Enorme Differenz Jobrad-Rechner vs. Realität

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hoschiming

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Servus,

lt. dem Jobrad-Rechner 90 € weniger, als später im fertigen Überlassungsvertrag steht, obwohl die im Rechner eingetragenen Werte stimmen.

Woher kommen solche enormen Differenzen?

Danke.

LG
 
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dgy

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Bei haben Rechner u. Realität ziemlich genau gepasst
 
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Karacho

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Im Jobradrechner wird (u.A.) doch das angegeben, was du netto weniger hast. Im Überlassungsvertrag ist das angegeben, was dir vom Bruttolohn abgezogen wird. Nach Abzug der Steuern und Versicherungen ist dann der Nettolohn um den Jobradwert niedriger. Das ist aber schwer nachzuvollziehen, wenn der Lohn jeden Monat anders ist.
 
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mumpel

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Der Rechner stimmt nie 100%-ig. Fehler z.B. bei den Lohnangaben, Steuerklasse etc. pp. Selbst wenn man alle Angaben korrekt tätigt, stimmt das Ergebnis nie.
 
ThomasM68

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nimms als groben Richtwert, der in Näherung schon gut passt. Aber trotzdem nur eine Momentaufnahme mit den Daten ist, die Du beim Berechnen eingegeben hast. Es wäre auch unwahrscheinlich, das Deine Angaben zum Lohn für 3 Jahre exakt passen. Sobald sich da etwas bei Dir ändert, bleiben zwar die Bruttowerte gleich, aber Deine Nettowerte ändern sich.
 
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Karacho

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Der Rechner stimmt nie 100%-ig. Fehler z.B. bei den Lohnangaben, Steuerklasse etc. pp. Selbst wenn man alle Angaben korrekt tätigt, stimmt das Ergebnis nie.
Aber 90 Euro wird er nicht daneben liegen. Dass ist grob der Unterschied zwischen Brutto und Netto bei einem Rad für 6000 Euro. Je nachdem halt. Oder die Rate wurde vom Netto abgezogen. Bei uns kann sowas passieren, da die Rate nur von den übertariflichen Lohnanteilen bezahlt wird. Hat man die schon durch eine Altersvorsorge aufgebraucht, dann wird die Rate vom Nettolohn abgezogen. Da hat es bei uns einige ganz schön kalt erwischt, weil sie die Altersvorsorge nicht umgestellt haben oder es aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage keine außertariflichen Lohnanteile gab. Dann wird das Rad ganz schön teuer, weil man erstens ein eigentlich zu teures Rad genommen hat (ist ja so günstig) und es normalerweise nicht so versichert und beim Händler gewartet hätte. Bei mir ist das jedenfalls so. :whistle: Komischerweise weigert sich der Arbeitgeber die Raten vom Tariflohn zu begleichen.
 
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dgy

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Ich verstehe das Problem des Arbeitgebers nicht. Dass ein jobrad steuerbefreit ist, hat doch nichts mit dem tarifvertrag zu tun, sondern ist eine steuerrechtliche Vorgabe. Wenn der Arbeitgeber als leasingnehmer jobradverträge anbietet, dann läuft das ganze doch nach festen steuerlichen regeln über die Gehaltsabrechnung. Da kann es meiner Meinung nach keine Auslegungen oder Abweichungen geben, ausser der Arbeitgeber macht Fehler in der Lohnabrechnung.
 
MisterFlyy

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So einfach ist das nicht.


Der Abzug der Leasingrate vom tariflichen Bruttoentgelt setzt allerdings eine entsprechende Öffnung der Tarifvertragsparteien voraus, die diese nun geschaffen haben. Soweit vorhanden, sollen aber vorrangig übertarifliche Entgeltbestandteile verwendet werden.

Ferner begrenzt der Tarifvertrag die maximale Umwandlungssumme auf einen Betrag von bis zu 148 Euro pro Monat aus dem Tarifentgelt.

Einen weitergehenden Zugriff auf Tarifentgelt wollten wir allerdings nicht zulassen, denn schließlich vermindern sich, wenn geringere Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden müssen, spiegelbildlich auch in einem späteren Leistungsfall die Ansprüche auf Leistungen wie Kurzarbeitergeld, Krankengeld, Arbeitslosengeld und die gesetzliche Rente.
Quelle: https://www.bw.igm.de/news/meldung.html?id=102617

Bei anderen Tarifverträgen kann es wieder anders sein. 😉
 
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Karacho

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Ich verstehe das Problem des Arbeitgebers nicht. Dass ein jobrad steuerbefreit ist, hat doch nichts mit dem tarifvertrag zu tun, sondern ist eine steuerrechtliche Vorgabe. Wenn der Arbeitgeber als leasingnehmer jobradverträge anbietet, dann läuft das ganze doch nach festen steuerlichen regeln über die Gehaltsabrechnung. Da kann es meiner Meinung nach keine Auslegungen oder Abweichungen geben, ausser der Arbeitgeber macht Fehler in der Lohnabrechnung.
Es gibt Dinge, die ich nicht verstehen muss, sondern nur wissen. Vermutlich kann man das nicht verstehen, weil es Befindlichkeiten des Arbeitgebers, der Gewerkschaft oder des Betriebsrates sind. Ändern kann man da meist nichts, weil die entsprechenden Leute in einer völlig anderen Welt zu leben scheinen. Der Arbeitgeber kann ja festlegen, ob er mitmacht, wie teuer das Rad sein darf oder welche Typen von Rädern (z.B. kein S-Pedelec) zugelassen sind. Scheinbar kann er oder die Gewerkschaft auch einschränken, aus welchen Topf das bezahlt wird.
Bei uns gehen z.B. keine S-Pedelecs. Für den Weg zur Arbeit hat bei mir aber ein normales Pedelec nicht gepasst, so dass ich mir jetzt ein S-Pedelec für die Fahrt zur Arbeit aus eigener Tasche zugelegt habe und als Jobrad ein Rad, dass nur für sportliche Freizeitaktivitäten geeignet ist. Muss man halt so akzeptieren und sich damit arrangieren.
 
MisterFlyy

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wonach berechnen sich die Beiträge der Gewerkschaften?
 
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So einfach ist das nicht.

Quelle: https://www.bw.igm.de/news/meldung.html?id=102617

Bei anderen Tarifverträgen kann es wieder anders sein. 😉
Ja, dieser Tarifvertrag ist es.
"Durch diesen Betrag kann man schon ein sehr ordentliches Fahrrad nutzen. Einen weitergehenden Zugriff auf Tarifentgelt wollten wir allerdings nicht zulassen, denn schließlich vermindern sich, wenn geringere Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden müssen, spiegelbildlich auch in einem späteren Leistungsfall die Ansprüche auf Leistungen wie Kurzarbeitergeld, Krankengeld, Arbeitslosengeld und die gesetzliche Rente.
Es ist doch immer wieder schön, wie rührend sich um uns gekümmert wird. Während meine Kollegen sich alle drei Jahre ein neues Auto kaufen, habe ich mir nach fünfzehn Jahren ein neues Rad zugelegt, dass soviel wie meine letzten drei Autos zusammen gekostet hat. Und meine Gewerkschaft meint, dass das gerade noch so im Rahmen ist. Bin ja froh, dass sie nicht auch noch bei der Farbe mitgeredet haben. :ROFLMAO:
 
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Karacho

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wonach berechnen sich die Beiträge der Gewerkschaften?
Die Gewerkschaftsbeiträge? Nach dem Bruttoeinkommen, 1%. Jetzt frag mich nicht, ob das für den Beitrag relevante Bruttoeinkommen durch das Jobrad gemindert wird. Das wäre natürlich ein Grund.
 
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mumpel

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Die Gewerkschaftsbeiträge haben mit Jobrad nichts zu tun. I.d.R. berechnen sich Gewerkschaftsbeiträge nach dem Tabellenentgelt der Lohngruppe in der man eingruppiert ist. Entgeltumwandlungen werden nicht berücksichtigt.
 
ThomasM68

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Ja, dieser Tarifvertrag ist es.
Auch wir sind ein der IG Metal angeschlossener Betrieb. Bei uns sind aber höhere Summen möglich. Wobei ich die Argumente der Gewerkschaft zwar verstehe (geringere Sozialleistungen etc.) aber das trotzdem nicht so ganz nachvollziehen kann. Von Arbeitgeberseite sowieso nicht. An Deiner Gehaltsumwandlung spart der Arbeitgeber selbst mit. Da das ganze als Entgeldumwandlung vom Bruttolohn funktioniert. Auch er muss auf den Betrag vom Leasing keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Es sei denn, der Arbeitgeber liegt über den Beitragsbemessungsgrenzen für KV, AV oder sogar RV. Das ist auch der Punkt der mir beim Jobradrechner aufgefallen ist. Er rechnet in Grenzbereichen beim Einkommen hier mit einer Ersparnis auf die Beiträge, wo keine mehr vorliegt da die Beiträge ja gedeckelt sind.
Da hat es bei uns einige ganz schön kalt erwischt, weil sie die Altersvorsorge nicht umgestellt haben
Würde ich auch nicht empfehlen. Beiträge zur betrieblichen Altersversorge reduzieren, damit man sich ein Fahrrad leasen kann? Der Schuß wird aber nach hinten losgehen.

Hier der komplette Tarifvertrag: https://www.bw.igm.de/tarife/tarifvertrag.html?id=102766
 
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Auch wir sind ein der IG Metal angeschlossener Betrieb. Bei uns sind aber höhere Summen möglich. Wobei ich die Argumente der Gewerkschaft zwar verstehe (geringere Sozialleistungen etc.) aber das trotzdem nicht so ganz nachvollziehen kann.
Ich finde es gut, dass auf diesen Umstand hingewiesen wird und anhand eines Beispieles vorgerechnet wird. Aber dann sollte es gut sein.
Von Arbeitgeberseite sowieso nicht. An Deiner Gehaltsumwandlung spart der Arbeitgeber selbst mit. Da das ganze als Entgeldumwandlung vom Bruttolohn funktioniert. Auch er muss auf den Betrag vom Leasing keine Sozialversicherungsbeiträge abführen.
Das war mir bis jetzt nicht so bewusst.
Es sei denn, der Arbeitgeber liegt über den Beitragsbemessungsgrenzen für KV, AV oder sogar RV. Das ist auch der Punkt der mir beim Jobradrechner aufgefallen ist. Er rechnet in Grenzbereichen beim Einkommen hier mit einer Ersparnis auf die Beiträge, wo keine mehr vorliegt da die Beiträge ja gedeckelt sind.
Das ist schade, auch wenn es mir um ein paar Euro hin oder her nicht ankommt. Aber hier sollen es ja 90 Euro sein und ich bin gespannt, woran es gelegen hat.
Würde ich auch nicht empfehlen. Beiträge zur betrieblichen Altersversorge reduzieren, damit man sich ein Fahrrad leasen kann? Der Schuß wird aber nach hinten losgehen.
Bei uns kann man die Beiträge zur Altersvorsorge dann vom Tariflohn entnehmen. Mir ist immer noch nicht klar, warum es bei den Lohnarten da Unterschiede gibt. Aber scheinbar sagt einem mittlerweile die Personalabteilung Bescheid, wenn es Probleme mit der Bruttoumwandlung gibt und man kann die Altersvorsorge dann umstellen.

"Gewinn" machen kann man mit dem Jobradangebot nicht, aber für mich hat es gerade gepasst. Dafür muss dann aber die Bruttoumwandlung klappen, sonst wird es ein teurer Spaß und die, denen dass erst hinterher aufgefallen ist, sind ziemlich gelackmeiert. Deshalb hier schauen, ob der Betrag von der Überlassungserklärung auch wirklich vom Brutto abgezogen wird und versuchen, die Nettodifferenz zu ermitteln.
 
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Ich kann nur sagen, einen Leasingvertrag (allerdings mit Bikeleasing, nicht Jobrad) hab ich schon durch, das Rad übernommen (fährt jetzt meine Frau) und das nächste für mich geleast. Danach ist erstmal Schluss mit Leasing.

Unterm Strich das Bike ca. 20% günstiger bekommen (Differenz Ladenpreis vs. Raten + Übernahmepreis). Mir ist bewusst, dass ich deswegen ein paar Cent weniger Rente bekommen werde - damit kann ich dann wohl leben.

Ist das schon YOLO? Weiss nicht. Aber der frühe Tod (4 Jahre vor Renteneintritt) meines Vaters hat mir schon klargemacht, dass es unter Umständen wenig Sinn macht, jeden Cent und jedes Erlebnis für die Rente aufzuheben.
 
simplyseb

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Ich kann nur sagen, einen Leasingvertrag (allerdings mit Bikeleasing, nicht Jobrad) hab ich schon durch, das Rad übernommen (fährt jetzt meine Frau) und das nächste für mich geleast. Danach ist erstmal Schluss mit Leasing.

Unterm Strich das Bike ca. 20% günstiger bekommen (Differenz Ladenpreis vs. Raten + Übernahmepreis). Mir ist bewusst, dass ich deswegen ein paar Cent weniger Rente bekommen werde - damit kann ich dann wohl leben.

Ist das schon YOLO? Weiss nicht. Aber der frühe Tod (4 Jahre vor Renteneintritt) meines Vaters hat mir schon klargemacht, dass es unter Umständen wenig Sinn macht, jeden Cent und jedes Erlebnis für die Rente aufzuheben.
Andererseits: es sollte auch eine Rolle spielen, dass deine Lebenserwartung STAITISTISCH um einige Jahre höher ausfällt, weil du dich aktiv sportlich betätigst. Dann geht die Rechnung immer auf...
 
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Andererseits: es sollte auch eine Rolle spielen, dass deine Lebenserwartung STAITISTISCH um einige Jahre höher ausfällt, weil du dich aktiv sportlich betätigst. Dann geht die Rechnung immer auf...
Mein Vater ist 3-4 x die Woche 10 km gelaufen, in deutlich unter einer Stunde. Ist halt nicht anHerzinfarkt, sondern an Krebs gestorben. Welche Rechnung geht da immer auf?

Memento mori.
 
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