Viele Grüße
Thomas


"hängt das sehr vom körperlichen Einsatz ab"..
schön und gut, aber wie sehr?

Wie sind die Relationen?
Wieviel x Wh muß ich bei gegebenem Gewicht ,Motorleistung und Akkukapazität dazutreten, um auf y Strecke, z Reichweite zu erlangen.

das ist doch die Frage.

Gruß

Theodor
 
T

Tom59

AW: Erfahrungsbericht nach einem Monat E-Alleweder

"hängt das sehr vom körperlichen Einsatz ab"..
schön und gut, aber wie sehr?

Wie sind die Relationen?
Wieviel x Wh muß ich bei gegebenem Gewicht ,Motorleistung und Akkukapazität dazutreten, um auf y Strecke, z Reichweite zu erlangen.

das ist doch die Frage.

Gruß

Theodor

Hallo Theodor,

mit Berechnungen kann ich leider nicht dienen.

Wenn irgendwie möglich, um den speziellen Anforderungen gerecht zu werden, auf der gewünschten Strecke probefahren.

Ja ich weiß, leichter gesagt als getan - leider.


Viele Grüße
Thomas
 
H

Heiko

AW: Erfahrungsbericht nach einem Monat E-Alleweder

der Außentemperatur im Zusammenhang der eingesetzten NiMH Akkus, ab.

Beim Alleweder werden nur noch Li-Ionen-Akkus eingesetzt. Weniger temperaturanfällig und kein Memory-Effekt mehr. Leichter sind die auch noch.

Gruß
Heiko
 

Reinhard

Dabei seit
12.07.2008
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8.667
AW: Erfahrungsbericht nach einem Monat E-Alleweder

das ist doch die Frage.

... welche Du Dir im Selbstversuch wohl wirst beantworten müssen.

Niemand kennt Deine Strecke, Deine Fitness, Deine Parameter ... wie soll Dir also jemand Deine Frage(n) beantworten können? Bei einer Formel mit derart vielen Unbekannten hätte vermutlich sogar Einstein den Kopf geschüttelt :D.
 
K

kapege.de

AW: Erfahrungsbericht nach einem Monat E-Alleweder

Ja was jetzt?
50 km bei 270 Hm und 90 km bei 1000 Hm ist ja eine riesige Differenz bei ähnlicher Akkukapazität. Die Angaben von Burkhart und dir liegen soweit auseinander, daß sie für mich die Alternative :Velomobil sinnvoll oder nicht sinnvoll bedeuten. Deine Angabe würde mir ja reichen und das Velomobil wäre eine tatsächliche Alternative für Mobilität im Nahbereich.
Hallo Theodor,

Burkhard ist 20 Jahre älter als ich*; vielleicht ist er auch nicht so trainiert. Ich fahre schon seit Jahren Liegerad (ca. 5000 km/Jahr) und daher fiel mir der Umstieg ins Velomobil nicht so schwer. Obendrein bin ich letzten Sommer zu meiner Freundin gezogen; das heißt, dass sich mein einfacher Arbeitsweg von 6 auf 13 km gut verdoppelt hat. Das ist ein nicht zu unterschätzender Trainingseffekt. Von August bis Ende November bin ich den neuen Weg (5x 26 km/Woche) mit dem Liegerad gefahren und war dadurch natürlich entsprechend "vorbelastet".
Die 90 km raus zu meiner Schwester bin ich früher auch schon mit Liegerad & Anhänger und ohne Motor gefahren und das ging auch ohne Gewaltakt; ich war nur länger unterwegs.

* nix gegen Dich, Burkhard; wenn ich mal so alt bin wie Du, bin ich wahrscheinlich froh, wenn ich in ein AW überhaupt noch reinkomme. :D
Drum: Respekt!
 
P

Primaklima

AW: Erfahrungsbericht nach einem Monat E-Alleweder

Das ist leider nicht der aktuelle Track. Aber er gibt schon im Wesentlichen die Höhenmeter korrekt wieder.
 
P

Primaklima

AW: Erfahrungsbericht nach einem Monat E-Alleweder

Hallo zusammen,
Ja was jetzt?
50 km bei 270 Hm und 90 km bei 1000 Hm ist ja eine riesige Differenz bei ähnlicher Akkukapazität. Die Angaben von Burkhart und dir liegen soweit auseinander, daß sie für mich die Alternative :Velomobil sinnvoll oder nicht sinnvoll bedeuten. Deine Angabe würde mir ja reichen und das Velomobil wäre eine tatsächliche Alternative für Mobilität im Nahbereich. Fleißig mitstrampeln würde ich wohl auch, wenns denn der Reichweitenerhöhung dient:)
Kann denn niemand mal von den aktiven Velomobilisten eine Kurve publizieren aus der ein Zusammenhang zwischen transportiertem Gewicht, zurückzulegender Strecke( Entfernung/Hm), Wh einsatz des Hilfsantriebs bei gleichzeitigen Wh einsatz des Fahrers hervorgeht?
Mathematiker / Physiker vor!
Ich fürchte, die wirklich wissenschaftlich begründete Antwort auf Deine Frage könnte ein Thema für eine Doktorarbeit sein. :D Denn neben dem Alter und der Fitness kommt noch ein weiterer Unsicherheitsfaktor hinzu: nämlich das Alter der Akkus. Meine beiden sind jedenfalls nicht mehr ganz frisch. Der große ist über ein Jahr alt und das Alter des kleinen kenne ich nicht. Ich gehe aber davon aus dass der im Zweifel noch etwas älter sein dürfte. Außerdem habe ich nicht gesagt, dass beide Akkus nach 50 km völlig leer sind. Ich habe nur keine Lust, an einem stinknormalen Feierabend die Akkus völlig leer zu fahren, um anschließend das VM den heimischen Berg mit reiner Körperkraft heraufwuchten zu müssen.;)
... welche Du Dir im Selbstversuch wohl wirst beantworten müssen.
Niemand kennt Deine Strecke, Deine Fitness, Deine Parameter ... wie soll Dir also jemand Deine Frage(n) beantworten können? Bei einer Formel mit derart vielen Unbekannten hätte vermutlich sogar Einstein den Kopf geschüttelt :D.
Ich kann Dir (Theodor) auch nur empfehlen, Dir mal ein E-VM ein paar Tage auszuleihen und ich bin sicher, dass Du danach Deiner Entscheidung eine ganze Ecke näher bist.

* nix gegen Dich, Burkhard; wenn ich mal so alt bin wie Du, bin ich wahrscheinlich froh, wenn ich in ein AW überhaupt noch reinkomme. :D
Drum: Respekt!
Das ist wirklich nett von Dir.:) Du hast schon Recht, dass der Altersunterschied natürlich vieles erklärt. Aber ganz so eklatant würde der Unterschied in der Reichweite sicher trotzdem nicht ausfallen, wenn wir beide mit gleich alten Akkus dieselbe Strecke fahren würden und beide über exakt die gleiche Fahrroutine verfügen würden. Denn mehrere durch falsche Gangwahl vor dem Ampelstart nötige Kraftaufwände für den Motor und den Fahrer können schon einige Kilometerchen Reichweite kosten, wie überhaupt der Streckenverlauf (Landstraße und viele Stopps oder Stadt mit vielen Ampeln) für die Reichweite nicht ganz unwichtig ist. Aber ich weiß schon, dass ich irgendwann, wenn der Schnee mal weg ist, an einem Wochenende mal eine Testtour machen werde, um meine wirkliche Reichweite zu erkunden.
Dass ich dabei Deine durchschnittliche Geschwindigkeit nicht erreichen werde, ist neben meinem Grufty-Malus nach meiner festen Überzeugung darauf zurück zu führen, dass Du auch für Dein Alter wirklich sehr fit sein musst.;) Auch ich bin übrigens schon ein paar Jährchen mit meinem ATL die 9 km bis nach Gießen gefahren. Aber ich versuche heute ganz bewusst, mein Elektromotörchen und mein Herz nur so moderat zu belasten, dass wir ohne große Überhitzung am Ziel ankommen.
 
T

trubby

AW: Erfahrungsbericht nach einem Monat E-Alleweder

Hallo Theodor,

Wieviel x Wh muß ich bei gegebenem Gewicht ,Motorleistung und Akkukapazität dazutreten, um auf y Strecke, z Reichweite zu erlangen.

die Geschwindigkeit geht ja auch noch mit ein. Spiele doch einfach mal auf der Kreuzotterseite ein wenig rum, deine Tretleistung wirst du ja sicher recht gut einschätzen können.

Akkuleistung in Wattstunden ist ganz grob gerechnet (eigentlich schon eher ein geschätzter Maximalwert) Nennspannung der Akkus mal Akkukapazität, also z.B. 24V * 30Ah = 720Wh.
Wenn du selbst jetzt 100W trittst und dich mit 500W unterstützen läßt, gibst du bei Kreuzotter 600W als Leistung ein. Damit erreichst du dann an einer 10% Steigung 17km/h (Fahrer:70kg, Fahrzeug: 40kg als von mir gewählte Beispielwerte).
Ist deine Steigung 4km lang, benötigst du also 4km / 17km/h = 0,24h und verbrauchst 500W * 0,24h = 120Wh. Verbleiben also 600Wh.

Der Wirkungsgrad des Motors ist hierbei natürlich noch nicht berücksichtigt, insofern ist das erst einmal eine recht grobe Schätzung, die aber sicher dafür taugt, dir für deine Strecke ein Gefühl zu vermitteln, was möglich sein könnte und was nicht.

Grüße,
André
 
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rainerh

AW: Erfahrungsbericht nach einem Monat E-Alleweder

Schaukelbewegung bei starkem Pedaltritt

Ich kenne die von Dir gefahren Alleweder-Bauart nicht persönlich, aber nach den Erfahrungen mit Flevo-Alleweder und Quest kann ich sagen: Das wird im Laufe der Zeit besser. Muß wohl daran liegen, daß der Fahrer sich daran gewöhnt beim Treten weniger rumzuhampeln ... :D
 
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ReneF

AW: Erfahrungsbericht nach einem Monat E-Alleweder

Zitat von Primaklima
Schaukelbewegung bei starkem Pedaltritt

Ich kenne die von Dir gefahren Alleweder-Bauart nicht persönlich, aber nach den Erfahrungen mit Flevo-Alleweder und Quest kann ich sagen: Das wird im Laufe der Zeit besser. Muß wohl daran liegen, daß der Fahrer sich daran gewöhnt beim Treten weniger rumzuhampeln ... :D

Also ich kenne das Schaukeln von meinem alten Quest.
Ich kann daher eine Empfehlung geben: Härtere Federn.
Die Strassenlage ist beim neuen Quest deutlich besser...

Tschö
René
 
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