Eigenbau-Punktschweißgeräte

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oldbike2011

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Also im ausgebautem Zustand vor dem Messen ersmal alle Pins kurzschließen

Und im eingebauten Zustand gibt es keine Chance zu messen , ob die Mosfets noch gut sind?

In den YouTube Videos haben die keinen Durchgang und wenn einer defekt ist halt vollen Durchgang.

Bei mir sind noch 2 auf der Platine, wo ich denke sie sind ganz. 1,5 k Widerstand.
Du musst die diodenmessung am Multimeter einschalten. Dann sollte er eine richtung nichts anzeigen und in die andere 0,7V

Dazu ist mein Multimeter wahrscheinlich nicht geeignet. Ich finde zumindest keine passende Einstellung. Billigmist.
 

paddy72

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Im eingebauten Zustand lassen sich Mosfets nur schlecht prüfen, da ja die restliche Schaltung auch eine Rolle spielt und immer ein Strom durch die übrigen Komponenten und Leitungen fließen kann. Dazu müßte man wirklich die Schaltung und Komponenten analysieren und Ahnung von der Sache haben :)

Beim Mosfet gibt es G (Gate), D (Drain) und S (Source). Über das Gate wird der Mosfet gesteuert. Jetzt muß man noch wissen, dass es N-Channel und P-Channel-Mosfets gibt, die von der Polung genau umgekehrt funktionieren. Am häufigsten sind N-Ch Mosfets: diese leiten auf der D-S-Strecke, wenn das Gate gegenüber Source positiv ist (normalerweise müssen das mind. 4-5 V gegenüber Source sein, damit sie leiten. Dann sind sie eingeschaltet und die D-S-Strecke wird niederohmig. Wenn das G gegen S entladen wird, sperrt der Mosfet: die D-S-Strecke wird hochohmig.

Ist ein Mosfet defekt ("durchgebrannt") dann ist meistens eine leitende Verbindung zwischen D-S, egal wie das Potential von G gegen S ist. Wenn man also zuvor G mit S kurzschließ (und damit das Gate entlädt) müßte zwischen D und S zumindet ein Widerstand deutlich größer Null liegen (auch wenn die Schaltung drum herum einen kleinen Stromfluss zulässt). Zeigt das DMM vollen Durchgang, also praktisch 0 Ohm, dann ist der Mosfet sehr wahrscheinlich defekt.
 

oldbike2011

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Mal wieder eine Laienfrage:

Die Originalen Mosfet haben 40V 300A wobei das wahrscheinlich nur absolut Peakwerte - Mondwerte sind.

In Summe können die 1500A schalten. Angeblich.

Was spricht dagegen sie mit so etwas zu ersetzen?

IRFP7430B 40V 395 A dann 4 Stück. Erhältlich bei Reichelt.

Vorteil größere Bauform können besser gekühlt werden und leichter verbaut werden.

Oder sind da wieder andere Eigenschaften anders als bei den verbauten?
Ich finde die Originale leider nicht in einem deutschen Shop und möchte keine Chinaqualität bei AliExpress kaufen.

Vielleicht ist der Spotwelder nach dem Tunen mit hochwertigeren Mosfets dann auch nicht mehr so empfindlich?
 
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Tealk

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https://www.reichelt.de/mosfet-n-ch...ab-irfb-7430-p132130.html?&trstct=pos_0&nbc=1

Die verwendete Technologie ist dieselbe, nur die Bauform anders.
Klar wird es schwierig die Gatesansteuerung abzugreifen....
IMG_20201126_145828.jpg

Für deine Zwecke kann ich dir sowas echt nur empfehlen... 0,15 Reines Nickel übereinander absolut kein Problem und sogar 0,2 Auf die Zelle geht.
Simpelste Technik mit 3 auswählbaren Impulsstufen und dank der Kondensatoren bewegst Du dich kaum in Grenzbereichen bei 0,15er Nickel.
 

paddy72

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Die Originalen Mosfet haben 40V 300A wobei das wahrscheinlich nur absolut Peakwerte - Mondwerte sind.

In Summe können die 1500A schalten. Angeblich.

Was spricht dagegen sie mit so etwas zu ersetzen?

IRFP7430B 40V 395 A dann 4 Stück. Erhältlich bei Reichelt.

Vorteil größere Bauform können besser gekühlt werden und leichter verbaut werden.

Oder sind da wieder andere Eigenschaften anders als bei den verbauten?
Die sollten schon funktionieren, aber genau genommen mußt Du die Datenblätter studieren. Evtl. ist die Gatekapazität eine andere oder Vgsth (Gate-Source Thresholdvoltage = die Spannung am Gate, ab der der Mosfet leitend wird, aber noch nicht voll durchgeschaltet ist). Die Werte sollten hier aber relativ uninteressant sein für Deine Anwendung. Wichtig ist, das der Strom sich gleichmässig aufteilt und die Mosfets sauber mit gutem Kontakt montiert werden.
 

oldbike2011

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Wir sind hier ja noch im Eigenbauthread:

Ich möchte folgendes bauen : mein alter 3S3P Lipo mit 2x12V H4 Lampen als Vorwiderstand an eine 1 F Kondensator. Oder ein Netzteil. Diesen nicht direkt an den zerschossenen „roten Spotwelder „

Am Spotwelder die billigen Mosfet durch einen Eigenbau Mosfetschalter aus den 8 x IRF 1324 IR MOSFET, N-CH, 24V, 353A, 300W, TO-220 ersetzen.

Dabei die Gatspannung vom Spotwelder abgreifen. Es dürfte ja nur ein kurzer Impuls ohne hohen Strom sein.

Die eine Schweisselektrode kann ich ja direkt an den Kondensator machen und die andere Strecke möglichst kurz und massiv an den Eigenbau mosfetschalter.

Natürlich müsste ich den Spotwelder noch mit 12V versorgen, damit er seine Steuerfunktion übernimmt.

Haben ich einen Denkfehler?
 

labella-baron

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Natürlich müsste ich den Spotwelder noch mit 12V versorgen, damit er seine Steuerfunktion übernimmt.

Haben ich einen Denkfehler?
Vermutlich keinen offensichtlichen.
Aber bei einem Schaltungsaufbau ist oft Erfahrung gefragt und man kann viele Fehler machen.
 

oldbike2011

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Ich habe halt Sorge, dass ich die „Gatespannung“ vom Spotwelder sauber abgreifen kann. Es sind ja nur 6 ganz kleine Pin auf der Platine.

Wenn ich jeden dieser kleinen mit dem Gatespin eines der externen verbinden müsste, würde ich es schon wieder lassen. Erstens sind nur 6 auf der Platine und ich habe 8 externe Mosfet und zweitens denke ich, dass nicht das alle bei der Ablötaktion ganz bleiben.

Andererseits tut es mir leid, die Steuerfunktion des Spotwelder einfach wegzuwerfen. Die Schwachpunkte sind die Stromquelle und die Mosfets.

Beides lege ich ja dann stabiler aus....
 

paddy72

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Die Gates werden doch alle gleichzeitig geschaltet - da brauchst Du nur eine Leitung abgreifen und an alle Gates führen. Du solltest aber darauf achten, das die Gateleitungen alle gleichlang und möglichst kurz sind.
Ich würde alle Gates der Mosfets verbinden (gleichlange Leitungen) und am Knotenpunkt dann mit der Gatesteuerung verbinden.
 

oldbike2011

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Hmhm...
Ich habe jetzt am Spotwelder auf der Platine, wo sonst der Gatesfuss des Mosfets aufgelötet wird, ein dünnes Äderschen aufgelötet. Leider liegt dort sofort 12 V Spannung an wenn ich den Spotwelder einschalte.

Mein laienhaftes Denken:
Wenn dort Spannung dauerhaft anliegt und es wären Mosfets verbaut, würde es sofort rumsen wenn ich die Elektroden ansetze.

Normal ist aber, ich setze die Elektroden- es dauert 1 Sekunde- der Schweißstrom fließt.

3 Fragen:

Ist es normal das dauerhaft Spannung am Gatespin der Mosfet anliegt?
Wie bekommt die Steuerung überhaupt mit, das ich die Elektroden ansetze und wie funktioniert dann das Durchschalten der Mosfet?

Ich hatte damit gerechnet, dass normal die Gatepin spannungslos sind und nur beim Aufsetzen der Elektroden ein ganz kurzer Impuls an die Mosfets geht.
 

paddy72

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Hmhm...
Ich habe jetzt am Spotwelder auf der Platine, wo sonst der Gatesfuss des Mosfets aufgelötet wird, ein dünnes Äderschen aufgelötet. Leider liegt dort sofort 12 V Spannung an wenn ich den Spotwelder einschalte.

Mein laienhaftes Denken:
Wenn dort Spannung dauerhaft anliegt und es wären Mosfets verbaut, würde es sofort rumsen wenn ich die Elektroden ansetze.

Normal ist aber, ich setze die Elektroden- es dauert 1 Sekunde- der Schweißstrom fließt.

3 Fragen:

Ist es normal das dauerhaft Spannung am Gatespin der Mosfet anliegt?
Wie bekommt die Steuerung überhaupt mit, das ich die Elektroden ansetze und wie funktioniert dann das Durchschalten der Mosfet?

Ich hatte damit gerechnet, dass normal die Gatepin spannungslos sind und nur beim Aufsetzen der Elektroden ein ganz kurzer Impuls an die Mosfets geht.
Dann läuft da irgendwas falsch. Wenn die Gates auf 12V liegen sind die Mosfets durchgeschaltet und es knallt beim Kontakt der Elektroden. Die sollte im Ruhezustand auf Masse (Source) liegen. Ich kenne die Schaltung nicht, von daher kann ich im Detail nicht viel dazu sagen.
 

oldbike2011

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Wenn die Gates auf 12V liegen sind die Mosfets durchgeschaltet

Das Kuriose ist ja, das die Plustrecke am Spotwelder durchgehend geführt wird und die Minusstrecke quasi durch die Mosfets geschalten wird. Die Mosfets sind abgelötet und auf dem Gatepin liegt halt sobald immer Maße an.
Nur wie werden die Mosfets dann geschalten?
Wie bekommt die Elektronik mit, dass ich die Elektroden aufsetze?

Logisch wäre für mich, dass auf Source ständig „Masse“ ist und die Gates nur Impulsartig angesteuert werden.

Bitte keine Kommentare über den Zustand der Platine. Ich habe 2, diese ist nur zum Basteln.

Wohlgemerkt die Mosfets sind runter, ist das vielleicht das Problem, dass die Gatessteuerung nicht verständlich arbeitet...?
 

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Hasso123

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Alv

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Nur wie werden die Mosfets dann geschalten?
Bei mir so:
Ausgang der Steuerplatine über 10k an Masse
Ausgang der Steuerplatine über jeweils 30Ohm an jedes Gate der Mosfets.
Zwischen Gate und Masse ist für jeden Mosfet eine (wahrscheinlich Z-)Diode in Sperrichting.

Die Mosfets schalten also durch, sobald der Ausgang der Steuerplatine positiv wird.

Wie bekommt die Elektronik mit, dass ich die Elektroden aufsetze?
Durch die Leitung von Minus Schweißanschluß zur Steuerplatine.
Setzt du beide Schweißelektroden auf, wird bei erstmal gesperrten Mosfets der Minus-Schweißanschluß auf Plus gezogen.
Das signalisiert der Steuerplatine, daß sie, nach kurzer Verzögerung, die Mosfets schalten soll.
 

oldbike2011

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Soviel Arbeit an dieser armen Platine nimmt kein gutes Ende
Dieses Teil von Amazon hatte ich schon gekauft. Leider bekam ich damit keinen einzigen Schweisspunkt hin.

Ich habe mittlerweile 2 rote Spotwelder, beide defekt. Zum Glück nur einen bezahlt.

Geplant habe ich eine andere Variante von einem Forenmitglied mit Kondensatoren zu kaufen, dass wirkt einfach solider.

Allerdings reizt es mich, die roten mit einem besseren Mosfetschalter zum Laufen zu bekommen, das ist der Hauptschwachpunkt der Dinger. Einfach als Hobby.
 

paddy72

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Das Kuriose ist ja, das die Plustrecke am Spotwelder durchgehend geführt wird und die Minusstrecke quasi durch die Mosfets geschalten wird.
Das ist nicht kurios, das gehört so bei N-Channel Mosfets. Die schalten dann Source mit Drain kurz wenn aktiviert und an Source gehört bei N-Ch immer Minus (Masse). Zum Durchschalten muß das Gate gegenüber Source +12V haben (10V reichen auch). Der Gatewiderstand und die Gateleitung sollten möglichst klein/kurz sein. 10-20 Ohm Gatewiderstand reichen völlig aus.
Über die Schaltung selbst kann ich nichts sagen, kenne sie ja nicht... (und auf dem Bild kann ich keine Steuerung erkennen.)
 
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