Empfehlung für Pedelec für meinen 77 Jahre alten Vater

Diskutiere Empfehlung für Pedelec für meinen 77 Jahre alten Vater im Kaufberatung Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Hallo @Kaineanung Ist denn dein Vater bereits mit einem (Bosch-?)Pedelec gefahren,und mit welcher Trittfrequenz ist er unterwegs?
Reiner

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Hallo @Kaineanung

Ist denn dein Vater bereits mit einem (Bosch-?)Pedelec gefahren,und mit welcher Trittfrequenz ist er unterwegs?
 
Electric

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Ich rede davon daß das Fahrrad schwerfällig wird wenn der Akku leer ist oder der Motor ausgeschaltet ist oder auf ECO-Unterstützungsstufe ist: dann muss man doppelt so arg treten als wenn man auf einem normalen Fahrrad die gleiche Strecke fährt. Das ist für mich kein 'ausklinken' des Motors und fahren wie wenn es ein schweres Fahrrad sei. Da gibt es Widerstand. Der geübte steckt das vielleicht locker weg, ich nicht. Aber auch der geübte soll sich nicht selber belügen und sagen das sei nicht so und der Motor klinkt sich aus. Er tut es nicht, denn dann wäre es wie Fahrrad fahren (zugegeben, ein schweres Fahrrad) ohne Motor aber ohne Widerstand beim treten.
Noch einmal: Den Motor kannst du nicht „mittreten“. Der Motor kann auch dich nicht „mittreten“. Es sind Freiläufe in beide Richtungen installiert. Was du da spürst, ist die Zwischenwelle und überhaupt die schwere Mechanik mit hohen Rollwiderständen in einem klassischen, schweren Pedelec. Wenn das nicht deins ist, nimm ein Rad mit extrem niedrigen Rollwiderständen, z.B. das Cannondale Synapse Neo oder die Ampler oder Coboc oder Orbea Gain....da gibt es zum Glück indessen viele.
 
Reinhard

Reinhard

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M.E. macht es wenig Sinn, sich auf einen bestimmten Antrieb zu konzentrieren ... Für einen 77-jährigen ist die Frage viel essentieller, wie lange er denn noch mit einem 2-Rad fahren kann. Stichwort ist Gleichgewicht halten. Irgendwann wird sich die Frage stellen ...

Ich kann auch sehr gut verstehen, dass Leute sich nicht auf solche Dreiräder wie oben angesprochen setzen wollen. Das ist auch gar nicht notwendig, weil es im Liegerad-Bereich etliches an Rädern gibt, welche besser geeignet sind und den Fahrspaß nicht zu kurz kommen lassen.

Die Beratung also eher auf die persönlichen Bedürfnisse auslegen und sich nicht in Technik-Diskussionen verlieren, die hier völlig unwichtig sind.
 
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Kaineanung

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Ist denn dein Vater bereits mit einem (Bosch-?)Pedelec gefahren,und mit welcher Trittfrequenz ist er unterwegs?
Er hat lediglich ein paar Pedelcs ausprobeirt gehabt. U.a. dann auch mein Cube Reaction Hybrid PRO mit Bosch Performance CX Motor.
Er ist jetzt im Alter wo er auch kurze Aufstiege nicht mehr schafft (er hat auch 4x Bypässe irgendwann mal vor 7 Jahren bekommen) aber auf der Ebene ohne Probleme auch weit fahren kann.
Welche Trittfrequenz er hat weiß ich nicht,. Ich kenne nicht einmal meine...
 
Reiner

Reiner

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Mehrere Pedelecs ausprobiert, das ist doch mal was. Ich bin der Meinung das neben der Geometrie am wichtigsten ist das der Motor zu einem passt. Jemand der z.B. gewohnt ist Frequenzen von um die 90 zu treten der wird mit dem alten Panasonic Motor nicht glücklich werden,und je älter man ist umso weniger Lust hat man doch sich an die Motorchakteristik anzupassen...
 
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temp

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Wenn jemand 77 ist würde ich zuerst nach den Bremsen sehen. Ist der Mann Rücktritt gewohnt oder 2 Bremshebel? Jemanden in diesem Alter umzugewöhnen kann mit dem Tod enden. Dann sollte auch darauf geachtet werden, dass das Rad drehmomentgesteuert ist und nur unterstützt. Schlecht sind billige Räder die bei leichtem drehen an den Pedalen ein Eigenleben haben.
 
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fredfeuerstein

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Ich rede davon daß das Fahrrad schwerfällig wird wenn der Akku leer ist oder der Motor ausgeschaltet ist oder auf ECO-Unterstützungsstufe ist: dann muss man doppelt so arg treten als wenn man auf einem normalen Fahrrad die gleiche Strecke fährt. Das ist für mich kein 'ausklinken' des Motors und fahren wie wenn es ein schweres Fahrrad sei. Da gibt es Widerstand. Der geübte steckt das vielleicht locker weg, ich nicht. Aber auch der geübte soll sich nicht selber belügen und sagen das sei nicht so und der Motor klinkt sich aus.
Und diesen Motor willst Du Deinem Vater mit 77 Jahren antun??:unsure:
 
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fredfeuerstein

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Wenn jemand 77 ist würde ich zuerst nach den Bremsen sehen. Ist der Mann Rücktritt gewohnt oder 2 Bremshebel? Jemanden in diesem Alter umzugewöhnen kann mit dem Tod enden. Dann sollte auch darauf geachtet werden, dass das Rad drehmomentgesteuert ist und nur unterstützt. Schlecht sind billige Räder die bei leichtem drehen an den Pedalen ein Eigenleben haben.

Mit den Bremsen sehe ich das genauso wie Du. Was ist schlecht, wenn man die Pedale nur leicht bewegt schon Kraft zu bekommen. Es ist ja nicht so als wenn dann abgeht wie Schmitz Katze. In dem Fall, dass der Fahrer aus irgendeinem Grund nicht mehr richtig treten kann, oder keine Kraft mehr hat, ist das eine feine Sache.
 
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temp

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Es gibt aber im Billigsektor genügend Krücken die dann abgehen wie die genannte Katze. Oft in Verbindung mit Frontmotoren. Das hat schon manche Oma vom Sattel geworfen.
 
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fredfeuerstein

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Es gibt aber im Billigsektor genügend Krücken die dann abgehen wie die genannte Katze. Oft in Verbindung mit Frontmotoren. Das hat schon manche Oma vom Sattel geworfen.
Das ist natürlich schlecht, da stimme ich Dir voll ung ganz zu. Mein Aldirad/Prophete macht das jedenfalls nicht. Ich habe allerdings auch einen Mittelmotor.
Sonst finde ich das pseudopedalieren ist ne feine Sache, wenn man mal nicht mehr kann oder will.
 
fwb

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Ich würde einen Tiefeinsteiger mit breitem Durchstieg entfehlen. Etwa --> Flyer Gotour4 7.00 2019 26 Zoll kaufen | Fahrrad XXL.

Mit 77 Jahren muss das Anfahren und Anhalten gut klappen. Wenn du mit 77 Jahren auf die Hüfte fällst, holst du einen Schenkelhalsbruch und wirst nie mehr Rad fahren.

Ich glaube auch kaum, dass man mit 77 noch ein sportliches Bike braucht.
 
GdB50

GdB50

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Mit 77 Jahren muss das Anfahren und Anhalten gut klappen. Wenn du mit 77 Jahren auf die Hüfte fällst, holst du einen Schenkelhalsbruch und wirst nie mehr Rad fahren.
Dieses Argument kann ich (leider) nur unterstützen.
 
RUBLIH

RUBLIH

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Die erste vernünftige Betrachtung @fwb

Angeblich ist man so alt wie man sich fühlt - subjektiv
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KuNiRider

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Die Vorschläge des TE sind allesamt Hybridrahmen, ein typischer 77er bringt da seinen Haxen eher nicht drüber! 8 Gang Nabenschaltung finde ich auch besser geeignet, da man im Stand zum Anfahren wieder runterschalten kann.

Ich fahre ja selber einen Tiefeinsteiger mit ActiveLine+ und habe auf Waldwegen, selbst auf verwurzelten keinerlei Problem.
Und auch mit einer Kadenz>70 und ohne Turbo empfinde ich den AL+ erheblich leichter oberhalb der Unterstützung (die wird ab 25,5 kleiner und ist bei 27km/h aus) zu fahren als den CX. Unfahrbar ist aber der CX auch da nicht! Nur für mich war es zusammen mit dem eikligen Geräusch das KO-Kriterium für den CX.

Ich würde also zu einem echten Tiefeinsteiger mit AL+ und Nexus 8 raten. Z. Bsp: https://www.hercules-bikes.de/de/de/index/bike-detail.html?sku=29406746_HERCULES
 
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Kaineanung

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Wenn jemand 77 ist würde ich zuerst nach den Bremsen sehen. Ist der Mann Rücktritt gewohnt oder 2 Bremshebel? Jemanden in diesem Alter umzugewöhnen kann mit dem Tod enden. Dann sollte auch darauf geachtet werden, dass das Rad drehmomentgesteuert ist und nur unterstützt. Schlecht sind billige Räder die bei leichtem drehen an den Pedalen ein Eigenleben haben.
Er hatte bisher auch ein normales MTB. Somit hat er die gleichen Bremsen (keine Rücktrittbremse).
Er hat nun das CUBE Cross Hybrid Pro 500er Trapez gekauft. Das ist kein billiges Rad bei 2300 EUR UVP würde ich jetzt sagen. Ist natürlich kein TOP-Modell, aber auch kein billiges sondern ein gutes Bike würde ich sagen.
 
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Kaineanung

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Und diesen Motor willst Du Deinem Vater mit 77 Jahren antun??:unsure:
Mein Vater macht höchstens 10-15 km Touren. Wie soll ihm da der Akku leergehen bitteschön? Und das Fahrrad ist schwerfällig wenn keine Unterstützung mehr da ist... also entweder du hast da etwas nicht verstanden oder ich, aber wir reden sicherlich nicht vom Gleichen....
 
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Kaineanung

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Mit den Bremsen sehe ich das genauso wie Du. Was ist schlecht, wenn man die Pedale nur leicht bewegt schon Kraft zu bekommen. Es ist ja nicht so als wenn dann abgeht wie Schmitz Katze. In dem Fall, dass der Fahrer aus irgendeinem Grund nicht mehr richtig treten kann, oder keine Kraft mehr hat, ist das eine feine Sache.
Sehe ich genau so
 
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Kaineanung

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Es gibt aber im Billigsektor genügend Krücken die dann abgehen wie die genannte Katze. Oft in Verbindung mit Frontmotoren. Das hat schon manche Oma vom Sattel geworfen.
Wie gesagt: Wir haben uns jetzt für das CUBE Cross Hybrid Pro 500er Trapez (Tiefeinsteiger) entschieden. Somit ist es a) kein Billigteil und b) kein Frontantrieb sondern ein Mittelmotor.
Dann ist mein Vater ja diesbezüglich nicht mehr hoch Risikogefährdet, oder?
 
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Kaineanung

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Ich würde einen Tiefeinsteiger mit breitem Durchstieg entfehlen. Etwa --> Flyer Gotour4 7.00 2019 26 Zoll kaufen | Fahrrad XXL.

Mit 77 Jahren muss das Anfahren und Anhalten gut klappen. Wenn du mit 77 Jahren auf die Hüfte fällst, holst du einen Schenkelhalsbruch und wirst nie mehr Rad fahren.

Ich glaube auch kaum, dass man mit 77 noch ein sportliches Bike braucht.
Tiefeinsteiger ist es ja geworden mit dem CUBE Cross Hybrid Pro.
Sportlich ist es trotzdem. Es muss ja auch kein Citybike werden mit 77 oder?
 
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Kaineanung

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Die Vorschläge des TE sind allesamt Hybridrahmen, ein typischer 77er bringt da seinen Haxen eher nicht drüber! 8 Gang Nabenschaltung finde ich auch besser geeignet, da man im Stand zum Anfahren wieder runterschalten kann.
CUBE Cross Hybrid Pro Trapez ist ein Tiefeinsteiger. Die Bezeichnung 'Hybrid' bezieht sich da doch nicht auf den Rahmen?
Jedenfalls muss er seine Haxen nicht hintenrum drüberschwingen sondern eben 'Tiefeinsteigen' (ist ja auch ein Damenfahrrad)

Ich fahre ja selber einen Tiefeinsteiger mit ActiveLine+ und habe auf Waldwegen, selbst auf verwurzelten keinerlei Problem.
Und auch mit einer Kadenz>70 und ohne Turbo empfinde ich den AL+ erheblich leichter oberhalb der Unterstützung (die wird ab 25,5 kleiner und ist bei 27km/h aus) zu fahren als den CX. Unfahrbar ist aber der CX auch da nicht! Nur für mich war es zusammen mit dem eikligen Geräusch das KO-Kriterium für den CX.
DAS war eigentlich meine Eingangsfrage: Welcher Motor bietet leichteren Tritt wenn die Unterstützung nicht mehr vorhanden ist.
Nach viel blablabla wurde das Thema erst jetzt beantwortet nachdem wir jetzt ein Bosch Performance CX Motor gekauft haben ist es zu spät.
Egal, mein Vater wird schon nicht schneller als 25 km/h fahren...
 
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Empfehlung für Pedelec für meinen 77 Jahre alten Vater

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