Ein Regenpedelec für schlechtes Wetter konstruieren

Diskutiere Ein Regenpedelec für schlechtes Wetter konstruieren im S-Pedelecs und anderes mit E-Motor Forum im Bereich Diskussionen; es suggeriert auch aerodynamisch zu sein.. und "bis zu 200km" -> also sobald Steigung etc. dabei sind ists dann weniger nein, für mich ist das...
Kraeuterbutter

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Das wären 10 Wh/km und ein absolut realistischer Wert für ein Fahrzeug, was (vermutlich) als Schlechtwetterfahrzeug mit bequemen Einstieg und Sitzposition und 32 km/h Spitzengeschwindigkeit konstruiert wurde.

Man kann an dem Fahrzeug gewiss einiges kritisieren, der Verbrauch gehört nicht dazu.
es suggeriert auch aerodynamisch zu sein..

und "bis zu 200km" -> also sobald Steigung etc. dabei sind ists dann weniger

nein, für mich ist das wahrlich kein guter Verbrauchswert...

32km/h Spitzengeschwindigkeit, bedeutet dass der Schnitt auch noch unter diesen 32km/h liegt

das find ich alles nicht so berauschend...
der Fahrer tritt ja auch noch mit, ist ja kein Moped

ich meine: letztens von der ARbeit heim bei meinem Trike gemessen (Winterreifen, aufrechtere Sitzstellung, keine Radscheiben, 2 Taschen hinten dran):
41V und 3,1Ah = 127Wh
43km/h Spitzengeschwindigkeit bis zu der MOtor unterstützt, Schnitt 33km/h auf meiner Strecke (Stadt, Brücken, 4km Schotterweg)
27km in Summe
also Verbrauch von 4,7Wh/km
(natürlich auch Eigenleistung dabei, aber Motor war ständig an)

von nem vollverkleideten Teil erwarte ich halt bezüglich Aerodynamik mehr...
und alleine das HEck ist halt sehr schlecht gelöst in der Richtung..

gut vielleicht haben sie nur AUgenmerk auf Wetterschutz gelegt...
aber - auch da hab ich so meine Zweifel wenn ich mir die Anzahl an Scheiben und die Farbwahl an dem Teil anschaue..
möchte damit nicht an einem Sonnentag an der Ampel stehen müssen...

für mich hat das jemand gezeichnet, der noch nie in so etwas drinnen gesessen hat..

eines der vielen tollen gerenderten Modelle halt..

auch auf der Homepage: die haben nicht ein Fahrzeug bereit, aber von 6 völlig verschiedenen Konzepte tolle Renderbilder...

es geistern sehr sehr viele solche "REnder-Fahrzeuge" durchs Internet
fehlt noch die Kickstarter-Kampagne zum Geld einsammeln
je "cooler" das Renderbild ausschaut, umso mehr Kohle
 
Seemann

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Stimmt alles was du schreibst, du solltest aber deine Verbrauchswerte nicht auf die Allgemeinheit übertragen.

Klar wird die Kiste nie gebaut, vorallendingen nicht mit max. 32 km/h in Europa, aber warum muss ich (zwanghaft) ein verkleidetes Fahrzeug aerodynamisch besonders gut machen ? Nur weil man es könnte ?
Vielleicht erkauft man sich mit einer leicht verschlechterten Aerodynamik ja andere Vorteile ? Muß nicht, aber könnte sein. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es auch bei den Velomobilen/Velocars nicht.

Beispiel: Ein Hollandrad ist aerodynamisch und ergomäßig auch eine Katastrophe, dennoch wird es von einer ganzen Nation geliebt, man sitzt saumäßig gerade + bequem und nicht so würdelos gequält wie auf vielen anderen Fahrrädern. Es ist unzerstörbar, hat einen soliden Kettenschutz und einen sehr stabilen Gepäckträger, man kann im Anzug ohne alberne Hosenklammern darauf fahren und es ist cool. Dann fährt man halt mit 12 km/h statt 20 km/h die 3 km bis zur Arbeit/Geschäft, na und ?
 
Kraeuterbutter

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natürlich muss es nicht aerodynamisch sein.. kann auch 3mal soviel verbrauch.. alles wurscht
(im Vergleich zu einem Auto ists immer noch wenig)

das war ja auch nur eine Feststellung von mir..

so "spacig" und "wow.. wie ein Flugzeug, so aerodynamisch" es ausschaut..
ist es halt ned
 
Geierlamm

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Beispiel: Ein Hollandrad ist aerodynamisch und ergomäßig auch eine Katastrophe, dennoch wird es von einer ganzen Nation geliebt, man sitzt saumäßig gerade + bequem und nicht so würdelos gequält wie auf vielen anderen Fahrrädern. Es ist unzerstörbar, hat einen soliden Kettenschutz und einen sehr stabilen Gepäckträger, man kann im Anzug ohne alberne Hosenklammern darauf fahren und es ist cool. Dann fährt man halt mit 12 km/h statt 20 km/h die 3 km bis zur Arbeit/Geschäft, na und ?
Auch in den Niederlanden fahren Langstrecken oder Sportradler nicht mit den sogenannten "Hollandrädern".
Aber dort ist es viel selbstverständlicher die Kurz- und Kürzeststrecken mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dafür sind aber Art des Rades und Geschwindigkeit völlig unerheblich und der Fahrer will in der Regel keinerlei sportliche Ambition entwickeln, sondern einfach nur auf einer kurzen Strecke von A nach B.
In Deutschland nutzen diese Leute sehr viel stärker den PKW.
Leider!

Gruss

Geierlamm
 
Kraeuterbutter

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ich find die Räder grausam, kann mich damit überhaupt nicht anfreunden...
da zieh ich jedes 30 Jahre alte Stahlrahmen-Rigid-Hardteil-MTB aus den 90ern vor.. auch für die Stadt
(und die kriegt man heute ab 100 Euro bei ebay
eventuell nochmal für 100Euro gebrauchte Magura-Felgenbremsen drauf, und hat Bremspower + nahezu Wartungsfreiheit
die alten 21-Gang-Schaltungen von damals sind irgendwie auch unkaputtbar)

aber da hat jeder seine eigene Meinung
 
E

Ehespons

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...hat einen soliden Kettenschutz..., man kann im Anzug ohne alberne Hosenklammern darauf fahren
Aber nicht auf deutschen Radwegen.... ;-) da saue ich mich jeden Tag 2 x mit Pampe ein, wenn es regnet, trotz Kettenvollschutz...
Immerhin pflege ich die Kette nur einmal im Jahr... :))
Gruß Ehespons
 
Seemann

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Auch in den Niederlanden fahren Langstrecken oder Sportradler nicht mit den sogenannten "Hollandrädern".
Aber nicht auf deutschen Radwegen.... ;-) da saue ich mich jeden Tag 2 x mit Pampe ein, wenn es regnet, trotz Kettenvollschutz...
Falls es falsch rüberkam:

Mein Hollandrad-Beispiel sollte weder andeuten, dass man damit die Tour de France gewinnen kann, noch das ein Hollandrad ein Regenfahrrad ist.

Es ging ausschließlich darum am Beispiel Hollandrad zu zeigen, dass auch Fahrräder unterschiedliche „Hauptanforderungen“ haben.

Ein (Liege-) Fahrrad welches auf Regenschutz optimiert ist, muß nicht gleichzeitig auf Hochgeschwindigkeit optimiert sein.
 
Geierlamm

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Und meine Anmerkung sollte deutlich machen, dass der größte Teil des Gezimbels, um die oder jene Eigenheiten, Anbauten und was auch immer im Forum so bedeutungsvoll umgetrieben wird, um so überflüssiger scheint, je eher das Fahrrad rein als Verkehrsmittel im Nahbereich gesehen wird.
Mein Vater ist sein ganzes Arbeitsleben immer mit solchen "Gurken" gefahren 10 km einfache Strecke zur Arbeit, sommers wie winters . Im Sommer zusätzlich auch Mal zum Ausflugslokal.
Mit Sport hatte er nichts am Hut. Fahrrad war "nur" Verkehrsmittel.
Ich mag allerdings sowas auch nicht fahren und habe es immer wie @Kraeuterbutter gehalten, irgend ein altes MTB bekommt nen Anhänger dran und wird zur Allzweck Stadtmöhre erklärt.
KISS ist wohl das wichtigste Prinzip beim Fahrrad ( nicht nur dort) und ein "Hollandrad" genügt diesem.

Gruss

Geierlamm
 
Kulle

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Der Prototyp eines Regenpedelecs von Hopper aus Augsburg ist gerade in der Start-Up Area der Eurobike in Friedrichshafen zu sehen.
C26C99D3-73E2-4D7A-93B6-BB025633DC2D.jpeg
Vielleicht kann ja jemand dort einen ersten Eindruck von dem Fahrzeug bekommen…
(…und hier mit ein paar Bildern berichten ;-)
 
lusi22

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Ehrlich gesagt glaube ich nicht dass es mehr als ein Prototyp werden wird. Im Mobilitätssektor werden jedes Jahr so viele tolle und zeitgemäße Prototypen vorgestellt, aber in die Serienproduktion schafft es am Ende nahezu keiner.
 
Thema:

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