Entscheidungshilfe: ST2 oder Supercharger 2

Diskutiere Entscheidungshilfe: ST2 oder Supercharger 2 im S-Pedelecs und anderes mit E-Motor Forum im Bereich Diskussionen; Hallo zusammen, ich ziehe bald noch etwas weiter aufs Land und würde deshalb gerne von meinem E-bike auf ein S-Pedelec wechseln. Der tägliche...
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Volli78

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Hallo zusammen,

ich ziehe bald noch etwas weiter aufs Land und würde deshalb gerne von meinem E-bike auf ein S-Pedelec wechseln. Der tägliche Arbeitsweg liegt bei ca. 23 Kilometern (eine Strecke) und ich beabsichtige (wie auch jetzt) bei jedem Wetter außer Eisregen und geschlossene Schneedecke zu fahren.

Mir spuken im wesentlichen das Riese&Müller Supercharger 2 und das Stromer ST2, jeweils mit Riemen, im Kopf herum, wobei der Verstand fürs Supercharger und das Herz fürs Stromer votiert. Ich hätte da ein paar Fragen bzw. würde um Eure Meinung zu ein paar Gedanken bitten. Ihr könnt auch unabhängig davon gerne sagen, für welches Rad ihr Euch entscheiden würdet.

1. Nächste Werkstatt/Händler:
Kann ich mit einem ST2 in jede Fahrradwerkstatt, oder brauche ich einen Händler, der auch das Stromer vertreibt? Ein Händler mit Riese/Müller im Angebot ist 7 km von meinem Wohnort entfernt, ein Stromer-Händler wäre 30 km entfernt. Das wäre durchaus relevant für mich, da ich kein Auto habe, mit dem ich ein Fahrrad bei einem größeren Defekt mal eben in der Werkstatt abliefern könnte. Die meisten Sachen kann ich wahrscheinlich selbst reparieren.

2. Robustheit:
An meinem jetzigen Ebike bin ich für meinen Geschmack viel zu oft am Schrauben. Insbesondere Kette/Nabenschaltung sind ein ständiger Problempunkt. Das frisst nicht nur Zeit, ich bin eigentlich jeden Tag aufs Rad angewiesen. Welches von beiden Rädern würdet ihr beim Punkt Robustheit, Wartungsaufwand vorne sehen?

3. Geschwindigkeit:
Ich bin seit jeher jemand, der - egal ob normales Rad, Rennrad oder Ebike, gerne so schnell fährt wie die Straßen- und Verkehrsverhältnisse es zulassen. Ich habe keine großen Steigungen (Norddeutschland), 99% der Strecke sind gut asphaltiert, fast kein Stadtverkehr, wenige Einmündungen/ Grundstücksausfahrten. ich muss jetzt nicht permanent am Limit fahren, aber ich würde schon gerne den Großteil der Strecke eine möglichst hohe Geschwindigkeit fahren ohne mich komplett zu verausgaben.
Ich bin eine Zeit lang mit einer Speedbox am Bosch Active-Line Plus außerhalb des öffentlichen Verkehrsraumes unterwegs gewesen und da immer so um die 35 km/h gefahren. Das war angenehm. Mit einem S-Pedelec erhoffe ich mir schon um die 40 km/h im öffentlichen Verkehrsraum. Welches Rad seht ihr dabei vorne und ist meine "Hoffnung" mit dem einen Rad vielleicht mehr gerechtfertigt als mit dem anderen?

4. Akku und Reichweite:
Ich würde gerne höchstens einmal am Tag laden. Ich denke das sollten beide Räder mit meiner Strecke und der gewünschten Geschwindigkeit schaffen, oder? Mein Bauchgefühl sagt, die beiden Akkus des Supercharger haben hier vielleicht einen Vorteil, auch in Punkto Haltbarkeit und Risiko. Beim Stromer wäre bei einem Defekt der ganze Akku hin und die Neuanschaffung wäre entprechend teuer, beim Supercharger wäre es bei einem unerwarteten Defekt wahrscheinlich erstmal nur einer und die Neuanschaffung günstiger. Sollte ich bei meiner Strecke jeweils auf den größten Verfügbaren akku setzen oder empfehlt ihr sogar einen kleineren?

5. Diebstahlsicherheit:
Ich parke in einer der Hauptstädte des Fahrraddiebstahls. Und auch wenn ich entsprechend versichern werde und natürlich auf ein oder zwei hochwertige Schlösser setzen werde, nimmt man natürlich jedes bisschen mehr an Sicherheit gerne mit. Würdet ihr sagen es gibt hinsichtlich der Diebstahlssicherheit bei einem der beiden Räder einen Vorteil?

Vielen Dank!
 
Blue_Ghost73

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Hallo Volli78,

wenn ich mir Deine Punkte so ansehe und abwägen müsste, würde ich mich für das R&M entscheiden. Warum?

1. Händler vor der Tür - unersetzbar, vor allem wenn man aufs Rad angewiesen ist.
2. Robustheit - würde ich beim R&M etwas höher einschätzen. Beim Stromer liest man hin und wieder von kleineren Zickereien.
3. Speed - der Punkt geht klar an Stromer. Aber auch das R&M lässt sich in höchster Stufe im Bereich um 40 km/h bewegen.
4. Akku - mit dem Dualakku bist Du bestens ausgestattet und verteilst die Lastentnahme. Der Stromer mit dem großen Akku auch gut aber klar - im Ersatzfall deutlich teurer.
5. Kann ich nicht viel zu sagen - auf alle Fälle - beide gut versichern.

VG Sven
 
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Hannes Buskovic

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Hallo zusammen,

ich ziehe bald noch etwas weiter aufs Land und würde deshalb gerne von meinem E-bike auf ein S-Pedelec wechseln. Der tägliche Arbeitsweg liegt bei ca. 23 Kilometern (eine Strecke) und ich beabsichtige (wie auch jetzt) bei jedem Wetter außer Eisregen und geschlossene Schneedecke zu fahren.

Mir spuken im wesentlichen das Riese&Müller Supercharger 2 und das Stromer ST2, jeweils mit Riemen, im Kopf herum, wobei der Verstand fürs Supercharger und das Herz fürs Stromer votiert. Ich hätte da ein paar Fragen bzw. würde um Eure Meinung zu ein paar Gedanken bitten. Ihr könnt auch unabhängig davon gerne sagen, für welches Rad ihr Euch entscheiden würdet.

1. Nächste Werkstatt/Händler:
Kann ich mit einem ST2 in jede Fahrradwerkstatt, oder brauche ich einen Händler, der auch das Stromer vertreibt? Ein Händler mit Riese/Müller im Angebot ist 7 km von meinem Wohnort entfernt, ein Stromer-Händler wäre 30 km entfernt. Das wäre durchaus relevant für mich, da ich kein Auto habe, mit dem ich ein Fahrrad bei einem größeren Defekt mal eben in der Werkstatt abliefern könnte. Die meisten Sachen kann ich wahrscheinlich selbst reparieren.

2. Robustheit:
An meinem jetzigen Ebike bin ich für meinen Geschmack viel zu oft am Schrauben. Insbesondere Kette/Nabenschaltung sind ein ständiger Problempunkt. Das frisst nicht nur Zeit, ich bin eigentlich jeden Tag aufs Rad angewiesen. Welches von beiden Rädern würdet ihr beim Punkt Robustheit, Wartungsaufwand vorne sehen?

3. Geschwindigkeit:
Ich bin seit jeher jemand, der - egal ob normales Rad, Rennrad oder Ebike, gerne so schnell fährt wie die Straßen- und Verkehrsverhältnisse es zulassen. Ich habe keine großen Steigungen (Norddeutschland), 99% der Strecke sind gut asphaltiert, fast kein Stadtverkehr, wenige Einmündungen/ Grundstücksausfahrten. ich muss jetzt nicht permanent am Limit fahren, aber ich würde schon gerne den Großteil der Strecke eine möglichst hohe Geschwindigkeit fahren ohne mich komplett zu verausgaben.
Ich bin eine Zeit lang mit einer Speedbox am Bosch Active-Line Plus außerhalb des öffentlichen Verkehrsraumes unterwegs gewesen und da immer so um die 35 km/h gefahren. Das war angenehm. Mit einem S-Pedelec erhoffe ich mir schon um die 40 km/h im öffentlichen Verkehrsraum. Welches Rad seht ihr dabei vorne und ist meine "Hoffnung" mit dem einen Rad vielleicht mehr gerechtfertigt als mit dem anderen?

4. Akku und Reichweite:
Ich würde gerne höchstens einmal am Tag laden. Ich denke das sollten beide Räder mit meiner Strecke und der gewünschten Geschwindigkeit schaffen, oder? Mein Bauchgefühl sagt, die beiden Akkus des Supercharger haben hier vielleicht einen Vorteil, auch in Punkto Haltbarkeit und Risiko. Beim Stromer wäre bei einem Defekt der ganze Akku hin und die Neuanschaffung wäre entprechend teuer, beim Supercharger wäre es bei einem unerwarteten Defekt wahrscheinlich erstmal nur einer und die Neuanschaffung günstiger. Sollte ich bei meiner Strecke jeweils auf den größten Verfügbaren akku setzen oder empfehlt ihr sogar einen kleineren?

5. Diebstahlsicherheit:
Ich parke in einer der Hauptstädte des Fahrraddiebstahls. Und auch wenn ich entsprechend versichern werde und natürlich auf ein oder zwei hochwertige Schlösser setzen werde, nimmt man natürlich jedes bisschen mehr an Sicherheit gerne mit. Würdet ihr sagen es gibt hinsichtlich der Diebstahlssicherheit bei einem der beiden Räder einen Vorteil?

Vielen Dank!

Hallo Volli

Mit einem Stromer musst Du bei Stromer-spezifischen Arbeiten schon zu einem Stromer Händler. Selbst der Hinterradausbau ist seit 2018 eigentlich nicht mehr vorgesehen für Endkunden. Aber das kriegst Du im Notfall sicher hin ohne was kaputt zu machen ...

Beim neuen ST2 gibt es noch keine Langzeiterfahrungen, wie sich die integrierte Nabenschaltung schlägt. Auch, ob Dir die 5 Gänge von der Abstufung passen solltest Du testen. Alternativ wäre auch ein ST3 chic?
Beim Riese&Müller kommt es wohl drauf an, für welche Antriebsvariante Du dich entscheidest?
Bremsbeläge brauchst aufgrund der Motorbremse bei einem Stromer defintiv weniger.

Im Flachland wirst Du mit dem Stromer ST2/ST3 dem Riese&Müller in Sachen Geschwindigkeit immer überlegen sein. Auch die Effizienz des Nabenmotors kommt dann voll zum tragen (Keine langsamen, steilen, langen Steigungen). 45km/h dauerhaft sind kein Problem.

Akkus und Laden: Beim Stromer reicht es defintiv aus meiner Sicht, besonders wenn Du nicht nur am Limit fahren willst. Angenommen Du hast mal einen Tag Sturm und der Wind dreht während des Tages und Du hast zweimal 80km/h Gegenwind... Dann wird auch mal knapp werden. Bedenke: Die Akkus werden schwächer mit der Zeit. Ich würde immer den grössten Akku kaufen.
Bei einem Akkudefekt... 2 Jahre hast Du ja sowieso Garantie darauf. Nur weil ein Akku des R&M dann günstiger wäre zu ersetzen... naja. Auf der anderen Seite findest Du noch gute, gebrauchte Bosch-Akkus in Deutschland wahrscheinlich häufiger als Stromer-Akkus.

Diebstahlsicherheit: Mit einem Stromer kann ohne Hacker-Know-How niemand was anfangen. (PIN Code erforderlich zur Nutzung und verbunden via SIM Karte im Internet, Diebstahlmodus, weitgehend ortbar und sperrbar). Wenn es aus Unwissenheit oder wegen Teilen dennoch geklaut wird und der Dieb dennoch weiss was er tun muss ... ja doof.

Viele Grüsse
Hannes
 
tehdon

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Hallo @Volli78 , willkommen im Forum und Glückwunsch, dass Du dich für ein schnelles Pedelec interessierst!

1.: Deine erste Frage wiegt bereits schwerer als alle anderen: der Punkt geht ganz klar an das Bosch-Rad. Einerseits natürlich, weil 30km ohne Auto zum Servicepartner einfach zu weit ist. Andererseits, weil Stromer momentan noch teils massive Probleme hat, Ersatzteile zeitnah aus der Schweiz in die EU zu senden. Ein Händler, mit dem ich im Kontakt war, hat mir berichtet, dass er seine Kunden teilweise monatelang vertrösten musste.

3.: Die Endgeschwindigkeit geht definitiv an den Stromer. Ich fahre einen Bosch der alten Motorgeneration, mit diesem ist eine angenehme Reisegeschwindigkeit von 38-40 km/h möglich. Der neue Bosch Speed schafft da vielleicht etwas mehr. Eine weitaus interessantere Information ist für dich vermutlich eher folgende: Meine Pendelstrecke ist 25km flach, überland, recht ideal für Hochgeschwindigkeitsfahrten. Eigentlich keine Stops. Diese fahre ich mit dem Bosch in 40 Minuten. Ich bin die Strecke allerdings auch schon mit dem Klever X-Speed gefahren (ist vergleichbar mit dem Stromer). Damit war ich dreieinhalb Minuten früher am Ziel.

4.: Da würde ich die Hand nicht umdrehen. Vielleicht kann irgendein Stromer-Fahrer sich mal äußern, ob die Architektur der Stromer-Akkus schonender für die intensive Stromentnahme bei Hochgeschwindigkeitsfahrten ist. Aber ansonsten: Egal.

5.: Puuuuuh. Gibt es gar keine Möglichkeit, das Rad irgendwo sicher zu verwahren? Versicherung hin oder her, das wäre mir echt arg.

Viel Spaß bei der Entscheidungsfindung! Egal, für was Du dich entscheidest: versuche auf jeden Fall, beide infrage kommenden Räder probe zu fahren. Und hier der obligatorische Link für weitere Denkanstöße: So you want to buy a S-Pedelec…
 
Chaos

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4.: Da würde ich die Hand nicht umdrehen. Vielleicht kann irgendein Stromer-Fahrer sich mal äußern, ob die Architektur der Stromer-Akkus schonender für die intensive Stromentnahme bei Hochgeschwindigkeitsfahrten ist. Aber ansonsten: Egal.
Vom Prinzip her ja Stromer hat das schonendere Konzept, aber aufgrund der höheren Leistung vom Antrieb ist er bei max Speed ggf. nicht soviel weniger belastet. Bei den "alten" Stromern kann man (unter Garantieverlust) Extender einbauen, ob das beim neuen ST2 noch geht müsste jmd. testen.

5 Gänge wären mir zuwenig, sind anders als bei einer Kettenschaltung bei nichtgefallen auch nur durch das kettenblatt zu ändern... Ausgiebig testen, wäre meine Empfehlung.

Aufgrund der unbekannten Zuverlässigkeit würde ich mir kein Stromer mit Nabenschaltung holen.

Ich warte übrigens seit Monaten auf ein Ersatzteil von Stromer (Deutschland, in CH scheint das besser zu klappen). Mein Händler verkauft kein stromer mehr, die waren mit deren Support etc. nicht zufrieden.
Wenn Riemen interessant für dich dann schau dir ggf. mal noch das klever mit pinion an. Ggf. findet sich ja auch ein Händler in der Nähe dafür.
Die haben in der Vergangeheit auch mal Ersatzteile direkt an Forenmitglieder gesendet.

(Nicht nur ) Stromer ohne Händler in der Nähe würde ich mir gut überlegen...
 
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Genau,

ich würde auch das Klever X-Speed Pinion mit dem großen Akku ins Rennen werfen. FÜR MICH auf dem Papier - aktuell fast der bessere Stromer. Vielleicht hast Du hier ja auch einen Händler, der näher dran ist.

Und genau - wenn Du kannst - probefahren.

VG Sven
 
SeDu

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Genau,

ich würde auch das Klever X-Speed Pinion mit dem großen Akku ins Rennen werfen. FÜR MICH auf dem Papier - aktuell fast der bessere Stromer. Vielleicht hast Du hier ja auch einen Händler, der näher dran ist.

Und genau - wenn Du kannst - probefahren.

VG Sven

Dem kann ich mich nur anschließen. Das wäre wohl die beste Option, vorausgesetzt ein passender Händler ist in der Nähe. Ansonsten kann ich die Wahl pro Riemen nur aus persönlicher Erfahrung unterstützen. Ansonsten wurde alles Wesentliche bereits gesagt.
 
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iGude

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1.: Deine erste Frage wiegt bereits schwerer als alle anderen: der Punkt geht ganz klar an das Bosch-Rad. Einerseits natürlich, weil 30km ohne Auto zum Servicepartner einfach zu weit ist. Andererseits, weil Stromer momentan noch teils massive Probleme hat, Ersatzteile zeitnah aus der Schweiz in die EU zu senden. Ein Händler, mit dem ich im Kontakt war, hat mir berichtet, dass er seine Kunden teilweise monatelang vertrösten musste.
Klar das liest sich wie ein Volltreffer für die Konkurenz zu Stromer. Was aber wenn ein Stromer, wie wie meiner, auf bald 22.000km nur einmal in die Werkstatt musste und dazu auch keine speziellen Ersatzteile benötigt wurden... Dann sind auch die 30km Entfernung zum Hänlder kein so großes Problem mehr. Sofern dieser sich bemüht und einen guten Job macht.

Das nur mal als Kehrseite.
Die Warnungen vor Stromer und den Problemen die durch Probleme entstehen, kommen ja leider oft von Leuten die gar keinen Stromer fahren.

Ich glaube nicht das Stromer anfälliger ist als andere Bikes, ich bin mir sogar sicher das der Motor im Durchschnitt um ein vielfaches besser in der Lebensdauer abschneidet als zb. ein Bosch.
Aber wenn dann halt was ist, dann ist das natürlich richtig dann kann es sehr ärgerlich werden. 🤷‍♂️
2. Robustheit:
An meinem jetzigen Ebike bin ich für meinen Geschmack viel zu oft am Schrauben. Insbesondere Kette/Nabenschaltung sind ein ständiger Problempunkt. Das frisst nicht nur Zeit, ich bin eigentlich jeden Tag aufs Rad angewiesen. Welches von beiden Rädern würdet ihr beim Punkt Robustheit, Wartungsaufwand vorne sehen?
Da du vom neuen ST2 mit Riemen und Schaltnabe im Motor sprichst wird dir da keiner groß was zu sagen können.
Das ist einfach zu neu und es gibt keine Langzeiterfahrungen.

Bei einem herkömmlichen Stromer mit Kettenschaltung ist die Wartung gering. Die Kette und die 3 meist genutzten Ritzel (das wird bei dir auch sicher so sein) halten zwischen 8000-13000 km (mal Richtwert durch die Erfahrungen hier im Forum).
Kette und die 3 Ritzel sind einzeln günstig zu bekommen und sind in 15 Minuten gewechselt.

Manche Stromer sind mit der elektrischen Di2 ausgestattet. Von mir findet man hier im Forum Posts in denen ich das als unsinnig beschreibe da man den Akku der Schaltung extra laden muss.
Meine Meinung hierzu ist aber gerade dabei sich gravierend zu ändern.
Die Schaltung hat eigenartigerweise bis zum Kettenwechsel funktioniert. Bei der mechanischen Schaltung musste ich bisher immer nachjustieren. Die Di2 ist sehr wartungsfreundlich. Wenn man den elektrischen Stecker und eine Schraube löst, hat man die Schalteinheit in der Hand und kann sie bequem reinigen.
Unter anderem tragen da auch die Erfahrung und Berichte von @jm1374 dazu bei. Das liest sich schon nach sehr toller Technik. Gerade für den Pendelbetrieb.

5. Diebstahlsicherheit:
5.: Puuuuuh. Gibt es gar keine Möglichkeit, das Rad irgendwo sicher zu verwahren? Versicherung hin oder her, das wäre mir echt arg.
Also ich wöllte meinen Stromer jetzt auch nicht auf der Straße stehen lassen unbedingt. Aber durch die eigebaute SIM Karte ist auch hier eine Ortung und eine Sperre, auch aus der Ferne, möglich.
Was schon eine gewisse Sicherheit gibt.

Der Punkt "könnte" allerdings an R&M gehen. Denn wenn das Bike geklaut wird und wird zb in einem Plattenbau mit zich Wohneinheiten geortet dann bringt das auch nichts. Niemals wird die Polizei die Möglichkeit haben den ganzen Bau zu untersuchen... NIEMALS!
Bei R&M gibt es soweit ich weiss mit dem RX Chip die dazubuchbare Option das man in solch einem Fall, also wenn das Bike nicht wieder zu beschaffen ist, ein neues bzw gleichwertiges Bike bekommt.
Diese Möglichkeit hat man bei Stromer nicht. Dann ist es einfach weg.
 
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schmadde

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Stromer ST2 , Dail-E Grinder S, Bosch Lastenrad
Ein Händler mit Riese/Müller im Angebot ist 7 km von meinem Wohnort entfernt, ein Stromer-Händler wäre 30 km entfernt. Das wäre durchaus relevant für mich, da ich kein Auto habe, mit dem ich ein Fahrrad bei einem größeren Defekt mal eben in der Werkstatt abliefern könnte.
Damit wäre der Stromer für mich gestorben. Das sind keine guten Voraussetzungen. Zumal Du die Vorteile des Stromers auch nicht brauchst. 2x23km schafft man ganz locker mit 2 Bosch Akkus, wenn man es nicht eilig hat reicht sogar einer. Der große Stromer Akku sollte auch für hin- und zurück reichen, ich habe 2x24km und den 814Wh Akku im ST2 und es ist sehr knapp hin- und zurück, ich fahre dabei auch nicht dauerhaft mit Stufe 3. Das ist beim Stromer auch etwas blöd, da es nur eine einstellbare Unterstützungsstufe gibt und die Stufe 1 ist IMO unbrauchbar, also insgesamt gibts nur zwei Unterstützungsstufen, das treibt den Verbrauch nach oben.

Wenn Dir 40km/h reichen ist Bosch auch gut - und er ist zuverlässig.
 
andreasDo

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Coboc Montreal - Riese Müller Packster 40
Bei R&M gibt es soweit ich weiss mit dem RX Chip die dazubuchbare Option das man in solch einem Fall, also wenn das Bike nicht wieder zu beschaffen ist, ein neues bzw gleichwertiges Bike bekommt.
Diese Möglichkeit hat man bei Stromer nicht. Dann ist es einfach weg.
Die Kosten für eine Versicherung bei z.B. der Enra sind bereits bei 3 Jahren Laufzeit deutlich günstiger.
Habe mal für 7.000,- € erstmal nur den reinen Diebstahlschutz gerechnet:
RM: 229,95 €/Jahr (2 Jahre Laufzeit)
Enra: 179,93 €/Jahr (bei 3 Jahren), 149,35 €/Jahr bei 5 Jahren
 
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iGude

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Die Kosten für eine Versicherung bei z.B. der Enra sind bereits bei 3 Jahren Laufzeit deutlich günstiger.
Habe mal für 7.000,- € erstmal nur den reinen Diebstahlschutz gerechnet:
RM: 229,95 €/Jahr (2 Jahre Laufzeit)
Enra: 179,93 €/Jahr (bei 3 Jahren), 149,35 €/Jahr bei 5 Jahren
Das weiss ich nicht.
Aber bei der Enra bekommt man ja dann auch nur "Geld".
Neuwert oder Zeitwert?
Und muss dann bei R&M manuell wieder das neue Bike bestellen mit 12 oder noch mehr Wochen Lieferzeit.
Als Pendler sehr schlecht.
Könnte mir vorstellen das R&M mit ihrer eigenen Versicherung da am Ende weitaus schneller ist mit dem neuen Bike.... 🤷‍♂️
 
KielerSprotte

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Ich bin das ST2 mal probegefahren und hatte eher den Eindruck, das der Wohlfühlbereich um 35kmh lag, zum schnellen fahren war schon eine ziemlich hohe Trittfrequenz notwendig.
Die dicken Reifen sind komfortabel, aber abseits städtischer Radspuren und Velorouten möchte ich nicht ohne Federgabel fahren müssen....
Das Clever würde ich auf jeden Fall mal testen, Pinion, Riemen und Heckmotor das passt, ein 1000er Akku war auch für dieses Jahr in der Planung....
 
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Stromer ST2S 17000km;Bulls E45;Haibike Xduro FS RS
Insgesamt hast du eine schwierige Entscheidung vor dir. Wenn du von vornherein eher zum RM tendierst, solltest du kein Stromer Probe fahren. Anders rum gibt es auch Fahrer denen Stromer zu kraftvoll ist und die gerne auf ein paar km/h verzichten. Das ist sehr individuell.
Ich versuche auf deine Fragen einzugehen.

Zu Punkt 1:
Meine Werkstatt bietet einen Hol- und Bringservice an. Solltest du vor dem Kauf erfragen. Dann wäre die 30km zum Stromerhändler kein Problem mehr. Ich hab mein ST2S jetzt ein Jahr, bin über 10.000km gefahren und war nur einmal in der Werkstatt weil ich gestürzt bin und der Bremshebel abgebrochen ist.

Zu Punkt 2:
Mit Riemen werden sich die beiden Räder in dem Punkt wenig unterscheiden. Tendenziell wird natürlich der Nabenmotor weniger Verschleiss am Antriebsstrang erzeugen. Du solltest mit dem ST2 30.000km fahren können ohne etwas am Riemen zu machen. Bosch schätze ich auf doppelten Verschleiss, also Riemenwechsel nach 15.000km. Aber Vorsicht, das sind nur grobe Schätzwerte von mir. Langzeiterfahrung hab ich nur mit Kettenschaltung.
Robustheit:
Bei meinem Bosch musste ich nach 7.000km den Motor wechseln. Klar gibt es Boschmotoren die deutlich länger halten. Tendenziell traue ich aber keinem Bosch Performance 100.000km zu. Ich bin dagegen schon mit einem S-Pedelec mit Nabenmotor( Go SwissDrive) 90.000km gefahren und mit meinem Stromer ST2S habe ich ähnliches vor. Wenn ich so viel Geld für ein Fahrrad ausgebe, muss es auch lange nutzbar sein.

Zu Punkt 3:
Der Punkt geht ganz klar an Stromer. Gut, ich kenne das neue ST2 nicht und weiss nicht wie die Schaltung übersetzt ist. 5 Gänge klingen für mich recht wenig. Trotzdem wird man mit dem Stromer fast immer signifikant schneller sein als mit jedem Bosch S-Pedelec. Dabei muss man sich weniger anstrengen.

Zu Punkt 4:
46km werden selbst mit dem 983Wh Stromerakku knapp werden. Vielleicht nicht im ersten Winter, im zweiten aber ganz bestimmt. Dazu kommt, dass es die Zellen gar nicht mögen wenn sie leer gefahren werden. Du solltest dich mit dem Gedanken anfreunden auf Arbeit nachzuladen.
Das gilt auch für die Bosch Powerpacks. Wenn du die jedesmal vom Stellplatz zu einer Steckdose schleppen musst, verlieren zwei Akku gegenüber einem plötzlich ihren Reiz. Zumal Bosch keinen Parallelbetrieb der Akkus bietet, sondern diese werden durch permanentes Umschalten abwechselnd entladen. In meinen Augen eine Mogelpackung.
Ich sehe beim Thema Akku Stromer vorne. Man kann die Kapazität erweitern. Im Rahmendreieck ist Platz für nochmal 1kWh. Damit geht dein Plan „nur einmal am Tag laden“ auf.
Beitrag im Thema 'Erfahrungsbericht Stromer ST2S'
Erfahrungsbericht Stromer ST2S
Der Preis eines neuen Stromerakkus kann dir dann auch egal sein. Ich rechne mit beiden Akkus 100.000km fahren zu können.
Bosch verhindert Manipulationen am Akku. Solche Erweiterungen wie ich an meinen Nabenmotor S-Pedelec sind nicht realisierbar.

Zu Punkt 5:
Die Diebstahlsicherung ist bei allen teuren Rädern ausbaufähig. Eine Kombination aus Ortung, Motorsperre und akustischem Alarm und Meldung aufs Handy wäre momentan das sinnvollste. Stromer ist da schon nah dran. Der 08\15 Dieb kann mit einem Stromer das mit PIN gesichert abgestellt ist nichts anfangen.
Trotzdem muss man sich schon sehr genau überlegen wo man sein Rad abstellt und wie man es versichert.

Wahrscheinlich bist du jetzt noch mehr verunsichert. Sorry.
 
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Volli78

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An dieser Stelle schonmal sehr herzlichen Dank für all die fundierten Beiträge, die ich jetzt mal für mich auswerten werde.

Für das R&M habe ich gerade eine Probefahrt bei dem Händler in 7km Entfernung erbeten. Antwort: "Auf unserem Hof sind Probefahrten kostenlos." Das ist jetzt nicht gerade das, was ich hören möchte, wenn ich 7000 Euro für ein S-Pedelec ausgeben werde.

Vom Händler fürs Stromer habe ich bisher noch keine Antwort. Schauen wir mal :).
 
KielerSprotte

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Ich bin mit dem Stromer gut eine Stunde unterwegs gewesen, gerade beim S-Pedelec muss man auch mal ein paar Meter zügig fahren können, einen steilen Berg austesten und auch schlechtere Wegstrecke fahren können, das bietet mir wohl kaum ein Hof oder die Halle eines Händlers, wo man etwas im Kreis fahren kann....
 
D

dpt

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Ich bin mit dem Stromer gut eine Stunde unterwegs gewesen, gerade beim S-Pedelec muss man auch mal ein paar Meter zügig fahren können, einen steilen Berg austesten und auch schlechtere Wegstrecke fahren können, das bietet mir wohl kaum ein Hof oder die Halle eines Händlers, wo man etwas im Kreis fahren kann....
genau, mal so 2-5km flach und mal eine Steigung rauf, nur so kannst die ein Bild der verschiedenen Antriebssystemen und ihrer Arbeit machen.

Würde es kurz so definieren
+ RM
bessere Reichweite
besser in Steigungen
Service in der Nähe
kann dir +/- jeder Fahrradmechaniker daran rumschraube

+Stromer
schneller
keine Motorkräfte auf dem Antrieb

Das oben beschriebene Klever, sähe ich als interessante Alternative.

Einen Nabenmotor wirst lieben oder siehst für dich zuviele Nachteile ;)
Aber gerade bei den S-Pedelec, kann er seine stärken richtig ausspielen.
 
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3. Geschwindigkeit:
Ich bin seit jeher jemand, der - egal ob normales Rad, Rennrad oder Ebike, gerne so schnell fährt wie die Straßen- und Verkehrsverhältnisse es zulassen. Ich habe keine großen Steigungen (Norddeutschland), 99% der Strecke sind gut asphaltiert, fast kein Stadtverkehr, wenige Einmündungen/ Grundstücksausfahrten. ich muss jetzt nicht permanent am Limit fahren, aber ich würde schon gerne den Großteil der Strecke eine möglichst hohe Geschwindigkeit fahren ohne mich komplett zu verausgaben.
Ich bin eine Zeit lang mit einer Speedbox am Bosch Active-Line Plus außerhalb des öffentlichen Verkehrsraumes unterwegs gewesen und da immer so um die 35 km/h gefahren. Das war angenehm. Mit einem S-Pedelec erhoffe ich mir schon um die 40 km/h im öffentlichen Verkehrsraum. Welches Rad seht ihr dabei vorne und ist meine "Hoffnung" mit dem einen Rad vielleicht mehr gerechtfertigt als mit dem anderen?
Moin,

zu den anderen Punkten muss ich meinen Senf nichtmehr dazu geben,
aber was du zu Punkt 3 geschrieben hast, lässt mich ganz klar einen Heckmotor empfehlen.
Steigungen die den in Verlegenheit bringen gibt es in Norddeutschland nicht, im Gegenteil, ich sehe ihn da sogar im Vorteil da die höhere Leistung den Berg mit praktisch unverminderter Geschwindigkeit hochschiebt, wo man am Mittelmotor vermutlcih schon schalten müsste,
gleiches gilt insbesondere hier im Norden bei Gegenwind.
Ich würde an deiner Stelle das Stromer und auch das Klever mit Pinion Probe fahren,
und vermute dann gibt es keinen Mittelmotor mehr.
Ich habe vor 1,5 Jahren das Stromer 10 min gefahren, das Bosch 5 min, und wusste, es kann nur das Klever werden :D
Das habe ich dann nochmal auf meiner Pendelstrecke probegefahren, aber eigentlcih war mir schon klar, dass es das B-Speed wird.
 
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Ich fahre einen Bosch der alten Motorgeneration, mit diesem ist eine angenehme Reisegeschwindigkeit von 38-40 km/h möglich.

kann ich nicht bestätigen, angenehme Reisegeschwindigkeit liegt bei mir bei 30-32km/h, wenns schneller sein soll ist schon erheblicher Kraftaufwand nötig.
 
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