Erfahrungen mit Velospeeder: Reibrollenantrieb auf Felgenbremsflanke

Dieses Thema im Forum "E-Motoren" wurde erstellt von vmax, 04.07.14.

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  1. vmax

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  2. Fire

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    Da man sowas recht einfach nachrüsten könnte finde ich die Idee nicht schlecht.

    Was mir dabei aber als erstes ins Auge gesprungen ist, ist dass der Akku ganze 92Wh hat. Keine Ahnung wie sie damit bis 50km weit kommen wollen.
    Wenn man von den 300Watt mittlerer Antriebsleistung ausgehen die sie angeben, fährt man damit ganze 20 Minuten, mit den 600W Spitzenleistung sogar nur 10 Minuten.

    Wenn man stattdessen einen anständigen Akku will, sind die 1.6 Kg für das Antriebspaket dann auch dahin
     
  3. Carva

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  4. Arno

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  5. Velogical

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    Hallo zusammen,
    ich bin neu im Forum und ich spreche für Velogical, den Hersteller des Velospeeders. Normalerweise halte ich mich aus Forumsdiskussionen heraus, doch in diesem Fall deutet sich in obigen Beiträgen ein Missverständnis an. Für die hier versammelten Insider präzisiere ich gerne die konkreten Angaben, die wir gegenüber dem Portal Ingenieur.de machten.

    1. Durch den Einsatz von nur 1 Getriebestufe, die über das Reibrad direkt auf das Hinterrad wirkt haben wir sehr geringe Verluste beim Wirkungsgrad. Bei anderen Motorenkonzepten addieren sich die kleinen Verluste der einzelnen Getriebestufen, bis die Antriebsleistung tatsächlich am Hinterrad ankommt. Wir rechnen daher mit einer Effizienz von Faktor 0,9 oder besser, was sich sehen lassen kann.
    2. Der Antrieb rutscht bei Regen nicht durch. Das stellen wir durch einen elektromechanischen Mechanismus her, der sicherstellt,
    dass stets der notwendige Anpressdruck vorhanden ist.
    Der zum Fahren notwendige Anpressdruck wird überwiegend von den Paarweise am Hinterrad positionierten Motoren selbst erzeugt, so viel wie nötig, so wenig wie möglich (dynamisch passiv und eben nicht statisch). Keine Zusatzreibung bei abgeklapptem Motor, Abklappen bei voller Fahrt ist möglich. Der Clou an unserem Ansatz, der umfassend patentiert ist, ist der Schwingachsenmechanismus beim Anklappen und seine Anwinkelung, es ist eben kein "umgedrehter" großer Dynamo.
    3. Wir sagen 300 Watt Antriebsleistung im Mittel, 600 Watt Peak - nicht mehr aber auch nicht weniger.
    4. Detailangaben zu aktuellen Akku Auslegungen/Konfigurationen siehe Antwort auf Kommentar von Alex Clauss:
    https://www.facebook.com/VELOGICALe...7261168003210/763960223666634/?type=1&theater
    Die Angaben gegenüber Ingenieur.de lauteten damals 50km je Akku-Konfiguration (2x25km). Inzwischen sind diese Angaben jedoch von unserer Entwicklung überholt worden, siehe unten.
    Grüße in die Runde
    Ogando (bin nicht permanent online)

    Unser Zitat aus FB:
    Battery size B) (our standard): reach some 35 kilometers (2 batteries 70km), 819 gram/ Li-Ion/ 21,6V/ 188Wh/ 8700mAh; in bottle-cage-mount, optionally 2 batteries on board reach some 70 kilometers;

    Our base for system weight complete: 1,5 kilogram with battery size B);

    Battery size C) (extended): , 1365 gram/ Li-Ion/ 21,6V/ 313Wh/ 14,5Ah - use on demand; does´t fit in a bottle-cage-mount any more but into a triangle frame bag

    Battery size A) (small): reach some 20-25km, 450gram/Li-Ion/ 18V/ 93,6Wh/ 5200mAh (replacement for LiPo batteries we still used in spring 2014)

    Twin-motor weight: 700grams including electronics only (base for motor-power and comparison of eBike systems, Velospeeder: 300 watt average, 600 watt peak, 40Nm torque);
    Battery volume is always variable according the cyclist´s needs and in daily use mostly below today common battery sizes. Actually there is no really comparable standard-procedure available to classify reaches of eBike batteries really neutrally.
     
  6. Meister783

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    Soweit kling das ja ganz toll, wäre klein, leicht und von der "Akkureichweite" überhaupt kein Problem.
    Damit wäre ein 10 kg Pedelec überhaupt kein Problem mehr.
    Mal schauen wenn es raus kommt und nicht allzu teuer ist......
     
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  7. Üps

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    Oh bitte ... Reibrad als verlustlos ...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wälzkörpergetriebe

     
  8. Meister783

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    Eher interessant ist der Felgenverschleiss.
    Hat nicht so ein Bastler vor ungefähr einem Jahr so ein Ding zusammen gebaut.
    Kanns nur nicht mehr finden.
     
  9. Üps

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  10. Meister783

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    Ich finde neue Sachen immer spannend.
    Hier finde ich gut das von der Herstellerseite aus ein Statement abgegeben wird.
    Nicht wie der Typ der seine kraftverstärkende Kurbel die einen Motor überflüssig macht angepriesen hat.
    Und erst nach wilden Pöpeleien mit der Sprache rausgerückt ist.
    So werde ich entspannt auf die ersten Berichte warten.
    Vielleicht ist es ja was für mich und meinen Einsatzbereich.
     
  11. Üps

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    Ich weiß nicht, was du meinst, aber du hast sicher recht. Noch zum Felgenverschleiß: Lange bevor das auftritt, hätte ich mit dem Ding nicht fahren können. Schon nach Wochen ist es mir passiert, dass ich mit meinem City-Pedelec irgendwo in einem matschigen Acker landete, wo ich dank Allradantrieb wenigstens stückweise voran kam und zu Fuß die ganze Strecke kaum hätte zurücklegen können. Ähnliches auf Waldwegen, obwohl die sehr breit waren.

    Und jetzt stell dir dir Matschbollen, Östchen, Blätter und Steinchen mal zwischen Felge und Reibrad vor. Irgendwo im Forum gibt's noch ein Bild einer meiner Winterausfahrten.

    https://www.pedelecforum.de/forum/i...gste-pedelec-bilder-thread.20153/#post-281241

    Dir Reibrolle des Dynamos ist inzwischen durch den Deckel einer Medikamentendose ersetzt. Oder war es ein Flaschenverschluss?
     
  12. Velogical

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    Felgenverschleiss an der Bremsflanke ist nach über 4000n km bisher keiner feststellbar - es ist ja auch kein statischer Reibradantrieb.

    bzgl. Beitrag von Ups: natürlich ist ein Reibradgetriebe nicht so wie ein Mittelmotor, aber es ist eben nur 1 Getriebestufe, die dafür direkt am Hinterrad ankommt. Bei Lösung des Anklappmechanismus geht hier wenig verloren, das was machbar ist, kommt auch am Hinterrad an. Man kann berechnen, wie sich kleine Ungenauigkeiten in der Kraftübertragung über mehrere Getriebestufen summieren, da können die einzelnen Schritte noch so edel sein, entscheidend ist, was am Hinterrad ankommt.

    Von der zitierten Veröffentlichung im Forumsbeitrag hörte ich bereits. Glücklicherweise liegt das Prioritätsdatum unserer Patentanmeldung deutlich früher und es gibt einige weitere wichtige Unterschiede, aber wie man sieht liegen bestimmte Denkansätze zu einer bestimmten Zeit in der Luft.

    Velogical engineering GmbH, Hersteller, gewerblicher Forenaccount
     
  13. Üps

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    Ein Directdrive-Nabenmotor hat z.B. gar kein Getriebe. Oder ein magnetischer Direktantrieb der Felge (das, was neulich als Transversalflussmotor vorgestellt wurde). Und was hat ein chinesischer Billigmotor mit Planetengetriebe an Getriebeverlusten? Ich meine, hier wären 6% diskutiert worden (Edit: In einem anderen Forum finde ich die Angabe von üblicherweise 3% inklusive Wellendichtungen). Kann mir kaum vorstellen, dass ein Reibradgetriebe mit Felge als Komponente bedeutend weniger Verluste hat.

    Zumal das Hauptproblem bei einem Motor ohne Schaltgetriebe bezüglich Verluste und Antriebsleistung am Berg ohnehin wo ganz anders liegt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 04.10.14
  14. Meister783

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    @Velogical
    Ich hoffe das der Antrieb hier auch richtig vorgestellt wird wenn alles passt.
    Einen Betatester braucht ihr nicht noch zufallig? ;)

    @Üps
    Mein Cross Check ist bis jetzt noch nicht so dreckig geworden das ich es nicht mit in die
    Wohnung hätte nehmen könnte.
    Zum Schlammwühlen nehme ich das Monkey.
     
  15. Üps

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    Ich habe das Ding durch die Wohnung geschoben und auf dem Balkon gereinigt. Es war also nicht so dreckig, dass ich es nicht mit in die Wohnung nehmen konnte. :)
     
  16. Meister783

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    Auf den Bildern sah das aber anders aus.
     
  17. Üps

    Üps

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    Wieso? Wenn der Dreck trocken ist, fallen höchstens Brösel herunter und dafür gibt es Staubsauger.
     
  18. didi28

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    Eventuell gibt es für so einen Antrieb eine wirtschaftlich und technisch funktionierende Marktnische bei Rennradlern. Die wollen allerdings bisher meinem persönlichen Eindruck nach eher gar keine motorische Unterstützung, das kann sich natürlich in Zukunft noch ändern. Letztlich muss man so was bauen und auf dem Markt auch wirklich anbieten, erst dann weiß man sicher, ob so ein Antrieb wirtschaftlich funktioniert oder nicht.
     
  19. Kulle

    Kulle

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    ...dürfen.
    Ein so aufgerüstetes Fahrrad darf vermutlich nicht ohne Betriebserlaubnis auf die Straße...
     
  20. didi28

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    Wenn man als Hersteller jeden einzelnen Motor mit 125 W maximaler Nenndauerleistung benennt, die Motoren über 6 km/h nur unterstützen, wenn man pedaliert und bei 25 km/h abschalten (zumindest optional), dann hätte ich da keinerlei rechtliche Bedenken, mich damit im öffentlichen Straßenverkehr zu bewegen ...
     


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