Entwicklung einer neuen Akkutasche als präventiver Brandschutz

Diskutiere Entwicklung einer neuen Akkutasche als präventiver Brandschutz im Akkus, Batteriemanagement (BMS), Ladegeräte Forum im Bereich Diskussionen; Akkutasche als präventiver Brandschutz Hi, es geht um das Thema Akkubrände. Der Lithium-Ionen-Akku kann ja thermisch durchgehen und brennt dann...
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Akkutasche

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Akkutasche als präventiver Brandschutz​


Hi,
es geht um das Thema Akkubrände. Der Lithium-Ionen-Akku kann ja thermisch durchgehen und brennt dann explosionsartig bei bis zu 900 °C ab. Passiert nicht häufig, aber kommt immer mal wieder vor und kann unterschiedliche Gründe haben: Fehlproduktion, Fehlbedienung (Vollständiges entladen, versehentlich zu hohe Erwärmung in den Sommermonaten durch Sonneneinstrahlung, zu kalt im Winter etc.), Beschädigung, weil heruntergefallen, etc.

Ich plane ein Startup zu gründen und möchte eine Akkutasche als präventiven Brandschutz auf den Markt bringen. Mich würde interessieren, wie überhaput das Interesse an der Lösung wäre.

  • Seht ihr so eine Lösung überhaupt als notwendig an?
  • Wärt ihr daran interessiert?
  • Welchen Preis würdet ihr akzeptieren?

Zur Idee:
In der Akkutasche wird der Akku geladen, gelagert und transportiert. Falls der Akku mal thermisch durchgehen sollte, so ist er schon in der Tasche (außer natürlich er ist in dem Moment gerade am E-Bike angeschlossen). Die Tasche kann den Brand kapseln, die hochgiftigen Medien werden durch ein spezielles Material gebunden. Ein Temperatursensor soll frühzeitig anschlagen, wenn die Temperatur in der Tasche ansteigt. So bleibt ausreichend Zeit, die Feuerwehr zu kontaktieren, der Wohnraum wird nur geringfügig kontaminiert und der finanzielle bzw. gesundheitliche Schaden deutlich reduziert.

Es gibt ähnliche Produkte aufm dem Markt, die wurden analysiert und erreichen aber nicht die entsprechenden Standards oder sind wahnsinnig teuer. Daher auch meine Frage zu einem für Euch aktzeptablen Kaufpreis. Die Produktion selbst ist nicht günstig und könnte einen akzeptablen Marktpreis sprengen, auch wenn man die derzeitige Produktionsmöglichkeit noch optimiert. Ich nenne aber keine Zahl, da ich Euch nicht ankern will :)

Würde mich über eine Diskussion hier im Forum sehr freuen, auch gerne kritische Anmerkungen.
Vielen Dank!
 
L

Leonardo75

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@Akkutasche : Mach am besten dazu einen eigenen Thread auf, sonst geht Dein Beitrag hier unter.

Für das Laden im Wohnraum würde ich sowas schon benutzen.

Wenn der Preis stimmt und die Leistung vor allen Dingen die Ausbreitung der Rauchgase verhindern in unabhängigen Tests nachgewiesen ist, wäre ich daran interessiert.

Preislich könnte ich mir 40 bis 50 Euro für so eine Tasche vorstellen.
 
P

paddy72

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Interessantes Projekt aber halte ich für sehr schwierig.
Einen wirklichen Schutz vor einem massiv durchgehenden ebike-Akku halte ich für kaum möglich, bzw. wenn dann sehr teuer und vermutlich schwer. Früher hätte man wohl einen mehrlagigen Asbestsack genommen :cool: , heute eher Verbundwerkstoffe aus Glasfasermatten etc. mit integriertem Löschpulver zwischen den Schichten und (Aktivkohle), Kieselgur etc. um Brandgase weitgehend aufzunehmen bzw. zu entgiften.

Vermutlich würde eine standhafte Lösung schnell einige 100 Eur sprengen, das wäre mir zu teuer. Wenn man einfach mal die Statistiken bedenkt, wie oft so ein Akku wirklich durchgeht - dann ist die Gefahr sehr gering und vermutlich wird man eher bei einem Verkehrsunfall erheblich verletzt bevor ein (gut behandelter) Akku durchgeht. Hinzu kommt das die Technik hier weiter fortschreitet und wir vermutlich schon in der nahen Zukunft immer weniger Probleme damit haben werden. Ich denke nur an Feststoffzellen oder Zellen auf Basis Na statt Li oder auch nur LiFePO, wo die Brandgefahr schon vernachlässsigbar ist. Die kritischen LiCoO-Zellen gibt es kaum noch und die NMC werden solider und vermutlich auch bald ersetzt bzw. optimiert.

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, das das ein großer Markt wird und die Forschungs- und Entwicklungskosten wieder hereinkommen. Könnte mir das nur für einige besonders kritische Anwendungen vorstellen (wenn man nur im Zimmer in Abwesenheit laden kann, oder für stat. Anwendungen im Krankenhausbereich meinetwegen). Dann wären es aber nicht nur ebike-Akkus und da gibt es vermutlich auch andere stationäre Lösungen.
 
hadizet

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Warum braucht es jetzt noch einen Thread zum selben Thema?
 
jm1374

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  • Seht ihr so eine Lösung überhaupt als notwendig an?
  • Wärt ihr daran interessiert?
  • Welchen Preis würdet ihr akzeptieren?

-Nein,
-nein,
-du kannst das nicht zu einem akzeptablen Preis entwickeln und herstellen.

Die Gefahr von brennende LiIon Akkus ist äusserst gering. In den meisten Brandfällen ist eklatante Fehlbedienung der Grund. Und diese „Helden“ bekommst du sicher nicht als Kunden für deine Akkutasche.
 
Idefix314

Idefix314

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Ich glaube, dass es viele ebiker gibt, die ein ungutes Gefühl beim Laden ihres Akkus in der Wohnung haben. Diese wären m. E. auch bereit ein paar Euro mehr für einen halbwegs sicheren Ladevorgang zu berappen. (y)
 
hadizet

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Für ein paar Euros wird nichts wirklich sinnvolles zu machen sein.

Im anderen Thread war von "explosionsartiger Entzündung und 900 Grad Brandtemperatur" die Rede.
Da kann man mit so 'ner Tasche doch höchstens das Gewissen etwas beruhigen.

MMn flüssiger als flüssig.
 
Akkadier

Akkadier

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Da sage ich nur Marketing!
Richtig vermarktet, wird es dir aus der Hand gerissen. Es muß ein "haben wollen" Effekt her um erfolgreich zu sein. Nebenbei bemerkt, würde ich die Fahrrad Hersteller abklappern...
Viel Glück!
 
momahduh

momahduh

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Ich habe da noch eine Anmerkung, die so noch nicht betrachtet wurde:
  1. Eine Akkutasche scheint mir ein bisschen zu "lappig" für das was da losbrennen kann, wenn es denn brennen sollte. Interesse zur Aufbewahrung und Transport hätte ich an einer Akkubox, sofern auch mehrere Akkus reinpassen, vor allem unter folgendem Gesichtspunkt:
  2. Den Bedarf sehe ich als durchaus gegeben an, im Zusammenhang mit Transport und Lagerung von E-Bike Akkus in Wohnmobilen: Deshalb auch eine Brandfeste Box, weil da Akkus z.T. unter den Betten und neben Flüssiggasanlagen transportiert / gelagert werden und Wohnmobile leicht entflammbar sind! Genau hier ist ein Markt, der jährlich 25% und mehr wächst und einen großen Sicherheitsbedarf hat, weil immer mehr Camper auch E-Bikes mitführen...
  3. Eine brandfeste V2a-Box kann sich jeder auch in den Keller, die Wohnung oder auf den Balkon stellen, somit wären dann alle Biker möglicher Kundenkreis.
  4. Wenn du es wirklich schaffst, eine brandfeste Box für Akkus herzustellen, werden Versicherungen ganz schnell aufspringen und diese Box als Auflage machen, wenn du Versicherungen beim Marketing mit einbeziehst...
 
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hadizet

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Wir fahren die Akkus über tausende Kilometer im Auto spazieren, die Räder aufgeladen. Wer macht sich da Gedanken, was passieren könnte?
 
momahduh

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Wir fahren die Akkus über tausende Kilometer im Auto spazieren, die Räder aufgeladen. Wer macht sich da Gedanken, was passieren könnte?

Ich mach mir auch keine Gedanken, was DIR passieren könnte, aber ich reflektiere schon, was ich tue und welche Risiken ich eingehe. Das muss aber nicht jeder verstehen, schließlich haben früher auch Leute im Heustadel geraucht und fanden das völlig normal... :)
 
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Warum braucht es jetzt noch einen Thread zum selben Thema?
Ja, wenn sich der Thread entsprechend allgemein weiterentwickelt, werde ich ihn mit diesem Thread zusammenlegen:

Akkubrände u.ä. und was man dagegen tun kann

Und wenn ihr bei dem eigentlich engeren Thema einer Neuentwicklung einer Akkutasche als Brandschutz bleibt, lasse ich ihn als eigenständigen Thread weiterlaufen. Es hängt also von dem ab, was ihr hier schreibt.
 
goofy1968

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......Ich nicht, wem ist schon ein Akku bei sachgemäßer Behandlung von
einem Namhaften Hersteller abgeraucht?
Gut, OK, aber woher weißt du, wie dein Markenakku in dem Transport bis zu dir behandelt wurde? Hast du schon mal Logistiker beim Verladen von Ware beobachtet, oder das Kleingedruckte der Logistikbranche gelesen?

Niemand kann wissen, ob sein (von ihm) fachgerecht behandelter Markenakku nicht schon einen Knacks hatte, bevor er ihn erwarb. Prävention in einem angemessenen Preisverhältnis wäre für mich 100 € pro 2 Akkus und die würde ich kaufen.
 
goofy1968

goofy1968

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Gut, OK, aber woher weißt du, wie dein Markenakku in dem Transport bis zu dir behandelt wurde? Hast du schon mal Logistiker beim Verladen von Ware beobachtet, oder das Kleingedruckte der Logistikbranche gelesen?

Meine Akkus sind entweder mit Pedelec gekommen ,da würde eher
alles andere kaputt sein bevor der Akku schaden nimmt.

Und einer wurde lose gekauft , der war aber so verpackt das da
sehr viel hätte kommen müssen bevor der Schaden nimmt.
Und gesehen hätte man es auch an der Verpackung.

Schon mal drüber nachgedacht an den Ängsten zu arbeiten?
 
Glücksrad

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  • Welchen Preis würdet ihr akzeptieren?
Ja
Vielleicht. Ich habe mir eine eigene Lösung gebaut, die müsste übertroffen werden.
Für drei Akkus (ca. 1,5kWh in Summe) bis zu 500€.
 
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